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Anonym

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Beschreibung

"Das Buch Judith" ist eine frühjüdische Schrift, die erstmals in der griechischen Septuaginta auftaucht und wahrscheinlich im hellenistischen 1. Jahrhundert v. Chr. verfasst wurde. Die schöne und gottesfürchtige Witwe Judit geht unbewaffnet in das Heerlager des assyrischen Generals Holofernes und enthauptet ihn mit seinem eigenen Schwert. Sie übernimmt indirekt die Rolle des Mose und rettet das Volk Israel. Das Buch ist im katholischen und ostorthodoxen Kanon enthalten, nicht aber im jüdischen; die protestantische Tradition stellt es in die Apokryphen, wobei Täufer, Lutheraner, Anglikaner und Methodisten es als nützlich für die Erbauung und die Liturgie anerkennen, auch wenn es keinen kanonischen Status hat.

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Veröffentlichungsjahr: 2024

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Anonym

Das Buch Judith

 
Translator: Martin Luther
e-artnow, 2024 Kontakt:

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1. Arphaxad baut Ekbatana und wird von Nebukadnezar überwunden, der sich des Sieges überhebt.
Kapitel 2. Nebukadnezar sendet Holofernes wider die ausländischen Völker.
Kapitel 3. Holofernes geht mit den sich unterwerfenden Völkern grausam um.
Kapitel 4. Leibliche und geistige derer zu Bethulia.
Kapitel 5. Holofernes erkundigt von Achior, wie es um die Israeliten beschaffen sei, welcher darüber in große Gefahr gerät.
Kapitel 6. Achior wird gen Bethulia gebracht, und von den Juden wohl aufgenommen.
Kapitel 7. Bethulia wird hart belagert, des Wassers beraubt, und in große Not versetzt.
Kapitel 8. Judith redet mit den Ältesten, und nimmt sich ein großes Werk vor.
Kapitel 9. Der frommen Judith Gebet um Sieg wider Holofernes.
Kapitel 10. Judith geht aus der Stadt in das Lager, und wird in des Holofernes Zelt geführt.
Kapitel 11. Gespräch Judiths mit Holofernes.
Kapitel 12. Judith geht drei Tage frei aus und ein, und wird am vierten von Holofernes zu seinem Mahle eingeladen.
Kapitel 13. Enthauptung den Holofernes, Judiths und ihres Volkes Danksagung, und Achiors Verwunderung.
Kapitel 14. Der Judith Rat, Achiors Bekehrung, und der Assyrer Schrecken.
Kapitel 15. Der Assyrer fliehen, und die von Bethulia jagen teils nach, teils plündern sie das Lager; Judith wird geehrt und beschenkt.
Kapitel 16. Der Judith Triumphlied und übriger Lebenslauf.

Kapitel 1. Arphaxad baut Ekbatana und wird von Nebukadnezar überwunden, der sich des Sieges überhebt.

Inhaltsverzeichnis

1 Arphaxad, der Meder König, hatte viel Land und Leute unter sich gebracht und baute eine große, gewaltige Stadt; die nannte er Ekbatana. 2 Ihre Mauern machte er aus eitel Werkstücken, siebzig Ellen hoch und dreißig Ellen dick. 3 Ihre Türme aber machte er hundert Ellen hoch 4 und zwanzig Ellen dick ins Gevierte. 5 Und der Stadt Tore machte er so hoch wie Türme; und trotzte auf seine Macht und große Heereskraft. 6 Nebukadnezar aber, der König von Assyrien, regierte in der großen Stadt Ninive und stritt im zwölften Jahr seines Königreichs wider den Arphaxad. Und die Völker, die am Wasser Euphrat, Tigris und Hydaspes wohnten, halfen ihm; und er schlug ihn im großen Feld, Ragau genannt, welches vorzeiten gehört hatte dem Arioch, dem König zu Ellasar. 7Da ward das Reich Nebukadnezars mächtig und sein Herz stolz; und er sandte Botschaften zu allen, die da wohnten in Zilizien, Damaskus, auf dem Libanon, 8dem Karmel und in Kedar, auch zu denen in Galiläa und auf dem großen Felde Esdrelom 9und zu allen, die da waren in Samaria und jenseit des Jordans bis gen Jerusalem, auch ins ganze Land Gosen bis an die Grenzen des Mohrenlandes. 10Zu denen allen sandte Nebukadnezar, der König von Assyrien, Botschaften. Aber sie schlugen’s ihm alle ab und ließen die Boten mit Schanden wieder heimziehen. 11Da ward der König Nebukadnezar sehr zornig wider alle diese Lande und schwur bei seinem Königsstuhl und Reich, daß er sich an allen diesen Landen rächen wollte.

