Der Nerd und sein Vampir - Charlie Richards - E-Book

Der Nerd und sein Vampir E-Book

Charlie Richards

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Beschreibung

Nur ein kleiner Liebesbiss: Nachdem er nicht mehr unter dem Pantoffel seiner Mutter steht, fürchtet ein junger Mann, dass er vom Regen in die Traufe geraten ist. Raphael Corsair versteht den plötzlichen Wunsch seines Bruders, sich mit einem riesigen, dunkelhäutigen Kerl einzulassen, nicht. Doch bei Giles auf der Rinder-Ranch in Montana zu bleiben bietet ihm die Möglichkeit, seiner herrschsüchtigen Mutter zu entkommen. Lenora Corsair ist dominierend und bestimmend, und Raphael würde alles tun, um von ihr wegzukommen, sogar lernen, wie man ein Pferd reitet und Rinder hütet. Zu seiner Überraschung bieten ihm die Besitzer der Ranch einen Bürojob an. Der einzige beunruhigende Aspekt des Lebens auf der Ranch ist der große, gutaussehende Kase Corrocus. Der Cowboy macht kein Geheimnis daraus, dass er an Raphael interessiert ist. Allerdings hält Raphael sich nicht für schwul. Aber warum reagiert sein Körper dann, wenn er sich dem Mann nähert? Und warum kann seine Mutter ihn nicht endlich in Ruhe lassen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 28.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

ÜBER CHARLIE RICHARDS

LESEPROBE:

Der Nerd und sein Vampir

Nur ein kleiner Liebesbiss: Nachdem er nicht mehr unter dem Pantoffel seiner Mutter steht, fürchtet ein junger Mann, dass er vom Regen in die Traufe geraten ist.

Raphael Corsair versteht den plötzlichen Wunsch seines Bruders, sich mit einem riesigen, dunkelhäutigen Kerl einzulassen, nicht. Doch bei Giles auf der Rinder-Ranch in Montana zu bleiben bietet ihm die Möglichkeit, seiner herrschsüchtigen Mutter zu entkommen. Lenora Corsair ist dominierend und bestimmend, und Raphael würde alles tun, um von ihr wegzukommen, sogar lernen, wie man ein Pferd reitet und Rinder hütet. Zu seiner Überraschung bieten ihm die Besitzer der Ranch einen Bürojob an. Der einzige beunruhigende Aspekt des Lebens auf der Ranch ist der große, gutaussehende Kase Corrocus. Der Cowboy macht kein Geheimnis daraus, dass er an Raphael interessiert ist. Allerdings hält Raphael sich nicht für schwul. Aber warum reagiert sein Körper dann, wenn er sich dem Mann nähert? Und warum kann seine Mutter ihn nicht endlich in Ruhe lassen?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.

Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.

Länge: rund 28.000 Wörter

CHARLIE RICHARDS

Der Nerd und sein Vampir

Ein liebevolles Biss-chen 15

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „The Vampire’s Nerd“:

Charlie Richards

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2021

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

In einer Familie geht es nicht um Blut, sondern darum, wer bereit ist, deine Hand zu halten, wenn du es am dringendsten brauchst.

~ Unbekannt

Kapitel 1

Kase Corrocus schaute um die Ecke und ließ seinen Blick durch den Aufenthaltsraum schweifen. Bei dem Film, der auf dem Fernseher zu sehen war, handelte es sich um einen alten Schwarz-Weiß-Schinken. Tatsächlich hatte er ihn schon gesehen. Er hatte sich sogar schon darüber lustig gemacht – bei mehr als einer Gelegenheit.

Es war ein alter Vampirfilm.

Selbst ein Vampir, hatte Kase die lächerlichen Elemente, dass sich ein menschlich aussehender Vampir in eine Fledermaus verwandelte oder mit erhobenen Händen herumschlich, als ob er bei nächstbester Gelegenheit zupacken wollte, sowie seine dämlichen Reißzähne und den schwarzen Umhang äußerst amüsant gefunden. Ganz zu schweigen von der Abneigung gegen Kreuze und Knoblauch.

Echt jetzt? Wer glaubt denn solchen Scheiß?

Kase liebte Knoblauch. Er hatte nichts gegen Kreuze, bedauerte aber religiöse Leute, die den jeweiligen Oberhäuptern das Denken und Übersetzen überließen und ihnen blind folgten. Sie mussten das wirklich selbst tun. Außerdem, Weihwasser? Bitte. Kase würde nach einem langen, heißen Tag im Sattel bei der Arbeit mit Rindern bereitwillig ein großes Glas davon trinken. Es würde seinen Durst bestens stillen!

