Die Wohlstandsdekadenz - Helmut E. Lehr - E-Book

Die Wohlstandsdekadenz E-Book

Helmut E. Lehr

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Beschreibung

Das altrömische Reich ging an seiner Dekadenz unter. In Deutschland ist dieser Weg vor programmiert. Ursächlich dafür ist die Hörigkeit zum ungezügelten Kapitalismus, dem Wertekonservatismus und das total überzogene Sozialwesen. Dies ist vergleichbar mit den "Brot und Spielen" für die Bevölkerung im Römischen Reich. Die Abkehr von der Leistungsgesellschaft hin zur Verteilungsgesellschaft, zum Gutmenschentum. Der unkontrollierte Zuzug vorwiegend in das Sozialsystem, eine Rechtssprechung welche teilweise nicht mehr nachvollziehbar und verständlich ist, all dies sind Wege in die Dekadenz. Der Autor behandelt diese Themen mit der Sichtweise eines Bürgers aus dem Mittelstand. Dieses Buch ist keine Wissenschaftliche Abhandlung sondern zeigt die Realität in dieser Republik. Eine Realität jenseits vom Wunschdenken der Politiker und den angeblichen Eliten dieser Nation, den Juristen und Akademikern. Um dies zu verhindern muß der Bürger des Mittelstandes seine teilweise Verständliche Politikverdrossenheit aufgeben und den abgehobenen herrschenden Parteien ihre Grenzen aufzeigen. Die Politik hat dem Volk zu dienen nicht das Volk der Politik.

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Seitenzahl: 316

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Helmut E. Lehr

Die

Wohlstands-

dekadenz

Vom Wohlstand zum Notstand?

© 2016 Helmut E. LehrWeitere Mitwirkende: Layout, Ulrich Korioth

Verlag: tredition GmbH, Hamburg

ISBN

Paperback

978-3-7345-3610-6

Hardcover

978-3-7345-3611-3

e-Book

978-3-7345-3914-5

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Der Kapitalismus

Griechenlandkrise

Zu- und Einwanderung

Islamophobie

Menschenwürde/ Menschenrechte

Politik

Demokratie und Rechtsstaat

Pegida

AfD

Renten

TTIP

Zum Autor

Vorwort

Dekadenz ist ein geschichtsphilosophischer Begriff. (de.wikipedia.org.) Er beschreibt die Veränderungen in Gesellschaften und Kulturen als Verfall, Niedergang und Verkommenheit. Der Begriff bezieht sich ursprünglich auf den Niedergang des Römischen Reiches.

Dekadenz gibt es seit Beginn der Menschheitsgeschichte. Immer wieder ist zu sehen, dass es zur Verweichlichung, Sittenlosigkeit und Zügellosigkeit von Gesellschaften kommt. Meist sind die Ursachen dafür Wohlfahrtsstaatlichkeit und Reichtum.

Im Fall des Römischen Reiches setzte die Dekadenz im Zuge der Expansion des Staates in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten ein. Durch Annexion und Errichtungen von Provinzen nahmen die Staatseinnahmen zu. Doch die Gelder wurden nicht für den Aufbau einer funktionierenden Infrastruktur, sondern zum Bezahlen von kostspieligen Geschenken und Unterhaltungsprogrammen benutzt.

Die Kaiser und Politiker setzten sie ein, um spezifisch die stadtrömische Bevölkerung mit Brot und Spielen zu versorgen. Infolge der Maßnahme verweichlichte der Wahlberechtigte Teil der römischen Gesellschaft. Die politischen Entscheidungsträger konnten ohne große Probleme Gesetze erlassen und ihren persönlichen Einfluss sowie Reichtum ausweiten. Mit der Vermehrung von Macht und Wohlstand gingen aber Exzesse, Perversitäten und Ausschweifungen einher, welche das Römische Reich politischökonomisch schwächten und maßgeblich zu seinem Untergang beitrugen.

Eine ähnliche Entwicklung wie im Römischen Reich ist heute in Deutschland zu erkennen. In der Bundesrepublik kommt es durch ein überzogenes Sozialgetue zur Beruhigung der Gesellschaft. Sichtbar wird dies zum Beispiel an der Erhöhung des Kindergeldes um zwei Euro ab 2016. Anhand dieser Maßnahme zeigt die Regierung ihre Soziale Ader und kann das bestehende System zunächst stabilisieren. Kurzfristig sichern staatliche Sozialleistungen einen bestimmten Wohlstand der Bevölkerung und wahren die Macht der Regierenden. Langfristig aber können sie zum Niedergang führen. Die Geldreserven für die Leistungen werden irgendwann aufgebraucht sein und der Staat kollabiert sowohl wirtschaftlich als auch politisch.

Allerdings ist die maßlose Wohlfahrtsstaatlichkeit nicht der primäre Faktor, der die deutsche Gesellschaft zur Dekadenz verführt. Die elementare Treibkraft, welche den Verfall der Bundesrepublik und der gesamten Welt beschleunigt, ist der Kapitalismus.

Bei einer kontrollierten Entwicklung kann der Kapitalismus ein System sein, das zum Wachstum und Wohlstand führt. Heutzutage ist er jedoch außer Kontrolle geraten und erweist sich als gravierenden Grund für die Krisen der Welt. Vor allem die Armut in der sogenannten Dritten Welt ist keine Naturgewalt, sondern die Folge von Gier und Größenwahn der westlichen Gesellschaft.

Bereits seit dem 16. Jahrhundert kommt es dazu, dass wohlhabende Länder die sogenannte dritte Welt, es gibt real nur eine Welt, ausnehmen. Als Beispiel für einen Staat, der seinen Reichtum durch Ausbeutung weiter vermehrte, gilt England. Damals das Vereinigte Königreich. Besonders während der Kolonialzeit generierte es sein Vermögen zu großen Teilen aus annektierten Ländern in Afrika und Asien.

Infolge der Ausbeutung vergrößert sich die Armut in der dritten Welt und es kommt zu Spannungen, deren Auswirkungen bis nach Europa und Deutschland zu spüren sind. Gegenwärtig zeigt sich diese Tatsache in dem großen Zustrom von Flüchtlingen.

Das völlig außer Kontrolle geratene Finanzsystem, begünstigt durch gläubige und unfähige Politiker und der Gier nach Vermehrung des Reichtums einiger schon Reicher auf Kosten der Mehrheit, dies führt zwangsläufig zum Kollaps. Das Dogma des Wachstums in jetziger Form ist in Frage zu stellen. Die zunehmende Armut in der Welt, auch die gefühlte Armut in der westlichen Welt, führt zu Spannungen deren Auswirkungen die Politik aus Hörigkeit nicht sehen will.

