Die Villa - Melia Manadis - E-Book

Die Villa E-Book

Melia Manadis

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Beschreibung

Als Tom eines Abends am Strand von Sylt auf die tollpatschige, hübsche Flo trifft, ist es sofort um ihn geschehen. Flo fühlt sich gleichfalls von dem gutaussehenden Polizisten im Badboy-Look angezogen. Doch gibt es da ein Problem: Flo ist mit dem reichen und einflussreichen Juniorchef Alwin Müller verlobt. Als sie zufällig herausfindet, dass hinter seiner aalglatten Fassade ein fieser Betrüger steckt, der sie nur wegen ihres Adelstitels heiraten will, flüchtet sie zu Tom, der längst ihr Herz im Sturm erobert hat. Nach und nach führt Tom sie in sein Reich ein – eine alte Villa mit exklusivem SM-Club im Keller. In aufregenden Sessions lehrt er Flo die Geheimnisse von Dominanz und Unterwerfung und bereitet ihr eine Lust, die sie nicht für möglich gehalten hätte. Während ihre Gefühle für Tom immer stärker werden, schmiedet Flos Ex Alwin einen fiesen Racheplan, um das junge Glück der beiden zu zerstören…

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1. Auflage Januar 2020

Alle Rechte vorbehalten.

Dieses Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen, Verfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung auf DVDs, CD-ROMs, CDs, Videos, in weiteren elektronischen Systemen sowie für Internet-Plattformen.

Umschlag- und Covergestaltung: Kiyana Kullik, verwendetes Foto: 133934183_Maksim Šmeljov

© Parlez Verlag 2020

ein Projekt der BlueCat Publishing GbR

Gneisenaustraße 64

10926 Berlin

ISBN (ePub): 978-3-939990-54-3

Melia Manadis

Die Villa

Flo

Prolog

Es war ein lauer, angenehmer Nachmittag im Spätsommer.

Tom schlenderte am Strand entlang und genoss es, seine Seele baumeln zu lassen und einmal nicht darüber nachzudenken, dass er zu Hause ein einsamer Single war. Wenn er ehrlich zu sich war, dann nagte diese Tatsache ganz schön an ihm, aber damit konnte er sich beschäftigen, wenn er wieder in Hamburg war. Als er stehen blieb, um den Anblick der untergehenden Sonne über dem Meer zu genießen, nahm er neben dem Rauschen der Wellen plötzlich das Schluchzen einer Frau wahr.

Hm? Wo kommt das her?

Er sah sich um und entdeckte eine Frau mit schulterlangem blondem Haar, die in einem roten, enggeschnittenen Badeanzug im Sand saß und mit merkwürdigen Verrenkungen ihren Fuß untersuchte. Dabei fluchte sie lautstark über sich selbst, was Tom zum Schmunzeln brachte.

Da das entzückende Wesen mit seinem Tun keinen Erfolg zu haben schien, versuchte es nun aufzustehen. Doch dabei geriet die Frau ins Wanken und drohte hinzufallen. Toms Helfersyndrom ließ ihn sofort reagieren und mit einem Hechtsprung war er bei ihr und hielt sie fest, bevor sie mit dem Gesicht im Sand landen konnte. Erschrocken schaute sie zu ihm auf. Eigentlich war es ab diesem Zeitpunkt um Tom geschehen. Er blickte in ein Paar Augen, die schöner nicht sein konnten. Es waren zwei dunkle Smaragde, die wie Juwelen funkelten. Inmitten der Farbenpracht drückte dieser Blick eine gewisse Traurigkeit aus, die Tom sofort berührte und die er mit allem, was in seiner Macht stand, verblassen lassen wollte.

Das ist doch jetzt nicht wahr. Das bildest du dir ein. Oder dein Wunschdenken, auch endlich eine Frau fürs Leben zu finden, schaltet dein Hirn aus und führt zu unüberlegten Handlungen. Und dann läufst du sabbernd mit dickem Schwanz hinter jeder her, die nicht bei zweieinhalb auf dem Baum ist!

Das würde Tom, der sich ja immer gut unter Kontrolle hatte – im Beruf wie auch bei der Ausübung seiner sexuellen Neigung – natürlich niemals passieren.

Aber diese Augen, dieser Blick. Da konnte man schon schwach werden.

Eine gefühlte Ewigkeit standen sie eng beieinander und Tom hielt dieses entzückende Wesen mit den Meeraugen, den blonden Locken und den verführerischen Rundungen, das mehr als einen Kopf kleiner war als er, immer noch in festem Griff um die Taille. Bis ihre wütende Stimme ihn in die raue Wirklichkeit zurückholte.

„Hallo…? Könnten Sie mich vielleicht mal loslassen? Ich bin durchaus in der Lage, auf meinen eigenen Beinen zu stehen.“

Tom musste wieder schmunzeln.

Süß ist sie, wenn sie wütend ist. Und eine verführerische Stimme, wenn ich sie erst mal zum Schreien…

„Hallo!“ Die verführerische Stimme klang jetzt richtig aufgebracht und die Süße fing an, sich in seinem Griff zu winden. „Lassen Sie mich sofort los oder ich schreie!“

Toms Verstand übernahm wieder. „Das brauchst du nicht. Ich halte dich nur, damit du nicht fällst. Was ist mit deinem Fuß?“

Ein Ausdruck der Verwunderung schlich sich in das herrliche Smaragdgrün.

