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Liebe in schicksalhaftem Dreieck: Eigentlich war alles klar im Leben der selbstbewussten Kunststudentin Johanna und ihres erfolgreichen Porschefahrers Johann. Die Heirat hatten beide fest im Blick. Wäre Johanna doch nur nicht auf die Idee gekommen, sich vor dem kirchlichen Ja-Wort noch einige Monate Freiheit in Lissabon zu gönnen, ganz ohne ihren Johann, aber um die fremde Sprache zu erlernen und die Exotik dieser Stadt zu erkunden. Kaum angekommen, macht Johanna im Gläsernen Café am schönsten Platz der Stadt, die Bekanntschaft von Senhor Pedro, eines zwar blinden, aber umso charismatischeren und äußerst romantischen Machos alter Schule. Der deutlich Ältere zieht die kluge und emanzipierte Johanna auf geheimnisvolle Weise unwiderstehlich in seinen Bann. Wie passt das zueinander? Kann das gut gehen? Ein Traum in der Nacht nach dem ersten Kennenlernen lässt Johanna fürchten, sie könne dem fremden Mann als Geliebte nicht genügen (zu groß! zu dünn! und ach so kleine, wenn auch zuckersüße Apfelbrüstchen ...). Ihre Besorgnis verwandelt sich jedoch schnell in handfeste Neugier, als beide zu einer Stadterkundung im Taxi aufbrechen und Pedro sie bittet, ihre Augen mit einer schwarzen Kapuze zu verhüllen. Die Dunkelheit elektrisiert sie, lässt sie mutig werden - und das in einem rasenden Lissabonner Taxi ... "Mein Puls ging richtig ab. Na klar, sofort spürte meine Hand in seiner eng anliegenden Jeans etwas Hartes, Längliches. Ein sanftes Pulsen drang durch den dicken Stoff bis an meine zittrigen Finger. Ich wagte kaum, mir vorzustellen, es könnte dieser Schw ... sein, der Schw ... von ihm, von Senhor Pedro ..." Von Null auf Hundert entbrennt zwischen beiden eine ungezügelte Leidenschaft. Und so beschert der erfahrene Pedro seiner jungen Geliebten ein portugiesisches Märchen an fantastischen Orten, in romantischen Liebesnestern, ungestört und fern von allem Bekannten.
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Seitenzahl: 87
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Maria Bocca
Die Schmetterlingsvenus
Sturzflüge der Liebe, Sex und wilde Träume 1
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Vorwort
Die Schmetterlingsvenus - Eine erotische Erzählung
Lust auf mehr?
Impressum neobooks
Ganz lieben Dank, dass Sie dieses Ebook gekauft haben. Die Geschichte ist Teil eines Sammelbandes, der unter dem Titel
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Maria Bocca
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Liebesstürze ROT
Erotische Geschichten von Sehnsucht, Sex und wilden Träumen
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als Ebook und in einer gedruckten Version (392 Seiten / 14,99 €) in allen Onlineshops und im Buchhandel erhältlich ist. Viele weitere erotische Geschichten sind als Ebook erschienen. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Freude beim Lesen und natürlich auch im wirklichen Leben!
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Ihre Maria Bocca
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Mit zitternden Knien, meine Augen unter Tränen, den Bauch mit Liebe vollgestopft, verabschiedete ich mich am Flughafen von meinem Johann. Es sollte kein Abschied für immer werden, sicher würde er mich bald besuchen kommen, aber eine ungewohnte Zeit der Trennung stand uns bevor, jetzt, kurz nach meinem sechsundzwanzigsten Geburtstag. Ich freute mich unbändig auf die Abenteuer dieser Reise, die ich ganz allein auf mich gestellt bestehen wollte. Das Herz schlug mir bis zum Hals, weil es nun endlich losgehen sollte, aber ich spürte auch, wie der Abschied schmerzte. Und - wohl, damit es nicht zu einfach würde - war da noch eine dritte Stimme, die versuchte, sich Gehör zu verschaffen.