Wird der entartete Kapitalismus nicht schnellstens wieder eingedämmt, ist es nur eine Frage der Zeit bis die EU und Deutschland das gleiche Schicksal erleiden wie zum Beispiel die DDR oder die Sowjetunion. Obwohl beide Staaten vom Kommunismus geprägt waren, konnte der Virus der Gier ausbrechen. Auch in diesen Staaten gab es eine wohlhabende Elite, die sich auf Kosten der Mehrheit weiter bereicherte. Bedingt dadurch kam es zu Missstimmungen und dem Zusammenbruch der Länder. In der EU und Deutschland kann der Verfallsprozess aufgrund der scheinbaren Demokratie und der gefühlten Freiheit der Bevölkerung noch hinausgezögert werden. Wirklich verhindern lässt er sich jedoch nur, wenn die Politiker umdenken und Mut beweisen. Sie müssen sich endlich aus den Klauen der Kapitalwirtschaft befreien und vom Werte Konservatismus abrücken. Das unbedingte Festhalten an Traditionen führt zur Verweichlichung und Trägheit sowohl der Politiker als auch der Bürger. Sie sind nicht mehr wachsam und können auf die Veränderungen der globalisierten Welt nicht reagieren. Wenn Werte, Gesetze und Strukturen nicht kontinuierlich erneuert werden und an die jeweiligen Zeitumstände angepasst werden, ist der Niedergang einer Gesellschaft lediglich eine Frage der Zeit.

Dieses Buch soll und ist keine wissenschaftliche Abhandlung. Die Wissenschaft welche vorwiegend von Statistiken und Hochrechnungen lebt, hat ein gestörtes Verhältnis zur Realität. Aus Sicht eines besorgten Bürgers möchte ich Missstände in der Gesellschaft aufzeigen und Verbesserungsvorschläge geben. Einen Wandel kann ich allein nicht herbeiführen. Das ist eine Aufgabe, die die Bevölkerung ausschließlich gemeinsam bewerkstelligen kann. Aufgrund dessen, dass es in letzter Zeit zur Angleichung unserer Parteien und Politiker gekommen ist, muss das gemeine Volk eine vernünftige Opposition bilden und laut stark Veränderungen fordern. Nur so kann der drohende Untergang Deutschlands und der gesamten Welt abgewendet werden.

Die Quellennachweise basieren auf Medienberichten, Internet und deren Interpretationen meinerseits.

Der Verfasser

Der Kapitalismus

Der Kapitalismus in jetziger Form ist zur Geisel der Menschheit mutiert. Vorwiegend in der durch den ungehemmten Kapitalismus der westlichen und zivilisierten Welt. Der Begriff Kapitalismus fand erst ab dem 16. Jahrhundert Verwendung. Bis dahin diente Geld zum Erwerb von Waren, bezahlen von Dienstleistung und auch Steuern. Im heutigen Kapitalismus hat sich das Zahlungsmittel Geld zu einem Wirtschaftszweig verselbstständigt.

Der ungezügelte Kapitalismus, das goldene Kalb der westlichen Welt, ist die Ursache von Armut und Flüchtlingswellen. Nicht der Kapitalismus an sich ist das Problem, sondern die entartete Form von ihm. Dieser Kapitalismus nimmt auf die Umwelt und auf den Menschen keine Rücksicht. Er ist getrieben von Gier und Vermehrung des Reichtums einiger weniger. Und es kommt hinzu, wo viel Geld im Spiel ist, da ist oft die Korruption das Spielfeld!

Den ungezügelten Kapitalismus nennt man auch Neo Liberalismus. Der Begriff Neo kommt aus dem Griechischen und bedeutet zum Beispiel „neu“, “frisch“, „jung“ „oder „ungewöhnlich“ und auch „revolutionär“. Eigentlich trifft keiner der Begriffe wirklich zu! Der Raubtierkapitalismus ist weder frisch, neu oder revolutionär. Er ist ganz simpel entartet und kriminell! Kapitalismus ist durchaus ein System des Wachstums und des Wohlstandes. Vor allem wenn der Kapitalismus in die soziale Marktwirtschaft integriert wird. Nur die soziale Marktwirtschaft verhinderte Exzesse wie wir sie heute haben. Die soziale Marktwirtschaft war unbestreitbar der Grundstock des Deutschen Wirtschaftswunders. Von der sozialen Marktwirtschaft haben wir uns schon längst verabschiedet. Verantwortlich dafür ist die Politik!

Es ist schlicht unverschämt, wenn heute Politiker das Wort soziale Marktwirtschaft verwenden. Es ist mangelnde Realitätswahrnehmung. Wenn aus Gewinngier Arbeitsplätze vernichtet werden hat dies absolut nichts mit sozialer Marktwirtschaft zu tun! Die Geldgier, das Monopoly Spiel an der Börse, all dies ist total außer Kontrolle. Zum einem kommt es durch die bedingungslose Hörigkeit gegenüber der USA, dem Mutterland des ungezügelten Kapitalismus, zum anderen ermöglicht dies die Steuergesetzgebung in Deutschland. Und dieser entartete Kapitalismus wird irgendwann kollabieren. Da nützt die ganze Gelddruckmaschinerie nichts! Dagegen war die letzte Krise ein laues Lüftchen. Schon einmal, 1928, bei dem ersten Börsencrash verloren die Aktien 90% ihres Wertes Die Folgen sind bekannt und die heute dafür Verantwortlichen haben nichts dazu gelernt. Der Begriff Kapitalismus bezeichnet ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem in dem Tauschhandel abgeschafft ist. Mit Kapital, also Geld, kann man Waren und Dienstleistungen die man benötigt erwerben. Dies setzt voraus, dass man sich Kapital durch Arbeit verdient und wieder ausgibt. Man nennt es auch Wirtschaftskreislauf.

