Du bist die beste Mama für dein Baby - Laila Maria Witt - E-Book
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Du bist die beste Mama für dein Baby E-Book

Laila Maria Witt

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Beschreibung

Die erfolgreiche Schauspielerin und Family-Influencerin Laila Maria Witt teilt ihr Wissen rund um das erste Jahr mit Baby: wertvolle Tipps und praktische Ratschläge für frischgebackene Mamas. Ein Buch wie eine beste Freundin. "Vertraue dir und deinem Kind: Dein Baby weiß, was es braucht und dein Instinkt hilft dir, seine Bedürfnisse zu erkennen." - - Für eine enge Bindung zwischen Mama und Baby von Geburt an - - Die wertvollsten Tipps der vierfachen Mutter Laila Maria Witt fürs erste Jahr mit Baby - - Das perfekte Geschenk zur Geburt "Hallo, du Liebe, herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines Babys! Endlich ist es da, und vor euch liegt eine wunderbare Zeit. Eins gleich vorweg: Auch wenn du dich noch so unsicher und hilflos fühlst, mache dich nicht verrückt. Höre auf die Signale, die dein Kind dir gibt. Es weiß, was es braucht, und dein Mutter-Instinkt hilft dir, seine Bedürfnisse zu erkennen. Du hast wahrscheinlich tausend Fragen, und ich verspreche dir, auf jede davon gibt es eine Antwort. Lass mich dich begleiten durch dein erstes Jahr mit Baby und dir mit meinen persönlichen Erfahrungen und meinem Wissen als vierfache Mama zur Seite stehen. Das Wichtigste: Stärke die Bindung zwischen dir und deinem Kind. Versuche es noch nicht zu erziehen oder zu trainieren, sondern achte auf seine Bedürfnisse. Alles, was es braucht, ist deine Nähe. Wenn du ihm die schenkst, benötigst du keinen Schnuller, keinen Kinderwagen und wirst deinen neuen Alltag mit vielen Freiheiten gestalten können. Vertraue auf dein Bauchgefühl, denn: Du bist die beste Mama für dein Kind!" Das perfekte Geschenk für frischgebackene Mamas!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 467

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Laila Maria Witt mit Nina Schnackenbeck

Du bist die beste Mama für dein Baby

Gemeinsam durch dein erstes Jahr mit Kind

Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG.

Herzlichen Glückwunsch, du Liebe, du bist jetzt Mama!

Was gibt es Schöneres?!

Vielleicht liegst du noch im Krankenhaus, vielleicht bist du schon zu Hause. Vielleicht seid ihr gerade erst zur Tür hereingekommen, vielleicht aber ist die Geburt deines Babys auch schon etwas länger her. Die eine von euch hat im Krankenhaus entbunden, eine andere im Geburtshaus oder sogar in den eigenen vier Wänden. Vielleicht lief deine Geburt traumhaft, vielleicht war sie kompliziert oder schwierig. Für manche von euch ist es das erste Kind, für manche das zweite oder dritte, und möglicherweise ist sogar die ein oder andere Vierfach- oder gar Fünffach-Mama dabei.

Ganz egal, denn was zählt, ist: Du hast es geschafft, du hast dein Wunder im Arm. Und du kannst so stolz auf dich sein.

Dieses Buch ist für dich.

Du bist jetzt eine Mama. Wow! Lass dir das noch mal auf der Zunge zergehen: Du hast ein Baby. Natürlich bringt es auch eine Menge Verantwortung mit sich, plötzlich für so ein kleines Menschlein verantwortlich zu sein. Und es ist ja auch wirklich so: Dein Baby braucht dich, um zu leben. Das ist etwas Wunderbares und Einzigartiges. Aber es ist auch etwas, das einem manchmal etwas Angst machen oder/und einen überfordern kann.

