Die heiße Studentin - Verbotene Vorlesungen | Erotischer Roman - Nova Night - E-Book

Die heiße Studentin - Verbotene Vorlesungen | Erotischer Roman E-Book

Nova Night

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Beschreibung

Dieses E-Book entspricht 184 Taschenbuchseiten ... Die heiße Studentin Katha hat einen Undercover-Nebenjob: Sie schreibt Erotikliteratur und präsentiert ihre Sexgeschichten vor Publikum. Sie stürzt sich ins Studium, um ihre Chancen auf dem Buchmarkt zu verbessern, und gleichzeitig in ein verbotenes erotisches Spiel mit ihrem Professor. Zwischen den Vorlesungen flirtet sie mit ihm und verdreht ihm den Kopf. Doch was passiert, wenn er von ihren Wochenendshows erfährt? Ein geheimnisvolles Sexabenteuer zwischen Professor und Studentin beginnt … Diese Ausgabe ist vollständig, unzensiert und enthält keine gekürzten erotischen Szenen.

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Impressum:

Die heiße Studentin - Verbotene Vorlesungen | Erotischer Roman

von Nova Night

 

Erotik-Autorin Nova Night stürzt sich auf sinnliche Sexstorys und lässt es in ihren Bettgeschichten an nichts fehlen. Ihr Schreibstil ist heißer als der Mainstream – mit Blick auf die ehrlichen, stilvollen Details, die Ladys und Gentlemen gleichermaßen begeistern. Prickelnde Erotik-Literatur, die Geschichten auf den Punkt bringt.

 

Lektorat: Sarah Weber

 

 

Originalausgabe

© 2021 by blue panther books, Hamburg

 

All rights reserved

 

Cover: © Stephen Bures @ shutterstock.com © Robert Kneschke @ shutterstock.com

Umschlaggestaltung: MT Design

 

ISBN 9783750701441

www.blue-panther-books.de

Prolog

»Sie sind also der Meinung, dass ich Ihre Klausuren-Besprechung nicht ernst nehme?«

Ich schüttele sanft den Kopf und lächle, während ich langsam meine Bluse aufknöpfe und lasse ihn dabei nicht aus den Augen. Er ahnt, was geschieht und lehnt sich mit einem frechen Grinsen zurück. Distanz bewahren, nennt er das. Distanz, die zwischen uns bestehen sollte, jedoch nicht vorhanden ist.

»Wissen Sie eigentlich …« Ich komme auf ihn zu und liefere ihm schon jetzt eine Show ab, die er gewiss nicht vergessen wird. Ich flirte mit meinen Blicken, kokettiere mit einem Lächeln. »…was ich gemacht habe, als ich aus Ihrer Vorlesung gelaufen bin? Die erste Vorlesung! Erinnern Sie sich? Ich weiß, dass Sie mich dabei beobachtet haben, wie ich hinausgelaufen bin«, wispere ich und gehe um seinen Schreibtisch herum.

Ich setze mich auf die Lehne seines Stuhls und werfe einen kurzen Blick zu den Jalousien, die aufgrund der Mittagssonne zugezogen sind. Es sollte mir egal sein, ob uns jemand sieht. Der Reiz, gesehen zu werden, erregt mich. Die Nässe zwischen meinen Beinen verlangt nach mehr Aufmerksamkeit als diese Sicherheitsmaßnahmen. Dabei darf uns niemand sehen, Marius ist mein Professor. Doch das hindert mich nicht daran, meine Brüste in der engen Bluse zu berühren.

»Katherine«, stöhnt er, weil er nicht weiß, wie er mich davon abhalten könnte, mich auszuziehen. Und weil er nicht weiß, wie er sich selbst beherrschen könnte, nicht auf meinen Striptease einzugehen.

»Ich habe masturbiert«, verrate ich ihm und stehe wieder auf. Bevor ich zu ihm gegangen bin, habe ich mir einen Karo-Rock und Kniestrümpfe angezogen. Ich möchte mich in meiner Rolle als Muster-Studentin gut präsentieren. »Vorher habe ich auf der Universitätswebseite nach einem Bild von Ihnen gesucht, damit ich mir unseren Sex besser vorstellen konnte«, wispere ich.

Er sieht mich überrascht an, als würde seine Hose gleich platzen. Gewollt, gekonnt.

»Tun Sie nicht so, als hätten Sie das nicht gewusst. Am liebsten wären Sie doch auch rausgerannt und …«

Ich setze mich auf den Tisch und spreize meine Beine, sodass er direkt auf meine nackte Pussy blicken kann. Natürlich trage ich keine Unterwäsche, besonders nicht hier. Ich bin feucht, wild und heiß darauf, es vor ihm zu tun. Ich berühre mich an meinen Schamlippen, streichle die weiche Haut bedächtig. Mit einem lauten Stöhnen lehne ich mich zurück und lasse mich fallen.

