Antarktis Foto-Tagebuch - Suitbert Monz - E-Book
  • Herausgeber: epubli
  • Kategorie: Lebensstil
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2017
Beschreibung

Als Landschafts- und Naturfotograf in die Antarktis - eine Traumreise zum fernen Kontinent im Süden! Mit dem Hurtigruten-Schiff MS FRAM fuhr der Autor entlang der antarktischen Halbinsel bis weit über den südlichen Polarkreis hinaus und erlebte dort unberührte Natur, Eisberge, Wale und Pingunine, sowie die unendliche Weite und Schönheit dieser Region. Das Buch schildert die Reiseerlebnisse in Form eines umfangreich bebilderten Tagebuches. Mit mehr als 120 atemberaubende Fotos aus der Antarktis berichtet der Autor von den Eindrücken und Aktivitäten während der Reise. Zusätzlich gibt er zahlreiche Tipps und Hinweise zum Fotografieren in der Antarktis, zum Gepäck, zur Kleidung, zum Wetter sowie zum Schiff Hurtigruten MS FRAM.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl:43

Sammlungen



Inhaltsverzeichnis

Wie alles begann

Von Frankfurt nach Ushuaia

Montag, 26.1.2015

Dienstag, 27.1.2015

Mittwoch, 28.1.2015

Von Ushuaia zum südlichen Polarkreis

Donnerstag, 29.1.2015

Freitag, 30.1.2015

Samstag, 31.1.2015

Sonntag, 1.2.2015

Montag, 2.2.2015

Dienstag, 3.2.2015

Mittwoch, 4.2.2015

Vom südlichen Polarkreis nach Ushuaia

Donnerstag, 5.2.2015

Freitag, 6.2.2015

Samstag, 7.2.2015

Sonntag, 8.2.2015

Montag, 9.2.1015

Dienstag, 10.2.2015

Von Ushuaia nach Frankfurt

Mittwoch, 11.2.2015

Donnerstag, 12.2.2015

Das Hurtigruten-Schiff MS FRAM

Reisegepäck und Wetter

Fotografieren in der Antarktis

Schlusswort

Internet-Links zur Reise

Anmerkungen

Wie alles begann

Die Antarktis war schon zu sehr frühen Jahren mein absolutes Traumziel. Ich kannte alle Bücher aus der Mainzer Stadtbibliothek, die sich mit diesem Kontinent beschäftigten, fast auswendig. Hauptsächlich handelte es sich dabei um Expeditionsberichte der berühmten Antarktis-Entdecker und -Forscher: Roald Amundsen, Robert Scott, Fridtjof Nansen oder später auch Reinhold Messner und Arved Fuchs.

Reiseberichte aus der aktuellen Zeit gab es relativ wenige. Höchstens mal ein Bericht über ein Frachtschiff, das in diese Richtung fuhr und manchmal einen Gast als Passagier beförderte. Genauso wenig wie es Reiseberichte gab, konnte ich auch Mitte der 1980er Jahre kaum Reiseunternehmen finden, die überhaupt die Antarktis als Ziel in ihrem Angebot hatten. Ich erinnere mich an einen Reiseveranstalter aus den USA, von dem ich mir damals einen Katalog zusenden ließ. Die dreiwöchige Reise hätte damals $ 50.000.- gekostet! Zwar hätte ich als Student die Zeit zur Verfügung gehabt, aber diese Summe sprengte natürlich meinen finanziellen Rahmen.

Im Laufe der Jahre hat mich die Antarktis weiterhin als Thema interessiert. Ich las Bücher und schaute mir die in zunehmendem Maß aufkommenden Dokumentationsfilme im Fernsehen an. Hinzu kam, dass mein Hobby Amateurfunk mir immer wieder Kontakte zu den verschiedenen Forschungsstationen im Eis bescherte. Auch dadurch wurde der Bezug zur Antarktis immer wach gehalten.

Im Jahre 2013 entdeckte ich im Internet die Seite der britischen Freiwilligen-Organisation UK Antarctic Heritage Trust, UKAHT. Diese Organisation unterhält die alten Antarktis-Forschungsstationen der britischen Expeditionen, um sie der Nachwelt zu erhalten. Auf der Webseite wurden nun neue Freiwillige für die kommende Saison gesucht. Dies war für mich der Anlass, mich erneut konkret mit dem Thema einer Reise in die Antarktis zu beschäftigen.

Während nun weder die familiäre noch die berufliche Situation eine halbjährige Beschäftigung bei der UKAHT zuließen, gab es in der Zwischenzeit aber einige realistische Reisemöglichkeiten für Touristen. Anstatt eine Bewerbung nach England zu schicken, griff ich nun nach den Reisekatalogen der entsprechenden Reedereien. Diese Entscheidung führte auch dazu, dass sich meine Ehefrau für das doch recht ungewöhnliche Reisetraumziel ihres Mannes erwärmen konnte und von nun an mit dabei sein wollte. Die Wahl fiel letztlich auf die Reederei Hurtigruten, die mit ihrem Schiff MS FRAM jeweils im Winterhalbjahr auf der Südhalbkugel der Erde unterwegs war.

Mein Wunsch war eine Reiseroute, die möglichst weit in Richtung Süden führen sollte. Meinem Traum von der Antarktis folgend, wollte ich dem Südpol möglichst nahe kommen, nur noch gebremst von den Kräften der Natur, vom Wetter und Eis, die die Route des Schiffes natürlich jederzeit beeinflussen konnten.

Zwischen der Buchung und dem Start der Reise im Januar 2015 lagen noch immerhin 1½ Jahre Zeit. So wurde der Reisepreis etwas durch den Frühbucherrabatt gesenkt. Zusätzlich bot Hurtigruten Passagieren, die bereits zuvor mindestens drei Nächte auf einem Schiff der Reederei verbracht hatten, einen Sondernachlass an. Ich hatte bereits im Januar 1986 eine zehntägige Reise mit dem Hurtigruten Postschiff entlang der norwegischen Küste erleben dürfen. Diese Reise meldete ich nun für diese Aktion an und so kamen wir zu einem weiteren Nachlass auf den Reisepreis.

Die Zeit bis zum Reisebeginn nutzte ich zur weiteren Steigerung der Vorfreude, indem ich mich weiter vorbereitete. Mittlerweile gab es Reiseberichte von einzelnen Touristen aus den letzten Jahren in größerer Zahl. Mit Berichten in Büchern, Internet-Blogs oder Youtube-Videos konnten wir uns einen guten Eindruck über die geplante Reise verschaffen. Und so nahm die bevorstehende Reise für uns langsam eine immer konkretere Gestalt an!

Von Frankfurt nach Ushuaia

Die erste Etappe unserer Reise sollte uns von der Mitte Deutschlands bis in den Süden Feuerlands bringen. Ein Blick in den Atlas zeigte uns, dass dies eine gewaltige Strecke sein würde. Und so begann unsere Reise am späten Abend in Frankfurt mit einem Lufthansa-Flug in Richtung Buenos Aires. Nach dem Nachtessen um Mitternacht und einer quälend langen Flugzeit von 14 Stunden erreichten wir die Hauptstadt Argentiniens in den Morgenstunden.

Montag, 26.1.2015

Die 12 Millionen-Stadt begrüßte uns am Morgen mit 25°C. Die Temperatur sollte im Laufe des Tages noch auf 40°C ansteigen. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit war das Klima für uns nur schwer zu ertragen, der Unterschied zum Januarwetter in Frankfurt war doch sehr groß. Zum Glück hatten wir neben der dicken Bekleidung auch ein T-Shirt und eine kurze Hose eingepackt!