„Kennen wir uns? Ich wüsste nicht. Also würden Sie mich bitte nicht so vertrauensvoll duzen.“

„Nein, noch kennen wir uns nicht. Ich bin Tom und als dein Helfer in der Not fand ich diese Anrede angemessen. Also, dein Fuß?“

„Na, wenn Sie meinen …“ Sie ging nicht weiter darauf ein, löste sich aus seinem Griff und drehte sich in Richtung der Strandkörbe um. Doch als sie den besagten Fuß belasten wollte, geriet sie erneut mit einem lauten Aufschrei ins Straucheln. Kurzerhand griff Tom wieder zu. Doch dieses Mal nahm er sie direkt auf den Arm und trug sie zu einem der Strandkörbe.

„Keine Widerrede!“, kam er ihr bestimmend zuvor, als sie den Mund aufmachen wollte. Er setzte sie hin und nahm den Fuß in die Hände.

„Also, sag schon …“

Sie gab sich geschlagen. „Ich bin im Wasser irgendwo reingetreten. Vielleicht eine Scherbe. Hier ist es ja sonst recht sauber, aber wenn hier eine Scherbe herum liegt, dann trete ich garantiert rein. Ich ziehe so etwas magisch an. Liegt irgendwo ein Haufen Kacke, dann trete ich hinein. Ist wahrscheinlich gar nicht so schlimm, aber beim Auftreten tut es weh. Vielleicht ist noch eine Scherbe drin.“

„Hm.“ Tom musste sich zusammenreißen, um nicht laut loszulachen.

Er sah ihr in die Augen, doch da war keine Wut oder Schmerz zu sehen, sondern Bestimmtheit.

„Jetzt guck halt nicht so grimmig und zieh das Ding da raus, damit ich mich aus dem Staub machen kann. Ich kann ja schließlich nicht ewig hier sitzen und meinen Fuß von dir halten lassen.“ Sie lächelte ihn an.

Humor hat sie auch noch und kann über sich selber lachen. Ganz dein Geschmack. Und duzen tut sie dich mittlerweile auch schon. Läuft bei dir…

„Na, wenn du hier schon so herumscherzt, ist der Schmerz wohl nicht so groß.“

„Wenn ich mich zu lang über meine Missgeschicke aufregen würde, hätte ich den lieben langen Tag nichts anderes zu tun.“

Tom strich vorsichtig den Sand ab und sah sich die Sache genauer an. Ein kleines Stück einer Muschel drückte sich unter dem kleinen Zeh in die Haut. Das war wirklich keine große Sache, aber wenn man auf so etwas trat und einen Nervenendpunkt erwischte, konnte es durchaus schmerzhaft sein.

„Hm…“, sagte er und versuchte, besorgt zu klingen. Was ihm anscheinend gelang. Sie versuchte, den Fuß wegzuziehen.

„Hm, was?“, fragte sie und sah ihn mit erschrockenen Augen an. Tom liebte es, diese Reaktion bei seinen Gespielinnen hervorzurufen.

Gott, diese Augen! Dieses Grün! Und jetzt ist sie dir auch noch ausgeliefert!

Das ging ihm durch und durch und endete in seinem Schwanz, den er nicht mehr unter Kontrolle hatte. Zum Glück kniete er vor ihr und so fiel die Beule in seinen Shorts nicht so auf.

Schon fast verstohlen nahm er ihre ganze Erscheinung in sich auf. Die hübschen, blondgelockten Haare, die leicht auf ihre Schultern fielen. Ihr Gesicht war geprägt von den Augen, die Tom faszinierten. Ihre Lippen passten sich den feinen Zügen an. Ihr recht kleiner Körper war zwar nicht gertenschlank, aber gut proportioniert, was ihm sowieso besser gefiel. Tom konnte nichts feststellen, was nicht war, wo es hingehörte. Ihre Brüste und ihr leicht gewölbter Bauch unter ihrem Badeanzug schrien förmlich danach, von ihm ausgepackt zu werden. Sie war perfekt für ihn, wie sie so zitternd vor ihm saß und abwarten musste, was er mit ihr tun würde. Er hielt ihren Fuß in festem Griff, wollte sie jetzt aber nicht länger zappeln lassen.

„Kleiner Scherz. Du bist in eine kaputte Muschel getreten. Ein kleines Stück ist noch in deiner Haut. Ich ziehj es raus. Es ist nicht schlimm. Vertrau mir.“

Tom wartete gespannt auf ihre Antwort. Denn diese letzten beiden Worte hatte er nicht einfach so ausgesprochen. Für ihn waren sie immer von großer Bedeutung. Wie also würde sie reagieren?

Sie sah ihn fast unterwürfig an. Er konnte ihre Reaktion in ihren Augen lesen, wie in einem Buch. Und er sah, dass ihr Ausdruck sich änderte.

Natürlich vertraut sie dir!

„Na gut. Aber ich muss dich warnen. Ich bin ein absolutes Weichei, was Schmerzen angeht. Wenn es weh tut, schreie ich den ganzen Strand zusammen. Ohne Hemmungen.“

Tom musste sich zusammenreißen, denn sie konnte ja nicht ahnen, was sie da gesagt hatte. Aus seiner Sicht hatte sie gerade die wichtigste Eigenschaft einer Devoten gezeigt. Und sie hatte ihn wieder geduzt. Unbewusst vielleicht, aber er sah darin einen weiteren Schritt der Annäherung.

Tom hielt den Fuß mit der linken Hand in festem Griff, während er mit der rechten zärtlich die Fußsohle streichelte.