Kapitel 2. Nebukadnezar sendet Holofernes wider die ausländischen Völker.

Inhaltsverzeichnis

1 Im dreizehnten Jahr Nebukadnezars, des Königs, am zweiundzwanzigsten Tage des ersten Monats, ward geratschlagt im Hause Nebukadnezars, des Königs von Assyrien, daß er sich wollte rächen. 2 Und er forderte alle seine Räte, Fürsten und Hauptleute 3 und ratschlagte heimlich mit ihnen und hielt ihnen vor, wie er gedächte alle diese Lande unter sein Reich zu bringen. 4 Da solches ihnen allen wohl gefiel, forderte der König Nebukadnezar Holofernes, seinen Feldhauptmann, und sprach: 5 Zieh aus wider alle Reiche, die gegen Abend liegen, und sonderlich wider die, so mein Gebot verachtet haben. 6 Du sollst kein Reich verschonen, und alle festen Städte sollst du mir untertänig machen. 7 Da forderte Holofernes die Hauptleute und die Obersten des assyrischen Kriegsvolks und rüstete das Volk zum Kriege, wie ihm der König geboten hatte: 120.000 zu Fuß und 12.000 Schützen zu Roß. 8 Und er ließ all sein Kriegsvolk vor ihm hinziehen mit unzähligen Kamelen, großem Vorrat, dazu mit Ochsen und Schafen ohne Zahl für sein Volk, 9 und ließ aus ganz Syrien Korn zuführen zu seinem Zug. 10 Gold und Geld aber nahm er aus der Maßen viel mit sich aus des Königs Kammer. 11 Und also zog er fort mit dem ganzen Heer, mit Wagen, Reitern und Schützen, welche den Erdboden bedeckten wie Heuschrecken. 12 Da er nun über die Grenze des assyrischen Landes gezogen war, kam er zu dem großen Gebirge Ange an der linken Seite Ziliziens und eroberte alle ihre Flecken und festen Städte; 13 und zerstörte Melothi, eine berühmte Stadt, und beraubte alle Leute in Tharsis und die Kinder Ismael, die da wohnten gegen die Wüste und gegen Mittag des Landes Chellon. 14 Er zog auch über den Euphrat und kam gen Mesopotamien und zerstörte alle hohen Städte, die er fand, vom Bach Mambre an bis ans Meer, 15 und nahm da die Gebiete ein von Zilizien an bis an die Grenzen Japheths, die gegen Mittag liegen; 16 und führte auch weg die Kinder Midians und raubte all ihr Gut, und schlug alle, die ihm widerstrebten, mit der Schärfe des Schwerts. 17 Darnach zog er hinab ins Land Damaskus in der Ernte und verbrannte all ihr Getreide und ließ niederhauen alle Bäume und Weinberge. 18 Und das ganze Land fürchtete sich vor ihm.

Kapitel 3. Holofernes geht mit den sich unterwerfenden Völkern grausam um.

Inhaltsverzeichnis

1 Da schickten die Könige und Fürsten von Syrien, Mesopotamien, Syrien-Sobal, Libyen und Zilizien ihre Botschafter aus allen Städten und Landen. Die kamen zu Holofernes und sprachen: 2 Wende deinen Zorn von uns! 3 denn es ist besser, daß wir Nebukadnezar, dem großen König, dienen und dir gehorsam seien und lebendig bleiben, denn daß wir umkommen und gewönnen gleichwohl nichts. 4 Alle unsre Städte, Güter, Berge, Hügel, Äcker, Ochsen, Schafe, Ziegen, Rosse und Kamele und was wir nur haben, dazu auch unser Gesinde, ist alles dein; schaffe damit, was du willst. 5 Ja auch wir samt unsern Kindern sind deine Knechte. Komm zu uns und sei unser gnädiger Herr und brauche unsers Dienstes, wie dir’s gefällt. 6 Da zog Holofernes vom Gebirge herab mit dem ganzen Kriegsvolk und nahm die festen Städte und das ganze Land ein 7 und las da Knechte aus, das beste Volk, das er unter ihnen fand. 8 Davon erschraken alle Lande so sehr, daß die Regenten und Vornehmsten aus allen Städten samt dem Volk ihm entgegenkamen und nahmen ihn auf mit Kränzen, Kerzen, Reigen, Pauken und Pfeifen. 9 Und sie konnten dennoch mit solcher Ehre keine Gnade erlangen; 10 denn er zerbrach ihre Städte und hieb ihre Haine um. 11 Denn Nebukadnezar, der König, hatte ihm geboten, daß er alle Götter in den Landen vertilgen sollte, auf daß alle Völker, die Holofernes bezwingen würde, ihn allein als Gott priesen. 12 Da er nun Syrien-Sobal, Apamea und Mesopotamien durchzogen hatte, kam er zu den Edomitern ins Land Gabaa und nahm ihre Städte ein und lag allda dreißig Tage lang. Indes forderte er sein Kriegsvolk alles zusammen.

