Dem Vampir ergeben - Charlie Richards - E-Book

Dem Vampir ergeben E-Book

Charlie Richards

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Beschreibung

In der paranormalen Welt: Als ein Auftrag einen dominanten Gargoyle zu seinem Gefährten führt, fragt er sich, warum das Schicksal jemanden für ihn auserwählt hat, der ihm so ähnlich ist. Destrawn ist seit etwas über einem Jahr der stellvertretende Anführer des Aerasceatle-Schwarms. Unter Anführer Kinsey hat das Schicksal begonnen, freundlich zu ihnen zu sein, und einige ihrer Leute haben bereits ihre Gefährten gefunden. Auch wenn Destrawn sich für sie freut, glaubt er nicht, dass das Schicksal ihm seinen Gefährten bald schicken wird. Er glaubt nicht, dass er selbst einen guten Gefährten abgeben würde. Er ist zu dominant und kontrollierend, manche würden sogar sagen herrisch. Als Destrawn den in der Nähe befindlichen Maven-Vampirzirkel besucht, um Informationen zu erhalten, die am Telefon nicht übermittelt werden können, findet er heraus, dass er sich geirrt hat. Der Vampir, der über das Auftauchen von Jägern in ihrer Gegend berichtet – ein erfahrener Tracker namens Sorbin – ist sein Gefährte. Ob er bereit dazu ist oder nicht, Destrawn muss ihn annehmen. Schließlich bekommt er nur einen Gefährten, und wenn er Sorbin ablehnen sollte, würde der Vampir sich nicht mehr ernähren können, was zu seinem Tod führen würde. Kann Destrawn lernen, sich den Bedürfnissen seines Vampirs zu ergeben, während er stark genug bleibt, um alle zu beschützen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Paranormal verliebt ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 34.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

ÜBER CHARLIE RICHARDS

LESEPROBE:

Dem Vampir ergeben

In der paranormalen Welt: Als ein Auftrag einen dominanten Gargoyle zu seinem Gefährten führt, fragt er sich, warum das Schicksal jemanden für ihn auserwählt hat, der ihm so ähnlich ist.

Destrawn ist seit etwas über einem Jahr der stellvertretende Anführer des Aerasceatle-Schwarms. Unter Anführer Kinsey hat das Schicksal begonnen, freundlich zu ihnen zu sein, und einige ihrer Leute haben bereits ihre Gefährten gefunden. Auch wenn Destrawn sich für sie freut, glaubt er nicht, dass das Schicksal ihm seinen Gefährten bald schicken wird. Er glaubt nicht, dass er selbst einen guten Gefährten abgeben würde. Er ist zu dominant und kontrollierend, manche würden sogar sagen herrisch.

Als Destrawn den in der Nähe befindlichen Maven-Vampirzirkel besucht, um Informationen zu erhalten, die am Telefon nicht übermittelt werden können, findet er heraus, dass er sich geirrt hat. Der Vampir, der über das Auftauchen von Jägern in ihrer Gegend berichtet – ein erfahrener Tracker namens Sorbin – ist sein Gefährte. Ob er bereit dazu ist oder nicht, Destrawn muss ihn annehmen. Schließlich bekommt er nur einen Gefährten, und wenn er Sorbin ablehnen sollte, würde der Vampir sich nicht mehr ernähren können, was zu seinem Tod führen würde.

Kann Destrawn lernen, sich den Bedürfnissen seines Vampirs zu ergeben, während er stark genug bleibt, um alle zu beschützen?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.

Paranormal verliebt ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.

Länge: rund 34.000 Wörter

CHARLIE RICHARDS

Dem Vampir ergeben

Paranormal verliebt 32

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Surrender to the Vampire“:

Charlie Richards

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2021

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Akzeptiere, was ist. Lass los, was war. Habe Vertrauen in das, was sein wird.

