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Erst die sommerliche Hitze an der Côte d'Azur, dann der lange Tunnel von San Telmo. Ein junger Mann im Schnellzug Richtung Nizza. Ihm gegenüber die reife, fleischgewordene Versuchung ... "Die helle Bluse spannt. Die Knöpfe eins bis drei, silbern glitzernd wie Schuppen eines Zackenbarsches ... Ihr steht der Schweiß in kleinen Perlen auf der Oberlippe." Ihr Rock rutsch hoch, es ist so heiß ..., das Licht fällt aus, die Sinne geraten durcheinander und lassen den unerfahrenen Jüngling in einen ungestümen Traum der Triebe fallen, in dem er meint, all das nun endlich zu erleben, was ihm das reale Leben bislang verwehrt hat. "Ich jage jetzt durch dunkle Tiefen, die schweißgekühlten Schenkel dieser Frau umfangen mich, energisch und geschmeidig, so wie die Arme eines Oktopus, ich kann nicht anders, ... sie hebt sich von mir, lässt sich fallen, kommt auf mich nieder wie grüner Tang in starker Dünung, hebt sich noch einmal, sie wird ganz leicht ..." Wie nicht anders zu erwarten, erweist sich der Traum als überhitzte Illusion. "Nein, Liebste", rufe ich, "nein, lass das bitte. Halt inne. Auf meinem Tacho ist es zwei vor zwölf." Kurz und amüsant - dabei tragisch und komisch zugleich.
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Seitenzahl: 25
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Maria Bocca
Oktopussy
Sturzflüge der Liebe, Sex und wilde Träume: 8
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Vorwort
Oktopussy - eine erotische Episode
Lust auf mehr?
Impressum neobooks
Ganz lieben Dank, dass Sie dieses Ebook gekauft haben. Die Geschichte ist Teil eines Sammelbandes, der mit dem Titel
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Maria Bocca
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Liebesstürze ROT
Erotische Geschichten von Sehnsucht, Sex und wilden Träumen
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als Ebook und in einer gedruckten Version (392 Seiten / 14,99 €) in allen Onlineshops und im Buchhandel erhältlich ist. Weitere erotische Geschichten erscheinen in Abständen zunächst als Ebook. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Freude beim Lesen und natürlich auch im wirklichen Leben!
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Ihre Maria Bocca
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Flüchtig geschätzt bin ich tausend Mal diese Strecke gefahren. Wie an fast allen Tagen im August brennt auch heute die Luft über der Côte. Die reinste Echsenhitze. Kaum zu ertragen. Ich habe mich vorzeitig aus dem Büro gestohlen in der Hoffnung auf eine frische Brise vom nahen Meer. Doch Fehlanzeige. Windstärke Null. Nichts bewegt sich. Nicht einmal der Geruch der zurückgekehrten Fischerboote, die ihre Netze in der Sonne trocknen, schafft es heute bis in die Stadt. Auch das Geschrei der Möwen ist verstummt.
An diesem Freitag ist der Chef ist erst gar nicht erschienen. Er kann sich das leisten. Seit dem zweiten Frühstück bin ich durchgeschwitzt, mir klebt das Hemd am Leibe. Auf mich wartet der letzte Platz in einem Abteil im Schnellzug Richtung Nizza. Erschöpft falle ich auf meinen Sitz. Doch ich finde keine Erfrischung. Denn natürlich ist die Klimaanlage überfordert. Die beiden jungen Frauen am Fenster fächeln sich mit Zeitungsresten Kühlung zu.
Mir gegenüber - und dieser Ausblick lässt mich taumeln, noch kurz bevor ich sitze - die dritte Dame im Abteil: Anfang Dreißig, wohl geformt und gut gereift. Ihre Schenkel quellen unter kurzem Rock hervor. Nur knapp verfehlt mein Blick, so fantasiere ich, die dunkelfeucht behaarte Kuschelecke zwischen ihren Beinen. Die helle Bluse spannt. Die Knöpfe eins bis drei, silbern glitzernd wie Schuppen eines Zackenbarsches, sie drohen abzuspringen und durch die Luft zu schwirren. Ihr steht der Schweiß in kleinen Perlen auf der Oberlippe. Der Lippenstift zerrinnt ihr in den Winkeln ihres Mundes.
Neben ihr ein Kerl mit Schnäuzer. Typ Italo-Macho aus Kalabrien, eingezwängt in einen dunklen Streifenanzug. Mein Gott, was muss er leiden ... Er fixiert mich finster. Hat er mich durchschaut? Erkennt er meine Lüste? Gehört er zu der Dame?
Mein Fragen wird vom allgemeinen Schweigen zugedeckt. Niemand spricht mit niemandem. Alle schwitzen stumm. Mir bleibt nur, mich dem anzuschließen. Ich döse, werde müde. Meine Lider drücken schwer. Der Zug nimmt Fahrt auf. Dann rauscht er in den Tunnel von San Telmo. Die Lampen flackern. Typisch, denke ich noch, dann fällt tatsächlich das Licht aus und ich in einen atemschweren Dämmerschlaf.
