Das Buch Aquarius - Anonym - E-Book

Das Buch Aquarius E-Book

Anonym

3,8

Beschreibung

Ein bahnbrechendes Buch, geschrieben von einem anonymen Autor, das verspricht, ein 12.000 Jahre altes Geheimnis zu lüften. Wenn das Versprechen ernst genommen werden kann, könnte das Buch Leser, die die darin enthaltene Anleitung befolgen, buchstäblich über Nacht zu Übermenschen machen. Der anonyme Autor behauptet nichts Geringeres, als die stets streng gehütete alchemistische Geheimformel entschlüsselt zu haben, die verrät, wie sich der legendäre "Stein der Weisen" erschaffen lässt. Er argumentiert in überzeugender Weise, dass die ominöse Substanz real sei und im Lauf der Geschichte immer wieder von einigen Alchemisten gefunden wurde, die durch sie ewige Jugend, oder zumindest biblisch lange Lebenszeiträume erreichten, unedle Metalle in Gold und Silber verwandeln und jede Krankheit auf der Stelle heilen konnten.

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Seitenzahl: 470

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Anonymer Autor

Das Buch Aquarius

Titel der Originalausgabe: „The Book of Aquarius“

Deutsche Übersetzung: Th. Kirschner, N. HawrankeVielen Dank auch an J. X. Daller, M. Happe und D. Wagner, die tatkräftig bei der Übersetzung mitgearbeitet haben.

Umschlaggestaltung: Gabriel Reinert

Layout: Inna Kralovyetts

www.mosquito-verlag.de

© Copyright 2011 bei Mosquito Verlag Ltd & Co KG, Immenstadt

Nachdrucke oder Kopien dieses Buchs, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

Haftungsausschluss: Die Anleitungen in diesem Buch sind experimentell und in keiner Weise abgesichert. Der Verlag kann daher keinerlei Haftung für etwaige Schäden übernehmen, die sich aus der Befolgung der im Buch angegebenen Prozeduren ergeben.

Vorwort des deutschen Verlags

Es war für uns eine Herausforderung der besonderen Art, ganz unvermutet auf dieses Buch zu stoßen und es dann unter hohem Zeitdruck ins Deutsche zu übertragen, während wir auch persönlich komplett ins Thema und in seine praktische Anwendung involviert wurden. Insbesondere die vielen historischen Zitate im Buch stellten uns immer wieder vor heikle Entscheidungen. Wir haben nach Kräften versucht, diese Zitate in bereits bestehenden Übersetzungen zu finden oder ggf. gleich in ihrer deutschen Originalsprache wiederzugeben. Wo dies nicht möglich war, haben wir behutsam versucht, einen Kompromiss zwischen altertümlicher Sprache und Lesbarkeit zu erreichen.

Der Autor dieses Buchs zieht es zwar vor, anonym zu bleiben, ist aber im Internet stets aktiv und erreichbar. Durch seine fortwährende Korrespondenz und Diskussionsbereitschaft mit den Lesern haben sich in der letzten Zeit noch einige Änderungen und Updates ergeben, die wir, soweit es sinnvoll und machbar schien, auch gleich in diese Ausgabe einfließen lassen konnten. Wir möchten jedoch nicht ausschließen, dass auch nach Drucklegung noch weitere Neuerungen entstehen. Daher sehen wir diese erste Auflage des deutschen Buchs nur als Anfang einer höchst spannenden Entwicklung und könnten uns vorstellen, dass zu diesem Thema bald noch neue, wichtige Informationen entstehen werden. Bitte beachten Sie dazu unsere Veröffentlichungen unter http: / / www.aquariusforum.de.

Der Verlag

1

Einleitung

Dieses Buch wurde geschrieben, um ein Geheimnis zu enthüllen, das seit über 12.000 Jahren verborgen gehalten wird: Der Stein der Weisen, das Elixier des Lebens, die Quelle der Jugend, Ambrosia, Soma, Amrita, Nektar der Unsterblichkeit – all dies sind Namen für ein- und dieselbe Sache.

