1000 Dringlichkeiten und eine Notwendigkeit - Chouatat Dantse Rostand - E-Book

1000 Dringlichkeiten und eine Notwendigkeit E-Book

Chouatat Dantse Rostand

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Beschreibung

"Der wahre Optimismus rüstet den Menschen mit dem Mut, den Weg der Würde zu gehen." Doch wie kann der Mensch, der seine Würde in einer Zeit von Umweltkatastrophen, fortschreitender Globalisierung und Entindividualisierung verloren zu haben scheint, wieder auf diesen Weg der Würde zurückfinden? Dieses Buch ist aus einer persönlichen Antwortsuche heraus entstanden und gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen der Gesellschaft. Antworten auf Fragen, die sich jeder schon einmal – sei es bewusst oder unbewusst – gestellt hat und die alle Probleme und Bereiche des Lebens und der modernen Gesellschaft ansprechen, wie beispielsweise der Zeitdruck des modernen Menschen, die Aufgabe des Individuums in der Gemeinschaft und der Kampf der Industrie gegen die Natur. Man findet hier aber keine einfachen, vorgefertigten Antworten, sondern neue, von der afrikanischen Kultur des Autors inspirierte Denkansätze, die Menschen motivieren, sich selbst mit den wichtigen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen und umzudenken – gar "vorzudenken". "Dieses Buch möchte Mut machen zur Veränderung". Veränderung ist insofern wichtig, da wir immer mehr auf eine (Umwelt-)Katastrophe zusteuern, die es abzuwenden gilt. Die angesprochenen Veränderungen betreffen aber nicht nur den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, religiösen und wissenschaftlichen Bereich, sondern allem voran den persönlichen und individuellen – und genau darauf macht er Autor aufmerksam.

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Seitenzahl: 154

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Chouatat Dantse Rostand

1000 Dringlichkeiten und eine Notwendigkeit

Ein Wort sagt mehr als 1000 Bilder

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

1000 Dringlichkeiten und eine Notwendigkeit

Über das Buch: 1000 Dringlichkeiten und eine Notwendigkeit: Ein Wort sagt mehr als 1000 Bilder – Vordenken statt Nachdenken

A Bestandsaufnahme – das Problem

B Die Lösung

C Ergebnisse

Jede Existenz, jedes System und jeder Organismus ist dem Wandel unterworfen

Impressum neobooks

1000 Dringlichkeiten und eine Notwendigkeit

Dieses Buch hat mein Leben verändert und kann auch vielen anderen Menschen eine Hilfe sein. Der wahre Optimismus entlarvt den Pessimismus als Illusion und Ausweichmanöver: Der wahre Optimismus schließt nicht die Augen vor der Realität; vielmehr rüstet er den Menschen mit dem Mut, den Weg der Würde zu gehen.

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www.indayi.de

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

1. Auflage Januar 2019

© indayi edition, Darmstadt

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Gesamtleitung Lektorat, Umschlaggestaltung und Satz: Birgit Pretzsch

Lektorat: Anna Nestmann

Printed in Germany

ISBN-13: 978-3-947003-40-2

Chouatat Dantse Rostand

1000 Dringlichkeiten und eine Notwendigkeit

Ein Wort sagt mehr als 1000 Bilder

Lebensratgeber

Über den Autor

Chouatat Dantse Rostand ist in Kamerun geboren und lebt seit mehr als 20 Jahren in Europa. Fern seiner Heimat, die er aber ab und zu besucht, musste er unbedingt die Welt in der er lebt verstehen und sich gleichzeitig mit seiner Herkunft auseinandersetzen.

Als Vater und engagierter Bürger ist es ihm sehr wichtig, seinen Beitrag zu leisten – auch in Form eines Buches. Deswegen ist er mit Herz und Seele Autor.

Er hat großes Interesse an neuen Denkansätzen oder Erfindungen, die den Menschen Lösungen bieten, denn er glaubt an das Genie des Menschen! Seine Begeisterung für den Erfindungsgeist des Menschen begrenzt sich nicht nur auf die neuesten Entdeckungen, sondern auch auf die Errungenschaften der Vergangenheit. So ist er ein Liebhaber alter Kulturen und Geschoichten.

