Dein Weg der Einweihung - Eva-Maria Mora - E-Book

Dein Weg der Einweihung E-Book

Eva-Maria Mora

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Beschreibung

Mystische Erlebnisse, lebensgefährliche Prüfungen, Bewusstseinsreisen durch Licht und Dunkelheit: Dies war der Einweihungsweg der sagenumwobenen Mysterienschulen des alten Ägypten und des paradiesischen Kontinents Lemuria, den junge Adepten gingen, um Ängste zu überwinden und zu voller spiritueller Größe heranzuwachsen. Wie auch wir modernen Menschen von diesem alten Wissen profitieren können, zeigt Eva-Maria Mora: Denn in der heutigen Zeit ist es das Leben selbst, das uns auf unseren ganz persönlichen Einweihungsweg schickt, indem es uns vor Herausforderungen stellt oder in Krisen stürzt. Ob Krankheit, Trennung, finanzielle Probleme oder der Verlust eines lieben Angehörigen – indem wir diese Prüfungen bewusst als Teil unseres vorgeburtlich gewählten Seelenplans annehmen, können wir leidvolle Erfahrungen als Chance für unser spirituelles Wachstum begreifen, sie meistern und gestärkt aus ihnen hervorgehen. Mit spannenden Fallbeispielen und zahlreichen Übungen und Meditationen können wir negative Denkmuster auflösen, uns wieder mit dem Leben versöhnen und uns von der liebevollen Kraft unserer Seele leiten lassen.
Mit zwei geführten Audio-Meditationen zum kostenlosen Download. Die ideale Ergänzung, um die Inhalte dieses Buches im eigenen Leben zu verankern ist die gleichnamige CD mit von der Autorin geführten Mediationen.

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Seitenzahl: 271

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Mystische Erlebnisse, lebensgefährliche Prüfungen, Bewusstseinsreisen durch Licht und Dunkelheit: Dies war der Einweihungsweg der sagenumwobenen Mysterienschulen des alten Ägypten und des paradiesischen Kontinents Lemuria, den junge Adepten gingen, um Ängste zu überwinden und zu voller spiritueller Größe heranzuwachsen. Wie auch wir modernen Menschen von diesem alten Wissen profitieren können, zeigt Eva-Maria Mora: Denn in der heutigen Zeit ist es das Leben selbst, das uns auf unseren ganz persönlichen Einweihungsweg schickt, indem es uns vor Herausforderungen stellt oder in Krisen stürzt. Ob Krankheit, Trennung, finanzielle Probleme oder der Verlust eines lieben Angehörigen – indem wir diese Prüfungen bewusst als Teil unseres vorgeburtlich gewählten Seelenplans annehmen, können wir leidvolle Erfahrungen als Chance für unser spirituelles Wachstum begreifen, sie meistern und gestärkt aus ihnen hervorgehen. Mit spannenden Fallbeispielen und zahlreichen Übungen und Meditationen können wir negative Denkmuster auflösen, uns wieder mit dem Leben versöhnen und uns von der liebevollen Kraft unserer Seele leiten lassen.

Eva-Maria Mora

Dein Weg derEINWEIHUNG

Lebenskrisen meistern, Seelenkraft erfahren, Liebe leben

Die in diesem Buch vorgestellten Informationen und Empfehlungen sind nach bestem Wissen und Gewissen geprüft. Dennoch übernehmen die Autorin und der Verlag keinerlei Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch der hier beschriebenen Anwendungen ergeben. Bitte nehmen Sie im Zweifelsfall bzw. bei ernsthaften Beschwerden immer professionelle Diagnose und Therapie durch ärztliche oder naturheilkundliche Hilfe in Anspruch.

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Copyright © 2020 by Ansata Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH, Neumarkter Straße 28, 81673 München

Alle Rechte sind vorbehalten. Printed in Germany.

Redaktion: Juliane Molitor

Umschlaggestaltung: Guter Punkt, München

unter Verwendung von Motiven von © Boyloso / Getty Images, © archideaphoto / Getty Images, © anneleven / Getty Images, © yegorovnick / Shutterstock, © Kharchenko_irina7 / Getty Images, © sakkmesterke / Getty Images, © Oleg Svetlov / Getty Images

Satz und E-Book Produktion: Satzwerk Huber, Germering

ISBN 978-3-641-25447-6V001

www.Integral-Lotos-Ansata.de

www.facebook.com/Integral.Lotos.Ansata

Für meinen geliebten Sohn und seine zukünftige Familie. Möget ihr den lichtvollen Weg der Liebe gemeinsam gehen und mit guter Gesundheit, himmlischer Musik und Glück gesegnet sein

Möget ihr euer Paradies auf Erden bewusst erschaffen.

In großer Dankbarkeit – besonders für meinen Sternenkrieger Michael BearHawk – und im Vertrauen, dass alles gut wird.

Inhalt

Vorwort

Einleitung

Dein Einweihungsweg, mein Einweihungsweg

Lebensprüfungen meistern

Mysterienschulen – Universitäten der Seele

Einweihungen im Alten Ägypten

Der junge Novize Raschid

Die inneren Krokodile

Am anderen Ufer des Nils

Im Tal der Eingeweihten

Vom Ego zum Seelenbewusstsein

Achtung, alte Verletzungen!

