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Miyamoto Musashi ist in den letzten fast 400 Jahren weit über sein Heimatland, Japan, bekannt geworden. Nicht nur Kampfsportler sehen seine Schriftwerke als ein Muss an. Auch Manager und Künstler suchen Inspiration für ihr Handwerk und ihren Alltag. Sie finden diese in den kurzen und klaren Texten des Kensei (Schwertmeisters) aus dem Japan des 17. Jahrhunderts. Dokkodo - 21 Sätze über den Weg. Musashis Vermächtnis. Da ist es. - Was macht das mit Ihnen als Leser der 21 Sätze über Musashis Weg? Erkennen Sie sich darin wieder? Im 21. Jahrhundert? Was werden Sie einmal über Ihren Weg aufschreiben?
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Seitenzahl: 51
Veröffentlichungsjahr: 2025
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„Was ist das Jikido? Was ist der gerade Weg? - Durch bloßes Betrachten wirst Du in der Lage sein, zu sagen, was der gerade Weg ist und was der gerade Weg nicht ist. Wenn Dein tägliches Verhalten am Weg ausgerichtet ist, wirst Du niemals fehlgehen - selbst ohne vertieftes Wissen.“
Miyamoto Musashi, Goho-no-Tachimichi, Englische Übersetzung aus dem japanischen Text von Uozumi Takashi von Alexander Bennett – frei übers. ins Deutsche d. d. Verf.
Einleitung
1. Schnitt: Musashis Dokkôdô - 21 Sätze über den Weg
2. Schnitt: Musashis Dokkôdô und Zen Buddhimus
3. Schnitt: Musashis Dokkôdô und Daoismus
4. Ausblick
Anhang 1: fiib® Neun Schnitte Meditation (
Ninpo
)
Anhang 2: fiib® Zen – Fundstücke Impulse Inspirationen Begleiter
Anhang 3: fiib® Dao – Fundstücke Impulse Inspirationen Begleiter
Anhang 4: fiib® Gita – Fundstücke Impulse Inspirationen Begleiter
Anhang 5: fiib® Musashi– Fundstücke Impulse Inspirationen Begleiter
Verwendete Bücher
Der Autor
Miyamoto Musashi ist in den letzten fast 400 Jahren weit über sein Heimatland, Japan, bekannt geworden. Nicht nur Kampfsportler sehen seine Schriftwerke als ein Muss an. Auch Manager und Künstler suchen Inspiration für ihr Handwerk und ihren Alltag. Sie finden diese in den kurzen und klaren Texten des Kensei (Schwertmeisters) aus dem Japan des 17. Jahrhunderts.
Mit seinen Werken, die er in unterschiedlichen Phasen seines Lebens abgefasst hat, werden seine ganz persönlichen Weiterentwicklungen auf dem Weg, seinem Lebensweg, deutlich. Am Ende seines Lebens schrieb er als geistiges Vermächtnis sein Dokkôdô. Übersetzen lässt sich dieser Titel der sehr kurzen aber gehaltvollen Schrift mit „Der Weg, den ich alleine ging.“
Wie sein vorausgehendes Abschluss-Werk zur Schwertkunst, welches aus fünf Kapiteln, für mich sind es fünf Kapseln, bestand und von ihm selbst keinen Titel erhielt, müssen wir uns heute vor Augen führen, dass er nach japanischer Art auf Washi-Papierstreifen schrieb, diese eben zu Rollen zusammen gefasst und in Kapseln für uns aufbewahrt wurden. So kennt auch jeder heute dieses Schlusswerk als Go-rin-no-sho (kurz Go-Kan) oder eben Die fünf Rollen. Oberflächlicher ist in der Populärliteratur dann daraus „Die fünf Ringe“ gemacht worden. Klingt mystischer, oder? Nur nochmal daran erinnert sei hier: der Meister hat dem Werk keinen Titel gegeben. Wohl gab er dem Vorwort, das er dann aber nicht den fünf Rollen beigab, einen Titel: Goho-no-Tachimichi. Das lässt sich mit „Die fünf Haltungen für den Schwert-Weg“ übersetzen. Er führt den interessierten Leser zu den Fünf Grundhaltungen. Das sind die hohe, die mittlere, die niedrige sowie die linke und die rechte Haltung. Das Hauptwerk gliedert er ebenfalls in fünf Themen. Erde, Wasser, Feuer, Wind und Leere. Sind die Haltungen eher sportpraktisch, sind die genannten Elemente der Urbestand fernöstlicher Weltbetrachtung. - Godai. Über buddhistische Mönche und über Einwanderer kamen knapp tausend Jahre vor Musashi die Gedanken- und Geistesschulen Indiens über China und Korea zu den Japanern. Davor und danach waren es chinesische Einflüsse: der Daoismus und der Konfuzianismus, die die Elemente in der Japanischen Kultur und Tradition verfestigten.