„Du wirst es kaum spüren. Versprochen. Ein kurzes Ziehen und es ist vorbei. Hey! Was ist das da auf deiner Nase?“

„Was? Wo?“ Sofort war sie abgelenkt und fasste sich ins Gesicht. Tom nutzte den Moment und zog das kleine Stück Muschel heraus. Sofort war ihr Blick wieder auf ihn gerichtet.

„Aua! Du Schuft! Du hast mich reingelegt“, rief sie sichtlich erleichtert aus.

„Reine Taktik. Hat doch funktioniert. Es blutet ein bisschen. Warte etwas, bevor du wieder auftrittst, damit sich der Schnitt verschließen kann. Es ist aber nicht tief. Nichts Schlimmes.“

„Du bist dir da ja sehr sicher. Arbeitest du im Krankenhaus?“

„Nein, ich bin Polizist, aber mit guter Ausbildung in erster Hilfe.“

„Oh, ein Polizist. Und du kommst aus Hamburg?“

„Ja. Hört man das? Du bist sehr aufmerksam.“

„Ja, das hört man an deiner Aussprache. Und ja, ich bin aufmerksam. Vor allem, wenn es um Sprache geht. Ich arbeite in einer großen Firma an der Rezeption. Da kommen viele Anrufe und ich habe gelernt zu spüren, wie die Leute drauf sind, deren Stimme ich höre.“

„Oh, eine Dame der Empathie!“

„Eine was?“

„Du reagierst auf die Gefühle anderer. Spürst sie und kannst dich in sie hinein versetzen. Und hast eine Wirkung auf dein Gegenüber. Glaub mir. Du bist empathisch.“

„Also eine positive Eigenschaft, meinst du? Na, dann danke für das Kompliment.“

„Oh bitte, gern geschehen. Und? Wo kommst du her? Und wie heißt du überhaupt?“

„Ich bin Flo. Ebenfalls aus Hamburg.“

„Flo?“

„Ja, eine Abkürzung. Alle nennen mich so, weil ich meinen richtigen Namen doof finde. Und du? Tom, ja?“

„Genau. Nur Tom und das ist keine Abkürzung.“

„Okay. Tom ohne Abkürzung.“ Flo lachte.

Tom liebte diesen Klang. Und sein Blick schien genau das auszudrücken. Flo jedenfalls deutete es so.

„Oh nein. Das läuft doch nicht aufs Flirten hinaus Tom, oder? Bitte nein. Das geht nicht. Es tut mir leid. Das wollte ich nicht.“

„Jetzt bleib ruhig. Was wolltest du nicht?“

„Mit dir flirten. Dir irgendwelche Hoffnungen machen.“

„Keine Angst. Wir stehen erst am Anfang.“

„Und so muss es auch bleiben. Es geht nicht. Zu einer anderen Zeit wäre ich nicht abgeneigt, glaub mir. Aber jetzt ist es zu spät.“ Flo senkte ihren Blick und Tom nahm den Zwiespalt in ihrer Stimme wahr. Dann sah sie ihn an und ihre Augen spiegelten ihre Gefühle wider. Was konnte es sein, dass sie auf einmal bedrückte?

„Was ist los?“

Flo stand auf, ging zu ihrem Strandkorb und begann hektisch, ihre Sachen zusammenzupacken.

„Ich muss gehen. Es ist schon viel zu spät und ich muss mich noch umziehen.“ Ihr Blick war traurig und es stach ihm ins Herz. Irgendetwas beschäftigte diese Frau und ließ sie nervös aufspringen. Etwas, das sie unglücklich machte.

Tom packte sie am Handgelenk und zog sie näher zu sich.

„Du hast es auch gespürt. Das zwischen uns komischerweise von Anfang an eine gewisse Anziehung geherrscht hat. Warum auch immer. Also, sag mir, was dich jetzt von mir wegtreibt.“

Flo sah ihn irritiert an. Ihre Stimme war genauso traurig wie ihre Augen.

„Ich kann nicht mit dir flirten und so. Auch wenn ich noch nie jemanden getroffen habe, der mir von Anfang an so vertraut war wie du. Wären wir uns vorher begegnet…“ Sie stockte und schluckte hart.

„Ich muss zurück ins Hotel. Mein Verlobter wartet. Heute Abend ist dort ein wichtiger geschäftlicher Termin. Und… ich bin schwanger. Bitte. Ich muss gehen.“

Tom ließ sie los. Sein Mund stand offen und er konnte ihn nicht mehr schließen. Dabei war es gar nicht seine Art, so die Kontrolle zu verlieren. Nie!

„Auf Wiedersehen, Tom. Und danke.“ Ihre Stimme war zittrig.

„Auf Wiedersehen, Flo.“ Seine auch.

Scheiße!

Da trifft man die, die die Richtige sein könnte und dann kommt man zu spät. Das darf doch nicht wahr sein!

Und Tom wusste genau, dass Flo in ihrer Beziehung nicht glücklich war. So wie sie reagiert hatte. Die Traurigkeit in ihren Augen.

Gott! Diese Augen! Sein Leben lang würden sie ihn verfolgen.

1

Flo lief, so schnell es ihr verletzter Fuß erlaubte, weg von Tom.

Was war das denn? So was hast du ja noch nie erlebt! Und wirst du auch nicht mehr. Du musst jetzt an dein Kind denken!