~Sonia Ricotti

Inhalt

Kapitel 1 7

Kapitel 2 18

Kapitel 3 27

Kapitel 4 37

Kapitel 5 47

Kapitel 6 57

Kapitel 7 67

Kapitel 8 76

Kapitel 9 87

Kapitel 10 98

Kapitel 11 107

Kapitel 12 118

ÜBER CHARLIE RICHARDS 129

LESEPROBE: 130

Kapitel 1

Destrawn erwachte aus dem Tagschlaf und stand auf. Die Arme über den Kopf erhoben, wölbte er den Rücken. Er breitete seine Flügel aus und stöhnte, während er sich reckte und streckte, um die Verspannungen nach dem Schlaf zu lösen.

Destrawn wusste nicht, warum es geschah, da er tagsüber eine steinerne Statue war, aber er wachte immer steif auf.

Nachdem er seinen Rücken gelockert hatte, was ihm einen tiefen Seufzer entlockte, senkte Destrawn seine Arme und stützte seine Hände auf die Hüften. Er spähte vom Dach hinunter auf das Treiben auf der großen Terrasse darunter. Eine Reihe von Gefährten, Menschen und Wandler, sowie ein oder zwei gebundene Gargoyles huschten geschäftig herum.

Destrawn legte den Kopf schief und versuchte sich daran zu erinnern, worauf sie sich vorbereiteten.

„Wow, sie haben schon viel für die Silvesterparty gemacht.“

Als er den spanischen Akzent von Chef-Vollstrecker Sethnos hörte, drehte sich Destrawn um und starrte den riesigen, pulvergrauen Gargoyle an. Sie waren dem Schwarm zur gleichen Zeit beigetreten, und Destrawn lernte allmählich seine neuen Schwarmkameraden kennen.

Als eine große Machtverschiebung im Schwarm stattgefunden hatte, hatten die Gargoyle-Ältesten Anfragen an andere Schwärme geschickt, um zu erfahren, ob es irgendwelche akzeptablen Gargoyles gab, die daran interessiert waren, eine Führungsrolle zu übernehmen. Destrawn hatte sich um die Stelle beworben, und nach einer Reihe von Gesprächen, nicht nur mit dem Ältesten Vermidian, sondern auch mit dem neu ernannten Anführer Kinsey, war er aus einem Schwarm im Hinterland von New York hergezogen. Sethnos war aus einem abgelegenen Schwarm in den Bergen in der Nähe von Mexico City zu ihnen gekommen.

Gut, dass sie sich als Paranormale nicht darum kümmern mussten, Pässe oder Green Cards zu bekommen.

Destrawn vermutete, dass Sethnos noch mit einem kleinen Kulturschock zu kämpfen hatte.

Destrawn lenkte seine Aufmerksamkeit auf das, was der andere Gargoyle gesagt hatte, und nickte. „Richtig. Eine Silvesterparty.“

Als Kreatur, die bis zu zwei Jahrtausende lang lebte, verstand Destrawn den Wunsch nicht, zu feiern, wenn ein Jahr zu Ende ging und ein anderes begann. Kurz vor dem Erreichen seines sechsten Jahrhunderts, stellte er fest, dass die Jahre miteinander zu verschmelzen begonnen hatten. Das Einzige, was sich wirklich geändert hatte, war die menschliche Technologie, die es den Paranormalen entweder leichter oder schwerer machte, sich direkt vor ihren Augen zu verstecken.

Nach dem, was Destrawn aus der Aufregung in den Stimmen anderer herausgefunden hatte, als sie von der Party sprachen, war es etwas Neues für den Schwarm. Nachdem Destrawn einige der Horrorgeschichten darüber gehört hatte, womit die verbleibenden Mitglieder unter ihrem alten Anführer zu tun gehabt hatten, verstand Destrawn, warum die heilenden Mitglieder solche Dinge brauchten, um sich aufzuheitern. Für die kleineren, schwächeren Gargoyles war ihr Leben unter Ex-Anführer Grecian die Hölle gewesen. Sie waren wenig mehr als Sklaven gewesen.

