Verlag: Humboldt Kategorie: Lebensstil Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2016

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Sicherung: Wasserzeichen

E-Book-Beschreibung Baby- und Kinderfotografie - Judy Hohmann

Für Erinnerungen, die bleiben Wie setze ich Babys und Kinder liebevoll in Szene? Was muss ich beim Fotografieren beachten? Welche Posen wirken besonders niedlich? Dieser Ratgeber ist dein perfekter Einstieg in die Baby- und Kinderfotografie: Von den grundlegenden Einstellungen deiner Kamera bis zu den zahlreichen Workshops zum Nachfotografieren– die Autorin gibt dir wertvolle Tipps, wie man für die Kleinen eine optimale Umgebung schafft und den Fotos das gewisse Etwas verleiht. Leicht verständlich, reich bebildert und frei von unnötiger Theorie: Für Fotografen und Eltern, die zauberhafte Momente schaffen und für immer festhalten möchten! Tolle Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Nachfotografieren – von Newborn bis Schulkind.

Meinungen über das E-Book Baby- und Kinderfotografie - Judy Hohmann

E-Book-Leseprobe Baby- und Kinderfotografie - Judy Hohmann

INHALT

Vorwort

Die Kamera verstehen

Objektive

Normalobjektive

Vorteile

Nachteil

Teleobjektive

Vorteile

Nachteile

Weitwinkelobjektive

Vorteile

Nachteile

Blende

ISO-Wert

Belichtung

Belichtung als Stilmittel

Belichtungsmodus

Farbtemperatur

Die Session vorbereiten

Tageszeit

Gegenlicht

Bildaufteilung

Kleidung

Nützliche Helfer

Reflektor

Stativ

Dia-Leinwand

Altersstufen

Neugeborene

Der richtige Zeitpunkt

Schlafende Babys

Vorbereitung der Location

Positionen

Halbes Posing

Eingekuschelt

Zwei Handvoll Glück

Schönes Licht

Tricks für den Alltag

Schöne Dinge – Requisiten, Kleidung und Co.

Technik

Das erste Halbjahr

Die Sache mit der Haut

Die schwierige Bauchlage

Die Hände im Mund

Die Haarpracht ist weg

Das zweite Halbjahr

Plötzlich eingeschlafen

Ausgeschnitten

Kleinkinder

Fotoideen

Gewollte Unschärfe

Technik

Kindergartenkinder

Lachende Kinder

Ernsthafte Motive

Außerhalb der Norm

Schulkinder

Fotoworkshop

Ein Herz und eine Seele

Der Sofa-Trick

Kuscheln mit Mama

Kuscheln mit Papa

Mut zur Farbe

Ein Traum in Weiß

Schalen und Körbe

Guck-guck!

Kirschblütenmeer

Blumenbaby

In der Natur

Das Sofa-Studio

Eine etwas andere Wanne

Plötzlich eingeschlafen

Den Garten entdecken

Wassertropfenkette

Stilbruch

Verstecken

Vintage-Badespaß drinnen

Yoga im Hundenapf

Davongekrabbelt

Farbexplosion

Kleiner Flieger

Auf Augenhöhe

Pusteblumenwiese

Blumen entdecken

Erste Schritte

Selber essen

Kleine Weltreise

Schwimmring-Fenster

Warnung vor dem Hund

Spiegelungen

Babybett-Mobil

Im Apfel-Paradies

Fallendes Laub

City Life

Erstes Backen

Weihnachtsabend

Tierliebe

Einsame Wege

Allee aus Blumen

Gegenlicht und Spitze

Strandburgenbau

Familienbild im Urlaub

Eroberer

Frühling im Haus

Fassadenspiegelungen

Such mich!

Ritter und Ruinen

Im Märchenwald

Nostalgisch

Sterntaler

Fotostudio-Look

Wer wohnt denn da?

Geheimnisvolle Sterne

Freunde in der Abendsonne

Spielplatzspaß

Endlosschaukel

Hoch hinaus

Eine Familie steht Kopf

Der „Immer-dabei-Zaun“

Ein Bett im Blättermeer

Schneekugeln am Stiel

Glitzerschnee

Gedankenversunken

Verschlungen

Einsamer Angler

Zusammen im Sommer

Geschwister

Fellfreunde

Sportlich unterwegs

VORWORT

Vielleicht hast du dir gerade eine neue Kamera gekauft und stellst beim Durchsehen deiner Bilder fest, dass dir irgendetwas fehlt. Du kannst nicht einmal genau benennen, was es ist. Dein Bild ist zwar niedlich, aber es ist einfach kein Hingucker, der dazu einlädt, ein zweites Mal hinzusehen, zu verweilen und zu staunen.

