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Caspian Carpathian ist ein beinahe zweihundert Jahre alter Vampir. Er hat gelernt, nicht nur seine Blutgier, sondern auch seine Emotionen zu unterdrücken. So ist er der perfekte Diplomat für den Vampirrat geworden. In dem Versuch, die Vampirbevölkerung vorzuwarnen, wird Caspian nach Stone Ridge geschickt, um dort mehr über die Wissenschaftler herauszufinden, die die Wandler bedrohen. Er ist nicht darauf gefasst, dort seinem Geliebten zu begegnen. Nach einem holprigen Start stellt er fest, dass Casey, ein Kaninchenwandler, Angst vor ihm und seinen Zähnen hat. Jetzt muss Caspian all seine Selbstbeherrschung und sämtliche Verführungskünste aufbringen, um das Vertrauen des Mannes zu gewinnen, der ihn vervollständigt. Casey Streusel ist einigen Mitgliedern des Stone Ridge-Wolfsrudels mehr als dankbar, denn sie haben ihn vor dem beinahe sicheren, grausamen Tod durch die Wissenschaftler bewahrt. Casey ist noch immer sehr schreckhaft und hat Todesangst vor Nadeln, doch darüber wird er schon irgendwann hinwegkommen. Als er herausfindet, dass sein Gefährte ein blutsaugender Vampir ist, wird seine neue Welt völlig aus der Bahn geworfen. Plötzlich muss er gegen einen zweifachen Drang ankämpfen. Wird er damit zurechtkommen, seinem Gefährten die Kontrolle zu überlassen und das Vergnügen anzunehmen, das der ihm bietet? Oder wird er seiner Angst nachgeben und vor den nadelspitzen Zähnen fliehen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 31.300 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2019
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
ÜBER CHARLIE RICHARDS
LESEPROBE:
Caseys Liebesbiss
Caspian Carpathian ist ein beinahe zweihundert Jahre alter Vampir. Er hat gelernt, nicht nur seine Blutgier, sondern auch seine Emotionen zu unterdrücken. So ist er der perfekte Diplomat für den Vampirrat geworden. In dem Versuch, die Vampirbevölkerung vorzuwarnen, wird Caspian nach Stone Ridge geschickt, um dort mehr über die Wissenschaftler herauszufinden, die die Wandler bedrohen. Er ist nicht darauf gefasst, dort seinem Geliebten zu begegnen. Nach einem holprigen Start stellt er fest, dass Casey, ein Kaninchenwandler, Angst vor ihm und seinen Zähnen hat. Jetzt muss Caspian all seine Selbstbeherrschung und sämtliche Verführungskünste aufbringen, um das Vertrauen des Mannes zu gewinnen, der ihn vervollständigt.
Casey Streusel ist einigen Mitgliedern des Stone Ridge-Wolfsrudels mehr als dankbar, denn sie haben ihn vor dem beinahe sicheren, grausamen Tod durch die Wissenschaftler bewahrt. Casey ist noch immer sehr schreckhaft und hat Todesangst vor Nadeln, doch darüber wird er schon irgendwann hinwegkommen. Als er herausfindet, dass sein Gefährte ein blutsaugender Vampir ist, wird seine neue Welt völlig aus der Bahn geworfen. Plötzlich muss er gegen einen zweifachen Drang ankämpfen. Wird er damit zurechtkommen, seinem Gefährten die Kontrolle zu überlassen und das Vergnügen anzunehmen, das der ihm bietet? Oder wird er seiner Angst nachgeben und vor den nadelspitzen Zähnen fliehen?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.
Länge: rund 31.300 Wörter
CHARLIE RICHARDS
Caseys Liebesbiss
Die Wölfe von Stone Ridge 9
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „Casey’s Lovebite“:
Charlie Richards
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2018
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
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Widmung
Für meine Facebook-Freunde, die mir geholfen haben. Wer weiß, wie lange es ohne euch gedauert hätte, bis mir ein Titel eingefallen wäre. Vielen Dank!
Caspian Carpathian starrte das Navigationsgerät an. Es sagte ihm, dass die eingegebene Adresse fast einen halben Kilometer hinter ihm lag, aber während der letzten zehn Kilometer war er nur an Bäumen vorbeigekommen. Mit leisem Knurren drückte er einige Knöpfe und brachte so die beharrliche Stimme zum Schweigen, die ihm sagte, dass er umkehren sollte.
