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Hier wird mit einer gewissen Lästerlaune über Corona geschrieben und vor allem über jene merkwürdigen Leute, die so tun, als wäre das Virus gar nicht da. Auch die Wunderheiler und Quacksalber, die mit Bleichmitteln und Wässerchen das Virus bekämpfen wollen, bekommen ihr Fett weg. Des weiteren werden den Impfgegnern ein paar Hinweise zur Erfolgsgeschichte des Impfens serviert – in der Hoffnung, dass ihnen jenes berühmte Licht aufgeht. Zwischendurch kommen immer mal wieder ein Gläschen Grappa oder ein Tässchen Espresso ins Spiel, weil der Genussaspekt auch in diesen Zeiten ein Stück weit erhalten bleiben soll. Sogar ein Kochrezept und der Anfang eines neuen Punk Songs sind enthalten. Schließlich ist der Autor nebenbei auch Musiker und war seinerzeit mit verantwortlich für den "Castor Schottern Song". Also mit Sicherheit eine höchst spannende Mischung, die hier vorliegt und für manche Leute aus der Leugnergemeinde vielleicht nicht ganz so gut verdaulich. Das tut dem Autor aber leid...
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Seitenzahl: 52
Veröffentlichungsjahr: 2021
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peter bachstein
Corona, Grappa und ein kleines Plädoyer
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Inhaltsverzeichnis
Titel
1. Vorrede
1. 1. Es war passiert – COVID 19 in der Familie
1. 1. 1. Zu Weihnachten infiziert
1. 1. 2. Weihnachtsquarantäne
1. 1. 3. Sprachlos und etwas wütend
3. Corona Varianten: Sonne, Bier und eine Heilige
4. Corona und die Wunderheiler oder: Manch kühler Trunk, ein süßer Lutsch und ein Stückchen Knoblauch
4. 1. Gute Unterhaltung mit dem Wasserverkäufer
4. 2. Nochmal Wasser – diesmal aus der Drogerie
4. 3. Und was ist mit Nasenspray?
4. 4. Lässt sich das Corona Virus weg lutschen?
4. 5. Kann Knoblauch auch Corona Viren vertreiben?
4. 6. Mit Zwiebelduft gegen Corona Viren?
5. Corona und die tödlichen Tinkturen oder: Quecksilber vom Quacksalber
5. 1. Umarmen bis zum Tod
5. 2. Chlordioxid ist auch wieder im Spiel
5. 3. Und Quecksilber als solches?
5. 4. Das Virus ausräuchern?
5. 5. Ach ja, die Fernheiler...
5. 6. Aluhut? Nein danke...
5. 7. Am besten alles abstreiten?
5. 8. Wundertätige Bildchen
6. Was wirklich hilft: Ein Plädoyer für das Impfen
Impressum neobooks
Die folgende Vorrede wurde größtenteils geschrieben, als das Buch schon fertig war. Schuld daran war ein nicht gerade erfreuliches Ereignis, das ausgerechnet am 24. Dezember die gesamte Weihnachtsstimmung ins Wanken brachte, denn es war tatsächlich passiert. Noch nicht das Schlimmste - doch die Sorge, dass es eintreten könnte, war sofort da - und blieb bis weit in den Januar hinein...
COVID 19 ist da – eine Binsenweisheit, die allerdings von den Aluhut Trägern und ähnlichen Leuten bestritten wird. Auch evangelikale Christen gehören teilweise dazu. Eine Fundamentalistin aus diesem in der Oberlausitz und im Erzgebirge aktiven Kreis beschimpfte uns gerade als Sünder, weil weil wir Masken trugen. Außerdem stellte sie die Frage, ob uns persönlich ein Betroffener bekannt sei. Leider mussten wir diese Frage mit ja beantworten, worauf hin die Frau sich grummelnd abwandte und davon ging...
Die Nachricht, dass dieses spezielle Coronavirus in der Familie angekommen war, erreichte uns ausgerechnet am Nachmittag des 24. Dezembers. Da war der Baum längst geschmückt, der Weihnachtstisch gestaltet und das Abendessen vorbereitet. Doch die Mitteilung, dass einer der Söhne und dessen Partnerin infiziert seien, brachte unsere trotz allem noch recht gute Stimmung ins Wanken. Da bekommst du plötzlich echt Angst um deine Leute und fragst dich, ob du sie im kommenden Jahr noch wieder siehst. Okay, die Beiden sind um die 40 und gehören damit rein altersmäßig nicht zur besonderen Risikogruppe. Doch wenn du dann bei jedem Telefongespräch bemerkst, dass den Beiden beim Sprechen immer wieder die Luft wegbleibt und dass sie ständig von Hustenanfällen geschüttelt werden, kann dich die rein statistische Ebene nicht mehr beruhigen. Und wenn dann ein Telefonanruf nicht entgegen genommen wird, fängst du an, das Schlimmste zu befürchten...