In allen Schriften Musashis lassen sich für mich und hoffentlich meine Leser daoistische, buddhistische, konfuzianische und hinduistisch geprägte Textstellen aufspüren. Allem gemeinsam ist das Streben nach Perfektion in der Performance und im Sein. Musashi portraitierte in hingebungsvollen und vervollkommneten Zeichnungen und Gemälden den einflussreichen Konfuzianer Zhou Dun-yi aber auch den Zen-Patriarchen Japans, Bodhidharma.
Neben der Literatur unserer Zeit zu fernöstlichen Verteidigungstechniken kamen ebenfalls seit den Sechziger Jahren Konzepte für das Management und die Führung hinzu wie etwa Kai Zen, Hoshin Planning und Kanban.
Für Musashi war alles durchdrungen von Strategie, japanisch Heiho. Dabei war für ihn Heiho viel mehr als der heutzutage gebetsmühlenartig wiederholte, unzulässig verkürzende, und allenfalls Clausewitz zitierende „Weg zum Ziel“. In Musashis Arbeiten leben die Konzepte chinesischer Kriegskunst, aus denen er Beispiele entlehnte. Das Daoistische lebt in yo- in (dem japanischen Jing und Jang – Achtung: im Japanischen entspricht Yo dem Yang) und den Ausrichtungen am wagenden Herz (In-no-kokoro) und dem zurückgehaltenen Herz (Shin-no-kororo) bzw. Hoshin und Zanshin fort. So ist die Hoshin-Planungsstrategie eben nicht nur eine Kompassnadel zur Orientierung, sondern ein dualistisch dem Zanshin beigeordnetes Konzept, um Durchbrüche und Disruptionen vorzubereiten und auszuführen.
Ich habe mich, als ich die Strategieabteilung eines Konzerns leitete, auf Lernreisen gemacht und mich mit den großen strategischen Würfen japanischer Firmen, vor allem Toyotas, beschäftigt. Yamatomo Tsunemotos Hagakure, der Samurai-Kodex, und Co. kamen damals dazu.
Alles, was danach folgte, war eine Anwendung der Lehren aus eben dieser Zeit. Und damit habe ich den Weg in die Selbständigkeit beschritten, der absehbar bis zu seinem Ende der Weg der Strategie (Heiho) bleiben wird.
Als Anwalt wie als Berater und Trainer ist der Dienst als Wegbegleiter für mich der bestimmende. Strategie, Qualität, Controlling und Kommunikation sind die wesentlichen Wegmarken. Sieg, Ertrag und Höhengewinne sind die Zielmarken auf dem Weg. Und die sind nach all dem, was ich bisher aus Versuch und Irrtum gelernt und erfahren habe, nur über Wegtreue, Achtsamkeit und Vervollkommnung zu erreichen.
Für diese Schrift aus meiner Buchreihe „Besser Verstehen“ habe ich keine Literaturapparate ausgewertet und aufbereitet obwohl ich auf unzählige Bücher zurückgreife. Sie ist auch kein literarisches Vermächtnis, sondern einfach eine Meldung vom Weg. Nicht mehr. Nicht weniger.
Ich habe hier einfach für den Leser aufgeschrieben, was ich richtig und wichtig finde. Ohne Theorie für seine Praxis aus meiner Praxis. Ich hoffe so, als Verfasser mit meinen Lesern eins zu werden.
Augsburg, im Januar 2024
Gerald Marimón, Rechtsanwalt, Autor, Speaker, Trainer, Coach und Inhaber der fiib® GmbH in Augsburg
Wie eingeleitet, ist die Grundlegung dieser Schrift Musashis Weg-Vermächtnis. Er fasste es am zwölften Tag des fünften Monats 1645 also eine Woche vor seinem Tod ab.
In der Populär-Literatur finden sich häufig Übersetzungen, die den Urtext im Kommandostil abfassen. Tu dies! Lass das!