Mit Tränen in den Augen erklomm sie die Stufen, die vom Strand wegführten. Sie widerstand dem Drang, sich zu ihm umzudrehen. Zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort, da wäre sie sofort schwach geworden. Toms ganze Erscheinung zog Flo magisch an. Nie hatte sie das glatt zurückgekämmte Haar ihres Verlobten gemocht. Tom hingegen sah verwegen aus mit seinem fast kahl rasierten Kopf und diesem genau getrimmten Kinnbart, der in einer schmalen Linie am Kinn entlang bis zu den Schläfen führte. An dieser Stelle begann ein leichter grauer Ansatz, was sehr sexy wirkte.

Wie alt er wohl ist? Egal, das hat dich nicht zu interessieren.

Sein restlicher Körper brachte sie ebenfalls ins Schwärmen. Unter dem engen T-Shirt zeichneten sich seine Bauchmuskeln ab. Die starken Arme, die sie einfach so getragen hatten, versprachen Sicherheit. Natürlich lugten unter den Ärmeln ein paar Linien eines bestimmt markanten Tattoos hervor. Obwohl Tom mehr als einen Kopf größer und viel breiter war als sie, hatte sie nicht einen Augenblick Angst vor ihm gehabt. Seine dunkelbraunen Augen strahlten eine beruhigende Wärme aus, obwohl seine markanten Gesichtszüge eher bedrohliche Dominanz versprachen, wie sie zu einem Polizisten passte. Ebenso wie dieser durchtrainierte, große, männliche Körper. Und trotzdem hatte sich Flo wohl in seiner Gegenwart gefühlt. Und das nach nur ein paar Minuten. Das war fast zu verrückt, um wahr zu sein.

Flo betrat das Hotel und ging zielstrebig auf die Treppe zu, die sie in die Etage führte, in der sich ihr Zimmer befand. Natürlich mit Strandblick. Das beste Haus am Platz und wahrscheinlich auch das teuerste. Immer auf Ansehen bedacht. Flo wusste selbst nicht, wie sie dahin gekommen war, wo sie gerade war.

Sie hatte ihren Job in einem Wellnesshotel als Wellnesstrainerin verloren und wurde von der Arbeitsagentur in eine Firma an die Rezeption verfrachtet. Sie wusste nichts über diese Firma und hatte auch nicht vor, lange zu bleiben. Sie bewarb sich weiter um ihren geliebten Job und nahm währenddessen freundlich die Anrufe entgegen. Dann irgendwann stand der Juniorchef, Alwin Müller, vor ihrem Tresen und begrüßte sie mit ihrem Namen.

„Guten Morgen, Frau von Rosen. Es freut mich, dass unsere Besucher als Erstes Sie zu Gesicht bekommen, wenn sie zu uns kommen.“ Flo wurde rot und wusste nicht, wie ihr geschah. Ja, das war ihr Name. Floriane von Rosen. Gott, wie sie den immer gehasst hatte. Ihre Urgroßoma hatte ihn ausgesucht. Alter Adel. Aber wenigstens hatte sie ihr auch das Haus mit den vier Wohnungen vermacht. In einer davon wohnte sie mit ihrer Freundin Ewa. Von den Mieteinnahmen der anderen konnte man übrigens die Zeit auch ohne Job überbrücken, wenn das Leben dann nicht so langweilig wäre.

Woher kennt er deinen Namen? Der Juniorchef! Und recht gut sieht er auch noch aus.

Naja. Ihr Traummann wäre etwas größer und hätte nicht so glatt zurückgestyltes Haar, aber seine Figur hielt er in Schuss, immerhin…

In den folgenden Tagen begrüßte er sie immer wieder persönlich. Sie fühlte sich geschmeichelt. Flo war gerade mal wieder solo. Aber irgendwie bekam sie langsam Torschlusspanik. Sie war mittlerweile zweiunddreißig Jahre alt und fühlte ihre innere Uhr ticken. Sie war keine von diesen Karrierefrauen, sondern eher ein Familienmensch. Wenigstens ein Kind wollte sie in ihrem Leben haben.

Und als die Betriebsfeier anstand und Alwin sie persönlich einlud, sagte sie spontan zu. Der Alkohol floss in Strömen. Flo vertrug eigentlich nicht viel, aber ihr Glas war wundersamerweise immer gefüllt. Alwin war ständig in ihrer Nähe und irgendwann zog er sie in einen Abstellraum. Dort schob er ihr sofort den Rock hoch und den Slip herunter. Dann war er in ihr, ohne sie zu fragen, ob auch sie das so wollte.

Flo kam es vor, als würde sie das gerade gar nicht selbst erleben. Sie stand einfach neben sich und es lief ab wie im Film. Dann war da ein Taxi. Ewas Gesicht direkt vor ihr und dann die Kloschüssel, in die sie sich entleerte.

Am nächsten Morgen kamen Fetzen der Erinnerung zurück. Alwins grinsendes Gesicht, wie er ihr immer wieder Champagner nachgoss und sie nicht nein sagen mochte. Obwohl er ihr noch nicht einmal schmeckte. Dann war er in ihr. Mit einem Stoß. Es tat weh, weil sie knochentrocken war. Am Ende lag sie auf dem Boden. Im Abstellraum! Wie erniedrigend.

Am nächsten Morgen, sie stand mit dickem Schädel pflichtbewusst am Empfangstresen der Firma, kam Alwin und eröffnete ihr, dass sie nun zusammen wären.

Flo fiel aus allen Wolken und erbat sich etwas Zeit.

