Das blutige Finale - Werner Siegert - E-Book

Das blutige Finale E-Book

Werner Siegert

0,0
2,49 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Leser des Vorgänger-Krimis "Der Tote im Schilf" ahnten es schon, dass für Kommissar Lothar Velmond finstere Wolken am Himmel aufziehen. Er hatte ein Mitglied der Oberen Zehntausend eines Kapitalverbrechens überführt, obwohl der Täter inzwischen reingewaschen und Velmond gar nicht weiter hätte ermitteln dürfen. Da er die Vertuschung mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, bittet er um seine vorzeitige Pensionierung. Mitten im Ruhestand wird er als Zeuge nach Bozen vorgeladen, wo die verdächtigte Mittäterin Liang Sook ein umfassendes Geständnis ablegen will, das den Hauptkommissar i.R. Paul Krüner als Mörder entlarvt. Als sie ihr Geständnis ablegt, kommt es zu einem Schusswechsel. Krüner stirbt, Liang Sook und Krüner werden lebensgefährlich getroffen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 112

Veröffentlichungsjahr: 2024

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Werner Siegert

Das blutige Finale

Das Ende des teuflischen Dramas

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

W a s b i s h e r g e s c h a h ...

Steinchen werfen am See

Paul Krüner – und jetzt?

Der aalglatte Unschuldsengel

Ein Sonntags-Ausflug

Das Geständnis

Die Schuldwunde

N o t a b e n e

1.Kapitel

2. Kapitel

3. Kapitel

5. Kapitel

6. Kapitel

7. Kapitel

Impressum neobooks

W a s b i s h e r g e s c h a h ...

Mit „Der Tote im Schilf“ begann ein Kriminalroman in vier Teilen. Es folgten „Männerquote“ und „Wir kriegen dich!“ . Jetzt also „Das blutige Finale“. Alle Teile sind miteinander verknüpft.

Gisela Krämer führt nach dem Tod ihrer Eltern ein Traditionshotel weiter, ist dabei jedoch auf Nebeneinnahmen angewiesen. Hierzu bietet sich überraschend eine gern in Anspruch genommene mysteriöse Dienstleistung – der Tresor der Liebe – an.

Am Westufer des Starnberger Sees wird in einem zerstörten Gummiboot die Leiche eines jungen Mannes gefunden.

Kommissar Lothar Velmond schöpft früh Verdacht, dass etwas geschah, was nie hätte geschehen dürfen.

Es ist angerichtet.

Steinchen werfen am See

Für viele wäre es ein Traum – irgendwo am Starnberger See, einen Steinwurf vom Ufer entfernt, mietfrei in einem kleinen ehemaligen Gärtnerhaus den Lebensabend verbringen zu dürfen. Testamentarisch abgesichert durch den Nachlass der inzwischen verstorbenen Emilie-Auguste M., die Kommissar Lothar Velmond vor Jahren in Monaco aus den Händen der ProntoGar-Ganoven befreit hatte, und als Dank für die zwei Millionen Lösegeld, die er später den Flüchtigen entreißen konnte. Es war einer der brutalsten Fälle der Bandenkriminalität, die er je zu lösen hatte, aber auch der rätselhaftesten. Ihm wurde hoch angerechnet, dass er die entführte Emilie-Auguste aus dem Hotel „Pulcinella“ befreit habe. Aber ehrlicherweise musste er sich selbst gegenüber zugeben, dass er bis heute nicht wusste, was denn sein Anteil daran war. Nur dass der arrogante, livrierte Rezeptionist des Hotels „Pulcinella“ ihm mit seinem schneidenden „Sir?“ zu verstehen gegeben habe, er möge das Hotel verlassen. Nach einer verdächtig hohen Zahl von Kaffees und offenbar zu auffällig unauffälligen Beobachtungen.

Damals waren innerhalb weniger Wochen in München und Starnberg vier wohlhabende, betagte Witwen spurlos verschwunden.*) Zwei der Fälle konnte sein jüngerer Kollege, Hauptkommissar Maurice Elsterhorst, aufklären. Auf ihn selbst kam zunächst nur die Aufgabe zu, das rätselhafte Verschwinden der Hermine-Adele Hudefarth, geborene Bergloh, aus deren hochherrschaftlicher Villa in Großhesselohe aufzuklären. Leider zu spät. Die Bilder von damals konnte er nie wieder aus seinen Alpträumen verscheuchen. Ihre Leiche wurde mehr oder minder durch eine Hundebekanntschaft entdeckt – einbetoniert in das Zementfundament unter einer Pronto-Fertiggarage. Grausam. Dass damit endlich eine Spur zu den Tätern führte, lässt die Tat nicht weniger entsetzlich in der Erinnerung zurück. Eine Spur, die Lothar Velmond damals aufzunehmen verstand, stets – wie er selber immer wieder zugab – begleitet von Kommissar Zufall. Wie sich vor wenigen Monaten herausstellte, war der Fall damit nicht ein für alle Mal abgeschlossen. Die Täter von damals begaben sich nach ihrer vorzeitigen Entlassung aus einer belarussischen Haftanstalt prompt auf einen Rachefeldzug und stellten Velmond nach, wo immer sie seine Fährte aufnehmen konnten. In Bozen hätten sie ihn beinahe erwischt.