Beim Ansehen professioneller Bilder fallen beim genauen Hinsehen drei Dinge auf: Das Licht ist perfekt, die Farben sind schön, das Bildthema ist ansprechend. Wie bekommst du das auch hin?

In diesem Buch zeige ich dir, wie du aus deinen Schnappschüssen spannende Kinderbilder machst. Es ist wichtig, Technik und Ausrüstung zu verstehen, um das Beste herauszuholen, aber noch viel wichtiger ist etwas anderes: die Fotosituation gut auf das Lebensalter deines Kindes und seine Bedürfnisse abzustimmen.

Im ersten Teil des Buches beschäftigen wir uns mit den technischen Grundlagen. Wenn du mit deiner Kamera vertraut bist und das Gefühl hast, deine Kamera gut zu kennen, widmen wir uns den Themen Bildidee und richtiger Zeitpunkt. Lass dich für deine eigenen Projekte inspirieren und scheue dich nicht vor Experimenten.

Viel Spaß beim Beobachten, Fotografieren und Kreativsein!

DeineJudy Hohmann

Foto: Anastasia Folman

DIE KAMERA VERSTEHEN

In diesem Kapitel lernst du das Zusammenspiel von Blende, Verschlusszeit und ISO kennen. Dazu verrate ich dir, welche Helfer das Fotografieren erleichtern. Mit etwas Übung wirst du sehen: Es ist alles gar nicht so schwer.

Wenn du gerade erst begonnen hast, dich mit der Kinderfotografie zu beschäftigen, wirst du anfangs vor einem Berg von Fragen stehen.

Die gute Nachricht ist, dass du erst einmal nicht viel Equipment brauchst um loszulegen. Welches Objektiv du für deine Bildideen am besten benutzt und wie du deine Kamera einstellst, erfährst du gleich zu Beginn. Wenn du dann die Wechselwirkung aus Blende, Belichtungszeit und ISO verinnerlicht hast, kann es schon losgehen, und du wirst merken, wie sich deine Bilder verändern.

Objektive

Bevor du startest, überlege dir, was für ein Bild du an welcher Stelle umsetzen möchtest. Es ist ein großer Unterschied, ob du ein schlafendes Baby in einem geschlossenen Raum oder drei stürmische Jungs mit Drachen auf einer Wiese fotografieren möchtest. Planst du, Details wie einen Marienkäfer auf einer kleinen Kinderhand zu fotografieren oder dich ins Getümmel zu stürzen und Bilder zu erschaffen, die dem Betrachter das Gefühl geben, mittendrin zu sein?

Hier bekommst du eine schnelle Übersicht, wie du deine Objektive einordnen kannst (gerundete Werte).

Brennweiten

Welches Objektiv zu welcher Situation passen kann, möchte ich dir im Folgenden zeigen.

Normalobjektive

Auch wenn einige Fotografen der Meinung sind, das Normalobjektiv sei ein langweiliges Objektiv, finde ich es den perfekten Start in die Hobbyfotografie. Dieses Objektiv ist in seiner Abbildung weder dramatisch nah noch aufregend weitwinklig, dafür aber ein Allroundtalent für alles dazwischen. Es entspricht am ehesten dem Bildeindruck deiner Augen.

TIPP: DAS GEEIGNETE OBJEKTIV

Wenn du noch nicht sicher bist, was du genau fotografieren möchtest, und nur ein Objektiv mitnehmen kannst, hast du mit einem Normalobjektiv die meisten Möglichkeiten.

Vorteile

• Einfach in der Handhabung.

• Für jedes Kamerasystem kostengünstig.

• In der Regel sehr lichtstark.

• Handlich und kompakt.

Nachteil

• Kein extremer Blickwinkel.

