Alpengold 355 - Andreas Seefelder - E-Book

Alpengold 355 E-Book

Andreas Seefelder

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Beschreibung

»Ich hab niemals daran gedacht, dich zu heiraten, Lorenz. Ich wollte meinen Spaß mit dir haben, mehr nicht. Die Zeit mit dir war schön, aber nun ist sie vorbei«, sagte Steffi leichthin und mit einem spöttischen Lächeln.
Lorenz Stöger begriff nichts mehr. War diese Frau dieselbe Steffi, die sich eben noch sanft und hingebungsvoll in seine Arme geschmiegt hatte? Konnte es wirklich sein, dass er für diese Frau lediglich ein amüsanter Zeitvertreib gewesen war?
Lorenz Stöger ahnte nicht, dass Steffi sich mit jedem ihrer gemeinen Worte selbst wehtat. Aber sie musste eine Liebe im Keim ersticken, die niemals sein durfte, wenn Steffi ihren Vater und sich selbst nicht ins Unglück stürzen wollte ...

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Seitenzahl: 115

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhalt

Cover

Das Geheimnis der Steffi Ronecker

Vorschau

Impressum

Das Geheimnis der Steffi Ronecker

Eine junge Liebe im Schatten alter Schuld

Von Monika Leitner

»Ich hab niemals daran gedacht, dich zu heiraten, Lorenz. Ich wollte meinen Spaß mit dir haben, mehr nicht. Die Zeit mit dir war schön, aber nun ist sie vorbei«, sagte Steffi leichthin und mit einem spöttischen Lächeln.

Lorenz Stöger begriff nichts mehr. War diese Frau dieselbe Steffi, die sich eben noch sanft und hingebungsvoll in seine Arme geschmiegt hatte? Konnte es wirklich sein, dass er für diese Frau lediglich ein amüsanter Zeitvertreib gewesen war?

Lorenz Stöger ahnte nicht, dass Steffi sich mit jedem ihrer gemeinen Worte selbst wehtat. Aber sie musste eine Liebe im Keim ersticken, die niemals sein durfte, wenn Steffi ihren Vater und sich selbst nicht ins Unglück stürzen wollte ...

Der Wagen kam vom Dorf herüber und überquerte polternd die Holzbrücke, unter der das Bachwasser zu versiegen begann. Dann rollte er auf den letzten Hof im Talwinkel zu und ließ eine Staubwolke zurück.

Wie ausgestorben lag der Hof am Waldrand. Rechts drüben grasten ein paar Kühe, unter den Obstbäumen hing Weißwäsche an der Leine. Die kleinen, mit Blumen geschmückten Fenster des alten Wohnhauses standen offen wie die Haustür.

Lorenz Stöger stieg aus dem Wagen und schaute sich um.

»Hallo, ist da niemand?«, rief er, weil sich gar nichts rührte.

Jetzt erschien unter der Haustür ein großer Mann mit weißem, sich sträubendem Haar. Er trug ein kariertes Hemd und eine schlottrig sitzende Hose.

»Ja, was gibt's?«, fragte er und als er den Besucher erkannte, rief er erfreut: »Du bist's, Lenzi! Ja, was verschafft mir denn die Ehr'?«

Der junge hochgewachsene Mann ging zum Ronecker und wechselte mit ihm einen Händedruck.

»Grüß dich, Ronecker«, sagte er. »Hätt' mit dir was zu reden. Hab ich dich beim Mittagsschlaf gestört?«

»Musst' mich ein bisserl hinlegen«, bejahte der Ronecker munter werdend. »Die Hitz' macht ja Mensch und Vieh zu schaffen. Komm in die Stub'n, da ist's ein wengerl kühler.«

Sie begaben sich in die Stube, die nach Kräutern roch. Sämtliche Fenster standen offen, peinliche Ordnung herrschte und verriet fleißige Frauenhände.

»Komm, hock dich nieder«, forderte der Ronecker den Besucher auf, »mach's dir kommod.«

Ende sechzig war der Ronecker, schlohweißes Haar sträubte sich um den Kopf. Er schmunzelte, hatte ein gutmütiges Gesicht, aus dem ein paar hellblaue Augen ebenso vertrauensselig wie heiter in die Welt schauten.

Paul Ronecker war kein Einheimischer, sondern vor etwa zwanzig Jahren mit einem Kammerwagen und seiner zweijährigen Tochter ins Dorf gekommen. Die Frau sei bei der Geburt des Kindes gestorben, erfuhr man, und aus Niederbayern war er fortgegangen, weil die Bauerei der ärmste und notigste Lebenserwerb sei.

Damals hatte er von einem gewissen Petz, einem Trunkenbold, den Ödhof gekauft und ihn mit der Zeit langsam hochgebracht, weil er, der Ronecker, mit der Wünschelrute umgehen konnte.

