Die Nichtmetalle (2. Aufl.) - Ernst Rieder - E-Book

Die Nichtmetalle (2. Aufl.) E-Book

Ernst Rieder

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Beschreibung

Ein Meilenstein für die Ausbildung in der Zahntechnik – nun in der zweiten, überarbeiteten und aktualisierten Auflage! Ernst Rieder erklärt in diesem Buch physikalische und chemische Grundlagen der nichtmetallischen Werkstoffe. Dabei beschreibt er deren Eigenschaften und Verhalten sehr anschaulich und leicht verständlich. In diesem Grundlagenwerk wird der intelligente Umgang mit hochentwickelten Materialien vermittelt – und damit die Fähigkeit, neue Verfahren und Materialien zu entdecken und für die eigene Arbeit nutzbar zu machen. Auch für Zahnmediziner:innen von höchstem Interesse! Dieses Buch löst den bisherigen Band 2 aus der Reihe Grundwissen für Zahntechniker von Hans H. Caesar (†) und Siegfried Ernst ab.

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Seitenzahl: 543

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Ernst Rieder

Grundwissen für Zahntechniker, Band 2

Die Nichtmetalle

2. überarbeitete Auflage 2022

eISBN 978-3-95409-821-7

Konzeption, Umschlaggestaltung und Layout: Dagmar Papić

Lektorat: Ulrich Bartel, Dr. Martina Kliem

Druck: CPI Clausen & Boss GmbH, Leck

Der Autor freut sich über Korrekturen und Verbesserungsvorschläge:

[email protected]

Vorwort

Es ist ein gewisses Wagnis, in einer Zeit, in der die Zahntechnik in einem totalen Umbruch steht, ein Lehrbuch zur Werkstoffkunde zu verfassen. Auf der einen Seite haben herkömmliche Verfahren und damit die dafür erforderlichen Werkstoffe und Verarbeitungstechniken durchaus noch ihre Berechtigung. Sie werden angewendet, gelehrt, geübt und geprüft. Auf der anderen Seite ist dem Tempo, in dem neue Verfahren und Werkstoffe auf den Markt und in die Labors kommen, kaum mehr zu folgen. Und welche dieser Verfahren und Werkstoffe schon in relativ wenigen Jahren im zahntechnischen Labor eine Rolle spielen werden, ist schwer vorherzusagen.

Ein weiteres Problem stellt schon immer die enorme Vielzahl der im zahntechnischen Bereich verwendeten Verfahren sowie der dafür erforderlichen Werk- und Hilfsstoffe dar. Und durch die digitale Technik sind die Verfahren und Werkstoffe nicht weniger geworden.

Was müssen Sie in dieser Situation als angehende Zahntechnikerin oder angehender Zahntechniker lernen, um in den nächsten Jahrzehnten diesen Veränderungen und Entwicklungen folgen zu können und in Ihrem Beruf erfolgreich zu sein? Was müssen Ihnen Ausbilderinnen und Ausbilder im Betrieb und Lehrerinnen und Lehrer in der Schule zeigen, damit Sie sich auch noch in zwanzig Jahren zwischen Materialien und Techniken zurechtfinden, die heute noch gar nicht bekannt sind?

Wenn ich mich auf unbekannte zukünftige Herausforderungen vorbereiten will, kann ich nur von den Techniken ausgehen, die heute möglich sind. Dazu muss ich aber die Abläufe und Hintergründe meiner Arbeit verstehen. Nur wenn ich einen Vorgang begriffen habe, kann ich richtig damit umgehen und ihn gegebenenfalls weiterentwickeln. Gebrauchsanleitungen befolgen ist zwar wichtig, reicht aber nicht aus.

Mit diesem Buch will ich Sie dazu anregen, hinter die Kulissen zu schauen, zu fragen: Wie funktioniert das? Und warum funktioniert das? Das geht allerdings nicht ganz ohne ein paar chemische und physikalische Grundlagen. Die ersten Kapitel bieten daher die Möglichkeit, sich mit der chemischen Formelsprache und der Nomenklatur vertraut zu machen. Die Eigenschaften und das Verhalten der Werkstoffe lassen sich mit einigen wenigen chemischen Grundkenntnissen sehr viel besser erklären und verstehen. Schließlich sind die Eigenschaften der Stoffe durch ihren inneren Aufbau bestimmt.