Heute stimmt dies nicht mehr. Der Turbokapitalismus setzt dieses System teilweise außer Kraft. Heute verdient Geld das Geld. Nun, diese Aussage ist so nicht ganz richtig. Verdient wird durch Leistung! Digitale Luftbuchungen und das Micky Maus Geld an der Börse leisten nichts! Ganz im Gegenteil, sie sind schädlich. Mit schuldig ist natürlich der fälschlich so genannte Neoliberalismus. Ein jedes Wirtschaftssystem, vor allem die entartete Kapitalwirtschaft, braucht ein Mindestmaß an Regeln und Kontrollen! Das Ergebnis ohne diese Faktoren sieht man. Die Reichen werden immer reicher, teilweise ohne produktiv für die Wirtschaft etwas getan zu haben. Diese ungezügelte Profitgier erzeugt Ungerechtigkeiten auf Kosten der Waren und Dienstleistungen produzierenden Bevölkerung. Die Wirtschaft erzeugt Waren und auch Dienstleistungen um den Handel im Gange zu halten. Grundlage dafür ist eigentlich Angebot und Nachfrage. Dies gilt für den Export ebenso wie für den Inlandsmarkt. In Deutschland liegt die Wertigkeit vorwiegend im Export. Und dies ist nicht ganz ungefährlich. Bei internationalen Wirtschaftskrisen ist eine Exportnation anfälliger. Ein guter und stabiler Inlandsmarkt kann Schwankungen ausgleichen. Durch die Börsen und deren Spielmöglichkeiten mit Geld ist der Kapitalismus aus dem Ruder gelaufen. Nach Wegfall des reinen Kommunismus, außer in Nordkorea, hat der entartete Kapitalismus praktisch keine Konkurrenz mehr. Länder wie China, Vietnam, Bolivien und noch andere ehemalige rein Kommunistische Länder haben sich dem Sozialismus zugewandt. Genau darum wird er zur Katastrophe für die Bevölkerungen vorwiegend der westlichen Welt. Es gibt keine Alternative Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, welche einen Gegenpol zum Kapitalismus bildet. Da werden Milliardenvermögen verzockt und auch gewonnen. Wie krank die Börse und deren Spieler sind ist ersichtlich, wenn Unternehmen verzockt werden. Da geht es nicht mehr nur um Spielleidenschaft, es geht um Menschen und deren Arbeitsplätze! Der Börsenwert eines Unternehmens sagt nichts über den realen Wert aus. Der reale Wert eines Unternehmens ist das Anlagevermögen, eine gute Belegschaft, Waren und Produkte welche der Markt annimmt. Gute Löhne und Gehälter sowie Rücklagen für Investitionen, Forschung oder Entwicklung, auch Betriebsrenten. Was über diese Werte hinausgeht und an die Börse ist Manipuliermasse oder auch Spielgeld. Hinter diesen Micky Maus Geldern stehen keine realen Werte! Somit sind diese Summen ohne jeglichen Inhalt oder Deckung und damit fiktiv! Da werden Unternehmen an der Börse feindlich oder auf andere Weise übernommen, ausgeschlachtet, erneut verkauft und so geht das Spiel weiter. Da man Gewinne erwirtschaften muss, vorwiegend für die Börsen und Aktionäre, minimiert man die Arbeitsplätze und senkt die Lohnkosten. Lieferanten werden unter Druck gesetzt und der Service vernachlässigt. Hauptsache man erzielt Gewinne. Dann stellt man als Börsennotiertes Unternehmen schnell mal Hunderte von Leuten ein, um den Eindruck von einem gut florierenden Unternehmen zu machen. Der Aktienwert steigt. Danach wird das Unternehmen verkauft, die Manager und Aktionäre machen den Reibach. Nach dem Verkauf werden die zu viel eingestellten Mitarbeiter dem freien Arbeitsmarkt zugeführt. So geht heute dass Business! Mit den Gewinnen werden nun die gierigen Aktionäre und Manager bedient. Dies ist Volkswirtschaftlich reiner Selbstmord. Dieses Geld fehlt dann im Wirtschaftskreislauf. Mit sozialer Marktwirtschaft hat dies nichts mehr zu tun. Natürlich müssen und sollen Unternehmen Gewinne erwirtschaften. Diese Gewinne gehören aber vorwiegend in die Unternehmen zurück geführt. Dort werden sie benötigt und auch erwirtschaftet. Dieses Spielgeld fehlt, ermöglicht durch die Steuerpolitik, auch dem Staat. Dass da etwas falsch läuft sieht man daran, nur Dax Unternehmen, einschließlich der Zockerbanken beutelt es bei Krisen so richtig. Nun bin ich mir im Klaren, die Angelegenheit ist zu komplex um es so einfach zu erklären. Am Ende, nach der wissenschaftlichen Abhandlung oder deren Erklärung, ist das Ergebnis gleich! Eine gute und intakte Volkswirtschaft macht durch den Verkauf oder Handel von Waren und Dienstleistungen Gewinne. Für die Gewinne, Erlöse über den Herstellungskosten, fallen dann Steuern für den Staat an. Mit diesen Steuern finanziert der Staat seine Ausgaben. Manche der Steuern werden auch als Abgaben deklariert, um dem Vorwurf zu hoher Steuerbelastungen des Bürgers durch den Staat zu entgehen. Zollabgaben sind Steuern, EEG Abgabe ist eine Steuer und noch einige mehr. So wird das Volk und damit auch der Verbraucher von der Politik für dumm verkauft! Nur die ohnehin schon Reichen werden durch dieses ungerechte Steuersystem geschont. Und es ist beängstigend wenn Frau Nahles und Herr Gabriel, beide SPD, nun alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen wollen, bevor sie die Reichen durch eine Reichen- oder auch Vermögenssteuer zur Kasse bitten wollen. Kapitalvermögen ab einer Million mit zusätzlich fünf Prozent zu versteuern bedeutet für diese Vermögenden nicht den Weg in die Armut. Dies brächte langfristig Milliarden und würde bei richtiger Verwendung den Wohlstand der Bevölkerung sichern. Und es könnte zum Abbau der Staatsschulden verwendet werden. Das Argument, Gelder würden aufgrund einer Vermögenssteuer dann ins Ausland verschoben, ist nicht stichhaltig. Dafür verantwortlich ist die Steuergesetzgebung. Es ist pervers eben die Fluchtmöglichkeit des Kapitals welche der Staat selbst schafft zu beklagen. Erst wenn das Geld versteuert wurde können die Besitzer damit machen was sie wollen. Der Monetäre Parkplatz Schweiz ist ja nicht mehr anonym. Das ist gut so! Und ausgerechnet Mitglieder der SPD verhindern so eine Reichensteuer! Dies widerspricht eigentlich ihrer Robin Hood Gesinnung. Unser Steuersystem sorgt für Ungerechtigkeit. Einige Steuergesetze sind in Form und Inhalt in Frage zu stellen. Ein Beispiel ist das im Inhalt lächerliche und alberne Mehrwert-Steuergesetz. Nehmen wir den Unsinn dass für Luxusgüter wie Kaviar oder Trüffel der ermäßigte Steuersatz gilt. Sogar für Hundefutter gilt dies. Für Babywindeln aber zahlt man die höhere MwSt. Ein Karnickel kostet 7%, ein Hase 19% MwSt. Ein Maultier 7%, der Esel 19%. Das spricht nicht für die Qualität unserer Gesetzgeber! Und das durch die Gesetzgebung zwangsläufig verschonte Kapital wird nur zum kleinen Teil in den Wirtschaftskreislauf zurück geführt. Da wird es aber benötigt und gehört dort auch hin! Der größte Teil geht an die Börsen und mutiert zu Spielgeld. Und wie dekadent dieser Staat ist zeigt doch dass Behörden ungehindert Milliarden an Steuergeldern durch Misswirtschaft verbraten dürfen. Es sind Milliarden im Jahr (Quelle Bund der Steuerzahler). Und dies ohne Konsequenzen. Verantwortliche sind dafür in den Behörden nicht auszumachen! Das ist nicht nur gegenüber dem Bürger und Steuerzahler eine Unverschämtheit, sondern in höchstem Maße dekadent.

