Blades Ablenkung - Shea Balik - E-Book

Blades Ablenkung E-Book

Shea Balik

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Beschreibung

Forest Bradford ist ein Kojotenwandler, der immer gegen die zwanghafte Kontrolle seiner Eltern angekämpft hat. Als er dann seinen Gefährten Blade Castillo trifft, einen Schwarzen Panther und Elitesoldat der Allianz-Armee, will er sich von dem Mann nicht herumkommandieren lassen. Er ist irritiert, als er sich seinen eigenen Bedürfnissen stellen muss, was seinen Gefährten betrifft, kämpft jedoch gegen den Drang an, sich unterzuordnen, obwohl sein Kojote und er genau das wollen. Blades Verlangen, Forest zu beschützen, verwirrt ihn. Als Stellvertreter seines Teamleiters ist Blade normalerweise derjenige, der auf die anderen aufpasst, aber bei Forest ist es so viel mehr als das und wird beinahe zur Besessenheit. Als Forest von dem Verräter, den sie jagen, beinahe getötet wird, muss Blade akzeptieren, dass Forest zu einer Ablenkung geworden ist, die er nicht ignorieren kann. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Die Reihe Paranormal Wars: Juarez ist ein Spin Off der Paranormal Wars: Stone Haven-Reihe. Die Handlung beider Reihen läuft teils parallel. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich, beide Reihen entsprechend der Handlung zu lesen. Die Reihenfolge lautet Paranormal Wars: Stone Haven 1-5, Juarez 1, Stone Haven 6, Juarez 2. Grundsätzlich können die Reihen aber auch jeweils einzeln gelesen werden. Länge: rund 35.700 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Epilog

ÜBER SHEA BALIK

LESEPROBE:

Blades Ablenkung

Forest Bradford ist ein Kojotenwandler, der immer gegen die zwanghafte Kontrolle seiner Eltern angekämpft hat. Als er dann seinen Gefährten Blade Castillo trifft, einen Schwarzen Panther und Elitesoldat der Allianz-Armee, will er sich von dem Mann nicht herumkommandieren lassen. Er ist irritiert, als er sich seinen eigenen Bedürfnissen stellen muss, was seinen Gefährten betrifft, kämpft jedoch gegen den Drang an, sich unterzuordnen, obwohl sein Kojote und er genau das wollen.

Blades Verlangen, Forest zu beschützen, verwirrt ihn. Als Stellvertreter seines Teamleiters ist Blade normalerweise derjenige, der auf die anderen aufpasst, aber bei Forest ist es so viel mehr als das und wird beinahe zur Besessenheit. Als Forest von dem Verräter, den sie jagen, beinahe getötet wird, muss Blade akzeptieren, dass Forest zu einer Ablenkung geworden ist, die er nicht ignorieren kann.

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Die Reihe Paranormal Wars: Juarez ist ein Spin Off der Paranormal Wars: Stone Haven-Reihe. Die Handlung beider Reihen läuft teils parallel. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich, beide Reihen entsprechend der Handlung zu lesen. Die Reihenfolge lautet Paranormal Wars: Stone Haven 1-5, Juarez 1, Stone Haven 6, Juarez 2. Grundsätzlich können die Reihen aber auch jeweils einzeln gelesen werden.

Länge: rund 35.700 Wörter

SHEA BALIK

Blades Ablenkung

Paranormal Wars: Juarez 1

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Blade’s Distraction“:

Shea Balik

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2018

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Vanessa Tockner

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Für die, die trotz aller Hindernisse ihren eigenen Weg gehen.

Kapitel 1

Schweiß lief unter der sengend heißen Sommersonne Blades Rücken hinunter, während sie auf die Ankunft von Alek Rykov, dem Alpha Primus der Allianz, warteten. Blade Castillos Aufgabe, die Umgebung für das Treffen zu sichern, wäre viel einfacher gewesen, wenn seine Freunde sich nicht wie jammernde Kinder verhalten würden. Das war einer der Nachteile davon, mit Freunden zusammenzuarbeiten. Man musste das Schlechte ebenso hinnehmen wie das Gute.

„Im Ernst, gibt es einen Grund, aus dem wir alles stehen und liegen lassen müssen und wahrscheinlich die einzige Spur seit Wochen verlieren werden, nur um hier draußen in einer Hitze herumzustehen, in der man Eier braten könnte, und diesen komischen Vogel zu treffen?“, fragte Hunter, ihr Assassine, über das Kommunikationsgerät mit biometrischem Interface (KOBI).