In den weiteren Kapiteln, die sich mit den einzelnen Stoffgruppen befassen, werden die physikalischen und technischen Grundlagen erläutert, die für das Verständnis und den sachgemäßen Umgang mit diesen Werkstoffen erforderlich sind. Dabei geht es nicht darum, Merksätze oder nicht begriffene Formeln auswendig zu lernen, sondern um den intelligenten Umgang mit hochentwickelten Materialien und die Fähigkeit, selbstständig für Sie neue Verfahren und Materialien zu entdecken und für Ihre Arbeit nutzbar zu machen. Es ist auch keineswegs daran gedacht, alle beschriebenen Verfahren als abfragbares Wissen zu lehren und zu lernen. Es geht vielmehr darum herauszufinden, was es alles gibt und was alles geht.

Viele Informationen und Details sind heute aus dem Internet abrufbar. Wikipedia steht als Lexikon ständig zur Verfügung. Firmen und Institutionen bieten ausführliche Informationen, Kataloge und wissenschaftliches Hintergrundmaterial an. Das Online-Lehrbuch Wikidental von Markus Lensing stellt neben umfangreichen Informationen Aufgabenstellungen und Übungen zur Verfügung. Und auch Bücher und Fachzeitschriften, die man in die Hand nehmen kann, liefern Beschreibungen und Erklärungen und informieren aktuell über neue Verfahren und Materialien. Nutzen Sie sie!

Dieses Buch wäre nicht zustande gekommen, wenn ich nicht immer wieder die Gelegenheit gehabt hätte, mit Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunden aus dem Ausbildungsbereich und der Industrie in vielen interessanten Gesprächen Neues zu lernen und Fragen zu diskutieren. Und auch viele meiner Schülerinnen und Schüler in der Berufs- und Meisterschule haben mich mit ihren Fragen und kreativen Ideen angeregt, mir Modelle und Erklärungen einfallen zu lassen. Ihnen allen sei an dieser Stelle gedankt. Mein Dank gilt auch den Firmen, die mir zahlreiche Fotos zur Verfügung gestellt haben, um Sachverhalte zu veranschaulichen.

Bedanken möchte ich mich auch beim Verlag Neuer Merkur und insbesondere bei Herrn Ulrich Bartel, der mich bei der Entwicklung des neuen Formats unterstützt und geduldig über drei Jahre gewartet hat, bis ich die Arbeit abgeschlossen hatte. Großer Dank gilt auch Frau Dagmar Papić für das gelungene neue Layout. Schließlich möchte ich mich bei meiner Frau bedanken, die mich geduldig und liebevoll unterstützt hat, wenn ich viel Zeit mit Lektüre und Arbeit am Computer verbracht habe.

Man kann alles besser machen. Ideen und Vorschläge für die zweite Auflage sind jederzeit willkommen. Meine Mailadresse finden Sie im Impressum.

 

Ernst Rieder

Frankfurt am Main im Dezember 2017

Vorwort zur 2. Auflage

An Hochschulen und in der Industrie arbeiten weltweit tausende Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker jeglichen Geschlechts permanent daran, Techniken und Werkstoffe zu entwickeln und zu produzieren, die es ermöglichen, Patientinnen und Patienten mit funktionell und ästhetisch immer vollkommenerem Zahnersatz zu versorgen. Gleichzeitig soll die Herstellung mit immer rationelleren Methoden zu einem wirtschaftlichen Vorteil sowohl für das Labor als auch für die Patienten bzw. deren Kasse beitragen.

Die Folge: Auch Zahntechnikerinnen und Zahntechniker müssen sich fortlaufend mit der technischen Entwicklung beschäftigen, um alle Möglichkeiten für die rationelle Fertigung einer optimalen prothetischen oder orthopädischen Versorgung wahrnehmen zu können. Und die Ausbildung muss ebenso fortwährend an die Forschung angepasst werden.

So war es bereits nach vier Jahren an der Zeit, das vorliegende Lehrbuch zu überarbeiten und zu aktualisieren, da auf einigen Gebieten wie insbesondere der monolithischen Keramik und der additiven Fertigung eine Reihe wichtiger Neuigkeiten in die zahntechnischen Labors eingezogen ist. Für Gips hat sich die Normung verändert. Und selbst an ganz elementaren wissenschaftlichen Grundlagen der Werkstoffkunde ist die Entwicklung nicht spurlos vorübergegangen. So war die Referenz für die Einheit der Masse bis ins Jahr 2019 das berühmte Urkilogramm. Seit diesem Jahr wird die Masse nun mit der sogenannten Wattwaage auf elektrische Größen bezogen, was das Verständnis nicht unbedingt einfacher macht.

