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In der paranormalen Welt: Nachdem ein Vampir, dessen Aufgabe es ist, Probleme zu lösen, auf Geheiß seines Meisters zu seinem Zirkel zurückgekehrt ist, trifft er auf seinen Geliebten … einen Gargoyle, der so regelkonform ist, dass er nicht weiß, was sich das Schicksal dabei gedacht hat. Salem Galdesque ist damit beschäftigt, einem von Meister Krispins Verbündeten einen Gefallen zu tun, als die Nachricht von mehreren Geliebten in seinem Heimatzirkel seine Ohren erreicht. Er freut sich für die anderen, auch wenn er innerlich darüber lacht, dass ihnen damit Fesseln angelegt werden. Als Problemlöser für seinen Zirkel kann er sich nur zu gut vorstellen, welche Schwierigkeiten eine solche Bindung in seinem eigenen Leben verursachen würde. Salem liebt es, ein Problem mit allen notwendigen Mitteln lösen zu können – sei es durch Bezahlung, Verführung oder eine gute, altmodische Tracht Prügel … und vielleicht sogar noch mehr – und sich einem Geliebten gegenüber verantworten zu müssen, würde ihm nichts als Kopfschmerzen bereiten. Seine Taktik macht seine Arbeit einfach, ganz zu schweigen von vergnüglich. Als Salem nach Hause zum Maven-Zirkel gerufen wird, trifft er den Gargoyle Keefe und erkennt, dass das Schicksal ihm ein ziemlich zweifelhaftes Geschenk gemacht hat – Keefe ist sein Geliebter. Nach nur ein paar Begegnungen weiß Salem, dass angesichts von Keefes dringendem Bedürfnis, sich an klare Linien zu halten, und Salems eigener Vorliebe für Grauzonen, ihre unterschiedlichen Ansichten nichts als Probleme verursachen werden. Trotzdem ist Keefe Salems Geliebter, und er weiß, dass er nur einen bekommt, also einigen sie sich – es wird nicht über die Arbeit geredet. Dann decken beide Hinweise auf die Jäger auf, die dem Maven-Zirkel zu schaffen machen. Können sie einen Weg finden, zusammenzuarbeiten, oder werden ihre Probleme nicht nur sie, sondern auch den Zirkel auseinanderreißen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Paranormal verliebt ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht
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Veröffentlichungsjahr: 2022
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
ÜBER CHARLIE RICHARDS
LESEPROBE:
Der Problemlöser und sein Vollstrecker
In der paranormalen Welt: Nachdem ein Vampir, dessen Aufgabe es ist, Probleme zu lösen, auf Geheiß seines Meisters zu seinem Zirkel zurückgekehrt ist, trifft er auf seinen Geliebten … einen Gargoyle, der so regelkonform ist, dass er nicht weiß, was sich das Schicksal dabei gedacht hat.
Salem Galdesque ist damit beschäftigt, einem von Meister Krispins Verbündeten einen Gefallen zu tun, als die Nachricht von mehreren Geliebten in seinem Heimatzirkel seine Ohren erreicht. Er freut sich für die anderen, auch wenn er innerlich darüber lacht, dass ihnen damit Fesseln angelegt werden. Als Problemlöser für seinen Zirkel kann er sich nur zu gut vorstellen, welche Schwierigkeiten eine solche Bindung in seinem eigenen Leben verursachen würde. Salem liebt es, ein Problem mit allen notwendigen Mitteln lösen zu können – sei es durch Bezahlung, Verführung oder eine gute, altmodische Tracht Prügel … und vielleicht sogar noch mehr – und sich einem Geliebten gegenüber verantworten zu müssen, würde ihm nichts als Kopfschmerzen bereiten. Seine Taktik macht seine Arbeit einfach, ganz zu schweigen von vergnüglich. Als Salem nach Hause zum Maven-Zirkel gerufen wird, trifft er den Gargoyle Keefe und erkennt, dass das Schicksal ihm ein ziemlich zweifelhaftes Geschenk gemacht hat – Keefe ist sein Geliebter. Nach nur ein paar Begegnungen weiß Salem, dass angesichts von Keefes dringendem Bedürfnis, sich an klare Linien zu halten, und Salems eigener Vorliebe für Grauzonen, ihre unterschiedlichen Ansichten nichts als Probleme verursachen werden. Trotzdem ist Keefe Salems Geliebter, und er weiß, dass er nur einen bekommt, also einigen sie sich – es wird nicht über die Arbeit geredet. Dann decken beide Hinweise auf die Jäger auf, die dem Maven-Zirkel zu schaffen machen. Können sie einen Weg finden, zusammenzuarbeiten, oder werden ihre Probleme nicht nur sie, sondern auch den Zirkel auseinanderreißen?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.
