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Nur ein kleiner Liebesbiss: Als ein Vampirkoch seinen Seelenverwandten trifft, muss er herausfinden, ob der Weg zum Herzen eines Mannes wirklich durch seinen Magen führt. Patrick Brown weiß, dass er für einen Vampir etwas seltsam ist, da er gerne kocht und tanzt. Es funktioniert jedoch für ihn, da er der Koch seines Vampir-Zirkels ist und es liebt, Stunden damit zu verbringen, beides zu tun und in seiner Küche herumzutanzen. Beim Lebensmitteleinkauf stoppt er einen Raubüberfall im örtlichen Supermarkt. Zu Patricks Überraschung lockt ihn das Blut eines der Cops, wie es noch nie zuvor etwas getan hat, und er erkennt, dass der menschliche Polizist sein Geliebter ist, sein Seelenverwandter. Doch obwohl Patrick die Erregung des Menschen mühelos wahrnimmt, was dessen Interesse verrät, würdigt Officer Allen Robinson ihn kaum eines Blickes. Unbeeindruckt macht Patrick sich daran, alles über den Menschen zu erfahren und mit Hilfe von Freunden sieht er ihn wieder … und wieder. Kann Patrick einen Weg finden, seinen nicht geouteten Polizisten zu umwerben, oder werden Ängste und Vorurteile ihre Chance auf eine Zukunft zerstören? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 29.000 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2021
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
ÜBER CHARLIE RICHARDS
LESEPROBE:
Der Cop und der Vampirkoch
Nur ein kleiner Liebesbiss: Als ein Vampirkoch seinen Seelenverwandten trifft, muss er herausfinden, ob der Weg zum Herzen eines Mannes wirklich durch seinen Magen führt.
Patrick Brown weiß, dass er für einen Vampir etwas seltsam ist, da er gerne kocht und tanzt. Es funktioniert jedoch für ihn, da er der Koch seines Vampir-Zirkels ist und es liebt, Stunden damit zu verbringen, beides zu tun und in seiner Küche herumzutanzen. Beim Lebensmitteleinkauf stoppt er einen Raubüberfall im örtlichen Supermarkt. Zu Patricks Überraschung lockt ihn das Blut eines der Cops, wie es noch nie zuvor etwas getan hat, und er erkennt, dass der menschliche Polizist sein Geliebter ist, sein Seelenverwandter. Doch obwohl Patrick die Erregung des Menschen mühelos wahrnimmt, was dessen Interesse verrät, würdigt Officer Allen Robinson ihn kaum eines Blickes. Unbeeindruckt macht Patrick sich daran, alles über den Menschen zu erfahren und mit Hilfe von Freunden sieht er ihn wieder … und wieder. Kann Patrick einen Weg finden, seinen nicht geouteten Polizisten zu umwerben, oder werden Ängste und Vorurteile ihre Chance auf eine Zukunft zerstören?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.
Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.
Länge: rund 29.000 Wörter
CHARLIE RICHARDS
Der Cop und der Vampirkoch
Ein liebevolles Biss-chen 16
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „The Cop and the Vampire Chef“: Charlie Richards
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2021
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
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Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.
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Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.
Widmung
Die zwei wichtigsten Tage in deinem Leben sind der Tag deiner Geburt und der Tag, an dem du herausfindest, warum.
~ Mark Twain
Der Vampirkoch Patrick Brown summte leise, während er die Karotten hackte. Er war gerade mit ihnen fertig, als der Song auf seinem iPod wechselte und einer seiner Lieblingssongs von Michael Jackson begann. Patrick sang mit, begab sich im Moonwalk zur Speisekammer und öffnete die Tür.
Patrick nahm einen Beutel Kartoffeln aus dem Regal. Dann tänzelte er nach rechts und machte dabei Kreuzschritte zurück und nach vorne, während er übertrieben seine Hüften schwenkte. An der Arbeitsfläche angekommen, vollführte er eine peinliche Drehung, damit er die Kartoffeln in der Spüle deponieren konnte, und begann sie zu waschen und abzutrocknen. Er hörte auf, als er die fast zwei Dutzend Kartoffeln auf einem Handtuch verteilt hatte.