An einigen Stellen habe ich Erklärungen eingefügt, die sich aus Fragen meines Meisterschülerkurses ergeben haben. Ein paar mehr oder minder große Fehler konnten korrigiert werden. Änderungen gibt es damit in den Kapiteln 1, 7, 8, 9, 10, 12, 13 und 16. Durch all das hat der Umfang des Buches etwas zugenommen. Die aktuell verwendete Literatur wurde in einer gesonderten Literaturliste angehängt.

Frau Dagmar Papić gilt mein besonderer Dank. Sie hat sich der großen Mühe unterzogen, die zahlreichen Änderungen in den vorhandenen Text einzubauen. Ebenso danke ich Frau Dr. Martina Kliem für das sorgfältige Lektorat.

 

Frankfurt am Main im Oktober2022

VORWORT

KAPITEL 1WOMIT BESCHÄFTIGT SICH EIGENTLICH DIE CHEMIE?

1.1Stoffeigenschaften

1.1.1Dichte

1.1.2Aggregatzustand, Schmelz- und Siedetemperatur

1.1.2.1Verhalten beim Abkühlen

1.1.2.2Verhalten beim Erwärmen

1.1.2.3Zwei Sonderfälle: Schmelz- und Siedeintervall und thermoplastisches Verhalten

1.1.2.3.1Stoffe mit einem Schmelz- bzw. Siedeintervall

1.1.2.3.2Thermoplastische Stoffe

1.1.3Reine Stoffe und Gemische

1.1.4Mechanische Eigenschaften

1.1.4.1Festigkeit

1.1.4.2Härte

1.1.4.2.1Ritzhärte nach Mohs

1.1.4.2.2Härtemessung nach Brinell

1.1.4.2.3Härtemessung nach Vickers

1.1.4.2.4Härtemessung nach Shore

1.1.4.3Elastizität, Plastizität, Sprödigkeit

1.1.5Gefüge fester Stoffe

1.1.5.1Kristalline und amorphe Stoffe

1.1.5.2Kompakte und poröse Stoffe

1.1.6Fließverhalten von Flüssigkeiten

1.1.6.1Viskosität

1.1.6.2Strukturviskosität

1.1.7Komprimierbarkeit von Gasen

1.1.8Wärmeeigenschaften

1.1.8.1Schmelz- und Verdampfungswärme

1.1.8.2Wärmekapazität

1.1.8.3Wärmeleitfähigkeit

1.1.8.4Wärmeausdehnung

1.1.8.5Expansion und Kontraktion beim Übergang zwischen den Aggregatzuständen

1.1.9Elektrische und magnetische Eigenschaften

1.1.9.1Elektrische Leitfähigkeit

1.1.9.2Magnetische Eigenschaften

1.1.10Optische Eigenschaften

1.1.10.1Farbe

1.1.10.2Farbsättigung

1.1.10.3Transparenz

1.1.10.4Brechkraft

1.1.10.5Fluoreszenz

1.1.10.6Glanz

1.1.11Chemische Eigenschaften

1.1.11.1Brennbarkeit

1.1.11.2Explosivstoffe

1.1.11.3Reaktionsfähigkeit

1.1.11.4Verhalten gegenüber Wasser und anderen Lösemitteln

1.1.11.5Saure und alkalische Stoffe

1.1.12Wirkung auf den menschlichen Körper

1.1.12.1Giftige und gesunde Stoffe

1.1.12.2Wirkung auf die Haut

1.1.12.3Nahrungsmittel

1.1.12.4Berauschend wirkende Stoffe

1.1.12.5Stoffe, die sensibilisierend oder allergisierend wirken

1.1.13Wirkung auf die Umwelt

1.1.13.1Schadstoffe

1.1.13.2Recycelbare und verrottende Stoffe

1.1.14Radioaktivität

KAPITEL 2VON DER ALCHEMIE ZUR WISSENSCHAFTLICHEN CHEMIE

2.1Eine gewagte Hypothese: die Existenz von Elementen

2.2Nachweis gasförmiger Elemente und der Satz von der Erhaltung der Masse