Aaaaber, du Liebe, es geht auch einfach mit Baby. Und in diesem Ratgeber möchte ich dir den Weg zeigen, wie man sich das Leben an vielen kleinen Punkten leichter machen kann, wie du dein Baby und dein neues Leben genießen kannst und dich dabei trotzdem nicht selbst zu vergessen brauchst.

Deswegen habe ich dieses Buch geschrieben und darin all meine Erfahrungen und besten Tipps und Tricks als vierfache Mutter zusammengefasst. Und das Schöne daran: Alle meine Ratschläge sind ganz einfach umsetzbar und vielfach in der Praxis erprobt. Bisher durfte ich auf YouTube weit mehr als 100 000 Mütter erreichen – dort hat sich eine liebevolle Mama-Community gebildet. Falls du Austausch zu anderen Müttern suchst, bist auch du herzlich eingeladen, vorbeizuschauen.

Wunderschön, wenn man bedenkt, wie es vor 15 Jahren angefangen hat. Da habe ich mich nämlich dazu entschlossen, mit meinem erstgeborenen Sohn einen besonderen Weg einzuschlagen: in der Großstadt ohne Kinderwagen zu sein und meinen Kleinen zu tragen und ihm dadurch das Leben etwas geborgener und mir deutlich leichter zu machen. Wie das genau zusammenhängt, erfährst du selbstverständlich in diesem Buch. Damit war ich zumindest in meinem Umfeld die Erste, und so kam es, dass ich meinen Freundinnen, dann auch deren Freundinnen und dann immer mehr Frauen gezeigt habe, wie man das Tragetuch bindet. Damals war das nämlich noch eher außergewöhnlich, und es gab noch keine Trageberatungen. Ich bin also gemächlich in die Rolle hineingewachsen, andere Mütter zu beraten. Mein YouTube-Kanal ist eine logische und so tolle Konsequenz aus dieser wunderschönen Entwicklung und dieses Buch eine Zusammenfassung aus 15 Jahren Mama-Sein.

Darüber hinaus möchte ich dir aber gleich zu Beginn ans Herz legen, immer auf dein eigenes Bauchgefühl zu vertrauen. Du wirst hier viel über meine persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen lesen. Aber auch jenseits von diesen gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Wegen, mit deinem Baby glücklich zu sein. Und nur darum geht es ja: dass du mit deinem Baby glücklich bist.

Versuche, gut auf dich zu hören, ein bisschen lockerzulassen und immer daran zu glauben: Du bist die beste Mama für dein Baby. Punkt.

Ich freue mich wirklich, dass du da bist und ich deine Inspirationsquelle sein darf. Vielleicht bist du wieder da und kennst bereits mein erstes Buch Gemeinsam werden wir kugelrund; vielleicht ist dies aber auch dein erstes Buch von mir. In jedem Fall freue ich mich auf die gemeinsame Zeit, die wir die nächsten Monate miteinander teilen werden.

Lass mich an deiner Seite sein in deinem ersten Jahr mit deinem Baby. Denn in diesem ganz besonderen Jahr ist noch oder jedes Mal wieder alles ganz neu und aufregend. Ich hoffe von Herzen, all deine Fragen in diesem Buch beantworten zu können, damit du dich sicher fühlen kannst. Denn eins weiß ich ganz genau: Du bist die beste Mama für dein Baby. Genau so, wie du bist.

 

Deine Laila

 

PS: Obwohl ich eine Ärztin an meiner Seite habe, ersetzt dieser Ratgeber keinen Besuch beim Arzt. Deswegen: bei Unsicherheiten bitte immer Rücksprache mit deiner Frauenärztin oder Kinderärztin halten.