»Es ist falsch, mit seiner Studentin zu schlafen, oder?« Ich bemühe mich nicht um Zurückhaltung und rede ungehalten weiter. »Ist es denn auch falsch, daran zu denken?«, frage ich.

Mein Atem wird schneller und stockt zwischendurch. Wow, ich masturbiere vor meinem Professor. Wie konnte es so weit kommen?

»Katha, ich habe nicht an dich gedacht. Nicht am Anfang«, lässt er mich wissen und denkt, dass ich ihm das glaube. Sein gieriger Blick verrät ihn, immer.

»Sex mit der Lieblingsstudentin. Das ist verboten, nicht wahr?«, stöhne ich. Meine Worte passen perfekt zu den Bewegungen und zu dem sanften Zittern meiner Schenkel.

»Katha, das ist nicht richtig«, raunt er und öffnet seine Hose. Verlangen gepaart mit Vernunft.

»Das ist es nicht. Eine Liebe zwischen Studentinnen und Professoren ist verboten. Aber wenn es nicht ums Liebe machen geht«, flüstere ich. »Was wäre, wenn es um etwas anderes geht?«

Er hält es nicht mehr aus und steht auf. Seine Hose samt Boxershorts fällt zu Boden. Er stellt sich zwischen meine Beine und zieht meinen Körper an sich heran. Sein Schwanz ist hart, groß und bereit für mich. Das war nicht anders zu erwarten. Ich lehne mich zurück und bereite mich darauf vor, auf seinem Schreibtisch von ihm gefickt zu werden.

»Um was sollte es gehen?«, fragt er und atmet heftig ein.

»Es wäre gut, der Studentin bei einem wissenschaftlichen Projekt zu helfen. Kein Liebe machen, sondern Sex. Sex, der dazu dient, zu beobachten, was mit den Körpern geschieht und wie man diesen Sex auf Papier bringen könnte. Was wäre falsch daran, die Studentin mit diesem Vorhaben zu ficken?«, möchte ich wissen und riskiere damit, dass er die Beherrschung verliert. Doch das ist mir egal. »Es wäre eine Form der Wissenschaft. Wie auch immer diese aussehen mag. Und für diese Wissenschaft könnten Grenzen überschritten werden, oder?«

Ich sehe ihm seine Erregung an. Die Röte auf seinen Wangen und die Gier in seinem Blick verraten seine Lust. Ihn herauszufordern, macht mich noch feuchter, als ich ohnehin schon bin. Er nimmt seinen harten Schwanz in die Hand und reibt ihn an meiner Nässe, die sich um meine Schamlippen ausgebreitet hat. Sein Penis berührt meine Klitoris. Er dringt ein und ich zucke heftig zusammen, während er mich zunächst quälend langsam nimmt.

»Ich kann nicht widerstehen«, stöhnt er und zieht seinen Schwanz aus meiner Pussy. Er kämpft mit sich, hat diesen Kampf jedoch schon beim ersten Blick verloren. Oh, Professor, passen Sie nur auf.

»Dann tun Sie’s nicht«, flüstere ich und lächle.

»Dann kann ich dir auch morgen nicht widerstehen. Katherine, du weißt, was das bedeutet«, gibt er stöhnend zu.

»Stellen Sie sich vor, wir würden uns nie wiedersehen. Dann können Sie mir morgen in der Tat nicht widerstehen. Was wird dann aus uns?« Ich weiß, es ist falsch, das jetzt anzusprechen. Dennoch mache ich es. »Kein Sex. Nicht ein einziges Mal. Was wäre das? Könnten Sie sich das je verzeihen?«

Ich wäre damit zufrieden gewesen, keinen Sex mit ihm zu haben. Ich hätte es mir einfach besorgt und ihn dabei zusehen lassen. Aber es macht einfach zu viel Spaß, zu spielen.

Kapitel 1

2015

Ich war früher ein unschuldiges Mädchen. Dies war zu einer Zeit, in der ich noch keine Sexgeschichten geschrieben und sie im Classics, der Bar um die Ecke meiner Wohnung, vorgelesen hatte. Sex hatte für mich schon immer eine große Rolle gespielt. Es war nicht nur die schönste Nebensache der Welt, für mich war es mehr als das.

»Da vorne ist die Bar!«, schrie Sarah, als sie, ich und unsere Mädels durch die Altstadtstraßen Rutburgs torkelten. Dabei waren wir so betrunken, dass wir eigentlich hätten nach Hause gehen sollen. Sarah sah mit funkelnden Augen auf den Eingang und sprang wie ein junges Reh vor uns her. »Ein Drink geht noch«, beschloss sie und nahm meine Hand. Sie zog mich zu der unscheinbaren Tür, die in das Innere führte. Ich musste zugeben, dass sie mir bis jetzt noch nie aufgefallen war, und wir lebten in einer Kleinstadt.