Nun gilt Deutschland aufgrund seiner noch guten Konjunktur als eines der reichsten Länder dieser Welt. Und es wird der Bevölkerung so suggeriert. Aber dies ist relativ! Die Regierung, und damit die von Lobbyisten beherrschte Politik, können durch falsche Fiskalpolitik und Verwendung der Steuergelder natürlich den Wohlstand mindern. Und dies macht die Politik aufgrund von Hörigkeit zur Lobby. Ich nehme im Kapitel Politik noch dazu Stellung. Eine ungezügelte Politik zugunsten des Kapitals ist absolut unsozial und stellt den Sozialstaat in Frage. Die ungezügelte Geldgier geht zwangsläufig zu Lasten und Ausbeutung der Bevölkerung. Vor allem des Mittelstandes. Aber auch zu Lasten der Länder in der sogenannten Dritten Welt. Die Ausbeutung der dortigen Ressourcen, der Fossilen oder auch anderer Wertstoffe, der Arbeitskraft der dortigen indigenen Menschen, die Vernichtung von Arbeitsplätzen zugunsten der Industrie Nationen vor allem der EU, all das sind die Gründe der Armut und auch der Hungersnöte auf dieser Welt. Im Römischen Reich war es ähnlich. Die Dekadenz der sich damals schon selbst ernannten Elite sah die Folgen nicht kommen oder ignorierte sie aus Selbstgefälligkeit. Der Hunger, hervorgerufen durch Naturkatastrophen und auch kriegerische Auseinandersetzungen in den durch die Römer annektierten Gebiete, führte zur Völkerwanderung in das noch so reiche Römische Reich. Die Verweichlichung und Gleichgültigkeit der Bevölkerung, durch eben diesen Wohlstand, kam dazu. Dies ist heute auch zu sehen. Der vermeintliche Wohlstand ist trügerisch, denn er hat keine stabile Grundlage mehr. Die Basis ist der Turbokapitalismus mit seinem Spielgeld! Daran wird er zugrunde gehen! Und die Fehler in der Geschichte wiederholen sich doch!

Die enormen Gewinne der international agierenden Konzerne in den Entwicklungsländern dienen primär der Bereicherung der schon ohnehin vermögenden Nationen. Nicht den ausgebeuteten Regionen. Der Wohlstand der Industrie Nationen basiert teilweise auf deren Ausbeutung! Die Milliarden Gewinne der Großkonzerne und Banken gehen eindeutig zu Lasten dieser Bevölkerungen, auch der in Deutschland. Eine entsprechende Besteuerung scheitert an der Macht der Wirtschaftslobby und der Angst und damit der Machtlosigkeit der Politiker. Würde nur die Hälfte der Gewinne in den jeweiligen Ländern in deren Wirtschaft oder deren Staatshaushalte re investiert, dann hätten wir nicht diesen bedrohlichen Zustand der Armutsflüchtlinge in das westliche System. Und die internationalen Banken sind Dank der Unterstützung von Politik, Erfüllungsgehilfen dieser Gier und Ungerechtigkeit. Natürlich sind die oft korrupten Regierungen in diesen Ländern auch eine der Ursachen.

Die Schweizer Bank HSBC verwaltet Gelder von korrupten Politikern, Staatsmännern und Frauen in Milliardenhöhe. Und dies ist nur die Spitze des Eisberges. Andere Banken sind mit Sicherheit ebenso involviert. Von den Briefkastenfirmen mit Hilfe der Banken ganz zu schweigen. Auch dort hin wird Geld ganz legal verschoben. Diese Gelder wurden der Bevölkerung und dem Wirtschaftskreislauf dieser Länder entzogen. Dies ist eindeutig Betrug, Diebstahl und Grund der Verarmung dieser Länder. (Quelle ARD 8.2.15) Inzwischen gibt die Schweiz, beziehungsweise deren Banken, an die EU Länder die Daten und Konten an die jeweiligen Herkunftsländer weiter. Und nun kommen die Datenschützer daher und finden dies unmöglich und gegen den Datenschutz! Wie dekadent ist denn dies wieder! Wenn auf Schweizer Banken zur Steuerhinterziehung oder kriminell angeeignetes Geld geparkt wird, dann ist dies eine Straftat. Bei Straftaten und deren Aufklärung ist der bei uns ohnehin überzogene Datenschutz aufzuheben! Und wie kriminell manche Banken agieren, dies sieht man an der Deutschen Bank. Sie muss jetzt 2,3 Milliarden Euro Strafe zahlen wegen unerlaubter Absprachen. So war in den Medien zu lesen. Und noch mehrere Prozesse sind anhängig! Warum nennt sich diese Bank eigentlich noch „Deutsche“ Bank? Diese Bank mit ihren gierigen Bossen und dubiosen Geschäften ist nun wirklich kein Aushängeschild für den Namen Deutsch! Es ist für mich nicht nachvollziehbar warum diese Banker noch die Bewunderung unserer Politiker genießen. Eigentlich gehört diese Bank aufgrund ihrer unlauteren Aktivitäten abgewickelt und vom Markt genommen! Auch wenn die halbe ehemalige Führungselite vor Gericht steht, der Form halber! Denn alles andere als ein Freispruch wäre unrealistisch. Der reelle Finanzmarkt in Deutschland ginge daran nicht unter! Vorbilder für anständige Geschäftsleute sind sie nun wahrlich nicht!