Lorenz Stöger hingegen war der einzige Sohn des reichen Stögerbauers, hatte den Hof vor einem Jahr übernommen und sollte bald eine reiche Bauerntochter aus dem Nachbardorf heiraten, eine gewisse Marta Huber, die bereits am Stögerhof aus- und einging.

»Ronecker«, sagte der Lenzi, »bei uns am Hof tritt langsam Wassernot ein. Wir müssten einen neuen Brunnen graben, weil der alte anfängt zu versiegen. Möcht' dich jetzt halt recht schön bitten, dass du mal zu uns kommst und abwünschelst, wo wir Wasser finden könnten.«

Der Ronecker nickte. In den letzten zwei Wochen war er oft geholt worden, um mit der Wünschelrute nach neuen Wasserquellen zu suchen, und jedes Mal hatte er auch Erfolg. Es sprudelte und mit guten Quellwasser floss auch der Verdienst in die Wirtschaftskasse.

»Ihr wohnt halt ein bisserl hoch«, meinte der Ronecker, »da kann's leicht passieren, dass eine Wasserquelle sich versetzt oder gar versiegt. Ich komm' morgen zu euch uns schau' mal nach, ob sich was machen lässt.«

»Das wär' nett von dir«, sagte der Lenzi.

Man unterhielt sich wieder über die Dürre, die ausgebrochen war und dass schon etliche Bauern ihr Vieh von den Hochalmen in die tieferen Lagen holen mussten, weil droben die Quellen versiegten, und dass die Forstleute vor Waldbränden Angst hatten, die durch Selbstentzündung entstehen konnten.

Schließlich erkundigte der Ronecker sich: »Na, Lenzi, wann wird's denn mit der Heirat so weit sein, ha?«

»Im Herbst«, lautete die Antwort. »Der Hochzeitslader wird auch bei dir vorbeikommen, Ronecker. Und wo steckt die Steffi?«, fragte der Besucher.

Aber der Ronecker wurde der Antwort enthoben, weil plötzlich ein gutgewachsenes brünettes Mädchen eintrat und mit haselnussbraunen Augen auf den Besucher schaute. Es trug eine ziemlich tief aufgeschnürte Leinenbluse, einen langen Rock aus Kattun und an den sonnengebräunten Füßen Sandalen. Das Haar war am Hinterkopf zusammengebunden.

»Grüß Gott!«, murmelte es.

»Grüß dich, Steffi!«, erwiderte Lenzi. Er stand auf, ging zu ihr, reichte ihr die Hand und fragte: »Warst du am Berg?«

Sie sah ihn sekundenlang an, begann zu lächeln und zeigte ihre schönen, akkurat gewachsenen Zähne.

»Ja, ich war drüben«, erwiderte sie. »Hab nach den Kalben und Schafen geschaut.« Jetzt wandte sie sich an den Vater, der sie stolz musterte. »Droben ist noch Wasser«, berichtete sie, »wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, Vaterl.«

Weiß Gott, sie war hübsch und beinahe ein bisschen exotisch. Aber jeder im Dorf wusste, dass sie keinen Burschen an sich heranließ, obwohl sie bereits über zwanzig war und gute Aussichten gehabt hätte, heiraten zu können.

»Ihr habt Glück«, bemerkte der Lenzi, »eure Alm liegt auf der Nordseite. Da ist's net so heiß, und das Bergwasser hält sich.«

»Beim Lenzi versiegt der Brunnen«, erklärte der Vater der Tochter. »Ich soll wünscheln, ob sich eine Quelle finden lässt. Morgen geh' ich rüber, und dann werd' ich versuchen, ob die Gerte was anzeigt.«

Das Madl nickte nur, streifte den feschen Burschen mit einem scheuen Blick und fragte schließlich: »Magst du was trinken, Stöger?«

»Nein, dank' schön«, lehnte der Lenzi ab. »Ich muss wieder heim.« Er wandte sich an den Ronecker und gab ihm die Hand. »Kommst also gewiss, gell? Wir warten auf dich, Ronecker.«

»Wenn ich was versprech', dann halt' ich's auch«, erwiderte der Alte.

»Dann hat sich der Weg zu dir ja gelohnt. Pfüat euch.«. Er warf dem Madl einen lächelnden Blick zu und ging hinaus. Der Ronecker begleitete ihn.

»Die Steffi hat sich gut herausgewachsen«, sagte der Lenzi, indem er zum Wagen ging. »Ich hab sie schon lang net mehr gesehen. Du kannst stolz auf sie sein, Ronecker.«

»Bin ich auch«, erklärte der andere. »So eine brave Tochter ist ein Geschenk des Himmels.«

Lenzi stieg ein.

