1,99 €
Dieses E-Book entspricht ca. 22 Taschenbuchseiten ... Antonia sitzt im Knast. Sie teilt sich mit der schroffen Dagmar eine Zelle. Schnell lernt sie, dass man gewisse Deals aushandeln kann, um die Zeit im Gefängnis besser zu überstehen. Dagmar ist nicht die Einzige, die Antonia fortan befriedigt … Diese Ausgabe ist vollständig, unzensiert und enthält keine gekürzten erotischen Szenen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 28
Veröffentlichungsjahr: 2026
Impressum:
Die Knast-Huren: Orale Gefälligkeiten | Erotische Geschichte
von Simona Wiles
Simona Wiles, Jahrgang 1980, ist in Süddeutschland geboren und lebt dort mit Mann, Kind und zwei Hunden. Ihre ersten erotischen Kurzgeschichten entstanden während eines Creative-Writing-Workshops. Der Beifall der anderen Teilnehmer/-innen brachte sie dazu, ihrer Leidenschaft für Erotik und gute Bücher selbst Ausdruck zu verleihen. Ideen für ihre Geschichten gehen ihr nicht aus – hat sie doch selbst eine wilde Jugend hinter sich. Während Simona ihrer Schreibsucht anfangs auf dem heimischen Familiencomputer frönte, tobt sie sich inzwischen an ihrem eigenen Laptop aus. Sie schreibt hauptsächlich erotische Kurzgeschichten. Wenn sie gerade nicht über einer neuen Story brütet, arbeitet sie als Office-Managerin in einer Autofirma.
Lektorat: Claudia Rees
Originalausgabe
© 2026 by blue panther books, Hamburg
All rights reserved
Cover: © Chirtsova @ depositphotos.com
Umschlaggestaltung: Matthias Heubach
ISBN 9783756115525
www.blue-panther-books.de
Orale Gefälligkeiten von Simona Wiles
Lupo und Angie lernte ich auf der Straße kennen. Angie war so klein wie ich, mit schwarzem, kurzem Haar, schmalem Körper und großen dunklen Augen, während Lupo groß und hager war und ständig einen hungrigen Gesichtsausdruck hatte. Die beiden lungerten in der Nähe der Bibliothek herum, so wie ich auch. Zu diesem Zeitpunkt überlegte ich, ob ich noch genug Geld für den wöchentlichen Einkauf hatte oder mir einfach eine Kiste voll mit Spaghetti kaufen sollte, die bis zum Ende Monats reichen musste. Ich studierte BWL und musste mich mit Aushilfsjobs durchschlagen, um die teuren Studiengebühren und das Material bezahlen zu können. Ganz abgesehen davon, dass auch noch die monatliche Miete fällig war und ich etwas zu essen brauchte. Meine Eltern hatten kein Geld, um mich finanziell zu unterstützen.
Angie sprach mich an und schmiegte sich dabei an Lupo, der einen Arm lässig über ihre schmale Schulter gelegt hatte. Sie meinte, ich sähe aus, als könnte ich einen Drink gebrauchen. Ich antwortete, dass ich für so was kein Geld hätte. Wir kamen ins Gespräch, sie boten mir einen Joint an und von da an trafen wir uns fast jeden Tag. Bis Lupo irgendwann fragte, ob ich nicht Lust hätte, zusätzliches Geld zu verdienen.
Natürlich war ich interessiert und hörte zu, als er erklärte, was er und Angie vorhatten.
Sie wollten in eine Villa einbrechen, den Schmuck der Hausherrin stehlen und dann auf dem Schwarzmarkt verticken. Lupo sagte, er kenne da einen Hehler, bei dem er sicher einen guten Preis aushandeln könne. Bis dahin hielt ich das alles für ein Spiel, ein Spiel mit Möglichkeiten. Was könnte ich nicht alles mit dem Geld machen!
Trotzdem. Bis dahin hatte ich mir nie etwas zuschulden kommen lassen, und ich wollte eigentlich, dass das so blieb. Lupo musste mir meine Zweifel angesehen haben, denn er begann zu argumentieren. Sie bräuchten noch eine dritte Person, um den Bruch zu machen, sagte er, und mit der Kohle könne ich mein Studium finanzieren und auch sonst gut leben. Außerdem hätten sie die Villa jeden Abend beobachtet. Die Leute waren im Urlaub, so viel stand für ihn fest, denn das Gebäude war leer.
»Eine sichere Sache«, behauptete er. »Stell dir nur vor, welche Schätze wir dort finden werden!«
Als ich immer noch zögerte, verfinsterte sich sein Gesicht und er warf mir vor: »Du traust dich bloß nicht, stimmt’s?«