Nikon D800 50 mm ƒ/2,2 1/2000 sec ISO 125

Teleobjektive

Das Teleobjektiv sollte deine Wahl sein, wenn du dein kleines Modell vom Hintergrund abheben möchtest und du dir eine ausgeprägte Unschärfe im Bildhintergrund wünschst.

Bei der Benutzung von Teleobjektiven hat der Betrachter das Gefühl, ganz dicht am Modell dran zu sein. Unliebsame Dinge an den Seiten kannst du durch den kleinen Bildausschnitt verschwinden lassen. Objekte im Hintergrund werden durch die starke Unschärfe praktisch unsichtbar oder so weich und undefinierbar, dass sie das Bild nicht mehr stören.

Je länger das Teleobjektiv ist, desto mehr Licht brauchst du, um eine schnelle Verschlusszeit zu gewährleisten und das Bild nicht zu verwackeln. Alternativ helfen dir auch Objektive mit Bildstabilisator oder ein Stativ, um die Kamera ruhig zu halten, vorausgesetzt, dein Motiv bewegt sich nicht selbst zu schnell.

TIPP: EIN SPANNENDER SCHÄRFEVERLAUF

Gewollte Objekte im Vorder- und Hintergrund, die leicht unscharf sind, betonen wunderbar den Schärfeverlauf. Achte zum Beispiel auf Blätter oder Zäune, die diagonal durch das Bild laufen.

Nikon D800 180 mm ƒ/2,8 1/250 sec ISO 500

Vorteile

• Schöne Unschärfe im Hintergrund.

• Das Modell setzt sich scharf gegen den Hintergrund ab.

• Das Gefühl, nah dran zu sein.

• Der kleine Bildausschnitt lässt störende Dinge verschwinden.

•Durch die Entfernung fühlen sich Kinder unbeobachtet.

Nachteile

• Es wird viel Licht benötigt, um nicht zu verwackeln.

•Der Fotograf steht weit entfernt und kann wenig Einfluss nehmen.

•Schwierig bei viel Bewegung, weil sich das Modell schnell aus dem kleinen Schärfebereich herausbewegt.

Weitwinkelobjektive

Wenn deine Bilder direkt aus dem Leben gegriffen aussehen sollen, werden Weitwinkelobjektive spannend.

Für szenische Fotos, in der auch die Umgebung eine Rolle spielt, sind weitwinklige Objektive für dein Projekt genau richtig.

Besonders Fotos mit größeren Kindern, die viel in Bewegung sind, profitieren von diesen Brennweiten. Wenn du kleine und große Bildelemente, zum Beispiel ein Kind unter einer Straßenlaterne, kombinieren möchtest, geht dies mit einer kurzen Brennweite besonders gut. Energiegeladene Bilder, in denen die Kinder über dich hinwegspringen oder ganz nah an dich herankommen, sind geeignet für das Weitwinkelobjektiv.

TIPP: EIN BESONDERER BLICKWINKEL

Wenn du in einer Wiese fotografierst, leg dich zu deinem kleinen Modell ins hohe Gras. Die Halme um euch herum lassen den Betrachter mit in das Bild eintauchen.

Vorteile

• Gut geeignet für Bilder, die Geschichten erzählen.

•Der Fotograf ist direkt im Geschehen und kann gut auf die Situation einwirken.

Nikon D800 16 mm fisheye lens 1/3200 sec ISO 200

Nachteile

• Nicht geeignet für Portraits, weil die Objektive oft verzeichnen, das heißt, der Horizont steigt zu den Seiten an oder das Bild sieht aufgebläht aus.

• Ein Objektiv, das nichts verstecken kann.

Blende

Vielleicht hast du schon festgestellt, dass eine veränderte Blende beim Fotografieren auch eine Auswirkung auf die Tiefenschärfe deiner Bilder hat: Entweder ist nur ein ganz kleiner Bereich des Bildes scharf oder dieser Bereich zieht sich fast durch das ganze Bild.

Diesen Effekt kannst du zur Bildgestaltung nutzen. Noch wichtiger: Eine weit geöffnete Blende lässt mehr Licht in dein Bild als eine weniger offene, was sich wiederum auf die Verschlusszeit auswirkt.