»Oh, Sarah«, seufzte Anne, verdrehte die Augen. Sie ließ sich aber doch dazu hinreißen, noch etwas in der Bar zu trinken. Marie hingegen kam einfach mit und so saßen wir schließlich in dem Laden – dem Classics. Es war dunkel, voll besetzt und trotzdem ruhig. Die Bar wirkte wie eine Bar, die regelmäßig Poetry Slams oder Classic Rock Konzerte veranstaltete.

Der Kellner kam zu uns und Sarah bestellte Unmengen Schnaps. Es war zu spät für Hochprozentiges, doch wir zogen mit. Xaver, so hatte der Kellner sich uns vorgestellt, brachte ihn nach einigen Minuten. Wir tranken so lange, bis alle gingen und wir die Letzten waren. Xaver schien ein geselliger Mann zu sein. Er ließ uns länger bleiben und setzte sich am Ende der Nacht sogar zu uns. Er war vielleicht Mitte dreißig, hatte einen italienischen Akzent und einen ungewöhnlich geringelten Schnurrbart.

Es war schon sehr spät. Marie gähnte und Anne analysierte die Bar mit skeptischen Blicken.

»Dieser Bar fehlt etwas«, bemerkte Anne schließlich.

»Ach ja? Was denn?« Trotz seines Lächelns wirkte Xaver betroffen von ihrer Aussage.

»Eine Stripeinlage!«, warf Sarah kichernd ein und war schon dabei, ihre Strickjacke auszuziehen. Anne schüttelte den Kopf und schob ihre Jacke wieder über Sarahs Schulter.

»Oder Katha liest«, schlug Marie stattdessen vor.

»Dazu braucht sie aber ein Pseudonym«, bemerkte Anne.

Xaver sah mich mit einem interessierten Blick an. Ich errötete augenblicklich. »Du liest? So eine Art Comedy?«

»Sie schreibt Schmuddelgeschichten. Nicht die von der romantischen Sorte, sondern Erotik«, lachte Sarah. Ideen nach zwei Uhr nachts waren für gewöhnlich keine Guten, besonders nicht die von Sarah.

Marie zwinkerte mir zu.

»Ach, ich weiß nicht«, murmelte ich unsicher. Um die Worte noch zu unterstreichen, verzog ich das Gesicht ein wenig. Meine Sexgeschichten dienten bisher nur mir und meiner Erregung. Sie waren nichts für die Welt oder für eine Bar wie diese, oder vielleicht doch?

»Es wäre etwas Neues. Aber mit Pseudonym und Maske zum Verhüllen. Dein Leben als Bürolady ist viel zu langweilig für eine so kreative Frau wie dich.« Marie lächelte.

»Genau, ein Pseudonym muss her! Wie die Fucky-Florence oder Kinky-Katha.« Sarah leerte ihren Cocktail und musterte mich mit großen Augen. Ich schüttelte grinsend den Kopf. »Oder Cat«, schlug sie vor und wirkte erschreckend ernst.

Auch Xaver schien ernst und er war schließlich nicht halb so beduselt wie wir. Wir tauschten unsere Nummern aus und gingen. Als Xaver mich am nächsten Morgen anrief und fragte, wann er meine Show buchen könnte, wusste ich sofort, dass sich etwas verändern würde. Keinen Monat später kündigte ich meinen Bürojob, um die Karriere zu beginnen, auf die ich gewartet hatte.

Kapitel 2

Montag, 1. Mai 2017

Staunend stand ich vor dem alten Gebäude der Universität Rutburg und fragte mich, was ich hier tat. Bestseller-Autorin werden, versprach ich mir. Bestseller-Autorin für Schmuddelgeschichten. Doch dafür musste ich aber verstehen, wie eine gute Geschichte aufgebaut und geschrieben wird.

Anne brachte mich auf die Idee, neu anzufangen, um es professionell aufziehen zu können.

Über Sex weißt du genug, jetzt musst du deinen Schreibstil verbessern, riet sie. Anne glaubte so fest an meinen Traum, Schriftstellerin zu werden, wie keine meiner Freundinnen. Ich wollte nicht mehr meinen Lebensunterhalt damit verdienen, einer Gruppe Menschen am Wochenende meine erotischen Kurzgeschichten im Classics vorzulesen und ihnen eine Show zu liefern. Ich wollte mehr als das. Mein Traum war es, mehr Menschen mit meinen Texten zu erreichen und groß rauszukommen.

Ich brauchte Know-how, das ich nicht in einer Bar am Samstagabend bei einer sexy Lesung bekommen würde. Also schrieb ich mich für das Literaturstudium mit dem Nebenfach kreatives Schreiben ein und nun war ich hier.

Tief durchatmen, Katha!

