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Das Postulat von Dr. Tony Nader lautet: Grundlage all dessen, was ist, ist Bewusstsein. Nicht Materie ist Grundlage von Bewusstsein, wie die Naturwissenschaften im Grossen und Ganzen postulieren, sondern Materie entsteht, kurz gesagt, aus einem Feld, das die Eigenschaft von Bewusstsein hat. Seine wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel "Consciousness is all there is: a mathematical approach with applications" korrespondiert mit der Quantenphysik, die im Verlauf von mehr als 100 Jahren die Annahme widerlegt hat, dass alles Materie sei. Der Grund: Elektronen sind dualistischer Natur. Sie existieren sowohl als Welle als auch in Form von Korpuskeln (Elementar-Teilchen). Das ist der sog. Welle-Teilchen-Dualismus. Der scheinbar neue Monismus, den Dr. Nader darlegt, hat eine Jahrtausende alte Basis in der fernöstlichen Philosophie und entspricht durch seine wissenschaftliche Methodik auch aktuellen westlichen Standards. Endlich ist hier einmal nicht der Frage aus dem Weg gegangen: was "Was vor dem Urknall?"
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Seitenzahl: 150
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Prolog
Dank
Beobachter - Prozess der Beobachtung – Beobachtetes
Einführung
Bewusstsein ist alles was ist
Wie entsteht das physische Universum aus Bewusstsein?
Kurzer Abriss
Einleitung
Überblick
Beschreibung von Bewusstsein
Axiom 1
Axiom 2
Bits von
B
ewusstsein
Wie Erfahrungen aus
B
ewusstsein hervorgehen
Vielfalt entsteht aus Einheit
4.1 Modi von Bewusstsein
Allwissenheit und Gedächtnis
Prozesse im
B
ewusstsein
6.1 Ego
6.2 Intellekt
6.3 Verstand
6.4 Raum / Zeit
Wer bin ich? Seele, Ego, Intellekt, Verstand
Axiom 3
7.1: Formen des Seins
7.2: Bewusstsein und Wahrnehmung
7.3: Die Reise des Selbst
7.4: Zustände des Bewusstseins
7.5: Höhere Zustände des Bewusstseins
7.6: Transzendentales Bewusstsein
7.7: Kosmisches Bewusstsein
7.8: Gottes-Bewusstsein
7.9: Ganzheits-Bewusstsein
Wellenfunktion und ihr Kollaps
Die Naturgesetze
Freier Wille und Determiniertheit
Grenzenlose Fähigkeit zur Veränderung: Omnipotenz
Raum, Zeit, Schöpfung und Evolution
Ist mein Bewusstsein wie deines?
Wie kann es sein, dass wir unser Universum verstehen?
Anwendung des Bewusstseins-Modells auf ein physikalisches Problem
Quantenwahrscheinlichkeit, Deterministische Gesetze, Objektivität und Subjektivität
Themen für weitere Studien
17.1: Konzepte für Gut und Böse
17.2: Evolution
17.3: Bewusstseins-Zustände
Zusammenfassung und Fazit
Literaturhinweise
Anhang: Tafel der verwendeten Haupt-Begriffe
Zu Beginn unserer kleinen Reise in die Welt des Bewusstseins möchte ich erzählen, wie ich dazu kam, diese großartige Arbeit von Dr. Nader zu übersetzen.
Was hat das Thema mit mir zu tun?
Anfang 2020 habe ich meinen Hausarzt für einen regelmäßigen Gesundheits- Check besucht. Dr. Matthis habe ich mir ausgesucht, weil ich viel von natürlichen Behandlungsmethoden halte. In seiner Praxis bietet er auch Ayurveda an und das ist eher selten zu finden. Beim Blutdruck-Messen fragt er mich, was ich denn sonst so mache und ich erzähle, dass ich mich sehr intensiv mit Quantenphysik beschäftige und ein Buch geschrieben habe: Quantensprung in die Ewigkeit – Perspektiven einer Verschränkung von Physik und Glauben. Die Verbindung von Geist und Materie ist mir ein großes Anliegen.