Demut auf dem Einweihungsweg

Die Angst vor dem Tod überwinden

Unerwartete Prüfungen

Egofallen

Zehn Egofallen. Beispiele aus der neuen Zeit

Der Unterricht

Die Kräfte der dunklen Seite

Unverarbeitete traumatische Erfahrungen

Die dunkle Nacht in der Wüste

Die Geburt einer neuen Welt

Du bist so weit, ich bin so weit

Transzendenz und Auferstehung

Lemurien

Die weiße Schule

Wer bist du?

Die Kristallhöhle

Besondere Fähigkeiten und Kräfte

Zeitreisen mit Kristallen

Nichts erwarten, alles bekommen

Sommersonnenwende, ein wichtiges Ereignis

Eine bedeutungsvolle Prüfung

Es ist so weit

Eine weite Reise

Der nicht ganz alltägliche Alltag

Der Meisterkristall

Universelle Wahrheit und Lichtportale

Liebe und Partnerschaft

Die sieben goldenen Engel

Die Kraft der gelebten Vision

Der Untergang – die Katastrophe

Der Neubeginn

Mora – Moderne Mysterienschule

Eine Bitte an meine Leser – Rezension

Weitere Bücher und CDs der Autorin

Über die Autorin

Vorwort

Dieses Buch dient dazu, das energetische Herz zu öffnen und zu erfassen, warum der bewusste Einweihungsweg wichtig ist, um Lebenskrisen zu meistern und schließlich im Seelenbewusstsein die magische Kraft der eigenen Schöpferenergie erfahren zu können.

Der Leser begibt sich auf eine innere Reise, die ihn aus den Lebenskrisen der Gegenwart heraus zunächst in eine ägyptische Mysterienschule führt, wo er Einblick in das Leben eines jungen Novizen bekommt. Die herausfordernden Prüfungen auf dem spannenden Einweihungsweg des Novizen erlebt der Leser wie seine eigenen. Es ergeben sich erkennbare Muster, die sowohl in Ägypten als auch in der heutigen Zeit zu finden sind, etwa sich seinen Ängsten zu stellen und sie zu transformieren. Zahlreiche Übungen helfen dem Leser auf seinem eigenen Einweihungs- und Bewusstwerdungsweg. Zeit und Raum spielen keine Rolle mehr. Männlich oder weiblich spielt keine Rolle mehr. Die Liebe ist zeitlos und findet überall ihren Ausdruck, besonders wenn wir bewusst zuhören, beobachten und wahrnehmen.

Dies ist kein Lehrbuch zur Wissensvermittlung. Jahreszahlen, historische Fakten, geografische Details, wissenschaftliche Erkenntnisse, spezielle Techniken etc. sind hier nicht relevant. Die kopfgesteuerten Grenzen, Glaubensmuster und Erwartungen lösen sich beim Lesen und durch das Praktizieren der Übungen auf. Man kann hier nichts falsch machen. Relax – ist die immer wiederkehrende Aufforderung an den Leser. Es geht um das Geschehenlassen von möglichen inneren Prozessen. Der Leser findet sich selbst wieder und kann sich mit dem ägyptischen Novizen und später auch mit der jungen Schülerin identifizieren, die ihren Einweihungsweg in einer lemurischen Mysterienschule geht. Die letztendliche Erkenntnis, selbst das Instrument der göttlichen Energie zu sein, ist für alle entscheidend.

Das alte Spiel zwischen Licht und Dunkelheit gibt es schon seit Anbeginn der (nicht vorhandenen) Zeit. Lemurien gilt als das versunkene himmlische Paradies auf Erden. Seine Bewohner waren sich ihrer lichtvollen, göttlichen Energie bewusst. Die heutige Zeit mit ihren Krisen scheint für viele Menschen die Hölle auf Erden zu sein. Sie haben vergessen, wer sie in Wirklichkeit sind. Die Kontraste zwischen dem himmlischen Paradies und der krassen irdischen Wirklichkeit, die auch in diesem Buch an vielen Einweihungsbeispielen deutlich werden, dienen allein der Bewusstwerdung und Erkenntnis. Es geht nicht um die Unterscheidung zwischen gut und böse, richtig oder falsch und die oft damit einhergehende Bewertung oder Verurteilung. Das alte Spiel ist auch das Spiel von Seele und Ego, das in jedem Menschen in unterschiedlicher Form und Ausprägung stattfindet. Es ist das Spiel des Erwachens, des Erinnerns, der Erkenntnis und der Bewusstwerdung.

Dieses Buch berührt das Herz und lädt ein, durch das magische goldene Tor in die Welt des bewussten Einweihungsweges zu treten. Unterhaltung, Reflexion, Meditation, Faszination, Humor, Tragik, Trost, Spannung, Praxis, Magie und Liebe bilden das energetische Sinfonieorchester. Deutlich spürbar erweckt es alle Sinne und macht auch feststeckende Emotionen, inklusive Schmerz, sichtbar. Es kann sein, dass die Meisterlehrer der geistigen Welt, die hier hinter den Kulissen wirken, auch die »roten Knöpfe« beim Leser drücken. Befreiung und Heilung ist dabei erwünscht und wird von den geistigen Helfern ermöglicht. Der Leser kann sogar die tiefe Erfahrung einer wundervollen Liebesgeschichte machen.

Dabei wird jeder Leser dieses Buch unterschiedlich erleben, da jeder auf einer unterschiedlichen Bewusstseins- und Einweihungsstufe ist. Die Intensität und Tiefe der Erfahrung hängt von der jeweiligen Einweihungsstufe, vom jeweiligen Bewusstsein ab. Durch die Übungen und Meditationen kann sich der Leser an das alte Wissen erinnern, das auch in seiner Seele gespeichert ist. Die Illusion der Zeit löst sich auf, und es wird erkennbar, dass Unmögliches jedem passieren kann, dass alles gleichzeitig geschieht und wir auf der Seelenebene alle in Liebe miteinander verbunden sind.