Sein umfangreiches Wissen stammt aus der Lektüre vieler Bücher, aus Erzählungen, aus besonderen Initiationen in die Geheimnisse Afrikas und aus seinem christlichen Glauben und seiner Spiritualität. Seine Überzeugung, dass die Welt immer besser wird, bestimmt seinen unerschütterlichen Optimismus.

Weitere Bücher werden diesem folgen, weil er sich in der Pflicht sieht, einen nachhaltigen Beitrag für die Gesellschaft, in der er lebt und für die Menschheit allgemein, zu leisten.

Über das Buch: 1000 Dringlichkeiten und eine Notwendigkeit: Ein Wort sagt mehr als 1000 Bilder – Vordenken statt Nachdenken

Das Wohlergehen des modernen Menschen, sowohl materiell als auch seelisch und geistig, ist immer mehr von seinem Verstand abhängig. Aber ich meine nicht einen einseitig rationellen Verstand, sondern einen, der tiefer geht und der die Schärfe und die Flexibilität verbindet. Ein Verstand, der sich organisch entwickelt und somit zukunftsorientiert ist. Ein Verstand, der Wissenschaft, Religion, Spiritualität, Wirtschaft und das ganze Leben und die Umwelt als Einheit betrachtet: Also ein höherer Verstand, der nicht nur die Befriedigung der unmittelbaren Bedürfnisse als Antrieb hat.

Viele Bücher sind geschrieben, um eine Antwort oder eine Lösung auf die Probleme der Menschen zu geben. Entweder sind sie sehr praktisch oder sehr theoretisch. Die gesunde Mitte, worin alles zusammentreffen sollte, fehlt: Religion, Spiritualität, Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft, Umweltschutz und weitere Themen, die uns Menschen heute beschäftigen, können nur einen Sinn haben, wenn alles als Einheit betrachtet wird. Und diese gesunde Mitte kann nur der Mensch erlangen, der zum Individuum geworden ist.

In der Zeit des faktischen materiellen Überflusses, der Überflutung an Angeboten allerart - was nicht unbedingt die Armut ausschließt - ist es willkommen, dass dieses Buch in seinem Stil und Aufbau möglichst auf Bilder und weitere Gefühlseffekte verzichtet; hier gilt ein anderes Sprichwort: EIN WORT SAGT MEHR ALS 1000 BILDER.

Dieses Buch ist als Ergebnis einer persönlichen Entwicklung und vieler mehr oder weniger bis gar nichts sagenden Lektüren über die wichtigen Belange des Lebens entstanden. Ich hatte sehr viele Unklarheiten und viele Fragen in mir. Die Suche nach Antworten war sehr streng verbunden mit den Erlebnissen meiner Kindheit und Jugend in Afrika, ebenso wie verschiedenen Lebenssituationen als Erwachsener in Deutschland. Die Würde des Menschen geht aus seiner Fähigkeit und seinem Willen zum Verstand hervor, sonst bleibt sie nur eine theoretische, gesetzliche Möglichkeit. Wo diese Fähigkeit und dieser Wille fehlen, ist es bald auch nicht mehr möglich, die Würde des Menschen zu achten - und das aus logischen Gründen!

Den Antrieb, oder sogar der Zwang, dieses Buch zu schreiben, habe ich in einer Phase tiefster Unsicherheit verspürt. Auch wenn mein Leben in Ordnung zu sein schien, befand ich mich in einer grausamen Einsamkeit, abgeschnitten von der Quelle des Lebens. Verstand und Gefühl schienen nicht mehr zum selben Menschen zu gehören. Das Schlimmste ist nicht der endgültige Tod, sondern der Tod im Leben, die Leiche im Körper!

Ich hatte viele Bücher gelesen und ich spürte jedes Mal den Drang, das, was ich verstanden habe, mit meinen eigenen Worten auszudrücken und das, was mir noch unbeantwortet vorkam, selbst herauszufinden. Anschließend wollte ich das Ganze so leicht verständlich wie möglich niederschreiben. Ich bin der Meinung, ein Buch sollte anregen selbst nachzudenken und schöpferisch zu sein, denn jede Perspektive ist wichtig, um das Ganze zu betrachten.

