Der Bikerwolf und sein Gefährte - Charlie Richards - E-Book

Der Bikerwolf und sein Gefährte E-Book

Charlie Richards

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Beschreibung

Als schwuler Militärveteran, Wolfswandler und Inhaber der örtlichen Motorradwerkstatt ist Kade McGraw zufrieden damit, wer und was er ist. Dann tut Kade seiner Adoptivschwester Theresa einen Gefallen und entdeckt, dass sein Gefährte sie als Date von Theresas Freundin begleitet. Die Tatsache, dass Tom ein Mensch ist und nichts von der Existenz von Wandlern weiß, ist nur eine von vielen Hürden. Sein Gefährte will nicht eingestehen, dass er schwul ist, und Kade muss um ihre gemeinsame Zukunft kämpfen, als sich Tom dem Gefährtenband widersetzt. Tom, ein geradliniger Marketingspezialist, versteht nicht, warum er sich zu dem tätowierten, gepiercten Biker mit den stechenden grünen Augen und dem sinnlichen Lächeln hingezogen fühlt. Er gesteht nicht einmal sich selbst seine wahre sexuelle Orientierung ein. Doch Kade kreuzt in den seltsamsten Momenten auf und scheint irgendwie Toms geheime Sehnsüchte zu kennen, richtet sogar seinen eigenen Körper gegen ihn. Doch so sehr Tom das auch gefällt, er hat familiäre Verpflichtungen, die ein Outing nicht zulassen. Kann Kade Tom davon überzeugen, dass er ihm und seiner Familie helfen kann? Oder wird Tom unter dem Druck einknicken? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 31.300 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

ÜBER CHARLIE RICHARDS

LESEPROBE:

Der Bikerwolf und sein Gefährte

Als schwuler Militärveteran, Wolfswandler und Inhaber der örtlichen Motorradwerkstatt ist Kade McGraw zufrieden damit, wer und was er ist. Dann tut Kade seiner Adoptivschwester Theresa einen Gefallen und entdeckt, dass sein Gefährte sie als Date von Theresas Freundin begleitet. Die Tatsache, dass Tom ein Mensch ist und nichts von der Existenz von Wandlern weiß, ist nur eine von vielen Hürden. Sein Gefährte will nicht eingestehen, dass er schwul ist, und Kade muss um ihre gemeinsame Zukunft kämpfen, als sich Tom dem Gefährtenband widersetzt.

Tom, ein geradliniger Marketingspezialist, versteht nicht, warum er sich zu dem tätowierten, gepiercten Biker mit den stechenden grünen Augen und dem sinnlichen Lächeln hingezogen fühlt. Er gesteht nicht einmal sich selbst seine wahre sexuelle Orientierung ein. Doch Kade kreuzt in den seltsamsten Momenten auf und scheint irgendwie Toms geheime Sehnsüchte zu kennen, richtet sogar seinen eigenen Körper gegen ihn. Doch so sehr Tom das auch gefällt, er hat familiäre Verpflichtungen, die ein Outing nicht zulassen.

Kann Kade Tom davon überzeugen, dass er ihm und seiner Familie helfen kann? Oder wird Tom unter dem Druck einknicken?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 31.300 Wörter

CHARLIE RICHARDS

Der Bikerwolf und sein Gefährte

Die Wölfe von Stone Ridge 10

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „The Wolf Biker’s Mate“: Charlie Richards

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2018

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Für meine Fans. Eure Energie, Ermutigung und euer Enthusiasmus bringen mich dazu, weiterzumachen.

Kapitel 1

„Kannst du mir einen Gefallen tun?“

Kade grinste und lehnte sich auf seinem Bürostuhl zurück. „Klar doch, Schwesterchen. Worum geht’s?“, fragte er ins Telefon.

„Oh, nenn mich nicht so“, jammerte Theresa. „Vor allem in Anbetracht dessen, worum ich dich bitten will.“

Bei dieser Aussage hob er eine Braue. Seine Adoptivschwester hatte bisher nie ein Problem damit gehabt, wenn er sie liebevoll seine Schwester nannte. Kade beugte sich vor und stützte einen Ellbogen auf den Tisch. „Was stimmt nicht?“

„Ich brauche heute Abend eine Begleitung. Hast du schon was vor?“

Kades zweite Augenbraue folgte der ersten in Richtung Haaransatz. „Du hast mich doch nicht gerade gefragt, ob ich mit dir ausgehe, Tessa? Ich spiele nicht für dein Team, und selbst wenn ich es täte, ist die Vorstellung, mit dir auszugehen, einfach nur … daneben“, stieß er hervor. „Nicht bös gemeint“, fügte er schnell hinzu. Er hatte nie den Eindruck gehabt, dass Theresa auf diese Art an ihm interessiert sein könnte.