*)Wer Näheres über diesen abenteuerlichen Fall erfahren will, lese die Kriminal-Groteske „Spurlos“ von Werner Siegert und Ingrid Schumacher, eBook beiNeobooks, Amazon und anderen Online-Bookshops.

Die 50.000 €, die Emilie-Auguste ihrem Retter zukommen lassen wollte, wahlweise das lebenslange Wohnrecht im Gärtnerhaus, durfte Lothar Velmond allerdings nicht annehmen; denn er hatte ja auch diesen Fall lediglich im Rahmen seines Dienstes als Beamter gelöst. Daran dürfen Tipp-Geber und Zeugen verdienen, aber nicht die Kriminaler im Dienst. Wie regelt man das? Michael, der Sohn, ein Jurist, fand eine kulante Lösung. Lothar Velmond erwarb das Traum-Häuschen zu einem Traum-Preis und einer geheimen Zusatzvereinbarung. Schwamm drüber.

Und nun saß er hier auf der verwitterten Bank vor „seinem“ Haus, seinem Refugium, hörte die kleinen Wellen ans Ufer plätschern, schaute den Möwen nach. Manchmal kam ihn eine Entenfamilie besuchen. Füttern war streng verboten. Sobald man denen auch nur eine Brotkruste hingeworfen hätte, wäre ein laut kreischender Schwarm von Möwen wie eine Wolke über dem gepflegten Grundstück erschienen. Krickenten wären schnell herbei gerudert, Schwäne angelandet. Ihre Hinterlassenschaften hießen nicht ohne Grund Tretminen; man wüsste bald kaum noch wohin treten. Also war es Velmonds nie ausgesprochene, aber selbstverständliche Aufgabe, nun auch noch der gefiederten Armada mit Steinwürfen jedes Landemanöver zu vergällen, soweit er es überhaupt vermochte.

Feinden von Land hoffte er durch Anonymität zu entgehen. Im Kopf waren sie ihm stets präsent. Der Ruhestand eines halbwegs erfolgreichen Kriminal-Kommissars verdiente mehr als bei anderen Ruheständlern die Bezeichnung Unruhestand; denn fast alle Ganoven, zu deren Verhaftung und Gefängnisjahren er maßgeblich beigetragen hatte, waren inzwischen frei. Und wie sich in Bozen erwiesen hatte, auf tödliche Rache aus. So auch die ProntoGar-Bande, die ihn über sein Mobil-Telefon und GPS-Signal aufgespürt zu haben glaubten. Oben bei seinen Freunden im Weingut St. Magdalena oberhalb von Bozen. Dort lag allerdings nur sein Handy unter dem Gotteswinkel zum Aufladen. Ihre Pistolen zückend forderten sie unmissverständlich, Kommissar Velmond möge vor die Tür treten. Unter den fassungslosen, versteinerten Arbeitern und Helfern nahm einer geistesgegenwärtig einen Wurfpfeil aus der Strohmatte und feuerte ihn so mit voller Wucht dem einen in die Schläfe, dass der fast tödlich getroffen umstürzte, die anderen seinen Kumpanen mit kräftigen Weinbauer-Händen zu Boden zwangen. Den Rest besorgte die Bozener Polizei.

Aber auch sein Erzfeind, der ehemalige Hauptkommissar und bestens in der High Society vernetzte Herr Krüner, war trotz des erwiesenen Mordes und letztlich seiner, also Velmonds versuchten Hinrichtung vor der Raiffeisenbank in Zernez, auf rätselhafte Weise dem Antritt einer vermutlich lebenslangen Haftstrafe nach irgendwo entkommen. Die Mühlen der Justiz mahlen verdächtigerweise manchmal sehr langsam und kommen immer wieder mal durch eingelegte Rechtsmittel zum Stehen.

Nirgendwo gab es im Anwesen oder gar am Häuschen einen Hinweis, dass dort der pensionierte Kriminal-Hauptkommissar Lothar Velmond seinen Lebensabend zu verbringen trachtete. Eingeweihten Besuchern – es waren sehr wenige – pflegte er zu sagen, er sei zu lebenslangem Nichtstun verurteilt worden. Er könne jetzt sogar runde Steinchen so über den See fletschen, dass sie fünfmal aufglitten. Solange der Vorrat reiche.