Sekunden später trat er kräftig auf die Bremse, als ein Reh aus der Dämmerung auftauchte und direkt vor ihm über die schmale Straße setzte. Das SUV kam schlitternd zum Stehen. Caspian stieß einen Seufzer aus und lehnte den Kopf gegen das Lenkrad, atmete tief durch und dankte den Göttern für seine Vampirreflexe.
Er hätte das Reh für sein möglicherweise folgenschweres plötzliches Auftauchen verfluchen können, doch als er wieder aufschaute, entdeckte er einen ungeteerten Weg, der rechts von ihm von der Straße abzweigte. Caspian bog in diese Einfahrt ab, sofern man den Weg so bezeichnen konnte, auch wenn er sehr zugewuchert und voller tiefer Schlaglöcher war. Wenn er es nicht besser gewusst hätte, hätte er vermutet, dass der Weg so zugewuchert war, weil der Alpha wollte, dass die Leute ihn nicht fanden.
Caspian hatte sein SUV wegen der Beinfreiheit gekauft, die er brauchte, um seine einen Meter neunzig große, schlanke Gestalt bequem unterzubringen. Jetzt war er froh über die Bodenfreiheit, als er über den Weg hinweg rumpelte. Das Lenkrad fest umklammert, fuhr er, so gut er in der Dunkelheit konnte, über das unebene Gelände, und schließlich, nachdem er beinahe sicher war, dass seine Fangzähne aus seinem Kiefer gerüttelt worden waren, hielt er das Fahrzeug vor einem großen Gebäude an, das einem Jagdhaus ähnelte und aus beeindruckendem Ziegelmauerwerk mit einer umlaufenden Veranda bestand.
Er ließ sich Zeit beim Aussteigen, betrachtete das eindrucksvolle Gebäude und den dunklen Kiefernwald um ihn herum. Als er tief einatmete, war er etwas überrascht, nicht nur Wölfe zu riechen, sondern auch die Gerüche einiger anderer Wandler, die er nicht so leicht zuordnen konnte. Er vermutete, dass es sich bei einem dieser Gerüche um den eines Elefantenwandlers handelte, mit dem er sich unterhalten wollte, doch er war nicht sicher, da er bisher nur mit Wolfs- und Katzenwandlern zu tun gehabt hatte und andere Rassen nicht am Geruch erkennen konnte.
Vorsichtig ging er auf die Veranda zu. Er begab sich nicht oft in das Gebiet von Wandlern, doch Caspian war vom Vampirrat gesandt worden, um so viel wie möglich über die Wissenschaftler herauszufinden, von denen Master Adalric ihnen erzählt hatte. Zum Glück hatte er gehört, dass dieser Wolfswandler, Declan McIntire, besonders aufgeschlossen gegenüber anderen Wandlern in seinem Territorium war, und Caspian hoffte wirklich, dass sich diese Akzeptanz auch auf Angehörige anderer paranormaler Rassen ausweitete.
Als niemand erschien, um ihn zu vertreiben, stieg er die Stufen hinauf und drückte auf die Klingel. Einen Moment später öffnete ein kleiner, schlanker blonder Mann die Tür. Obwohl ihm der Geruch des Mannes bestätigte, dass es sich um einen Menschen handelte, war seine Haut von Wolfsgeruch durchdrungen, was Caspian verriet, dass der Mann der Gefährte von jemandem war. Declan ist definitiv sehr tolerant. Die meisten Alphas betrachten Menschen als nicht gut genug, um sich mit ihnen zu paaren. Sehr interessant!
„Kann ich Ihnen helfen?“, fragte der Blonde misstrauisch.
Caspian schenkte ihm ein Lächeln, wobei er die Lippen sorgfältig geschlossen hielt, um seine Fangzähne zu verbergen. Obwohl dieser Mann wahrscheinlich über Vampire Bescheid wusste, da er der Gefährte eines Wandlers war, bedeutete das nicht, dass er sich nicht vor Caspian fürchten würde. „Guten Abend“, sagte er. „Ich bin auf der Suche nach dem Alpha.“
Der Mensch hob die Augenbrauen, dann erwiderte er Caspians Lächeln. „Natürlich. Bitte kommen Sie herein.“
Er nickte und trat durch die Tür. Zum Glück war der Mythos, dass man einen Vampir in sein Haus einladen musste, völliger Blödsinn, ansonsten wäre dieser sorglose Mensch gefickt, und nicht auf die Art, die er Caspians Vermutung nach mochte.