Zu Kades Erleichterung kicherte Theresa. „Natürlich nicht, du großer Dummkopf. Ich habe heute Abend ein Doppeldate mit Patricia Templeton. Du weißt schon, Jareds Schwester? Sie will mich ihrem neuen Freund vorstellen. Ich glaube, er ist ein Freund von ihrem Schwager. Wie auch immer“, fuhr Theresa fort und Kade lächelte, abgelenkt durch die Vorstellung von Theresa, wie sie abfällig mit der Hand wedelte, während sie sprach. Seine Adoptivschwester sprach immer mit den Händen. Es war spaßig, ihre Hände festzuhalten, wenn man sich mit ihr zu unterhalten versuchte, und dann zuzusehen, wie frustriert sie wurde. „Also, ist das in Ordnung?“

Scheiße! Ihm war irgendetwas entgangen. „Tut mir leid. Was hast du gerade gesagt?“

Theresa stieß frustriert die Luft aus. „Pass auf, Kade!“, schnappte sie. „Ich sagte, meine Verabredung hat abgesagt, und ich will nicht das dritte Rad am Wagen sein, also musst du mit mir kommen, damit ich jemanden habe, mit dem ich mich unterhalten kann, während Patricia Tom schöne Augen macht.“

„Ach so, ja, sicher, aber du schuldest mir etwas“, neckte er. Sie wussten beide, dass er es auch so gemacht hätte, aber das Versprechen, dass er dafür etwas gut hatte, machte es für ihn nur angenehmer.

„In Ordnung“, schnaufte sie und verdrehte dabei wahrscheinlich ihre Augen. „Kannst du um sieben bei Dave’s Ribs & BBQ in Colin City sein?“

„Oh, schön. Hast du das Lokal mir zuliebe ausgesucht?“, fragte er und freute sich bereits auf die fantastischen Rippchen, für die es bekannt war.

Kichernd antwortete sie: „Leider nicht, Großer. Ich glaube, Tom geht sehr gerne dorthin.“

„Mmm, ein Mann, wie ich ihn mag.“

„Hey, Tom ist mit Patricia verabredet. Du wirst dich heute Abend mit mir begnügen müssen“, schimpfte sie.

Kade grinste. „Natürlich, Theresa. Bis später dann.“

Er begann das Telefon von seinem Ohr wegzuziehen, als er sie rufen hörte: „Warte! Bär?“

Oh-oh, so nannte sie ihn am Telefon nur, wenn sie etwas von ihm wollte und glaubte, dass er sich weigern würde. „Was ist denn?“, fragte er misstrauisch.

„Kannst du irgendwie einschüchternd aussehen? Weißt du, nur für den Fall, dass der Kerl ein Arsch ist und wir ihn verschrecken müssen“, erklärte sie.

Den Kopf zurückgeworfen stieß Kade ein herzhaftes Lachen aus. „Ach, Süße, hast du mich in letzter Zeit mal angesehen? Ich bin schrecklich einschüchternd, ohne dass ich es überhaupt versuche!“

„Du hast dich doch nicht etwa gehen gelassen, Kade? Stimmt etwas nicht?“

Kade lächelte. „Nein, Theresa, aber du musst zugeben, dass ich aussehe wie ein raubeiniger Mechaniker. Das gehört zum Job.“ Er liebte es, seine Werkstatt zu besitzen und würde seinen Job für kein Gold der Welt hergeben.

„Okay. Hauptsache, es geht dir gut, Bär. Wir sehen uns heute Abend“, antwortete Theresa und klang wieder fröhlich.

„Bis dann.“

Nachdem er das Handy auf seinen Schreibtisch gelegt hatte, sah er stirnrunzelnd auf die Uhr. Er würde es jemand anderem überlassen müssen, die Werkstatt abzuschließen, wenn er rechtzeitig in Colin City sein wollte, doch das war in Ordnung. Er hatte einige gute Mitarbeiter.