Mehr als ein Jahr zuvor war der jetzige Anführer Kinsey nur ein Vollstrecker gewesen. Aufgrund der verschrobenen Ansichten des vorherigen Anführers, was vom Schicksal auserwählte Gefährten anging, hatte der Zweite des Schwarms, der zufällig Kinseys Vater war, seine Bindung mit seiner Schicksalsgefährtin Wendy geschädigt. Das hatte den Zweiten geschwächt, so dass Kinsey ihn leicht besiegen und dann den Anführer herausfordern konnte. In Gegenwart von Vermidian, einem Gargoyle-Ältesten, hatte Kinsey gewonnen und den Schwarm ohne Blutvergießen übernommen.

Nachdem er gehört hatte, wie Grecian die kleineren Gargoyles des Schwarms behandelt hatte, hatte sich Destrawn gewünscht, er hätte bei dem Mann ein wenig Blut vergießen können.

Destrawns Magen knurrte und riss ihn aus seinen Gedanken. Ein Blick in die Runde verriet ihm, dass Sethnos bereits vom Dach wegflog und auf seine Suite zusteuerte. Während er seine Arme über den Kopf streckte, begann Destrawn dasselbe zu tun.

Als Destrawn Rundin sah, der eine Kiste über die Terrasse trug, summte er und rieb sich den Hals. Der kleine braune Gargoyle gab verdammt gute Nackenmassagen. Destrawn hatte seine Dienste mehr als ein paar Mal in Anspruch genommen.

Als Destrawn sich von dem Anblick abwandte und in die Luft sprang, wobei er mit seinen großen schwarzen Flügeln eine Luftströmung auffing, überlegte er, Rundin fünfzehn Minuten lang zu unterbrechen. Er wusste, dass es dem kleinen Gargoyle nichts ausmachen würde, ein bisschen an seinem Nacken zu arbeiten. Doch als Destrawn auf seinem Balkon im dritten Stock landete, dachte er über seine letzte Interaktion mit Rundin vor zwei Tagen nach.

Rundin hatte ihn wie einen Helden angeschaut, mit Anbetung in seinen Augen. Seine Hände waren ein wenig zu lange auf Destrawns Nacken geblieben. Er schien sogar rot zu werden, was aufgrund der dicken, lederartigen Haut eines Gargoyles schwierig war.

Destrawn nahm an, dass es etwas – oder alles – mit dem leichten Geruch von Rundins Erregung zu tun hatte, der die Luft erfüllte.

Er wird mir ein bisschen zu anhänglich.

Auch wenn es Destrawn nichts ausmachte, mit einem oder zwei Schwarmmitgliedern befreundet zu sein, oder sogar Freunde mit gewissen Vorzügen, sagte ihm ein sechster Sinn, auf den er immer hörte, dass Rundin mit einer solchen Beziehung nicht fertig werden würde. Der Ausdruck in seinen Augen und das Erröten sagten Destrawn die Wahrheit. Der kleinere Gargoyle würde am Ende etwas Festes wollen.

Da er nicht die Absicht hatte, jemandem falsche Hoffnungen zu machen, schwor Destrawn sich im Stillen, dem anderen Mann von nun an fernzubleiben. Zukünftige Massageangebote würde er ablehnen müssen. Der pulsierende Wasserstrahl in seiner Dusche würde reichen müssen.

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf ging Destrawn in seine Suite und trat unter genau diesen.

Eine halbe Stunde später verließ Destrawn seine Suite. Er bewegte sich schnell und trug eine riesige Tasse Kaffee, dank der Maschine, die er in seinem Zimmer aufgestellt hatte. Es war ein Abschiedsgeschenk von ein paar Freunden in seinem alten Schwarm gewesen.

Sie hatten gewusst, wie sehr Destrawn von dem erstklassigen Kaffee begeistert war, den sein letzter Schwarm im Angebot hatte, also hatten sie ihn bestens ausgestattet.

Destrawn nahm einen Schluck von dem dampfenden Gebräu und genoss den starken Geschmack mit einem Schuss Pfefferminzweißer. Er leckte sich die Lippen und lächelte. Dann nahm er einen größeren Schluck.

Ja, das hat was. Vielleicht gibt es doch einen Grund für die Weihnachtszeit. Kaffeeweißer, der wie Zuckerstangen schmeckt. Lecker.