Ich setzte mich auf eine Bank vor dem Hörsaal und versuchte, mich zu beruhigen. Ich fragte mich, was ich hier zu suchen hatte und ob das alles nur ein Traum war. War Annes Idee nur eine Schnapsidee? Versprach ich mir zu viel von meiner Schriftstellerkarriere?

Es war kurz vor zehn und meine Wangen erröteten vor Aufregung. Es war neu, aufregend und erfrischend. Plötzlich klingelte mein Handy.

»Marie.« Ich lächelte.

»Uhhh, die heiße Studentin ist am Start. Wie ist es?«

»Gut.«

»Detailreich, meine sexy Studentin«, lachte sie ironisch.

»Heiße Professoren gesichtet?«, hörte ich Sarahs aufgeregte Stimme im Hintergrund. Sarah und Marie waren immer dann zusammen am Telefon, wenn sie arbeiteten. Meine Mädels waren also im Eve’s, dem Büro, in dem auch ich vor kurzem noch Akten sortiert hatte.

»Habt ihr schon Pause?«, fragte ich und hörte ein verlegenes Kichern. Dies war mir Antwort genug. Natürlich hatten sie keine Pause, sie waren nur neugierig. »Scheiße, ihr könnt froh sein, dass Mark euer Chef ist. Jeder andere hätte euch längst hinausgeworfen«, lachte ich.

»Lenke nicht ab. Was ist mit den Professoren und den heißen Girls drum herum?«, fragte Sarah. »Ich habe gehört, da ist jemand ganz Heißes.«

»Ach?« Ich zog meine Augenbraue hoch. »Habt ihr etwa meine Professoren abgecheckt?«, wollte ich wissen und vernahm das vertraute Lachen meiner Freundinnen. »Ich muss jetzt rein. Ciao, Ladys!«, verabschiedete ich mich und legte schnell auf.

Es war mein erster Tag an einer neuen Uni. Meine Freundinnen schienen mindestens genau so aufgeregt zu sein wie ich. Kurz überlegte ich, ob ich im Internet nachsehen sollte, welchen heißen Professor sie gemeint hatten. Doch ich verkniff es mir und steuerte auf den Eingang des Hörsaals zu.

Ich dachte, ich wäre zu spät, weil kaum jemand in den Hörsaal B2 ging. Klar, da waren schon noch andere, aber ich hatte mit einem vollen Hörsaal gerechnet.

Ich lief einer Gruppe junger Studentinnen hinterher, die ebenfalls in das Foyer spazierten. Ich blieb stehen, als die drei Frauen vor mir anhielten.

»Einführungsvorlesung in die englische Literatur, richtig?«, fragten sie und ich musterte sie. Sie waren heiß. Die Blonde lächelte mich an und spielte mit einer ihrer Locken, als würde sie flirten. Sie war die Schönste von ihnen.

»Bist du neu?«, wollte sie wissen.

»Erstes Semester.« Ich grinste. Die beiden dunkelhaarigen Frauen hielten sich im Hintergrund, während die schöne Blondine Blickkontakt suchte. Ich wollte ihr meine Hand entgegenstrecken, um sie zu begrüßen, da zog sie mich an sich, um mich zu umarmen.

»Ich bin Irina«, trällerte sie. Sie duftete nach Rosen und das gefiel mir.

»Mein Name ist Katherine, aber nenn mich gern Katha«, stellte ich mich vor. Irina war mir auf Anhieb sympathisch. Mit ihren blonden Haaren erinnerte sie mich an Sarah. »Wie lange studierst du schon?« Neugierde überkam mich, als wir uns voneinander lösten.

»Ein Semester. Aber ich muss die Einführungsseminare nachholen«, antwortete sie. Ihre Kommilitoninnen verloren sich in eigenen Gesprächen und entfernten sich von uns. »Wie war die Einführungswoche?«

»Einführungswoche?« Ich schüttelte den Kopf. Ich hatte davon gehört, aber Marie meinte, es wäre Schwachsinn, dort aufzutauchen. Sie hatte ihr Studium abgebrochen, um im Büro einer Marketingagentur anzufangen.

»In dieser Woche werden für die Erstis, Kommilitonen und Professoren vorgestellt. Volles Programm.«

»Da war ich leider nicht«, gab ich von mir, während ich mich darüber ärgerte. Vielleicht hätte ich den heißen Professor, von dem Sarah und Marie sprachen, schon früher kennenlernen können.

»Wollen wir reingehen?«, hakte Irina nach, nahm wie selbstverständlich meine Hand und zog mich in den Hörsaal, der sich allmählich füllte.

Wir setzten uns in die erste Reihe, kaum zwei Meter vom Sprechpult entfernt. Irina meinte, als Ersti gehöre es dazu, die Streberin raushängen zu lassen. Außerdem könnten wir so viel besser den Anblick von Professor Marius Sanders genießen. Auch er war neu an der Universität.