Eine kleine Lese- und Nutzhilfe

Du Liebe, in diesem Buch erzähle ich dir, wie es im ersten Jahr mit Baby bei mir war. Es passieren da sehr viele Dinge gleichzeitig, aber vieles auch nacheinander. Es kann auch bei dir in dieser Reihenfolge geschehen, muss aber nicht. Wenn dir also gerade ein ganz anderes Thema wichtig ist, schlage es hinten im alphabetisch geordneten Stichwortregister nach und blättere zum entsprechenden Kapitel. Du kannst dieses Buch also von vorne bis hinten durchlesen oder aber jeweils zu den Themen blättern, die bei euch gerade dran sind. Denn es gibt zwar gewisse grobe Entwicklungsschritte im ersten Jahr, aber jedes Baby legt diese in seinem ganz eigenen Tempo zurück – das eine etwas schneller, das andere etwas langsamer.

Das Buch ist in zwei große Teile unterteilt: Im ersten geht es vor allem um die »Grundlagen« mit einem Baby. Im zweiten Teil um seine wichtigsten Entwicklungsschritte in den ersten zwölf Monaten.

Ich möchte dir ans Herz legen, den ersten Teil des Buches in einem Rutsch zu lesen, weil es gerade in den ersten Wochen mit Baby so viel Neues und so viel zu wissen gibt! So erfährst du die Grundlagen für dein Wochenbett, das Stillen, die Babypflege, das Wickeln und vieles mehr an einem Stück.

Die Sache mit dem Geschlecht …

Ich habe es schon im ersten Buch erwähnt: Mir ist wichtig, dass sich alle da draußen, die Eltern geworden sind (oder noch werden) und dieses Buch lesen, angesprochen fühlen.

Da sich aber auch dieses Buch vor allem an die Mamas unter euch richtet, und wahrscheinlich vor allem von Frauen gelesen wird, benutze ich im Buch meist die weibliche Form. Vor allem bei der Frauenärztin (auch, weil ich selbst eine Frauenärztin habe) oder der Ärztin generell fällt das besonders auf, weil wir da in der Alltagssprache oft die männliche Form benutzen. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass ein (Frauen-)Arzt nicht ebenso gut behandeln und wertvollen Rat aussprechen kann. Bitte, ihr Männer da draußen, fühlt euch davon nicht ausgeschlossen.

Und was mir noch ganz, ganz wichtig ist: Es ist mir bewusst, dass es immer mehr homosexuelle Paare mit Kindern gibt, ich habe selbst zwei in meinem Freundeskreis. Natürlich seid ihr alle ebenso jederzeit angesprochen, auch wenn ich, wenn es um den oder die Partner/-in geht, die männliche Form verwende! Bitte nicht böse sein, wenn es das ein oder andere Mal ausschließlicher klingt, als es gemeint ist und sein soll.

Teil 1

Der Anfang – alles, was du wissen musst

Du Liebe,

in diesem ersten Teil muss ich dir ganz viel mit auf den Weg geben, darum ist der Anfang des Buches so vollgepackt: Wochenbett, Stillen, Rückbildung, Babypflege, Wickeln und vieles mehr …

Am liebsten wäre mir, du würdest diesen Teil einmal im Ganzen lesen und dann immer wieder nachschlagen, wenn ein Thema bei dir akut auftritt. Denn: Es passiert gerade am Anfang so vieles gleichzeitig, was für dich völlig neu und ungewohnt sein wird. Je mehr du darüber dann schon weißt, umso sicherer kannst du dich fühlen.

2. Erhole dich: Wochenbett und Mutterschutz

Wenn du schon mein erstes Buch Gemeinsam werden wir kugelrund über die Schwangerschaft gelesen hast, dann weißt du ein bisschen über das Wochenbett Bescheid. Dieses Kapitel ist also eine kleine Wiederholung für dich. Aber das schadet überhaupt nicht, denn die Wochenbettzeit ist eine ganz, ganz wichtige. Für dich, für dein Baby, für euch als »neue« oder gewachsene Familie.

