Der Fluch des Rosetta Stone - Teil 6
Ein Sherlock-Holmes-Roman in der Tradition The Strand Magazine
Adrian Vogler
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Inhalt
Titelseite
Impressum
Vorwort des Herausgebers
WAS ZULETZT GESCHAH
Episode 5
Episode 6
KAPITEL 11: Der Diogenes Club
KAPITEL 12: Die Loge Britannia
Fortsetzung folgt
THE STRAND MAGAZINE
Mehr zum Fluch des Rosetta Stone
Der Kickstarter
Mehr aus dem neuen Sherlock Homes Kanon
Vorwort des Herausgebers
Als Sir Arthur Conan Doyle im späten 19. Jahrhundert begann, die Abenteuer von Sherlock Holmes im Strand Magazine zu veröffentlichen, geschah etwas Bemerkenswertes: Die Geschichten wurden nicht nur still konsumiert – sie wurden gelebt. Die Leser diskutierten Theorien, schrieben an die Redaktion und machten den Detektiv zu einem Teil ihrer eigenen Realität. Spannung entstand damals nicht durch hastiges "Binge-Reading", sondern durch das exquisite Warten auf die nächste Ausgabe.
Mit Sherlock Holmes und der Fluch des Rosetta Stone möchten wir genau dieses Gefühl zurückholen.
Dieser Roman ist mehr als nur Text; er ist eine Zeitreise. Wir knüpfen bewusst an die Tradition des Fortsetzungsromans an. Kapitel für Kapitel entfaltet sich ein Fall, der Logik, Geschichte und einen Hauch des Unheimlichen verbindet – ganz im Geiste der großen viktorianischen Detektivgeschichten.
Das Begleitmagazin: Ihr Schlüssel zur Welt von 1882
Um das Erlebnis zu vervollständigen, erscheint begleitend zu diesem Roman ein fiktives Magazin im Stil des legendären Strand Magazine. Zeitungsartikel, Essays und Randnotizen spiegeln die Atmosphäre des Jahres 1882 wider und laden dazu ein, den Fall aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, die Watson in seinen Aufzeichnungen vielleicht übersehen hat.
Über den im Buch enthaltenen QR-Code gelangen Sie zum Download dieser historischen Begleiter.
Ihre Stimme in der Baker Street
Doch diese Publikation versteht sich nicht als abgeschlossene Sammlung. Ganz im Sinne seiner historischen Vorbilder sind Leserbriefe ausdrücklich erwünscht. Wenn Sie Gedanken, Theorien oder Zweifel zum Fall äußern möchten – schreiben Sie uns. Schlüpfen Sie in die Rolle eines zeitgenössischen Lesers oder bleiben Sie ein moderner Beobachter.
Ausgewählte Zuschriften werden in zukünftigen Ausgaben des Magazins aufgegriffen. Möge diese Geschichte nicht nur gelesen, sondern mitgedacht werden. Denn wie Sherlock Holmes selbst einmal sinngemäß bemerkte: Die Wahrheit zeigt sich oft erst dann, wenn man innehält – und genau hinsieht.
Der HerausgeberIm Januar 2026
WAS ZULETZT GESCHAH
Rückschau auf die Episode zuvor
Episode 5
Die erzwungene Wahrheit: In einer angespannten Konfrontation drängt Holmes seine Klientin Eleanor Ashcroft in die Enge. Er beweist, dass der goldene Staub an ihren Stiefeln identisch mit jenem am Tatort des ermordeten Professors ist. Eleanor bricht ihr Schweigen: Sie war nicht im Museum, sondern im Mausoleum der Familie Blackwood auf dem Highgate Friedhof. Dort hatte sie ihren Verlobten Arthur heimlich beobachtet, wie er sich mit einem unheimlichen „Mann in Grau“ traf. Sie hatte geschwiegen, um Arthurs Ruf nicht durch die Verbindung zu Grabräubern zu zerstören.