Irina teilte mir mit, dass er einige Praxiskurse leitete und nebenbei für mehrere Sachbuchverlage arbeitete. Ich erkannte Professor Sanders, noch bevor er sich seinen Studenten vorgestellt hatte. Doch das war nicht wichtig. In diesem Moment war ich heißer auf Irina, als auf irgendeinen gutaussehenden Professor.

Irina machte mich mit ihrer Art scharf, sodass es nicht lange dauerte, bis ich das Kribbeln zwischen meinen Schenkeln spürte. Sie flüsterte mir während der Vorlesung heiße Sachen zu, die mich überraschten. Sie sprach von verrückten Hauspartys, bei denen sich am Ende jeder nackt auszog, von heißen Bettgeschichten und dem anderen Studentenkram, der, wie sie glaubte, auf mich zukommen würde.

Wenn du wüsstest, was ich am Wochenende im Classics vorlese und mache, dachte ich mit einem Grinsen und stellte sie mir in meinem Publikum vor. Sie würde in der ersten Reihe sitzen, mir zuhören, wie ich erotische Worte vorlas und stöhnte. Es würde ihr so gefallen, dass sie mich mit ihren verführerischen Blicken bitten würde, sie mitzunehmen – ins Hinterzimmer. Dort könnte ich es ihr besorgen, sodass sie vor Lust aufschreien würde. Sie würde sich von mir ausziehen lassen und auch mich ausziehen. Mit größtem Vergnügen würde ich es geschehen lassen. Doch wenn sie mir meine Augenmaske abnehmen wollte, würde ich unser Spiel beenden.

Im Classics war ich Miss Cat, die regelmäßig in dieser Bar ihre Sexgeschichten vorlas und ihre schmutzigen Gedanken preisgab. Cat war mein Geheimnis und zugleich mein Schlüssel zum Erfolg.

Irina sah mich mit erwartungsvollen Augen an, als sie mir etwas über die Studentenpartys erzählte.

»Lassen sich die Profs immer so viel Zeit?«, unterbrach ich Irina schließlich.

Ich zuckte zusammen. Vor Erregung und auch vor Überraschung. Irina legte ihre Hand auf mein Bein. Ich sah hinab und mein Blick folgte der Bewegung ihrer Berührung. Wir hatten uns erst vor ein paar Minuten kennengelernt. Was tat sie da …?

Irinas selbstsichere Art brachte mich aus dem Konzept. Normalerweise war ich diejenige mit dem größten sexuellen Selbstbewusstsein. Nun war es aber andersherum und das war neu für mich.

»Die Professoren sind anspruchsvoll und jagen ihre Studenten durch die Inhalte der Vorlesung.« Irinas Stimme erregte mich. »Aber Professor Sanders ist einer von der ganz speziellen Sorte.« Sie grinste.

»Ist das so?« Ich gab mich cool, als wäre ihr Flirten das Normalste der Welt.

»So haben wir Zeit, uns … näher kennenzulernen …« Sie sprach bewusst langsam. Vielleicht konnte sie erahnen, dass mich ihre heiße, langsame Stimme in den Wahnsinn treiben würde.

Ich entzog mich ihrer Berührung zwischen meinen Beinen nicht, sondern genoss sie. Niemand konnte uns dabei beobachten, denn sie streichelte mich unter dem Tisch. Ihre Berührung fühlte sich intensiv an, die Wärme ihrer Finger durchdrang den dünnen Stoff meiner Nylon-Strumpfhose. Es war eine von denen, die ich gewöhnlich im Büro getragen hatte.

Irinas Art ließ mich verstummen. Ich spürte noch im selben Moment, was für ein kribbeliges Gefühl ihre Hand auf meiner Haut hinterließ.

Ich zuckte zusammen, als ihre Hand langsam meinen linken Schenkel hinauf unter meinen Rock in meinen Schoß wanderte. Wir waren heiß aufeinander, sodass ich mit einem feuchten Slip im Hörsaal saß.

Genüsslich leckte Irina sich über die Lippen, ihr Blick klebte an mir. Nichts konnte sie davon abhalten, mich anzusehen und meine Pussy über dem Stoff meines Slips zu streicheln.

Irinas Hand bahnte sich ihren Weg zwischen meine Schenkel. Ich schloss instinktiv meine Augen. Dabei war es mir egal, was unsere Kommilitonen von uns dachten. Ich konnte ein leises Stöhnen kaum unterdrücken. Beinahe hätte ich einen Laut von mir gegeben, doch Irina spürte meine Erregung und hielt inne.

»Du bist feucht«, flüsterte sie in mein Ohr und machte mich noch wilder. In dem Moment, kurz nachdem ich vor Geilheit heftig zusammengefahren war, wurde der Hörsaal still.