Kase behielt all diese Gedanken für sich …, weil es sein Geliebter war, der den Film sah. Raphael Corsair. Der junge Mann lebte jetzt seit fast drei Wochen auf der Ranch, und Kase wurde langsam verrückt. Außerdem hatte er das Gefühl, blaue Eier zu haben.

Einfach nur im Flur zu stehen, seinen Rücken gegen die Wand gedrückt und Raphael zuhörend, wie er in ein Notizbuch kritzelte, während er zusah, wie Dracula über den Bildschirm schlich, machte Kases Schwanz härter als ein Stahlrohr. Er griff nach unten und umfasste seinen Ständer, schaffte es nur knapp, ein Wimmern zu unterdrücken. Etwas musste sich ändern.

Ich brauche meine Geliebte.

Ich brauche auch Hilfe.

Egal, was Kase bisher versucht hatte, er war nicht näher als bis auf ein paar Meter an Raphael herangekommen. Sein Mensch war einfach so verdammt zurückhaltend. Er war auch extrem jung – erst zwanzig Jahre alt.

Kase wusste einfach nicht, wie er mit dem Mann umgehen sollte. Waren Menschen in diesem Alter nicht dauergeil? Sicherlich hätte er schon auf Kases Annäherungsversuche eingehen sollen. War Raphael gegenüber dem Gedanken, mit einem Mann zusammen zu sein, so abgeneigt, dass er irgendwie den Drang zur Bindung unterdrückte? Kase hatte es noch nicht einmal geschafft, die Hand seines Geliebten zu halten. Er wurde langsam verrückt vor Verlangen danach.

Und jetzt macht er sich Notizen über Vampire aus einem alten Dracula-Film? Na, Scheiße!

Offensichtlich wusste Raphael, dass etwas an ihnen anders war, aber dass er dachte, diese Filme könnten ihm irgendwelche sachdienlichen Informationen geben – Moment mal, könnte Raphael denken, dass diese der Wahrheit entsprachen?

Nicht gut.

Kase schob sich von der Wand weg und schüttelte den Kopf. Er zerbrach sich den Kopf und fragte sich, was er tun sollte. Wer könnte ihm den besten Rat geben?

Seine erste Idee wäre, mit Giles, Raphaels älterem Bruder, zu sprechen. Der Mann hatte früher einer geheimen menschlichen Organisation namens Priester angehört. Die Gruppe kämpfte gegen Vampire und glaubte, sie seien Dämonen.

Giles war gefasst worden, als die Anführer der Priester den Fehler gemacht hatten, sich an den Zirkel heranzumachen, zu dem Kase gehörte. Meister Dante, der Anführer des Zirkels, nahm keine Bedrohungen hin. Er hatte das örtliche Hauptquartier der Priester gefunden, und dann hatten einige Vampire aus dem Zirkel –Kase eingeschlossen – diese Mistkerle erledigt.

Außerdem hatte sich ein Vampir, der von den Priestern gefoltert worden war, als die Amina – oder Seele – eines Dämons entpuppt, der War diente, einem der vier apokalyptischen Reiter. War hatte beschlossen, dass es Spaß machen würde, sich einzumischen. Er hatte es als eine Art Sport angesehen. Merkwürdigerweise war der Reiter am Ende nicht nur mit einem Vampir-Vollstrecker des Zirkels, Monte, verbunden, sondern auch einem netten Präriehund-Wandler namens Xerxes, der in einem der Käfige der Priester gefunden worden war.

Kase runzelte die Stirn, als er seine Gedanken wieder zu seiner eigenen misslichen Lage lenkte. Giles war im Moment nicht auf der Ranch. Er war im Reich der Dämonen, zusammen mit seinem Geliebten, Thanach – nicht, dass sie Raphael gesagt hätten, dass sie dorthin gingen. Stattdessen hatte Giles seinem Bruder erzählt, dass Thanach regelmäßig geschäftlich die Stadt verlassen musste.

Das stimmte auch, unter einem bestimmten Gesichtspunkt.

Als gebundener Dämon galt Thanach als General. Seine Aufgaben umfassten die Ausbildung von neu erschaffenen Dämonen für seinen Herrn, War. Der Reiter des Krieges hatte auch ein Trainingsprogramm mit seinen Brüdern ausgearbeitet, so dass seine Dämonengeneräle auch die Dämonen der anderen Reiter trainierten. Es hatte etwas damit zu tun, dass Wars Dämonen am erfolgreichsten darin waren, ihren eintausendsten Geburtstag zu erreichen, was ein Beweis für die Macht des Reiters war – oder seine Fähigkeiten in Sachen Ausbildung. Thanach musste in der Tat die Stadt verlassen, um seine Aufgaben zu erfüllen. Das Training fand im Dämonenreich statt.

