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Dieses E-Book entspricht ca. 22 Taschenbuchseiten ... Es ist wieder »F-Day« in der JVA. Bei diesem Projekt werden regelmäßig ein paar der Frauen aus dem Gefängnis in das Nachbargefängnis mit den männlichen Insassen gebracht, um sich dort zu vergnügen. Als wäre das nicht schon genug, dürfen die Wärter über die Kameras dem bunten Treiben beiwohnen ... Diese Ausgabe ist vollständig, unzensiert und enthält keine gekürzten erotischen Szenen.
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Seitenzahl: 28
Veröffentlichungsjahr: 2026
Impressum:
Die Knast-Huren: Der eine versaute Tag | Erotische Geschichte
von Simona Wiles
Simona Wiles, Jahrgang 1980, ist in Süddeutschland geboren und lebt dort mit Mann, Kind und zwei Hunden. Ihre ersten erotischen Kurzgeschichten entstanden während eines Creative-Writing-Workshops. Der Beifall der anderen Teilnehmer/-innen brachte sie dazu, ihrer Leidenschaft für Erotik und gute Bücher selbst Ausdruck zu verleihen. Ideen für ihre Geschichten gehen ihr nicht aus – hat sie doch selbst eine wilde Jugend hinter sich. Während Simona ihrer Schreibsucht anfangs auf dem heimischen Familiencomputer frönte, tobt sie sich inzwischen an ihrem eigenen Laptop aus. Sie schreibt hauptsächlich erotische Kurzgeschichten. Wenn sie gerade nicht über einer neuen Story brütet, arbeitet sie als Office-Managerin in einer Autofirma.
Lektorat: Claudia Rees
Originalausgabe
© 2026 by blue panther books, Hamburg
All rights reserved
Cover: © Dualshock @ depositphotos.com
Umschlaggestaltung: Matthias Heubach
ISBN 9783756115822
www.blue-panther-books.de
Der eine versaute Tag von Simona Wiles
Seitdem die beiden Direktoren dieses Abkommen getroffen hatten, stellten sie bereits nach kurzer Zeit fest, dass ihre Schützlinge unvermittelt lammfromm geworden waren. Schon nach einem Monat hatte die Information über das neue Projekt, wie die Gefängnisdirektoren es nannten, in ihren jeweiligen Justizvollzugsanstalten die Runde gemacht. Jeder und jede Gefangene wollte daran teilnehmen. Die einzige Bedingung, die sie erfüllen mussten, betraf ihr Verhalten.
Bei guter Führung über einen Monat lang wurde den weiblichen Gefangenen erlaubt, einen Tag lang das Männergefängnis, das in der gleichen Stadt lag, zu besuchen. Dabei ging es keineswegs um langweilige Gespräche im Besucherraum, sondern um handfeste Besuche in den Zellen. Wer keine Einzelzelle bewohnte, durfte entweder eine momentan leere Zelle benutzen oder sich die betreffende Dame mit seinem Mitbewohner teilen.
Um zu Beginn Chaos zu vermeiden, einigten die Direktoren sich zunächst darauf, dass eine Zeit lang nur fünf Frauen die Herren beglücken sollten. Da es mehrere Flure mit männlichen Gefangenen gab und die Damen nicht die Zeit, um wirklich jeden einzelnen zu besuchen, sollte jeden Monat ein anderer Flur nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden. Dadurch konnten die Männer sich nicht ausrechnen, wann sie drankämen und blieben, so die Hoffnung der Direktoren, motiviert, ihr Verhalten zum Besseren zu ändern.
Ähnliches geschah in dem Frauengefängnis, in dem die Teilnehmerinnen des Monats durch Losentscheid ausgewählt wurden. Die Glücklichen kamen die nächsten Male gerechterweise nicht mehr in den Lostopf.
Sollte sich dieses Verfahren im Zeitraum eines Jahres nachhaltig bewähren, wollten die Direktoren das Programm ausweiten, damit mehr Gefangene öfter die Gelegenheit bekämen, von den Frauen nach Strich und Faden gebumst zu werden.
***
Diejenigen, die sich ebenfalls sehr über dieses Projekt freuten, waren die Wärter. Sie hatten die Möglichkeit, das heiße Treiben über die Kameras und die daran angeschlossenen Bildschirme zu verfolgen und stritten sich mittlerweile darum, wer von ihnen an diesem Tag Dienst haben durfte.
»Karl, jetzt komm schon! Du warst erst letzten Monat dran«, beschwerte sich ein kleiner, drahtiger Kollege.
»Ist mir egal. Ich bin der Dienstälteste hier und habe das Sagen. Vor allem mache ich die Dienstpläne. Also halt die Klappe.«
»Ach verdammt – so komme ich ja nie dran«, maulte der andere.
»Wenn du so weiter jammerst, dann hast du recht.«