Destrawn machte sich auf den Weg zum Speisesaal und nickte denen, an denen er vorbeikam, grüßend zu. Der Aerasceatle-Schwarm war auf keinen Fall groß. Er hatte nur siebenundzwanzig Mitglieder, und dazu gehörten Gefährten sowie die Gargoyles und ihre Vampirgefährten, die derzeit im Zirkel wohnten.

„Zweiter Destrawn.“

Als Destrawn seinen Namen hörte, blieb er direkt hinter der Speisesaaltür stehen und schaute sich um. Er entdeckte Tracker Lionad, der auf ihn zueilte. Während er wartete, fragte sich Destrawn, was der verpaarte Gargoyle so früh am Abend brauchte.

„Tut mir leid, dich vor dem Frühstück zu stören, Zweiter Destrawn“, sagte Lionad, senkte ehrerbietig den Kopf und sah ihm nicht in die Augen. „Aber Anführer Kinsey hat mich gebeten, dich zu holen, sobald du aus deinem Quartier auftauchst.“

Destrawn wusste, dass Lionads unterwürfige Handlungen ein Überbleibsel davon war, wie Untergebene den inneren Kreis unter Grecians Führung ansprechen mussten. Auch wenn Destrawn bewusst war, dass er ein dominanter Kerl war, war dieses Verhalten jetzt nicht mehr nötig. Er erinnerte sich, dass Anführer Kinsey sie alle dazu angehalten hatte, ihre Leute bei jeder Gelegenheit daran zu erinnern.

Destrawn hob seine Hand und krümmte den Zeigefinger. „Tracker Lionad“, sagte er leise, als er seinen Finger unter das Kinn des anderen Gargoyles legte. Er ignorierte das leichte Zucken des kleineren Mannes und drängte ihn, den Blick zu heben. Als Lionads Blick seinem begegnete, lächelte Destrawn und erinnerte ihn: „Entspann dich, Lionad. Die Förmlichkeit ist nicht nötig.“

Als Destrawn seine Hand senkte, beobachtete er, wie sich Lionads Schultern entspannten. Der andere Mann nickte nur leicht, als eine Andeutung eines Lächelns um seine Lippen tanzte. Er schaffte es sogar, Destrawns Blick weiterhin standzuhalten.

„Entschuldigung, Destrawn“, murmelte Lionad. „Manchmal … ist es schwer, sich daran zu erinnern.“

Destrawn nickte. „Das glaube ich gerne.“ Dann konzentrierte er sich auf den Grund, warum der andere Gargoyle ihn überhaupt erst angesprochen hatte, und deutete auf das Buffet voller Essen. „Ich hole mir ein paar Frühstücksburritos und bin gleich da.“

Lionad nickte. „Ich werde es Anführer Kinsey wissen lassen, Zweiter.“ Dann eilte der andere Gargoyle zu einem Tisch in der Nähe.

Als Destrawn seinen Weg zum Buffet fortsetzte, bemerkte er, dass Lionad neben einem schlanken Menschen stehen blieb. Der Ausdruck von Besorgnis auf dem Gesicht des Mannes verwandelte sich sofort in ein Lächeln, als Lionad ihm mit einer krallenbesetzten Hand durchs Haar fuhr. Dann bückte sich der Gargoyle und küsste seinen Gefährten, bevor er sich eine Tasse vom Tisch schnappte und die Cafeteria verließ.

Destrawn konnte sich das kleine Lächeln nicht verkneifen, das seine Lippen umspielte, als er sich einen Teller nahm und ihn auf die Stange vor dem Buffet stellte. Es war gut zu sehen, was ein paar beruhigende Worte bewirken konnten, um die Anspannung derer im Schwarm zu verringern. Obwohl er sich nie als romantisch oder mitfühlend bezeichnen würde, kannte er den Wert eines einfachen Aktes der Freundlichkeit.

Zu diesem Zweck versuchte Destrawn, wenn nötig, seine Dominanz zu zügeln.

