Der Eumismus - Robin Haug - E-Book

Der Eumismus E-Book

Robin Haug

0,0
5,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Diese Geschichte ist eine philosophische, anthropozentrische Annäherung an Alles. Als Impulse dienen wirkmächtige und relevante Fragen, wie: Was geht hier eigentlich ab? Was ist der Sinn des Lebens? Was ist der Mensch? Ist er gut oder böse? Wer bin ich? Haben wir einen freien Willen? Die Beantwortung dieser Gedankengänge bringt eine Weltsicht in Bewegung. Die Komplexität mischt sich mit dem allgegenwärtigen Raum. Es scheint Alles strebt nach Einem. Meine Überlegungen stellen nur einen Versuch dar, die vielschichtige Realität oder wenigstens mich zu erfassen. Ich bin weder ein großer Philosoph noch ein guter Wissenschaftler. Dennoch denke ich, dieses Artefakt hier wird gut für dich sein.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern

Veröffentlichungsjahr: 2021

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Für Heinz und Traudel

„Der Krieg ist nur um des Friedens Willen da.“

- Aristoteles

Robin Haug

Der Eumismus

Ein erster Versuch

© 2021 Robin Haug

Autor: Robin Haug

Umschlaggestaltung: Robin Haug

Verlag: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN:

978-3-347-22046-1 (Paperback)

 

978-3-347-22047-8 (Hardcover)

 

978-3-347-22048-5 (e-Book)

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 – Vereinfachung der Realität

Kapitel 2 – Die relevante Relevanz

Kapitel 3 – Die Rolle der Rhetorik

Kapitel 4 – Die Sinnfrage

Kapitel 5 – Die Akzeptanz und absolute Notwendigkeit von Konflikten

Kapitel 6 – Gewöhnung und Anpassung

Kapitel 7 – Kurzfristigkeit

Kapitel 8 – Der Feind

Kapitel 9 – Langfristigkeit

Kapitel 10 – Ein Punkt über Weltrettung

Kapitel 11 – Die Rettung des Subjekt

Kapitel 12 – Ist der Zufall wirklich zufällig?

Kapitel 13 – Unser Streben nach Macht

Kapitel 14 – Wann?

Kapitel 15 – Der Mensch

Kapitel 16 – Die Menschheit

Kapitel 17 – Der Tod und das Sterben

Kapitel 18 – Ein Wort danach

Kapitel 1 – Vereinfachung der Realität

Eine immer wiederkehrende Erkenntnis. Wer sie begreift, der versteht wahrhaftig. Ich beginne mein erstes Buch mit der Realität und der Wahrheit.

Der Prozess, in dem wir Wissen und Erkenntnisse zwischen Menschen austauschen, benötigt immer Geschichten in Form von Bildern und Sprache. Es gibt noch keine Alternative dazu. Wie die Realität im Spezifischen auszusehen scheint, erzähle ich in den anderen Kapiteln. Aber erst mal werfe ich einen Blick auf die Fehler meiner Methoden. Die Methoden des Schreibens und Erzählens. Warum können meine Ausführungen nicht vollständig und nur realitätsabbildend sein?

Und warum kann ich die Wahrheit sagen, wenn ich meine, dass meine ausgeführten Erkenntnisse allesamt wahr sind?

Wenn wir sprechen, dann vereinfachen wir die Dinge; wir reduzieren sie auf ihre Bedeutung. Sprache kann nicht realitätsgetreu die Realität darstellen, weil wir sie nur auditiv während des Zuhörens oder visuell beim Lesen - die Welt aber mit allen Sinnen - wahrnehmen können. Zum Beispiel ist eine Schildkröte mehr als nur das Wort, welches sie beschreibt. Auch wenn wir versuchen, mit ”grün“, ”Panzer“, ”vier Beinen“ und so weiter die Testudinata genauer zu beschreiben, nähert sich das imaginäre Bild dem mit den Sinnesorganen wahrgenommenen Bild an ohne jemals deckungsgleich zu sein. Zudem ist die Betrachtung der Schildkröte kein Bild. Eher ein Film. Wir können die Bewegung sehen und die Geräusche hören. Aber wohl auch ein Film vereinfacht die Realität. Das Wort wird nicht zum realen, gepanzerten Wirbeltier, egal wie oft wir es versuchen.

Wir sollten auch nicht versuchen, die Sprache zu ändern, sodass wir die Realität realitätsgemäß beschreiben können, falls das möglich wäre. Kommunikation ist auf Effektivität ausgerichtet. Warum soll ich ausdrücken, wie genau ich den Tiger hinter dir im Busch wahrnehme. Wichtiger ist es dir zu sagen, dass er da ist und dich sabbernd beobachtet. Die Argumentation auf Basis von evolutionären Notwendigkeiten oder Vorteilen ist weit verbreitet und wird noch öfter vorkommen, weil wir das sind, was wir in der Vergangenheit wurden.