Eva-Maria Mora

Phoenix, Arizona, 2020

Einleitung

Dein Einweihungsweg, mein Einweihungsweg

Der Begriff der »Einweihung« wird in zahlreichen Kulturen und Religionen benutzt. Es gibt beispielsweise die Einweihung in besondere Fähigkeiten, die an spezielle Bedingungen geknüpft ist und Rituale sowie das Bestehen bestimmter Prüfungen beinhaltet. Für jeden Menschentyp gibt es unterschiedliche Einweihungsstufen, wie es in Schulen unterschiedliche Jahrgangsstufen und Bildungsgrade gibt. Es geht bei einer Einweihung meistens um die Weitergabe oder das Erlangen von geheimem Wissen, das unermesslichen Wert haben kann, um einen großen Schatz, der aber nicht in Gold und Edelsteinen aufgewogen werden kann.

Derjenige, der sich auf dem Einweihungsweg befindet, erfährt durch das Bestehen seiner Prüfungen letztendlich Transformation – die Transformation des Egos und der Angst, die Transformation von der Raupe zum Schmetterling, die Befreiung aus dem limitierenden Käfig des Fleisches und der Knochen. Dazu gehört auch die Befreiung von unterbewussten Glaubenssätzen und Programmen, von der Identifikation mit einem falschen Selbstbild, einer gespielten Rolle. Es ist die umfassende Reinigung von Anhaftungen und das Loslassen von allem, wovon man glaubte, es nie loslassen zu können. Dieser Prozess beinhaltet auch das Aushalten von Schmerzen, die unvorstellbar und unmenschlich sein können. Es geht um das Überwinden der Todesangst. Danach ist nichts mehr, wie es vorher war. Es ist besser.

Für spirituelle Einweihungen gibt es keinen festgelegten oder einheitlichen Einweihungsweg. Es ist immer ein individueller Einweihungsweg. Die in der modernen westlichen Welt lebenden Menschen durchlaufen andere Prüfungen auf ihrem Einweihungsweg als beispielsweise ein orientalischer Yoga-Schüler, der in einem Ashram lebt und dessen Einweihung die Verehrung eines Gurus beinhaltet. Beispiele und Geschichten aus den alten Mysterienschulen (hier Ägypten und Lemurien) machen jedoch deutlich, dass es Parallelen auf den unterschiedlichen Einweihungswegen gibt, dass ähnliche Erkenntnisse gewonnen und ähnliche Geheimnisse weitergegeben werden.

Eine Gemeinsamkeit der bekanntesten Mysterienschulen ist beispielsweise die energetische und emotionale Reinigung, das Erlangen einer inneren Haltung der Demut und Dankbarkeit, bevor eine mögliche Einweihung erfahren werden kann. Dazu gibt es viele Geschichten, die sich alle etwa so abspielen:

Ein junger Mann macht sich auf den Weg, um in einem Kloster die große Einweihung zu erfahren. Er ist schon ganz aufgeregt, weil er von den vielen außergewöhnlichen Fähigkeiten gehört hat, die Eingeweihte haben. Solche Fähigkeiten will auch er unbedingt haben, koste es, was es wolle. Voller Tatendrang rennt er auf den Abt des Klosters zu und bittet ihn um die Einweihung. Von dem nötigen Respekt eines Meisters gegenüber und von der Kloster-Etikette hat er noch keine Ahnung. Der alte, weise Mann verspricht dem ungestümen Jüngling, ihn bei der nächsten Begegnung einzuweihen. In freudiger Erwartung kommt der junge Mann am nächsten Morgen wieder. Der Abt jedoch ist unauffindbar. Nach vielen weiteren Tagen und Wochen, in denen er ihn jeden Morgen vergeblich sucht und sich sein innerer Frust bereits deutlich ansammelt, trifft er den alten Meister endlich wieder. Fast vorwurfsvoll und ein wenig trotzig bittet er ihn um die Einweihung, die ihm ja versprochen worden war und ihm demnach aus seiner Sicht auch zusteht. Der Abt weigert sich, er weigert sich auch am nächsten Morgen und schließlich weigert er sich ganz. Der Jüngling versteht die Welt nicht mehr. Er wird weggeschickt mit der Auflage, nach einem Jahr wiederzukommen.

Tatsächlich kommt er auf den Tag genau nach einem Jahr zurück. Er ist bereit, alles zu tun, um dieses Mal die Einweihung zu erlangen.

»Koche mir ein gutes Mahl«, sagt der Abt, und der Jüngling bereitet eifrig eine warme Mahlzeit zu. Er bittet den Abt, ihm seine Schüssel zu geben, damit er die köstlichen Speisen einfüllen kann. Zu seinem Entsetzen sieht er, dass die Schüssel voll ist von Kot, Urin, Fingernägeln, Haaren und alten Speiseresten. »Fülle meine Schüssel bis obenhin«, sagt der Meister.

Der Jüngling erwidert: »Wie kann ich die frisch gekochten Speisen in diese schmutzige Schüssel füllen?« Angewidert von dem Inhalt der Schüssel, fordert er den Abt auf, diese erst einmal zu reinigen. Nur dann sei er bereit, die leckeren Speisen einzufüllen.