Ich habe den Eindruck, in der Welt der Großbanken und des Kapitals gehört das Kriminelle zum Geschäftsmodell. Offensichtlich sind Geschäftsmodelle in der Kapitalwirtschaft nicht Strafrelevant. Und wenn es auf Druck der Öffentlichkeit doch zu Strafverfahren kommt fallen die Strafen so aus, dass sie keine Wirkung haben und nicht wirklich Strafen sind. Da werden von unserer Justiz, wir sind angeblich, aber nur noch angeblich ein Rechtsstaat, Urteile so gefällt dass die Angeklagten nicht als vorbestraft gelten. Banker gehören, warum auch immer, mit zur Elite unserer Nation und sind somit schützenswerte VIPs! Soviel zum Rechtsstaat. Um dies zu kaschieren werden manchmal, aber ganz selten, prominente Steuersünder wie Herr Hoeneß zur Beruhigung der Bevölkerung verurteilt. Dies war als Alibi ganz clever von der Justiz. Dieser Herr ist überdurchschnittlich prominent bei der Bevölkerung! Nun will sich die „Deutsche“ Bank teilweise aus dem Geschäft mit den normalen Bürgern dieses Landes zurückziehen, um sich vorwiegend als Investment Bank zu sehen. Da wird auch mehr und schneller Geld verdient. Der Begriff Invest kommt eigentlich von Investitionen. Darunter verstand man früher Investitionen in Unternehmen zu tätigen. Dies hat sich im verkommenen Kapitalismus geändert. Heute versteht man unter Invest Ausbeutung, Zerschlagung und gnadenlose Gewinnmaximierung für die Börse! Und wenn das Ziel erreicht ist sucht man sich ein neues Opfer. Der Vergleich mit Heuschrecken trifft es perfekt. Von der Personalkosten intensiven Deutschen Post- Bank will man sich trennen. Diese Tochter macht wohl zu wenig Gewinn für die Mutter Deutsche Bank und deren Aktionäre. Dass mal wieder Arbeitsplätze verloren gehen, dies nennt man Schwund und Verderb. Im Kapitalismus eben unabdingbar! Man macht dies natürlich sehr schweren Herzens. Man sieht es den Managern an! Aber 10% Rendite im Jahr machen es erforderlich. Wenn ich mich noch richtig erinnere, lag die Forderung von Herrn Ackermann schon bei 25 %. Da fing die Maßlosigkeit und der Irrsinn an. Bei Milliarden Gewinnen würde es die Hälfte an Rendite auch tun! Zugegeben, die Gewinne sagen nichts über die Rendite des eingesetzten Kapitals aus. Und wo bleiben die Gewinne? Bei den Börsen! Wo die Gier Einzug gehalten hat ist für Vernunft kein Platz mehr. Unvernunft führt zur Dekadenz.

Offensichtlich ist dieses Verhalten nach Schweizer Recht legal. Das Bankgeheimnis erinnert mich an das Beichtgeheimnis der katholischen Kirche. Auch da bleiben gebeichtete Straftaten geheim. Wo ist denn das viele Geld geblieben welches beim letzten Finanzdesaster verschwunden ist? Ein Großteil eben auf diesem Weg! Der Rest schwirrt in der Galaxie herum! Scherz beiseite, dieses Geld gab und gibt es ja nicht wirklich. Es waren und sind Luftbuchungen! Dieser Unsinn geht ja weiter. Und es geht um Milliarden. Kaum zeichnet sich eine eventuelle Einigung mit Griechenland ab, schon sind die Börsianer um 17 Milliarden Micky Maus Geld reicher! Mit diesem Spiel wird man ja täglich im Fernsehen von den Nachrichten konfrontiert. Egal ob man Aktien besitzt oder nicht!

Somit rückt der Kapitalismus in der heutigen Form, man nennt ihn auch Turbokapitalismus, in die Nähe des kriminellen Milieus! Dies zu akzeptieren ist dekadent. Der Turbo Kapitalismus ist die Ursache der Flüchtlingsströme. Den ausgebeuteten Ländern in der dritten Welt, es gibt zwar nur eine, den Marktzugang in die EU und auch den restlichen Industrieländern zu ermöglichen, wäre durchaus eine Möglichkeit, den ungesunden Zustand dieser Länder zu ändern. Zum Schutze der Markt beherrschenden Konzerne und des Kapitals in Deutschland, der EU und der gesamten westlichen Welt, wird dies jedoch durch Gesetze erschwert oder verhindert. Man befürchtet Konkurrenz und damit weniger Gewinn. Investitionen und finanzielle, aber eben auch kontrollierte Unterstützung, findet so gut wie nicht statt.

Ich gehe im Kapitel Zu und Einwanderung näher darauf ein.

Afrika wäre ein riesiger Markt für die Zukunft! Anstatt aber dort in die Infrastruktur zu investieren wird dieser Kontinent ausgebeutet! Wenn die reichen Industrienationen langfristig planen würden, aber das können oder dürfen sie nicht zwecks der kurzfristigen Gewinnmaximierung, könnten sie viel bewirken. Die Chinesen haben dies längst begriffen! Die investieren in Afrika. Natürlich nicht aus Menschenliebe oder Humanität. Aber sie schaffen Arbeitsplätze und eine Infrastruktur. Dies braucht Zeit und kostet viel Geld. Mit Aufbau der Infrastruktur, Investitionen und damit von Arbeitsplätzen schafft man langfristig Stabilität in einem Land. Mit einem dadurch entstehenden bescheidenen Wohlstand verlieren Stammes und Glaubensfehden ihre verheerende Wirkung! Gemeinsam mit den Kosten der nach dem Gießkannenprinzip und unkontrolliert verteilten Entwicklungshilfe, sowie den Kosten der Flüchtlingswellen, wäre in diesen Ländern das Geld humaner angelegt. Denn langfristig schafft es Märkte. Zudem entspräche es der in den wohlhabenden Ländern scheinheilig oft genannten Menschenwürde dieser Bevölkerungen. Diesen vernünftigen Gründen steht aber die kurzfristige Gewinnmaximierung im Wege. Gefährlich wird es wenn versucht wird die Demokratie nach westlicher Auslegung als einzig wahre Regierungsform installieren zu wollen! Dies wäre borniert und hat bis jetzt nicht wirklich funktioniert. Zumindest am Anfang braucht man durchaus dirigistische Maßnahmen und Kontrollen. Anders geht es nicht in solchen von Korruption geprägten Ländern. Die Entwicklung zur Demokratie braucht sehr lange Zeit. Eventuelle Rückschläge muss man einkalkulieren. Nochmals, langfristig machte es Sinn!