„Aber natürlich, meine Rose“, erwiderte ihr wohl Zukünftiger. Aber irgendwie fühlte sich das nicht richtig an. Und sie mochte auch nicht „meine Rose“ genannt werden.

In den nächsten Tagen ging Flo Alwin so weit wie möglich aus dem Weg. Sie fühlte sich auf der einen Seite zwar durchaus geschmeichelt, dass sie vom Chef umworben wurde, andererseits war aber der Sex mit ihm nicht gerade typisch gewesen. Flo war betrunken und nicht wirklich entscheidungsfähig. Sie schloss nicht aus, dass sie mit Alwin auch ohne Alkohol Sex hätte haben wollen, aber es war nun mal anders gekommen.

Langsam solltest du dich entscheiden, was du willst. Schließlich gibt er sich alle Mühe.

Und das tat er wirklich.

 Alwin bemühte sich um ihre Gunst. Er lud sie ins Museum ein und zu wichtigen Galerieausstellungen und ließ sie dafür natürlich auch entsprechend einkleiden, damit sie in der Öffentlichkeit ein annehmbares Erscheinungsbild aufwies, wie er sagte. So etwas war ihr bisher nie wichtig gewesen, aber sein Vater, der Seniorchef der Firma, legte darauf sehr viel Wert.

Naja. Gib zu, dass es dir auch gefällt, mal elegant durch die Weltgeschichte zu laufen.

Ja, das stimmte. Flo fand auch Gefallen daran, was sie mit anderer Kleidung aus sich machen konnte. Und trotzdem…

Sie fand sich am nächsten Tag tatsächlich auf Fotos in der Boulevardpresse wieder. Und fand sich grauenvoll. Sie wollte nichts davon. Aber eigentlich wusste sie gar nicht, was sie wollte. Alwin sah ganz gut aus und anscheinend hatte er ehrliches Interesse an ihr.

Dann blieb ihre Regel aus. Nach einem One-Night-Stand im Abstellraum.

So gerne sie auch Mutter werden wollte, aber so? Sie konnte sich nicht einmal richtig daran erinnern, nur so viel, dass sie trocken und er zum Zug gekommen war. Ein einziges Mal!

Doch so war es nun mal und sie gestand es Alwin.

Der war Feuer und Flamme und schlug vor, zu heiraten.  Es überraschte Flo, dass er sogar anbot, ihren Namen anzunehmen.

Und so war sie nun hier gelandet. Auf Sylt. In einem Nobelhotel direkt am Strand von Westerland. Wunderschön der Blick aus ihrem Fenster übers Meer. Flo in der siebten Woche schwanger. Sie hatte sich gerade den Badeanzug ausgezogen und stand nun nackt am offenen Fenster und genoss den kühlen Windzug. Sie strich sich gedankenverloren über den noch nicht vorhandenen Babybauch.

„Auch wenn es sich nicht richtig anfühlt, die Sache mit deinem Vater… Wir schaffen das. Zur Not auch ohne ihn. Weißt du, ich hab nur dieses eine Mal mit ihm geschlafen und dabei bist du entstanden. Keine Ahnung warum es noch nicht zu einem zweiten Mal gekommen ist, aber ich gebe dem Ganzen noch eine Chance.“

Dann wurde es Zeit und Flo zog Slip und BH und ihr langes rotes Abendkleid an sowie die Highheels, auf denen sie nie laufen lernen würde, und verließ ihr Zimmer. In der Pianobar wartete Alwin bereits auf sie. Ein wichtiger Geschäftspartner saß mit seiner wahnsinnig gutaussehenden Tochter neben ihm. Sie tranken Champagner und stießen auf irgendein erfolgreich getätigtes Geschäft an.

„Ah, da ist sie ja, meine Zukünftige. Schön, dass du dich sehen lässt. Dann können wir ja zu Tisch gehen.“

Flo beschloss den stichelnden Ton zu überhören und machte gute Miene zum bösen Spiel. Das Essen war nicht schlecht, doch so richtig Appetit hatte sie in den letzten Wochen nicht. Während des Essens floss guter Wein in Strömen. Flo aber trank Wasser.

Nach belanglosem Smalltalk und dem Dessert begab man sich wieder in die Pianobar und sinnierte über Gott und die Welt. Flo bedachte die Gespräche mit einem Lächeln hier und da, beteiligte sich aber nicht wirklich daran. Dies war nicht ihre Welt. Die drei waren mittlerweile zu gutem Whiskey übergegangen, während Flo sich mit ihrem Wasser begnügte. Vor ihrer Schwangerschaft hätte sie sich ihren Lieblingscocktail, einen „White Lady“, aus Gin, Cointreau und Zitronensaft, gegönnt. Aber als verantwortungsvolle werdende Mutter war das undenkbar.

Als sich der Geschäftspartner endlich verabschiedete, nutzte auch sie die Gelegenheit, sich zurückzuziehen. Alwin und die Tochter, die wahrscheinlich ein Model war – denn sie war dürr und hatte Beine bis nach Meppen – blieben zurück. Auf halben Weg zu ihrem Zimmer bemerkte Flo, dass sie ihren Schlüssel aus Gewohnheit an der Rezeption abgegeben hatte. Also ging sie zurück. Sie musste wieder an der Pianobar vorbei, wo nur noch das Model und Alwin den Kellner nervten. Auch aus einiger Entfernung konnte sie deutlich hören, was ihr Verlobter sagte.

