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Dieses E-Book entspricht ca. 23 Taschenbuchseiten ... Julius Maiwald und Anwalt Boris Suder lesen in einer Zeitung die Anzeige für sexuelle Dienstleistungen. Sofort wird ihnen klar, dass sich diese auf das Gefängnis bezieht. Schon kurz darauf testen Sie, was die Damen im Knast drauf haben … Diese Ausgabe ist vollständig, unzensiert und enthält keine gekürzten erotischen Szenen.
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Seitenzahl: 28
Veröffentlichungsjahr: 2026
Impressum:
Die Knast-Huren: Das Knastbordell | Erotische Geschichte
von Simona Wiles
Simona Wiles, Jahrgang 1980, ist in Süddeutschland geboren und lebt dort mit Mann, Kind und zwei Hunden. Ihre ersten erotischen Kurzgeschichten entstanden während eines Creative-Writing-Workshops. Der Beifall der anderen Teilnehmer/-innen brachte sie dazu, ihrer Leidenschaft für Erotik und gute Bücher selbst Ausdruck zu verleihen. Ideen für ihre Geschichten gehen ihr nicht aus – hat sie doch selbst eine wilde Jugend hinter sich. Während Simona ihrer Schreibsucht anfangs auf dem heimischen Familiencomputer frönte, tobt sie sich inzwischen an ihrem eigenen Laptop aus. Sie schreibt hauptsächlich erotische Kurzgeschichten. Wenn sie gerade nicht über einer neuen Story brütet, arbeitet sie als Office-Managerin in einer Autofirma.
Lektorat: Claudia Rees
Originalausgabe
© 2026 by blue panther books, Hamburg
All rights reserved
Cover: © schummyone @ depositphotos.com
Umschlaggestaltung: Matthias Heubach
ISBN 9783756115761
www.blue-panther-books.de
Das Knastbordell von Simona Wiles
Die Zeitung raschelte, als Richter Julius Maiwald seinem Besucher das Tageblatt über den blank polierten Schreibtisch aus Mahagoni reichte.
»Schau dir mal die eingekreiste Anzeige an. Was hältst du davon?«
Willige Damen. Sehr diskret. Tauberweg 3, nur mit vorheriger telefonischer Anmeldung: 486297, stand dort.
Der Besucher hob den Kopf.
»Was meinst du?«
»Sagt dir die Adresse nichts?«
»Tauberweg 3, Tauberweg …«, murmelte der Mann, dann ging ein verstehendes Leuchten über sein Gesicht. »Du meinst …?«
Maiwald nickte lächelnd.
»Ich meine. Es ist das Gefängnis.«
Beiden Männern gingen sofort Bilder durch den Kopf. Bilder von Frauen hinter Gefängnisgittern, die nur darauf warteten, dass jemand sie durchvögelte. Maiwald räusperte sich als Erster.
»Ich habe beschlossen, das mal auszuprobieren.«
»Wirklich? Was ist mit deiner Freundin?«
Der Richter zuckte mit den Schultern.
»Sie hat vorletzte Woche ihre Koffer gepackt und ist ausgezogen. Da ich gewisse Bedürfnisse habe und keine Lust, dem hiesigen Bordell finanziell unter die Arme zu greifen, denke ich, dass man mir im Gefängnis mit Vergnügen entgegenkommen wird.«
Maiwald und der Besitzer des Nachtclubs konnten sich trotz der kurzen Zeit, in der der Richter erst sein Amt innehatte, nicht ausstehen.
Der Besucher lachte.
»Solange du dort wieder rauskommst!«
»Ich bitte dich! Obwohl – wenn die Damen dort sehen, wie gut bestückt ich bin, könnte es schwierig werden«, sagte Maiwald und lachte nun ebenfalls. Er hob sein Glas mit der goldgelben Flüssigkeit und stieß mit seinem Gegenüber an.
»Wirst du mir berichten, wie es war?«, fragte der Besucher nach einem Schluck.
»Natürlich. Ich weiß doch, dass du jemanden dort kennst.«
***
Sobald Julius Maiwald alleine war, wählte er die in der Anzeige angegebene Telefonnummer. Am anderen Ende nahm jemand ab.
»Ja?«
»Hallo? Ich rufe wegen der Anzeige an.«
»Wie lautet der Text?«
Sehr ungewöhnlich. Hatten die etwa noch mehr Anzeigen veröffentlicht, überlegte Maiwald belustigt. Er las den kurzen Text vor.
»Gut. Sie wissen, wo das ist?«
»Ja. Im Frauengefängnis.«
»Wann wollen Sie kommen?«
»Morgen, gegen Abend. Etwa um siebzehn Uhr, wenn es möglich ist.«
»Wir machen es möglich«, klang es ruhig aus dem Hörer. Dann folgten Fragen über spezielle Vorlieben, welches Aussehen und wie viel Zeit gewünscht sei. Maiwald beantwortete alles gewissenhaft, dann wurden ihm zwei Optionen angeboten.
»Das Treffen kann entweder in einem separaten Raum im Verwaltungstrakt stattfinden oder in einer Einzelzelle, so als besonderer Kick.«
»Ich wollte schon immer mal hinter Gittern vögeln«, meinte Maiwald scherzhaft.
»Ganz, wie Sie wünschen. Dann ist die Zelle hiermit gebucht. Und jetzt noch zum Prozedere …«
***