Die Gewinne, generiert durch Ausbeutung der Arbeitskräfte mit Hungerlöhnen und Sicherheitsstandards in den ausgebeuteten Ländern, welche in der westlichen Welt zur Schließung der Produktionsstätten führen würden und schon als kriminell zu bezeichnen sind, füttern den entarteten Kapitalismus. Das System des heutigen Kapitalismus ist völlig außer Kontrolle geraten. Ein System in dem Kapital höher bewertet wird als die Wertigkeit derer, welche letzten Endes das zu Mickymaus Geld verkommene Kapital erwirtschaftet, dieses System ist absolut nicht mehr unter Kontrolle und krank! In der Realität bestimmen ohnehin die Konzerne und Banken, also der Kapitalismus, die Politik. Die sagen wo es lang geht! Der Politik bleibt ob ihrer Abhängigkeit mangels Kenntnissen und Mut zu Änderungen nur die Zuschauerrolle und das Abnicken. Bei Gesetzesänderungen im Steuerrecht sind als Berater nicht selten Mitarbeiter der Bankenbranche involviert! Und die dekadenten Regierungen der westlichen Welt unterstützen diesen absoluten Schwachsinn. Einschließlich der EZB! Die Krise der Europäischen Union sind keine Naturereignisse, sie sind hausgemacht! Es ist eindeutig nur eine Bankenkrise! Ermöglicht durch die Hörigkeit und Unfähigkeit der politischen Elite gegenüber den Bankengurus. Und wenn private, Gewinnorientierte Unternehmen wie die Rating Agenturen in der USA über Nationen bestimmen können indem sie die Bonität der Nationen willkürlich festlegen, dann ist dies mehr als krank!

Verursacher und Schuldige des ganzen Finanzdesasters sind eindeutig die Politiker. Und sie haben nichts daraus oder dazu gelernt! Auch dies ist dekadent!

Die EZB senkt den Zinssatz für Banken inzwischen auf 0 Prozent mit der fadenscheinigen Begründung, mehr Geld für die Wirtschaft zur Verfügung zu stellen. Dies ist der absolute Wahnsinn. Wenn Banken auch noch Strafzinsen zahlen müssen für das Geld welches bei der EZB gelagert wird, ja dann wird es lustig in der EU. Freue mich schon darauf wenn man von den Banken noch zusätzlich Geld bekommt bei einer Kreditaufnahme. Dass der Bankkunde für diesen Schwachsinn zur Kasse gebeten wird über höhere Gebühren für seine Kontoführung, dies ist der EZB und auch den Regierungen gleichgültig. Irgendwie müssen die Geldinstitute ja Geld verdienen.

Durch die Maßnahme würde mit dem billigen Geld die marode Wirtschaft in den hoch verschuldeten Ländern der EU angekurbelt. Die Idee ist ohne Zweifel richtig und wäre bei entsprechender Anwendung auch wirksam. Und jetzt kommt das aber. Weil dieses billige Geld den Banken zugeschustert wird und eben nicht der Wirtschaft oder der Bevölkerung direkt zugute kommt, steht dieses Geld wiederum dem Turbo Kapitalismus zur Verfügung. Die einst so hoch verschuldeten Banken, gestützt mit Milliarden Euros durch den Staat und damit durch den Steuerzahler, haben nach ein paar Jahren so gut wie keine Schulden mehr in den Büchern. Die EZB kauft die noch vorhandenen Schuldscheine der Banken jetzt auf. Zudem wirft sie die Druckerpresse an und schmeißt Geld auf den Markt. Dieses Geld fließt aber nicht direkt in den Wirtschaftskreislauf. Nein, es geht zu den Banken. Was an Sanierung der Banken nicht mehr benötigt wird geht als Micky Maus Geld in die Börse! Damit werden die Vermögen der Bevölkerung langfristig vernichtet. Die hilflose Regierung der Bundesrepublik Deutschland schaut diesem Treiben zu.

Dieser aufgeblähte Spielgeld Kapitalismus wird zur Katastrophe führen! Immer mehr gedrucktes Geld ohne Gegenwert auf einander gelegt, dies ergibt einen großen instabilen Haufen. Und wie jeder Haufen, wenn zu groß, kommt der irgendwann ins Kippen! Bedauerlicherweise werden dann leider nicht nur die Verursacher davon begraben!

Angeblich, so Herr Draghi von der EZB, diene diese Geldvermehrung dazu die Kaufkraft der EU Bürger an zu kurbeln und eine Deflation zu verhindern. Das ist gelogen! Dies macht die USA schon seit Generationen so. Hat es geholfen? Nein, die Schere zwischen Arm und Reich ist größer denn je. In Deutschland und auch Europa ist die Entwicklung genau in diese Richtung. In Wahrheit versucht die EZB durch die Geldschwemme die maroden südlichen EU Staaten zu stützen. Nur geht dies eben auf Kosten der noch gut dastehenden anderen EU Mitglieder und deren Bevölkerung. Und dieses Verhalten wird der Tod der EU werden! Denn dies geht nicht mehr lange gut! Auch stärkt es Parteien wie die AFD und Ähnliche in anderen EU Ländern. Und sie haben in vielen Dingen recht. In den USA werden die Reichen immer reicher. Dieser Trend ist in Deutschland zu erkennen. Soll diese Geldschwemme welche absolut nicht notwendig ist in Deutschland der Bevölkerung zu gute kommen, dann geht dies nicht über die Zocker Banken. Da muss eine andere Möglichkeit gefunden werden. Sparkassen oder Genossenschaftsbanken wären eine Alternative. Die dürfen nicht zocken. Eine andere Möglichkeit wäre die Abwicklung von EU Geldern für die Wirtschaft direkt über die EZB. Es muss ein Bankensystem geschaffen werden, welches ausschließlich von der EZB kontrolliert wird und über die Wirtschaftshilfsgelder der EZB verfügt und verwendet. Also ohne Umweg über das nationale oder internationale Bankensystem. Da die EZB dies laut Satzung oder Statuten offensichtlich nicht darf, gehören diese eben geändert! Nur wer soll dies machen? Die Politik ist dazu nicht in der Lage. Damit bliebe die Bereicherung und Sanierung dieser Banken mit Steuergeldern außen vor. Dies setzt allerdings voraus wie im Falle Griechenland, die Eigentumsverhältnisse in Form funktionierenden Katasterämter zu installieren. Nur so erhält man Sicherheiten für Kredite. Zudem wird der EU Bürger für das billige Geld noch teuer bezahlen müssen. Die nächste Krise ist programmiert. Es ist eine Frage der Zeit! Die USA kann absolut nicht als Vorbild für die EU dienen. Dieser Vergleich muss in die Hose gehen. Im Gegensatz zu den USA hat Europa noch keine einheitliche Steuergesetzgebung, keine gemeinsame und angepasste Sozialpolitik mit entsprechenden Gesetzen. Die EU ist im Grunde genommen ein Haufen, nein, dies ist zu polemisch, ein Verein von Staaten. Und beim Vereinsheim wurde zuerst mit dem Dachbau begonnen. Ich bin kein studierter Architekt weiß aber auch so, es kann nicht stabil sein! Jeder in dem Verein hat nach wie vor eigene nationale Vorstellungen und Werte. Was diesen Verein zusammenhält, noch, ist zwangsläufig die gemeinsame Währung.