Sie kam von meiner rechten Körperseite, also gegenüber von meinem Herzen am äußeren Rippenbogen, etwa eine Handbreit unter meiner Brust. Dort machte sich ein Ziehen, ein Weinen und ein Klagen mit Nachdruck bemerkbar. Eben nicht nur, weil ich den geliebten Menschen für eine absehbare Zeit morgens und abends nicht mehr wie gewohnt neben mir haben würde, wo ich nur meine Hand auszustrecken brauchte, um seine warme Haut und seinen Atem zu spüren ..., nein, die Stimme meinte etwas anderes, etwas überraschend Unbekanntes, etwas, das sich in einer fremden Sprache an mich wandte, die ich nicht verstand.
Wenig später - am Sicherheitscheck des Airport - trat mir diese verbissen dreinschauende, übereifrig wirkende, nahezu kugelrunde Person in den Weg. Mit ihrem zirpenden Metalldetektor, etwa von der Größe eines Tennisschlägers, begann sie, um mich herum zu sausen, wie die Biene Maja um ihre Lieblingsblüte, vom Kopf bis zu den Füßen und wieder zurück, und das gleich mehrmals unter anhaltendem Stirnrunzeln, als gäbe es etwas Besonderes zu entdecken. Ich war mir allerdings keiner Schuld bewusst. Keine Waffen, keine Drogen. Doch dann kreiste sie mit dem Detektor immer enger um den besagten Punkt auf meiner rechten Körperseite, eine Handbreit unter meiner Brust, ja, genau, dort, wo es so unerklärlich jammerte und klagte. Das Gerät gab nur an dieser einen Stelle meines Körpers wirklich auffällige Geräusche von sich. Wie konnte das sein? Ein Wundergerät? Ein Gerät, das meine Aura scannen konnte, wenn Sie verstehen, was ich meine, also mein geistiges Schimmern, den Widerschein des Feuerwerkes meiner Nervenbahnen?
Der Gedanke elektrisierte mich und aktivierte meine gelegentliche Neigung zu esoterischen Vorstellungen. Und siehe da, schon hatte ich ein lebendiges Bild von dem, was ich meine Aura nennen möchte: Glühend vor inniger Liebe und heftigen Abschiedswehen fühlte ich mich umhüllt von funkenschlagendem Grün-Gelb-Grün und flammendem Orange-Violett. Ein starkes Bild. Es gefiel mir gut. Doch meine Kontrolleurin - inzwischen war ich sicher, dass die Kugel weiblich war - nervte mich mit einer Reihe völlig unsinnig erscheinender Fragen, betreffend meine rechte Körperhälfte. Ich meinte, ihr deutlich anzumerken, dass ihr Ähnliches noch nicht widerfahren war. Wahrscheinlich hatte sie die fixe Idee entwickelt, ich hätte mir in terroristischer Absicht eine Sprengstoffleber zugelegt. Die Leber ist doch rechts, oder? Doch letztlich halfen ihr meine Antworten nicht weiter und so gelang es ihr nicht, die verwunderlichen Signale aus meinem Inneren zu deuten. Auch ich musste passen. Wortlos erlaubte sie mir endlich, an Bord zu gehen. Ich durfte fliegen. Hurra! In die Stadt meiner Träume. Nach Lissabon.