Kade erhob sich vom Schreibtisch, öffnete eine Tür zu einem dunklen Treppenhaus und ging hinauf zu seiner großen Wohnung über der Werkstatt. Er sprang unter die Dusche, wo er eine spezielle Seife benutzte, um das Schmieröl unter seinen Nägeln zu beseitigen. Einen Moment später betrachtete er sich im Spiegel. Er sah ein wenig rauer aus als normal. Vielleicht sollte er den Bart loswerden. Er legte den Kopf schief, strich mit einer nassen Hand über den sorgfältig getrimmten Backenbart. Vielleicht einen Spitzbart? Sicher.

Er ergriff seinen Rasierer und machte sich an die Arbeit, stutzte und trimmte vorsichtig sein dunkles Gesichtshaar. Als er fertig war, strich er mit einer Hand über die frisch rasierte Haut. Ihm gefiel, wie der neue Look seinen kräftigen Kiefer und die Wangenknochen betonte. Was machte es schon, dass es keine echte Verabredung war? Er konnte auch für seine Adoptivschwester gut aussehen. Was das einschüchternde Aussehen betraf, musste er nur ein T-Shirt mit kurzen Armen tragen und seine Tattoos zeigen. Seine einen Meter zweiundneunzig große, muskulöse Gestalt und die durchdringenden grünen Augen würden den Rest erledigen – und das Motorrad, überlegte er. Es wurde Frühling und wärmer, war aber immer noch etwas kühl, um das Motorrad zu nehmen. Seine Lederkleidung würde sowohl den von Theresa offenbar gewünschten Look vervollständigen, als auch Schutz vor der kühlen Luft bieten.

Grinsend kämmte er mit den Fingern durch die zerzauste Mähne aus langen, dunklen Locken, die er Haare nannte, und strich sie aus seinem Gesicht. Kade zog ein dunkelgrünes T-Shirt und bequeme, enganliegende Jeans an. Nachdem er seine schwarzen Lederchaps angelegt hatte, nahm er seine Motorradjacke, warf sie über seine Schulter und ging hinunter zur Werkstatt.

Dort fand er Todd vor, der gerade den Ölwechsel bei einem heruntergekommenen Toyota Pick-up beendete. „Hey, willst du ein paar zusätzliche Stunden machen?“, rief er.

Der andere Wolfswandler betrachtete ihn von oben bis unten und stieß einen Pfiff aus. „Heiße Verabredung?“

Kade grinste und schüttelte den Kopf. „Abendessen mit meiner Schwester und ihren Freunden“, gestand er.

„Wie schade, denn du siehst wirklich toll aus in diesem Outfit.“ Todd deutete auf sein eigenes Gesicht und fügte hinzu: „Mir gefällt der Bart. Er steht dir. Und das grüne T-Shirt betont deine Augen.“ Er beugte sich vor und betrachtete die keltischen Tattoos, die die gesamte Länge von Kades linkem Arm überzogen. „Wo hast du die machen lassen? Die sind fantastisch!“

Er wusste, dass der kleine Wolf bereits verpaart war, aber Kade freute sich dennoch über die Komplimente. „Wenn du ein Tattoo willst – oder Lyle – wende dich an Reb. Er ist der Beste“, empfahl er.

Todd schaute sich um, dann fragte er: „Ist das nicht der große rothaarige Wolf mit dem riesigen Drachen auf dem Rücken?“

Kade nickte. „Ja. Genau der. Also, machst du heute Abend hier zu?“

Todd strahlte, offenbar erfreut, dass Kade ihm genug vertraute, um ihn alleine abschließen zu lassen. „Ja. Lyle arbeitet heute länger, also ist es perfekt. Dann muss ich nicht alleine zu Hause rumhocken“, fügte er hinzu und verdrehte die Augen.

„Toll“, antwortete Kade und klopfte Todd auf den Rücken, wobei der kleine Wolfswandler einen Schritt vorwärts stolperte. „Dafür bin ich dankbar.“

Mit einem schiefen Grinsen neckte Todd: „Du kannst ja noch im Rooster’s vorbeischauen, bevor du nach Hause gehst. Ich bin sicher, da gibt es einige Jungs, die deine Tattoos ablecken würden.“

Lachend hob Kade eine Hand und winkte zur Bestätigung, dass er es gehört hatte, ging aber weiter. Er musste zugeben, der kleinere Wolf hatte nicht unrecht. Vor einigen Monaten hatte er einen dreiwöchigen Einsatz als Wachmann gehabt, wegen dem er jeden zweiten Tag beschäftigt war. Während er sich anschließend um all die liegen gebliebenen Aufträge und Bestellungen in der Werkstatt gekümmert hatte, war ihm keine Zeit geblieben, um auszugehen. Einen Club zu besuchen und einen hübschen Twink aufzureißen, wäre eine gute Möglichkeit, etwas Dampf abzulassen.