Heute wird von einer Frau fast schon erwartet, am Tag drei nach der Geburt wieder auf den Beinen zu stehen und idealerweise wieder blendend auszusehen. Bitte streiche dieses Bild aus deinem Kopf und glaube mir: Das sollte so nicht sein. Im Gegenteil: Das Wochenbett ist dafür gedacht, die ersten Tage wirklich im Bett zu bleiben und sich zu erholen, umsorgt zu werden und Zeit mit seinem Baby zu verbringen.

Bis vor wenigen Jahrzehnten war das übrigens auch in Deutschland gang und gäbe. Da wurden die sogenannten Wöchnerinnen nämlich von allen umsorgt und gepflegt. Viele Kulturen machen das noch heute, und ich wünsche mir sehr, dass jede Wöchnerin diese Ruhe und Liebe spüren darf.

Die Zeit des Wochenbetts, auch »Kindbett« genannt, ist die Phase von der Entbindung bis zur Rückbildung der schwangerschafts- und geburtsbedingten Veränderungen. Und das dauert in der Regel sechs bis acht Wochen. Das kommt natürlich stark auf die Geburt an und auch auf die Zeit der Schwangerschaft davor.

Es geht in jedem Fall vor allem darum, dass die Mutter sich in dieser Zeit erholt. Früher durfte die Wöchnerin (vor allem im sogenannten Früh-Wochenbett, das sind die ersten zehn Tage nach der Geburt) keine körperlichen Arbeiten verrichten, sie sollte sich voll und ganz auf ihr Neugeborenes und sich selbst konzentrieren. Du Liebe, bitte denke daran, dass auch leichte Arbeit im Haushalt körperliche Arbeit ist und deshalb im Wochenbett nicht von dir verrichtet werden sollte. Ich möchte dir und deiner Familie an dieser Stelle ins Gewissen reden, denn eine Frau, die ein Kind entbunden hat, sollte nicht im Haushalt mit anpacken müssen. Daraus leitet sich übrigens in den meisten Ländern der Welt auch der gesetzliche Mutterschutz ab, der sechs bis acht Wochen beträgt (bei uns acht). In dieser Zeit gilt ein Beschäftigungsverbot für die Mamas.

Im Wochenbett kommt die Hebamme

In dieser Zeit hast du übrigens das Recht auf medizinische und beratende Hilfe durch eine Hebamme. Im Idealfall hast du sie während deiner Schwangerschaft gefunden und kennst sie bereits, und sie kann dich ab jetzt liebevoll betreuen. Andernfalls kannst du noch im Krankenhaus um eine Liste der in der Gegend ansässigen Hebammen bitten oder deine Frauenärztin danach fragen. Ich persönlich habe meine Gespräche mit der Hebamme immer sehr genossen. Auch bei meinem vierten Kind war der Austausch über mein Baby bei mir zu Hause in Ruhe von Frau zu wissender Frau immer besonders wertvoll. Nur bitte, bitte komm nicht auf die Idee, dich für die Hebamme hübsch machen oder extra aufräumen zu wollen. Der Besuch der Hebamme soll dir keinen Druck machen. Vertraue mir: Eine Hebamme ist es gewohnt, in chaotischen »Wochenbett-Wohnungen« auf Besuch zu sein.

Die Hebamme kommt in den ersten zehn Tagen des Wochenbetts in der Regel jeden Tag einmal zu dir nach Hause (bei Bedarf sogar zweimal am Tag), später dann mehrmals in der Woche, je nach Bedarf. Weitere 16 Hebammenbesuche sind nach den ersten zehn Tagen vorgesehen. Bei dringenden oder kurzen Fragen solltest du deine Hebamme aber auch zwischendurch telefonisch erreichen können. Wenn du darüber hinaus Wochenbettbesuche durch deine Hebamme brauchen solltest, dann ist auch das natürlich möglich. Das muss man sich nur für die Krankenkasse, die die Hebamme bezahlt, ärztlich bescheinigen lassen.