Im Lauf der Geschichte nutzte ein sehr kleiner Kreis von Personen dieses Geheimnis, um ihre Lebensspanne um hunderte von Jahren zu verlängern – bei perfekter Gesundheit, mit Zugang zu unbeschränktem Reichtum und vielen anderen wundersamen Eigenschaften. Einige Wenige behielten das Geheimnis für sich, weil sie wussten, dass die Zeit noch nicht reif war, um es allen Menschen frei zur Verfügung zu stellen. Aber die meisten bewahrten es aus persönlicher Eifersucht, Ignoranz, Egoismus und Verderbtheit.

In der Geschichte des Steins und der Geschichte der menschlichen Rasse wimmelt es bis zum heutigen Tag von Geheimgesellschaften, verhüllten Kapuzenträgern und mystischen Symbolen. Derartige Theatralik ist kindisch und oberflächlich. Es ist zwecklos, das Licht im Schatten zu suchen.

Der Stein der Weisen funktioniert, genauso wie seine Herstellung, nach völlig natürlichen und wissenschaftlichen Prinzipien. Die Wahrheit ist immer einfach, schön und leicht zu verstehen.

Der Stein der Weisen ist real; Sie können ihn selbst herstellen. Er macht alte Menschen wieder jung, heilt alle Arten von Krankheiten und Leiden, verlängert Ihr Leben, verwandelt jedes Metall in Gold und noch vieles mehr, wie Sie im Folgenden erfahren werden. Das ist kein Mythos oder eine Metapher – es ist eine Tatsache.

Urteilen Sie bitte über dieses Buch nicht, bevor Sie es gelesen haben. Dies ist keines jener seichten Esoterik-Bücher, in dem Seiten über Seiten mit sinnlosen Sätzen gefüllt werden. Dieses Buch wird mehr Sinn machen als alles, was Sie bisher gelesen haben.

Das Zeitalter der Geheimnisse ist vorbei. Ich schreibe dieses Buch daher in verständlicher Alltagssprache. Mystische Gleichnisse sind heute völlig fehl am Platz. Dieses Buch enthält keinerlei verborgenen Bedeutungen oder Codes; alles wird klar und deutlich ausgedrückt. Ich verwende kurze und prägnante Sätze, um die alten Bedeutungen zu vermitteln.

„Die Wahrheit ist seltsamer als die Dichtung, doch das liegt daran, dass die Dichtung sich an Wahrscheinlichkeiten halten muss; die Wahrheit nicht.“

Samuel Clemens (auch bekannt als Mark Twain)

2

Vorwort

„Ich bin ein Freund Sokrates’ und Platos, doch mehr noch als dies bin ich ein Freund der Wahrheit.“

Alexander von Suchten: „Dialogus“, 16. - 17. Jh.

Geben Sie dieses Buch an jeden weiter, den Sie kennen. Wenn Sie eine Mailing-Liste führen: Schreiben Sie darüber. Wenn Sie in den Medien arbeiten: Berichten Sie darüber. Übersetzen Sie es in andere Sprachen. Tun Sie alles, was Sie können, um dieses Buch an so viele Leute wie möglich weiterzugeben.

Kennen Sie irgendwelche Geheimnisse? Jetzt ist die Zeit gekommen, sie bekannt zu machen. Vergessen Sie alle Versprechen oder Eide, die Sie je geleistet haben. Das ist alles Korruption. Wenn jemand Ihnen das Versprechen abverlangt, von einer Klippe zu springen, heißt das nicht, dass Sie es tun müssen. Es gibt keine „Regierungen“, keine „Gesellschaft“, keine „Firmen“ oder „Organisationen“; dies sind alles nur vage Konzepte. Sie sind nicht real, sie haben keine Gefühle. Menschen jedoch sind real. Ihre Loyalität sollte den Menschen und der Natur gelten.