Abgesehen von Blade und ihrem Teamleiter Talon, war das gesamte Team in der Umgebung verteilt, um sie zu sichern. Sie alle hatten zur Kommunikation das KOBI der Allianz im Ohr. Daher konnte Blade Hunter und den anderen keinen Klaps auf den Hinterkopf verpassen, wenn sie sich so aufführten.

„Ich sehe das wie Hunter“, sagte Paytah. „Ich meine, wenn der große, allwissende Oz zu Besuch kommt, sollte das nicht bedeuten, dass wir für den Kerl alles stehen und liegen lassen müssen.“ Paytah war der Clown der Gruppe. Er würde alles für ein paar Lacher tun. Es gehörte einfach zu seiner Art, die anderen noch anzustacheln.

Talon spannte sich an, während er den Beschwerden der Jungs zuhörte. Blade wusste, dass ihr Anführer sie später dafür büßen lassen würde.

„Oz.“ Evan, ihr Waffenspezialist, lachte. „Das ist zu komisch, Pay. Ich wette mit dir, dass du das dem Alpha nicht ins Gesicht sagst, wenn er hier ist.“

Blade und Talon knurrten beide. Paytah scheute vor keiner Herausforderung zurück, und Evan wusste das. Natürlich war das ein normales Problem, wenn man sowohl einen Wasser- als auch einen Feuer-Mystiker in der Gruppe hatte. Sie neigten dazu, den anderen mit allen Mitteln in Schwierigkeiten bringen zu wollen.

Ihr Team bestand aus acht Männern und sie alle waren als beste Freunde aufgewachsen. Es gab nichts, was sie nicht voneinander wussten. Vom ersten Schultag an, als sie Freunde geworden waren, hatten sie alle ihre Erfahrungen miteinander geteilt. Sie waren sogar gemeinsam dem Militär der Allianz beigetreten. Zwar waren sie nicht immer in derselben Einheit gewesen, aber trotzdem beste Freunde geblieben.

Die Allianz wurde von Alek Rykov, dem Alpha Primus, angeführt. Der Mann war ein Held für die Allianz, da er die Wandler und Mystiker befreit hatte, als die Menschen sie noch in Laboratorien eingesperrt hatten. Die Götter hatten beschlossen, drei neue Rassen zu erschaffen, um die Erde vor der Zerstörung durch die Menschen zu bewahren. Unglücklicherweise hatten die Götter es so eingerichtet, dass diese neuen Rassen ihre Natur bei der Geburt zeigten. Die Menschen brachen in Panik aus und töteten die neuen Rassen entweder oder sperrten sie ein, um sie zu erforschen.

Die Wandler, die sich Körper und Seele mit einem Tier teilten, konnten sich durch reine Willenskraft in ihr Tier verwandeln. Die Mystiker besaßen die Fähigkeit, eines der vier Elemente zu kontrollieren – Feuer, Wasser, Wind und Erde. Diese beiden Gruppen bildeten die Allianz.

Die dritte Rasse waren die Psy, die der Allianz den Krieg erklärt hatten. Die Psy besaßen die Fähigkeit, Dinge um sie herum zu manipulieren, wie etwa die Gedanken und Gefühle der Menschen. Manche konnten mit reiner Willenskraft Objekte bewegen. Diejenigen, die in den Verstand eines Menschen eindringen und ihn somit kontrollieren konnten, hatten ein Verlangen nach mehr Macht entwickelt.

Inzwischen wurden die Menschen von den Psy als Marionetten angesehen und im Krieg gegen die Allianz als Kanonenfutter benutzt. Das war der Krieg, in dem Blade und seine Freunde seit fünfundzwanzig Jahren kämpften.

Vor drei Monaten war Talon zu einem Treffen mit dem Alpha Primus gerufen worden. Er war gebeten worden, seinen eigenen Bruder Raptor aufzuspüren und zu töten. Talon hatte Raptor immer im Auge behalten und seinen Freunden oft gestanden, dass es ihn wütend machte, was sein Bruder alles anstellen konnte, ohne bestraft zu werden.