Die in diesem Buch niedergeschriebenen Gedanken sind mir dann plötzlich fast aus dem Kopf geplatzt: Nachts wurde ich immer aus dem Schlaf geholt und musste alles aufschreiben, was in meinem Kopf war. Die Gedanken waren so fassbar wie Gegenstände und ich musste sie aus durch Schreiben aus meinem Schädel herausholen. Der Prozess war sehr anstrengend für mich, da ich in deutscher Sprache schreiben musste, aber ich wurde gleich am Ende belohnt: Dieses Buch hat mein eigenes Leben verändert!

Die Gedanken klingen zuerst sehr allgemein oder sogar politisch. Man könnte sich fragen, wie dieses Buch dem einzelnen Menschen helfen solle. Aber wir müssen verstehen, dass gerade diese Themen das Wohlergehen des Einzelnen bestimmen, und die Verantwortung nicht nur bei Politikern und anderen Instanzen liegen sollte.

Wir sind mitten im Spiel und müssen das Spiel verstehen: Durch Verstehen entsteht Veränderung. Die Spiritualität und der Wohlstand des modernen Menschen gehen durch den Verstand! Er muss vor allem verstehen, in welchen Maßen die Wirtschaft, die Politik, die Medien, die Wissenschaft und die Religion sein seelisches und materielles Leben bestimmen können und wie er trotz unüberschaubarer Verwaltungsapparate und riesiger Industrie und Medien, ein wichtiges, vollmundiges und aktives Mitglied der Gesellschaft sein kann. Das ist eine neue Spiritualität, das ist die zeitgemäße Bildung.

Das Buch besteht aus 14 Abschnitten, beziehungsweise Themen, welche in 3 Gruppen gegliedert sind: Ich wünsche mir sehr, dass der Leser alles in einem Zug liest. Das Buch sollte als Ganzes gelesen werden, weil die Themen, die hier angesprochen werden, miteinander verbunden sind. Deswegen ist dieses Buch auch nicht in Kapitel aufgeteilt, sondern als durchgängiger Text gedruckt, jeweils mit Randvermerken für die einzelnen Themen.

Die Abfolge der Themen und der Gedanken sind aus einem inneren Rhythmus entstanden und die organische Komposition der Gedanken ist hierbei genauso wichtig wie die buchstäblichen Aussagen.

A Bestandsaufnahme – das Problem

1. Neues Denken

2. Industrie gegen Natur

3. Wissenschaft gegen Religion

4. Die Notwendigkeit der spirituellen Wissenschaft

5. Information gegen Wissenschaft

6. „Ich habekeine Zeit“: Stimmt nicht!!!

7. Materialismus

B Die Lösung

8. Der Sinn des Individuums ist die Gemeinschaft

9. Die Gemeinschaftsbildung und -stärkung als Aufgabe

C Ergebnisse

10. Die Zukunft der Beziehung Mann-Frau

11. Die unsichtbare Realität

12. Welche Religion? (Welche Spiritualität?)

13. Und was nun???

14. Die besondere Rolle der Weiblichkeit

Die stellenweise allzu affirmativ erscheinende Form dieses Buches sollte den Leser nicht entmutigen: Es bedarf ein wenig Distanz zu sich und seiner eigenen Person, um Klarheit zu schaffen. Es handelt sich nicht um ein Buch, mit dem man sich auf Anhieb identifizieren kann und durch das man sich bestätigt fühlt, aber wenn der Leser den Mut aufbringt, das Buch bis zum Ende zu lesen, unter anderem auch trotz vielleicht gewagter wissenschaftlicher Annahmen, die hier nicht bewiesen werden müssen, dann wird er am Ende doch feststellen, dass hier durchaus die Fragen angesprochen werden, die jeder sich in seinem Inneren – sei es auch nur als Ahnung – schon einmal gestellt hat.

Manchmal wird auch in der Ich-Form geschrieben, was vielleicht einen bereits radikalen Eindruck des Lesers verstärkt. Dem ist nicht so, denn dieses ICH kann selbst der Verfasser nicht unbedingt mit seinem jetzigen Ich identifizieren. Es wäre wunderbar, wenn jeder Leser sich dieses ICH aneignen könnte.

Dieses ICH ist es, das dem Verfasser die Gedanken dieses Buches und auch teilweise die verwendeten Ausdruckformen vorgegeben hat. Auch der Verfasser setzt sich mit dem Inhalt des Buches auseinander und er hat sich einiges zur Verbesserung seiner Persönlichkeit vorgenommen.

