Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
ISLAM- das heißt Unfrieden, Krieg im Nahen Osten, Terror. Die Menschen des Islam bekämpfen sich untereinander. Als die USA eingriffen, wurde es schlimmer. Die Folge war eine riesige Fluchtbewegung. Sie überrannte Deutschland. Ist die Merkel'sche 'Willkommenskultur' geeignet, Frieden zu stiften oder bringt sie den Unfrieden nach Deutschland? Die Meinung darüber hat die Nation gespalten. Völlig offen ist die Frage, wie viel Islam verträgt Deutschland? Die politisch Verantwortlichen bieten in religiösen Fragen ein Bild der Hilflosigkeit. Ihr Pochen auf Menschenrechte ignoriert, dass die islamischen Staaten eine eigene Menschenrechts-Charta haben. Der Begriff der 'Religionsfreiheit' vermag nicht abzudecken, dass der Islam keine Trennung von Religion und Politik kennt. Dieses Buch beleuchtet die Gefahr durch den Islam für Deutschland.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 83
Veröffentlichungsjahr: 2017
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Umbruch der Religion. Von der Abrahamitischen Religion zu Judentum, Christentum, Islam, 2010
Wie Engel in die Bibel kamen, 2017
Im Namen der Religion...friedlich nebeneinander?..
Islam-Christentum-Judentum, 1.A. 2015
Teil I: Der innerislamische Krieg
Irakisch-iranischer Krieg
Die nächste Front
Der Krieg wird ausgedehnt
Krieg in Syrien
Die Folgen in Europa 2015
Frau Merkels Willkommenskultur
Teil II: Was ist Islam?
Ein Überblick
Die hauptsächlichsten Islam-Varianten
Der türkische Islam
Der arabische Islam
Der alawitische Islam
Der Islam des ISLAMISCHEN STAATES
Der wahhabitische Islam
Der Schiitische Islam
Die Ahmadiyya-Bewegung
Die Aleviten
Der pakistanische Islam
Der afghanische Islam
Der 'Euro-Islam'
Teil III: Islam und Deutschland
Deutscher Islam?
Eine Zwischenbilanz
Öffentlich-rechtlicher Religionsstatus für den Islam?
Teil IV: Islamische Lebensregeln
Teil V: Grundgesetz und Religionsausübung
Menschenrechte im Islam
Teil VI: Die Haltung der Kirchen zum Islam
Katholische Kirche und Islam
Evangelische Kirche und Islam
Teil VI: Blick in die Geschichte
Die Ausgegrenzten
Ist der Islam friedlich?
Teil VII Konfliktfelder mit dem Islam
Anforderung an die Politik
Der Grundsatz
Das politische Unisono
Islamische Infiltration
Die Rolle der Frau
Unser Land verändern...?
Ausblick
...und so fing der Religionskrieg an.
Im Iran fand 1978 eine islamische Revolution statt. Die Schiiten eroberten einen Staat, der unter dem Schah westlich geprägt war. Das brachte große Unruhe in die islamische Welt.
Dann geschah etwas, was man bisher nicht für möglich gehalten hatte. Islamistische Kräfte stoßen in das Herz des Islam vor. Sie besetzen die Große Moschee in Mekka im Jahr 1979.
Damit beginnt der innerislamische Krieg der Gegenwart.
Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Es beginnt ein neues Jahrhundert islamischer Zeitrechnung. 1400 Jahre nach der Hedschra, der Auswanderung des Propheten von Mekka nach Medina, wird die Große Moschee von Mekka in einem Handstreich militärisch besetzt. Ausgerechnet jener Ort, an dem es den Gläubigen strengstens verboten ist, Waffen bei sich zu haben. Ein Sakrileg.
Unerkannt strömen am 20. November 1979, dem Vorabend des islamischen Neujahrstages, schwer bewaffnete Männer in die Große Moschee und nehmen Tausende Pilger als Geiseln. Sie fordern den Sturz des saudischen Königshauses. Ihr Ziel ist es, einen wahren islamischen Staat zu errichten. Mit Beginn des neuen Jahrhunderts soll in der Glaubenswelt des Islam aufgeräumt und der Zustand wieder hergestellt werden, so wie es Mohamed einst von seinen Anhängern gefordert hat.
Der saudische König Khalid konnte nicht einfach sein Militär nach Mekka schicken, um den Aufstand niederzuschlagen. Der heiligste aller islamischen Orte ist schließlich eine waffenfreie Zone. Zudem hatte der saudische König keine geistliche Macht, er war kein Kalif. So beauftragte er wahhabitische Religionsgelehrte, ein Rechtsgutachten, eine Fatwa, zu erstellen. An diesem Vorgang zeigen sich die komplizierten Machtverhältnisse in einem islamischen Staat. Der Chef einer Königsdynastie braucht die Religionsgelehrten für seine politischen Entscheidungen.
