Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Die hier in lustigen Versen gereimten Gedichte schauen ausschließlich humorvoll auf das tägliche Miteinander. Die Autorin beschäftigt sich mit dem täglichen Einerlei, den Eskapaden von Mensch und Tier, aber auch mit Klima und Umwelt. Darüber hinaus nimmt sie die Politik und eine ganz andere Erzählweise von Märchen aufs Korn. Die verfassten Gedichte dienen vollumfänglich dazu, die Leser/die Leserinnen zum Schmunzeln zu bringen. Humor ist wichtig in dieser krisengeschüttelten Zeit. Manchmal denkt man sich: "Die Menschheit ist nicht ganz bei Trost. Soll das das wahre Leben sein?"
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 91
Veröffentlichungsjahr: 2025
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Mit meinem Humor, den ich gerne wieder für meine Leser*innen in den in diesem 8. Buch niedergeschriebenen Versen verpackt habe, möchte ich Sie mitnehmen in einen Kampf gegen die Ängste, die die derzeit unsicheren Zeiten mit sich bringen.
Kämpfen Sie mit Frohsinn und einem Lächeln auf den Lippen gegen den Vormarsch von rechten Populisten, die die Abschaffung der Demokratie zum Ziel haben. Kämpfen Sie mit mir gegen die Depressionen, die uns die Kriege, die Verletzung der Menschenrechte und der Klimawandel bescheren.
Diesen, für viele von uns drohenden Depressionen müssen wir uns durch Momente der Freude und Heiterkeit entgegenstellen, fällt es uns auch noch so schwer. Ich hoffe, meine gereimten Geschichten können Ihnen dabei helfen.
Alles Gute für Sie!
Melda-Sabine Fischer im Juni 2025
Kapitel 1 – Ausbrüche und Aussprüche
Hier steppt der Bär…!
Ein dickes Ding!
Beschimpfungen Teil 1
Beschimpfungen Teil 2
Nicht zu fassen…
Kapitel 2 – Wortherkunft und Sprache
Dekadent
Der Eiertanz
Gendern
Pleonasmus (doppelt gemoppelt)
Bla Bla – Bla, Bla, Bla
Kapitel 3 – Klima und Umwelt
Schön ist es, auf der Welt zu sein
Sommerfreuden – Sommerleiden
Es wird kälter
Es kriecht…
Am Strand
Am Arsch der Welt
Kapitel 4 – Mensch und Tier
Das Hirn
Forscher haben festgestellt…
Geplärr
Frau Schmidt und die Oper
Kapitel 4 – Mensch und Tier
Reisebus mit Mops
Katzenklo
Im Hochhaus
Kapitel 5 – Märchen
Herrjemine! – Ein Märchen…
Attentat im Märchenwald
Hänsel und Gretel
Kapitel 6 – Himmlisches
Gott lacht gerne mal ein wenig
Im Himmel ist der Teufel los
St. Nikolaus
Kapitel 7 – Kulinarisches
Lecker, lecker
Kapitel 8 – Politisches
Die Qual der (falschen) Wahl
Trump
Kapitel 9 – Feste und Feiern
Oktoberfest
Oktoberfest-Schmankerl
Auf dem Rummel
Geschenkewahnsinn
In der Weihnachtsbäckerei
Kapitel 10 – Verse ohne Sinn
Ente im Baum
Tierisches Gedränge im Baum
Tierisch mobil
Im Uhrwald
Die alten Griechen
Animalische Modenschau
Schlussbemerkung der Autorin
Kontakt zur Autorin:
E-Mail:[email protected]
Facebook: Melda-Sabine Fischer
YouTube: Poetry_Oma Krefeld
Instagram: PoetryOma
Ich führe auf Wunsch Lesungen in kleinen Kreisen, aber auch bei größeren Veranstaltungen durch.
Anfragen können Sie gerne per E-Mail (siehe oben) an mich richten.
Es steppt der Bär in manchen Ländern,
oft steppt er auch in Staatsgewändern.
Dann zieht ein dümmlicher Minister
recht dilettantisch die Register.
Zum Beispiel gab es da die Maut,
die hat er letztlich arg versaut.
Für´s Fehlverhalten zahlt sodann,
wie´s immer ist, der kleine Mann.
Es steppt der Bär im Nachgewand,
weil er nicht seinen Nachttopf fand.
Er muss beim Suchen sich recht schinden,
doch ist der Nachttopf nicht zu finden.
Im Dunkeln tritt er ins Gefäß,
das war nicht wirklich zweckgemäß.
Nun steppt er wütend durch den Raum,
er hofft, das alles sei ein Traum.
Die Kuh will keine Kuh mehr sein,
viel lieber wäre sie ein Schwein.
Der Bauer ruft: „Welch ein Malheur,
ich glaube gar, hier steppt der Bär!“
Es steppt der Bär sehr oft an Gleisen,
er würde wirklich gern verreisen.