Für wen ist das Buch? Für alle, die sich ernsthaft mit dem Leben auseinandersetzen und die dauerhaft eine Lösung für sich selbst und ihre Umgebung suchen. Für die Menschen, die echte Freude und Lebenssinn als erreichbar verstehen und es als Aufgabe sehen, dies zu erreichen.

Für die Menschen, die sich wie ich in einer Phase befinden, in der Antworten gegeben werden und verbindliche Entscheidungen getroffen werden müssen.

Dieses Buch hat mein Leben verändert und kann auch vielen anderen Menschen eine Hilfe sein. Der wahre Optimismus entlarvt den Pessimismus als Illusion und Ausweichmanöver: Der wahre Optimismus schließt nicht die Augen vor der Realität; vielmehr rüstet er den Menschen mit dem Mut, den Weg der Würde zu gehen.

Das Leben, ja die Geburt, ist eine Vollmacht!!!

Jede Existenz, jedes System und jeder Organismus ist dem Wandel unterworfen

Das ist eine Wahrheit, die sich immer bestätigt hat. Im Grunde ist es eine Freude, eine Hoffnung auf eine neue Welt und auf neue Ereignisse. In dieser Wahrheit liegt jeder Grund zum Vertrauen und zur Hoffnung. Aber in einer Menschengemeinschaft, die sich extrem in der Illusion der Selbstverwirklichung zum Selbstzweck, in der Illusion der Macht und der gegenständlichen Besitztümer als ewiges Lebensmotiv befindet, klingt diese schöne Wahrheit wie eine Bedrohung oder üble Nachrede und Schuldzuweisung.

So ist der Mensch, besonders in der hochmodernen Welt mit all ihren technisch-mechanischen und weltanschaulichen Errungenschaften dabei, seine Chance, den Wind der Veränderung zu nutzen, zu verpassen.

Propagiert werden ständig gerechte Verteilung der Reichtümer, Schonung der Natur und gründliche Stärkung der menschlichen Persönlichkeit. Für ein System, das genau auf das Gegenteil gebaut hat, auf Plünderung und Ausbeutung, sowohl des Menschen als auch der Natur, und das sich nur noch durch ständiges Manipulieren des Menschen mit starker Suggestion durch die Medien, die Politik und die Wirtschaft am Leben hält, scheint es, als wäre die Veränderung, dieser Wandel, der immer Frische mitbringt, ein Todesurteil.

Dabei und bei genauer Betrachtung ist es ironischerweise dieses System selbst, das sich den Garaus macht: Wenn die Finanzmärkte aus lauter Freiheit sich selbst in den Ruin treiben und der Wohlstand dabei ist, mehr menschliches Leiden und Verwahrlosung zu erzeugen als die Armut, wenn der Motivationsmangel, die Langeweile und die Sinnlosigkeit sich ausbreiten, trotz der Überfülle an Vergnügen, wenn die wissenschaftlichen und philosophischen Erkenntnisse anstatt Entspannung, Gewissheit und Vertrauen den Menschen nur Unsicherheit, Ruhelosigkeit, Kopfzerbrechen, Schlafmangel und Sorgen aller Art, teilweise absurder Natur servieren, dann ist es Zeit, sich ehrliche Gedanken über die Allgemeingültigkeit der Grundsätze, nach denen gelebt wird, zu machen.

Die Notwendigkeit des Wandels begründet sich u.a. durch die Feststellung, dass eine Gesellschaft, in der die Leistung des Einzelnen für das Bestehen der Ordnungen Bedingung ist, sich die innere Schwächung und Instabilität des Menschen, die Degeneration der Sitten, die Sabotage der Moral nicht leisten kann.

Wenn der Mensch keine Lust mehr hat und aus innerem Hunger geschwächt und abhängig wird, wenn die Angst den ruhigen Schlaf gestohlen hat und die Ruhe für neues Lernen spürbar beeinträchtigt, dann ist es Zeit, sich über den Sinn dieses Systems Gedanken zu machen.

Dieses Buch möchte Mut machen zur Veränderung. Es möchte die Biegsamkeit des Menschen wiederherstellen, zuerst die des Einzelnen, dann die der Familie, der Gesellschaft, des Landes und der Welt.