Aufgaben der Hebamme

 

Im Wochenbett übernimmt deine Hebamme regelmäßig folgende Aufgaben:

Sie fragt nach deinem Befinden und achtet auf mögliche Anzeichen einer Wochenbettdepression (darauf kommen wir später noch zu sprechen).

Bitte wundere dich nicht, sie fragt auch nach deinem Stuhlgang. Denn in den ersten Wochenbetttagen ist die reguläre Darmtätigkeit noch herabgesetzt, und du leidest vielleicht unter Verstopfung.

Sie überprüft deine Geburtsverletzungen und die Rückbildung deiner Gebärmutter.

Sie gibt dir Tipps zur Babypflege und zum Stillen.

Sie beobachtet das Gedeihen und die gesamte Entwicklung des Babys, dazu gehören das Trinkverhalten, die Ausscheidung sowie das Abheilen des Nabels.

Sie wiegt dein Baby. Es ist nämlich wichtig, dass es ausreichend zunimmt.

Du kannst ihr alle deine Fragen rund um dein Baby stellen, die können von kleineren körperlichen Beschwerden im Wochenbett über Stillschwierigkeiten, Fragen zum Alltag mit Baby bis hin zur Veränderung der Paarbeziehung reichen.

Deine Hebamme leitet in der Regel auch die ersten vorsichtigen Rückbildungsübungen an.

Mein Tipp

Weil ich gerade die ersten Tage nach der Geburt viele meiner Fragen so schnell wieder vergessen habe, habe ich mir alle auf einem Zettel notiert, um sie parat zu haben, wenn die Hebamme kam.

Gewicht deines Babys

 

Wie viel und wie schnell ein Baby zunimmt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Darum gibt es auch nur Durchschnittswerte, an denen man sich orientieren kann, wenn es um die »typische« Gewichtszunahme eines Babys geht. Manchmal liegt das Gewicht deines Babys sicherlich auch unter oder über diesem Wert. Das ist aber normalerweise überhaupt kein Problem. Wenn es einen bestimmten Wert untertrifft oder übersteigt, wird das der Kinderärztin in den ersten U-Untersuchungen der nächsten Monate auffallen, denn hier wird das Gewicht deines Babys (und seine Größe) später weiterhin kontrolliert und in die sogenannte Perzentilenkurve ins Vorsorgeheft eingetragen.

 

0–2 Monate: ca. 170–330 g/Woche

2–4 Monate: ca. 110–330 g/Woche

6 Monate: ca. 70–140 g/Woche

6–12 Monate: ca. 40–110 g/Woche

Kein Rhythmus und viel Zeit

Im Wochenbett beginnst du mit dem Stillen, hier bildet sich die intensive Bindung zwischen dir und deinem Engelchen heraus und ihr findet mit der Zeit einen gemeinsamen Schlaf- und Trinkrhythmus. Du musst nämlich wissen, dass, wenn dein Baby auf die Welt kommt, es diesen Rhythmus noch nicht hat. Vielleicht hat es sogar einen genau entgegengesetzten zu deinem eigenen. Erinnerst du dich an die Schwangerschaft? Da war dein Baby meist aktiv, hat gestrampelt, wenn du zur Ruhe gekommen warst oder gar schlafen wolltest, und wenn du in Bewegung warst, hat es oft selig in deinem Bauch geschlummert. Und genau mit diesem Rhythmus kommt es auch auf die Welt.

Und, du Liebe, während ich hier sitze und diese Zeilen schreibe, weiß ich ganz genau, dass du dich gerade fragst: Werde ich je wieder nachts durchschlafen? Darf ich überhaupt schlafen oder muss ich mein Baby die ganze Zeit überwachen, aus Angst, dass ihm etwas geschieht? Werde ich je wieder Energie für meinen Alltag haben? Werde ich überhaupt je wieder einen Alltag haben? Werden sich meine Brustwarzen je ans Stillen gewöhnen (auf wunde Brustwarzen gehen wir später noch ein)? Werde ich je wieder schön sein?

