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Dieser Ratgeber gibt Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen, wie Sie die Finanzierung Ihres Eigenheims von Ihrer Bank bekommen. Zuerst beleuchten wir Ihre aktuelle Einkommenssituation, denn nur wenn Sie wissen, welche Darlehensrate Sie sich wirklich leisten können, können Sie auch entscheiden, welche Darlehensrate Sie sich leisten wollen. Anschließend erhalten Sie einen Einblick in die Sichtweise einer Bank auf die verschiedenen Arten des Immobilienerwerbs. Egal ob Neubau, Sanierung einer bestehenden Immobilie oder der Kauf vom Bauträger - Sie erhalten einen Blick hinter die Kulissen und erfahren so, welche Anforderungen die Bank an die unterschiedlichen Formen des Eigenheimerwerbs stellt. Vor allem wird die Gretchenfrage geklärt, wie viel Eigenkapital Sie benötigen, um Ihren Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Abschließend erfahren Sie, welche Finanzierungsbedingungen zu Ihren persönlichen Bedürfnissen passen und welche Dokumente Sie benötigen, um Ihre Bank von Ihrem Vorhaben zu überzeugen. Zu diesem Zweck erhalten Sie im Anhang Musterformulare, damit Sie sich ideal auf Ihren Banktermin vorbereiten können.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 42
Veröffentlichungsjahr: 2021
Was können Sie sich leisten – und wichtiger: was wollen Sie sich leisten?
Was wollen Sie finanzieren? Eine Kurzdarstellung der Unterschiede und Anforderungen an den Eigenkapitaleinsatz
2.1 Kauf einer Immobilie vom Bauträger
2.2 Kauf einer Immobilie mit Renovierungsarbeiten
2.3 Kauf einer Immobilie mit umfassenden Sanierungsmaßnahmen
2.4 Neubau einer Immobilie
Wie viel Eigenkapital wollen und können Sie einbringen?
Wie sind Ihre Vermögensverhältnisse?
Sind Sie finanzierbar?
Welche Zinsbindung passt zu Ihnen?
Wie hoch soll Ihre Darlehensrate sein – oder wie flexibel möchten Sie bleiben?
Welche Fördermittel können eingebunden werden – Eine Darstellung von Pro und Contra
Was sind bankübliche Sicherheiten?
Notwendige Versicherungen für die Bankfinanzierung – welche sind zusätzlich empfehlenswert
Die Dokumentenschlacht - oder welche Unterlagen Sie Ihrer Bank vorlegen
Wie Sie Ihre Bank überzeugen
Schlusswort
Anhang 1: Haushaltsrechnung
Anhang 2: Vermögensübersicht
Anhang 3: Immobilienvermögen und - verbindlichkeiten
Anhang 4: Lebens- und Rentenversicherungen.
Haftungsausschluss
Was sind die Herausforderungen für Sie als zukünftiger Eigenheimbesitzer? Banken stehen in der seit Jahren andauernden Niedrigzinsphase unter einem enormen Kostendruck. Daher werden die Abläufe und Entscheidungen innerhalb der Bank immer weiter standardisiert und digitalisiert. Wenn Sie nun einen Kredit für Ihr Eigenheim anfragen, kann es sein, dass Sie durch das Raster der Bank fallen, wenn Sie bestimmte Kriterien nicht erfüllen – oder noch schlimmer: Sie erfüllen die geforderten Kriterien, nur haben Sie sie nicht klar kommuniziert. Insbesondere kleine regionale Institute wie Volksbanken oder Sparkassen haben oft noch menschliche Entscheider. Aber auch hier ist es wichtig, die wesentlichen Knackpunkte aufzubereiten, denn der Bankberater wird zuerst die Kreditanträge bearbeiten, die am erfolgversprechendsten sind.
Dieser kompakte Ratgeber soll Ihnen zeigen, wie Ihre Baufinanzierung von der Bank gesehen wird und soll Ihnen eine Hilfestellung geben, was Sie konkret tun können, damit Sie die Finanzierung für Ihr Eigenheim erhalten.