So traf es sich dann, dass Dr. Matthis mir sagte, er habe da einen interessanten Aufsatz zu dem Thema: ob er mir den mal senden könne?
Kurz darauf halte ich also diese Arbeit von Dr. Nader in meinen Händen und stelle fest, dass sie genau das enthält, was mir bei großen Physikern und Astronomen der Gegenwart bisher immer gefehlt hat: eine Antwort auf die ausgeklammerte Frage nach dem, was vor dem Urknall gewesen sein mag. Auch aus den Werken von Stephen Hawking konnte ich nicht plausibel entnehmen, warum plötzlich aus dem Nichts ein ganzes Universum entstehen können soll.
Aus Nichts kommt nichts!
Aber aus „Zufall“ kommt Vieles. Wege werden geebnet, an Abzweigungen werden grundsätzliche Richtungen entschieden und wir bewegen uns – bildlich gesprochen – in einem Netzwerk des Universums voran: wir zeichnen unseren Lebensweg.
Einige Jahre lang, in meinen Zwanzigern, habe ich mich intensiv mit Yoga befasst – sowohl theoretisch als auch praktisch mit Hatha-Yoga. Die Philosophie des Buddha habe ich mit großer Zustimmung aufgenommen – nicht die praktizierte Religiosität der Buddhisten, sondern die lebensnahe philosophische Seite über die Reden Buddhas.
Wieder einige Jahre später habe ich bei einem chinesischen Lehrer Tai-Chi gelernt und 10 Jahre lang intensiv täglich praktiziert.
In meinen Skulpturen aus Stein, Papier und Keramik tauchte immer wieder die Symbolik von Schöpfung, Fragen von Leben und Tod, auch aus dem Christentum auf.
Und auf dem Schwanberg bei der evangelischen Communität Casteller Ring CCR habe ich Leben und Wirken der Schwestern kennen und lieben gelernt, die nach den Regeln des Benediktiner-Ordens leben. Dort wurde ich nach u. A. den Großen Exerzitien bei einem ehemaligen Jesuiten auch zur Spiritualin geweiht.
So sind in meinem Leben die unterschiedlichsten Gesichtspunkte spiritueller Lebensweisen aus Ost und West zusammen geflossen und haben mir gezeigt, dass auf dem Grunde des Lebens ein Ganzes ist, das alles umfängt. Und es ist nicht materiell.
Aus Nichts kommt nichts?
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Dieses war im Anfang bei Gott.
Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eins, das geworden ist.
In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen“ (Joh 1,1-4).
Soweit das Zitat aus dem Johannes-Evangelium. Was ich selbst erfahren habe ist:
Gott spricht:
ICH BIN
Darum ist nicht Nichts.
Und du, Mensch, SEI einfach.
Wenn Dir so etwas „passiert“, sind das immer die Dinge, die Dich „auf dem rechten Fuß erwischen“, dies sind die richtigen, die Du nicht vergisst. Sie bringen den Kern, den Du nicht erklären kannst, und die Du vielleicht selbst erst nach Jahren wirklich verstehst – und trotzdem nicht erklären kannst.
Es ist eigentlich gar nicht mein Ding, mich so sehr in wissenschaftliche Werke zu vertiefen, dass es mich drängt, eine präzise deutschsprachige Version zu erstellen. Aber hier hat es mich richtig gepackt: ich hatte nicht übel Lust die Arbeit zu übersetzen, um sie wirklich bis in die Tiefe zu verstehen.
Gesagt – getan. Und mein Verständnis ist gewachsen, so dass ich heute in voller Überzeugung sagen kann: Dr. Nader hat Recht. Er hat so schlüssig und verständlich dargestellt, dass Alles aus dem Tripel -Beobachter - Prozess der Beobachtung - Beobachtetes entstehen kann.