Doch kommt sein Zug dort niemals an,
drum schimpft er auf die Bundesbahn.
Es steppt der Bär am Ballermann,
dann säuft er meist so viel er kann.
Er säuft meist Tage, sogar Wochen
und hat sich dreist am Strand erbrochen.
Auf mancher Party steppt der Bär,
nimmt er sich von den Drogen her.
Dann steppt der Bär total im Rausch,
vergnügt sich auch im Partnertausch.
Auch steppt der Bär in Chatrooms Weiten,
dort kann er sehr viel Müll verbreiten.
Er chattet dort recht anonym
per ausgedachtem Pseudonym.
In Netzen, die sozial man heißt,
er ebenfalls mit Mist entgleist.
Der Bär steppt dort ganz unverhohlen
mit nazinahen Scheißparolen.
Es steppt der Bär beim Influencen,
sein Schwachsinn kennt dort keine Grenzen.
Er zeigt mit Filmchen ungeniert,
wie man sich sein Gesicht beschmiert.
Die Werbung zahlt noch für den Mist,
er glättet, was schon faltig ist.
Die Lippen scheinen aufgequollen,
er hätte Botox meiden sollen.
Es steppte einst der EURO-Bär
und nahm sich unsre DM her.
Doch denke ich ganz ungelogen,
der Bär hat uns sehr dreist betrogen.
Für 8,00 Mark gab´s ein Jägerschnitzel,
das war für mich ein Gaumenkitzel.
Für Euro 16,00 kriegst Du´s heute,
der Bär macht steppend fette Beute.
Im Regenwald da steppt der Bär,
nimmt er sich eine Säge her.
So wird der Wald flugs ausgeweidet,
egal, ob unser Klima leidet.
Auf vielen Bühnen steppt der Bär,
ihn zu erkennen ist nicht schwer.
Das Chaos tobt, wo er erscheint,
er ist des Anstands ärgster Feind.
Nicht ganz bei Trost
Als ich grad vor dem Fenster hing,
erblickte ich „Ein dickes Ding“.
Der Nachbarshund, Herrn Maiers Mops,
kackt auf den Gehweg einen Klops.
Nicht, dass Herr Maier sich flugs bückte
und einen Kacka-Beutel zückte.
Ich sah wie er schnell weiterging,
dies fand ich doch ein „Ein dickes Ding!“
Mein Patensohn, Sven-Kevin Schmitz,
hält jede Arbeit für nen Witz.
Die Stütze, die das Amt ihm blecht,
kommt seiner Faulheit grade recht.
„Was ich verdiene -ungelernt-
ist von der Stütze weit entfernt.“
Die Haltung ist „Ein dickes Ding!“
Ich wünsche, dass man Hirn ihm bring.
Man avisiert mir ein Paket,
weil´s so in einer E-Mail steht.
Auf einer Nachricht war zu lesen,
ich wäre nicht daheim gewesen.
Der Hermes-Kauz, ein rechter Schlingel,
benutzte einfach nicht die Klingel,
die vorbildlich am Eingang hing.
Das ist ja wohl „Ein dickes Ding!“
Es stehen mit gespannten Mienen
meist lüstern hinter den Gardinen
Gestalten, die mit frohem Grinsen
und Wollust durch ihr Fernglas linsen.
So spähen sie Frau Weber aus,
die vis à vis in ihrem Haus
es morgens mit dem Postmann treibt,
wobei der Vorhang offen bleibt.
Sein „dickes Ding“ will keiner sehen,
auch die nicht, die am Fenster stehen.
Drum legen sie das Fernglas nieder
und spannen dann erst abends wieder.
Es kam ein blauer Brief ins Haus,
verursacht durch den Schüler Klaus.
Die Eltern lasen was geschrieben
und sind nicht wirklich ruhig geblieben.
„Ein dickes Ding!“ ist dieser Brief,
ist das, was Vater Egon rief.
„Die Sache ist, gar keine Frage,
für Dich, mein Sohn, die schlimmste Lage.“
„Latein ´ne 5, in Deutsch ´ne 6“,
ruft nun die Mutter sehr perplex,
„Dein Handy wird jetzt weggeschlossen!“
„Ein dickes Ding!“, schreit Klaus verdrossen.
Der Papst, der mit dem Herrgott plaudert
und sehr ob seiner Zukunft zaudert,
der jammert laut und sehr erschöpft,
als hätte man ihn jäh geköpft.
„Ein dickes Ding!“ rief so der Papst,
„dass Du mir diesen Job hier gabst.
Der Menschheit Tun ist wirklich heikel,
ich werde Koch in Wanne-Eickel.“
Der Pastor rief: „Ein dickes Ding!“,
als er so durch die Kirche ging.
Er hat den Augen nicht getraut,
man hat die Orgel ihm geklaut.
„Ein dickes Ding!“ rief auch das Wiesel,
ein Kleintier aus der Glasstadt Zwiesel,
als es im Bus grad Nüsse fraß
und neben ihm ein Nilpferd saß.
