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Im Laden weiß man längst, was in der Nacht passiert ist, und als die Sarner-Bäuerin kommt, stürzen sich alle auf sie, um ihr das Furchtbare zu berichten.
"Alles verbrannt! Die ganze Hütte!" Die Augen der Bürgermeistersfrau glitzern. "Die Egnerin hat sich net retten können ...!"
Elisabeth Sarner wird blass, bekreuzigt sich. "Und die Luzia?", fragt sie atemlos. "Ist die am Leben?"
Die andere lacht böse. "Ich denk schon. Sie haben ja bloß die Alte gefunden. Die Luzia treibt sich wohl wieder im Wald herum. Die kommt schon wieder, die Hex! Wer weiß, was überhaupt passiert ist, da im Häusl der Egnerin!"
Elisabeth erschauert. Wie herzlos sie über das junge Mädchen reden! Wie grausam sie über Luzia richten, deren Leben nur aus Leid und Unglück bestanden hat!
"Ich muss nach ihr schauen", murmelt Elisabeth, "muss ihr helfen ..." Und entschlossen macht sie sich auf einen schicksalhaften Weg ...
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Seitenzahl: 101
Veröffentlichungsjahr: 2016
Cover
Impressum
Das Häusl der Sünderin
Vorschau
BASTEI ENTERTAINMENT
Vollständige E-Book-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe
Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG
© 2015 by Bastei Lübbe AG, Köln
Verlagsleiter Romanhefte: Dr. Florian Marzin
Verantwortlich für den Inhalt
Titelbild: Bastei Verlag
Datenkonvertierung E-Book: Blickpunkt Werbe- und Verlagsgesellschaft mbH, Satzstudio Potsdam
ISBN 978-3-7325-2563-8
www.bastei-entertainment.de
Das Häusl der Sünderin
Warum die Leut nicht an Luzias Unschuld glaubten
Von Rosi Wallner
Im Laden weiß man längst, was in der Nacht passiert ist, und als die Sarner-Bäuerin kommt, stürzen sich alle auf sie, um ihr das Furchtbare zu berichten.
»Alles verbrannt! Die ganze Hütte!« Die Augen der Bürgermeistersfrau glitzern. »Die Egnerin hat sich net retten können …!«
Elisabeth Sarner wird blass, bekreuzigt sich. »Und die Luzia?«, fragt sie atemlos. »Ist die am Leben?«
Die andere lacht böse. »Ich denk schon. Sie haben ja bloß die Alte gefunden. Die Luzia treibt sich wohl wieder im Wald herum. Die kommt schon wieder, die Hex! Wer weiß, was überhaupt passiert ist, da im Häusl der Egnerin!«
Elisabeth erschauert. Wie herzlos sie über das junge Mädchen reden! Wie grausam sie über Luzia richten, deren Leben nur aus Leid und Unglück bestanden hat!
»Ich muss nach ihr schauen«, murmelt Elisabeth, »muss ihr helfen …« Und entschlossen macht sie sich auf einen schicksalhaften Weg …
Als Elisabeth Sarner den kleinen Dorfladen betrat, verstummte für einen Augenblick die lebhafte Unterhaltung der Frauen, dann aber wandten sie sich ihr zu und sprachen auf sie ein.
»Hast du schon von dem Unglück gehört, Elisabeth? So was Furchtbares!«
»Und dass sie sich net hat retten können!«
»Ich bin eben erst ins Dorf gekommen und hab noch niemanden getroffen. Erzählt doch der Reih nach«, forderte Elisabeth die aufgeregten Frauen auf.
Lioba Lehnhofer, die Frau des Bürgermeisters, hielt es für ihr gutes Recht, das Wort zu ergreifen.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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