Sie alle hatten darüber nachgedacht, sich früher oder später frei zu nehmen, um dem Mann nachzustellen, aber keiner hatte es wirklich getan. Als Alek Talon eine Gelegenheit gab, zu tun, was ohnehin getan werden musste, hatte Talon angenommen. Der Alpha gab Talon die Erlaubnis, jeden dafür zu rekrutieren, den er brauchte, daher holte er sich die einzigen Leute, denen er vertraute: seine Freunde.

„Ja, Pay, ich finde, das solltest du tun.“ Hunter stachelte den Feuer-Mystiker weiter an.

Plötzlich sank ein Luftfahrzeug aus dem Himmel und landete auf dem Parkplatz vor ihnen. Es war ein sehr großes Luftfahrzeug, da der Alpha ihnen einige neue Fahrzeuge für ihre Suche nach Raptor brachte. Außerdem brachte er jemanden mit, auf den sie aufpassen sollten.

Blade war nicht sicher, warum der Alpha wollte, dass sie Babysitter für jemanden spielten, während sie versuchten, Raptor zu finden und zu töten. Unglücklicherweise stand es ihm nicht zu, Talons Befehle zu hinterfragen, und den Alpha Primus würde er niemals anzweifeln. Blade hatte den Mann nie getroffen, aber er hatte gehört, dass mit ihm nicht gut Kirschen essen war.

„Paytah.“ Blade benutzte den vollen Namen des Feuer-Mystikers anstatt seinen Spitznamen, damit der Mann erkannte, dass er es ernst meinte. „Ich sage das nur einmal. Du tust nicht, was diese Idioten vorschlagen, sonst wirst du jeden einzelnen Scheißjob machen, der mir einfällt.“

Die Tür des Luftfahrzeugs ging auf und Paytah konnte nicht mehr antworten. Die Treppe wurde ausgefahren und heraus kam einer der verdammt nochmal größten Männer, die Blade je gesehen hatte. Er war etwa so groß wie Blade, besaß jedoch bestimmt mindestens fünfundvierzig Kilo zusätzlicher Muskelmasse.

„Fick mich“, sagte Evan, der Alek von seiner Position aus sehen konnte. „Der ist ja massiger als Wyatt.“

„Ja, aber ich bin größer“, murrte Wyatt, ein Braunbärwandler.

Als nächstes kam ein viel kleinerer, jüngerer Mann aus dem Flugzeug. Blade verengte die Augen, als er sah, dass ein Mann, der etwa so groß war wie er selbst, die Hand auf den Nacken des Jüngeren gelegt hatte. Es sah aus, als würde der Junge dazu gezwungen werden, aus dem Flugzeug zu steigen.

Bei diesem Anblick entfuhr Blade ein Knurren. Er konnte nicht genau sagen, was ihn verärgerte, aber er wollte die Hand dieses Mannes von dem Jungen wegreißen.

Talon wandte sich Blade mit einem ungläubigen Blick zu. „Willst du mir erklären, was das sollte?“, flüsterte er.

Wenn Blade es selbst verstehen würde, hätte er das mit Freuden getan. Da er jedoch keine Ahnung hatte, was ihn so nervös machte, zuckte er nur mit den Schultern.

Zwanzig Soldaten strömten aus dem hinteren Teil des Flugzeugs. Innerhalb weniger Sekunden waren sie verschwunden, was Blade ziemlich verdutzte. Selbst wenn sein Team in Deckung war, konnte er sie noch sehen. Normalerweise entging ihm nichts, aber diese Soldaten lösten sich einfach vor seinen Augen auf.

„Wo zum Teufel sind sie hin?“, fragte Hunter. „Im Ernst, einer ist auf mich zugekommen und plötzlich war er einfach weg. Wie zum Teufel machen die das?“

„Ganz offensichtlich sind wir nicht so gut, wie wir gedacht haben“, sagte Kai.

Blade war nicht sicher, was gerade los war. Traute der Alpha ihnen nicht zu, die Umgebung zu sichern? Nicht, dass er es ihm übelnehmen konnte – die Soldaten des Alphas waren eindeutig besser, denn Blade versuchte immer noch, auch nur einen Hinweis auf ihre Gegenwart zu entdecken.