„Ach, komm schon, du weißt, dass ich nur dich liebe.“

„Aber du wirst sie heiraten.“

„Ja, aber nur, weil mein Vater ihren beschissenen Namen will. Gott sei Dank hat es beim ersten Mal geklappt, sie zu schwängern. Und glaub mir, das war kein Vergnügen für mich. Es gab wirklich nur das eine Mal und ich habe die ganze Zeit nur an dich gedacht, meine Göttin.“

„Ja, schon gut. Übertreib mal nicht. Wir gehen ja schon auf mein Zimmer.“

So schnell sie konnte rannte Flo aus der Lobby hinaus, zögerte einen Moment und schlug dann den Weg zum Strand ein. Dabei stolperte sie fast die Treppe hinunter, riss sich schließlich die lästigen Schuhe von den Füßen und flüchtete zwischen die Strandkörbe.

Sie hatte sich etwas abseits zwischen den Strandkörben in den Sand gesetzt und blickte hinaus aufs Meer. Es waren noch einige Menschen am Strand, die die ruhig daliegende See genossen. Doch niemand achtete auf sie. Ihre nackten Füße spielten mit dem Sand. Die hochhackigen Schuhe lagen achtlos neben ihr. Ihr rotes Abendkleid war sicherlich ruiniert, da nun ein dicker Sandfleck an ihrem Arsch pappte. Aber das war ihr egal. Immer mehr Tränen kullerten ihre Wangen entlang und sie konnte das Schluchzen nicht mehr unterdrücken.

„Hallo, kleiner Flo. Warum so traurig?“

Flo schreckte auf und sah durch den Schleier ihrer Tränen in das freundliche Gesicht eines Mannes. Tom.

Sie hatte nicht bemerkt, wie er nähergekommen war. Sie war aber auch nicht in der Lage, ihm zu antworten. Also heulte sie einfach weiter und sah ihn dabei hilflos an.

Tom war noch einmal am Strand entlang gegangen, um seine Traumfrau aus dem Kopf zu bekommen, als er wie schon am Nachmittag auf ein Schluchzen aufmerksam wurde. Er brauchte nicht lange zu suchen und als er das Häufchen Elend im hübschen Abendkleid zwischen den Strandkörben fand, zerriss es ihm das Herz. Sie hatte ihn gar nicht kommen sehen; ihre traurigen Augen starrten leer aufs Meer. Dann bemerkte sie ihn und ihr Blick ging ihm unter die Haut.

Das reicht jetzt. So lässt du sie nicht weitermachen.

Tom hockte sich zu ihr und wischte ihr zärtlich die Tränen von den Wangen.

„Flo? Was ist los?“

Aber als Antwort kam nicht mehr als ein paar der Schluchzer hintereinanderweg.

„Komm mit mir …“

Wie um seine Forderung zu unterstreichen, kam plötzlich Wind auf und die ersten Tropfen fielen in den Sand. Dunkle Wolken zogen schnell über dem Meer auf und ein Sturm bahnte sich an. Tom zögerte keine Sekunde länger. Er ergriff Flos Hand, zog sie zu sich hoch und hielt sie fest. Flo konnte gerade noch nach ihren Schuhen greifen. Tom lief schnurstracks zur Treppe, die hinauf zur Strandpromenade führte. Sie hasteten an Flos Hotel vorbei die Straße entlang, während der Regenschauer auf sie niederging. Irgendwann bog Tom links ab, dann noch einmal rechts und schließlich standen sie vor seiner Pension. Er schloss die Tür auf und sie gingen hinein. Den ganzen Weg lang, den sie fast gerannt waren, hatte Tom sie nicht einen winzigen Augenblick losgelassen. Noch einmal würde er sie nicht gehen lassen.

Sie standen in seinem Zimmer, klitschnass. Tom ging ins angrenzende Bad und kam mit zwei Handtüchern zurück; eins davon reichte er Flo, mit dem anderen trocknete er sich ab.

„Möchtest du duschen oder soll ich dir nur trockene Sachen geben? Auf jeden Fall musst du aus den nassen Klamotten raus.“

Das erste Mal, seit er sie wiedergefunden hatte, sprach sie und ihre Stimme spiegelte ihre Traurigkeit wider. „Nur trockene Sachen, bitte.“

Zu Toms Erstaunen pellte sie sich vor seinen Augen aus dem, an ihr klebenden, Abendkleid und stand in Slip und BH vor ihm. Ihm fielen fast die Augen aus dem Kopf und sein Schwanz reagierte wieder. Was jetzt total unpassend war. Er gab ihr ein T-Shirt und Shorts. Für sich nahm er dasselbe und ging zum Umziehen ins Bad. Nicht dass er sich für seinen Körper schämte, wohl aber für seinen aufmüpfigen Schwanz. Als er zurückkam, rubbelte Flo sich noch einmal mit dem Handtuch ab und zog sich die trockenen Sachen an. Der Anblick seiner Traumfrau in seinen viel zu großen Klamotten machte die Sache für Toms bestes Stück nicht besser.

Er brachte seine ganze Beherrschung auf und versuchte, sie mit ruhiger, vertrauenerweckender Stimme anzusprechen.

„Kleines, komm setz dich aufs Sofa und erzähl, was dich so verletzt hat.“ Er nahm wieder ihre Hand und zog sie neben sich aufs Sofa. Sie saßen eng beieinander. Tom legte langsam seinen Arm um ihre Schulter. Er wollte sie nicht bedrängen, doch Flo nahm die Nähe dankbar an und schmiegte sich vertrauensvoll an ihn. Das war seine Bestätigung. Er zog sie noch näher an sich, wenn das überhaupt möglich war, und wartete.