Mein Verständnis von der Welt ist schon lange ein Ganzheitliches. Zumindest die Welt, in der wir leben, ist ein einziger großer Stoffwechsel. Alles, was Materie ist, befindet sich in ständigem Wechsel der materiellen Zustände. Bis in die kleinsten Teilchen – Quanten – ist Materielles in Bewegung, und Materie in Bewegung ist Raum und Zeit. Auf der Ebene der Quanten können wir nicht mehr den Stein vom Steinmarder unterscheiden, und in diesem Sinn ist dieser Stoffwechsel ein Stoffwechsel des Lebens. Die Nuss der Zirbelkiefer keimt auf purem Fels, so dass die Mineralien sich zur kleinen Zirbelkiefer anverwandeln, die sich im Gestein festkrallt, Jahrhunderte lang wächst und gedeiht und letztlich im Alter ihren eigenen inneren Humus verstoffwechselt.
Folgen wir dem Werden des Universums vom mathematisch nachvollzogenen Urknall an, sind wir alle Sternenstaub, und im ersten Proton war bereits angelegt, dass es uns Menschen geben können wird. Wir können keine Grenzen einziehen, bis wohin etwas dem Leben zugehört oder nicht, denn schon der einfachste Stein wird zu seiner Zeit als Mineral dem Lebenden anverwandelt. Schon deshalb können wir als Menschen uns nicht exklusiv das Bewusstsein zueignen. Und wir wissen nach wie vor nicht, wie es möglich sein kann, dass in der rätselhaften grauen Masse des Gehirns aus einfacher Materie so etwas wie Bewusstsein entsteht. Muss nicht folglich alles bewusst sein? Ist nicht vielleicht doch Materie grundsätzlich durch Geist befruchtet? Ist unsere sogenannte Ursuppe ein allem zugrunde liegendes Meer aus Geisteswellen, das an der Grenze zur Materie das materielle, das mechanistische Lebensphänomen ermöglicht?
Ich meine, wir müssen lernen zu akzeptieren, dass da eben nicht nur Mechanistisches ist. Nichts, was sich aus sich selbst verhält, ist eine Maschine. Jegliches aus bzw. mit physikalischen und chemischen Prozessen bestehende ist Leben.
Ob von Menschen geschaffen oder direkt aus dem Ursprung – es ist Bewusstsein, das heißt: aus Bewusstsein heraus entstanden und im Bewusstsein existierend.
Mein Weltbild hat sich von dem Dualistischen „Geist und Materie“ gewandelt zu dem Bild der 2 Seiten einer Medaille. Auf der einen Seite sehen wir das Ganze, auf der anderen die Vielheit, aber in der Mitte sind beide zusammen, sie sind verflochten.
Mein bisheriges dualistisches Verständnis des Ganzen ist jetzt durch das Konzept: „Bewusstsein ist alles was ist“ überschritten bzw. erweitert worden. Die Theorie von Dr. Nader begründet und belegt mathematisch ein wirkliches Ganzes – einen neuen Monismus. In der Tat: ein gewagter Schritt!
Übrigens können wir für die Potentialität, für das ON, viele weitere Begriffe gleichen Sinnes einsetzen:
Für mich liegt die Vollständigkeit einer solchen Erkenntnis darin, dass sie nicht vollständiger seinkann. Und während ich das denke, ereignet sich am frühen Morgen draußen eine einzelne sehr starke kurze Sturmbö. Es regnet kurz, danach ist Stille.
Lübeck, 24. Mai 2021
Mein großer Dank gilt Dr. Michael Matthis, der mir mit der Überlassung dieses Textes von Dr. Tony Nader den Anstoß gegeben hat, meine ständige Frage danach beantworten zu können: Was hat ursprünglich zu der Schöpfung geführt, in deren Schönheit wir leben und wirken?