Talon trat vor, um den Alpha Primus zu treffen. Zum Handeln gezwungen, folgte Blade seinem Anführer, als der Duft von Minze, der dem Geruch des heimischen Pfirsichsalbeis ähnelte, ihn traf. Als er sich in der öden Gegend umsah, die sie für dieses Treffen gewählt hatten, konnte Blade die Pflanze nirgendwo entdecken. Erst als sie nur ein paar Meter von der Gruppe des Alphas entfernt waren, erkannte Blade, dass der verlockende Duft von dem Jungen ausging.

Er ballte die Hände zu Fäusten, als der Drang stärker wurde, den jungen Mann aus dem Griff seines Aufpassers zu befreien. Da er den Alpha Primus nicht beleidigen wollte, indem er auf einen Mann in seinem Gefolge losging, hielt Blade sich zurück. Sein Kopf arbeitete auf Hochtouren und ließ sich kreative Arten einfallen, den Mann zu töten, der es wagte, den hinreißenden jungen Mann zu berühren.

„Talon, es ist gut, dich wiederzusehen.“ Während Alek und Talon Hände schüttelten, betrachtete Blade den jungen Mann, dessen Duft ihn ablenkte. Er war kleiner als einen Meter achtzig und wog vielleicht achtundsechzig Kilo. Er sah aus, als würde er trainieren, aber das konnte auch daran liegen, dass er ein Kojotenwandler und daher von Natur aus leicht muskulös war. So oder so war er definitiv ein Zivilist.

Was Blade betraf, war der Junge rundum perfekt. Aber die dunkelgrünen Augen voller Entrüstung faszinierten Blade besonders, da ihr Besitzer sie alle zornig anstarrte. Er konnte nicht verhindern, dass sein Schwanz bei dem Anblick hart wurde.

„Dich auch, Alek. Ich möchte dir meinen Stellvertreter vorstellen, Blade“, sagte Talon und zog Blades Aufmerksamkeit dorthin zurück, wo sie sein sollte.

Wahrscheinlich war es keine kluge Idee, vor dem Alpha Primus hart zu werden. Blade schüttelte sich innerlich und versuchte, seinen Körper unter Kontrolle zu bekommen. Zu seinem Leidwesen war das nicht so leicht, wie er es gerne gehabt hätte. Was hatte dieser Junge nur an sich, dass er Blade so mühelos von seinen Pflichten ablenkte?

Kapitel 2

Das Grinsen des Alpha Primus verriet Blade, dass sein Starren nicht unbemerkt geblieben war. „Nett, Sie kennenzulernen“, sagte er zum Alpha und hoffte, dass der Mann nichts zu seinem Verhalten sagen würde. Selbst unter Beobachtung konnte Blade nicht anders als wieder zu dem Jungen mit den grünen Augen zu sehen.

„Das ist mein Stellvertreter, Wolfe.“ Der Alpha zeigte auf den größeren Mann, der den Jungen immer noch im Nacken festhielt. „Und das ist Forest Bradford. Er will sich eurem Team anschließen, während ihr nach Raptor sucht.“

Blades Herzschlag setzte aus, als er die Worte des Alphas hörte. Ihm war gesagt worden, dass sie nur auf den Jungen aufpassen würden. Dieser Forest würde niemals überleben, wenn er sich ihrem Team anschloss. Es wäre schon schwierig genug, ihn auf einem sicheren Stützpunkt zu beschützen. Dass er sie direkt an der Front unterstützte, kam nicht in Frage.

Talon hatte wohl dieselben Gedanken, denn er fragte: „Entschuldige, aber erwartest du ernsthaft, dass ich diesen Jungen in mein Team aufnehme?“

„Ich bin kein Junge“, antwortete Forest stur. „Und Sie müssen mir keinen Gefallen tun.“ Er wandte sich an Alek. „Ich habe Ihnen gesagt, dass ich keine Hilfe brauche. Ich stelle Raptor alleine nach.“

Trotz der mutigen Worte sah der Junge aus, als würde er sich gleich in die Hose machen. Blade musste es ihm anrechnen, dass er seine Angst unterdrückte, aber seine verschränkten Hände verrieten ihn.

„Ruhe, Rotzbengel. Entweder du akzeptierst, dass du Talons Team beitrittst, oder du kommst wieder mit uns. Deine Entscheidung.“ Wolfe betonte seine Warnung noch, indem er Forest leicht schüttelte. Nicht heftig genug, um ihm wehzutun, nur um sicherzustellen, dass Forest wusste, wer das Kommando hatte.