Der Autor hat nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann nebenberuflich an der Frankfurt School of Finance and Management sowohl ein Studium zum Bachelor of Finance and Management (B.Sc.) als auch zum Master of Mergers and Acquisitions (LL.M.) absolviert. Er ist seit über 18 Jahren in der Kreditabteilung verschiedener Sparkassen und Banken tätig. Er hat dort Finanzierungen von Eigenheimen, Investmentimmobilien, Existenzgründungen, Firmenübernahmen und den Bau von Spezialimmobilien wie Ärztehäusern und Pflegeheimen begleitet. Als Kreditreferent in der Marktfolge hat er keinen Verkaufsdruck, sondern entscheidet auf Basis von Zahlen, Daten, Fakten. Die Ergebnisse seiner Erfahrungen für die Finanzierung von Eigenheimen hat er nun in diesem Buch festgehalten.
Der Traum vom Eigenheim kann schnell zum Albtraum werden, wenn er zu einer finanziellen Überlastung wird. Daher ist es elementar, dass Sie sich mit Ihren Einnahmen und Ausgaben auseinandersetzen. Stellen Sie hierzu sämtliche Einnahmen und Ausgaben gegenüber. Sie können hierzu ein Haushaltsbuch nutzen oder einfach die regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben anhand Ihrer Kontoumsätze aufschreiben. Bitte erstellen Sie zwei Haushaltsrechnungen, eine mit den von Ihnen ermittelten Werten des Haushaltsbuchs, eine zweite mit den banküblichen Pauschalen. Eine oft kommunizierte Faustformel besagt, dass die Darlehensrate im Bereich von 33% des Nettoeinkommens liegen und 40% nicht übersteigen sollte.
Zur Erstellung der Haushaltsrechnung können Sie gerne das von mir erstellte Musterformular1 nutzen. Welche Einnahmen und Ausgaben fallen üblicherweise an?
Einnahmen
Bitte setzen Sie bei den Einnahmen nur die regelmäßigen Zahlungen an. Sollten die Einnahmen schwanken, dies ist insbesondere bei Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit der Fall, dann ermitteln Sie bitte anhand Ihrer jährlichen Einkünfte einen Durchschnittswert.
Gehaltszahlungen
:
setzen Sie bitte nur Ihr Nettogehalt
ohne
Sonderzahlungen an (z. B. 13. Gehalt, Weihnachts-/Urlaubsgeld, Schichtzulagen oder Bonuszahlungen).
Sonstiges:
unter dieser Position können Sie Sonderzahlungen wie das 13. Gehalt oder Bonuszahlungen angeben; wichtig ist hier, dass diese in der Vergangenheit regelmäßig erfolgt sind und Sie dies z. B. durch die Gehaltsabrechnung des Auszahlungsmonats belegen können
Mieteinnahmen
:
berücksichtigen Sie bitte nur die Nettokaltmiete ohne Umlagen.
Selbständige Tätigkeit:
setzen Sie bitte nur Ihr nachhaltiges Ergebnis nach Steuern
ohne
außerordentliche Erträge und Aufwendungen (z. B. Verkauf von Anlagevermögen, Auflösung von Rückstellungen, Versicherungsentschädigungen).
Ausgaben
Lebenshaltungskosten
:
setzen Sie hier bitte in der ersten Haushaltsrechnung Ihre tatsächlichen Lebenshaltungskosten aus dem Haushaltsbuch an. In der zweiten Haushaltsrechnung setzen Sie bitte Pauschalwerte ein. Banken setzen für die Lebenshaltung unterschiedliche Pauschalen an. Übliche Werte sind hier 1.200 EUR für eine Person, 500 EUR für die zweite Person und 300 EUR für jede weitere Person im
Haushalt. Sie merken an dieser Stelle die vorsichtige Sichtweise der Bank z. B. daran, dass Ihre Kinder im Haushalt negativ zu Buche schlagen, da die pauschal angesetzten Lebenshaltungskosten über dem ermittelten Kindergeld liegen.
Pkw
:
bitte rechnen Sie hier die jährliche Kfz-Steuer, die Haftpflicht- und Kaskoversicherung sowie die Inspektions- und Reparaturkosten auf einen Monat herunter und addieren Sie noch die monatlichen Kraftstoffkosten hinzu. Banken setzen pauschal 200 EUR je Pkw an. Eine eventuelle Finanzierung ist gesondert anzugeben.
Kredit-/Leasingraten:
setzen Sie diese an, sofern diese noch dauerhaft zu zahlen sind. Sollten die Finanzierungen innerhalb der nächsten 6 Monate zurückgeführt sein,