Die Europäische Union wird so wie sie sich derzeit darstellt, keine Zukunft haben. Die Akzeptanz bei den Bevölkerungen nimmt ab. Föderalismus in dieser Größenordnung verhindert Effektivität. Zukunftsträchtig wären die Vereinigten Staaten von Europa! Einheitliche Regeln für alle Länder in diesem Staatenverbund wie Steuerrecht, Sozialgesetzgebung, Einwanderungsgesetz, Justiz, Armee und vieles mehr. Auf demokratischem Wege wird dies aber nie realisierbar sein! Dazu sind die Eigeninteressen der Länder zu mächtig. Also wird eine für die normale Bevölkerung akzeptable Union, der Grundgedanke ist durchaus richtig und wäre erstrebenswert, eine Utopie bleiben.

Nun ist Deutschland das wirtschaftlich stärkste Land in der EU und absolut dieser EZB Geldpolitik hörig. Wenn Bürger dieses Landes für ihr Erspartes Zinsen erhalten welche niederer sind als die Teuerungsrate, so ist dies schlicht und einfach Betrug und auch der Volkswirtschaft nicht dienlich. Und es schadet dem Image der EU! Die Banken wurden und werden mit Milliarden Steuergeldern gestützt und von ihrem selbstverschuldeten Supergau gerettet.