Er dachte an Nick und fragte sich, ob sein Freund und dessen Gefährte Lust dazu hätten. Doch dann würde er Miach ertragen müssen. Er vermutete, dass es ihm deshalb so schwer fiel, den Mann zu akzeptieren, weil er das Gefühl hatte, seinen besten Freund verloren zu haben. Nick war glücklich, darauf kam es an, wies Kade sich zurecht.

Nachdem er den Helm aufgesetzt hatte, ließ er seinen Chopper an und machte sich auf den Weg, Stone Ridge zu verlassen. Er fuhr langsam, genoss die Landschaft sowie die Kälte, die noch mehr Schnee ankündigte. Der Winter in diesem Jahr war mild gewesen, was ihm ermöglicht hatte, sein Motorrad häufiger als sonst heraus zu holen. Als Wandler konnte er Kälte besser ertragen, was ebenfalls half. Es gab nichts Besseres, als mit anderen Wölfen zusammen durch den Schnee zu toben.

Sein Lächeln blieb während der restlichen Fahrt an seinem Platz. Er parkte das Motorrad und zog sein Handy hervor, dann lachte er, als er eine Textnachricht von Tessa erblickte. Tisch hinten rechts.

Er verstaute Helm und Lederkleidung, streckte die Arme über den Kopf und dehnte seinen Rücken. Nachdem er mit seinem Nacken dasselbe getan hatte, betrat er das Restaurant. Schon beim Eintreten atmete er den wunderbaren Duft von gebratenem Fleisch und Gewürzen ein. Sein Magen knurrte voller Vorfreude.

Die Bedienung schaute ihn fragend an, aber er winkte ab. „Die anderen sind bereits hier“, sagte er zu ihr und ging in die von Theresa angewiesene Richtung.

Er entdeckte seine Schwester, als die gerade aufschaute und ihn erblickte. Sie rutschte von ihrer Sitzbank und ein erleichtertes Lächeln breitete sich auf ihrem hübschen Gesicht aus. „Hallo, Bär! Da bist du ja!“

Oh Götter, lief die Verabredung schon so schlecht?

Er hob fragend eine Augenbraue, klebte aber ein Lächeln auf sein Gesicht und umarmte sie, bevor er sie auf die Wange küsste. „Hallo, Tessa, danke für die Einladung.“ Nachdem er den wunderbaren Duft von gebratenem Fleisch gerochen hatte, meinte er es auch.

Als er sich von ihr gelöst hatte, drehte er sich endlich dem Paar zu, das auf der anderen Seite der Sitznische saß. Eine hübsche Frau mit hellbraunen Haaren lächelte zu ihm auf, und er konnte die Ähnlichkeit zu Jared deutlich erkennen. Der größte Unterschied waren die Augen. Während Jareds haselnussbraune Augen kalt und berechnend waren, funkelten die seiner Schwester voller Lebensfreude. Sie streckte eine Hand aus, und er schüttelte sie, während er höflich sagte: „Schön, dich kennenzulernen.“

Dann wandte er sich zu ihrem Date und hätte beinahe seine Zunge verschluckt. Der Mann war absolut hinreißend! Er hatte kastanienbraune Haare, die konservativ geschnitten waren. Sein ovales Gesicht endete in einem leicht spitzen Kinn, und seine hübschen Wangenknochen waren gerade breit genug, damit sein Gesicht maskulin aussah. Kade streckte die Hand aus, und der andere Mann ergriff sie.

Elektrische Spannung schoss durch seinen Körper und landete direkt in seinem Unterleib. Sein Schwanz zuckte, und Kade war dankbar, dass der einengende Stoff seine unpassende Erektion verbergen würde. Toms Geruch stieg ihm in die Nase, woraufhin sich Kades Nasenflügel blähten.

Gefährte!

Der Mann räusperte sich. „Tom. Tom Bristol.“

„Kade McGraw“, antwortete er und konnte nichts dagegen tun, dass seine Stimme eine Oktave tiefer war und ein wenig schroff klang.