Und ich danke meiner Herzensfreundin Renate Schinze. In allen schwierigen Themen in unseren nicht enden wollenden Diskussionen ist sie mir insbesondere in allen physikalischen Herausforderungen eine unentbehrliche Partnerin und große Hilfe. Es ist einfach immer wieder schön, wie wir jede noch so große Verschiedenheit in unseren Auffassungen ganz locker ausgleichen können und wie „aus dem Hut gezaubert“ die einvernehmliche Lösung erscheint. Ihre spontane und treffende Formulierung aus der Welt eines Theaterbesuchs kann verständlich machen, wo der Unterschied bzw. der Übergang zwischen Potenzialität und Realität gesehen werden kann.
Unverzichtbares Gegenüber und „Sparring-Partner“ in allen komplizierten und schwer verständlichen Fragen hinsichtlich philosophischer und theologischer Fragestellungen ist mir mit seinem unvergleichlichen Humor und seiner unverrückbaren Gelassenheit mein lieber Mann Reinhard Kessel. Dank sei ihm für all die täglichen minuten- bis stundenlangen Gespräche über Gott und die Welt, also auch über dieses Buch und die Übersetzung von Dr. Naders „Consciousness“. Er hat auch trotz der für ihn nicht gerade beliebten mathematischen Formelwelt das Korrekturlesen übernommen.
Ein Beispiel von Renate Schinze
Nehmen wir an, ich gehe ins Theater. Es wird ein Schauspiel gegeben von einem Autor, den ich nicht kenne und auch das Stück selbst ist mir nicht bekannt.
Ich sitze im Parkett. Vor mir die Bühne, getrennt vom Publikum durch einen Vorhang. Der Vorhang trennt meine reale Welt (Realität) von der Welt, die hinter dem Vorhang ist (Potenzialität).
Dort stehen die Schauspieler. Sie alle kennen das Stück. Sie alle brauchen sich nicht gegenseitig zu beobachten, sie wissen genau, was sich in den folgenden Stunden ereignen wird. Sie haben das Stück in ihrem Bewusstsein und auch in jeder Faser ihres Körpers. Die Schauspieler haben ein Konzept. Dies ist ein Bild für die Welt der Potenzialität, des On. Die Welt der Potenzialität, die Welt in der alles gleichzeitig vorhanden ist, ohne dass sich diese Welt des On dieser Potenzialität bewusst ist.
Das Licht geht aus. Einer der Schauspieler lüftet den Vorhang ein wenig und tritt auf die Bühne der Realität. Das Spiel beginnt. Das Außergewöhnliche an diesem Stück ist, dass sich der Vorhang nie ganz öffnet. Niemand kann hinter diesen Vorhang schauen. Immer mehr Schauspieler bestimmen das Geschehen vor dem Vorhang. Ich nehme mit allen Sinnen wahr, was geschieht, und meine Realität ändert sich, erweitert sich.
Das Theater ist gut besetzt. Wir, das Publikum, schauen gebannt, was passiert, wir können nicht eingreifen. Wir wissen nicht was hinter der Bühne geschieht, aber sobald die Schauspieler vor den Vorhang treten, agieren sie miteinander. Im Publikum ist jeder Beobachter, er beobachtet alles, was auf der Bühne passiert und interpretiert es vor dem Hintergrund des eigenen Lebens, der eigenen Erfahrungen.
So werden alle im Publikum wie auch die Schauspieler selbst gleichzeitig Beobachter, die den Prozess der Beobachtung steuern. Sie agieren miteinander und sind gleichzeitig Beobachtete.
Das Stück ist zu Ende, das Publikum begeistert. Jeder geht mit seinem Eindruck nach Hause. Keineswegs ist klar, was nun das Beobachtete ist. Jeder nimmt seinen eigenen Eindruck, seine eigenen Bilder und Vorstellungen mit nach Hause.
Ein anderer Blickwinkel eröffnet sich für mich allerdings, wenn ich auf die Welt hinter dem Vorhang schaue:
Das ist die Welt des On, und im On ist es nicht notwendig, dass sich das Nichts, das ALL selbst beobachtet. Im On ist alles eins. EINS SEIN heißt für mich, ich brauche weder Beobachter noch den Prozess der Beobachtung noch Beobachtetes – alles ist eben EINS:
Da stellt sich mir die Frage, inwieweit Dr. Naders Dreiteilung eine objektive und jederzeit nachvollziehbare Aufteilung ist.