Wenn wir versuchen, etwas zu beschreiben, wird die Beschreibung wahrscheinlich verständlich sein, aber die Realität einfacher darstellen als sie ist. Können wir die Realität eigentlich wirklich fassen, wie sie ist? Unsere Sinneswahrnehmung ist auch eine Vereinfachung der Realität.

Unsere Sinne können manche Signale nicht verarbeiten. Zum Beispiel können wir bestimmte Schall- oder Lichtwellenfrequenzen nicht wahrnehmen Wir brauchen diese Frequenzen zwar im Alltagsleben nicht, aber trotzdem sind diese real und deshalb kann ich behaupten, dass wir seit jeher in jeder Wahrnehmung vereinfachen. Schon antike Philosophen stellten eine Theorie auf, nachdem sich die Materie unglaublich oft teilen lasse. Wir können nicht nur Materie sehr oft teilen, sondern auch Farben, Gerüche, Texturen, Geschmäcker und Geräusche erstaunlich häufig differenziert wahrnehmen. Dennoch ist diese Differenzierung nicht vollständig und verbal kaum erreichbar.

Realität (Definition): Alles Seiende

Wir können nicht alles Seiende wahrnehmen oder wissen, sondern nur Teile. Wir können uns an die Gesamtheit annähern. Das Problem mit dem Beschreiben der Realität, sodass wir ihr gerecht werden, ist nicht nur die Komplexität der existierenden Dinge, sondern auch die Menge und deren Zerstreuung. Allein die gesamte Welt als Individuum gesehen zu haben, und nicht nur in jedem Land der Erde gewesen zu sein, sondern tatsächlich jedes Stück Land zu sehen, dauert mehr als ein Jahrhundert. Daraus folgt die Wahrheit über die Wahrheit…

Seit der Aufklärung meinen wir, dass die absolute Wahrheit wahrscheinlich nicht existiert, nur von Gott gekannt wird oder wir noch nicht zu ihr gelangt sind. Das geozentrische Weltbild (lange Zeit die Wahrheit) wurde widerlegt. Unmöglich! - haben die daran Glaubenden gesagt. Galileo hätten sie hingerichtet, hätte er nicht widerrufen. Wir können etwas für die Wahrheit halten, was sich bald als falsch erweist. Die empirischen Wissenschaften sind weit, aber noch nicht weit genug, dass wir uns sicher sein könnten, dass wir uns nicht täuschen, besonders in philosophischen Fragen.

Mein Lieblingsfilm ist ”Matrix 1“, von Lana und Lilly Wachowski. In dem Film flüchtet der Protagonist Neo aus einer Simulation, welche das Leben so gut imitiert, dass die Menschen sie für die Realität halten. Die Modernisierung des dekartischen Skeptizismuses zeigt so metaphorisch auf, dass wir uns selbst unserer Wirklichkeit in dem Aspekt der Echtheit nicht sicher sein können. Es ist schwer zu beweisen, dass wir nicht in einer Simulation leben, welche perfekt unsere Realität darstellt.

Der Umstand in einer Simulation zu sein, spielt für uns nur eine Rolle, wenn wir die Möglichkeit haben, aus ihr auszubrechen, was in unserem Fall nicht der Fall zu sein scheint, da nicht mal feststeht, ob wir überhaupt in einer sind. Es ist also relativ irrelevant und wir sollten unser Verhalten nicht ändern, nur weil es diese Möglichkeit gibt.

Was nun diese Erkenntnis in Bezug auf die Realität und Wahrheit zeigt, ist, dass nichts wirklich sicher ist, da alles eine Täuschung sein könnte. Ich definierte, definiere und werde Wahrheit wie folgt definieren:

Wahrheit (Definition): Annahmen, die mit der höchsten Wahrscheinlichkeit der Realität entsprechen.

Falls ich als Autor also etwas behaupte, wie etwa was Wahrheit ist, so ist das Ausgesagte schlussendlich für mich das, was die höchste Chance hat, wahr zu sein und nicht das, was wahr ist, denn das liegt jenseits unserer Erkenntnis.

Diese Relativierung sorgt für eine Aussagekraft, welche erstens keinen apodiktischen, uneingeschränkten Wahrheitsanspruch besitzt, sondern nur als Hypothesen mit glaubhaften, logischen Inhalt angesehen werden kann, zweitens die Diskussionsoffenheit über die philosophischen Gedankengänge wahrt und drittens trotzdem allgemeine oder spezifische Aussagen über die Realität ermöglicht.