Paranormal verliebt ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.
Länge: rund 32.000 Wörter
CHARLIE RICHARDS
Der Problemlöser und sein Vollstrecker
Paranormal verliebt 35
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „The Fixer’s Enforcer“:
Charlie Richards
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2022
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
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Durch die Schatten kriechend, folgte Salem Galdesque seinem Ziel. Er beobachtete, wie der abtrünnige Vampir innehielt und über seine Schulter schaute. Der Mann übersah ihn offensichtlich, denn er ging in entspanntem Tempo weiter. Als er eine unauffällige Tür an der Seite eines heruntergekommenen Lagerhauses erreichte, ging er hinein.
Ah, da versteckst du sie also.
Salem beschattete James seit zwei Tagen. Der Mann war einer von sechs bösartigen Vampiren, aus denen die Gang bestand, und Salem wartete darauf, dass der Kerl ihn zu den vermissten Männern und Frauen führte. Auch wenn er eigentlich ein Mitglied des Maven-Zirkels in Wyoming war, lieh ihn dessen Anführer Meister Krispin Stearling oft an andere Zirkel aus, die seine besonderen Fähigkeiten benötigten. In diesem Fall war ein kleiner Vampirzirkel im Hinterland von New York einfach nicht dafür gerüstet, mit einem Team von abtrünnigen Vampiren fertig zu werden, die Menschen entführten.
Als Salem die Tür erreichte, drückte er sein Ohr an die Wand. Als Vampir mit außergewöhnlichem Gehör hörte er James, der brüllte: „Wo sind Glade und Winston?“
„Sie sind immer noch unterwegs und sammeln“, hörte Salem einen anderen Mann antworten.
„Immer noch?“ James knurrte und klang überhaupt nicht erfreut. „Sie sollten vor einer halben Stunde zurück sein. Unsere Einkäufer werden in zwanzig Minuten hier sein, und uns fehlen ihre zwei.“
Oh, das ist absolut perfekt.
Salem grinste breit. Wenn noch zwei Vampire unterwegs waren, bedeutete das, dass möglicherweise nur vier im Lagerhaus waren.
Ich werde nicht nur in der Lage sein, die ganze Gang zu schnappen, sondern auch ihre Käufer antreffen.
Salem zückte sein Telefon und schickte eine kurze Nachricht an Esposito und Illard, in der er ihnen befahl, ihn so schnell wie möglich an der Adresse des Lagerhauses zu treffen. Er steckte sein Telefon weg, schaute dann die Gasse hinunter, an dem Gebäude hinauf und hinüber zu dem daneben. Salem entdeckte eine Feuertreppe am nahe gelegenen Gebäude und mehrere zerbrochene Fenster im dritten Stock des Lagerhauses, in das der Vampir eingetreten war, und grunzte vor Freude.
Salem ging zu der Feuerleiter, duckte sich einen Moment lang und schätzte ab, wie weit die Leiter über ihm hing. Dann sprang er nach oben. Mit seiner vampirischen Kraft und Beweglichkeit – plus seiner vorteilhaften Größe von einem Meter fünfundneunzig – erreichte er sie leicht. Nahezu lautlos kletterte Salem auf das Dach des Gebäudes.