Aus meinem Blickwinkel existieren immer das Eine Unteilbare Ganze UND die Potentialität, aus der alle Möglichkeiten entspringen gleichzeitig – wie die Welt hinter dem Vorhang des Theaters.
Gerade Bilder und Vorstellungen haben in der Quantenmechanik der 20ger Jahre des letzten Jahrhunderts eine große Rolle gespielt. Bohr und Sommerfeld postulierten in ihrem Atommodell, dass die Elektronen auf festen Bahnen um den Atomkern kreisen. Heisenberg hatte die Vorstellung, dass man nicht danach fragen sollte, ob die Elektronen auf festen Bahnen kreisen, „sondern dass die Gesamtheit der Schwingungslinien der die Intensität der Linien bestimmenden Größen (der sogenannten Amplituden) als ein vollwertiger Ersatz der Bahnen gelten könne“ (Werner Heisenberg, Der Teil und das Ganze, 3. Auflage 1976 S. 76) Nur diese Größen konnte man direkt beobachten, obwohl man die Bahnen der Elektronen in einer Nebelkammer unmittelbar sehen kann. Also folgerte Heisenberg, dass es Sinn mache, nur diese Gesamtheit in seine Überlegungen einzubeziehen.
Warum schreibe ich darüber. Unter diesem Blickwinkel kann man schlussfolgern, dass jeder Mensch ein subjektives Bewusstsein entwickelt, da das Beobachtete nicht unbedingt Abbild eines objektiv verifizierbaren (physikalischen) Vorgangs ist. Auch Heisenberg hat versucht, die richtigen Formeln für die Intensität der Linien des Wasserstoffatoms in mathematische Formeln zu übertragen. Es war ihm nicht möglich. Der Beobachter, der Prozess des Beobachtens und das zu Beobachtende entziehen sich meiner Meinung nach jeder mathematischen Festlegung, da diese drei Säulen immer einem Wandel unterliegen und miteinander zusammen hängen.
Das zeigt: wir bewegen uns auch in der Wissenschaft immer im Bereich des Konzepts, auch wenn wir mathematische Belege zur Darstellung unserer Theorien heranziehen.
Wir können die Potenzialität mit unseren Mitteln nicht darstellen.
CONSCIOUSNESS IS ALL THERE IS: A MATHEMATICAL APPROACH WITH APPLICATIONS von
Das Postulat von Dr. Tony Nader lautet: Grundlage all dessen, was ist, ist Bewusstsein. Nicht Materie ist Grundlage von Bewusstsein, wie die Naturwissenschaften im Großen und Ganzen postulieren, sondern Materie entsteht – kurz gesagt - aus einem Feld, das die Eigenschaft von Bewusstsein hat.
Die Aussage: „Alles ist Eins“ wird Monismus genannt. Wir haben es hier mit einem neuen Monismus zu tun. Der bisherige Monismus, dem etliche Naturwissenschaftler (die sog. Naturalisten) folgen, geht davon aus, dass alles Materie sei. Wie die Quantenphysik im Verlauf von mehr als 100 Jahren bewiesen hat, kann diese Annahme nicht aufrechterhalten werden. Der Grund: Elektronen sind dualistischer Natur. Sie existieren sowohl als Welle als auch in Form von Korpuskeln (Elementar-Teilchen). Das ist der sog. Welle-Teilchen-Dualismus. Sie oszillieren also zwischen Wellen- und Teilcheneigenschaft, je nachdem, ob sie gemessen (= beobachtet) werden oder nicht. Um nicht missverstanden zu werden: Welle und Teilchen sind nicht zweierlei, sie sind beides. Der unbestimmte Zustand wird in der Regel Quantenfluktuationen genannt und ist gewissermaßen der Übergangsbereich zwischen dem unerforschten Bereich der Potentialität und der uns bekannten materiellen Welt. Die von den beteiligten Quantenwellen transportierten rudimentären Informationen (Wellenfunktionen) ergeben für einige Zustände Übergangswahrscheinlichkeiten, die die „Richtung“ der aus der Potentialität entstehenden Materie beeinflussen kann. Eine – wenn nicht die – entscheidende Rolle spielt bei diesem Vorgang die Rolle des Beobachters.