Dieses Grundprinzip meiner Rhetorik stelle ich also an den Anfang des Buches, sodass alles Kommende dem Prinzip folgt.

Zusammenfassung:

- Die Realität ist nicht gänzlich erfassbar.

- Vereinfachungen sind effektiv und nötig.

- Das Wahrscheinlichste ist die Wahrheit.

Kapitel 2 – Die relevante Relevanz

Die Relevanz ist relevant. Das ist eine Tautologie. Die Aussage ist unmöglich zu widerlegen, da sie logisch ist. Trotzdem ist dieser Satz relevant. In unseren heutigen Zeiten sind wir ständigen Ablenkungen ausgesetzt, die uns vom angestrebten Weg lenken und denen wir zu oft einheimfallen. Es wurde eine unzählbare Anzahl an Bücher geschrieben. Es scheint fast unendlich viele Themen, Dinge und Situationen zugeben, über die wir nachdenken können. Wenn ich es wollte, könnte ich dieses Buch endlos fortführen. Ich könnte über das Wetter und das Mittagsessen von heute schreiben oder belanglose Liebesgeschichten zwischen jedes Kapitel setzen. Sinnvoller könnte es sein, dich über alle Theorien der Philosophen, die mir bekannt sind, zu informieren. In der Philosophie gibt es sehr viele weit gefächerte Themenfelder. Und obwohl gleiche Themen von verschiedenen Autoren behandelt wurden, hat jeder Philosoph in gewisser Weise seine eigene Meinungen und eigene Ausführungen dazu.

„In der Kürze liegt die Würze.“

Ich gehe zur Zeit noch zur Schule, habe viele wunderbare Freizeitaktivitäten und nicht genug Zeit, um dieses Buch als Enzyklopädie der Philosophie zu verfassen. Zudem gibt es Philosophen, die wichtige Aufgaben in dem Wandel des Zeitgeistes erfüllt haben, nur um dann in Vergessenheit der breiten Bevölkerung zu geraten. Wie Francesco Petrarca, welcher als Begründer des Humanismus angesehen wird und den Übergang zwischen dem mittelalterlichen, christlichen Determinismus zu dem neuzeitlichen Entdeckerdrang in seinem Werk ”Besteigung des Mont Ventoux“ bildlich darstellt. Wenige kennen ihn noch – und ich kenne ihn nur, weil wir das Werk in der Schule gelesen haben – und er ist auch nicht relevant für meine Erkenntnisse, sodass seine Erkenntnisse hier nicht notwendig auszuführen sind.

Viel hat sich verändert. Wenig blieb gleich. Das was wir alle in der Schule in den Sozial- und Naturwissenschaften lernen ist auch nur die Spitze des aktuellen Wissensstand-Eisberges. So etwas nennen wir Allgemeinbildung und ist praktisch. Wenn man einem Neuntklässler, der, sagen wir, ein unterdurchschnittliches Interesse an Physik besitzt, die komplexe Quantenphysik näher bringen möchte, werden wir damit eine schwere Zeit haben. Das bringt auch wenig, was will er denn auch damit?

Ich möchte in diesem Buch über alle relevanten Themen der Philosophie schreiben. Philosophie ist nicht allein sinnvoll, weil es Philosophie ist. Zum Beispiel werde ich nicht über Schrödingers Katze schreiben, nur weil es einen interessanten Blick auf die Quantenphysik eröffnet. Mir ist die lebensnahe Philosophie wichtig. Zum Beispiel: Wie werde ich tugendhaft und ein guter Mensch?

Während wir leben über die eigene Lebensführung zu reflektieren und sie anzupassen, ist sinnvoll und wichtig. Was gibt es besseres im Leben als besser zu leben? Das ist wiederum eine rhetorische Frage.

Überleitung (Definition): […]

Kapitel 3 – Die Rolle der Rhetorik

Die Sprache ist eine der drei Komplexitäten, die uns von Tieren unterscheidet. Wir sind Tieren biologisch, physisch und durch unsere Kurzfristigkeit ziemlich nahe. Dennoch bin ich der Auffassung, es gibt fundamentale mentale Unterschiede zwischen uns und jenen.

Die Gemeinsamkeiten sind zahlreich, aber jetzt erst mal nicht relevant, deshalb erst mal die Unterschiede.

Die Drei Komplexitäten:

1. Der komplexe Verstand

2. Die komplexen Werkzeuge

3. Die komplexe Sprache

Verstand, Werkzeuge und Sprache werden auch von Tieren genutzt. Ein Affe zertrümmert mit einem Stein Nüsse; Wale kommunizieren durch den meditativ nutzbaren Walgesang und einige Tiere können erstaunlich gut von uns gestellte Rätsel lösen, um an Nahrung zu kommen.