Der Meister antwortet: »Wenn du darauf bestehst, wirst du sicher erkennen können, dass ich die reine Lehre der göttlichen Einweihung nicht in dein Herz geben kann, solange es von Ungeduld, Gier, Stolz, Angst, Wut, Neid, Lust und Frust erfüllt ist. Dein Energiefeld ist mindestens so schmutzig wie diese Schüssel.

Der Jüngling fühlt sich ertappt und durchschaut. Er schämt sich, denn der Meister hat ganz klar gesehen, wie es in seinem Inneren aussieht. Er verneigt sich und dankt dem Abt. Dann zieht er sich zurück und fängt an, das dreckige Geschirr zu waschen, den Hof zu kehren, die Tiere zu versorgen, selbstlos zu dienen und wohltätig zu sein. Nach vielen Monaten des Dienstes, nachdem er zahlreiche Herausforderungen gemeistert und spirituelle Unterweisungen bekommen hat, nickt ihm der Abt eines Morgens im Vorbeigehen wohlwollend zu. Der junge Adept spürt, dass sein Herz jetzt frei von dem alten Müll und von Dankbarkeit und Liebe erfüllt ist – und die Erkenntnisse der Einweihung und die damit verbundenen besonderen Fähigkeiten stellen sich wie von selbst ein.

Der Einweihungsweg ist durch Zeit und Raum nicht definierbar. Man kann nicht sagen, wie lange er gegangen werden muss oder wo genau er genau hinführt. Es ist ein Erkenntnis- und Bewusstseinsweg. Ein Weg zu sich selbst, zum Seelenpotential, zur eigenen göttlichen Kraft, zum Einheits- oder Schöpferbewusstsein.

Auf jeder Einweihungsstufe macht der Schüler besondere Erfahrungen, deren Bedeutung er vielleicht nicht sofort verstehen kann. Er lernt dazu, gewinnt neue Erkenntnisse und entwickelt die damit verbundenen Fähigkeiten – aber nur, wenn er die Prüfungen bestanden hat. Diese Fähigkeiten, etwa ausgeprägte Intuition, Hellsichtigkeit, die Fähigkeit, mit den geistigen Welten und den Naturwesen zu kommunizieren, aber auch die Gabe der Manifestation, schenken Freude und Erfüllung und öffnen die Augen für den wahren Zauber des Lebens.

Es ist aber nicht unbedingt nötig, sich einem Meister oder Guru zu unterwerfen, der allen Schülern die gleichen Prüfungen stellt. Das Leben selbst fordert alle Menschen heraus, leichte oder unsagbar schwere Prüfungen zu meistern. Mit Einweihungen wie Scheidung, Arbeitslosigkeit, Finanzkrisen, Unfällen, Krankheiten und letztendlich dem Tod müssen wir uns alle auseinandersetzen. Es ist jedoch empfehlenswert, einen Coach oder Mentor zu haben, der aus eigener Erfahrung hilfreiche Erkenntnisse und Weisheiten gewonnen hat.

Ein erfahrener Mentor hilft, Antworten zu finden auf die bohrende Frage: »Warum passiert ausgerechnet mir das?« Er kann dabei helfen, dass die Frage nach dem »Warum?« gar nicht mehr gestellt werden muss und dass wir selbst erkennen, dass es einen Seelenplan gibt.

Lebensprüfungen meistern

Julias Geschichte

Es ist Herbst, die Fahrbahn ist nass, und eigentlich bin ich zu schnell gefahren. Ich habe mich einfach geärgert, dass mein Vater mir den ganzen Abend Vorwürfe gemacht hat. Ich werde nie einen anständigen Beruf lernen, heiraten will mich auch keiner. Was soll bloß aus mir werden? So ging es den ganzen Abend hin und her in unserer Diskussion. Ich fühlte mich immer kleiner, trauriger, ungeliebter – und war wütend. Warum hört mir denn keiner zu? Warum kann mein Vater nicht erkennen, dass meine Bilder wertvoll sind, dass Künstlerin auch ein Beruf ist – und nicht einfach nur brotlose Kunst, wie er es nennt?

Die Gedanken rasen in meinem Kopf herum, und ich erhöhe das Tempo meines Wagens, der auf der Landstraße ins Schleudern gerät. Wie in Zeitlupe erlebe ich die nächsten Sekunden. »Dich und deine Kunst braucht keiner«, hallt es in meinen Ohren, während sich mein Wagen von der Fahrbahn in die Luft katapultiert, gegen den Baum prallt und sich mehrfach überschlägt. Ich verliere das Bewusstsein. »Endlich Ruhe«, ist mein letzter Gedanke.

Die Notoperation dauert sieben Stunden. In meinem Körper ist so ziemlich alles verletzt, Organe, Knochen, das Gehirn. Doch davon spüre ich nichts. Ich bin mit merkwürdigen Leuten – die gar keine Leute sind – in einem großen, lichtvollen Konferenzraum. Es wird über mich gesprochen und beratschlagt.

»Wie lange kann sie das noch aushalten?«

»Ist ihre Seele ausreichend geschult?«

»Nein! Es ist besser, sie geht zurück.«

Ich staune nicht schlecht. Es geht definitiv um mich. Doch ich habe wieder nichts zu sagen. Ist das mit Wie im Himmel so auf Erden gemeint?