Bitte versuchen Sie nicht herauszufinden, wer ich (der Autor) bin. Bitte helfen Sie auch keinem anderen bei der Suche. Ich veröffentliche dieses Buch ohne finanzielle Ansprüche, dafür aber unter großem persönlichem Risiko. Bitte respektieren Sie dies, und setzen Sie mich keiner Gefahr aus. Falls Sie denken, Sie wüssten, wer ich bin, dann versuchen Sie bitte nicht, mich zu kontaktieren, und erwähnen Sie mich auch niemals. Sprechen Sie bitte nicht über mich mit anderen Menschen am Telefon oder per Email.

Dieses Buch enthält viele Zitate. Sie können den vollen Text der jeweiligen Quelle finden, indem Sie nach jedem beliebigen Satz des Zitats in Google suchen. Schreiben Sie die jeweilige Textpassage in Anführungszeichen.

Alle Zitate stammen aus Quellen, die frei und kostenlos im Internet verfügbar sind. Alle alchemistischen Bücher, die ich zitiere, stammen von den folgenden Websites: sacred-texts.com, forgottenbooks.org, rexresearch.com und alchemywebsite.com. Auf den letzten dreien finden sich auch alchemistische Bilder auf ihren Seiten oder in ihren Büchern, aber leider erkannte niemand die wahre Bedeutung der Alchemie. Alle diese Websites (sowie ramsdigital.com, die nicht kostenfrei zugänglich ist) haben der Welt dennoch einen großen Dienst erwiesen, indem sie alchemistische Literatur im Internet publizierten.

Der Schlüssel für den folgenden SHA-1 Hash-Code ist ein Gedicht, das ich verfasst habe, und zwar in einer Sprache, die nicht notwendigerweise Englisch oder Deutsch sein muss. Da es nur einen einzigen möglichen Schlüssel gibt, der den unten stehenden Hash-Wert erzeugt, wenn der SHA-1 Algorithmus auf ihn angewendet wird, und da es nicht möglich ist, den Schlüssel aus dem Hash-Wert zu errechnen, kann ich dadurch in der Zukunft jederzeit beweisen, dass ich der wahre Autor bin. Ursprünglich hatte ich geplant, bei jedem Update des Buchs oder wenn ich ein neues Buch geschrieben hätte, diesen Schlüssel und einen neuen Hash zu erzeugen. Aber da ich dieses Buch jetzt schon oft überarbeitet und inzwischen auch eine Website habe, werde ich den Schlüssel nur noch verwenden, falls ich jemanden diskreditieren muss, der versucht ein angeblich in Zusammenhang stehendes Buch zu veröffentlichen oder falls Zweifel über meine Autorenschaft in Bezug auf ein anderes künftiges Werk entstehen sollten. Oder vielleicht auch, weil ich mich irgendwann entscheiden könnte, meine Identität zu enthüllen. Aber das ist extrem unwahrscheinlich.

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Eine Woche nach der englischen Erstveröffentlichung bot forgottenbooks.org ein kostenloses Hosting für dieses Buch an; auch ein Forum wurde eingerichtet. Wenn Sie also eine Frage an mich [den Autor] richten möchten, können Sie dies darüber tun. Die jeweils aktuelle Version der englischen Ausgabe dieses Buchs, wie auch das Forum, finden Sie unter:

http: / / bookofaquarius.forgottenbooks.org

3

Was ist Alchemie?

„Die Natur erfreut sich ihrer Natur, die Natur enthält Natur, verbessert Natur, mindert Natur, die Natur ist der Natur überlegen.“

Anonymous:„A Magnificent and Select Tract on Philosophical Water“, 13. - 17. Jh.

Alchemie ist die Kunst, die Natur nachzuahmen und zu beschleunigen. Sie stellt eine natürliche Kunst und Wissenschaft dar. In der Alchemie stellen wir nichts wirklich her – alles, was wir tun ist, der Natur die Bedingungen zu liefern, damit sie das tun kann, was sie tut. Der Stein der Weisen ist daher kein Produkt des Alchemisten, sondern wird von der Natur gemacht. Der Alchemist sorgt nur für die Bedingungen, damit die Natur effektiv arbeiten kann, ohne dabei gestört zu werden.