Salem stand am Rand und schätzte die Entfernung ab. Er machte ein paar Schritte zurück und sprintete dann los. Seinen rechten Fuß auf der Kante, sprang er ab, wobei er mühelos die Distanz zwischen den Gebäuden überwand.
Salem streckte seine Hände aus, ließ seine Krallen wachsen … und versenkte sie in den Holzrahmen neben einer der zerbrochenen Fensterscheiben. Er hing dort für ein paar Sekunden und federte den Schwung seines Körpers ab. Nach einem Blick um sich streckte Salem sein Bein aus und fand Halt auf der rechten Seite des Rahmens. Links war nichts, aber das brauchte er auch nicht.
Mit einem vorsichtigen Abdrücken vom Rahmen, einer Drehung seines Körpers und der Anspannung seines Bizeps schwang sich Salem auf die Bretter, die den Holzbalkon bildeten. Leider war es ein sehr alter Holzbalkon. Ein Brett knarrte unter seinem Gewicht, und Dreck fiel auf den Boden darunter.
„Was war das?“, fragte James.
Salem kauerte sich hin und schaute durch eine Lücke in den Latten in dem Versuch, die Lage zu erfassen. Es gab jede Menge Staub, kaputte Maschinen, deren Verwendungszweck Salem nicht erkennen konnte, und … drei Vampire standen in der Nähe eines Bereichs, der als heruntergekommenes Wohnzimmer eingerichtet worden war – komplett mit schmutzigen Sofas, abgewetzten Couchtischen, die mit Pizzakartons übersät waren und Bierflaschen, dazu eine sehr blasse, schlanke junge Frau, die auf dem Sofa lag. Blut tropfte an ihrem Hals herunter.
Angesichts der geschlossenen Augen der Frau und des flachen Hebens und Senkens ihrer Brust wusste Salem, dass sie am Leben war. Er hatte die feste Absicht, dass es so blieb. Das bedeutete, dass er den Müll rausbringen musste.
Und herausfinden, wo sich der vierte Mistkerl versteckt, bevor seine Freunde eintreffen.
„Ich weiß nicht“, antwortete der blonde Vampir mit einem lässigen Achselzucken. „Wahrscheinlich ein wildes Tier oder so.“
James funkelte ihn an. „Nun, schau nach, Vic“, fauchte er und schlug ihm auf den Kopf.
Vic zog die Lippen zurück und fauchte, aber er tat, was James befohlen hatte, und stapfte auf eine klapprig aussehende Treppe links zu. Er grummelte sogar leise, während er seine Aufmerksamkeit darauf richtete, zu entscheiden, wohin er seine Schritte setzen sollte. Salem machte ihm keinen Vorwurf, da er bei jedem Schritt des Mannes das Zittern des Gerüsts spürte.
Trotzdem gab es Salem die Gelegenheit, die er brauchte. Er packte das Geländer mit einer Hand und schwang sich darüber. Er hob die Knie, ließ los und drehte sich im Fallen. Salem streckte seinen rechten Arm aus, fing sich in Höhe des zweiten Stockwerks an einem Balken ab und schwang sich daran herum. Er ließ los, gerade als er James rufen hörte, aber er ignorierte den Vampir.
Salem konzentrierte sich stattdessen auf sein Ziel – den schwarzhaarigen Bösewicht, der neben James stand. Als er neben dem Mann landete, streckte er seine Hand aus, seine Klauen ausgefahren. Noch vor dem feuchten Aufprall des blutigen Kopfes auf dem Boden, drehte sich Salem zu James um.
Salem blockte James’ Schlag mit seinen eigenen Klauen ab und rammte die Krallen seiner rechten Hand tief zwischen die Rippen des Anführers der abtrünnigen Vampire. „Wo sind deine Freunde, James?“, fragte er, als er seine Klauen wieder herauszog und einen Schritt zurücktrat.