Danach ist Sendepause. Erst das Piepen der Maschinen an meinem Bett gibt mir zu verstehen, dass ich noch nicht gestorben bin, sondern unter starken Betäubungsmitteln in einem Krankenhausbett auf der Intensivstation liege. Mein Kopf dröhnt, und wie aus weiter Ferne höre ich die Stimme meines Vaters. »Oh nein«, denke ich, »nicht schon wieder!« Doch seine Stimme klingt verändert, nicht mehr Furcht einflößend, sondern eher weinerlich winselnd.

»Ist es möglich, dass es ihm doch was ausmacht, wie es mir geht?«

Ich finde trotzdem alles scheiße und falle erst mal wieder ins Koma. Da besucht mich meine Großmutter und nimmt mich mit auf eine schöne Wiese. Alles blüht herrlich, und wir nehmen auf einer Bank Platz. »Mein Kind, es ist an der Zeit, dass ich dir ein Geheimnis verrate: Du kannst gar nicht sterben und brauchst deshalb auch keine Angst davor zu haben.« Ich schaue sie lange an, nehme die Liebe war, die aus ihren Augen strahlt, und fange an, zu weinen. Lang und bitterlich weinte ich vor mich hin.

»Es gibt keinen Grund, zu weinen, mein Kind. Was du als echt und real ansiehst, ist in Wirklichkeit nur eine Projektion deines Lichts auf eine Leinwand. Der Film, den du siehst, ist davon abhängig, was du noch lernen und erfahren möchtest.«

»Wie kann ich das denn entscheiden?«, fragte ich meine Großmutter, die 1984 verstorben war.

Sie lächelte und sagte: »Du hast es schon entschieden. Du hast das Skript für deinen Film gemeinsam mit deinen Seelenberatern geschrieben. Sie haben aber ein paar kleine Überraschungen eingefügt, mit denen du vielleicht nicht gerechnet hast. Du hast dir gewünscht, zu erfahren, ob dein Vater dich wirklich liebt oder ob du den von Schmerz und Angst diktierten Worten glauben sollst, die er meistens von sich gibt. Ob du geliebt wirst oder nicht, zeigt sich oft erst an der Grenze zwischen Leben und Tod, auf der Seelen hin und her wandern können.

Es gibt auf der Erde kaum einen tieferen Schmerz zu erfahren als den Verlust des eigenen Kindes. Schau, wie dein Vater leidet. Schau, wie er betet. Schau, wie er Gott um Hilfe bittet. Schau wie der kleine Junge in ihm vor Angst zittert. Die Verlustangst ist wieder da – genau wie damals, als seine Mutter starb und er erst sechs Jahre alt war. Ja, das bin ich, seine Mutter, die sich wie ein Zuschauer im Kino euren Film anschaut. Ich wünsche mir ein Happy End. Bist du bereit, deinem Vater zu verzeihen? Bist du bereit, seine Angst um dich in Liebe zu verwandeln? Bist du bereit, zu erkennen, dass er Seele ist, dass er Liebe ist – genau wie du?«

Noch ist alles ungewohnt, was meine Großmutter mir erzählt, und gleichzeitig habe ich es vergessen. Das muss die Gehirnerschütterung sein. Doch als Seele möchte ich mich erinnern. Ich muss wieder dahin, in meinen Körper. Den heile ich dann schon wieder. Ich muss wieder sprechen und laufen lernen, damit ich verstehe, welcher Film hier läuft ...

Es dauerte acht Monate, bis Julia aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte. Es war ein langer, schwieriger Weg. Ihr Vater besuchte sie, so oft er konnte. Lange Zeit fiel ihr das Sprechen schwer, aber sie konnte mit der unverletzten Hand malen. Bei jedem Besuch malte sie etwas und schrieb etwas dazu, damit ihr Vater mit ihr kommunizieren konnte. Jedes Bild hatte unvorstellbaren Wert für ihn. Es dauerte allerdings noch eine Weile, bis auch er heilen konnte, bis auch er wieder Liebe zulassen konnte, denn das war ihm seit dem Tod seiner Mutter nicht mehr möglich. Das schmerzhafte Trauma saß zu tief. »Wir schaffen das«, war das Motto von Julia und Herbert. Auch zu Hause übernahm ihr Vater die Pflege. Er war wie ausgewechselt und sah in ihr nur noch sein kleines Mädchen, das er zurückbekommen hatte und das er unendlich liebte.

Welcher Film läuft hier eigentlich ab? Hast du dich das auch schon einmal gefragt? Hast du dir auch schon einmal die Frage gestellt: Warum passiert das ausgerechnet mir?

Welche Lebenssituation hat dich so hart getroffen, dass du an der Grenze zwischen Leben und Tod gewandelt bist? Du kannst dich nicht daran erinnern? Dann hast du diese Prüfung oder »Einweihung«, wie ich sie nenne, vielleicht noch gar nicht hinter dich gebracht. Glaub mir, sie wartet auf jeden – früher oder später. Manchmal kann man diese Prüfung wiederholen, so wie Julia es getan hat. Der Begriff dafür ist Nahtoderlebnis.

Bei einem Nahtoderlebnis verlässt die Seele den physischen Körper, aber nicht ganz. Es bleibt gerade so viel Seelenenergie im Körper, wie nötig ist, um den betreffenden Menschen am Leben zu halten. Der weitere »energetische Anteil«, wenn man so will, ist unterwegs, beispielsweise in höhere Dimensionen. Oft begleiten lichtvolle Helfer diesen Prozess und beraten gemeinsam mit der Seele, was sich empfiehlt, um das größtmögliche Wachstum und die optimale Bewusstseinserweiterung zu erfahren. Manchmal wird die Entscheidung getroffen, nicht zurück in den Körper zu gehen, also zu sterben, wie wir es in irdischen Worten ausdrücken würden. Bei einem Nahtoderlebnis entscheidet sich die Seele jedoch zurückzugehen.