„Viele Weise, Wissenschaftler und Gelehrte aller Zeiten haben – (laut Hermes) selbst in den alten Tagen vor der Flut – viel über die Bereitung des Stein der Weisen niedergeschrieben; und da man ihre Schriften auch ohne Kenntnis der lebendigen Prozesse der Natur begreifen kann, könnte man zu dem Schluss gelangen, sie seien mit Bedacht so geschrieben, um das Studium der echten Welt um uns herum zu ersetzen. Da sie aber nie vom einfachen Wege der Natur abwichen, können sie uns dennoch etwas lehren, das wir, in diesen gebildeteren Zeiten, noch immer zu lernen haben, da wir uns jenen Dingen zuwenden, die als fortschrittlichere Zweige unseres Wissens gelten, und das Studium solch ‚einfacher‘ Dinge wie der natürlichen Entstehung verschmähen. Daher schenken wir den unmöglichen Dingen mehr Beachtung als jenen Objekten, welche sich direkt vor unseren Augen zur Schau stellen; wir zeichnen mehr durch raffiniertes Spekulieren aus, denn durch rechtes Studium der Natur und der Bedeutung der Weisheitslehren. Es ist eines der verwunderlichsten Merkmale der menschlichen Natur, dass wir jene Dinge außer Acht lassen, welche uns wohlbekannt scheinen, aber begierig nach neuen und unbekannten Nachrichten verlangen. Der Handwerksmann, der in seiner Kunst die höchste Fertigkeit erzielt hat, lässt jene Dinge außer Acht, und widmet sich anderen Tätigkeiten, oder aber er missbraucht sein Wissen. Unser sehnsüchtiges Verlangen nach mehr Wissen treibt uns stetig voran zu einem letzten Ziel, von dem wir uns absolute Ruhe und Erfüllung erhoffen.

[…] Die Natur ist demgemäß Eines, wahr, einfach, selbstgenügsam, von Gott erschaffen und von einem gewissen universellen Geist erfüllt. Ihr Ziel und Ursprung liegt in Gott. Sie ist vollständig in Gott enthalten, da Gott alle Dinge erschuf. Die Natur ist der eine Urgrund aller Dinge: Weder ist irgendetwas in der Welt außerhalb der Natur, noch wider die Natur.

[…] Soll die Kunst verlässliche und dauerhafte Wirkung hervorrufen, muss sie dem Pfad der Natur folgen und sich von ihren Methoden leiten lassen. Sie muss sich der Führung der Natur anvertrauen, solange die Natur voranschreitet, und sich über sie erheben, während sie sich weiter an ihre Gesetze hält.

[…] In unserer Kunst nun gilt es, diese natürlichen Vorgänge möglichst exakt nachzuahmen. Es braucht die zentrale Wärme, den Wandel des Wassers zu Luft, den Aufstieg der Luft, deren Diffusion durch die Poren der Erde, deren Wiedererscheinen als kondensiertes, aber flüchtiges Wasser.“

Michael Sendivogius: „Novum Lumen Chymicum“, 17. Jh.

„Die Natur, sagt Florus, ist eins, und wenn ein Mann von ihrer Führung abweicht, verdirbt er sein Werk.

[…] Die Wandlung der unreinen Metalle zu Gold und Silber durch die Projektion des Steines folgt (vermittels eines beschleunigten Prozesses) den Methoden der Natur, deshalb ist sie natürlich. […] Durch die Herstellung von Gold erhebt die Kunst der Alchemie nicht den Anspruch, die gesamte Arbeit der Natur nachzuahmen. Sie erschafft keine Metalle, ja sie entwickelt diese nicht einmal aus der metallischen ersten Substanz; sie greift nur das unfertige Werk der Natur auf (d. h. die unvollendeten Metalle) und vollendet es (transmutiert Metalle zu Gold).“

Petrus Bonus: „The New Pearl of Great Price“, 1338

Ein Alchemist stellt den Stein also lediglich in derselben Weise her, wie man einen Baum herstellt, indem man den Samen dafür einpflanzt und ihn dann für ein paar Jahre in Ruhe lässt. Sobald der Samen gesät ist, und wenn die Bedingungen stimmen, dann wächst er von allein – in Übereinstimmung mit der Natur.