Da neben dem Gärtnerhaus auch ein Parkplatz für Gäste des Dr. jur. Michael M. bereit gehalten wurde, geschah es bei festlichen Anlässen schon mal, dass ihm stylisch gekleidete Edel-SUV-Fahrer die Fahrzeugschlüssel in die Hand drückten, im Glauben, er sei eine Art Hausmeister und würde ihnen die Suche nach einer Parklücke ersparen. Klar, selbst schuld, hatte er sich doch einen Zottelbart zugelegt und gegen die Sonne einen Strohhut aufgesetzt. Sein kleiner, vielgeliebter Peugeot stand dort wie ein Fremdkörper unter all den Luxus-Karossen.

Natürlich hatte es einige Gespräche zwischen ihm und dem Dr. Meissner gegeben, bevor er sich auf den Deal mit dem Gärtnerhaus eingelassen hatte. Schließlich, so versuchte er dem Meissner klaren Wein einzuschenken, habe er doch zu der Befreiung seiner Mutter gar nichts beigetragen. Mit dem dramatischen „Sir?“ des Rezeptionisten im Hotel „Pulcinella“, also dem vornehmen Rauswurf, nachdem er allzu auffällig Notizen gemacht und Fotos gezeigt hatte, hatte er ja alles schon vermasselt. Meissner hatte das von seiner Mutter aber ganz anders geschildert bekommen. Danach hatte die Else-Marie Hudefarth, die die ganzen mörderischen Kontakte mit den Russen der Firma „ProntoGar“ geknüpft hatte, um an das Vermögen der vier reichen Witwen zu gelangen und Halbe-Halbe zu machen, ihn, den Kommissar Lothar Velmond in der Lounge des Hotels erkannt und das ihren Ganoven brühwarm mitgeteilt. Jetzt wussten sie, dass es sich nur noch um Sekunden handeln könnte, bis ihnen die Monegassische Gendarmerie jegliche Flucht abschneiden würde. Man fiel über einander her, es hagelte Schuldvorwürfe. Nicht nur zahlreiche Gläser, auch wertvolles, dekoratives Inventar gingen zu Bruch. In dem Durcheinander und der Hektik gelang es seiner Mutter zu fliehen und treppab zu den Toiletten zu gelangen. Dabei lief sie der Putzfrau in die Arme, die offenbar sofort die Gefahr erkannte, sekundenschnell der Emilie-Auguste einen Kittel umwarf und ein Kopftuch überstülpte, einen Eimer in die Hand gab und ab ins Herrenklo schob. Ein tiefer Sturz, aber die Rettung. Sekunden später erschienen laut kreischend die Else-Marie, gefolgt von einem der Russen. Die Tunesierin tat so, als verstünde sie kein Wort. „Dame nicht hier!“ Else-Marie habe alle Frauen-Toiletten aufgerissen, panisch herum geschrieen. Tamirfala, so hieß die Putzhilfe tatsächlich, habe ihnen den Gang nach draußen gezeigt. „Madame vielleicht Hinterausgang?“ Der in den kleinen hoteleigenen Park hinausführte. Die beiden Verfolger nichts wie raus. Vermutlich die Feuertreppe nach oben. Frau Meissner flugs in den Besenschrank für den Fall, dass alle zurückkommen. Wo sie bis Mitternacht ausharren musste, bis die Putzfrau Schichtende hatte.

Inzwischen war offenbar der Else-Marie und den Ganoven klar geworden, es habe keinen Sinn, wegen der Meissnerin Zeit zu verlieren, deren Geld hatten sie ja, also nichts wie raus aus dem Hotel, rein in ihren Fluchtwagen und auf und davon. Tamirfala hatte ihren klapprigen 2CV in der Tiefgarage stehen und schleuste – während oben die Scherben zusammen gekehrt wurden – Frau Meissner, angetan mit Putzkittel und Kopftuch, in ihr Auto. Und dann ab und davon. Aus der kleinen Wohnung von der Tamirfala habe seine Mutter mit ihm telefoniert, mit dem Handy der Putzfrau.

So oder so ähnlich muss es Frau Meissner erzählt haben. Jedenfalls sei alles letztlich durch Velmond ausgelöst worden. Er habe seiner Mutter das Leben gerettet. Und dann käme ja noch die Bergung des Geldes in Piran dazu. Davon seien die 50.000 doch nur ein kleiner Teil davon.