Salem bemerkte James’ Knurren, als der erneut ausholte. Dieses Mal sprang er zurück, um dem Schlag auszuweichen … da er gesehen hatte, wie Vic von oben auf ihn zugesprungen kam. Salem wirbelte herum und sprang, so dass er Vic mit einem Hook-Kick ins Gesicht traf, der daraufhin gegen James prallte.
Beide Vampire flogen durch die Luft, ehe sie laut und mit ausgebreiteten Gliedmaßen landeten.
Götter, es ist, als würde man auf Fische in einem Fass schießen.
Salem eilte nahe heran und hatte Vic den Kopf abgeschlagen, bevor der sich überhaupt orientiert hatte. Er hatte vor, noch etwas länger mit James zu spielen – nur zum Spaß … und um Information zu bekommen –, doch das Quietschen einer Tür zu seiner Linken erregte seine Aufmerksamkeit. Ein schwerlidriger Vampir kam aus dem Raum.
„Was ist los?“, lallte er, als wäre er betrunken … oder übervoll von Blut.
Arschloch.
Schnell enthauptete Salem James, bevor er sich auf den dämlichen Typen stürzte. Der Dunkelhaarige hatte ihn kaum wahrgenommen, und seine Augen weiteten sich vor Überraschung, als Salem ihm den Kopf von den Schultern trennte. Als der Körper fiel, stützte er die Hände in die Hüften und sah sich um.
„Nun“, grummelte Salem. „Das war zu verdammt einfach.“
Ein Wimmern erregte seine Aufmerksamkeit.
Salem machte drei Schritte und erreichte die Tür. Er unterdrückte kaum ein wütendes Knurren, als er den schmutzigen Raum betrachtete. Vier Menschen – zwei Männer und zwei Frauen, alle Anfang zwanzig – saßen auf schmutzigen Matratzen, die Hände und Füße vor sich verschränkt. Ein fünfter Mensch – ein Mann – lag bewusstlos auf einer anderen Matratze. Ähnlich wie bei der bewusstlosen Frau im anderen Raum tropfte Blut aus zwei Löchern in seinem Hals.
Götter, sie wollten sich nicht einmal die Mühe machen, ihre verdammten Bisse zu schließen.
Der Gestank von Angst durchzog den Raum.
Er tat sein Bestes, um seinen Gesichtsausdruck zu einem zu mäßigen, der beruhigend wirkte – worin, wie Salem wusste, seine harten Gesichtszüge nicht gut waren –, und hob beschwichtigend die Hände. „Alles wird gut“, brummte er.
Als der Gestank von Angst zunahm, gepaart mit Keuchen und Zucken, entdeckte Salem, worauf sie schauten. Er hatte immer noch seine Krallen ausgefahren. Sie waren auch mit dem Blut der bösartigen Vampire bedeckt.
Einfach toll. Wo ist Esposito, wenn ich ihn brauche?
Der andere Vampir schien mexikanischer Abstammung zu sein, und obwohl er ein knallharter Vollstrecker war, konnte er mit Leichtigkeit so ziemlich jeden Menschen bezaubern.
Salem hörte, wie sich ein Schloss öffnete, also wandte er sich von den verängstigten Menschen ab. Er rannte auf die sich öffnende Lagerhaustür zu und beobachtete, wie zwei Vampire eintraten. Jeder trug einen Menschen – einen Mann und eine Frau – die beide bewusstlos waren.
Danke den Göttern für kleine Gefälligkeiten.
Die Mienen der beiden hatten sich gerade in einen Schock verwandelt, als sie ihre gefallenen Kameraden sahen, da erreichte Salem sie schon. Er verschwendete keine Zeit und entriss dem erschrockenen Vampir die Frau. Gleichzeitig zog Salem seine Klauen durch den Hals des Kerls und erledigte ihn.