Doch ich war die kleine runde Frau noch nicht los, obwohl der Start meines Fliegers problemlos von statten ging. In der folgenden Nacht, meiner ersten in der Stadt am Tejo, wurde ich mehrmals durch ihre skeptischen Blicke geweckt. Nein, sie erschien nicht leibhaftig auf meiner Bettkante, den Schreck hätte ich kaum überlebt, aber sie geisterte unübersehbar durch meine Träume. Ich fasste dann prüfend mit meiner linken Hand an meine rechte Körperseite, eine Handbreit unter meiner Brust, dort wo die Rippen sich nach hinten bogen. Obwohl ich dieses Mal nichts Auffälliges registrieren konnte, kamen die fragenden Augen zurück, kaum dass ich eingeschlafen war. Erst als ich der Kugelfrau in einem persönlichen Gespräch glaubhaft versprechen konnte, keine Dummheiten in Lissabon anzustellen und auf der Hut zu sein vor allem Bösen, das mir in der fremden Stadt begegnen konnte, ließ sie mich bis zum Morgen durchschlafen.
Kurz vor meiner Abreise hatte ichim Kreise meiner vierundzwanzig besten Freundinnen meinen Abschied gefeiert. Am Rande hörte ich aus dem allgemeinen Geschnatter heraus, wie einige von ihnen ziemlich unfreundlich über mich, beziehungsweise die Besonderheiten meiner Figur, witzelten. Ich sei so sexy wie eine Bohnenstange, was natürlich heißen sollte, unheimlich lang und dünn. Mir war es, ehrlich gesagt, ziemlich egal, ob meine Freundinnen mich sexy fanden, schließlich hatte ich kein Interesse daran, auch nur eine von ihnen zu verführen oder etwa mit einer von ihnen meine Kinder zu zeugen. Dafür war Frau nun mal nicht geeignet. Wichtig war mir dagegen schon, wie ich auf Männer wirkte, die ich mochte. Und da schienen meine Freundinnen mit ihrer Einschätzung doch kräftig danebenzuliegen. Denn ich hatte über die Jahre bemerkt, dass meine Chancen gar nicht so schlecht standen, wie man hätte denken können, selbst wenn eine Frau so lang und so dünn war, wie ich.
Irgendwann hatte ich erkannt, da war dieser Schmelz, diese Mischung aus Freundlichkeit und Sommersprossensexappeal, die auch viele Männer mochten. Und tatsächlich ist mir dann eines Tages dieser hoch gewachsene Mann mit den flachsblonden Haaren ins Netz gegangen. Und etliche von meinen Herzchen mochten es kaum glauben, sie zickten ganz schön herum und zeigten blanke Eifersucht. Aber Johann und Johanna, wir beide waren entzückt von dieser Fügung, zwei Namen zum Verlieben. Ein toller Typ, der Johann, fast so alt wie ich, entstammte einer bäuerlichen Familie aus der Wesermarsch, vorzeigbarer Bio-Hof, leidenschaftlicher Fahrer eines alten Porsche, eben etwas Besonderes, mein Johann, außerdem Marathonläufer und Jurist mit guten Examen. Ich war stolz auf ihn. Er war von Anfang an vernarrt in meine Grübchen, in mein Lächeln, in meine langen Beine, meinen wiegenden Gang und vor allem in meine Haare.
Die waren für ihn und für mich etwas ganz Außergewöhnliches. Sie waren dick und stark, von brauner, leicht rötlicher natürlicher Färbung. Ich ließ sie gerne sehr lang wachsen, fast bis zur Hüfte, und drehte mir dann seitlich einen Knoten hinein. Ähnlich wie ein Pferdeschwanz, nur seitlich. Oder ich baute so eine Art Turban, oder ich flocht einen fetten Zopf, oder, oder. Ich hielt diese Haare für die Krone einer Königin, für meine Krone. Frau konnte halt sehr viel mit ihren Haaren machen, wenn sie so schöne hatte wie ich. Sehr verwegen, sehr sinnlich, meinten die Jungs ... Na ja, und wenn ich diese Haare löste, ihnen ihre Freiheit gab, dann waren alle hin und weg. Sie wollten sie berühren, zerwühlen, sich darunter verstecken, daran riechen, während ich sie obendrein mit meinem Lächeln bezirzte. Unter dem Einfluss dieser doppelten Versuchung vergaßen die Jungs dann gerne meine etwas zu zart geratenen Brüste. Dafür war ich ihnen dankbar, meinen Haaren.