»Die Steffi ist scheu wie ein Reh«, sagte er und fügte hinzu:. »Bringst du sie mit, wenn du morgen zu uns kommst?«

»Ich nehm' sie immer mit, wenn ich wünscheln geh'. Sie ist mein sogenanntes Medium, verstehst du?«

»Net ganz«, gab Lenzi lachend zu, »aber das kannst du mir ja morgen genauer erklären. Pfüat dich, Ronecker!«

»Pfüat dich, Lenzi!«, erwiderte der Alte und trat zurück.

***

Der Stögerhof lag ein Stück oberhalb des Dorfes auf einer mit Obstbäumen bewachsenen Anhöhe, die Buchbergl genannt wurde. Schon an dem gepflegten Weg, der zum Hof führte, merkte man, dass die Besitzer auf Ordnung bedacht waren. Dieser Eindruck bestätigte sich erst recht, wenn man den Hof mit dem dreistöckigen Wohnhaus, dem weißgetünchten Stall und den stabilen Stadlbau mit dem darunter befindlichen Wagen- und Geräteschuppen sah.

Obwohl Martin Stöger beileibe noch nicht das Alter erreicht hatte, um ins Ausgedinge umzusiedeln, hatte er den Hof bereits an den Sohn, den Lenzi, überschrieben. Die Stögerin war ebenfalls noch eine stattliche Frauensperson, die das Hausregiment führte. Aber sie wollte den Schlüsselbund bald der Schwiegertochter übergeben, die im Herbst ihren Einzug auf dem Stögerhof halten sollte.

Dann war noch der wortkarge Knecht Wastl da, und die Magd Berta, die auch schon acht Jahre am Hof war und ebenso lange darauf wartete, dass der Wastl sie heiratete.

Gediegen war alles am Stögerhof, von bäuerlicher Vornehmheit, mit der man jedoch nicht protzte. Und weil zum Grund und Boden auch noch ein Batzen Geld da war, konnte man mit Fug und Recht behaupten, dass der Stögerhof der schönste und seine Besitzer die reichsten Leut' des Tales waren.

Als der Lenzi ankam, trat ein großes rotblondes Mädchen aus dem Haus und ging Lenzi entgegen. Vielleicht wirkte der volllippige Mund in dem runden gesunden Gesicht etwas zu groß und der Blick der wasserhellen Augen war ein wenig hart, aber sonst konnte die Marta Huber durchaus als fesches Frauenzimmer angesprochen werden.

»Du bist da!«, rief der Lenzi erfreut und überrascht. »Das hätt' ich net erwartet. Grüß dich, Schatz!«

»Grüß dich, mein Lieber!«, sagte sie mit angenehm tiefer klangvoller Frauenstimme und küsste ihn. »Ich bin mit dem Radl gekommen.«

»Und ich war am Ödhof, beim Ronecker«, erwiderte Lenzi. »Wir wollen einen neuen Brunnen graben. Hoffentlich findet der Ronecker eine Quelle.«

»Vater hat's mir schon erzählt, dass ihr Wassernot habt«, antwortete sie. »Auch bei uns in Mühlbichl wird's Wasser knapp. Wenn's net bald kräftig regnet, gibt's eine Katastrophe.«

Sie gingen zum Haus, setzten sich auf die Bank und sahen sich verliebt an.

Sie kannten sich schon seit zwei Jahren, gingen aber erst seit einem Jahr fest miteinander. Martas Leute hatten in Mühlbichl einen stattlichen Hof, den aber mal der jüngere Bruder von Marta erben sollte. Sie bekam aber genug mit in die Ehe, um als gute Heiratspartie zu gelten, und dass sie bis über die Ohren in den feschen Lenzi verliebt war, konnte man leicht aus den zärtlichen Küssen und Blicken schließen, mit denen das Gespräch eingeleitet wurde.

Natürlich wurde zuerst über den neuen Brunnen gesprochen, der gegraben werden sollte, sobald man sicher war, wo sich eine Quelle finden ließ.

»Beim Wünschelrutengang möcht' ich aber gern mit dabei sein«, sagte Marta, worauf Lenzi erwiderte: »Komm halt rüber und schau's dir an. Vielleicht kannst du vom Ronecker das Wünscheln lernen und machst dann auch ein gutes Geschäft damit.«

Sie plauderten eine Weile miteinander und begaben sich dann in die Stube. Der Vater war nicht da, aber die Mutter setzte Lenz und Marta Kaffee und Kuchen vor und beteiligte sich dann mit an den Gesprächen.

Schließlich verabschiedete sich Marta, weil sie wieder nach Hause radeln und zur Stallarbeit daheim sein musste.