Griechenlandkrise

Die Griechenlandkrise, machen wir uns doch nichts vor, ist ursächlich eine reine Bankenkrise! Die unfähige Politik des EU Parlamentes kommt erschwerend dazu. Da sitzt doch kein Politiker mit Biss und Durchsetzungsvermögen. Herr Schäuble mal ausgenommen! Sie sind einfach alle weichgespült und dem Kapital, natürlich auch den nationalen Interessen hörig. Darum ist die EU in jetziger Form zum Scheitern verurteilt! Die Krise begann vor fünf Jahren. Griechenland, das Mutterland der Demokratie, ist durch die Dekadenz dort wo es heute ist. Eine Ähnlichkeit mit dem Altrömischen Reich ist ja zu erkennen. Auch damals war man zu Änderungen nicht bereit. Deutschland und die EU werden diesen Weg auch gehen! Der Beitritt Griechenlands in die EU war ja schon illegal. Wurde aber zur Durchsetzung der Politikdoktrin vollzogen. Im Jahre 2010 kollabierte das Bankensystem innerhalb der EU. Die Gründe sind hinlänglich bekannt. Nun kann man zur Rettung Griechenlands stehen wie man will. Entweder man stützt das Land mit Unsummen von Euros auf Kosten der anderen Mitgliedstaaten und damit zwangsläufig auf Kosten der Bevölkerungen, oder Griechenland verlässt die EU. Letzteres will und kann die EU nicht zulassen. Bei einem Schuldenerlass wären die möglichen Folgen fatal für die Union. Warum eigentlich? Fatal wäre es wenn es richtig laufen würde für die Kapitalwirtschaft, sonst für niemand! Die müsste mal richtig bluten und käme dann eventuell auf ein normales Maß zurück! Somit wäre ein Verbleib Griechenlandes machbar. Und es würde den Steuerzahler keinen Cent kosten! Dies kann man natürlich den verhätschelten Banken und Aktionären nicht antun! Auch daran sieht man die Unfähigkeit und vor allem die Mutlosigkeit der Politik in Deutschland und auch der EU. Darum wird es zu einem Austritt Griechenlands aus dem Euro nicht kommen! Die Banken mit den Hedge Fonds reiben sich schon wieder die Hände! Die Berichterstattung in der Griechenlandkrise ist im Staatsfernsehen Deutschlands und den Zeitungen zu einseitig! Staatsfernsehen darum, der Staat verordnet die Gebühren, nimmt auch Einfluss auf Sendungen. Offiziell wird dies natürlich bestritten. Ich höre und lese immer nur was die Griechen an Forderungen der EU ablehnen. Dass die Regierung Griechenlands auch akzeptable und sinnvolle Vorschläge vorgelegt haben, dies wird nicht publik gemacht oder veröffentlicht. Es geht unter, dass Griechenland in den letzten zwei Jahren die Staatsverschuldung nicht erhöht hat, ganz im Gegenteil. Das Bruttosozialprodukt ist gesunken. Damit verändert sich natürlich rein rechnerisch der Berechnungsfaktor negativ. Dies bedeutet aber real keine Zunahme der Staatsverschuldung! Es geht unter, dass Griechenland bis jetzt die Forderungen an Rückzahlungen bedient hat! Es wird von der Politik nicht nachgefragt wo die von ihnen vor der Krise geduldeten oder veranlassten Zahlungen der Gelder aus der EU, bisher 240 Milliarden, eigentlich geblieben sind! Bei der Bevölkerung kam so gut wie nichts an! Natürlich weiß die EU dies. Sie kann es nur nicht zugeben! Diese Gelder wurden zur Bankenrettung verbraten und der Rest versickerte in korrupten Kanälen. So wird es wahrscheinlich weitergehen! Geplante Gelder für den Aufbau der Wirtschaft kann nicht über die Regierung Griechenlands und den Staatsbanken funktionieren! Nur direkt über die EZB! Im übrigen bedeutet der Austritt Griechenlands aus dem Währungsverbund nicht zwangsläufig den Austritt aus der EU. Den Niedergang der EU erst recht nicht. Auch wirtschaftlich könnten die Euro Länder es verkraften. England gehört auch zur EU ohne den Euro als Währung zu benutzen. Das Geld wurde dem Bankensystem gezielt in den Allerwertesten geschoben. War dies wirklich alternativlos? Mit dieser Feststellung hat sich Frau Merkel keinen Gefallen getan. Ich gehe davon aus, sie gab dem Druck der Bankengurus nach! Der Euroraum würde kollabieren, das Ende der EU wurde prophezeit. Wenn die EU so weitermacht kommt das Ende ohnehin. Die Welt hat schon größere Katastrophen überlebt! Und nun, wir schreiben 2015 nach Christus und fünf Jahre später, wäre der Austritt Griechenlands kein Problem mehr? Mit dem Argument, die Banken hätten nun inzwischen soviel Rücklagen um dieses Desaster zu überstehen. Das bestätigt eindeutig die Sanierung der Banken mit Steuergeldern durch die EU und der EZB. Ebenso bestätigt es die Lüge der Rettung Griechenlandes, welches von der verantwortlichen Bankenlobby und auch von unseren hörigen Politikern vehement bestritten wird. Man hat nicht den Mut eine verfehlte Strategie als Fehler ein zu gestehen. Die Bevölkerung wurde stranguliert von Auflagen der EZB, Troika und deren Tabellen hörigen Beamten. Zugegeben, Griechenland muss sich sanieren von Korruption, ineffiziente oder nicht vorhandene Verwaltung und überzogenen sozialen Wohltaten usw. Vor allem das Verhalten gegenüber den Superreichen ändern! Wenn aber ganz vehement von Deutschland gefordert wird, Griechenland müsse seine Bürokratie zurückfahren, dann ist das gerade zu lächerlich! Ausgerechnet das Mutterland der Bürokratie! Zugegeben, gegenüber manchen anderen Ländern funktioniert die kostenintensive Bürokratie wenigstens. Dennoch ist sie überzogen und verhindert Kreativität. Wäre das EU Geld in die Wirtschaft ohne Umwege über die desolaten Banken gegangen, dann wäre das griechische Volk nicht so malträtiert worden. Nun behauptet Herr Söder, CSU, (ZDF am 18.02.15) es hätte keine andere Möglichkeit als die Banken gegeben. Natürlich hätte es eine andere Lösung gegeben. Die Banken in Griechenland müssten bei der EZB das Geld, welches an Krediten für die Volkswirtschaft mit günstigen Zinsen vergeben wurde, geltend machen können. Die Rückzahlung hätte dann aber ausschließlich an die EZB erfolgen müssen. Somit wäre eine Kontrolle der Verwendung möglich. Die Banken könnten sich dann nicht auf Kosten der Steuerzahler sanieren! Somit käme die Wirtschaft wieder in Schwung, das Steueraufkommen steigt und Griechenland könnte seine Schulden langfristig bedienen. Dies setzt aber auch Reformen in diesem als korrupt geltenden Land voraus. Mit diesem Rezept bliebe natürlich die Bankenrettung außen vor! Und genau das ist das Problem und der Grund, warum mal wieder einige Banken in Europa vor dem Exitus bewahrt wurden. Zur Erinnerung. Einige und seltsamer Weise die großen international agierenden Banken in Europa standen 2010 vor dem Kollaps. Diese Großkonzerne in Sachen Kapital konnten und können bis heute die internationalen Steuervorteile nutzen. Dazu gehört natürlich das Zocken und dies ohne Risiko. Verluste tragen ja die Steuerzahler! Der Politik sei gedankt! Dies bedeutete damals fast den Weltuntergang. Zumindest den von der EU und dem Euro. So die Banker und ihre Politiksöldnertruppe. Nochmals, fast die gesamten 240 Milliarden der EZB welche in Form von Bürgschaften usw. nach Griechenland flossen, kassierten die Banken. Nur zehn Prozent dieser gigantischen Summe verblieben im griechischen Haushalt. Dies wird von den Politikern und ihren Mitläufern mit aller Kraft bestritten. Entweder sie kapieren dies nicht, das wäre Dummheit, oder sie dürfen es nicht zugeben! Diese 240 Milliarden gingen nur offiziell an die Griechische Regierung. Damit bezahlte die ihre alten Verbindlichkeiten an die Banken von Deutschland und Frankreich. Für den Staat Griechenland und die Bevölkerung blieb nichts übrig. Mit dem Geld der EU legten dann die Banken ein Polster an mit ihren privaten Gläubigern und sehen der nächsten Krise gelassen entgegen. Die kommt so sicher wie der nächste Sonnenaufgang. Aufgrund dessen würde der Austritt Griechenlands oder anderer südlicher Euroländer heute zu verkraften sein. Bezahlen muss die nächste Bankenkrise, wie immer, der Steuerzahler im Euroraum. Das Schlimme aber ist, das Spiel geht so weiter. Und wieder bekommt Griechenland 17 Milliarden von der EZB. Damit kann Griechenland erneut eine Rückzahlung von Schulden an den Währungsfond und auch die EZB leisten. Und dies führt langfristig entweder zum Untergang der EU oder zu einer Teilung. Die starken EU Länder werden auf Dauer keinen Länderfinanzausgleich analog Deutschland akzeptieren. Und auf dies läuft es hinaus. Der Anfang ist ja mit Griechenland gemacht! So ein Ausgleich ist kontraproduktiv. Die alimentierten Staaten haben ja keinen Ansporn ihre Ausgaben zurück zu fahren. Man sieht es an Deutschland. In den alimentierten Ländern in unserem Staat ist ja das soziale Getue höher als in den Geberländern. Das Geld kommt ja!

Mag sein dass der Länderfinanzausgleich nach dem Krieg beim Neuaufbau Deutschlands sinnvoll war. Wir leben rund 70 Jahre später und diese Notwendigkeit ist nicht mehr gegeben. Es ist dekadent darauf nicht zu reagieren! Wie im Römischen Reich. Auch da passte man sich nicht der Zeit an. Man lebte in Selbstzufriedenheit in den Tag hinein! Grundsätzlich aber ist die Frage zu stellen, warum ausgerechnet jetzt diese Forderungen an die Regierung Griechenlandes gestellt werden. Fünf Jahre wurde dies nicht oder nur halbherzig getan! Fünf Jahre lang tanzte die als korrupt geltende Griechische Regierung der EZB und der EU auf der Nase herum und bekam laufend Geld. Und dies mit Billigung der heute so empört agierenden Politiker! Kann es doch damit zusammenhängen, die jetzige Regierung Griechenlandes ist links? So eine Regierung ist den Konservativen anderen Regierungen in der EU suspekt. Sie passt absolut nicht zum entarteten Kapitalismus!