Seit zwei Wochen lebte ich nun schon in Lissabon, trank café com leite, den portugiesischen Cappuccino, und ließ mich täglich von den unschlagbaren Süßigkeiten der Lissabonner Bäckereien verführen. Elfeinhalb Monate sollten noch folgen. Ich wollte die Sprache besser lernen und die Geister dieser Stadt erforschen. Und natürlich eine gute Zeit haben, bevor ich zu Hause meinen Johann heiraten und wir mindestens zwei Kinder bekommen würden. Ich studierte Kunst und Kunstgeschichte. Johann meinte allerdings, es würde sich bei diesen Studien eher um die Kunst des guten Lebens handeln. Ich fand, beides müsste sich nicht ausschließen, denn unabhängig von solchen Lästereien meines zukünftigen Gatten wollte ich später meinen Teil zum Familieneinkommen beitragen.
Lissabon war für mich seit meinem ersten Besuch vor vier Jahren eine Stadt des Oben und des Unten, eine Stadt von kolonialem Glanz und Reichtum auf der einen Seite und der Verarmung der einfachen Leute auf der anderen Seite, eine Stadt des klaren Lichtes der südlichen Sonne und des geheimnisvollen Dunkels ihrer Gassen in der Nacht, eine Stadt der erhabenen Aussichtsmöglichkeiten von ihren sieben Hügeln und der tieftraurigen Melancholie des Fado, die man natürlich auch in den Gesichtern der Menschen wiederfand. Entweder man verliebte sich leidenschaftlich in diese Stadt, sagten die Kenner, oder man reiste nach zwei Tagen gelangweilt wieder ab. Ein Dazwischen schien es nicht zu geben.
Von meiner kleinen Wohnung im Lissaboner Unten, der Baixa, trug mich jeden Morgen, wenn ich zur Arbeit gehen durfte, die museale Zahnradbahn wie eine Bergziege über einige hundert Meter Fahrtstrecke hinauf ins Oben, zum Bairro Alto. Dort am Praça do PrincipeReal, meinem Herzensfavoriten unter den vielen großartigen Plätzen dieser Stadt, hatte ich einen Job gefunden: Serviererin in einem Café. Ich nannte es das gläserne Café. Die luftige, neuzeitliche Konstruktion schmiegte sich unter die starken, weit ausragenden Äste eines sehr alten, haushohen Ficusbaumes. Derartige Gewächse, so erinnerte ich, gab es auch bei uns zu Hause. Sie wurden maximal mickrige zwei Meter groß, standen vorwiegend in altmodischen Wohnzimmern und man nannte sie Gummibäume, was ich ziemlich uncool fand. Dieser hier aber war ganz anders. Oft sah ich hinauf in seine weite Krone und ich ahnte, er konnte mir aufregende Geschichten erzählen. Ich war gespannt.
Nie zuvor in meinem Leben war ich als Kellnerin tätig gewesen, aber die Senhora hatte sich anscheinend für mich entschieden, weil ich leidlich portugiesisch sprach, zuverlässig gute Laune verbreitete und gemäßigte Ansprüche an die Bezahlung stellte. Außerdem nahmen die Leute hier dieDinge nicht so genau, jedenfalls nicht, wenn es darum ging, eine Bestellung aufzunehmen, den Studenten einen vinho blanco oder dem Bankangestellten und seiner Geliebten das aktuelle Mittagsangebot zu servieren und das fällige Entgelt zu kassieren. Engagiert wurde ich für die Frühschicht von sieben bis zwei Uhr mittags.
Dass der Chefin vom Lokal vor allem meine Art gefallen hatte, brachte sie deutlich zum Ausdruck.
„Very nice“, wiederholte sie einige Male während meines Vorstellungsgespräches. „Very nice, I like your smile, Johanna.“
Das mit dem Lächeln