In diesem Fall geben die Kleriker grünes Licht und billigen eine militärische Rückeroberung der Großen Moschee. Dabei stellen sie allerdings eine Bedingung. Der saudische König muss sofort und für die künftigen Jahre Milliardenbeträge für die Verbreitung der wahhabitischen Interpretation des Islam zur Verfügung stellen. Diese islamische Missionsarbeit hält bis heute in umfangreichen Stil an. Um die Macht für sich und sein Königshaus zu erhalten, bleibt König Khalid keine andere Wahl, als sich auf diese Bedingung einzulassen.
Doch der Kampf gegen die Aufständischen und Besetzer der Moschee erweist sich als komplizierter als angenommen. Der Aufstand ist kriegstechnisch und von den Vorräten her gut geplant. Die großen unterirdischen Gewölbe des Heiligtums bieten eine sichere Bastion für die Besetzer. Die Regierung schafft es militärisch nicht, den Aufstand niederzuschlagen.
Man braucht militärische Hilfe aus dem Ausland. Eine Anfrage bei der französischen Regierung ist erfolgreich. Frankreich entsendet ein Bataillon Fallschirmjäger.
Doch mit konventionellen Mitteln gelingt dieser Truppe auch kein Sieg. Erst durch den Einsatz von Giftgas gelingt es nach zweiwöchiger Dauer die Besetzung der Moschee zu beenden. Es gibt mehrere Hundert Todesopfer auf Seiten der Besetzer. Das Terrorkommando bestand aus etwa 500-1000 Islamisten. Der fundamentalistischen Prediger, al-Utaibi, war der Anführer. Ihm wird öffentlich und zusammen mit weiteren seiner Getreuen der Kopf abgeschlagen.
Die Drahtzieher dieses Attentats sind unbekannt geblieben.
Der iranische Ayatollah Khomeni macht bereits am nächsten Tag in einer Radiobotschaft die USA für die Besetzung des islamischen Heiligtums verantwortlich, was weltweit zu Angriffen auf amerikanische Botschaften führt. Warum hat es der Iran so eilig, eine Beteiligung in Abrede zu stellen? Bis heute hat man keine Beweise gefunden, dass die islamische Revolution der Schiiten die Terroraktion gesteuert hat.
Die französische Regierung hat damals nicht geahnt, dass später Frankreich ein besonderes Anschlagsziel für Islamisten werden wird. Frankreichs Eingreifen in innerislamische Auseinandersetzungen stellt eine Fortführung der alten kolonialen Mandatsmacht im Vorderen Orient dar. Frankreich und England hatten willkürlich die territoriale Aufteilung des ehemaligen Osmanischen Reiches vorgenommen.
Ohne Rücksicht auf religiöse Strukturen hatten sie die Staaten Syrien, Irak, Jordanien, Israel nach kolonialem Gutdünken auf der Landkarte eingezeichnet.
Wenige Monate nach dem Überfall auf die Große Moschee in Mekka kommt es zu einem militärischen Zusammentreffen der beiden islamischen Blöcke Sunniten (Irak) gegen Schiiten (Iran). Es gibt mehrere Kriegsgründe. Einer davon ist der religiöse Hass. Niemand hat nachweisen können, ob auch der Iran Strippenzieher für den Angriff auf Mekka war.
Am 22.September 1980 erklärt der irakische Diktator Saddam Hussein dem Iran den Krieg. Der Irak zielt auf die Ölfelder in der persischen Provinz Khuzestan, weshalb die Historiker vom ersten der Golfkriege sprechen, die ums Öl geführt wurden. Der Krieg sollte 8 Jahre währen, den eine Million Menschen mit ihrem Leben bezahlen mussten.
Neben dem Öl hat Khuzestan noch eine andere Bedeutung. Hier leben viele Araber.
Saddam Husseins politisches Ziel war
panarabisch
ausgerichtet, also eine arabische Vereinigung ohne den Iran.
Khomeni hingegen hatte eine
panislamische
Vision. Die Iraner glaubten, die islamische Revolution zunächst in das irakische Nachbarland und danach in weitere islamische Staaten zu tragen.
Nach grausamen acht Kriegsjahren (1980-88), in denen der Irak auch geächtete B- und C-Waffen einsetzte, schaffte es der UN-Sicherheitsrat, eine Resolution für einen Waffenstillstand einzubringen, den beide Seiten akzeptierten. Die Krieg kam zum Erliegen. Es wurde nicht mehr gekämpft, doch die Feindlichkeit ist geblieben.
Einen Friedensvertrag gibt es bis heute nicht.