Er war gerade in die Eingangshalle und beiseite getreten, damit der Blonde die Haustür schließen konnte, als ein Brüllen aus dem Inneren des Hauses ertönte. Ein riesiger, wütender Afroamerikaner schoss den Flur entlang auf ihn zu, und Caspian musste all seine Kraft aufbringen, um ruhig zu bleiben und seine Hände zum Zeichen der Unterwerfung zu erheben. Der Alpha umklammerte seinen Hals mit kräftigen Fingern und knallte ihn gegen die Wand.
„Declan!“
Er hörte den erschrockenen Aufschrei des Menschen, und ein Teil seines Verstandes registrierte, dass er jetzt wusste, dass es sich bei dem Menschen um den Gefährten des Alphas handelte. Und das erklärte auch die erst angreifen, dann fragen-Begrüßung.
„Was willst du hier, Vampir?“
„Mein Name ist Caspian Carpathian“, brachte er hervor. „Ich will Ihnen und Ihrem Gefährten keinen Schaden zufügen.“
Langsam lockerte sich die Hand um seinen Hals und der Druck auf seine Kehle ließ nach. Er wollte erleichtert seufzen, doch er war nicht sicher, dass er schon vom Haken war.
Declan wich zurück, packte seinen Gefährten und schob den schlanken blonden Mann hinter sich. „Was willst du hier?“
„Es gibt wirklich Vampire? Ich dachte, ihr würdet mich alle nur veräppeln.“ Der Mensch versuchte, an Declans viel größerer Gestalt vorbeizuschauen.
„Ja, Lark“, sagte Declan und verriet Caspian damit den Namen des Menschen. „Vampire gibt es wirklich.“ Als er seinem Gefährten die Existenz von Vampiren bestätigte, behielt er dennoch Caspian im Auge. „Also, was willst du in meinem Territorium? Welcher Zirkel hat dich geschickt?“
Caspian schüttelte langsam den Kopf. „Ich gehöre zu keinem Zirkel“, gestand er. Er sah, wie Declan die Lippe hochzog und beeilte sich mit seiner Erklärung, da er wusste, wie Rudeltiere über Leute dachten, die keiner Gruppe angehörten. „Ich bin ein Vermittler zwischen verschiedenen Zirkeln. Ein Gelehrter, wenn jemand Fragen hat, und ein Diplomat für den Vampirrat.“
Das veranlasste Declan, die Augen noch mehr zu verengen. „Ein Diplomat“, sagte er. „Warum sollte der Vampirrat einen Diplomaten herschicken?“
„Sie wollen mehr über die Wissenschaftler erfahren, die es auf Wandler abgesehen haben“, erklärte Caspian.
„Warum? Ich habe keine Hinweise gefunden, dass sie überhaupt von eurer Art wissen.“
Caspian senkte die Arme zu seinen Seiten, als er erkannte, dass der Wandler sich beruhigt hatte. „Das mag sein. Doch wenn unsere Situation andersherum wäre, würdest du es nicht wissen wollen? Du könntest deine Leute vorwarnen, damit sie wissen, dass möglicherweise Gefahr droht“, erklärte er.
Declan nickte einmal. „Ich verstehe. Gehen wir in mein Arbeitszimmer, und ich werde dir sagen, was passiert ist.“ Er legte einen Arm um Larks Taille und deutete den Flur entlang.
Obwohl es ihm nicht gefiel, einen Wandler hinter sich zu haben, wusste Caspian, dass es unhöflich wäre, nicht vor ihm gehen zu wollen. Er biss die Zähne zusammen und marschierte los. Ein leises Lachen ertönte hinter ihm, und er wusste, dass Declan die Anspannung in seinem Rücken erkennen konnte, oder vielleicht roch er sie.
Wie auch immer, die gemurmelten Worte des anderen Mannes bestätigten, dass er Caspians Unwohlsein spürte. „Entspann dich, Caspian Carpathian. Ich greife niemanden grundlos an. Nicht einmal Vampire. Jetzt nach links.“
„Und was war das gerade an der Tür?“, fragte er trocken und schaute über seine Schulter.
Declan lächelte und zeigte dabei seine Zähne. „Ich habe natürlich meinen Gefährten verteidigt.“
„Natürlich“, antwortete er, gehorchte Declan und betrat ein geräumiges Büro. Ein großer Schreibtisch aus Eichenholz nahm eine Seite des Raumes ein, während mehrere Ledersessel und Sofas die andere ausfüllten.
„Lark, würdest du uns Kaffee holen und vielleicht ein paar von diesen fantastischen Zimtschnecken aus Brads Bäckerei?“
Caspian drehte sich zu dem Paar im Türrahmen um und sah, wie Declan seinem Gefährten einen Kuss auf die Lippen drückte. Interessant, der große Wandler hat eine Schwäche für seinen Gefährten, die nicht nur auf Besitzgier beruht. Schön zu sehen.