Kapitel 4. Leibliche und geistige derer zu Betulia.

Inhaltsverzeichnis

1 Da die Kinder Israel, die im Lande Juda wohnten, solches hörten, fürchteten sie sich sehr vor ihm, 2 und Zittern und Schrecken kam sie an; denn sie besorgten, er möchte der Stadt Jerusalem und dem Tempel des Herrn auch so tun, wie er den andern Städten und ihren Götzenhäusern getan hatte. 3 Darum sandten sie ins ganze Land Samaria umher bis an Jericho und besetzten die Höhen der Berge 4 und machten Mauern um ihre Flecken und schafften Vorrat zum Kriege. 5 Und der Priester Jojakim schrieb an alle, so gegen Esdrelom wohnten, das ist gegen das große Feld bei Dothaim, und an alle, da die Feinde mochten durchkommen, daß sie die engen Wege im Gebirge gegen Jerusalem sollten verwahren. 6 Und die Kinder Israel taten, wie ihnen Jojakim, des Herrn Priester, befohlen hatte. 7 Und alles Volk schrie mit Ernst zum Herrn, und sie und ihre Weiber demütigten sich mit Fasten und Beten. 8 Die Priester aber zogen Säcke an, und die Kinder lagen vor dem Tempel des Herrn, und des Herrn Altar bedeckte man mit einem Sack. 9 Und sie schrieen zum Herrn, dem Gott Israels, einmütig, daß ihre Kinder und Weiber nicht weggeführt, ihre Städte nicht zerstört, ihr Heiligtum nicht verunreinigt und sie nicht den Heiden zur Schmach würden. 10 Und Jojakim, der Hohepriester des Herrn, ging umher, vermahnte das ganze Volk Israel 11 und sprach: Ihr sollt ja wissen, daß der Herr euer Gebet erhören wird, so ihr nicht ablasset mit Fasten und Beten vor dem Herrn. 12 Gedenket an Mose, den Diener des Herrn, der nicht mit dem Schwert, sondern mit heiligem Gebet den Amalek schlug, der sich auf seine Kraft und Macht, auf sein Heer, Schild, Wagen und Reiter verließ. 13So soll es auch gehen allen Feinden Israels, so ihr euch also bessert, wie ihr angefangen habt. 14Nach solcher Vermahnung baten sie den Herrn und blieben vor dem Herrn, also daß auch die Priester in Säcken gingen und Asche auf dem Haupt hatten und also Brandopfer dem Herrn brachten; und baten alle den Herrn von ganzem Herzen, daß er sein Volk Israel heimsuchen wollte.

Kapitel 5. Holofernes erkundigt von Achior, wie es um die Israeliten beschaffen sei, welcher darüber in große Gefahr gerät.