2.3Die Entwicklung der Teilchenvorstellung

2.4Der Bau der Atome

KAPITEL 3DIE ELEMENTE UND DER BAU IHRER ATOME

3.1Die Elementsymbole

3.2Die Elemente

3.2.1Wasserstoff

3.2.2Helium

3.2.3Lithium

3.2.3.1Isotope

3.2.4Beryllium

3.2.5Bor

3.2.6Kohlenstoff

3.2.7Stickstoff

3.2.8Sauerstoff

3.2.9Fluor

3.2.10Neon

3.3Das Periodensystem der Elemente

3.3.1Das Periodensystem richtig lesen

3.3.1.1Die Zahl der Valenzelektronen

3.3.1.2Die Eigenschaften

3.3.1.3Die Massezahl

KAPITEL 4DIE CHEMISCHE BINDUNG

4.1Bindungsarten innerhalb von Elementen und Verbindungen

4.1.1Elektronenpaarbindung

4.1.2Ionenbindung

4.1.3Polarisierte Elektronenpaarbindung

4.1.4Metallbindung

4.2Bindungsarten zwischen Molekülen und zwischen Edelgasatomen

4.2.1Wasserstoffbrückenbindung

4.2.1.1Die Bindung beim Wasser und der Einfluss auf die Eigenschaften

4.2.2Van-der-Waals-Bindung

4.2.3Kohäsion und Adhäsion

KAPITEL 5DREI WICHTIGE STOFFGRUPPEN: SÄUREN, BASEN, SALZE

5.1Säuren

5.1.1Schwefelsäure

5.1.2Amidosulfonsäure

5.1.3Flusssäure

5.1.4Phosphorsäure

5.1.5Salzsäure

5.1.6Salpetersäure

5.1.7Blausäure

5.1.8Kohlensäure

5.1.9Kieselsäure

5.1.10Borsäure

5.2Dissoziation

5.3Basen

5.4Der pH-Wert

5.5Neutralisation

5.5.1Saure und alkalische Salze

5.5.2Bezeichnung von Salzen

5.6Formeln richtig lesen und schreiben

KAPITEL 6OXIDATION UND REDUKTION: ZWEI REAKTIONEN, DIE NICHT OHNE EINANDER AUSKOMMEN

KAPITEL 7GIPS, EIN SALZ, DAS ES IN SICH HAT

7.1Eigenschaften und Herkunft

7.2Chemischer Aufbau und Verhalten beim Erhitzen

7.3Die Gipssorten und ihre Eigenschaften

7.4Vorgänge beim Abbinden

7.5Vom richtigen Umgang mit Gips

7.6Die Eigenschaften des Gipsmodells

7.7Auflösen und Entsorgen von Gips

7.8Hautschutz

7.9Alternativen

KAPITEL 8 SILICIUMDIOXID, EIN VIELSEITIGER ROHSTOFF

8.1Eigenschaften und Herkunft

8.2Gläser

8.2.1Eigenschaften

8.2.2Herstellung und chemische Zusammensetzung

8.3Porzellan

8.4Dentalkeramik

8.4.1Keramikzähne

KAPITEL 9METALLKERAMIK

9.1Das Geheimnis des Leucits

9.2Der WAK – eine wichtige Größe und wie man damit rechnet

9.3Die Rolle des WAK bei der Verblendung mit Keramik

9.4Wie die Keramik auf dem Gerüstmetall haftet

9.5Mechanische Eigenschaften von Metall und Keramik und wie man sie misst

9.6Schichten und Brennen

9.7Alternativen zur konventionellen Feldspatkeramik

9.7.1Hydrothermale Gläser

9.7.2Verblendkeramiken auf Basis hydrothermaler Gläser

9.7.3Fluorapatit-Glaskeramik

9.7.4Metallkeramik mit Oxyapatit

KAPITEL 10VOLLKERAMIKEN

10.1Mechanische Eigenschaften von Keramiken

10.1.1Vollkeramik unter Biegebelastung

10.1.2Der Weibull-Modul

10.1.3Die Risszähigkeit/Bruchzähigkeit

10.1.4Bruchfestigkeit

10.2Glaskeramiken

10.2.1Was ist eigentlich eine Glaskeramik?