Die Stärkung des Menschen von innen, dann von außen, denn er ist geradezu überschüttet mit allen möglichen Angeboten und Reizen, deren Auswahl ihm die letzte Gelassenheit raubt.

Die Lösung ist der Weg nach innen, wo die Einmaligkeit und die Würde des Menschen begründet ist. Die Quelle des wahren Optimismus, der dem Leben vertraut. Der Sitz des Gewissens, diese leise Stimme in uns, die seit langem durch politische und philosophische Vereinheitlichung und absurde wissenschaftliche Theorien, überzüchteten Geschmack und Konsumentenmanipulation aller erdenklichen Art zubetoniert und überlackiert wird.

Es besteht die Notwendigkeit, die uns vertrauten Begriffe neu zu definieren, wieder zu verstehen, oder gar sich davon zu trennen: Individualismus, Wohlstand, Reichtum, Frieden, Liebe, Ruhe, Gesundheit, Freude, Mensch, Religion, Gott, Philosophie, Wissenschaft, Tier, Gene, Industrie, Armut, Mann, Frau, Kind, Gesellschaft und andere Begriffe, die wir heute benutzen und die schon längst von ihren ursprünglichen Bedeutungen abgekoppelt sind.

Nur ein Mensch, der den Weg nach innen, die Reise der Findung, geht, wird erkennen, was für eine Zeit ansteht. Hoffentlich wird es immer mehr davon geben.

Dieses Buch ist ein Motivator, ein Zünder zum neuen Denken.

Das Nachdenken wird abgelöst vom Vordenken.

Die Verantwortung des Einzelnen als bewusstes und unabhängiges Individuum ist, auch wenn es dem jetzigen Mainstream des psychologischen „Unbewussten“ und der Genetik und Abstammungstheorie radikal widerspricht, die Säule der neuen Menschheit.

Ich würde mich freuen, wenn es diesem Buch gelingt, nicht in der Abteilung der Philosophie, des positiv Denkens oder der Religion zu landen. Für den Inhalt dürfte noch ein neuer Begriff erschaffen werden. Vielleicht „neues Denken“ oder „Vordenken“?

Dem normalen Menschen, also dem Großteil der Bevölkerung, wird der Inhalt bei geringer Anstrengung wohl zugänglich sein.

Der Bewegung der Dauerbespaßung und Erlebnissucht möchte ich hier vorerst eine Absage erteilen. Zur Gehirnanästhesie durch erzwungene Belustigung möchte ich hier angesichts des jetzigen Zustandes der Menschheit nicht beitragen.

Ich glaube an die Kraft des Lebens im Menschen und in der Natur und an die tiefe Sehnsucht nach Sinn und Wahrheit trotz aller Oberflächlichkeit. Ich glaube daran, mit diesem Buch das Denken zu dem ganzen Menschen zurückzubringen.

Ich sehe den Menschen nicht nur als Schwamm der ständig wechselnden Theorien und Nachrichten, sondern als Generator der neuen Ansichten und Gewissheiten und als Katalysator des Wandels: Das ist nichts anderes als das Einlösen seiner Würde.

Die hier vertretenen Standpunkte und Aussagen sind weniger visionär als realistisch: Eine einfache und klare Bestandsaufnahme der jetzigen Situation. Genauso sind die Anforderungen auch nicht utopisch, denn es entspricht den Sehnsüchten, die heute präsenter sind denn je, den Wünschen, die lange gehegt werden, den Möglichkeiten, die sich schon seit langem bieten, den Wegen auf denen wir schon lange hätten gehen können. Es gibt in diesem Zusammenhang wenig Raum für Träume und Experimente, da es sich hier vielmehr um ein Wachrufen und ein Alarmieren über eine Verspätung und über nicht bewusst wahrgenommene Chancen handelt.

Die Erziehung des Individuums zu Verantwortung und geistiger Selbstständigkeit und die Stärkung der Gemeinschaft sind längst überfällig, genauso wie der Hinweis darauf, dass die Technologie und das Genie des menschlichen Erfindungsgeistes doch nicht mit der Elektrizität, Automatisierung und dem Viertaktmotor ihre höchste Leistung erbracht haben.

Die jetzige Zeit wird vom normalen Menschen als inhaltslos und schwer wahrgenommen. Der Konsum kann nicht der einzige Sinn des Lebens sein. Die Suche nach dem Sinn des Lebens wird aber nicht als aktuelles Bedürfnis angesehen.