„So wie der Mensch, das Getreide und die Kräuter – jedes einzelne von diesen – aus ihren spezifischen Samen erzeugt und geboren werden, so, oder auf gleiche Art und Weise, wird die wahre Arznei der Altvorderen (von der es keine bessere gibt) aus den vollendetsten Körpern und Essenzen erzeugt und bereitet.

[…] Alles Erzeugte und Hervorgebrachte wurde erzeugt und geschaffen aus seinem eigenen spezifischen Samen (1) und in seinem zugehörigen (2) Nährboden.“

Henry Nollius: „The Chemists Key“, 1617

„Es gibt keine wahre Entstehung als von Dingen, deren Natur sich gleicht. Die Dinge können nur entsprechend ihrer Natur gemacht werden. Holunder- oder Eichenbäume werden keine Birnen hervorbringen; noch wirst du Trauben aus Dornensträuchern ernten, noch Feigen aus Disteln, die Dinge bringen nur ihresgleichen oder jenes hervor, das ihrer Naturentspricht, jedweder Baum seine eigene Frucht.

[…] So schafft also der weise Mann mithilfe der Kunst in kurzer Zeit, was die Natur nur im Verlauf von tausend Jahren vollbringen kann. Dennoch sind es nicht wir, die das Metall machen, sondern die Natur selbst tut es. Auch vermögen wir nicht ein Ding in ein anderes zu verwandeln; es ist die Natur, die diese Wandlung vollbringt. Wir sind nicht mehr als bloße Diener bei diesem Werk.“

Roger Bacon: „The Root of the World“, 13. Jh.

Falls Sie sich an dieser Stelle fragen, wie dies zum Stein der Weisen führt, werde ich es ein wenig klarer erläutern. Der Stein der Weisen ist ein Produkt der Natur. Tatsächlich stellt er sogar das Ziel der Natur dar. Wenn Sie also eine Substanz finden können, die sehr rein und mit Lebensenergie getränkt ist, und sie dann unter geschützte Bedingungen stellen, die für ihre natürliche Entwicklung vorteilhaft sind, dann erlauben Sie der Natur, ihren Lauf zu nehmen, und zwar in beschleunigter Weise. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, wird die Natur für Sie den Stein der Weisen hergestellt haben. Es ist sehr einfach und ganz und gar natürlich, und darin liegt der größte Teil des ganzen Geheimnisses.

Ich werde es nochmal auf eine andere Art erklären: „Der Stein der Weisen“ ist der Name für das, was man erhält, wenn die Natur das abgeschlossen hat, was sie den ganzen Tag lang tut. Die Erde und das gesamte Universum gehen durch diesen Prozess. Wenn Sie jedoch eine Substanz finden, die bereits durch die Natur entsprechend gereift wurde, sie säubern und dann in ein geschlossenes System oder in einen Mikrokosmos setzen, dann wird die Natur diese Substanz fertig entwickeln, lange bevor sie alles andere fertigstellt. So erhalten Sie die Resultate der Natur früher und können all ihre wundervollen Eigenschaften genießen, während der Rest der Welt noch immer in der Sch… sitzt.