10.2.2Möglichkeiten der Herstellung vollkeramischer Restaurationen aus Feldspatkeramik

10.2.2.1Schichttechnik

10.2.2.2Presstechnik

10.2.2.2.1Digitale Presstechnologie

10.2.2.3CAD/CAM-Technik

10.2.3Lithiumdisilikat-Keramik

10.2.4Zirkonoxidverstärktes Lithiumsilikat (ZLS)

10.3Oxidkeramiken

10.3.1Aluminiumoxid

10.3.2Zirkonoxid

10.3.2.1Voll- und teilstabilisiertes Zirkonoxid und die richtigen Bezeichnungen

10.3.2.2Vom Pulver zum Rohling

10.3.2.3Dichtsintern nach oder vor dem Schleifen

10.3.2.4Nachbearbeiten von Zirkonoxidgerüsten

10.3.2.5Einfärben von Zirkonoxid

10.3.2.6Verblenden von Zirkonoxidgerüsten

10.3.2.7Monolithische Zirkonoxidgerüste

10.3.2.8Druckbares Zirkonoxid

10.3.3Kombination aus Zirkoniumdioxid und Aluminiumoxid

10.3.4Glaslote

10.3.5Lithiumsilikat-Glasurspray

10.4Hydrolysebeständigkeit

10.5Sicherheit beim Umgang mit dentalkeramischen Materialien

KAPITEL 11GRUNDLAGEN ORGANISCHE

11.1Die Ausnahmen

11.1.1Die Oxide des Kohlenstoffs

11.1.2Kohlensäure und Carbonate

11.1.3Carbide

11.2Organische Verbindungen

11.2.1Kohlenwasserstoffe

11.2.1.1Methan

11.2.1.1.1Verbrennung von Methan

11.2.1.2Gesättigte Kettenkohlenwasserstoffe, Paraffine, Alkane

11.2.1.3Verzweigte Alkane, Isomerie

11.2.1.4Ungesättigte Kettenkohlenwasserstoffe

11.2.1.5Ringförmige Kettenkohlenwasserstoffe

11.2.1.6Benzol

11.2.2Verbindungen mit funktionellen Gruppen

11.2.2.1Alkohole

11.2.2.2Carbonsäuren

11.2.2.2.1Salze von Carbonsäuren, Seifen, Tenside

11.2.2.3Ester

11.2.2.4Weitere Verbindungsarten

11.3Siliciumorganische Verbindungen

KAPITEL 12KUNSTSTOFFE

12.1Polyreaktionen

12.1.1Polymerisation

12.1.2Polyaddition und Polykondensation

12.2Nomenklatur der Polymere

12.3Polymerisationsgrad

12.4Verarbeitungsverfahren

12.4.1Thermoplastische Verfahren

12.4.1.1Vakuum-Tiefzieh-/Druckform-Verfahren

12.4.1.2Spritzgussverfahren

12.4.2Das chemoplastische Verfahren

12.4.2.1Ablauf der Radikalkettenpolymerisation

12.4.2.1.1Radikalbildung

12.4.2.1.2Startreaktion

12.4.2.1.3Wachstumsreaktionen

12.4.2.1.4Abbruchreaktionen

12.4.2.2Drei Möglichkeiten, die Polymerisation in Gang zu setzen

12.4.2.2.1Heißpolymerisation

12.4.2.2.2Kaltpolymerisation, Autopolymerisation

12.4.2.2.3Auslösen der Polymerisation durch Licht

12.4.2.3MMA: das Monomer für den Prothesenkunststoff

12.4.2.4Fertigstellungsmethoden nach dem chemoplastischen Verfahren

12.4.2.4.1Allgemeine Vorbereitungsarbeiten

12.4.2.4.2Vorwalltechnik

12.4.2.4.2.1Die Funktion der Bedingungen im Drucktopf

12.4.2.4.3Küvettentechnik

12.4.2.4.4Injektionsverfahren

12.4.2.4.5Gießverfahren

12.4.2.4.6Streutechnik/Sprühtechnik

12.4.3Kunstharze

12.4.3.1Druckverfahren

12.4.3.1.1Thermoplastische Druckverfahren

12.4.3.1.2Stereolithografische Verfahren (SL, STL)

