Der Sommer Seines Lebens 2.0 - Kai Kistenbrügger - E-Book

Der Sommer Seines Lebens 2.0 E-Book

Kai Kistenbrügger

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Beschreibung

Hilde ist tot. Einfach gestorben. Doch das ist noch nicht einmal das Schlimmste. Als Heinz sein Leben nach dem Tod seiner Frau wieder aufnehmen will, muss er zu seinem Entsetzen feststellen, dass er andere Frauen seines Alters abstoßend findet. Hilde hat ihn für andere Frauen verdorben. Ein nicht akzeptabler Zustand, wie Heinz findet. Er beschließt, dort weiterzumachen, wo er vor der Heirat mit Hilde aufgehört hat. Damals, vor vielen Jahren. Als er noch jung war, mitten im Sommer seines Lebens. Dummerweise teilen seine Kinder seine Begeisterung für seine neuen Pläne nur bedingt…

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Seitenzahl: 17

Veröffentlichungsjahr: 2012

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Kai Kistenbrügger

Der Sommer Seines Lebens 2.0

Kurzgeschichte

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Impressum neobooks

Kapitel 1

Ihre Haut erinnerte Heinz an eine Dokumentation, die er vor langer Zeit über den Mars gesehen hatte. Er hatte sich zwar nie sonderlich für Weltraumforschung interessiert, allerdings hatten die Bilder der roten, zerfurchten Landschaft eine merkwürdige Faszination auf ihn ausgeübt. Untermalt von der reißerischen Stimme des Sprechers, umwehte die scheinbar leblose Oberfläche unseres Nachbarplaneten etwas Geheimnisvolles, das Heinz tief an einer bis dahin unbekannten Stelle kitzelte. Etwas in ihm weckte. Einen Hauch von Entdeckerlust. Unentdeckte Welten. Die malerischen Aufnahmen der endlosen, roten Sandebenen weckten in ihm den unwiderstehlichen Drang, den Fesseln seiner planetaren Existenz zu entkommen. Frei zu sein. Abenteuer zu erleben.

Doch leider fühlte er in diesem Moment weder Abenteuerlust, noch irgendeine Form der Erregung, auch wenn sich vor ihm eine unentdeckte Welt in weiblicher Form räkelte. Er verspürte nichts von dem, was er in einer solchen Situation eigentlich spüren sollte. Mit einem undefinierbaren Magengrummeln, das ihn verdächtig an Ekel erinnerte, starrte er auf die faltige Oberfläche, die sich schier endlos über ihren unförmigen Bauch und ihre hängenden Brüste spannte, und ihn auf so erschreckende Art und Weise an die rote Marsoberfläche erinnerte. Zerfurcht, leicht verbrannt, gezeichnet von Meteoriteneinschlägen und Sandstürmen, ein öder Felsbrocken in den Weiten des Weltalls, bar jedes Lebens.

Abrupt richtete er sich auf und schwang seine Beine über die Bettkante. „Was ist?“, fragte sie mit dieser brüchigen Stimme, die ihm jedes Mal die Gänsehaut über den Rücken trieb. „Alles in Ordnung?“