Als Destrawn ein paar vorbereitete Burritos mit Wurst, Eiern, Käse und Kartoffeln auf seinen Teller legte, spürte er, wie sich jemand näherte. Seine Nase sagte ihm, dass es Rundin war. Während Destrawn seinem Teller vier belegte Croissants mit Eiern, Schinken und Käse hinzufügte, drehte er den Kopf und nickte dem kleinen Gargoyle zu.

„Guten Morgen, Zweiter Destrawn“, grüßte Rundin mit einem schüchternen Lächeln.

Destrawn schenkte dem viel kleineren Gargoyle im Gegenzug ein leichtes Lächeln. „Guten Morgen, Rundin.“ Nach einer Sekunde des Zögerns zwang er sich, hinzuzufügen: „Ich habe dich draußen auf der Terrasse entdeckt, nachdem ich aus dem Tagschlaf aufgewacht bin. Du musst so schnell wie möglich nach draußen geeilt sein.“

Rundin roch erfreut, als würde es ihm gefallen zu wissen, dass Destrawn ihn bemerkt hatte. „Praerna hat mir gesagt, wie viel Arbeit noch zu tun ist“, sagte er und bezog sich dabei auf einen anderen kleinen, ungepaarten Gargoyle. „Sobald ich mich bewegen konnte, eilte ich los, um zu helfen.“ Rundin sah Destrawn unter seinen Wimpern an und sagte: „Die Party wird so viel Spaß machen. Du kommst doch, nicht wahr?“

„Ich werde da sein“, bestätigte Destrawn, obwohl er nicht hinzufügte, dass es mehr daran lag, weil er wusste, dass Anführer Kinsey ihn darauf ansprechen würde, wenn er nicht auftauchte.

„Großartig!“, Rundin rückte näher, streckte seine Hand mit den weißen Krallen aus und legte sie auf Destrawns Oberarm. „Wie geht es deinem Nacken und deinen Schultern? Kann ich dir irgendwie helfen?“

Destrawn wusste, dass Rundin eine Massage anbot … und noch mehr, dem Geruch seines Interesses nach zu urteilen.

Ja, Zeit, das im Keim zu ersticken. Ich bin mir nur nicht sicher, wie.

Zum Glück musste sich Destrawn nicht sofort entscheiden, da er einen Ausweg hatte. „Schon gut, Rundin“, erwiderte er, was wahr war, da er mehrere zusätzliche Minuten unter seinem Duschkopf verbracht hatte. Sehr viel weniger stressig. „Aber danke für das Angebot.“

Der Geruch von Rundins Enttäuschung erfüllte die Luft.

Bevor Destrawn einen Weg finden konnte, sich zu entziehen, ohne abrupt und unhöflich zu wirken, kam Sethnos zu seiner Rettung. „Guten Abend, Rundin“, grüßte der Vollstrecker, bevor er sich Destrawn zuwandte. „Bist du bereit, Destrawn?“

Offensichtlich war der Vollstrecker auch von Anführer Kinsey zu dem Treffen eingeladen worden.

Destrawn nahm den vollen Teller mit einer Hand und seine noch halbvolle Tasse Kaffee mit der anderen. „Das bin ich. Gehen wir zu unserem Treffen.“ Dann zauberte er ein kleines Lächeln auf die Lippen und konzentrierte sich auf Rundin, wobei er dem Gargoyle zunickte. „Viel Spaß dabei, Praerna zu helfen. Ich habe gehört, dass die Party großartig wird.“

Ohne auf eine Antwort von Rundin zu warten, verließ Destrawn die Cafeteria mit Sethnos neben sich, der seinen eigenen Teller und eine Tasse trug.

Als sich die Tür hinter ihnen geschlossen hatte, atmete Destrawn tief durch. Er schüttelte ein wenig den Kopf. Als er Sethnos’ leises Lachen hörte, warf er dem Vollstrecker einen Seitenblick zu.