Nähern wir uns also weiter unserem Thema, und zwar mit folgenden Aussagen:

Es gibt keine Zufälle. Du hast keine Schuld – und die anderen auch nicht.Du bist nicht einfach nur ein Mensch, sondern Seele (zu dieser Erkenntnis kommen wir gemeinsam, aber erst viel später).

Es gibt keine Zufälle

Die Frage nach dem Warum spielt im Leben vieler Menschen eine große Rolle.

Es fängt schon in der Kindheit an: Warum wurde ich in diese Familie, an diesem Ort und unter diesen Umständen geboren? Warum habe ich ausgerechnet diesen Vater und/oder diese Mutter? Warum haben sie sich mir gegenüber so und so verhalten? Warum haben sie nicht gemacht, was ich mir gewünscht habe? Warum haben sie sich scheiden lassen? Haben sie mich überhaupt wirklich geliebt? Bin ich etwa nicht gut genug?

Es geht in der Schule weiter: Warum haben mich andere Kinder geärgert? Warum war der Lehrer so streng mit mir? Warum hatte ich so eine Angst, vor der Klasse frei zu sprechen? Warum hatte ich keine besseren Noten? Warum hat sich meine beste Freundin so gemein verhalten? Warum wurde ich ausgelacht?

Auch in beruflichen und privaten Beziehungen spielt die Frage nach dem Warum eine große Rolle: Warum habe ich den Job nicht bekommen? Warum hat mich mein Freund/Freundin verlassen? Warum werde ich nicht wertgeschätzt? Warum halten mich alle für doof? Warum fühle ich mich wie ein/e Versager/in?

Warum habe ich Angst? Warum werde ich nicht geliebt?

Menschen machen unzählige Erfahrungen, die ihnen langfristig zu erkennen geben, wer sie in Wirklichkeit sind – unabhängig davon, was sie erfahren haben, was andere über sie denken, etc. Sie gehen in ihrem eigenen Tempo Schritt für Schritt ihren Einweihungsweg. Es ist der Weg der Klarheit, Wahrheit, Erkenntnis und Erleuchtung.

Dabei gibt es keine Zufälle. Es ist kein Zufall, dass du dieses Buch in den Händen hältst, obwohl dir vielleicht noch gar nicht klar ist, warum. Warum du dieses Buch in Händen hältst, ist einfach zu beantworten: Du hast dir auf deinem Einweihungsweg einen Wegweiser und Ratgeber gewünscht, denn manchmal fühlst du dich einsam und verloren auf diesem Weg. Manchmal weist du nicht, ob du alles richtig gemacht hast und wie du deine nächsten Schritte gehen sollst. Du hast Angst, etwas falsch zu machen. Du hast Angst, die falsche Entscheidung zu treffen. Dann triffst du eben gar keine Entscheidung und machst lieber einen Spagat, etwa zwischen Beruf und Familie, zwischen dem Geldverdienen und deinen spirituellen Interessen, zwischen der Ehefrau und der Geliebten etc. Wie lange kann man so einen Spagat machen? Bis es wehtut.

Wenn der Schmerz, den dieser Spagat hervorruft, die innere Zerrissenheit zu groß geworden ist, muss man sich auf jeden Fall ablenken und im fortgeschrittenen Schmerzstadium sogar betäuben. Dazu dienen das Gläschen oder die Flasche Wein am Abend, Binge Watching vor dem Fernseher, Computerspiele, Handy-Exzesse, Marathonlaufen und alles andere, was süchtig machen kann. Schon hat man ein neues Problem. So kommt eins zum anderen. Die Partnerschaft und die Familie leiden, die Gesundheit geht flöten, die Finanzen krachen weg, und die Katastrophe ist da. Oder einfach die nächste Einweihung, in der man die neue Chance hat, die Angst zu überwinden.

Dein Verstand wird dir an manchen Stellen in diesem Buch erklären wollen, dass dies alles Unsinn ist. Besonders wenn hier geschrieben steht, du hättest bereits jeden Schritt geplant und wärst ihn auch schon gegangen. »So ein Quatsch«, sagt dein Kopf dann, weil er eben kein Seelenbewusstsein hat. »Ich habe mir doch nicht freiwillig einen schweren Autounfall als Einweihungsschritt kreiert oder den Tod meiner Mutter, den Verlust meines Kindes oder die Trennung meiner Eltern.« Sorry, lieber Leser, so schlimm dir dein Schicksal auch vorkommen mag, du hast dich im Seelenbewusstsein für diese Prüfungen entschieden und in den meisten Fällen auch dafür, sie zu überleben.

Es gibt keine Zufälle. Es gibt allerdings Umstände, unter denen du besonders gut lernen könntest, was beispielsweise Verrat, Treue, Angst, Liebe, Einsamkeit und Gemeinsamkeit, Licht und Dunkel bedeuten. Du hast auf der Seelenebene entschieden, dich auf der Erde zu verkörpern – in einer Welt, in der Polaritäten erfahrbar sind. In deinem Leben gibt es ein ständiges Auf und Ab. Alles ist Energie mit Bewusstsein oder Unbewusstsein. Es gibt kein Gut oder Schlecht. Auch Opfer und Täter haben sich auf der Seelenebene verständigt, bevor sie einander begegnet sind. Besonders unsere sogenannten Seelenpartner, mit denen wir beispielsweise Kinder haben, sind die Wesen, mit denen wir die Polaritäten von Liebe und Angst oder sogar Hass am besten erleben können.