Nein, das Schlimmste war nicht passiert, die Beiden riefen auch nach kurzer Zeit zurück. Ein an sich normaler Vorgang, denn man hat ja das Smartphone nicht ständig in der Hand. Doch gut, dass es diese Technik heutzutage gibt. So konnten wir zum Jahreswechsel wenigstens per Videochat mit einem Gläschen anstoßen. Da ging es den Beiden auch schon wieder etwas besser, wenn auch die Geschmacksnerven noch nicht wirklich aktiv waren. Am Mittwoch den 6. Januar 2021 werden sie die Krankheit offiziell überstanden haben. Wie lange die Nachwirkungen bleiben, ist hingegen ungewiss.
Wir verbrachten das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel übrigens nur zu zweit. Das war ohnehin geplant, denn es herrschte in unserer doch recht großen Patchwork Family Konsens darüber, dass diesmal alle in ihren eigenen vier Wänden bleiben. Doch aufgrund der beschriebenen Infektion von Sohnemann und Partnerin mussten auch wir bis gestern in häuslicher Quarantäne verharren. Wir waren nämlich am 21. Dezember noch mit Sohnemann gemeinsam in einem Auto unterwegs gewesen. Zwar nur insgesamt zwei Stunden im Zusammenhang mit einer Augenuntersuchung – doch damit waren wir Kontaktpersonen ersten Grades, was diese Quarantäne erforderlich machte. Übrigens eine durchaus seltsame Erfahrung für Leute, die normalerweise viel draußen sind. Nun aber war auch der tägliche Spaziergang abgesagt. Dafür wurde das Trampolin in der Wohnung etwas mehr traktiert – irgendwie muss man ja fit bleiben.
Zum Glück wurden wir zwei von der Krankheit nicht erwischt. Doch der bedrohliche Eindruck, der von ihr ausgeht, ist doch noch erschreckender, wenn sie plötzlich die eigene Familie erreicht hat. Wenn dir dann immer noch Leute begegnen, die behaupten, das Corona Virus gebe es gar nicht, ergibt sich ein seltsames Gefühl aus Sprachlosigkeit und aufkeimender Wut. Dabei sind uns beide Aspekte normalerweise völlig fremd, denn wir sind weder besonders chweigsame noch wütende Menschen. Leute, die vor allem die männliche Person dieser Wir-Konstellation kennen, halten diese eher für eine gut gelaunte und manchmal etwas nervige Quasselstrippe. Was aber tun, wenn dir Leute wie die eingangs erwähnte evangelikale Christin begegnen, die das Tragen von Masken als Sünde definieren? Da fällt dir irgendwie nix mehr ein.
Doch auch im Netz begegnen dir die unerschütterlichen Leugner und Ignoranten. Nachdem dieses Vorwort in der ersten Version auf dem Blog „Schöne Ecke“ erschienen war, tauchte ein spezieller Kommentar auf. Da schrieb tatsächlich jemand, dass COVID 19 weniger gefährlich sei als Grippe und Influenza und wir uns nicht verrückt machen lassen sollen. Nun, verrückt können einen allmählich diese vernagelten Leute machen, die offenbar nicht mal wissen, dass Grippe und Influenza zwei Bezeichnungen für die selbe Erkrankung sind. Außerdem geht es auch gar nicht um einen Gefährlichkeitswettkampf zischen Grippe und COVID 19. Wie sich die Gefahrenpotentiale beider Erkrankungen entwickeln werden, können wir vielleicht in einigen Jahren diskutieren. Aktuell schlägt vor allem COVID 19 kräftig und massenhaft tödlich zu. Und wenn Ignoranten von manipulierten Zahlen sprechen, sollten sie ganz unverbindlich mal einen Blick in Leichenhallen oder Krematorien werfen. Die Beerdigungsbranche boomt gerade und sucht in manchen Gegenden wie hier im Osten vom Sachsen händeringend nach Lagerungsmöglichkeiten für die vielen Toten. Mancher davon hätte vielleicht nicht sterben müssen, wenn die Kreuz und Quer agierenden Ignoranten endlich die nüchternen Tatsachen akzeptiert hätten.
Und noch ein Hinweis...