Salem wirbelte herum, um sich dem letzten Abtrünnigen zu stellen. Er konzentrierte sich weiterhin auf den Blonden, kniete sich langsam hin und legte die Frau auf den schmutzigen Boden. Als er aufstand, schenkte Salem dem Mann ein räuberisches Grinsen.
„Also bist du bereit, wie der Rest deiner Freunde zu sterben?“, fragte Salem schroff, machte einen langsamen Schritt auf den Vampir zu und überlegte, wie er den Menschen am besten in Sicherheit bringen könnte, bevor er den Bösewicht tötete.
Der Vampir grinste höhnisch. „Keine Freunde.“ Er gluckste kalt. „Und da sie aus dem Weg sind, bekomme ich den ganzen Gewinn.“ Mit einem großspurigen Grinsen warf er den jungen Mann auf ein Sofa in der Nähe. „Ich wette, du hast die anderen wegen des Überraschungsmoments überwältigt. Das wird bei mir nicht passieren.“
Salem ließ seinen Blick über den großspurigen Vampir schweifen. In Anbetracht dessen, dass der Kerl gerne redete, konnte er nicht anders, als zu fragen: „Also, das ist deine Operation?“ Er grinste, als er stichelte: „Ich dachte, James wäre der Boss.“
Der blonde Vampir verzog seine Lippen und verengte seine Augen. „Du hast falsch gedacht“, erklärte er. Seine Finger krümmten und lockerten sich und verrieten seine wachsende Aufregung. „Ich habe nur abgewartet, bevor ich übernehme, und ihn die ganze Arbeit machen lassen.“
Dann stürzte der Blonde los.
Auch wenn Salem versucht war, mit dem Vampir zu spielen, änderte die Bewegung eines der Menschen auf den Sofas seine Meinung. Die Frau hatte es nicht verdient, von dem Gezeter dieses Arschlochs aufgeweckt zu werden. Aus diesem Grund erledigte Salem ihn schnell mit einer Drehung und einem Schlag.
Salem bückte sich und riss die Rückseite des Hemdes des niedergeschlagenen Vampirs ab. Schnell wischte er das Blut von seinen Krallen, bevor er sie zurückzog. Dann warf er den schmutzigen Stoff auf den nackten Rücken des Blonden.
„Na, Scheiße, Salem. Hast du uns keinen Spaß übriggelassen?“
Grinsend drehte Salem sich zu Illard um und entdeckte Esposito, der neben ihm stand. Illard lehnte am Türrahmen, und ein Grinsen verzog seine dunklen Lippen. Esposito schaute durch das Lagerhaus. Besorgnis erfüllte seinen Gesichtsausdruck, als seine Aufmerksamkeit auf die Menschen fiel.
„Sicher habe ich euch etwas Spaß hinterlassen, Illard“, antwortete Salem mit einem Grinsen. „Die Käufer sollen sich in wenigen Minuten zeigen. Wir können sie auch ausschalten.“
Illard grinste breit. „Nett.“
„Hier kommt jemand zu sich“, rief Esposito und hockte sich neben das Sofa. „Vielleicht solltet ihr diese Leichen wegräumen, damit sie sie nicht sehen muss.“ Mit einer Grimasse fügte er hinzu: „Nicht, dass wir etwas gegen die Blutspritzer tun könnten.“
Salem zuckte reuelos mit den Schultern. „Vielleicht würde es ihr gefallen, den Beweis zu sehen, dass ihr Angreifer tot ist.“ Noch während er die Worte sagte, packte er einen abgetrennten Kopf an den Haaren sowie das Bein eines der Körper. „Oh, und da drüben sind noch fünf Menschen im Lagerraum.“ Salem benutzte sein Kinn, um die Richtung anzuzeigen.