Überrascht öffnete ich meine Augen. Noch bevor ich etwas erkennen konnte, spürte ich das heftige Gefühl an meiner Pussy, für das Irina verantwortlich war. Eine einzige Bewegung mehr und ich hätte mich nicht mehr zurückhalten können. Ich wäre sofort gekommen.

Die Röte auf meinem Gesicht verrieten mich und meine Erregung. Sofort öffnete ich meine Augen und sah ihn, Professor Sanders.

Er sah umwerfend aus. Dunkelbraunes, fast schwarzes Haar, einen Drei-Tage-Bart und stilvolle Kleidung. So stellte ich mir den Gentleman unter den Gentlemen vor. Sein Anblick ließ mich vergessen, dass die Hand einer heißen Frau meine Pussy streichelte.

Professor Sanders war das Gegenteil von dem, was ich mir vorgestellt hatte. Er wirkte auf mich interessant und nicht wie der Mainstream-Wissenschaftler, der sich seine Zeit mit alten Brettspielen vertrieb.

Wir sahen einander an und sein Blick haftete eine Sekunde zu lange an mir.

»Und wie gefällt er dir?«, flüsterte Irina und setzte ihre Bewegung an meiner Pussy fort, sobald sie merkte, dass die Aufmerksamkeit unserer Kommilitonen wieder bei Professor Sanders war.

»Ganz okay«, log ich und biss mir auf die Unterlippe. In mir baute sich eine Spannung auf, die mich innerlich beben ließ. Gefühle wurden freigelassen, die es mir unmöglich machten, weiterhin im Hörsaal zu sein.

Wie sollte ich mich in dieser Stunde konzentrieren? Als Professor Sanders mich ein zweites Mal ansah – mich, unter 200 Studenten – zuckte ich zusammen. Irina merkte, dass etwas nicht stimmte und nahm ihre Hand von meinem Schoß.

Meine Freundinnen würden mir nicht glauben, was bei meiner ersten Vorlesung geschehen war. Wenn ich es ihnen erzählte, würden ihre Slips feucht werden, wie meiner in dieser Sekunde.

Aufgeregt stand ich auf, entzog mich Irinas Nähe und nahm meine Tasche. Mein Blick suchte nach dem Ausgang, den ich im nächsten Moment ansteuerte. Nach Luft schnappend eilte ich über die Treppen hinunter und sah kein einziges Mal zurück. Natürlich hafteten die Blicke der anderen Studenten auf mir, aber das störte mich nicht. Auf halbem Weg stolperte ich beinahe, doch behielt im letzten Moment mein Gleichgewicht. Ich spürte, wie schnell mein Herz schlug, und lief aus dem Raum, ohne Irina meine Nummer zu hinterlassen. Jetzt wusste ich, dass ich auch ohne Irina feucht in Professor Sanders Vorlesung werden würde.

Kapitel 3

Mittwoch, den 3. Mai 2017

»Wie ist es?«, wollte Anne wissen, während sie mir die Haare zu einem Dutt zusammensteckte. Anne-Alleinzeit war für uns immer etwas Großartiges. Anne war ruhig, gelassen, entspannt und wenn wir allein waren, doch irgendwie anders als meine Ladys. Sie hatte zwei Seiten und nur mir zeigte sie auch die andere.

»Uni?«, fragte ich und schloss die Augen. Anne bastelte an meinem Haar herum, das konnte sie wirklich gut.

»Ja, wie ist es?« Sie ließ keine Bemerkung zum heißen Professor fallen. Das war auch gut so.

Der Typ in Kombination mit Irinas sanfter Berührung an meinem Schenkel hatten mich in den Wahnsinn getrieben. Ich war sofort aufgestanden, um nach Hause zu laufen. Dort hatte ich es mir gemacht – und ich hatte ununterbrochen an ihn denken müssen. So etwas war mir bisher noch nicht passiert – bei keinem Mann.

»Ist okay«, murmelte ich und dachte daran, wie gut es sich angefühlt hatte, Professor Sanders Bild auf der Homepage zu betrachten, während ich meinen Spalt massiert hatte.

»Mehr nicht?« Mit Anne allein über solche Dinge zu sprechen war ein wenig so, wie mit der großen Schwester über dieses Thema zu sprechen – nicht verboten, aber peinlich.

»Ach, es war in Ordnung«, seufzte ich und richtete mich auf.

Bald würde meine Show losgehen und ich würde wieder vorlesen. Nichts Besonderes, schließlich war es mein Job, Fremden von meinen schmutzigen Texten zu erzählen.

»Freunde gefunden?« Sie umging den Stuhl, auf dem ich saß. Sie sah mich mit einem neugierigen Blick an und ich wusste, dass sie so lange Fragen stellen würde, bis ich ihr etwas Spezielles über die erste Vorlesung erzählt hatte.