Wenn du dich in einer zu dunklen Lichtsituation befindest und deine Blende änderst, verhinderst du ein Verwackeln des Bildes. Im ersten Bild auf der nächsten Seite siehst du eine weit geöffnete Blende (ƒ/2). So fällt viel Licht ins Bild, und die kurze Verschlusszeit lässt zu, dass du das Bild aus der freien Hand fotografieren kannst. Ein sehr kleiner Bereich des Bildes wird scharf abgebildet. Auf diesen Bereich lenkst du den Blick des Betrachters.

Im zweiten Bild ist die Blende nur wenig geöffnet. Die Verschlusszeit verlängert sich, damit genug Licht aufs Bild kommt. Das Foto ist nur mit Stativ umsetzbar, da es sonst verwackelt. Der Schärfebereich geht fast durch das ganze Motiv hindurch.

Nikon D800 50 mm ƒ/1,8 1/160 sec ISO 160 (–1,3 unterbelichtet)

Nikon D800 50 mm ƒ/16 1/20 sec ISO 1000 (–1,3 unterbelichtet)

TIPP: GUTE GRUPPENFOTOS

Wenn du Gruppen fotografierst und die Personen gestaffelt stehen, achte darauf, dass alle im Schärfebereich stehen. Pass die Blende so weit an, bis keiner mehr aus der Schärfeebene herausfällt.

ISO-Wert

Je nach Lichtsituation kannst du durch Änderung verschiedener Parameter die optimale Einstellung für dein Bild finden. Wenn du dich entschieden hast, mit einer bestimmten Blende zu fotografieren, um eine gewisse Unschärfe im Bild oder bei mehreren Personen eine größere Tiefenschärfe zu erzielen, gibt es weitere Möglichkeiten auf dem Weg zum nicht verwackelten Bild. Du kannst zum Beispiel mit der Einstellung des ISO-Wertes die Lichtempfindlichkeit deiner Kamera anpassen. Manche Kameras haben einen separaten „ISO-Knopf, bei anderen findest du die Einstellung im Menü.

Links die grobe Auflösung im dunklen Raum, rechts die feine im hellen

In dunklen Räumen musst du die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Probiere aus, bis zu welchem Wert deine Kamera brauchbare Ergebnisse liefert. Wenn du die Anpassung übertreibst, werden die Bilder sehr körnig, was du dann besonders bei vergrößerten Motiven unangenehm sehen kannst.

Bei Sonnenlicht kannst du mit ISO 200 fotografieren. Je nach Grad der Dunkelheit kannst du die Lichtempfindlichkeit bis ISO 800 oder mehr hochschrauben.

Belichtung

Ein spannendes Bild lebt vom Hell und Dunkel der Komposition.

Bei strahlendem Sonnenschein brauchst du nur eine sehr kurze Belichtungszeit, um genug Lichtausbeute zu haben, in dunkleren Lichtsituationen ist es umgekehrt. Muss aufgrund Lichtmangels der Verschluss zu lange geöffnet bleiben, um genug Licht einzulassen, wird dein Bild unscharf. Oberstes Gesetz ist es also, eine passende Belichtungszeit zu finden, indem du die Blende oder Lichtempfindlichkeit anpasst.

Benutzt du beispielsweise ein 50-mm-Objektiv, kannst du mit ruhiger Hand noch Bilder bis zu einer Belichtungszeit von 1/50 sec hinbekommen, ohne zu verwackeln, bei einem 85-mm-Objektiv sollte der Verschluss aber nicht länger als 1/100 sec geöffnet sein.

Belichtungszeit 1/200 sec

Schnell fließendes Wasser ist bei kurzer Verschlusszeit scharf

Bei schnellen Motiven wie rennenden Kindern oder Sportaktivitäten solltest du eine kurze Verschlusszeit anstreben, damit du kein Problem mit Bewegungsunschärfe deines Modells hast.

Dieser Effekt lässt sich besonders gut mit fließendem Wasser zeigen. Bleibt der Verschluss zu lange geöffnet, verschwimmt das bewegte Medium zu unscharfen Schemen. Wenn du eine kurze Belichtungszeit wählst, wirkt das Wasser in dem Moment wie eingefroren.

TIPP: BEWEGTE MODELLE

Je schneller sich die Person im Bild bewegt, desto kürzer sollte deine Verschlusszeit sein, um dein Modell scharf abzubilden und Bewegungsunschärfe zu vermeiden.

Belichtung als Stilmittel