„Verdammt“, grummelte Esposito. „Acht Vermisste. Sechs bösartige Vampire.“ Er leckte seine Zeigefinger ab, bevor er sie über die Bisswunden der Frau gleiten ließ, die von den Fangzähnen eines der Bösewichte hinterlassen worden waren. Esposito benutzte seinen Speichel, um sie zu versiegeln, und beseitigte so die Beweise für den Biss des Vampirs. „Kein Wunder, dass der örtliche Zirkel um Hilfe gebeten hat.“
Als Salem den Körper wegschleppte und den Kopf mit sich trug, grinste er breit. „Ich helfe gerne.“
Salem trug seine Last hinter eine rostende Maschine, die wahrscheinlich vor fast einem Jahrhundert zurückgelassen worden war, und ließ sie dort liegen. Er ging zur nächsten Leiche. Gerade als er ein Bein packte, spürte er, wie das Telefon in seiner Tasche vibrierte. Während Salem es herauszog, ging er zur Ecke.
„Salem“, antwortete er, ohne auf das Display zu schauen. Es gab nur sehr wenige, die ihn anrufen würden. Er bemerkte, dass Illard in den Lagerraum gegangen war und leise sprach, während Esposito weiter den dreien im Hauptraum half – der andere Vampir hatte sogar die Frau, die Salem auf den Boden gelegt hatte, auf ein anderes der Sofas gebracht.
„Salem, wie läuft dein Einsatz dort?“
Als Salem Meister Krispins Stimme hörte, richtete er seine Aufmerksamkeit wieder auf den Anruf, während er fortfuhr, Leichen wegzuräumen. Espositos Gedanke war gut, und er wollte sie auch aus dem Weg haben, wenn die Sklavenhändler eintrafen.
„Wir haben die Abtrünnigen hier ausfindig gemacht und ausgelöscht“, begann Salem. „Hoffentlich können wir bald mit den Aufräumarbeiten beginnen.“
„Hoffentlich?“ Meister Krispin wollte eindeutig eine Erklärung.
„Ja, Meister“, antwortete Salem förmlich. „Sie hielten sechs Menschen auf dem Gelände fest, und die letzten beiden Bösen, die auftauchten, brachten noch zwei weitere mit.“ Bevor sein Meister irgendetwas sagen konnte, fügte Salem schnell hinzu: „Bevor ich sie erledigte, hörte ich den Anführer sagen, dass ihre Käufer bald eintreffen sollten.“
„Verdammt“, grummelte Meister Krispin. „Bastarde, die Menschen verkaufen.“ Seine Stimme nahm einen nachdenklichen Ton an. „Haben sie sie an andere Vampire oder Menschen verkauft?“
„Derzeit unbekannt, Meister“, gab Salem zu. Daran hatte er gar nicht gedacht. „Illard und Esposito überprüfen die Menschen, während ich die Leichen wegräume, und wir warten auf die Käufer.“
Meister Krispin summte ein paar Sekunden lang. „Hast du Meister Levonne schon mitgeteilt, dass du Hilfe brauchst, um diesen Menschen zu helfen?“
Salem runzelte die Stirn. „Noch nicht. Wir waren gerade damit fertig, die Bösen zu töten, als du anriefst.“
Glucksend fragte Meister Krispin: „Wir? Oder du?“
Schnaubend grinste Salem. Sein Meister kannte ihn so gut. „Ich. Ich konnte nicht auf Verstärkung warten, und es waren sowieso nur drei im Raum.“
„Ah, also leichte Beute“, neckte Meister Krispin.
Salem grinste breit. „Absolut.“
Seine Belustigung war offensichtlich, als Meister Krispin fortfuhr: „Natürlich.“
Meister Krispin so entspannt zu hören, überraschte Salem immer noch. Die Freude des Mannes konnte in nur wenigen Worten durchschimmern. Auch wenn der Meister nie ein harter Kerl gewesen war, hatte er in der Vergangenheit immer sachlich und unnahbar gewirkt.
Das hatte sich alles geändert, als nicht nur Meister Krispin, sondern mehrere andere Mitglieder des Zirkels ihre Geliebten gefunden hatten – die anderen Hälften ihrer Seelen, die das Schicksal ihnen auserwählt hatte.