12.4.3.1.2.1Low Force Stereolithography (LFS)

12.4.3.1.2.2Digital Light Processing (DLP)

12.4.3.1.2.3LCD-Drucker

12.4.3.1.2.4CLIP-Drucker

12.4.3.1.3Polyjet-/Multijetverfahren

12.5Vernetzte Kunststoffe

12.6Interpenetrierende Netzwerke

12.7Komposite

12.7.1Silanisierung

12.7.2Hybridwerkstoffe für die Frästechnik

12.8Polyaryletherketone

12.8.1Kompositverblendungen auf Polyaryletherketonen

12.9Weichbleibende Kunststoffe

12.9.1Innere und äußere Weichmacher

12.9.2Silikone als weichbleibende Kunststoffe

12.10Hypoallergene Kunststoffe

12.11Biokunststoffe

KAPITEL 13VERBINDUNGSTECHNIKEN

13.1Formschluss

13.2Kraftschluss

13.3Stoffschluss

13.3.1Schweißen

13.3.2Löten

13.3.3Kleben

13.3.3.1Die Oberfläche des Werkstücks und ihre Behandlung

13.3.3.1.1Der Metall-Kunststoff-Verbund

13.3.3.1.1.1Silikatisierung – Silanisierung

13.3.3.1.1.2Metall-/Zirkoniumdioxid-Kunststoff-Primer

13.3.3.1.2Verbund zwischen Komposit und Kompositkleber

13.3.3.2Die Geometrie der Klebeflächen

13.3.3.3Klebstoffe

13.3.3.3.1Schmelzkleber, Klebewachse

13.3.3.3.2Wachskleber

13.3.3.3.3Cyanoacrylat-Klebstoffe

13.3.3.3.4Kompositkleber

13.3.4Befestigung von Zahnersatz

13.3.4.1Die Befestigungsmaterialien

13.3.4.1.1Befestigungszemente

13.3.4.1.1.1Phosphatzement

13.3.4.1.1.2Glasionomerzement

13.3.4.1.2Kompositkleber

KAPITEL 14WACHSE

14.1Wachsrohstoffe

14.2Chemische Zusammensetzung der Wachse

14.3Physikalische Eigenschaften der Wachse

14.3.1Thermische Schrumpfung, Erstarrungsschrumpfung

14.3.2Plasto-elastisches Verhalten

14.3.3Optische Eigenschaften

14.3.4Gusswachse beim Vorwärmen

14.4„Wachsentspanner“

14.5Dentalwachse

14.5.1Gusswachse für die Kronen- und Brückentechnik

14.5.2Gusswachse für die Modellgusstechnik

14.5.3Basisplattenwachs, Modellierwachs, Aufstellwachs für die Prothetik

14.5.4Spezialwachse

KAPITEL 15ABFORM- UND DOUBLIERMATERIALIEN

15.1Materialeigenschaften

15.2Die Abformmaterialien

15.2.1Abformmassen auf hydrokolloider Sol-Gel-Basis

15.2.1.1Hydrokolloide Abformmassen

15.2.1.2Alginat

15.2.2Abformmassen auf Kunststoffbasis

15.2.2.1Silikone

15.2.2.1.1Kondensationsvernetzende Silikone

15.2.2.1.2Additionsvernetzende Silikone

15.2.2.2Polyether

15.2.2.3Polysulfide

15.2.3Thermoplastische Abformmassen

15.2.3.1Kompositionsabformmassen

15.2.3.2Thermoplastische Abformmassen auf Kunststoffbasis

15.2.4Zementähnliche Abformmassen

15.2.4.1Abformgips

15.2.4.2Zinkoxid-Eugenol-Pasten

15.3Abformverfahren

15.3.1Einzeitige, einphasige Abformung

15.3.2Einzeitige, zweiphasige Abformung

15.3.3Zweizeitige, zweiphasige Abformung

15.4Die Doubliermaterialien

15.4.1Doubliergel

15.4.2Doubliersilikon

KAPITEL 16EINBETTMASSEN

16.1Zusammensetzung der Einbettmassen

16.1.1Formstoffe

16.1.1.1Die Umwandlungsexpansion

16.1.2Die Binder

16.1.2.1Phosphatgebundene Einbettmassen

16.1.2.1.1Die Einbettmasseflüssigkeit

16.1.2.1.2Die Abbindeexpansion

16.1.2.2Gipsgebundene Einbettmassen

16.1.2.3Silikatgebundene Einbettmassen

16.2Was beim Vorwärmen geschieht

16.2.1Wie kommt die Wärme in die Muffel?