„Ja, aber auch daran war ich ja nur beiläufig beteiligt!“ versuchte Velmond dem Sohn der Meissnerin klar zu machen. „Das war mal wieder der Kommissar Zufall! Ich ahnte ja nicht, dass die gestohlene Yacht nicht schon längst gehoben worden war. Die Leiche der Else-Marie Hudefarth, zu deren Identifizierung ich den Dr. Hudefarth nach Koper begleiten musste, lag ja – wie wir vermuteten - schon mindestens drei Wochen im Meer oder war irgendwo irgendwann angeschwemmt worden. Vermutlich wollten die Ganoven ihre Beute nicht mit ihr teilen. Als ich schließlich – mehr oder minder auf Geheiß meines Chefs – noch ein paar Urlaubstage angehängt hatte, in Piran, auf den Tipp von dem slowenischen Kollegen Slavko hin, ich war ja noch nie dort, war die Verhaftung der beiden Ukrainer, nachdem sie offenbar das Boot mit einem Crash gegen die Kaimauer geknallt hatten, schon lange kein Thema mehr. Ich wusste nichts davon. Wollte auch nichts, gar nichts mehr davon wissen. Ich hatte mich schon in Koper geweigert, die Wasserleiche in Augenschein zu nehmen, ich hatte schon Mühe, auf irgendeine Weise das Bild der einbetonierten Hudefarth-Witwe zu verdrängen ... ich wollte Schluss machen, alles Hinwerfen. Und gerade hatte ich in diesem wunderschönen Piran Zuflucht gefunden, hatte meine Seele baumeln lassen, jeden Tag bin ich rauf zur St. Georgs-Kathedrale, habe wieder zu beten versucht, mein Leben an mir vorbei ziehen zu lassen, vorbei, vorbei, da höre ich den Lärm vom Hafen her, sehe ich, wie ein Kran aufgerichtet wird. Ein mächtiger Kran in diesem pittoresken Ort! Es war reine Neugier, die mich nach unten trieb, kein Gedanke an ProntoGar, an Monaco und Pulcinella, an Ihre Mutter. Ich war einfach mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort, und genoss es, nicht im Dienst zu sein, sondern mal nur zuzugucken. Auch mal ein lästiger Glotzer zu sein, wie wir sie normalerweise hassen und zurückdrängen mussten. Hier war der halbe Ort versammelt, Kinder wuselten herum. Jederzeit konnte es passieren, dass jemand von der Kaimauer gedrängt ins Wasser stürzte. Da erkannte ich Slavko, der einigermaßen Deutsch kann, 'Russenschiff' rief er mir zu. Zack, da war ich wieder der zuständige, und doch nicht zuständige Kommissar. Russenschiff! Jetzt erst? Es lag offenbar sehr tief unten auf Grund. Taucher hatten Ketten angebracht.“

„Ja, aber Sie haben doch diese Gangster zu Fall gebracht? So steht es doch im Protokoll.“

„Na und? Das fällt doch auf, dass sich da Leute im Anzug, sozusagen im feinen Zwirn, durch die Menge drängen, rücksichtslos, und ich daneben, also dem ersten einfach ein Bein stellen. Das war alles, was ich dazu beitragen konnte. Er flog längelang aufs Kopfsteinpflaster. Alles andere erledigten dann die slowenischen Kollegen. Ende meiner Zuständigkeit. Bergung, Beschlagnahme, Überstellung des Raubgutes – da hatte ich nichts mit am Hut. Erst in München wurde ich am Rande damit befasst. Das alles wissen Sie besser als ich. Glücksache – das alles! Und jetzt diese wahnsinnige Belohnung?“ So ungefähr liefen die Gespräche.

Es war nicht Velmonds Art, sich bunte Federn ins Haar zu stecken, die er glaubte nicht verdient zu haben. Dr. Meissner aber meinte, es zähle zuletzt nur, was hinten rauskomme. Überdies sei ohnehin alles im Vermächtnis seiner Mutter festgeschrieben, die ohne sein, Velmonds Eingreifen vermutlich nicht überlebt hätte. So wie man sich der Frau Behn entledigt hätte, wäre sie wahrscheinlich auch irgendwo über Bord gestoßen worden.

......

Gedanken, die ihm jetzt immer wieder durch den Kopf gingen. Eine Bank mit Blick auf den glitzernden See und die monoton plätschernden, sich tot laufenden Wellen, ist nicht der richtige Platz, um Abstand zu gewinnen. Die gutgemeinte Aufforderung,“Nun erholen Sie sich erst mal richtig“, konnte ihm stets nur ein skeptisches Lächeln entlocken.

Mit seiner Ruhe war es jäh vorbei, als sich plötzlich und völlig unangemeldet Kommissarin Uta Möbius, seine ehemalige hochgeschätzte Assistentin, neben ihn setzte. „Du!“ schoss es aus ihr atemlos heraus, „der Krüner soll hier gesichtet worden sein. Angeblich lässt er seine zerschossene Hand hier in Starnberg von einem Hand-Spezialisten behandeln! Waaahnsinn! Du bist in Gefahr!“

„Der flüchtige P a u l K r ü n e r ?“ Entsetzt wandte er sich seiner Uta zu. „Seid ihr sicher? Woher wisst ihr? Warum greift ihr nicht zu? Schnappt euch endlich diesen Mistkerl!“