»Irina«, meinte ich. »Wir saßen in der ersten Reihe.«

»Ist sie heiß?« Klar, dass Anne das fragte. Sie hatte ihren Ehemann, Haus und Hund verlassen, weil sie gemerkt hatte, dass sie auf Muschis stand. Keine Hardcore-Lesbe, aber eben auch nicht bisexuell.

»Und wie!« Ich stand auf, kontrollierte ein letztes Mal das Puder auf meinem Gesicht und begab mich nach vorne, wo der Vorhang den Backstage-Bereich vom Rest der Bar trennte. Wir nannten es auch gerne mein Hinterzimmer.

Ich sah am Vorhang vorbei, um zu überprüfen, auf wie viele Menschen ich mich heute Abend einstellen konnte. Mittwochs waren es meist weniger Zuschauer als am Wochenende und das war heute gut so. Ich war viel zu müde, erschöpft und von der Uni-Lesung durcheinander, als dass ich heute volles Programm liefern konnte.

»Wie ist es?«, wollte Anne wissen, wie jeden Mittwoch. Sie war meine Mittwochs-Assistentin, die mir mit Rat, Tat und Anne-Allein-Zeit den Rücken vor meiner Show stärkte.

»Wie jeden Mittwoch«, stöhnte ich und zog den Vorhang wieder vollständig zu. Ich bewegte mich zu Anne und schmiss mich auf den Stuhl.

»Alles gut?«, erkundigte sie sich zum hundertsten Mal.

»Ja«, antwortete ich zum hundertsten Mal.

»Du wirkst anders als sonst«, bemerkte die erfahrene Mittdreißiger-Anne.

»Ach, Scheiße, erwischt«, kicherte ich. Ich lehnte mich zurück und stellte mich darauf ein, ihr vom Professor, von Irinas Berührungen und meinen schmutzigen Gedanken zu erzählen. »Der Prof ist heiß und Irina auch.«

»So heiß, dass er dir Tage den Kopf verdreht?«

»Erzähle das bloß nicht Marie!«, lachte ich.

Marie wusste von dem Pakt, den ich mit mir selbst geschlossen hatte, nur noch mit Frauen etwas anzufangen. Ich hatte nichts gegen Männer, aber Frauen fand ich zu dem Zeitpunkt unwiderstehlich.

»Irina saß mit mir in der ersten Reihe und sie hat mich berührt. Dann kam er rein und alles war anders. Ich dachte: Juniorprofessor, was für’n Hippie. Das kann doch niemals ein heißer Typ sein! Und dann war er so viel mehr als das.«

»Verliebt?« Anne grinste und ich fühlte mich ertappt.

»Wenn etwas verliebt ist, ist es wohl meine Lust auf ihn. Scheiße, es war so intensiv, dass ich aus dem Hörsaal rennen musste.«

»Und dann?«

»Dann habe ich masturbiert.«

»Vor dem Hörsaal?«

»Nein«, lachte ich. »Zuhause.«

Ich schlug meine Beine übereinander, in dem Versuch, das Kribbeln zwischen meinen Schenkeln zu unterdrücken.

»Oh.« Anne biss sich verlegen auf die Unterlippe.

»Ich habe letzte Nacht auch von ihm geträumt. Dieselbe Situation, nur, dass er nackt den Raum betrat.«

»Uhhh …« Anne tätschelte mir die Schulter. In der nächsten Sekunde sah sie auf die Uhr und stand auf. »Du musst raus.«

»Gehts schon los?«, fragte ich verwundert. Wie konnte ich nur die Zeit vergessen?

»Hast du deine Texte?«, erkundigte sich Anne. Mein Blick suchte nach der Mappe. »Heute ist meine Story dran«, erinnerte Anne mich und zwinkerte mir zu.

Sie meinte die Kurzgeschichte über sie und ihr Leben: Ehefrau trennt sich von Ehemann, um ihr heißes Leben als Lesbe auszukosten. Anne Braham hatte mir mit ihrem Leben eine Idee geliefert, die Buch reif war. Also hatte ich daraus eine Geschichte gezaubert, die heute auf dem Programm stand.

Annes Leben von meinen Lippen vorgelesen. Es war etwas ganz Besonderes für sie und auch für mich. Für gewöhnlich schrieb ich keine Texte, dessen Ideen ich aus der Realität klaute. Doch vielleicht würde das nun öfter vorkommen. Schließlich bot mir mein eigenes Studentenleben wilde Inhalte, die aufgeschrieben werden wollten.

Schnell nahm ich meine Texte vom Schminktisch, klemmte sie mir unter den Arm, dachte ein letztes Mal an die heiße Nässe zwischen meinen Beinen und setzte meine Maske auf. It’s Showtime!

