110 - Stefan Eggers - E-Book

110 E-Book

Stefan Eggers

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Beschreibung

Damit Dienstpsycologie arbeiten kann, braucht sie eine Integration und Redundanz dort, wo Probleme entstehen. Die entscheidende Schnittstelle ist dabei der Übergang vom Dienst zur Freizeit, welche Raum für dienstliche Auseinandersetzung, bietet. Wo die Zivilpsychologie die angewandten Mittel der Ergo- oder Kunsttherapie zur Bewältigungsstrategie verwendet, muss die polizeiliche Dienstpsychologie die Redundanzebenen der begleitenden Fort- und Sportbildung einbinden, um ihre Hilfe so zeit- und konfliktnah wie möglich, entfalten zu können. Damit einer, sonst später notwendigen Analyse zur Konfliktursachenforschung adäquat, vorgebeugt werden kann. Das Ihnen hiermit vorgestellte Booklet bildet den Einstieg in die zu erweiternde Dienstpsychologie, durch ihren Ansatz zu Vorbeuge- und darauf aufbauende Therapiemaßnahmen zum Abbau von übermäßigen Belastungssymptomen. Ohne die Polizeiarbeit heute, nicht mehr möglich ist.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 21

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Gewaltverständnis

Kollegialitätsverständnis

Verwaltungsverständnis

Work-Life-Balance

Moralischer Dienstanspruch/-aufbau

5.1. Die erste Stunde

5.2. Die zweite Stunde

5.3. „Willkommen zur 4. Stunde“

5.4. „Willkommen zur 5. Stunde“

5.5. Messerangriffe

5.6. Die 6. Stunde

5.7. Ruhestörender Lärm

Die Nothilfe

Verbringung psychisch Kranker

7.1. Geselligkeit

Polizeilich interne Ermittlungen

110/112

Vorwort

Der Dienstpsychologe der Polizei – ist VerteidigungstrainerIn!

DienstpsychologInnen heilen nicht. Sie helfen bei der Bewältigung von Bealstungsproblemen.

Belastungsschwerpunkte:

Gewaltverständnis

Kollegialitätsverständnis

Verwaltungsverständnis

Work-Life-Balance, Familie

In diesem Sinne sind die Arbeitsmittel der Dienstpsychologie die Wiederholung und Ergänzung, zur Verfestigung der Ausbildung.

Ein Beamter nach dem Lehrbuch kann man nur werden, wenn das Lehrbuch auch weiter trainiert wird.

Ansonsten wird sich jedes Lehrbuchwissen, durch Vergessen der weiterführenden Inhalte in abgleitende Berufserfahrungen, entwickeln.

Dieses Abgleiten ist ein Verrohungsprozeß zurück, in menschliches Erstverständnis.

Lehrbuchwissen hingegen, verfolgt das Ziel der Bewältigung von Gewalt unter Wahrung der Würde aller Beteiligten. Es ist somit als Ergebnis von Forschung – für eine Anwendbarkeit wiederholungsbedürftig. Und substituiert erst dann Reflexverhalten.

1. Gewaltverständnis

Beispiele:

I. Gewalt – erzeugt – Gegengewalt

ist ein Reflex getragener Verrohungsprozeß in der normal (untrainierten) menschlichen Gefahrenabwehr. Mit dem Mittel der Überflügelung der letzten Wahrnehmung einer Angriffsgewalt, zur sicheren Abwehr. Als ungebremste Spirale der Gewalt.

Ergebnis: Polizeigewalt Erkennbarkeit: nervöshitziges Gemüt.

II. Gewalt – ist – früherkennbar und bewältigbar

Ist eine aufbauende Lernfaktorenerfahrung. Der anfänglich, das normale Reflexverhalten, Angst-vorrang-bedingt, entgegensteht. Es kann mit jeder Gefahrensituation besser werden. Wenn darin ein Lern-Erfahrungs-verständnis geweckt wird, dass zur Lernruhe in Konfliktsituationen, folgender 6 Grundausbildungen bedarf:

Fluchtbefähigung über mindestens 1.000 m +

Anfänger-Schlag-Trittabwehr zur Fluchtvorbereitung +

Ableitung der grundlegenden Block-/Abwehrgriffe +

Vorbereitung der grundlegenden Zugriffstechniken +

Logische Verlängerung erweiternder Tonfatechniken +

Rückzug: Stadt-Schusswaffengebrauch zu den Beinen +

Doch dies ist ein Lern-Erfahrungsprozess, der berufsbegleitende Fortbildung, bedarf.

Und auch nur, wenn die täglichen Verrohungserfahrungen im aufbauenden Lernprozesses, über die ersten Jahre der Berufserfahrung, beständig aufgearbeitet und im Verständnis verbessert werden. Keine Gewaltausübung ohne vorherige psychologische Besänftigung. Dazu sind DienstpsychologInnen gleichsam VerteidigungstrainerInnen, sonst wird das Gewissen zur Traumaantwort.

DienstpsychologInnen haben durch ihre Rolle als Trainer direkten Zugang zu ihren Schutzbefohlenen und erhalten die Gesprächsbereitschaft aller, durch ihre kampfsportliche Bewältigungsbefähigung in dienstaltäglichen Konfliktsituationen und echte Vertrauensfähigkeit – durch ihre Schweigepflicht.

Zur wöchentlichen Erlebnisaufarbeitung und Weiterbildung zu echter Erfahrungs-bildung wird ein wöchentliches Training für alle Bediensteten, unter ihrer Leitung angesetzt.