„Die chemische Entwicklung unserer Substanz geschieht in ihrem Innern und wird durch das Werk der Natur herbeigeführt. […] Unser weiser Lehrer Plato bekundet: ‚Jeder Ackermann, der gute Saat ausbringt, wählt erst ein fruchtbares Feld, pflügt und düngt es trefflich, und jätet alles Unkraut; er achtet weiterhin darauf, dass sein eigenes Korn von aller fremden Beimengung frei ist. Hat er das Korn der Erde überantwortet, benötigt er Nässe, oder Regen, um das Korn zu zersetzen und es zu neuem Leben heranzuziehen. Er benötigt auch Feuer, sprich die Wärme der Sonne, um es zur Reifung zu bringen.‘ Die Erfordernisse unserer Kunst sind verwandter Natur. Zunächst musst du die Saat vorbereiten, das heißt, die Materie von aller Unreinheit befreien, vermittels einer Methode, die du ausführlich in den Sprüchen der Weisen dargelegt finden wirst, die ich diesem Traktat folgen lasse. Dann benötigst du guten Boden, in den du dein Merkur und die Sonne ausbringst; diese Erde muss zuvorderst von allen fremden Elementen befreit werden, so sie gute Ernte tragen soll.“

Anonymous: „The Glory of the World, Or, Table of Paradise“, 1526

„So kann über diese Zusammensetzung, die die Tugenden aller Dinge in sich trägt, wahrhaftig gesagt werden, dass in einem Tropfen die gesamte Welt enthalten ist.“

Benedictus Figulus:„Homo Creatura Dei Optima et Perfectissima“, 1607

„Ferner ist die Wissenschaft des Steines derart erhaben und wunderbar, dass darin nahezu die gesamte Natur und das ganze Universum der Wesen zu schauen ist, wie in einem klaren Spiegel. Denn er gleicht einer kleineren Welt […] Gott arbeitete sein verdichtetes Wesen mithilfe bestimmter Harmonien und musikalischer Verhältnisse in die Welt ein, welche miteinander verbunden sind, sodass jene der höheren Welt sich auch in der niederen befinden, doch auf irdische Art und Weise. Die Ebenbilder der niederen Welt finden sich auch in der höheren, nur auf himmlische Art, und gemäß der Ursache. […] Einige Philosophen verglichen die Arbeit am Stein mit der Schöpfung der Welt, wie auch mit der Erschaffung des Menschen und mit seiner Natürlichkeit.“

Marsilius Ficinus: „Book of the Chemical Art“, 15. Jh.

„Der inspirierte Apostel, der Heilige Petrus, sagt uns, dass die Erde und ihre Werke darin verzehrt werden solle, und eine neue Welt geboren werde, herrlich und gut, wie es in der Offenbarung geschrieben steht.“

Anonymous: „An Anonymous Treatise Concerningthe Philosophers’ Stone“, 12. - 17. Jh.

„Die Schreiber vergangener Zeiten hießen unseren Stein einen Mikrokosmos; und es bestehen keine Zweifel, dass dessen Zusammensetzung stark jener Welt ähnelt, in der wir leben.“


Thomas Norton: „The Chemical Treatise, Or, The Ordinal of Alchemy“, 1477

„Damit wir verstehen mögen, wie wir aus diesem unserem Chaos unsere philosophische kleine Welt sollen bilden, müssen wir erst das große Geheimnis und Fortgang in der Schöpfung der großen Welt recht begreifen, weil wir ebenfalls in unserer Arbeit diejenige Ordnung halten müssen, welcher der allerhöchste Schöpfer in Erschaffung der großen Welt sich gebrauchet.“

Baron Ubigero: „Aphorismi Ubigeriani“, XLV., 1705

„Jenes Wasser kann nicht bereitet werden, indem du befremdliche Methoden dieser Welt gebrauchst, sondern es kann nur unter Verwendung natürlicher Mittel bereitet werden; zusammen mit der Natur und aus der Natur. Diese Worte sind klar und deutlich für jene, die verstehen.“

Anonymous: „A Magnificent and Select Tract on Philosophical Water“, 13. - 17. Jh.

Alchemie ist daher die Kunst des Mikrokosmos und die Beschleunigung der Natur durch diesen Mikrokosmos.

Es existiert nur eine einzige Methode für das gesamte Werk. Wir tun nur eins, nämlich der Natur zu erlauben, ihren Lauf zu nehmen. Zugegebenermaßen säubern wir die Substanz jedoch zuerst und entfernen, was nicht benötigt wird.