Damit wusste Kase immer noch nicht, wer ihm Tipps geben könnte, wie man einen jungen menschlichen Mann umwirbt.

Kase ging durch das Haus und ging zum hinteren Foyer. Er würde seinen Hut und Handschuhe nehmen und einige Arbeit erledigen. Auf einer Rinderranch gab es immer etwas zu tun.

„Geht es dir gut, Kase?“

Auf halbem Weg durch den riesigen Speisesaal innehaltend, realisierte Kase, dass der Koch ihres Zirkels, Francois, am Buffet stand und die Kaffee- und Tee-Auswahl nachfüllte. Völlig in Gedanken versunken hatte Kase es nicht einmal bemerkt. Er zuckte mit den Schultern und rieb sich den Nacken.

Francois lächelte ihn mitfühlend an. „Raphael?“, fragte er leise. Sogar dieses eine Wort war von Francois’ leichtem französischen Akzent geprägt. Als Kase nickte, trat Francois näher an ihn heran. „Willst du darüber reden?“

Das wollte Kase tatsächlich, aber würde Francois helfen können? Er ließ den Blick über den schlanken, etwa eins zweiundachtzig großen Mann wandern. Der Koch hatte sein schulterlanges braunes Haar mit einem grünen Bandana zusammengebunden, wahrscheinlich, um es aus seinen braun-grünen Augen herauszuhalten. In stiller Frage hatte er eine Augenbraue hochgezogen.

Es ging Kase auf, dass Francois ihm vielleicht tatsächlich einige Ratschläge geben könnte. Francois’ Schwester Deborah hatte sich vor Jahren mit einem menschlichen Mann verbunden. Vielleicht erinnerte sich Francois daran, wie sie den Mann für sich gewonnen hatte.

Es war zumindest einen Versuch wert.

Kase warf einen Blick über die Schulter auf den Flur, der zum Aufenthaltsraum und zu anderen Teilen des weitläufigen Ranchhauses führte, und nickte.

Francois grinste und seine Augen funkelten. „Komm. Ich hole dir eine Tasse Kaffee.“ Anstatt sich wieder dem Sideboard zuzuwenden, das er gerade aufgefüllt hatte, ging er durch den Bogen in die Küche.

Kase warf einen verwirrten Blick auf die Kaffee- und Teebar, folgte ihm aber trotzdem. Während er zusah, nahm Francois einen Becher und hielt einen Finger hoch. „Bleib hier, und nichts anfassen.“ Dann ging er durch eine Seitentür, von der Kase wusste, dass sie zu seiner eigenen privaten Suite führte.

Aufgrund seiner beruflichen Anforderungen als Koch, was ihn dazu veranlasste, so viele Stunden in der Küche zu verbringen, lebte Francois im Haupthaus der Ranch statt in einem der Schlafhäuser.

Kase lehnte seinen Hintern an die Theke und wartete. Er verschränkte die Arme vor der Brust und tat, was der Mann verlangte – er fasste nichts an. Francois war dafür bekannt, dass er sehr auf die Sauberkeit seiner Küche achtete.

Einen Moment später kehrte Francois zurück und hielt den Becher hoch, der jetzt voller dampfender Flüssigkeit war. „Ich weiß, dass du normalerweise Kaffee mit übermäßig viel Sahne und Zucker verdirbst, aber versuche diesen mal zuerst schwarz.“ Francois grinste breit. „Vielleicht magst du ihn.“

Auch wenn Kase bei der Vorstellung innerlich rebellierte, tat er, was ihm gesagt wurde. Normalerweise nahm er viel Sahne und Zucker, um den Geschmack des Kaffees zu überdecken, da er eigentlich kein Fan der Flüssigkeit war. Der Koffeinschub war jedoch gut, so dass er sich jeden Morgen durchkämpfte.

Nachdem Kase auf die Flüssigkeit im Becher gepustet hatte, nahm er einen vorsichtigen Schluck. Würziger Kürbis- und Zimtgeschmack lief über seine Zunge, überdeckte fast den bitteren Kaffeegeschmack, den er nicht mochte.

Kase summte und nickte langsam. „Gib mir einen Hauch von der Sahne mit Kürbisaroma, und er wird so ziemlich perfekt sein.“

Francois schnaubte, während er die Augen verdrehte, nahm das Milchkännchen jedoch aus dem Kühlschrank. Er reichte es Kase und schüttelte den Kopf, als er sah, wie er einen Tropfen der aromatisierten Milch in den Becher goss.