Lenzi begleitete sie noch ein Stück. Am Ende des Gartenzauns, wo ein großer, lilafarben blühender Fliederbusch den Blick zum Dorf und Haus verhinderte, umarmten sie sich leidenschaftlich, fanden sich dürstende Lippen in langen Küssen.

»Wann kommst denn du mal rüber zu mir?«, flüsterte Marta. »Ich wart' jeden Abend auf dich, und mein Kammerfenster steht offen.«

»Morgen auf d' Nacht«, versprach er ihr und beugte sich wieder über ihre nur zu willigen Lippen.

»Ach, wenn's nur schon so weit wär', dass wir heiraten«, seufzte sie sehnsüchtig. »Freust du dich auch schon drauf, Lenzi?«

»Und wie«, gestand er. »Kann's ja kaum noch erwarten, Schatzerl.«

***

Am nächsten Tag, schon beizeiten in der Frühe, erschien der Paul Ronecker mit seiner Tochter auf dem Stögerhof – viel früher als erwartet.

Man begrüßte sich freundlich. Der Stöger, ein wohlgenährter Mann mit spärlichem Haar und einem rötlichen Schnurrbart, schüttelte dem Ronecker derb die Hand und bat ihn, alles zu versuchen, um Wasser zu finden. Er begrüßte auch das Madl.

Lenzi betrachtete die Steffi. Sie wirkte in dem langen Kleid ein wenig altmodisch, verhielt sich sehr schweigsam und wagte es kaum, ihn anzuschauen. Bei der Begrüßung hielt sie den Blick hartnäckig gesenkt, und als ihr Vater eine frisch geschnittene Weidenrute zurechtbog und draußen am Hof zu wünscheln anfing, musste Steffi ihre Hand auf seine rechte Schulter legen und immer neben ihm bleiben.

Alles sah zu, wie der Ronecker auf die Wassersuche ging, die Gerte hielt, langsam über den Hof schritt, dicht an der Seite des Madls, von dem er irgendeine geheime Kraft zu beziehen schien.

»Nix is ...«, murmelte der Ronecker und schüttelte dabei den Kopf, auf dem ein abgegriffener grüner Hut mit zerschlissenem Band saß. Die Rute in den Händen schlug nicht aus, es rührte sich nichts. »Hier am Hof ist kein Wasser«, erklärte der Ronecker, als man den unmittelbaren Hofraum abgegangen hatte, »aber in der Nähe muss was sein. Ich spür' was in den Händen.«

Lenzi beriet sich mit dem Vater, wo man auf Quellensuche gehen könnte.

»Versuchen wir's im Garten«, schlug plötzlich das Mdal vor, das bisher kaum ein Wort gesprochen hatte.

»Ja, einverstanden«, sagte der Lenzi.

Man begab sich in den etwas schrägen Garten. Salat wuchs auf den Beeten, Zwiebeln, Petersilie und junger Rosenkohl. Die Johannis- und Stachelbeersträucher waren bereits abgeerntet.

Kaum, dass der Ronecker den Garten betreten und die Hände angehoben hatte, bog sich die Rute fast ruckartig nach unten.

»Aha ...«, murmelte der Ronecker. »Hier könnt's graben. Die Quelle liegt in sechs bis sieben Meter Bodentiefe. Wenn's net so ist, rühr' ich die Wünschelrut' net mehr an.«

»Wenn du's sagst, Ronecker, dann wird's auch so sein«, lobte der Lenzi, aber er sah dabei die Steffi an. Weiß der Himmel, warum er sie andauernd anschauen musste – vielleicht, weil sie so still war, weil ihm ihr Blick so gefiel und weil ihm außerdem die Art imponierte, wie sie dem Vater half, die Quelle zu finden. Die zwei Menschen schienen nicht nur blutmäßig eins zu sein, sondern auch seelenverwandt.

Man redete noch eine Weile miteinander.

Noch während man im Garten debattierte, kam die Marta mit dem Fahrrad den ansteigenden Weg heraus.

Lenzi ging ihr entgegen und begrüßte sie mit einem Kuss, den Steffi beobachtete.

»Wir haben bereits eine Quelle gefunden«, meldete Lenzi ihr.

»Warum habt ihr net gewartet, bis ich komm'«, erwiderte sie ärgerlich. »Ich hab mich extra so beeilt.«

»Der Ronecker ist früher als erwartet gekommen«, erklärte Lenzi ihr.

»Da kann ich ja gleich wieder heimfahren«, gab sie patzig zurück und wollte auch schon kehrtmachen.

»Bleib doch da«, meinte er bittend. »Begrüß den Ronecker. Er hat die Steffi mitgebracht.«

»Zu was?«, fragte Marta spitz und warf dem Madl, das eben mit den beiden Männern den Garten verließ, einen misstrauischen Blick zu.