Naturwissenschaftler legen nach meiner Einschätzung den Fokus hauptsächlich auf den Beobachter als auslösendem Moment für eine Veränderung und stellen ein geändertes Ergebnis fest. Das, was bei dem Messvorgang geschieht, wird Kollaps der Wellenfunktion genannt, während es sich lediglich um die Momentaufnahme eines materiellen Mikro-Zustandes handelt – entsprechend einem Schnappschuss einer Kamera, der nur einen winzigen Ausschnitt eines kontinuierlichen Geschehens zeigt. Was auf dem Weg geschieht, d.h. welcher Prozess abläuft zwischen Beobachter (= Subjekt, Messeinrichtung, weitere beteiligte Materie) und Beobachtetem (= Objekt), wird nicht ausreichend gewürdigt. Wichtig ist hier die Feststellung, dass Beobachter nicht in unserem gängigen – oberflächlichen – Sinn lediglich die Situation eines Lebewesens darstellen, sondern weit darüber hinausgeht, nämlich bis in die Tiefe der Elementarteilchen. Um den Unterschied beispielhaft darzustellen: wir Menschen nehmen vom für unsere Augen sichtbaren Teil des Universums nur die Oberfläche wahr. So wie wenn wir beim Anblick eines Bildschirms denken würden, die Oberfläche, der sog. Desktop sei die ganze Realität. In Wahrheit zeigt der Bildschirm nur die Ergebnisse einer enormen Menge von Algorithmen an. Die ganze Wahrheit hinter der Oberfläche eines Desktops ist die Funktionalität einer riesigen Menge von miteinander verbundenen Computer-Programmen.
An dieser Stelle möchte ich noch kurz auf den Prozess aus einer anderen Perspektive eingehen: Anschauung schafft Anziehung. Was meine ich damit? Wenn ich jemanden oder etwas betrachte und es mir gefällt, empfinde ich es als anziehend. Auch persönliche Merkmale, die nicht unbedingt als schön empfunden werden, werden immer unbedeutender – bis der Mensch, den ich zu lieben gelernt habe, in allen Aspekten auch ein schöner Mensch ist. Dies ist der psychologische Prozess der Anziehung zwischen Betrachter (= Beobachter) und Subjekt (= Beobachtetem / Objekt). Die physische Entsprechung dieses Aspektes ist die Gravitation. Physikalisch gesehen schafft die Gravitation Bewegung. Ich fühle mich auf der psychologischen Ebene körperlich zu dem anderen hingezogen. Und auf der Ebene der Massenanziehung wirkt die Gravitation entsprechend bewegend. Ist die Liebe das auf allen Ebenen bewegende Moment? Der Betrachter zieht durch sein bewusstes (liebendes) betrachten sein Gegenüber in sein reales Dasein hinein.
Am tiefsten derzeit denkbaren Punkt – der Singularität bzw. dem für das gängige Konzept des Big Bang postulierten Inflaton setzt das Konzept von Dr. Nader an. Er hat das gesamte Geschehen auf der Basis seiner Theorie von der Quelle her mathematisch logisch formuliert und mit Beispielen unterfüttert.
Sein Bewusstseins-Konzept geht allerdings einen entscheidenden Schritt weiter als bisherige Konzepte zur Erklärung des Universums, indem es die Rollen des Beobachters, des Beobachtens und des Beobachteten als kongruentes Ganzes – 3-in-1 - beschreibt. Es ist absolut unabhängig und ganzheitlich.