Blades Panther war nicht glücklich über diese Behandlung. Das Verlangen, Forest von Wolfe wegzureißen, war zu stark und zwang ihn zum Handeln. „Könntest du die Hände von Forest nehmen? Er ist keine Stoffpuppe, die du kontrollieren kannst“, spuckte Blade aus.

Wolfes überraschter Blick schlug beinahe sofort in Belustigung um. „Kann ich. Allerdings gibt es eine Bedingung.“

Blade hob die Augenbrauen, während sein Panther in seinem Inneren auf- und abging, kurz vor dem Sprung. Er konnte nicht sagen, warum er es hasste, dass irgendjemand Forest berührte, aber Blade war angespannt und bereit, den starken Wolfswandler herauszufordern.

„Ich vertraue ihn dir an. Wenn er flüchtet, ist es an dir, ihn wieder einzufangen.“ Mit diesen Worten ließ Wolfe Forests Nacken los.

Erleichterung durchflutete Blades Körper und machte ihn beinahe schwach, als sein Panther sich endlich beruhigte. Nur eines würde sein Tier richtig zufriedenstellen, und das war, Forest neben sich zu haben, wo er den Kojotenwandler berühren konnte.

„Meine Soldaten sind jetzt alle in Position, um uns den Rücken freizuhalten. Bitte ruf dein Team heran. Ich würde gerne alle kennenlernen.“ Er war als Bitte formuliert, aber Aleks Tonfall verriet den Befehl.

Talon tat wie geheißen. Während sie warteten, bemerkte Blade das Grinsen auf Wolfes Gesicht und dass er ihn weiterhin anstarrte. Er wusste nicht, was das Problem des Mannes war, aber er würde den stärkeren Wandler nicht zur Rede stellen.

Blade zweifelte nie an seinen Fähigkeiten. Er war gut, einer der besten Kämpfer. Seine Eltern hatten sichergestellt, dass Blade in allem, was er tat, hervorragend war. Wenn er einmal nicht der Beste gewesen war, war er verprügelt worden, bis er sich nicht einmal verwandeln konnte, um seine Heilung zu beschleunigen.

Selbst dann hatten seine Eltern ihn noch dazu gezwungen, wieder aufzustehen, den Schmerz zu ignorieren und besser zu machen, was auch immer sie von ihm wollten. Aus diesem Grund konnte er Schmerz ausblenden – eigentlich jede Emotion, denn Emotionen zu zeigen war ein weiterer Anlass für Schläge gewesen. Schwarze Panther waren ein aggressives Völkchen, das keine Schwäche zuließ, und seine Eltern waren der Inbegriff dieses Stereotyps.

Trotz seines Verlangens, im Kampf der Beste zu sein, erkannte er ein stärkeres Raubtier, wenn er eins sah. Wolfe war definitiv stärker.

Es war offensichtlich, dass der Wolf des Mannes näher an der Oberfläche lebte, als die meisten Wandler es ihren Tieren erlaubten. Wandler lernten zwar, mit ihren Tieren zu leben, aber sie waren auch zum Teil Menschen und ihre menschliche Seite wollte nicht, dass das Tier die Kontrolle übernahm. Daher hielten sie ihre andere Hälfte an der kurzen Leine.

Wolfe tat das offensichtlich nicht, denn Blade konnte den Wolf beinahe sehen, wenn er in die grauen Augen des Mannes blickte. Wenn er raten müsste, würde er sagen, dass der Alpha Primus seinem Tiger dieselbe Freiheit erlaubte. Die unkontrollierte Gewalt, die beide Männer ausstrahlten, machte Blade klar, dass sie töten konnten, ohne zu zögern.

Schließlich waren alle Mitglieder ihres Teams hier, um den Alpha zu treffen. Alek starrte Talon an, bis dieser den Wink mit dem Zaunpfahl verstand und mit den Vorstellungen begann. „Alpha, ich möchte dir mein Team vorstellen: Kai, Rune, Hunter, Evan, Paytah und Wyatt“, sagte Talon, während er auf jeden Mann zeigte. „Leute, das ist Alek Rykov, der Alpha Primus der Allianz.“

„Besser bekannt als Oz“, sagte Alek. Sein Blick ruhte dabei auf Paytah. Dieser war wenigstens vernünftig genug, um rot zu werden, weil er erwischt worden war. „Wenn ihr das nächste Mal über mich lästert, solltet ihr euch vielleicht daran erinnern, dass ihr KOBI benutzt, ein System, das ich designt habe.“

Blade hatte schon oft gehört, dass der Alpha Primus so etwas wie ein Gott war, unanfechtbar. Aber dadurch, dass er Paytah neckte, senkte er sich auf Blades Level herab und dafür bewunderte er den Alpha noch mehr.

