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Was ihm gefällt, kauft er sich - auch die Dame in diesem Etablissement, wo angeblich sehr viel möglich ist. Gleich bei der ersten Begegnung zeigt er ihr, dass sie mit ihren Angeboten vorsichtig sein sollte. Warum sollte sie sich noch mit irgendwelchen Männern einlassen, wenn er ihr neuer "Herr" sein kann?
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Seitenzahl: 39
Veröffentlichungsjahr: 2022
Was ihm gefällt, kauft er sich – auch die Dame in diesem Etablissement, wo angeblich sehr viel möglich ist. Gleich bei der ersten Begegnung zeigt er ihr, dass sie mit ihren Angeboten vorsichtig sein sollte. Warum sollte sie sich noch mit irgendwelchen Männern einlassen, wenn er ihr neuer „Herr“ sein kann?
Ich ging weiter den länglichen Raum entlang, der in typischem Dunkelrot gehalten war. Was sollte hier besonders sein? Aber okay, es juckte mich schon zu sehr, und wenigstens hatte der Typ am Eingang keinen Ärger gemacht. Ich dachte an meine eigene Zeit als Türsteher, wo manchmal auch ein Abenteuer mit den Damen drin gewesen war. Der Anblick der Bar, die vor mir auftauchte, riss mich aus meinen Gedanken. Ich würde mir einen Drink genehmigen, vielleicht zwei – und mich dann umsehen, was hier wirklich so im Angebot war.
Viele Leute waren dort nicht, und mein Blick schweifte zu einer offenen Tür. Daneben war noch eine, aber auch dort sah ich nur ein leeres Bett. Bei einem anderen Raum bemerkte ich weibliches und männliches Stöhnen durch die geschlossene Tür.
Alle hatten davon geredet, was es hier gab – und die Dekoration an den Wänden erfüllte schon einmal alle Klischees. Vielleicht sollte ich um diese Zeit lieber noch nichts trinken. Dort drüben ging es zu einem weiteren Stockwerk hinauf, wo ich mich ruhig einmal umsehen konnte. Vielleichthatten diedort sogar die Abteilung für spezielle Wünsche, wie seit der Neueröffnung gemunkelt worden war. Es sah fast noch etwas dunkler aus, und außer mir war niemand hier.
So wie die Leute immer herumgeredet hatten, hätte ich mir hier oben einen eigenen Empfangstisch und eine kleine Bar oder so erwartet. Aber es schien nur unten beim Eingang eine zu geben. Ob die Dame dort auch zu haben war, wenn jemand fragte?Das Licht war auch hier so schummrig wie in den Lokalen, wo die billigen Huren tätig waren, aber irgendwie anders. Es lag auch ein ganz anderer Duft in der Luft. Vielleicht war es das Öl für die Massagen,über die besonders geredet worden war. Ich sah mich in alle Richtungen um und spazierte ein Stück weiter.
Türen gab er hier offenbar nicht, aber es waren einige Stoffbahnen an der Decke montiert, die bis zum Boden reichten. Natürlich waren die auch in puffroter Farbe. Ob ich hier auf eine Frau traf, die wirklich etwas von Massagen verstand und auch von anderen Dingen?Bevor ich zu viele Fragen stellte, wartete ich lieber auf Angebote. Einige der Stoffbahnen hingen auch neben dem, was anscheinend eine Massageliege war. Die wirkte eher wie ein Bett, das sich über eine ansehnliche Breite entlang der Wand erstreckte. Es sah jedenfalls wie etwas aus, in das ich versinken konnte. Das war nichts, wo die Leute zum Diskonttarif abgefertigt wurden.
„Hallo?“, machte ich mich halblaut bemerkbar und sah mich weiter um.
Ich hörte etwas wie ein Räuspern und drehte mich um. Da war doch eine Tür – und eine Frau trat heraus. War es vielleicht diese Lara, von der die Rede gewesen war? Klar, sie musste hier so einige Stammkunden haben. So wie sie aussah – und sie sah mir nun direkt in die Augen. Nur einen kleinen Schritt vollführte sie in meine Richtung. Ja, sie sah noch besser als auf dem Bild in der Werbung aus, das ich nicht für echt gehalten hatte.
„Und, was ist … heute so im Angebot?“, sprach ich sie an.
„Alles was du möchtest“, hauchte sie mir entgegen.
Sie lächelte kurz und fast intensiv, um noch einige Schritte in meine Richtung zu gehen. Sofort änderte sich ihr Blick – und ich wurde irgendwie zittrig und meine Hände begannen zu schwitzen. Diese Frau warf mir noch ein knappes Lächeln zu, um sich langsam wieder zur Tür zu begeben.
„Ich glaube“, erhob sie ihre Stimme, „du bist ein bisschen zu nervös, mein Lieber.“
„So, glaubst du das?“
„Komm schon, ganz entspannt. Das ist nur eine Massage.“
„Ja, klar, und das ist ein Thermenhotel.“
„Ich mache das“, hauchte sie mir entgegen, „wo du willst.“
„An welchen Stellen denn besonders?“
Was war das überhaupt, das sie da trug? Es sah aus wie ein hauchdünnes Kleid, wo trotzdem eher meine Fantasie erkannte, was noch verdeckt war. Oder mehr ein Umhang einer Frau, die mit Zauberkräften ausgestattet war. So wie die Leute über sie geschrieben hatten, kamen ihre Fähigkeiten vielleicht in diese Nähe. Aber … ob sie auch meine Wünsche erraten konnte? Sonst würde ich ihr diese gern ausführlicher erklären.
„Vielleicht möchtest du ins Bad. Komm einfach nur mit dem Badetuch zurück – und ich warte auf dich. Na?“
„Ja … das wäre eine gute Idee.“