Aber welchen Fokus hat denn jetzt der moderne Mensch? Eigentlich keinen.

Es gilt nur ein Motto: Bloß nicht auffallen und mitmachen, Freude, Leistungsfähigkeit, Power und Schönheit simulieren, bis irgendwann alles von selbst gelöst wird.

Das darf nicht so weiter gehen. Die Politik und höhere Instanzen sind nur eine Widerspiegelung der Gesellschaft, und eine Gesellschaft ist die Summe seiner Mitglieder: So richtet sich dieses Buch an den einzelnen Menschen.

Der Inhalt meines Buches ist keine bewusst-intellektuelle Bestrebung. Die Ausdrucksformen sind es nicht und die Gedankenfolgen auch nicht.

Es stammt einfach aus einer Gesamtschau, einer Gesamtfeststellung, die sich endlich in einer inspirierten Schrift entladen hat.

Mir ist klar geworden, dass das Schicksal des Menschen und die Herausforderungen universell sind, auch wenn ich damit die paradiesische Vorstellung meiner afrikanischen Heimat durch die klare Vorstellung, die ich im Verlauf des Schreibens gewann, eingebüßt habe.Wir befinden uns an einem Punkt, wo die Enge, in die wir uns selbst hineingetrieben haben, für uns erdrückend wird. Die Katastrophen auf dem Geld- und Arbeitsmarkt und das Absinken des Konsums bestimmen die Aktualität.

Da im Allgemeinen das Denken dem Menschen selbst nicht mehr innewohnt, sondern nur noch durch Meinung aus verschiedenen äußeren Quellen ersetzt wird, hinterfragen nur noch sehr wenige Menschen, was da eigentlich los ist.

Viele werden es unmöglich finden, dass man heute noch die Einsicht vertreten kann, dass das Leben eigentlich verschwenderisch, reich und spendabel ist, und dass eine viel größere Bevölkerungszahl als jetzt satt zu kriegen sei, wo man überall nur Bilder von Hunger in der Welt und wachsender Armut - sogar in den reicheren Ländern - sieht.

Diese letzte, durch Medien und Politik unterstützte Suggestion lässt sich sehr schlecht vereinbaren mit der ersten Aussage bezüglich des autonomen Reichtums der Natur.

Wenn man jedoch noch über ein wenig Selbstreflexion verfügt und sich die natürliche, menschliche Beobachtungsgabe trotz aller Medienmeldungen bewahrt hat, erkennt man, dass diese Katastrophen-Behauptungen nur bedingt wahr sind und auf gar keinen Fall einen normalen Zustand darstellen, egal mit welchen Theorien sie begründet werden: Sobald die Industrie, das heißt die massenhafte Güterproduktion und Vermarktung, den Versuch unternimmt bzw. es ihr gelingt, die Natur zu ersetzten, und zwar nicht nur in der Produktion, sondern auch gezielt in dem Bewusstsein des Menschen, in seiner Überzeugung und Orientierung, wird alles, und wirklich alles, sogar die Güter, die früher immer gleichbedeutend mit dem Wort ÜBERFLUSS gewesen waren, reines Wasser und Luft zum Atmen, knapp werden.

Die Industrie ist abhängig von der Natur. Die Industrie sollte auch abhängig vom Menschen sein, der selbst auch nur ein Teil der Natur ist. Und nicht umgekehrt!

Es ist wichtig, sich die Tatsache vor Augen zu führen, dass die Industrie bisher noch keinen Stoff aus sich selbst hervorgebracht hat; Sie verarbeitet, vermischt, betreibt Synthese - für unsere Belange veredelt sie doch nur das, was die Natur hergibt. Es gibt bisher keinen Stoff, der spontan und autonom aus einem Labor entstanden ist. Alle Grunderzeugnisse kommen aus der Natur: Keine Natur, keine Industrie. Ich möchte nicht verstanden werden, als wäre ich gegen die Industrie; aber eindeutig bin ich gegen den suggestiven Ersatz der Natur durch die Industrie.

Die Industrie mag erfinderisch sein, aber schöpferisch ist nur die Natur. Diese Tatsache könnte sogar die Industrie aus der Sackgasse ziehen, in die sie jetzt auch schon die Umwelt, unseren Lebensraum, schleppt.