Sein Wolf heulte in seinem Hinterkopf, und er musste all seine Kraft aufbringen, um Toms Hand loszulassen und sich hinzusetzen. Theresa betrachtete ihn abschätzend. Er ignorierte sie. Kade schnappte sich Tessas Wasserglas und trank einen großen Schluck.

„Habt ihr schon bestellt?“, fragte er, als sein Mund ausreichend befeuchtet war, damit er sprechen konnte.

„Nur eine Vorspeisenplatte“, antwortete Theresa.

In dem Moment kam ein Kellner an ihren Tisch. „Kann ich Ihnen etwas zu trinken bringen, Sir?“

Sein Gefährte saß ihm am Tisch gegenüber und fesselte seine Aufmerksamkeit, und Kade brauchte einen Moment, bis er realisierte, dass seine Tattoos bewundernd angesehen wurden. Es brachte ihn beinahe um, dass sein Gefährte ihm gegenübersaß, nicht neben ihm, und noch dazu mit einer Frau verabredet war. Er musste wissen, ob Tom die Gefährtenverbindung spürte. Um das herauszufinden, lehnte Kade sich auf seinem Sitz zurück und grinste den hübschen Brünetten an. „Ich hätte gerne ein Guinness, Süßer“, sagte er zwinkernd. „Ist das verfügbar?“ Er wusste, dass das Restaurant das gewünschte Getränk anbot, ihm war aber auch klar, dass die sexuelle Anspielung nicht unbemerkt bleiben würde.

Der Kellner, Phil laut seinem Namensschild, lächelte ihn breit an. „Oh ja, das ist verfügbar“, antwortete er.

„Exzellent“, säuselte Kade.

Mit einem Blick über den Tisch sagte Phil: „Die Vorspeise sollte bald fertig sein, also bin ich gleich zurück.“

Kade sah zu, wie der Mann ging, und bemerkte, dass dessen Hüften ein wenig mehr schwangen, was ihn zum Lächeln brachte.

Aus dem Augenwinkel sah er, wie Toms Adamsapfel hüpfte, als der Mann schwer schluckte und auf seinen Teller starrte. War das leichte Verlegenheitsröte an seinem Hals und in seinen Wangen? Interessant.

Theresa lachte. „Götter, mit dir kann man auch nirgends hingehen!“, neckte sie.

Kade zuckte die Achseln. „Was soll ich sagen? Er hat einen süßen Hintern.“ Es stimmte. Der Mann hatte einen hübschen Hintern. Schade nur, dass Kade nicht im Geringsten an ihm interessiert war, jetzt, da er seinen Gefährten getroffen hatte.

„Du bist schwul?“, fragte Patricia geradeheraus.

Kade beugte sich vor, stützte einen muskulösen Arm auf den Tisch und grinste. „Oh, es macht mir nichts aus, hin und wieder die weichen Kurven einer Frau anzusehen, aber auch du kannst nicht leugnen, dass es nichts Schöneres gibt, als mit den Händen über die harte Brust eines Mannes zu streichen.“

Ja, das war definitiv Verlegenheitsröte, und wenn Kades Wandlernase sich nicht täuschte, roch es auch nach Erregung. Seine Worte erregten seinen Gefährten. Kade jubelte innerlich.

Patricia kicherte und schob ihre Hand unter Toms Arm. „Ja.“

Kade musste die Zähne zusammenbeißen, damit er die Frau nicht anknurrte, weil sie seinen Gefährten so berührte. Verdammte Scheiße! Er lehnte sich wieder zurück und stellte sicher, dass er Patricia nicht erreichen konnte, als die mit den Nägeln über Toms Arm strich. Kade vermutete, dass Jared nicht so begeistert davon sein würde, wenn er dessen Schwester umbrachte.

Als Theresa ihm ins Bein zwickte, richtete er seine Aufmerksamkeit auf sie. „Ich gehe kurz mal für kleine Mädchen, während wir auf das Essen warten. Ich bin gleich zurück“, erklärte sie den anderen lächelnd. Der Ausdruck, der in ihren Augen aufblitzte, erzählte Kade etwas ganz anderes.

Er lächelte und stand auf, um sie hinauszulassen. „Ich glaube, ich werde das auch tun.

---ENDE DER LESEPROBE---