Der kleine Mensch nickte, dann schlüpfte er aus dem Raum. Declan hob eine Hand und bedeutete Caspian, Platz zu nehmen, also tat er es und ließ sich auf dem weichen Lederbezug eines bequemen Sessels nieder. Declan setzte sich auf die Couch, die im rechten Winkel zu ihm stand, doch anstatt sich in die gemütlich aussehenden Kissen zurückzulehnen, stützte er seine Unterarme auf die Schenkel und richtete den Blick seiner dunkelgrauen Augen auf Caspian.
„Woher wissen die Vampire von unseren Schwierigkeiten?“, fragte er geradeheraus.
Caspian konnte verstehen, warum Declan an dieser Information interessiert war. Vampire und Wandler bewegten sich normalerweise in völlig unterschiedlichen Kreisen. Wandler mieden für gewöhnlich bevölkerungsreiche Gebiete, beschränkten ihre Territorien auf abgelegenere Gegenden, da sie Platz brauchten, um sich zu verwandeln und herumzulaufen. Vampire brauchten Menschen wegen ihres Blutes, also bildeten sie ihre Zirkel tendenziell in der Nähe von großen Städten. Wenn die beiden Gruppen Kontakt miteinander hatten, ging es dabei häufig um Auseinandersetzungen, was eine offene Kommunikation nicht förderte. Caspian öffnete den Mund, um zu antworten, als eine sanfte, melodische Stimme in seine Ohren drang.
„Es ist wirklich ein Vampir hier?“, fragte jemand in einem anderen Teil des Hauses.
„Ja. Declan hat voll den Beschützer raushängen lassen, bis der Kerl uns versicherte, dass er keine Schwierigkeiten machen will“, antwortete Lark leise.
Caspian hob eine Braue und richtete seinen Blick auf Declan, der schnaubte und die Achseln zuckte. „Instinkt“, sagte er, als würde dieses eine Wort alles erklären, was es auch tat.
„Kann ich ihn sehen?“, fragte der erste Mann Lark. „Ich bin noch nie einem Vampir begegnet.“
„Sicher, Casey. Nimm die Zimtschnecken, ich trage den Kaffee. Hey, essen Vampire überhaupt richtige Nahrung? Ich dachte, die ernähren sich von Blut“, bemerkte Lark.
Caspian richtete sich in seinem Sessel auf. Es gefiel ihm nicht, ein Anschauungsobjekt für einen unwissenden Fremden zu sein, und er sah Declan stirnrunzelnd an.
Der Wandler besaß den Nerv, zu schmunzeln. „Komm schon, Mann. Wie viele Wandler hast du in deinem Leben schon getroffen?“
„Genug“, schnappte er, bevor er sich wieder unter Kontrolle hatte. Caspian erwiderte Declans Schmunzeln. „Hoffentlich sind die Zimtschnecken es wert.“
Zu seiner Überraschung warf Declan den Kopf zurück und lachte. Nach einigen Sekunden beherrschte er sich und antwortete, noch immer leise lachend: „Das sind sie. Du wirst nicht enttäuscht sein.“ Ein breites Grinsen erschien auf Declans Gesicht. „Ich glaube, ich könnte dich mögen, Caspian Carpathian.“
Caspian musste gestehen, dass sein eigener Instinkt ihm sagte, dass Declan ein guter Mann war. Seine Antwort wurde von Larks Ankunft unterbrochen, dem ein kleiner Albino-Mann folgte. Der kleine Kerl war höchstens einen Meter fünfzig groß und würde Caspian vielleicht bis zum Schlüsselbein reichen, wenn er stand. Aber verdammt, er ist süß!
Sein kurzes, weißes Haar war zu fedrigen Wellen geschnitten, die sein hinreißendes ovales Gesicht und die exotischen rosa Augen umrahmten. Er trug ein kurzärmliges T-Shirt in orange, das trainierte Arme zeigte. Ein grünes Pflaster klebte in seiner Ellbeuge, als hätte man ihm erst vor kurzem Blut abgenommen. Doch es war das Hinken des Mannes, das Caspians normalerweise ruhende Neugier am meisten weckte. Als er den Blick zum Gesicht des hübschen Kerls hob, realisierte Caspian, dass das Hinken ihm keine Schmerzen verursachte, also musste es etwas mit den Muskeln oder Sehnen zu tun haben.
Wandler konnten sich, genau wie Vampire, von beinahe jeder Verletzung erholen. Müssen seine Wunden noch verheilen? Was ist diesem Mann geschehen? Und warum zum Teufel interessiert es mich?