„Was ist bloß los mit dir und Kaffee?“, fragte Francois, als er das Milchkännchen nahm und wegstellte. „Ich war sicher, dass du nur einen höherwertige Kaffeesorte brauchst, und ich weiß, dass meine eigene Maschine die Zubereitung bestens hinbekommt.“

Kase zuckte die Achseln und spürte einen Hauch von Hitze in seinen Wangen. „Tut mir leid, dich zu enttäuschen.“ Er sah zu, wie Francois zu einem Schrank ging und einen Sack Kartoffeln mit roter Schale herausholte. „Ich mag den Geschmack von Kaffee einfach nicht wirklich.“

„Aber du trinkst jeden Morgen welchen“, sagte Francois, als er das Wasser aufdrehte und anfing, die Kartoffeln zu waschen. Er legte die nassen Kartoffeln auf ein Handtuch, das bereits auf dem Tresen ausgebreitet lag.

Kase nickte und gab zu: „Ich mag den Koffeinschub.“

„Hast du mal Tee probiert?“ Francois stellte das Wasser aus und trocknete seine Hände an einem Handtuch ab.

Kase schüttelte den Kopf. „Ich kann keinen Tee finden, den ich lieber mag, also …“ Er ließ seine Stimme verstummen, wohl wissend, dass es seltsam war.

„Was ist mit diesen Energy Drinks?“, fragte Francois neugierig und nahm ein Handtuch, um die gerade gewaschenen Kartoffeln abzutrocknen. „Es gibt davon jetzt jede Menge Geschmacksrichtungen.“

„Vielleicht werde ich darüber nachdenken.“ Kase nahm einen weiteren Schluck von dem Getränk und genoss den kräftigen Kürbisgeschmack. Als Francois anfing, die Kartoffeln fachmännisch zu schälen, erfüllte ihn Unbehagen. „Äh, kann ich dir helfen?“

Er war es nicht gewohnt, herumzusitzen und nichts zu tun.

Francois schnaubte. „Non. Du trinkst einfach Kaffee und erzählst mir, was für Sachen du mit Raphael gemacht hast.“

„Das ist eine kurze Liste“, murmelte Kase und runzelte die Stirn über seiner Tasse. Als er sah, wie Francois die Brauen hob, räusperte er sich und dachte über seine Interaktionen mit Raphael nach. „Nun, ich habe ihm am Abend seiner Ankunft die Kälber gezeigt“, begann er und erinnerte sich, wie die Augen seines Geliebten geleuchtet hatten. „Er sieht ihnen gerne beim Spielen auf den Koppeln zu. Ich meine, wer tut das nicht, stimmt’s?“

Kase grinste Francois an, der zustimmend nickte. „Ähm, und ich habe ihn am nächsten Tag auf der Ranch herumgeführt. Ich sagte ihm, wir könnten ein paar Pferde nehmen und ich könnte ihm den Bach, den Teich und die obere Weide zeigen, aber er sagte, er könnte nicht reiten.“ Kase knabberte an seiner Unterlippe und gab dann zu: „Ich spreche beim Abendessen mit ihm. Frage ihn, wie sein Tag war und solche Scheiße.“ Er rieb sich den Nacken und bemühte sich, an eine andere Interaktion mit Raphael zu denken. „Äh –“

„Das ist alles?“, hakte Francois nach. „Hast du ihm nicht beigebracht, Boxen zu misten oder im Round Pen ein Pferd zu reiten oder ihm den Fohlenstall gezeigt?“ Er legte sein Messer hin und sah Kase in die Augen.

Kase schüttelte den Kopf und gab zu: „Er scheint jedes Mal so nervös zu sein, wenn ich in seiner Nähe bin. Ich möchte ihn nicht noch unbehaglicher machen, weißt du?“ Er spürte, wie seine Wangen warm wurden, und räusperte sich. „Ich glaube, er hat Angst vor mir, aber ich weiß nicht, was ich getan habe, um es zu verursachen.“

Francois summte, als er sich die Hände wusch. „Eher hat er Angst vor den Gefühlen, die du bei ihm verursachst.“ Nachdem er ein paar Papierhandtücher genommen hatte, trocknete er seine Hände ab und warf dann die Tücher in den Korb unter der Spüle. Er zog ein anderes Messer aus dem Block, bevor er sich umdrehte, um es auf Kase zu richten.

---ENDE DER LESEPROBE---