Du hast keine Schuld – und die anderen auch nicht

»Wie kann es sein, dass niemand schuld ist?«, fragt der Verstand. Es gibt doch ganz klare Gesetze und auch Gerichtsurteile, in denen Schuld und Schuldumfang genau festgelegt werden. Da dürfen doch keine Ausreden für Verbrechen gefunden werden. Oder doch? Nein, es geht nicht um Ausreden. Es geht um Seelenerfahrungen und Seelenvereinbarungen. Wenn dich dein Bruder nicht ins kalte Wasser geschubst hätte, hättest du nie schwimmen gelernt. Wenn dich dein Mann nicht verlassen hätte, hättest du deine wahre Berufung nie gefunden ... Auf diesem Planeten geschehen viele grausame Dinge, die hier keinesfalls beschönigt werden sollen. Doch gerade weil wir nicht verstehen, wie so etwas geschehen konnte, weil wir uns weder an unseren eigenen Seelenplan noch an den der anderen Seelen erinnern, sollten wir einfach nicht urteilen. Vielleicht ist eine schreckliche Krise oder Krankheit genau der letzte wichtige Schritt zur Einweihung einer Seele. Wir sollten uns nie ungefragt einmischen, aber auch keine Hilfeleistung unterlassen, wenn die Situation es erfordert.

Angelinas Geschichte

Angelina war fünf Jahre alt, als ihre kleine Schwester im Pool ertrank. Sie wollte doch nur gemeinsam mit ihr im Wasser planschen und wusste nicht, dass Sina vom Beckenrand ins Tiefe springen würde, statt über die Treppe ins flache Wasser zu kommen, wo Angelina mit der Wasserpistole herumspritzte. Es war ein heißer Sommertag, und es war doch nur ein lustiges Spiel, bis die kleine Sina bewegungslos im Wasser trieb. Das Entsetzen der herbeieilenden Eltern, die Angelinas Hilfeschreie endlich gehört hatten, ihre verzweifelten Versuche, die kleine Schwester wiederzubeleben, die Sirenen der Rettungswagen und das Kopfschütteln des Vaters, gefolgt von einem herzzerreißenden Aufschrei der Mutter, den Angelina nie mehr vergessen würde und der noch jahrelang in ihren Albträumen widerhallte. Sie hatte doch gar keine Schuld. Oder doch?

Jeden Sommer sterben bei uns in Phönix, Arizona, Kleinkinder, weil sie in den Pool fallen und noch nicht schwimmen können. Die Nachrichtensprecher warnen in den Sommermonaten regelmäßig, die Kinder nicht unbeaufsichtigt zu lassen, aber es nützt scheinbar nichts. Auch nicht, dass es Gesetz ist, um die Pools einen Sicherheitszaun mit kindersicherem Schloss zu installieren. Vielleicht werden die Eltern für einen Moment durch ihr Handy abgelenkt, vielleicht holt das Kleinkind wider Erwarten einen Stuhl, klettert drauf und öffnet das Schloss, an das es sonst nicht herankommen könnte. Die Frage nach dem Warum kann man mit dem Verstand nicht beantworten. Auch nicht, warum manche der Kinder gerettet werden konnten und diese Erfahrung überlebt haben.

Es gibt kein Jahr ohne Unglücksfälle, Unruhen oder Unwetter. Die Vorsilbe un macht das Gegenteil aus dem, was der Rest des Wortes sagen will, eine Verneinung – etwas, das wir oft nicht wahrhaben wollen, das aber doch geschieht. Etwas Unmögliches.

Unmögliches kann jedem passieren

Sogar einem Fußballweltmeister kann es passieren, dass er in der Vorrunde ausscheidet. Für die deutsche Nationalmannschaft brach 2018 eine Welt zusammen, als sie nach wenigen verlorenen Spielen ihre Koffer packen und nach Hause fahren musste. Wenn man ganz genau hinschaut, wurde in dem Zusammenhang auch klar, dass das ganze Land einen Veränderungsprozess durchmacht und eine beginnende Identitätskrise erlebt, die große Auswirkungen auf viele Lebensbereiche haben wird.

Es ist wie im richtigen Leben. Das scheinbar Unmögliche kann jedem passieren, jederzeit. Ist es möglich, sich auf schlimme Situationen vorzubereiten? Ja, absolut. Der erste Schritt wäre, das arrogante Ego ebenso hinter sich zu lassen wie die Angst, Fehler zu machen, und sich auf eine andere Bewusstseinsebene zu begeben. Bei einer Fußballweltmeisterschaft sind Demut, Dankbarkeit und die Liebe zum Spiel sowie zu den jeweiligen Mitspielern entscheidend – genau wie im Spiel des Lebens. Dann ergeben sich neue Chancen, das Glück kommt hinzu, die Magie des Spiels kehrt zurück, weil die lichtvollen Energien wieder frei fließen. Hatten Spieler und Trainer schon Demut gelernt oder sie im WM-Rausch möglicherweise wieder vergessen? Wenn dem so ist, dürfen sie und wir alle immer wieder neue Erfahrungen machen, damit die Erinnerung wach gehalten wird.

