Das fünfte Glas - Helmut Vorndran - E-Book

Das fünfte Glas E-Book

Helmut Vorndran

4,8

Beschreibung

Haderlein und Lagerfeld kommen zu spät: In der schlagenden Verbindung "Rhenania Bavaria" in Coburg werden sie von sieben Leichen empfangen. Bald schon ahnen die Ermittler, wer hinter den Morden steckt, können aber nichts beweisen. Ein bizarres Verwirrspiel um Politik, einen amerikanischen Agrarkonzern, ein Bienenvolk und mehrere Mörder beginnt.

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Helmut Vorndran, geboren 1961 in Bad Neustadt/Saale, lebt mehrere Leben: als Kabarettist, Unternehmer und Buchautor. Als überzeugter Franke hat er seinen Lebensmittelpunkt ins oberfränkische Bamberger Land verlegt und arbeitet als freier Autor unter anderem für Antenne Bayern und das Bayerische Fernsehen.

www.helmutvorndran.de

Dieses Buch ist ein Roman. Handlungen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind nicht gewollt und rein zufällig.

© 2014 Hermann-Josef Emons Verlag Alle Rechte vorbehalten Umschlagmotiv: photocase.com/pencake Umschlaggestaltung: Tobias Doetsch eBook-Erstellung: CPI books GmbH, LeckISBN 978-3-86358-444-3 Franken Krimi Originalausgabe

Prolog

Byron Gray las alles mehrmals, Wort für Wort, durch, dann legte er das Blatt Papier neben sich auf die Motorhaube und nahm mit der rechten Hand seine Beretta aus der Jacke. Er legte die Waffe auf den Brief – nicht dass ein plötzlicher Windstoß das wertvolle Stück noch davonwehen würde. Die Arme verschränkt, stand er minutenlang an die Kühlerhaube seines Jeeps gelehnt und schaute der Abendsonne beim Untergehen zu. Ein Unbeteiligter hätte in ihm zweifelsohne einen Mann gesehen, der verträumt die romantische Stimmung des Momentes genoss und in die Weiten des Obermaintals sah. Ein Anblick, wie er friedlicher nicht hätte sein können. Niemand, der Byron Gray so betrachtete, hätte sich jemals vorstellen können, dass ihn einzig und allein eines beschäftigte: was Franziska Büchler genau vorhatte und wie er sie möglichst schnell finden und töten konnte.

Teil 1

Der Plan

Himmel, ich erschrecke;

Was ich riech und schmecke,

Stinkt nach Höllenglut,

Weil der Streich der Rache

Meiner bösen Sache

Schwer und Bange tut.

Angst und Not,

Ja gar der Tod.

Die gelbe Villa

Er saß auf einem Stuhl und betrachtete ihn. Hätte er das Gefühl, mit dem er sein Gegenüber gerade musterte, beschreiben sollen, er hätte sich reichlich schwergetan. Es war eine undefinierte Mischung aus Fassungslosigkeit, Wut und kalter Entschlossenheit. Sie saßen sich gegenüber wie zwei Schwergewichtsboxer vor dem ultimativen Kampf. Nur dass es sich hier nicht um einen Boxring handelte und es auch keine Siegesprämie gab. Wie es schien, war der Kampf bereits entschieden, zumindest standen die Verlierer augenscheinlich fest. Ob da vor ihm auf dem Stuhl jedoch der Sieger saß, das war Kriminalhauptkommissar Franz Haderlein noch nicht wirklich klar. Auf jeden Fall war der Mann maßgeblich in den verworrenen Mordfall verwickelt. Jede Faser seines Körpers, jegliches kriminalistische Feingefühl, das er jemals entwickelt hatte, sagte dem erfahrenen Ermittler der Bamberger Kriminalpolizei, dass hier ein eiskalter Verbrecher vor ihm saß. Eine Ewigkeit hatten sie ihre Blicke bereits ineinander versenkt. Ruhig, kalt und mit dem Wissen auf beiden Seiten, dass nichts und niemand diesen Status quo würde ändern können, auch wenn Kriminalhauptkommissar Haderlein nichts lieber getan hätte als das. Doch die Dinge waren nun einmal so, wie sie waren.

Der Mann vor ihm hatte keine Angst, sondern war vielmehr die absolute Selbstsicherheit in Person. Angespannt, ja, aber nichtsdestotrotz zu hundert Prozent von sich und seinem Plan überzeugt. Mit einem leicht arroganten Lächeln auf den Lippen erwiderte er nun schon seit geraumer Zeit Haderleins forschenden Blick. In seinen tiefen, kalten Augen lag unverstellte Bosheit. Du ahnst die Wahrheit, wirst sie aber nicht beweisen können, niemals. Leider wusste Kriminalhauptkommissar Haderlein, dass nach Lage der Dinge Dr.Gerhard Irrlinger damit womöglich recht haben könnte.

Bernd Schmitt blickte erschüttert auf das Bild des Grauens, das sich ihm darbot. In seiner jungen Karriere war ihm schon so einiges an Verbrechen untergekommen, aber so ein Massaker hatte er noch nie gesehen. Fünf Leichen lagen hier, mehr oder weniger willkürlich angeordnet, auf dem Boden, anscheinend aus nächster Nähe erschossen. Dazu kam noch die eine Leiche mit dem schwarzen Jagdpfeil im Hals. Der Paukraum der Coburger Studentenverbindung »Rhenania Bavaria« war nicht mehr länger eine bloße Übungsstätte für sich selbst verstümmelnde, rechtslastige Traditionalisten, nein, der Trainingsraum in der gelben Villa war zu einer üblen Leichenhalle geworden. Der junge Kriminalkommissar, den alle ob seines äußeren Erscheinungsbildes nur »Lagerfeld« riefen, schaukelte seine leicht überdimensionierte Sonnenbrille gerade etwas unmotiviert mit der rechten Hand in der Luft herum. Auch ohne Spurensicherung und Scheinwerfer konnte er sehen, dass der Mörder sich erst vor Kurzem vom Acker gemacht haben musste. Das Blut auf dem alten Holzboden breitete sich noch immer weiter aus und versickerte in dem einen oder anderen Holzspalt. Diese Menschen hier hatten gerade eben erst ihr Leben ausgehaucht, und sie, die Polizeibeamten, hatten den Mörder um Haaresbreite verpasst. Und alles nur wegen eines durchgeknallten Tankstellenbesitzers in Rödental, der sie für Benzinpreller gehalten hatte. Bei dem Gedanken an diesen oberfränkischen Vollidioten ballte Lagerfeld spontan seine Hand in der Tasche zu einer Faust. Dann erklangen Stimmen und das Getrappel von Schuhen von der Treppe her. Die Spurensicherung war endlich eingetroffen. Nun, dann sollten die mal sehen, was sie in diesem bluttriefenden Zimmer feststellen konnten. Um ihren Job beneidete Lagerfeld die Jungs von der Spusi definitiv nicht.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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