Dazwischen bist du beseelt von lauter Liebe, wie du sie wahrscheinlich noch nie empfunden hast. Von so viel Glück und tiefer Zufriedenheit. Manchmal könntest du schlafen, weil dein Baby selig in deinen Armen ruht, aber du willst es gar nicht, weil du es die ganze Zeit, stundenlang, nur betrachten willst. Um überhaupt annähernd zu begreifen, was da geschehen ist in eurem Leben.

Bitte, mach dir keine Sorgen! Versuche, die unschönen Gedanken loszulassen und dich stattdessen auf die schönen Momente zu konzentrieren. Denn die sind es, die bleiben werden. Ich versichere dir, in einigen Monaten wirst du über deine Sorgen schmunzeln können und dich zurücksehnen zu der Zeit, als dein Baby noch so winzig klein war. Also: Versuche am besten, diese Zeit schon JETZT zu genießen. Alles andere wird sich mit der Zeit finden. Genau dafür bin ich ja auch an deiner Seite.

Was ist die Perzentile?

 

Bei jeder U-Untersuchung deines Kindes trägt die Kinderärztin das Gewicht und die Größe gemessen an der sogenannten Perzentilenkurve ins Untersuchungsheft ein. Eine Perzentile ist ein Vergleichsmaß, was Größe und Gewicht angeht und eine gesunde und normale Entwicklung. Der Wert wird mit dem Durchschnittswert Gleichaltriger verglichen.

Die Größe und das Gewicht von Kindern sind in Perzentilenkurven angegeben. Die Kurven unterscheiden sich übrigens bei Mädchen und Jungen.

Bitte keinen Druck aufbauen

Das ist mein ganz wichtiger, persönlicher Tipp an dich: Setz dich nicht unter Druck, gleich am Anfang eine Routine und einen Rhythmus für dein Baby festzulegen und durchzusetzen. Nimm die ersten Wochen so, wie sie kommen, und sei bitte nicht enttäuscht, wenn es nicht so läuft, wie du oder ihr es euch vorgestellt habt. Diese ganz »wirre« Zeit geht schneller vorüber, als man denkt. Und sie ist auch so unglaublich schön und besonders – und kommt nie zurück.

Es ist mir soo wichtig, dir das mit auf den Weg zu geben. Und das aus einem einfachen Grund: Du wirst es schlicht nicht schaffen, gleich in den ersten Wochen einen Rhythmus zu erarbeiten und festzulegen, wann dein Baby schlafen und wann es essen soll. Dein kleiner Schatz wird dann viel weinen, und du wirst sehr gestresst sein, weil du es in eine Schablone pressen willst, in die es noch nicht passen kann. Du würdest so diese ersten und so wertvollen Wochen eures gemeinsamen Lebens regelrecht verschwenden mit Frustration und Unzufriedenheit. Weder du hättest Freude daran noch dein Baby.

Wenn du die Situation aber so akzeptierst, wie sie ist, und dem Baby Raum lässt, seinen eigenen Rhythmus zu finden, ist es entspannter, und weil es entspannter ist, hast du mehr Zeit für dich. Und glaub mir: Aus dieser Situation entsteht ganz von allein in den nächsten Wochen eine für euch beide funktionierende Routine, auch wenn du dir das jetzt noch nicht vorstellen kannst.

Dennoch wissen wir alle: Nicht immer bekommt man mit einem Neugeborenen am Anfang besonders viel Schlaf und nur selten durchgängigen. Darum ist es besonders wichtig, dass du dir jede Ruhepause gönnst, die du kriegen kannst. Leg dich mit deinem Baby hin, wenn es schläft, gehe mit ihm am Abend ins Bett und bleibe liegen. Im Wochenbett geht es erst mal nicht um die Partnerschaft, sondern darum, dass sich der Partner oder die Partnerin um dich kümmert, damit du dich ganz um das Baby kümmern kannst. Ihr könnt später alles nachholen.