Patrick griff nach einem Papiertuch und trocknete sich die Hände ab, während er seitwärts zum Schrank tänzelte. Das Papiertuch warf er in den Müll daneben, öffnete dann den Schrank und griff nach einer großen Aluminiumschale. Im Moonwalk begab er sich zurück zu den Kartoffeln und schnappte sich unterwegs ein großes Kochmesser aus dem Block.
Als Patrick die Küchentheke erreichte, stellte er die Schüssel ab. Mit gebeugten Knien drehte er sich zur Musik auf den Zehen, streckte dann einen Fuß aus und blieb wieder stehen, der Arbeitsfläche zugewandt. Patrick schnappte sich sofort eine Kartoffel und begann, sie für den Eintopf, den er zubereitete, in große Stücke zu schneiden.
Summend und seine Hüften schwingend, arbeitete Patrick zügig.
„Ich habe immer noch keine Ahnung, wie du das schaffst, dass du dir nicht die Finger abschneidest.“
Patrick warf einen Blick nach rechts, aber sein Messer hörte nicht auf, sich zu bewegen. Grinsend konzentrierte er sich wieder auf seine Kartoffeln. „Hey, Meister Adalric.“ Er war mit der Kartoffel, die er gehackt hatte, fertig, legte sein Messer hin und häufte die Stücke in die Aluminiumschale. Er schnappte sich ein frisches Papiertuch, wischte sich die Hände ab und konzentrierte sich auf den Meister des Vampir-Zirkels. „Ich bin einfach gut, Sir. Deshalb behältst du mich hier.“
Meister Adalric schnaubte leise, als er sich gegen die Theke lehnte, die die große Küche von einem kleinen, informellen Essbereich trennte. Jeder nannte sie die Frühstücksecke, und sie wurde gerne genutzt. Vampire und Menschen kamen zu jeder Zeit gerne vorbei.
Ein viel größerer Essbereich, in dem sechzig Personen Platz fanden, lag direkt hinter dem Torbogen.
Solange sie Patrick beim Kochen aus dem Weg gingen, war es ihm egal, wer vorbeischaute. Glücklicherweise war die große Küche mit zwei Kühlschränken ausgestattet. In einem hielt Patrick zubereitete Sandwiches und Aufläufe allerlei Art bereit. Der zweite Kühlschrank enthielt seine Vorräte für zukünftige Mahlzeiten. Wenn jemand etwas davon nahm, besagten die Küchenregeln, dass man es an die Tafel schreiben musste, damit Patrick Bescheid wusste und es ersetzen konnte.
Die meisten Zirkel-Mitglieder spülten sogar ihr Geschirr ab und stellten es in die Spülmaschine. Es gab ein paar Leute, die es immer noch nicht taten, aber in jedem Zirkel gab es ein paar davon. Glücklicherweise waren es nicht viele, und es lag mehr an Gedankenlosigkeit, als dass sie unhöflich waren.
Meister Adalric hatte großartige Arbeit geleistet, um Mobbing jeder Art zu stoppen, sodass ihr Zirkel keine Arschloch-Typen anzog.
„Ich halte dich nicht hier fest, Patrick. Du bist aus freiem Willen hier“, konterte Meister Adalric amüsiert. „Ich tue einfach, was ich kann, um dich glücklich zu machen, damit du bleibst, und wir weiterhin dein fantastisches Essen genießen können.“
„Oh, du liebst mich wegen meines Essens.“
Eines der Dinge, die Patrick an Meister Adalric liebte, war, dass er Sinn für Humor hatte. Er war auch keiner, der es mit Rang und Anstandsgetue allzu ernst nahm. Während er dem Glucksen des Vampirmeisters lauschte, lehnte er sich an die Theke ihm gegenüber und grinste.