Inhaltsverzeichnis

1 Und es ward dem Holofernes, dem Feldhauptmann von Assyrien, angesagt, daß die Kinder Israel sich rüsteten und sich wehren wollten und wie sie die engen Wege im Gebirge eingenommen hätten. Da ergrimmte Holofernes und forderte alle Obersten und Hauptleute der Moabiter und Ammoniter und sprach zu ihnen: 2 Saget an: Was ist dies für ein Volk, das im Gebirge wohnt? Was haben sie für große Städte? Was vermögen sie? Und was für Kriegsvolk und Könige haben sie, daß sie allein vor allen andern im Morgenland uns verachten und sind uns nicht entgegengegangen, daß sie uns aufnähmen mit Frieden? 3Da antwortete Achior, der Oberste aller Kinder Ammon, und sprach: 4Mein Herr, willst du es gern hören, so will ich dir die Wahrheit sagen, was dies für ein Volk sei, das im Gebirge wohnt, und dir nicht lügen. 5Dies Volk ist aus Chaldäa hergekommen 6und hat erstlich in Mesopotamien gewohnt, denn sie wollten nicht folgen den Göttern ihrer Väter in Chaldäa. 7Darum verließen sie die Sitten ihrer Väter, welche viele Götter hatten, auf daß sie dem einigen Gott des Himmels dienen möchten, welcher ihnen auch gebot zu ziehen von dannen und zu wohnen in Kanaan. 8Da nun in allen den Landen teure Zeit war, reisten sie hinab nach Ägyptenland. Da sind ihrer in vierhundert Jahren so viel geworden, daß man sie nicht zählen konnte. 9Da aber der König in Ägypten sie beschwerte mit Erdeführen und Ziegelmachen, seine Städte zu bauen, riefen sie zu ihrem Herrn; der schlug ganz Ägypten mit mancherlei Plage. 10Da nun die Ägypter sie von sich ausgestoßen hatten und die Plage von ihnen abließ, und wollten sie wieder fangen und zum Dienst ins Land führen, tat ihnen auf der Flucht der Gott des Himmels das Meer auf, also daß das Wasser auf beiden Seiten fest stand wie eine Mauer; und sie gingen trockenen Fußes auf des Meeres Grund und kamen davon. 11Da aber die Ägypter ihnen mit ihrem ganzen Heer nacheilten, wurden sie alle ersäuft im Meer, also daß auch nicht einer übrigblieb, der es hätte können ansagen. 12Und da dies Volk aus dem Roten Meer kam, lagerte es sich in der Wüste des Berges Sinai, da zuvor kein Mensch wohnen noch sich aufhalten konnte. 13Da ward das bittere Wasser süß, daß sie es trinken konnten, und sie kriegten Brot vom Himmel vierzig Jahre lang; 14und wo sie zogen ohne Bogen, Pfeil, Schild und Schwert, da stritt Gott für sie und siegte. 15Und niemand konnte diesem Volk Schaden tun, als allein, wenn es abwich von den Geboten des Herrn, seines Gottes. 16Denn so oft sie außer ihrem Gott einen andern anbeteten, wurden sie erschlagen und weggeführt mit allen Schanden. 17So oft aber sie es reute, daß sie abgewichen waren von den Geboten ihres Gottes, gab ihnen der Gott des Himmels wiederum Sieg wider ihre Feinde. 18Darum vertilgten sie die Könige der Kanaaniter, der Jebusiter, der Pheresiter, der Hethiter, der Heviter, der Amoriter und alle Gewaltigen zu Hesbon und nahmen ihr Land und ihre Städte ein; 19und es ging ihnen wohl, solange sie sich nicht versündigten an ihrem Gott; denn ihr Gott haßt das Unrecht. 20Sie sind auch vor diesen Zeiten oft vertrieben worden von vielen Völkern und weggeführt in fremde Lande, darum daß sie abgewichen waren von dem Gebot, das ihnen Gott gegeben hatte, daß sie darin wandeln sollten. 21Aber sie sind neulich wiedergekommen aus der Fremde, darin sie waren, nachdem sie sich wieder bekehrt haben zum Herrn, ihrem Gott; und haben sich wieder festgesetzt in diesem Gebirge und wohnen wiederum zu Jerusalem, da ihr Heiligtum ist. 22Darum, mein Herr, laß forschen, ob sich dies Volk versündigt hat an ihrem Gott, so wollen wir hinaufziehen, und ihr Gott wird sie dir gewiß in die Hände geben, daß du sie bezwingst. 23Haben sie sich aber nicht versündigt an ihrem Gott, so schaffen wir nichts wider sie; denn ihr Gott wird sie beschirmen, und wir werden zu Spott werden dem ganzen Lande. 24Da Achior solches geredet hatte, wurden alle Hauptleute des Holofernes zornig und gedachten ihn zu töten und sprachen untereinander: 25Wer ist dieser, der solches sagen darf, daß die Kinder Israel sich sollten erwehren wider den König Nebukadnezar und sein Kriegsvolk? Sind es doch eitel wehrlose Leute und keine Krieger. 26Daß aber Achior sehe, daß er gelogen habe, so laßt uns hinaufziehen; und wenn wir ihre besten Leute fangen, so wollen wir Achior mit ihnen erstechen lassen, auf daß alle Völker innewerden, daß Nebukadnezar Gott auf Erden sei und kein anderer.