Nach ein paar heftigen Schluchzern legte Flo los. Sie erzählte ihm alles. Von Anfang an. Wie ihr Verlobter auf sie zugekommen war, wie er sie, wie sie jetzt wusste, vorsätzlich überrumpelt, betrunken gemacht und geschwängert hatte. Und die demütigenden Worte, die er zu dem Model gesagt hatte und die nicht für ihre Ohren bestimmt gewesen waren.

Tom war fassungslos. Wie konnte dieser Pisser es wagen, diese Frau so respektlos zu behandeln? Was er ihr angetan hatte, würde er ihm heimzahlen. Am liebsten würde er jetzt sofort in das Hotel stürmen, ihn von der anderen Frau runterziehen und ihm eine verpassen, diesem elenden Mistkerl. Anscheinend hatte er den letzten Gedanken ungewollt laut ausgesprochen, denn Flo löste sich aus seiner Umarmung und sah ihn entsetzt an.

„Nein“, rief sie abwehrend. „Auf keinen Fall! Er hat teure Anwälte und Beziehungen. Ich will nicht, dass du wegen mir Ärger kriegst. Deinen Job verlierst oder sogar im Knast landest. Bitte nicht für mich.“ Wieder schluchzte sie.

„Nur für dich!“ Tom zog sie zurück in seine Arme und drückte ihr sanft einen Kuss auf die Stirn. „Aber du kannst ganz beruhigt sein. Bei seinem Charakter wird er sich irgendwann selbst reinreiten. Jeder bekommt sein Fett weg. Das ist Karma.“

„Gut“, gab sie, wieder etwas ruhiger, zurück. Dann ließ sie sich wieder in seine Umarmung sinken und Tom spürte, wie sich die Anspannung in ihrem Körper langsam löste.

Er konnte nicht sagen, wie lange sie so dasaßen, doch nach einer Weile bewegte sich Flo von ihm weg und suchte seinen Blick. Ihre Stimme war leise, aber nicht mehr ganz so traurig.

„Tom, ich denke ich werde jetzt gehen. Ich habe dir schon genug den Urlaub versaut.“

„Blödsinn. Das hast du nicht. Und außerdem möchte ich dich nicht gehen lassen, mein kleiner Flo.“

Toms Stimme klang plötzlich zärtlich.

„Tom, ich … also ich weiß nicht, wie du das siehst, aber ich erwarte ein Kind von einem anderen. Und ich …“

„Das ist mir durchaus bewusst. Von einem Idioten, den du nicht willst. Und es ist mir egal. Ich mache dir einen Vorschlag. Ich mag dich, sehr. Lass dir von mir helfen, lass uns Zeit miteinander verbringen und sehen, wo es uns hinführt. Mit diesem Kind. Es gehört immerhin zu dir.“

Flo erwiderte nichts und sah ihn überrascht an.

Tom wagte einen Versuch und nahm ihren Mund mit dem seinen in Besitz. Langsam strich seine Zunge über ihre Unterlippe, die sich weich und warm anfühlte. Dann öffnete sie sich ihm und ihre Zungen trafen sich. Der Kuss nahm an Leidenschaft zu und Tom wollte mehr. Er streichelte an Flos Wange entlang zum Kinn, dann zog er Kreise übers Schlüsselbein und landete wie zufällig auf ihrer linken Brust. Er fühlte ihre Erregung durch die Kleidung hindurch. Als er ihren Nippel leicht mit Daumen und Zeigefinger zwirbelte, entfuhr Flo ein leises Stöhnen und sie bog sich ihm förmlich entgegen. Tom fasste das als Einladung auf und ließ seine Hand unter ihr T-Shirt wandern, öffnete geschickt den Verschluss des BHs und begann, die nackte Brust zu streicheln. Dabei hörte er nicht auf sie zu küssen.

Flo schien es zu genießen, wie Tom sie berührte. Sie begann ebenfalls an ihm herumzufingern. Sie griff nach dem Saum seines T-Shirts und zog es ihm kurzerhand über den Kopf. Tom sah sie an und erkannte Leidenschaft in ihrem Blick.

„Na, da bist du mir ja einen voraus“, grinste er und zog Flo ebenfalls das T-Shirt aus und den BH gleich mit. Ihre Brüste passten sich genau seiner Handfläche an. Dann senkte er seinen Kopf und leckte mit der Zunge über ihren erregten Nippel. Wieder stöhnte Flo. Tom bewegte seine Hand zu ihren Shorts hinunter und glitt hinein. Sie war so nass, dass ihre Schamlippen schon benetzt waren. Er streichelte langsam ihre Klit und glitt mit dem Mund zurück zu ihren Lippen. Doch da drückte Flo ihn ein wenig von sich und sah ihn an.

„Ich kann zwar nicht schwanger werden, aber ich würde trotzdem gerne ein Kondom …“, sagte sie etwas außer Atem, wurde rot und senkte verlegen ihren Blick.

Tom musste schmunzeln.

Wenn du dir da nicht wahrhaftig einen kleinen schüchternen Flo mit devoter Neigung eingefangen hast. Und du hast diese zweite Chance bekommen. Was bist du nur für ein Glückspilz.