„Also, womit kann ich dir helfen? Bist du hungrig? Durstig?“ Patrick legte den Kopf schief, während er an dem kleinen Metallstab in seiner linken Augenbraue rieb. „Möchtest du etwas Besonderes für ein romantisches Abendessen mit deinem Geliebten bestellen?“
Patrick bezog sich damit auf Seth Goodwin, Adalrics menschlichen Ehemann. Alle Vampire hatten eine besondere Person, ob männlich oder weiblich, die sie als ihre Geliebten, oder Seelenverwandten, bezeichneten, irgendwo da draußen in der großen weiten Welt, die nur darauf wartete, gefunden zu werden. Sobald dies geschehen war, tat der Vampir alles in seiner Macht Stehende, um sie zu umwerben und die Bindung zu vollziehen.
Seth war Adalrics Geliebter, und sie hatten sich schon vor Jahren verbunden. Der Meistervampir nahm oft Mahlzeiten mit seinem Menschen in privatem Rahmen ein. Nach dem Essen zu urteilen, das Adalric bisher bei Patrick angefordert hatte, mochte Seth würzige Speisen.
Patrick hatte mehrere neue Kochbücher gekauft und gelernt, diese Gerichte zuzubereiten, damit er eine Auswahl zu bieten hatte. Die Verwendung von Gewürzen aus der Cajun-Küche fand er faszinierend. Zu Patricks Überraschung gab es auch Gerichte, die er selbst liebte, darunter Froschschenkel.
Allein daran zu denken, ließ Patrick das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Hmmm, vielleicht muss ich noch schnell was einkaufen gehen.
Der nette Tante-Emma-Laden, in dem er einkaufte – Preason’s Grocery and Café – ließ ihn besondere Bestellungen aufgeben.
„Tatsächlich habe ich gerade herausgefunden, dass Vollstrecker Spieron kurz vor seinem zweihundertsten Geburtstag steht“, sagte Meister Adalric. „Ich dachte mir, wir sollten etwas Besonderes machen.“ Seine Lippen verzogen sich zu einem schiefen Lächeln. „Ein Mann sollte mindestens alle hundert Jahre einen Kuchen bekommen, oder?“
„Verdammt, ja.“ Patrick grinste breit. „Ich liebe Kuchen. Was ist sein liebster?“
„Boston Cream Pie.“
Patrick grinste und fragte: „Ist das ein Kuchen oder eine Torte?“
Meister Adalric hob beide Hände in einer Geste der Beschwichtigung, als er lachte. Seine Handflächen wieder auf die Theke gelegt, sagte er: „Ich weiß es nicht. Das hat mir sein Freund Caden erzählt, als ich gefragt habe, welche Art von Kuchen er liebt, also … ist das etwas Ausgefallenes?“
Patrick schwenkte seinen Kopf im Takt der Musik, während er darüber nachdachte, was für die Herstellung eines Boston Cream Pie benötigt wurde. „Nein, nicht wirklich“, entschied er. „Ich werde vier davon machen, und dazu den üblichen rechteckigen Blechkuchen, zur Hälfte Vanille und zur Hälfte Schokolade, nur für den Fall, dass jemand ihn nicht mag.“ Patrick grinste breit und fügte hinzu: „Aber wie jemand Biskuit und Vanillepudding mit Schokoladenüberzug nicht mögen kann, ist mir ein Rätsel.“ Patrick lachte, und seine Geschmacksknospen jubelten bereits bei der Aussicht auf den leckeren Kuchen. „Also, wann ist die Party?“
„Nun, wie sich herausstellt, hängt Spieron seinen Geburtstag nicht an die große Glocke, also bin ich mir nicht sicher, ob er merkt, dass wir es herausgefunden haben …“ Adalric hielt inne und runzelte die Stirn. „Es hat nur sechs Jahre gedauert, und wir hätten es nicht gewusst, wenn Caden nicht gesagt hätte –“
„Meister Adalric?“ Patrick hasste es, seinen Zirkel-Meister zu unterbrechen, aber der Vampir wurde bei seinen Worten immer gereizter, und es machte ihn unbehaglich. Das und er hatte noch jede Menge Kartoffeln zu schnippeln. „Heißt das, ich habe nur ein paar Tage Zeit, um das Essen und die Desserts zusammenzustellen?“