Nacht im Mausoleum: Holmes und Watson begeben sich sofort zum nächtlichen Friedhof. In der düsteren „Egyptian Avenue“ finden sie frische Spuren, die zum Blackwood-Familiengrab führen. Im Inneren, umgeben von unzähligen gestohlenen Artefakten, kommt es zu einem "Mexican Standoff". Der bewaffnete Mann im Dunkeln entpuppt sich jedoch nicht als Feind, sondern als Major Alfred Kensington – Arthurs Bruder, der ebenfalls nach dem Verschwundenen sucht.
Der Jäger: Alfred liefert das entscheidende Puzzlestück: Er identifiziert den „Mann in Grau“ als seinen ehemaligen Kameraden Sebastian Moran – einen skrupellosen Großwildjäger und tödlichen Scharfschützen. Arthur hatte sich mit Moran eingelassen, um Zugang zu dem fehlenden Rosetta-Fragment zu erhalten. Holmes analysiert währenddessen die Fundstücke im Mausoleum: Es handelt sich um die verschollene „Westbrook-Sammlung“. Zudem entdeckt er an der Wand ein gezielt entweihtes Freimaurer-Symbol, das das Auge des Horus enthält. Die These verfestigt sich: Lord Blackwood führt einen Rachefeldzug gegen die Loge. Mit Alfred als neuem Verbündeten plant Holmes, die Freimaurer direkt zu konfrontieren.
Episode 6
KAPITEL 11: Der Diogenes Club
London, 19. April 1882, Vormittag
Der Morgen des 19. April begrüßte uns mit einem bleiernen Himmel, der Regen versprach, aber noch keinen fallen ließ. Die Luft war feucht und schwer, gesättigt mit dem Geruch von Pferdemist und Kohlenrauch, der über der Stadt hing wie ein schmutziger Schleier.
Wir hatten die Baker Street kurz nach neun verlassen — Holmes, ungewöhnlich schweigsam, und ich, noch immer erschöpft von der Nacht auf dem Highgate-Friedhof. Major Kensington war bereits aufgebrochen, um Miss Ashcroft aufzusuchen. Holmes hatte ihm genaue Anweisungen gegeben, welche Fragen er stellen sollte — und welche nicht.
Jetzt saßen wir in einer Droschke, die uns durch die morgendlichen Straßen nach Pall Mall trug. Zu Mycroft. Zu dem Bruder, von dem Holmes nur selten sprach und den ich noch nie getroffen hatte.
„Sie waren noch nie im Diogenes Club, Watson", sagte Holmes, als hätte er meine Gedanken gelesen. Er starrte aus dem Fenster, sein Profil scharf gegen das graue Licht.
„Nein", gab ich zu. „Sie haben ihn erwähnt, aber —"
„Aber ich habe Sie nie mitgenommen." Holmes nickte. „Das hatte seine Gründe. Der Diogenes Club ist kein gewöhnlicher Gentleman's Club. Er ist —" Er suchte nach dem richtigen Wort. „— ein Refugium für Männer, die die Gesellschaft anderer Menschen nicht ertragen, aber dennoch einen bequemen Sessel und eine aktuelle Zeitung schätzen."
„Das klingt nach einem Widerspruch."
„Das ist es auch. Aber London ist voll von solchen Widersprüchen." Holmes wandte sich vom Fenster ab und sah mich an. „Im Diogenes Club ist das Sprechen verboten. In allen Räumen, außer dem Stranger's Room. Drei Verstöße gegen diese Regel führen zum Ausschluss."
Ich starrte ihn an.
„Verboten? Völlig?"
„Völlig. Kein Wort. Kein Flüstern. Nicht einmal ein Räuspern, wenn es sich vermeiden lässt." Ein dünnes Lächeln spielte um seine Lippen. „Es ist der seltsamste Club in London, Watson. Und mein Bruder ist eines seiner Gründungsmitglieder."
Die Droschke bog in die Regent Street ein. Der Verkehr wurde dichter — Kutschen, Karren, Omnibusse, die sich durch die Straßen schoben wie Blut durch verstopfte Arterien.
„Ihr Bruder", sagte ich vorsichtig. „Sie sprechen selten von ihm."
---ENDE DER LESEPROBE---