„Keine Sorge, Liebes“, raunte er mit tiefer Stimme in ihr Ohr. „Wir werden nicht miteinander schlafen. Nicht heute. Heute bist einzig und allein du wichtig.“

„Wie meinst du das?“

„Das werde ich dir zeigen.“ Mit einem Ruck zog er an ihren Hüften und sie lag vor ihm auf dem Rücken. Dann streifte er gleichzeitig ihre Shorts und den Slip ab und warf beides achtlos zu Boden...

„Öffne deine Beine für mich, Flo.“ Er ließ seine Stimme bestimmend aber vorerst nicht allzu dominant klingen. Er wollte schließlich nicht mit der Tür ins Haus fallen und sie verschrecken. Flo zögerte einen Moment. Doch kaum, dass Tom befürchtete, er wäre vielleicht doch zu weit gegangen, öffnete sie sich für ihn. Sein Herz begann zu hüpfen. Aber er behielt sich unter Kontrolle, auch wenn sein Schwanz aus seinen engen Shorts raus und in ihren engen Eingang rein wollte.

Er konnte die Nässe zwischen ihren Schamlippen glänzen sehen. Tom beugte sich herunter und seine breiten Schultern spreizten ihre Beine noch weiter. Behutsam zog er ihre Scham auseinander und umschloss mit seiner Zunge ihre harte Perle. Quälend langsam leckte er darum. Dann wanderte er zu ihrer Mitte und erkundete mit seiner Zungenspitze ihren Eingang. Gleichzeitig zwirbelte er ihre Perle mit Daumen und Zeigefinger. Flo bäumte sich ihm entgegen. Sie begann unkontrolliert zu zucken. Also beschleunigte Tom das Tempo und kniff ihr unverhofft in die Klit. Da kam Flo mit einem Aufschrei und ließ sich komplett fallen.

Jetzt wusste sie, was Tom gemeint hatte. Er hatte ihr einen unglaublichen Orgasmus beschert und sich selbst die Befriedigung verwehrt. Er musste eine wahnsinnige Selbstbeherrschung besitzen.

Nun lag sie da, das Keuchen ließ langsam nach, Herzschlag und Atem normalisierten sich und er kniete immer noch zwischen ihren Beinen und blickte ihr dabei in die Augen. Seltsamerweise war es ihr noch nicht einmal peinlich, dass sie immer noch offen vor ihm dalag.

„Und jetzt gehen wir doch duschen.“ Seine heisere Stimme verriet, dass es ihn einiges kostete, sich zu beherrschen.

Tom zog sie hoch, nahm sie einfach auf den Arm und trug sie unter die Dusche. Er zog sich die Shorts aus, unter denen er nackt war, und stellte das Wasser an. Dann nahm er von dem Duschgel und begann Flo einzuseifen. Dabei ließ er nichts aus, strich über ihre Brüste und weiter hinunter zu ihrem Venushügel, glitt zwischen die Schamlippen und umkreiste wieder ihre empfindliche Perle. Mit der anderen Hand fuhr er an ihren Pobacken entlang und dann unverhofft in die Spalte zum Anus, den er leicht streichelte.

Flo zuckte zurück, doch Tom hielt sie.

„Scht… ganz ruhig. Es passiert nichts, was dir schadet.“  Sie verharrte in der Bewegung und schloss die Augen. Tom nahm das als Bestätigung und drang ganz leicht mit der Fingerspitze in ihren Anus ein, während er gleichzeitig ihre Klit stimulierte. Flo dachte nicht im Traum an einen zweiten Orgasmus, so kurz nach dem ersten. Davon hatte sie in den Erotikromanen gelesen, die sie regelmäßig verschlang, aber ihr war das noch nie passiert. Doch die Stimulierung war so intensiv, dass sie gar nicht anders konnte. Sie blendete jeden Gedanken aus, fühlte nur noch und gab sich hin. Sämtliche Muskeln ihres Körpers spannten sich an und mit lautem Keuchen kam sie erneut so heftig, dass sie dachte, sie würde das Bewusstsein verlieren. Als die Anspannung abrupt nachließ, krallte sie sich an Toms Armen fest, damit sie nicht umfiel.

Er hielt sie, bis sie wieder alleine auf ihren wackligen Beinen stehen konnte.

„Hallo, kleiner Flo. Bist du zurück?“ Seine zärtliche Stimme ging ihr durch und durch. Sie öffnete die Augen und ein paar Tränen kullerten ihre Wange herunter.

 „Was hast du mit mir gemacht?“, fragte sie völlig erschöpft.

„Das warst du. Du allein bestimmst über deinen Körper und seine Reaktionen. Ich habe nur ein bisschen nachgeholfen. Aber du hast dich darauf eingelassen.“

Tom stellte das Wasser ab und wollte die Dusche verlassen, doch Flo hatte andere Pläne.

„Nein!“, stieß sie laut und deutlich aus. „Ich bin dran!“ Und schon umfasste sie sein bestes Teil und er hatte keine Kraft dagegen anzugehen.

Flo streichelte über die Öffnung an der Eichel und verteilte den Tropfen Flüssigkeit, der herauslief. Dann nahm sie die zweite Hand und knetete damit die Hoden. Sie umfasste den Schwanz fest und zog in einer Bewegung bis zur Wurzel und wieder zurück zur Eichel. Das wiederholte sie ein paarmal und kniete sich gerade vor ihn, da spürte er schon das Ziehen, das sich bis in die Hoden ausbreitete. Er konnte es nicht aufhalten und beinah schmerzhaft schoss sein Samen genau in Flos Gesicht.