Versucht es euch stattdessen in eurer »Wolke« gemütlich und so angenehm wie möglich zu machen und genießt sie. Ja, genieße es sogar, unausgeschlafen Babykotze wegzuwischen, denn auch daran wirst du eines Tages mit Wehmut zurückdenken. Warum also nicht gleich diesen Moment mit einem gelassenen Herzen erleben?

Meine acht goldenen Regeln fürs Wochenbett

Du solltest im Wochenbett nicht allein sein. Bitte nimm diesen Punkt ganz ernst! Ich habe mein zweites Wochenbett leider allein verbringen müssen, und ich kann dir versichern: Das war keine schöne Zeit, und ich wünsche keiner Mutter, das Wochenbett so erleben zu müssen. Darum bestehe ich darauf und finde es so wichtig, dir noch mal zu sagen: Versuche, dein Wochenbett so einzuplanen, dass immer jemand bei dir ist, dein Schatz, deine Mutter, eine gute Freundin … Und zwar am besten sowohl im frühen als auch im späten Wochenbett, denn du wirst Gefühlen und Hormonen ausgesetzt sein, die du so nicht kennst, und wirst mit Situationen konfrontiert, die vollkommen neu sind und dich leicht überfordern können; außerdem heilt dein Körper noch von der Geburt, du blutest, bist noch gar nicht fit. Insbesondere gilt das, wenn du bereits ein oder mehrere Kinder hast, um die du dich außerdem kümmern musst.

Lass dich versorgen mit gutem, gesundem Essen und versuche zu schlafen, wenn dein Baby schläft. Denn so bekommst du am meisten Schlaf. Wenn das mal aus irgendeinem Grund überhaupt nicht klappt und du dazu bereit bist, kannst du dein Baby auch schon in die Arme einer engen Vertrauensperson geben, damit du ein bisschen Schlaf bekommst.

Traue dich, bei deiner Nachsorgehebamme alles zu fragen, was dir auf dem Herzen liegt, und gegebenenfalls auch mal eine Träne zu verdrücken.

Plane nicht zu viel Besuch ein in der ersten Zeit nach der Geburt und vor allem nicht zu viele Menschen auf einmal. Und wenn sich Besuch hartnäckig aufdrängt und du merkst, dass dir das nicht recht ist, dann traue dich, Nein zu sagen. Spätestens jetzt (herzlichen Glückwunsch, du bist Mama!) darfst du selbstbewusst genug sein, um zu deinen Gefühlen und Ansichten zu stehen, denn du willst deinem Kind ja ein Vorbild sein. Selbst wenn du ein geselliger Mensch bist, unterschätze nicht, wie anders alles ist, wenn dein Baby da ist.

Wenn es dir aber guttut und du gern Besuch haben möchtest, achte bitte darauf, dass sich der Besuch die Hände desinfiziert und sehr gründlich wäscht. Denn ein Neugeborenes hat noch keinen natürlichen Schutz gegen Keime, Bakterien, Viren, sein Immunsystem baut sich in den nächsten Monaten erst langsam auf.

Du kannst sicher sein: Besuch will immer etwas mitbringen. Damit du am Ende nicht mit zwanzig Blumensträußen oder weißen Stramplern in Größe 56 dasitzt, wünsch dir von den Menschen, die dich besuchen:

etwas zu essen (einen deftigen Eintopf oder einen leckeren Kuchen). Das kannst du im besten Falle einfrieren und hast etwas Vorrat für die nächsten Tage.

Gutscheine für Geschäfte, in denen du gern einkaufst (Drogerie-Gutscheine sind mein heißer Tipp – hier wirst du noch seeehr oft einkaufen in den nächsten Monaten). Die ein oder andere Anschaffung wirst du in den nächsten Jahren garantiert machen müssen.

Wenn der Besuch auf Geschenke in Form von Kinderkleidung besteht, lass dir von einigen Kleidung in Größe 50/56