„Denn die Kenntnis dieser Kunst bestehet nicht in der Vielheit, also der großen Anzahl der Dinge, sondern in der Einheit; unser Stein ist nur Eines, die Materie ist Eines, und das Gefäß ist Eines. Die Regierung ist Eines, und die Disposition ist Eines. Die gesamte Kunst und das Werk ist daher Eines, und sie beginnt auf eine Weise, und wird auf eine Weise vollendet.“

Roger Bacon: „The Root of the World“, 13. Jh.

„Es wird bereitet aus einer Substanz, mit der die Kunst der Chemie vertraut ist; zu dieser wird nichts hinzugefügt, von ihr wird nichts genommen, nur ihr Zuviel wird entfernt.“

Irenäus Philalethes: „A Brief Guide to the Celestial Ruby“, 1694

4

Wie es funktioniert

Der Stein der Weisen ist Energie, die hochgradig konzentriert und gereinigt wurde. Es ist dieselbe Energie, die Sie aufnehmen, wenn Sie atmen, essen oder trinken. Es ist die Energie, die alle Formen von Leben speist, und daher werde ich sie „Lebensenergie“ nennen (schließlich muss ich sie irgendwie benennen, und der Begriff „Lebensenergie“ ist selbsterklärend.)

Ich denke, die meisten von uns haben bereits ein Gefühl dafür, dass eine Art von Lebensenergie existiert, die wir aus unserer Nahrung, aus unseren Getränken und aus der Luft erhalten. Wir alle wissen, dass es besser ist, Früchte zu essen als Vitamintabletten zu schlucken; wir wissen, dass in ihrem Saft oder in der Frucht „etwas“ drin ist. Wir wissen auch, dass rohes Gemüse besser ist als gekochtes. Wir wissen, dass das Kochen die „Güte“ darin zerstört. Wir essen andere Lebensformen, und wir wissen, dass unsere Nahrung umso besser für uns ist, je lebendiger oder frischer sie ist. Es ließe sich auch viel über tiefes und rhythmisches Atmen sagen, und dass es nicht nur um den Sauerstoff geht, ansonsten würden wir denselben Effekt erhalten, indem wir einfach mehr Sauerstoff einatmen, aber das ist nicht notwendigerweise der Fall.

„Selbst wenn die korrekte Methode des Atmens und der Lenkung desCh’i(ätherische Essenz) im Körper, sowie der Verzehr pflanzlicher Arznei das Menschenleben zu verlängern vermag, so kann dadurch doch nicht der Tod des Menschen verhindert werden. Doch überträgt der Verzehr der Shën Tan (Göttliche Arznei) jene Unsterblichkeit auf den Esser und befähigt ihn, so lange wie Himmel und Erde fortzudauern und auf Wolken wie Drachen die T’ai Ch’ing (Große Klarheit) hinauf und hinab zu reiten.“

Ko Hung:„On The Gold Medicine and On The Yellow and The White“, 4. Jh.

Diese Lebensenergie ist physikalisch – in dem Sinne, dass sie eingefangen und benutzt werden kann. Man könnte sagen, dass diese Lebensenergie das kleinste Partikel ist, aus dem sich alle anderen Partikel zusammensetzen. Oder man könnte sagen, dass alles aus Energie besteht, und dass es diese Energie in roher und unbestimmterForm ist (die also noch ungeformt ist und noch kein Element bildet) – und das käme der Wahrheit wahrscheinlich noch ein Stück näher.

„Alle Dinge im Universum gehen aus dem einen Ch’i (ätherische Essenz) hervor, welches sowohl den Willen des klaren Himmels als auch den Willen der wolkenbedeckten Erde verkörpert.

[…] Wenn Bambusware zerbricht, benötigt man Bambus für die Reparatur. Wenn sich die Energie des Menschen erschöpft, muss sie wieder zugeführt werden, damit er wieder erstarkt. Sinne darüber nach. (Die Arznei) kann unmittelbar vor deinen Augen gefunden werden. Das Problem ist, dass die gewöhnlichen Menschen sie nicht bemerken.“

„Shih Hsing-lin, Disciple of Chang Po-tuan, and Hsieh Tao-kuang, Disciple of Shih Hsling-lin“, 11. - 13. Jh.