Meister Adalric verzog das Gesicht und nickte. „Ich fürchte schon. Sein Geburtstag ist am kommenden Donnerstag.“
Patrick nickte. „Fünf Tage.“ Er verstand jetzt, warum der Meister des Zirkels den Kuchen für einen seiner Vampir-Vollstrecker bestellte. Benachrichtigung in letzter Minute. „Um wie viel Uhr ist die Party? Ist es eine Überraschung?“
„Nun, da er das vor fast allen versteckt hat, ja, eine Überraschungsparty.“
Patrick lachte und fragte sich, wie gut eine Überraschungsparty bei Spieron ankommen würde. Der Vampir-Vollstrecker war ziemlich zurückgezogen. Er interagierte nicht mit den menschlichen Spendern sondern suchte sich seine Blutquellen in der Stadt. Wenn er im Aufenthaltsraum rumhing, blieb Spieron am Billardtisch und an der Bar.
Patrick wusste sehr wenig über den Mann, was an und für sich seltsam war. Nur dass er seinen Kaffee schwarz trank und nie nach einem bestimmten Essen verlangte. Allerdings hatte er bemerkt, dass Spieron immer einen Nachschlag nahm, wenn er Rhabarber- oder Pekankuchen machte.
Der Kerl muss Kuchen wirklich mögen.
„In Ordnung. Ich werde sie nachts backen und im hinteren Kühlschrank aufbewahren.“
Gelegentlich musste Patrick Teile einer Mahlzeiten zu unterschiedlichen Zeiten zubereiten, sodass er fertige Bestandteile in einem privaten Kühlschrank eines riesigen Lagerraums im hinteren Bereich der Küche aufbewahrte. Dutzende Vampire mit Essen zu versorgen war nicht immer einfach.
„Ich weiß es wirklich zu schätzen.“ Adalric schien erleichtert zu sein, und seine schlanken Gesichtszüge verzogen sich zu einem Lächeln, als er sich von der Bar wegdrückte. „Ich werde mit Caden sprechen und mich mit ihm abstimmen, um Spieron am Donnerstag um sieben Uhr nachmittags in den Aufenthaltsraum zu bringen.“ Er summte leise und seine Augen verengten sich in Gedanken, als er zu der riesigen Kaffeemaschine ging, die auf einem nahe gelegenen Beistelltisch aufgestellt war. „Ich wette, die Spender würden gerne dekorieren.“
„Er benutzt keine Spender.“ Die Worte kamen aus Patricks Mund, bevor er über sie nachdenken konnte.
Nachdem Meister Adalric den Knopf gedrückt hatte, um seinen Kaffee auszuwählen, drehte er sich um und fragte: „Was meinst du?“
Patrick wandte sich wieder seinen Kartoffeln zu. „Entschuldigung, es ist nicht relevant.“ Als er den Vampirmeister ansah, bemerkte er, dass er immer noch einen interessierten Gesichtsausdruck hatte. Als Patrick wieder anfing zu schnippeln, erklärte er: „Nur eine Beobachtung, dass Spieron die Spender hier nicht aufsucht. Überhaupt interagiert er kaum mit den Leuten hier.“
Meister Adalric nickte. „Ich weiß, und ich weiß auch warum.“ Er nahm seinen frisch gefüllten Becher und hob ihn in einem leichten Gruß. „Das ist privat, also bring keine Gerüchte in Umlauf.“
Patrick hackte die Kartoffeln mit geübter Leichtigkeit und begegnete Meister Adalrics Blick. „Natürlich, Meister. Ich würde mir niemals anmaßen, das zu tun.“ Er räusperte sich und spürte, wie sich seine Wangen erhitzten. „Und deshalb konzentriere ich mich gerne auf Essen und Tanzen. Dann sag ich keinen Scheiß, den ich nicht sagen sollte.“
Meister Adalric hob seine Kaffeetasse in einem gespielten Gruß und grinste. „Danke, und du bist in beiden Dingen großartig.“ Nach einem Augenzwinkern verließ der Meister die Küche.