Lark näherte sich ihm, ein Tablett mit mehreren Tassen, einem kleinen Krug mit Sahne und einer Schale mit Zucker darauf in den Händen. „Da Declan Kaffee für dich wollte, nehme ich an, du trinkst welchen?“, fragte der Blonde. Seine Augen zeigten offene Neugier.
„Ja, danke“, antwortete Caspian. „Und ich esse auch richtige Nahrung. Obwohl ich Blut trinke, ist Nahrung auch erforderlich für das Überleben eines Vampirs.“
„Oh“, stieß Lark hervor und errötete.
Da er den Menschen nicht wirklich in Verlegenheit bringen wollte, lächelte Caspian und setzte die Unterhaltung fort. Er war schließlich nicht grundlos Diplomat. „Declan sagte mir, dass die Zimtschnecken hervorragend seien. Haben du und dein Freund sie gebacken?“, fragte er freundlich, auch wenn ihm die Antwort egal war. Er nahm sich eine Tasse Kaffee von Larks Tablett.
„Ähm, nein“, antwortete Lark, der rasch seine Fassung wiedererlangte. „Einer der Wandler hier ist ein hervorragender Bäcker, und wir haben immer welche von seinen Köstlichkeiten im Haus. Die Zimtschnecken sind seine Spezialität, und sie sind wirklich fantastisch.“
Caspian nickte leicht und freute sich auf das Gebäck auf dem Tablett, das der andere Mann hielt. Ihr süßer Duft lockte ihn auf einem primitiveren Level als er erwartet hätte, und zu seiner Überraschung spürte er, wie sich sein Penis regte. Als der Albino mit dem Essen vor ihn trat, wurde das wunderbare Aroma stärker. Sein Blut strömte nach Süden, und plötzlich schmerzte nicht nur sein Schwanz sehnsuchtsvoll. Seine Fangzähne juckten, und ein leises Knurren rumpelte in Caspians Kehle, als ihn die Erkenntnis traf. Es war nicht das Gebäck, das ihn lockte, es war der Wandler! Dieser Mann war möglicherweise sein Adorato, sein Geliebter.
„Mein!“, knurrte er, ließ die Tasse fallen, ohne sich darum zu kümmern, was damit geschah, und griff nach dem süß duftenden Mann vor ihm. Er legte die Hände um die Arme des kleinen Wandlers, direkt unterhalb seiner Schultern, vorsichtig darauf bedacht, dass seine Fingernägel, die zu Krallen geworden waren, nicht in die Haut des Mannes drangen.
Ein kräftiges Ziehen ließ den überraschten Albino nach vorne stolpern und auf seinem Schoß landen, wobei ihm der Teller mit den Zimtschnecken aus den Händen fiel und sonstwo landete. Bei dem Gefühl des kleinen Körpers an seinem grollte ein zufriedenes Stöhnen in Caspians Brust. Seine Sicht trübte sich und alles bekam einen rötlichen Schleier. Er wusste, dass seine Augen sich rot gefärbt hatten, was nur passierte, wenn ein Vampir kämpfte oder sich nährte. Caspian wusste, was er in diesem Moment tun wollte, tun musste.
Caspian vergrub sein Gesicht am Hals des kleinen Mannes und atmete tief ein. Er liebte den Effekt, den dieser Duft auf seinen zuckenden Schwanz hatte, und verteilte mit offenem Mund feuchte Küsse auf dem Hals des Mannes. Als er die zarte Haut hinter dessen Ohr erreicht hatte, saugte er sanft daran. Der Körper in seinen Armen schien dahinzuschmelzen, schmiegte sich auf Caspians Schoß an ihn. Ein leises Seufzen ertönte neben Caspians Ohr und verriet ihm, wie sehr dem Wandler die Empfindungen gefielen, die er ihm bereitete.
Da Caspian mehr brauchte, strich er mit seinen Fangzähnen über die pulsierende Ader. Er stellte sich vor, wie gut dieser Mann schmecken würde, der Mann, der mit neunundneunzigprozentiger Sicherheit sein Geliebter war, sein Seelenverwandter, und ein Schauer durchlief seinen Körper. Er konnte es nicht erwarten, seine Vermutung zu bestätigen. Caspian öffnete den Mund und saugte an der pulsierenden Stelle an der Schulter, machte sich bereit, zuzubeißen, dem Mann so viel Lust zu bereiten, wie er selbst empfangen würde, da wurde ihm sein süßer kleiner Mann entrissen.