Kapitel 6. Achior wird gen Bethulia gebracht, und von den Juden wohl aufgenommen.

Inhaltsverzeichnis

1 Darnach ergrimmte auch Holofernes über den Achior und sprach: 2 Wie darfst du uns weissagen, daß das Volk Israel solle von seinem Gott Schutz haben?

Wenn wir sie aber nun schlagen wie einen einzigen Menschen, so wirst du sehen, daß kein anderer Gott ist denn allein Nebukadnezar; und dann sollst du auch durch der Assyrer Schwert mit ihnen erstochen werden, und ganz Israel soll mit dir umkommen. So wirst du dann innewerden, daß Nebukadnezar ein Herr sei aller Welt, 3wenn du mit meinem Schwert erstochen wirst und liegst unter den Erschlagenen Israels und mußt sterben und verderben. 4Meinst du aber, daß deine Weissagung gewiß ist, so brauchst du nicht zu erschrecken noch zu erblassen. 5Wie es ihnen gehen wird, so soll es dir auch gehen; denn ich will dich jetzt zu ihnen schicken, daß ich dich mit ihnen strafe. 6Da befahl Holofernes seinen Knechten, daß sie Achior greifen sollten und hinein gen Bethulia führen in die Hände der Kinder Israel. 7Und die Knechte des Holofernes griffen ihn. Und da sie übers Blachfeld ans Gebirge kamen, zogen gegen sie heraus die Schützen. 8Da wichen sie auf eine Seite am Berge und banden Achior an einen Baum mit Händen und Füßen und ließen ihn also gebunden und zogen wieder zu ihrem Herrn.

9 Aber die Kinder Israel kamen herunter von Bethulia zu ihm und machten ihn los und brachten ihn hinein gen Bethulia und führten ihn unter das Volk und fragten ihn, wie das zugegangen wäre, warum ihn die Assyrer gebunden zurückgelassen hätten. 10 Zur selben Zeit waren die Obersten in der Stadt: Osias, der Sohn Michas, vom Stamm Simeon, und Charmi, der auch Othniel hieß. 11 Vor diesen Ältesten und vor allem Volk sagte Achior alles, was ihn Holofernes gefragt und was er geantwortet hätte, und daß ihn des Holofernes Leute um dieser Antwort willen hätten töten wollen; aber Holofernes hätte befohlen, man sollte ihn den Kindern Israel überantworten, auf daß, wenn er die Kinder Israel geschlagen hätte, er ihn, den Achior, auch wollte strafen und umbringen, 12darum daß er gesagt hatte, der Gott des Himmels würde ihr Schutz sein. 13Da Achior solches gesagt hatte, fiel alles Volk auf ihr Angesicht und beteten den Herrn an, weinten alle zugleich und beteten zum Herrn und sprachen: 14Herr, Gott des Himmels und der Erde, siehe an ihren Hochmut und unser Elend und siehe deine Heiligen gnädig an und beweise, daß du nicht verlässest, die auf dich trauen, und stürzest, die auf sich und auf ihre Macht trotzen. 15Also weinten und beteten sie den ganzen Tag und trösteten den Achior und sprachen: 16Der Gott unsrer Väter, des Macht du gepriesen hast, wird dir’s also vergelten, daß sie nicht ihre Lust an dir sehen, sondern daß du sehest, wie sie geschlagen und vertilgt werden. 17Und wenn uns der Herr, unser Gott, errettet, so sei Gott mit dir unter uns. Und willst du, so sollst du mit allen den Deinen bei uns wohnen. 18Da nun das Volk wieder voneinander ging, führte ihn Osias mit sich in sein Haus und richtete ein großes Abendmahl zu 19und bat zu sich alle Ältesten, und sie lebten wohl, nachdem sie lange gefastet hatten. 20Darnach ward das Volk wieder zusammengefordert und beteten um Hilfe von dem Gott Israels in der Versammlung die ganze Nacht.