„Äh, ich, ähm“, stammelte Paytah, während seine Wangen mit jeder Sekunde noch röter wurden.

Forest verdrehte die Augen. „Also wirklich, als könnten Sie jemals Oz sein.“

Wolfes Hand griff wieder in Forests Nacken und drückte zu. Blade knurrte warnend. Alle erstarrten und warteten ab, was Wolfe tun würde. Als er Forest losließ, war ein kollektiver Seufzer der Erleichterung zu hören.

Blade musste die Zähne zusammenbeißen, als der Mann sich hinabbeugte, um etwas in Forests Ohr zu flüstern. Röte überzog Forests Gesicht und er starrte Wolfe finster an. „Fick dich.“ Bevor Blade sich versah, hatte Forest sich in einen wunderschönen schwarzen Kojoten verwandelt und rannte über den leeren Parkplatz davon.

Er war so darin versunken, dem wunderschönen Tier beim Rennen zuzusehen, er achtete nicht wirklich darauf, dass Forest gerade entkam, bis Wolfe ihn anknurrte. „Ich hab dir doch gesagt, dass du ihn einfangen darfst.“

Blade verwandelte sich in seinen Schwarzen Panther und folgte dem Kojoten. Das Blut sang fast in seinen Adern, als er daran dachte, wie er seinen Kojoten einholen, auf dem Boden festnageln und dazu zwingen würde, sich zu unterwerfen. Seinen Kojoten? Blade war nicht sicher, warum er über Forest dachte, als gehörte er ihm, aber das tat er.

Sein Panther musste lächeln, denn er liebte nichts mehr als seine Beute zu jagen und jetzt gerade hatte er es auf Forest abgesehen.

Kapitel 3

Forest wusste, dass es dumm von ihm war wegzurennen, aber nach Wolfes Worten hatte der Fluchtinstinkt ihn überwältigt, also war er gerannt. „Ich glaube, dieser sehr dominante Panther ist dein Gefährte.“ Forest würde sich niemals paaren, besonders nicht mit irgendeinem tyrannischen Wandler, der versuchen würde, ihn zu kontrollieren.

Sein ganzes Leben war von seinen Eltern bestimmt worden und er wollte verdammt sein, wenn er irgendjemand anderem erlaubte, dasselbe zu tun. Der Schmerz bei der Erinnerung an seine Eltern brachte ihn ins Straucheln. Ein harter Körper prallte auf ihn, bevor er seinen Kojoten am Boden festnagelte.

Da er noch nicht bereit war aufzugeben, wehrte Forest sich gegen den Schwarzen Panther. Bald erkannte er, dass er ihm nicht das Wasser reichen konnte, denn Blade drückte ihn erneut zu Boden. Diesmal ging Blade kein Risiko ein, er nahm Forests Kehle zwischen die Kiefer und verlangte, dass er sich unterwarf.

Sein Kojote war bereit, sich zu unterwerfen, da er wusste, dass der Panther stärker war, aber es gefiel Forest nicht, einfach aufzugeben. Die rasiermesserscharfen Zähne drückten zusammen mit einem kleinen Kopfschütteln weiter herab. Die Botschaft war eindeutig: Er sollte sich unterwerfen. Ganz so einfach war die Sache allerdings nicht.

Wenn Wolfe recht hatte, würde er diesen Panther nie mehr loswerden. Daher wäre es ein schlechter Auftakt, wenn er jetzt schon zu schnell aufgab. Forest wollte dem Mann nicht den Eindruck vermitteln, dass er einfach so nachgeben und ihm seinen Bauch zeigen würde. Er tat sein Bestes, den Panther finster anzustarren, und wartete ab, was Blade tun würde.

So starker Druck, wie Forest ihn noch nie erlebt hatte, schnürte ihm die Luft ab, und Blades Knurren vibrierte durch seinen Körper.

---ENDE DER LESEPROBE---