»Alles ist Energie«, sagt Albert Einstein. Das kann man nicht nur auf dem Fußballplatz gut beobachten. Wenn die Energie nicht mehr fröhlich fließt, sondern durch Blockaden und Hindernisse gebremst wird, entstehen meistens zusätzliche Verletzungen (etwa mehrfacher Nasenbruch), Bestrafungen (Gelbe und Rote Karten) und noch mehr Blockaden, die dann das Spiel (des Lebens) entscheiden.

Wir haben in dieser Inkarnation Gelegenheit, große Einweihungen zu meistern und neue Erkenntnisse und Weisheiten zu erlangen. Bist du vorbereitet? Was machst du, wenn deine Welt zusammenbricht? Oder glaubst du, das passiert immer nur den anderen – dir nicht?

Meine Geschichte

Meine ganze Welt, wie ich sie kannte, ist im Jahr 2000 zusammengebrochen. Alles, womit ich mich identifiziert habe (Unternehmensberaterin im internationalen Top-Management), alles, was mir lieb und wichtig war, meinen Mann, mein Kind, meine Ursprungsfamilie musste ich in der »Großen Loslass-Einweihung« zurücklassen. Mit nur zwei Koffern voll weltlichem Besitz bin ich durch »das goldene Tor der Einweihung« gegangen und habe Deutschland verlassen. Ohne Familie, ohne Wohnsitz, ohne Job, ohne Arbeitserlaubnis, ohne Aufenthaltserlaubnis, ohne Geld – im Prinzip mit nichts habe ich als Einwanderer ein neues Leben in den USA begonnen. In Begleitung meiner Engel bin ich sehr mutig dem Ruf meines Herzens gefolgt, um meinen Seelenweg mit Michael BearHawk, meinem Seelenpartner, zu gehen und meine wahre Berufung zu leben. Auch er hatte keinen weltlichen Besitz. Er hatte bereits seit zehn Jahren kein Einkommen mehr und in der Tradition der Native Americans viele Einweihungsprüfungen durchlaufen. Es war ein sehr schwerer Weg für uns beide. Verlust, Armut, Hunger, Einsamkeit, Traurigkeit, Schuld, Schmerz, zahlreiche Ängste, unfassbare Bürokratie und weltliche Hürden haben uns gequält. Unsere tiefe Verbindung, unsere große Liebe und die Hilfe der geistigen Welt haben uns durch all das getragen. Viele weitere Entbehrungen, Enttäuschungen, Betrug, Verrat, Sabotage, Diebstahl, Zerstörung, Angriffe, unzählige Prüfungen und Einweihungen sind gefolgt. Die schlimmsten Einweihungen in Form von lebensbedrohlichen Krankheiten haben mich und mein Kind an die Grenzen von Leben und Tod gebracht. Viele Jahre lang haben wir die unfassbar leidvolle dunkle Nacht der Seele gemeinsam durchlebt, ohne dies öffentlich zu machen. Dabei wurden unsere Verbindung, unsere Liebe, unsere Geduld, unser Vertrauen und mein Bewusstsein, wer ich wirklich bin, immer stärker. Wie Phoenix aus der Asche bin ich im Laufe der Jahre aus dem Nichts emporgestiegen, und meine spirituellen Fähigkeiten haben sich kraftvoll entwickelt. Viele der Erkenntnisse, die ich auf meinem Einweihungsweg gewinnen konnte, habe ich inzwischen mit Tausenden von Menschen geteilt. Unzählige Hilfe Suchende haben durch mein Lebenswerk, durch die Unterstützung meines Mannes und die Unterstützung aus der geistigen Welt ihre eigene Kraft sowie Heilung und Liebe erfahren können. Die vielen Quantum Engel Heiler und Cosmic Recoding Coaches, die wir ausgebildet haben, wirken täglich in vielen Ländern zum besten Wohle aller. Dafür bin ich unendlich dankbar. Ich wache mittlerweile morgens in meinem eigenen Haus auf und bin mir darüber bewusst, dass durch meinen mutigen Weg, durch unsere Liebe und die Unterstützung der lichtvollen geistigen Welt und der Erdenengel jemand durch QEH oder CRC Hilfe bekommen hat, während ich in meinem Paradies in Arizona geschlafen habe. Das hätte ich nie geahnt, als ich durch die großen Prüfungen gegangen bin. Es ist Amazing Grace für mich. Meine Dankbarkeit ist kaum in Worte zu fassen.

Sehr wahrscheinlich werden wir alle die Erfahrung machen, dass sich die eigene Welt, wie wir sie kannten, durch Lebenskrisen und Einweihungen stark verändert oder sogar zusammenbricht. Es ist eine Frage der Zeit, wann wir dieses Leben und unseren Körper verlassen. Das Motto »Das kann mir nicht passieren« ist spätestens dann infrage zu stellen.

Wie wäre es, dieses Motto schon heute infrage zu stellen und sich auf das »Unmögliche« oder »Unvorstellbare« vorzubereiten? Wie wäre es, schon heute das eigene Bewusstsein zu erweitern, statt den Kopf in den Sand zu stecken? 

Dazu lade ich herzlich ein. Denn wenn wir für uns entdecken, wie das alte Spiel zwischen Licht und Dunkel gespielt wird, wenn wir wirklich unser Seelenpotenzial und unsere Schöpferkraft leben, wird es leichter. Die Gesundheit kehrt zurück, und alles macht wieder viel mehr Spaß. 

Mysterienschulen – Universitäten der Seele