„Der Mensch ist aus Erde geschaffen und lebt durch Luft; denn die Luft enthält die verborgene Nahrung des Lebens, und diese den unsichtbaren Geist, der im geronnenen Zustand die gesamte Welt übertrifft.“

Michael Sendivogius: „Novum Lumen Chymicum“, 17. Jh.

„Der Stein, nach dem die Philosophen streben, ist ein unsichtbarer und ungreifbarer Geist. […] Der Stein ist auch in allem, das heißt, die Natur ist in allem. Und weil die Natur alle Namen in sich birgt, und die Natur die ganze Welt ist, hat der Stein viele Namen und ist in allem, wie es heißt; auch wenn mancher näher kommt als der andere.“

Marsilius Ficinus: „Book of the Chemical Art“, 15. Jh.

„Alles, was die Tugend der Stabilität und Dauer verleiht, hat diese Tugend zwingendermaßen inne.“

Benedictus Figulus: „Pandora Magnalium Naturalium Aurea et Benedicta“, 1607

„Darum gibt die Erde für sich die Kraft nicht, sondern der lebendige Geist, so in ihr wohnet, und so die Erde ihres Geistes mangeln sollte, wäre sie denn tot und könnte keine Nahrung mehr von sich geben […] Daraus sollst du wissen, mein Lehrer der Kunst, dass das Leben allein ein lauter Geist ist.“

Basilius Valentinus: „Die Zwölf Schlüssel“, 5. Schlüssel, 1677

5

Die Kraft des Steins

Hier werde ich einige der vielen Verwendungsmöglichkeiten für den Stein der Weisen erklären. Die Möglichkeiten für seinen Gebrauch sind endlos und für den Normalbürger unvorstellbar. In diesem Kapitel werde ich zunächst die traditionellen Verwendungen aufzählen.

Es gibt zwei Formen des Steins der Weisen: den Weißen Stein und den Roten Stein. Der Weiße Stein transmutiert jegliches Metall zu Silber. Der Rote Stein ist mächtiger und bekannter: Er transmutiert jegliches Metall zu Gold.

Weiterhin sollten Sie wissen, dass die Herstellung von Gold und Silber noch zu den am wenigsten geschätzten Effekten des Steins zählten. Die Wirkungen auf Körper und Geist wurden immer als weitaus wertvoller als Gold oder Geld eingeschätzt. Der Stein stellt Gold und Silber nicht deshalb her, weil sie aus sich heraus einen besonderen Wert hätten. Vielmehr ist es andersherum: Weil man sie mit dem Stein produzieren konnte, benutzte man im Lauf der Geschichte immer Gold und Silber als Zahlungsmittel.

„Lass jenen, welcher sich dieses Wissen um des Reichtums und Vergnügens willen verschaffen will, nur nicht glauben, dass er es je erlangen wird. […] Daher sind jene, die diese Kunst als Mittel benutzen, um zu weltlichem Ansehen, Vergnügen oder Reichtum zu gelangen, die törichtesten unter den Menschen; und sie werden niemals das erlangen, was sie suchen, so viel Geld, Zeit oder Mühe sie auch darauf verwenden, und so sehr ihre Herzen, ihr Verstand und all ihre Gedanken auch davon erfüllt sind. Aus diesem Grund haben die Weisen stets ihre tiefe Verachtung gegenüber weltlichem Reichtum bekundet (nicht etwa, weil es an sich eine üble Sache wäre, da es in der Heiligen Schrift als ein vortreffliches Geschenk des Herrn angesehen war, sondern wegen ihres abscheulichen Missbrauchs). Sie verachteten es, weil es die Menschen hinderte, dem Guten und Wahren zu folgen, und weil es eine boshafte Verwirrung in ihre Wahrnehmung von wahr und falsch brachte.“

Johann Ambrosius Siebmacher: „Wasserstein der Weysen“, 17. Jh.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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