Burlesque-Musik ertönte im Raum, wenn ich das Podest betrat und jedes Mal fühlte ich mich wie eine große Stripperin, die mit Songs und Applaus begrüßt wird. Zwar war ich keine Stripperin, doch eine Show lieferte ich dennoch ab.

Ich spähte ein letztes Mal am Vorhang vorbei und sah die Augen, die auf mich gerichtet waren. Sie gierten danach, schmutzige Geschichten zu hören und ich konnte es nicht erwarten, von der neuesten Story zu berichten.

»Bist du bereit?« Anne drängelte sich an mir vorbei, um sich zum Publikum zu setzen. Ich nickte, lächelte und ließ sie vorbei. Dann ging es los.

Ich wartete zwei Sekunden, damit die Menschen sich beruhigen konnten. Ein letztes Mal sah ich an mir herab, bevor ich vor den Vorhang auf die Bildfläche trat.

Jedes Mal, wenn ich auf die Bühne ging, begleitete mich eine Aufregung, die sich wie ein sanftes Kribbeln anfühlte. Es war wie Schmetterlinge im Bauch. Und das, obwohl ich bereits seit fast zwei Jahren schmutzige Texte im Classics vorlas.

Ich lächelte, blickte um mich herum und sah in die neugierigen Augen meiner Zuschauer. Ein Rund-Um-Blick und gleich danach ein bestätigendes Nicken von Xaver, der die Bühne freigab.

Er mixte Drinks in der hinteren Ecke, gleich neben meinem sogenannten Hinterzimmer. Die Zuschauer starrten auf die Bühne und warteten darauf, dass ich erschien. Ich kam allerdings nicht von vorn auf die Bühne, sondern vom Hinterzimmer – unscheinbar und geheimnisvoll. Das war meine Art Spiel.

Das Licht war grell, der Raum verdunkelte sich und die Töne aus den Lautsprecherboxen beruhigten sich. Es war Zeit.

Meine Texte fest in der Hand ging ich behutsam einen Schritt vor und zuckte augenblicklich zusammen. Das war doch nicht …?

Ich drohte zu fallen, doch fing mich mit einem ungeschickten Knicks seitlich auf. Die Gesichter der Menschen drehten sich zu mir und sahen mich erwartungsvoll an. Auch sein Gesicht.

Sein Gesicht. Seins.

Professor Sanders saß in der ersten Reihe. So wie ich bei seiner Vorlesung.

Zwar hatte ich ihn bis jetzt nur einmal gesehen, doch ich erkannte ihn. Ich hatte nur die Konturen seines Kinns erkannt und war mir sicher. Nun drehte er sich um und bestätigte so meinen Verdacht, dass er es war.

Schock vermischt mit Überraschung und ein leichtes Gefühl von Lust, die sich anbahnte, durchfluteten meinen Körper. Jede Zelle war von diesen Gefühlen gefüllt.

Ich atmete heftig ein, drehte mich um und eilte dorthin zurück, wo ich hergekommen war. Zügig zog ich den Vorhang zurück und hörte, dass der DJ Popmusik aus den 90ern aufgelegt hatte, um diese peinliche Situation zu retten.

Ich weinte nicht, rührte mich nicht, stand einfach nur da. Ich zählte von fünf runter. Als ich bei zwei angekommen war, hörte ich, wie jemand den Vorhang beiseiteschob. Anne.

»Alles in Ordnung?« Sie schien besorgt.

»War mein Abgang so dramatisch, wie es sich angefühlt hat?« Dies war gerade meine einzige Sorge. Miss Cat war alles andere als dramatisch. Sie war heiß, eine Anti-Zicke und die gute alte Freundin, die dir nachts schmutzige Geschichten vorlas.

»Oh, Liebes, die Menschen haben dich kaum bemerkt«, beruhigte Anne mich. »Aber sie warten. Du solltest vor fünf Minuten anfangen.« Anne kam auf mich zu und legte ihre schützenden Arme um mich. Meine Freundin drückte mich fest an sich heran und ließ mich damit besser fühlen. Sie wäre die großartigste Mami gewesen, hätte sie ihren Ehemann nicht verlassen. Aber was nicht war, konnte ja noch werden.

»Was ist denn los gewesen?«

Anne wusste, dass etwas nicht stimmte, bevor es die anderen wussten. Einerseits, weil sie meinen Auftritt kannte und einen Blick auf mich hatte. Andererseits, weil sie ein Gespür für so etwas hatte und mich kannte. Das war ihre Detektiv-Gabe: Emotionen erkennen und richtig interpretieren.

»Ich habe ihn gesehen«, flüsterte ich und löste mich von ihr. Es war dunkel hinter dem Vorhang, nur leicht spähte das grelle Licht von der Bar in mein Hinterzimmer. »Meinen Professor. Gott, ich wusste einfach nicht, was ich tun sollte«, murmelte ich. »Oder was ich tun soll. Er ist ja immer noch da.«