16.2.2Die Wärmeübertragung in der Muffel und das Porenwasser

16.2.3Chemische Reaktionen oberhalb.100 °C

16.2.3.1Chemische Reaktionen beim Aufheizen phosphatgebundener Massen

16.2.3.2Chemische Reaktionen beim Aufheizen gipsgebundener Massen

16.2.3.3Chemische Reaktionen beim Aufheizen von Bindereinbettmassen

16.2.4Die Gase im Ofen

16.2.5Die Wanderung der Umwandlungszonen

16.3Vorgänge beim Gießen

16.4Vorgänge beim Abkühlen

16.5Sicherheit beim Anmischen und Ausbetten

16.6Oberflächenrauigkeit

16.7Einbettmassen für besondere Zwecke

16.7.1Feineinbettmassen

16.7.2Löteinbettmassen

16.7.3Einbettmassen für Presskeramik

16.7.4Grafithaltige Einbettmassen

KAPITEL 17SPANENDE VERFAHREN UND OBERFLÄCHENBEARBEITUNG

17.1Spanende Verfahren

17.1.1Schleifen und Trennen

17.1.1.1Werkstoff

17.1.1.2Schleifmittel

17.1.1.2.1Korund

17.1.1.2.2Siliciumcarbid

17.1.1.2.3Diamant

17.1.1.3Körnung

17.1.1.4Bindung

17.1.1.5Belegungsdichte und Spanraum

17.1.1.6Laufrichtung

17.1.1.7Schleifwerkzeuge

17.1.1.7.1Schleifscheiben – Schleifstifte – Trenn- und Separierscheiben

17.1.1.7.2Sinterdiamanten

17.1.1.7.3Galvanisch gebundene Diamantinstrumente und Diamantscheiben

17.1.1.7.4Schleifbänder

17.1.2Fräsen – Sägen – Bohren

17.1.2.1Werkstoffe

17.1.2.2Schneidstoffe

17.1.2.2.1Werkzeugstahl

17.1.2.2.2Schnellarbeitsstahl

17.1.2.2.3Hartmetall

17.1.2.2.4Beschichtetes Hartmetall

17.1.2.2.5Oxidkeramik

17.1.2.3Aufbau von Fräsern

17.1.2.3.1Schneidengeometrie

17.1.2.3.2Verzahnungsarten

17.1.2.4Laufrichtung

17.1.2.5Bohren und Sägen

17.1.3Arbeitsparameter

17.1.3.1Schnittgeschwindigkeit

17.1.3.2Standzeit

17.1.3.3Anpresskraft

17.1.3.4Der Werkzeugschaft

17.1.3.5Rundlauf

17.1.4Strahlspanen

17.2Oberflächenbearbeitung

17.2.1Glanzstrahlen

17.2.2Polieren

17.2.2.1Poliermittel

17.2.3Elektrolytisches Glänzen

17.3Sicherheit

LITERATUR

INDEX

Kapitel 2

Von der Alchemie zur wissenschaftlichen Chemie

Mit der Veränderung von Stoffen haben sich Menschen schon immer beschäftigt: beim Bauen mit Mörtel, bei der Gewinnung von Metallen aus Erz, beim Kochen und Braten, bei der Herstellung von Wein und Essig und vielem anderen mehr. Das waren nach unseren heutigen Vorstellungen alles chemische Vorgänge, aber noch keine Chemie als Wissenschaft. Allerdings gab es schon seit dem Altertum eine Art chemische Wissenschaft, die Alchemie, eine Art Geheimwissenschaft, die sich unter anderem mit dem Versuch beschäftigte, unedle Metalle in Gold und Silber umzuwandeln oder den Stein der Weisen herzustellen. Heraus kamen dabei mehr oder minder zufällig Erfindungen wie das Porzellan, das Schießpulver oder der weiße Phosphor.

2.1Eine gewagte Hypothese: die Existenz von Elementen

Chemie als Wissenschaft, die auf nachprüfbaren und wiederholbaren Experimenten beruht, begründete erst im 17. Jahrhundert der 1627 geborene Robert Boyle