Als er Sethnos’ amüsiertes Grinsen entdeckte, verengte Destrawn die Augen und knurrte: „Was?“

Sethnos zuckte die Achseln, während sein Lächeln breiter wurde. „Rundin hat eine Schwäche für dich.“

Destrawn stöhnte leise und nickte. „Ich weiß.“ Stirnrunzelnd stieg er die Treppe hinauf und ging zurück in den Flügel, in dem sich nicht nur sein eigenes Zimmer, sondern auch die Räumlichkeiten des inneren Kreises sowie das Büro von Anführer Kinsey befanden. „Ich kann nur nicht herausfinden, warum.“

„Du hast ihm ein wenig Freundlichkeit erwiesen, nachdem er jahrzehntelang unterdrückt wurde“, vermutete Sethnos und zog eine Augenbraue hoch, als er ihn ansah. „Ich habe eure Düfte noch nie vermischt gerochen, also ist es nicht sexuell“, kommentierte er unverblümt. „Aber Rundin will das auf jeden Fall.“

Auch wenn Destrawn nicht oft mit anderen über sein Sexualleben sprach, erkannte er, dass es mit Sethnos sicher sein würde. „In meinem alten Schwarm hatte ich eine Handvoll Sexualpartner“, gab er zu. „Keine Verpflichtung. Nur gelegentlich den Körper des jeweils anderen zum Stressabbau benutzen.“ Hm. Vielleicht ist das der Grund, warum ich in den letzten paar Monaten immer so angespannt aufwache. Destrawn verzog das Gesicht und fügte hinzu: „Ich glaube nicht, dass Rundin ein solches Arrangement verstehen würde.“

„Definitiv nicht“, antwortete Sethnos und bestätigte damit Destrawns Einschätzung. „Selbst wenn du mit ihm eine solche Abmachung besprechen würdest“ – er hielt inne, um die Tür zu öffnen, und Destrawn ging ihm voran in das Büro des Anführers – „ich habe das Gefühl, dass er, sobald er eine andere Person an dir wittert, ausrasten würde.“

Destrawn nickte. „Ich bin sicher, du hast Recht.“

„Über wen redet ihr?“, fragte Anführer Kinsey neugierig von seinem Schreibtisch aus.

Destrawn machte es sich im Loungebereich bequem und stellte seinen Teller und seine Tasse auf den Couchtisch. „Rundin“, sagte er zu seinem Anführer, ehe er einen der eingewickelten Burritos aufhob.

Sethnos ließ sich in der Nähe nieder und stellte seine Tasse auf den Beistelltisch zwischen ihren Stühlen. Er lehnte sich nach hinten und entschied sich dafür, seinen Teller auf seinem Oberschenkel abzusetzen.

Anführer Kinsey folgte ihnen und ließ sich auf dem Zweiersofa nieder. „Hast du was mit Rundin am Laufen?“, Er legte seinen Arm auf die Rückenlehne. „Ist das klug?“

„Rundin braucht eine sanfte und mitfühlende Hand“, sagte eine Stimme in der Nähe der Tür und enthüllte, dass Kinseys Gefährte Jimmy aus ihrer angrenzenden Suite zu ihnen gekommen war. Während Jimmy zum Anführer hinüberging, beäugte er Destrawn neugierig. „Ich meine, ich weiß, dass du sanft sein kannst. Ich habe es gesehen, aber mitfühlend?“, Er legte den Kopf schief und ein Lächeln umspielte seine Lippen, als er sich neben Kinsey setzte. „Nichts für ungut, aber du scheinst mir nicht der mitfühlendste Typ zu sein.“

Anführer Kinsey legte seinen Arm um Jimmy und drückte ihn an seine Seite. „Äußerst loyal, dominant und aggressiv, ja.“ Er lachte, als er den Kopf schüttelte. „Mitfühlend, nein.“

Nachdem er einen großen Bissen von seinem Burrito genommen hatte, nickte Destrawn. „Bin nicht beleidigt“, murmelte er um seinen Bissen herum. Nachdem er geschluckt hatte, fügte Destrawn hinzu: „Deshalb brauche ich einen Rat, wie ich ihm über seine Vernarrtheit in mich hinweghelfen kann.

---ENDE DER LESEPROBE---