Die Verse hier sind sehr obskur,
der Leser fragt: „Was schreibt die nur?“
„Ein dickes Ding“, denk ich zuweilen,
sind diese und auch andre Zeilen.
Du Blödmann klingt nicht sehr apart,
auch Arschgesicht scheint etwas hart.
Sehr unschön ist auch Sackgesicht,
was Gottes Schöpfung nicht entspricht.
Der Herrgott wird uns dafür tadeln,
die Schöpfung negativ zu adeln.
Auch wird er Missgeburt nicht schätzen,
das könnte ihn zutiefst entsetzen.
Ein Mistkerl für die Damenwelt
ist der, der kein Versprechen hält
und auch nicht treu zu Hause blieb,
weil er´s mit mancher Tussi trieb.
Als Tussi man die Frau betitelt,
die unbedarft und unvermittelt,
die Welt nur oberflächlich sieht,
egal, was um sie rum geschieht.
„Du Urschel“ heißt man eine Frau,
die töricht ist und selten schlau.
Ein Blondchen kann im Allgemeinen
sehr klug sein und nur blöd erscheinen.
„Du Bastard“ scheint mir gar zu krass
und zeugt von jeder Menge Hass.
Man muss das Mundwerk schnellstens zügeln,
die Zwietracht, sie ist auszubügeln.
Der Schisser ist mit sich im Zwist,
weil er sehr oft recht ängstlich ist.
Er zweifelt, zögert, zaudert, stockt,
was seinen Tatendrang nur blockt.
Als Abschaum schimpft man Zeitgenossen,
die auf den Plätzen und in Gossen
recht asozial ihr Tun bekleiden
und jede Arbeit tunlichst meiden.
Doch sei hier eines klargestellt,
egal, was man von ihnen hält,
bevor man schimpft soll man ergründen,
warum sie sich im Tief befinden.
Man kann auch wen als Trump benennen,
wenn wir den Populist erkennen.
Sein Auftritt ist meist sehr polemisch
und sein Gesichtsausdruck oft hämisch.
Den Deppen, den wohl alle kennen,
kann man als Trottel auch benennen.
Du Idiot klingt selten prima
und schafft sehr oft ein schlechtes Klima.
Die Nervensäge ist ein Typ,
den hat man nur sehr selten lieb.
Er ist so lästig wie die Mücken,
solch Plagegeist kann nicht entzücken.
Die Labertasche mag uns nerven,
sie will mit Worten um sich werfen.
Man möchte ihr den Mund verkleistern,
denn ihr Geschwätz kann nicht begeistern.
Der Lump ist meist recht niederträchtig,
sein Treiben ist zudem verdächtig.
Wenn er Dein Gut und Geld begehrt,
ist dieser Mensch nicht ehrenwert.
Man kann ihn auch als Gauner schelten,
weil für ihn keine Regeln gelten.
Auch Schuft ist hier bei uns im Land
für ihn als Schimpfwort wohlbekannt.
„Du Tölpel“ nennt man den Kollegen,
der ungeschickt auf allen Wegen
mit jeder Tat, die er vollführt,
durch krassen Misserfolg brilliert.
Ein Vollhorst ist ein Mensch sodann,
der wenig weiß und auch nichts kann.
Als Hohlkopf wird ihn mancher kennen
und manchmal auch als Honk benennen.
Hanswurst kann man zuweilen hören
für Menschen, die mit Blödsinn stören.
Doch will er nur zu allen Zeiten
sehr witzig sein und Spaß verbreiten.
Ist jemand dünn und lang gewachsen,
dann machen manche Menschen Faxen.
„Du Lauch“ tönt´s dann aus allen Kehlen
von spottbereiten Lästerseelen.
Ein Pflaumenaugust ist ein Mann,
mit dem man nicht gut feiern kann.
Die eigne Meinung ist ihm fremd,
er langweilt meist und ist gehemmt.
Die Schimpfbegriffe, die benannt,
sind zweifelsfrei recht provokant.
Es gibt von ihnen Hunderte,
was mich doch sehr verwunderte.
Drum sage ich in aller Eil,
es gibt noch einen zweiten Teil.
Den werde ich demnächst verdichten,
dann will ich Euch erneut berichten.
Geschimpft wird gern im Bayernland,
dies ist von Franken auch bekannt.
Man grantelt gern in Österreich,
da wird so mancher Preuße bleich.
In Bayern kann ganz allgemein
ein Fremder auch ein „Saupreiß“ sein,
wenn der das bayrische belacht
und drüber blöde Witze macht.
Die „Schiache Wedahex“ ist hässlich,
auch kleidet jene sich oft grässlich.
Ihr Äußeres scheint ihr nicht wichtig
und was wer denkt ist null und nichtig.
Man nennt auch „Bissgurn“ manches Weib,
das meist zu ihrem Zeitvertreib
recht bissig durch die Lande schreitet
und liebend gern mit andren streitet.