Vom Geist der islamischen Erneuerung war ein junger Mann fasziniert, der in Saudi-Arabien lebte und einer großen Unternehmerfamilie mit jemenitischen Wurzeln entstammt. Er entkommt der islamistischen Säuberung. Sein Name wird später in aller Munde sein: Osama bin Laden. Er flieht nach Afghanistan, um bei der Befreiung des islamischen Landes gegen die Sowjetarmee zu kämpfen. Viele weitere junge Fundamentalisten aus verschiedenen Ländern ziehen dorthin. Es sind vor allem ägyptische Dschihadisten, die dem militanten Flügel der Moslembruderschaft angehören. Bin Laden gelingt es, sie alle im Kampf gegen die Ungläubigen zu einen. Nach der Vertreibung der Sowjets aus Afghanistan ist es ihr nächstes militärisches Ziel, die Ungläubigen von der arabischen Halbinsel zu vertreiben.
Bin Ladens Dschihad-Erklärung gegen die Amerikaner, die mit Saudi-Arabien auch die heiligen Stätten besetzt halten, führen schließlich am 11. September 2001 zu den verheerenden Anschlägen auf die Türme des World Trade Centers in New York.
Die Vereinigten Staaten sehen sich genötigt, in Afghanistan einzumarschieren. Es wird ein langer und teurer Kampf, der allerdings den USA nicht den gewünschten Erfolg bringt.
Al-Qaida kann nicht ausgelöscht werden.
Zwar gelingt es den Amerikaner bin Laden zu töten. Doch al-Qaida entwickelt eine neue Strategie für den Kampf gegen die Ungläubigen: die Strategie des führerlosen Dschihad, d.h. al-Qaida gibt nur das Kampfziel vor. Die Anschläge selbst werden von kleineren Gruppen oder Einzeltätern in Eigenregie durchgeführt. Die dschihadistisch-salafistische Ideologie findet via Internet leichte Verbreitung. Potentielle Terroristen finden sich unerkannt in allen Ländern. Sie scheinen so zahlreich zu sein, dass die Geheimdienste nur einen kleinen Ausschnitt erfassen können. So gelingt es z.B. Tschetschenen im April 2013, um ein Beispiel zu nennen, beim Boston-Marathon unerkannt Sprengsätze zünden.
Die USA greifen den Irak an und erklären der Welt, den internationalen Terrorismus besiegen zu wollen. Als Vorwand dienen angebliche Massenvernichtungswaffen, die jedoch nicht gefunden werden. Am 20. März 2003 erhalten die in Kuwait stationierten Truppen den Befehl zum Einmarsch in den Irak. Ein verhängnisvoller Befehl, der die Kriegsspirale weiter dreht.
Seit der Besetzung der Großen Moschee führt die salafistische Spielart des Wahhabismus zu einer Radikalisierung von Muslimen in der ganzen arabischen Welt. Mit der Geiselnahme von Mekka beginnt die Blutspur islamistischer Terroranschläge. Islamische Ideologie wird exportiert. Islamische Terroristen werden weltweit rekrutiert. Die Spur führt über Al-Qaida bis zum Islamischen Staat. Der Hass dieser Terrororganisationen richtet sich gegen jedwede Modernisierung des Islam und sowieso gegen den westlichen Lebensstil der Ungläubigen. Ein islamischer Staat muss nach Maßgabe der Fundamentalisten so organisiert sein, wie es durch Mohamed im 7. Jahrhundert festgelegt wurde. Das ist der wahre Islam, in dem der politischen Alltag durch die Religion bestimmt wird. Der Islam kennt keine Trennung von Staat und Religion.
Das anzuerkennen fällt westlichen Politikern mit ihrer Demokratie-Ideologie schwer.
Im Zuge des arabischen Frühlings kommt es auch in Syrien zu Demonstrationen für Freiheit und soziale Gerechtigkeit. Der Staatspräsident Assad ist Alawit und gehört einer eigenen Art der islamischen Religion an. Seit Jahren hat er seine Macht durch starke Geheimdienste abgesichert, denn die Alawiten sind eine religiöse Minderheit im Land. Zudem ist in Syrien die Vetternwirtschaft seit langem ein Grundübel im Staat Assads. Alle wichtigen Posten im Land sind mit seinen Leuten besetzt. Das ist auch ein Grund, weshalb die Demonstrationen gegen die Regierung zu einem Bürgerkrieg ausgeufert sind.
In den Städten Homs und Hama kommt es im Sommer 2011 zu bewaffneten Aufständen gegen Assad. Im Laufe der Zeit gerät der Konflikt außer Kontrolle. Es handelt sich nicht um einen Bürgerkrieg mit klaren Fronten. Unzählige Milizen kämpfen für ihre eigene Sache.
In der Realität des Jahres 2017 existiert der einst von den Franzosen künstlich geschaffene Staat Syrien nicht mehr.
