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Als erwachsene Frau möchte sie nicht ewig bei ihren Eltern wohnen. Also zieht sie zu diesem Mann, den sie gerade erst kennengelernt hat. Einfach so lässt er sie bei sich wohnen, ohne Hintergedanken. Aber der plant doch etwas - und soll sie ihm erzählen, dass sie noch Jungfrau ist?
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Seitenzahl: 38
Veröffentlichungsjahr: 2022
Als erwachsene Frau möchte sie nicht ewig bei ihren Eltern wohnen. Also zieht sie zu diesem Mann, den sie gerade erst kennengelernt hat. Einfach so lässt er sie bei sich wohnen, ohne Hintergedanken. Aber der plant doch etwas – und soll sie ihm erzählen, dass sie noch Jungfrau ist?
Sandra blickte in den Garten und war gerade wieder in Gedanken versunken. Ein paar Tage war es jetzt her, dass Frank sie in diesem Park angesprochen hatte. Jetzt wartete sie darauf, dass er zurückkehrte. Oder war er schon irgendwo draußen im Garten, in einer kurzen Hose? Sie hatte ihm die Geschichte mit ihren Eltern erzählt, dass es nicht mehr ging – und er ihr die Geschichte von dem Haus hier. Es war viel zu groß für ihn allein.
Sie sah sich nochmals um – und bemerkte ihn da draußen. Bis jetzt war es dabei geblieben, aber würde er ihr wieder diesen Blick zuwerfen? Sie sollte endlich ein wenig Geld auftreiben, wollte ihm irgendwas zurückzahlen, wenn sie hier noch länger wohnen konnte. Immerhin konnte sie die Gelegenheit wieder dazu nutzen, seine in der Sonne glänzende Haut und die Konturen seiner Bauchmuskeln zu beobachten.
Wieder spürte sie dieses Herzklopfen, als sie auch seine prallen Oberarme sehr gut sehen konnte. Sie wurden von nichts verdeckt, von keinem T-Shirt oder sonst etwas. Toll, hatte er gerade in ihre Richtung gesehen? Sicher würde er bald irgendwas andeuten und sie nicht ewig nur so hier wohnen lassen. Fast war es, als wäre sie hier angestellt, aber noch niemand hatte Zeit gefunden, ihr alles zu zeigen.
Nun schien er irgendwas da draußen zu machen – oder vielleicht auf jemand zu warten? Vielleicht auch die ganze Zeit, dass von ihr einmal eine Andeutung kam? Sie hatte ihn schon bei dieser Sache im Park als ersten Mann gesehen, mit dem sie …
Aber sie war nur an seinem Tisch gesessen und hatte mit ihm gegessen. Pizza mit frischem Basilikum dabei, immerhin. Da draußen vor allen Leuten musste es nicht unbedingt sein. Aber sie konnte sich doch hier in der Küche ganz langsam nähern, mit den Fingern über ihn streichen … das ging schon. Außer, er fing vorher mit etwas in der Richtung an, noch besser. Verdammt, sie wollte ihn wenigstens … mit dem Mund beglücken, wenn der richtige Moment da war. Dafür, dass er sie aus der Sache herausgeholt hatte, sogar das Essen und so bezahlte. Machte das nun jemand anders oder doch nicht?
Eine Freundin, von der sie nichts wusste, hatte er wahrscheinlich nicht. Dafür hatte er sie vor ein paar Tagen aufgegabelt. Oder waren es schon zwei Wochen? Hatte sie gefragt, ob sie nicht eine Weile bei ihm wohnen wollte, wenn sie das nötig hatte. Ja, das hatte sie, denn bei ihren Eltern ging es sicher nicht mehr. Mit 21 konnte sie ruhig schon ausziehen. Irgendwelchen Geschäften ging er nach, damit Geld hereinkam. Aber was genau war es? Wartete er da draußen gerade auf jemand, um über etwas zu verhandeln?
Vielleicht war er nicht einmal 30. Konnte es sein, dass er sein Leben selbst nicht wirklich im Griff hatte? Hatte er dieses kleine Haus am Stadtrand von seinen Eltern bekommen oder so? Doch sie spürte schon die ganze Zeit, dass dem nicht so war und er höchstens diesen Anschein erwecken wollte. Welche Geschäfte auch immer es waren, sie durften nicht zu sehr auffallen. Genau, vielleicht gehörte ihm ein Sex-Shop oder so.
Sandra wurde aus ihren Gedanken gerissen, als sie da draußen an der Gartentür eine Frau bemerkte. Sie betrat den Garten, wurde von Frank bemerkt, und eine männliche und eine weibliche Stimme mischten sich und wurden lauter. Was hatte sie da geschrien? Oh toll, vielleicht doch seine Ex-Freundin, über die er noch nicht ganz hinweg war. Alles fügte sich in ihren Gedanken zusammen, und vielleicht sollte sie dann vorsichtig danach fragen. Dann musste sie wohl auch von ihren Erlebnissen mit Männern erzählen, wo dann doch nichts gelaufen war.
Diese Frau knallte die Tür zu, und er stand wieder allein da. Dann konnte sie ja hinausgehen und ihn begrüßen. Dieses luftige Sommerkleid war gerade richtig für diesen Tag, und sie öffnete die Haustür und trat in den Garten. Die Sonne wirkte noch viel greller, als es von drinnen den Anschein gehabt hatte. Er öffnete die Augen, drehte sich zu ihr – und sah sie wieder mit diesem speziellen Blick an. Wahrscheinlich hatte er auch vorhin nur so getan, als hätte er sie noch nicht bemerkt. Sein geheimnisvolles Herumtun eben.