Den Menschen sind diese drei Eigenschaften auch zugänglich. Nur sind diese signifikant komplexer ausgeprägt. Wir haben tausende unterschiedliche Sprachen auf der Welt. Wobei Englisch die Weltsprache, also die gesetzte Hauptsprache der Menschheit, ist. Wir bauen riesige Öfen und schmelzen Metalle, um daraus sich bewegende Maschinen zu konstruieren. Auch unser Verstand ist, nicht bewiesen aber vermutbar, der komplexeste in der ganzen Tierwelt. Unsere sozialen und rechtlichen Systeme sind so komplex geworden, wir müssen diese aufschreiben, damit sie funktionieren können. Gleichzeitig wären die Strukturen ohne Schrift nicht so komplex geworden. Durch die Komplexitäten können wir Bücher drucken und die Sprache unsere Gedanken mit Logik und Wissen ordnen.

Diese Fähigkeiten beeinflussen einander und sind nur zusammen in großem Maße möglich. Wenn wir keine Sprache hätten, wie sollten wir dann über den Sinn des Lebens und des Todes nachdenken können, also unseren Verstand weiter formen? Ohne einen komplexen Verstand ist unsere Sprache nicht möglich, da nicht nur die Definition der Wörter uns bekannt sein muss, sondern wir auch ein Verständnis für die mögliche Intention des Anderen brauchen. Weil wir durch die nicht zielgerichtete Evolution und einen glücklichen Meteoriteneinschlag alle drei Dinge in uns über lange Zeit ausgeprägt wurden, sind wir an der Spitze der Nahrungsnetze.

In diesem Kapitel wird erst mal die Sprache beleuchtet.

Warum reden wir?

Wir sprechen, weil wir unter anderem unsere Bedürfnisse und Triebe zu befriedigen suchen. Dazu üben wir unsere (verbale) Macht aus. Mit Reden können wir das Verhalten von anderen Menschen ändern. So suchen wir Vorteile und Begebenheiten, welche uns Ruhe ermöglichen.

Reden kann aber noch einen unoffensichtlichen Grund haben. ”Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“, von Heinrich von Kleist, ist die Essenz dieses Grundes.

Während wir sprechen oder schreiben, ordnen sich unsere Gedanken, weil wir dem Gegenüber etwas möglichst mit logischen Zusammenhang erzählen wollen. Und gerade wenn wir noch nicht wissen worauf wir hinaus wollen, arbeitet unser Gehirn so effektiv, sodass wir auf Ideen kommen, welche wir alleine nachdenkend nie oder sehr viel später erst gefunden hätten. Um nachzudenken rede ich gerne mit mir selbst in Gedanken. Wahlweise können wir auch mit anderen reden, um neue Erkenntnisse zu erlangen, sollten aber bedenken, diese werden antworten wollen und wenn wir sie lassen kommen wir auf andere, teilweise keine oder noch bessere Ideen.

Selbst Aristoteles, der Vater der meisten Wissenschaften und ein großer Philosoph, hat nicht alle seine Erkenntnisse allein von sich, sondern tauschte sich mit Bekannten über die Themen aus. Sokrates ist ein noch besseres Beispiel. Wenn man den antiken Überlieferungen glauben kann, dann spazierte er jeden Tag auf den Plätzen Athens umher und sprach verschiedene Personen an und stellte ihnen Fragen. Was ein Held der Philosophie! So viele Fragen stellen, dass er zum Tode verurteilt wurde. Welcher (bekannte) Philosoph sprach nicht mit Anderen über seine Erkenntnisse?

Wir können Ideen aus externen und internen Quellen überdenken, ablehnen, umgestalten, ignorieren und übernehmen. Gerade in der heutigen Zeit ist es schwer etwas zu denken, was noch keiner gedacht hat. Ich bin mir äußerst sicher, dass dies bestimmt auch schon jemand gedacht hat.

Weiterführend behaupte ich, dass unser Sprechen ein Blick in die Persönlichkeit des Gegenübers ermöglicht. Die Selbstkundgabe ist charakteristisch für unsere alltägliche Kommunikation. Wir tauschen uns aus über unsere Befinden, Probleme und Wünsche. Einige Gespräche können Stillstand sein. Wir erlangen kein neues, relevantes Wissen und keine neuen Erkenntnisse. Manche Gespräche verändern das Leben positiv. Zum Beispiel ein Bewerbungsgespräch oder deine Liebeserklärung. Der Stillstand ist dagegen eine Momentaufnahme. Es liegt an uns hinzuschauen und die interessanten Details zu entdecken. Wenn Neugier aufkommt, lernen wir andere Menschen leichter kennen.

Warum ist Rhetorik notwendig und was ist diese?