Patrick konzentrierte sich wieder auf seine Kartoffeln und sein Messer. Er arbeitete schnell und stellte dabei in Gedanken eine Liste der Zutaten zusammen, die er kaufen musste.
Kurz nach sieben Uhr abends an diesem Tag erreichte Patrick schließlich das Lebensmittelgeschäft. Er schob seinen Wagen einen Gang hinauf und einen anderen hinunter und sammelte ein, was er brauchte. An der Kühltheke blieb er stehen und starrte auf die Eier.
Mist! Ich habe vergessen nachzuschauen, wie viele ich noch zu Hause habe.
Innerlich seufzend nahm Patrick einen extra großen Karton mit zwei Dutzend Eiern. Ach, na ja. Ich werde sicher einen Weg finden, sie zu verbrauchen, wenn ich muss. Er legte den Karton in seinen Wagen auf all seine anderen Sachen.
Patrick entschied, dass er alles Benötigte hatte und schob seinen Wagen nach vorne. Er entdeckte eine offene Kasse und ging darauf zu. Am Band angekommen, ging er um seinen Wagen herum und ergriff zuerst die gerade ausgewählten Eier.
Patrick legte sie auf das Band und konzentrierte sich dann auf die Kassiererin. Er erkannte Adana Perentez, eine langjährige Mitarbeiterin und Teamleiterin des Ladens. Die Frau arbeitete, ohne ihn anzusehen, so dass er den Mund öffnete, um sie zu begrüßen. Als er ihre blassen Gesichtszüge, großen Augen und leicht geöffneten Lippen sah, hielt er inne.
Der Geruch ihrer Angst traf seine empfindlichen Nasenlöcher.
Adanas Blick folgend, musste Patrick zwei Schritte nach rechts machen, um zu sehen, was das Problem war. Sein Blut wurde kalt, als er einen Mann in einem schwarzen Kapuzenpulli zwei Gänge weiter entdeckte. Die Kapuze hatte er hochgezogen, und er trug eine Baseball-Kappe darunter, tief nach unten gezogen, so dass sein Gesicht aus dem Winkel, wo Patrick stand, fast verborgen war. In der Hand trug er eine Waffe, die er auf den Mann hinter der Kasse richtete – Henry, ein weiterer langjähriger Mitarbeiter.
Tja, was eine gequirlte Kacke.
Patrick konnte nicht einfach zusehen und nichts tun, also griff er hinüber und öffnete seinen Eierkarton. Er nahm zwei Eier heraus, legte sie in seine rechte Hand und griff nach zwei weiteren. Geduckt und die Theke als Deckung benutzend, begab er sich zum Ende des Ganges.
Sobald Patrick den Kassenbereich verlassen hatte, tauchte er auf und warf schnell hintereinander zwei Eier. Sie trafen ihr Ziel, und durch seine gesteigerte Kraft taten sie wahrscheinlich richtig übel weh, als sie den Kerl erwischten. Beide knallten gegen seine Brust.
Der Räuber stolperte und drehte sich zu Patrick um, genau wie er es gehofft hatte. Dadurch war das Gesicht des Mannes zu ihm gewandt. Er feuerte das zweite Paar Eier ab und zielte auf seine Wange, dann auf seine Nase.
Ohne abzuwarten, ob er getroffen hatte, vollführte Patrick eine Vorwärtsrolle.
