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Das Erfolgsgeheimnis der beliebten Momfluencerin Laila Maria Witt für mehr Gelassenheit und Freude im Mama-Alltag - In 6 Wochen Step by Step zu einem strukturierten und damit entspannten Alltag - Die wichtigsten Alltagsthemen unter einen Hut bringen: Bewegung, Ernährung, innere Haltung, Auftreten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Zeitmanagement, Haushalt, Leben mit Kindern, Partnerschaft, Freundschaften pflegen u.v.m. - Einfache, alltagstaugliche Übungen mit Geling-Garantie "Ich bin die Frau und Mama, die ich immer sein wollte, aber das ist nicht von allein passiert, im Gegenteil: Ich arbeite schon mein ganzes Leben daran, das Beste aus den gegebenen Umständen zu machen und mich von da aus weiterzuentwickeln. Vieles musste ich auf die harte Tour lernen, oft einen Umweg nehmen und immer wieder mit Rückschlägen umgehen. Davon profitiere ich noch heute als berufstätige Vierfachmama mit Leib und Seele. Und genau diese Lieblingsstrategien für einen entspannten und glücklichen Alltag habe ich in diesem Buch für dich aufgeschrieben." Laila Maria Witt weiß, welche Fragen, Sorgen und Zweifel Frauen und vor allem Mütter bewegen und hat ihre ganz persönlichen Antworten darauf gefunden. Ihr Credo: Höre auf deine innere Stimme und mache es dir im normalen, aber hochkomplexen Alltagswahnsinn so unkompliziert und schön wie möglich. Auf ihren Social-Media-Kanälen erreicht sie eine breite Community, nun hat sie ihre Erkenntnisse, einprägsamsten Erfahrungen und unterhaltsamen Anekdoten in diesem sehr persönlichen Buch versammelt. Es nimmt ihre Leserinnen mit durch den Mama-Alltag und zeigt, welche Lösungen und Strategien Laila für die typischen Themen und Herausforderungen gefunden hat. Das Must-have für Laila-Fans und alle Mamas und Frauen, die selbstbewusst ihren schönstmöglichen Alltag leben wollen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 382
Veröffentlichungsjahr: 2022
Laila Maria Witt
mit Nina Schnackenbeck
Wie du die Mama wirst, die du schon immer sein wolltestDie inspirierenden Erfahrungen der erfolgreichen Familien-YouTuberin
Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG.
Laila Maria Witt weiß, welche Fragen, Sorgen und Zweifel Frauen und vor allem Mütter bewegen, und hat ihre ganz persönlichen Antworten darauf gefunden. Ihr Credo: Höre auf deine innere Stimme und mache es dir im normalen, aber hochkomplexen Alltagswahnsinn so unkompliziert und schön wie möglich.
Auf ihren Social-Media-Kanälen erreicht sie eine breite Community, nun hat sie ihre Erkenntnisse, einprägsamsten Erfahrungen und unterhaltsamen Anekdoten in diesem sehr persönlichen Buch versammelt. Es nimmt ihre Leserinnen mit durch den Mama-Alltag und zeigt, welche Lösungen und Strategien Laila für die typischen Themen und Herausforderungen gefunden hat.
Einleitung
Eine kleine Nutzhilfe
Welcher Muttertyp bist du?
Die erste Aufgabe
Lasst uns starten!
Teil 1
Kapitel 1
Der Mensch ist für die Bewegung gemacht, und er braucht sie
Glaube dran, dass du es kannst, und tu es einfach
Es ist niemals zu spät und nur selten zu früh
Deine Übungen
Hier noch mal deine Übungen für jeden Tag:
Und hier deine Übung für sofort:
Kapitel 2
Das macht gesunde Ernährung mit dir und deinem Körper
Was ist gesunde Ernährung?
Die Ernährungsform muss zum Leben passen
Deine Übung
Mein Gesund-und-glücklich-ernähren-Prinzip
Meine liebsten Gesundheits-Hacks
Deine Übungen
Kapitel 3
Deine Übungen
Dankbarkeit
Deine Übung
Grübeleien, Ängste und Sorgen stoppen
Gelassen bleiben bei Stress
Die Sache mit dem Neid
Deine Übungen
Kapitel 4
Die richtige Körperhaltung
Deine Übungen
Die richtige Stimmlage
Kleider machen Leute
Die richtige Körperpflege
Selbstbewusstsein als Mama
Teil 2
Kapitel 1
Meine goldenen Regeln der Morgenroutine
Deine Übungen
Kapitel 2
Entrümpeln
Deine Übungen
Ordnung halten
Eine beispielhafte Putzroutine
Kapitel 3
Deine Übungen
Kochen für Kinder
Kapitel 4
Deine Übungen
Teil 3
Kapitel 1
Meine Lieblingsprinzipien für einen entspannten Alltag mit Kindern
Kapitel 2
Kein Mamatainment und Langeweile zulassen
Langeweile ist die kleine Schwester der Kreativität
Deine Übungen
Kinder selbstständig beschäftigen
Lieblingsbeschäftigungen meiner Kinder
Kapitel 3
Deine Übungen
Kapitel 4
Meine besten Zeitspartipps mit Kindern
Teil 4
Kapitel 1
Deine Übung
Kapitel 2
Kapitel 3
Den*die neue*n Partner*in vorstellen
Alle Augen auf die Kinder
Der Umgang mit dem*der Ex-Partner*in
Kapitel 4
Die Beziehung zu den eigenen Eltern
Deine Übung
Die Beziehung zu den Schwiegereltern
Kapitel 5
Deine Übungen
Neue Freundschaften
Freundschaften zwischen Mamas und Nicht-Mamas
Kapitel 6
Deine Übung
Vermeide Konkurrenz
Kapitel 7
Deine Übung
Du darfst dich wehren
Für sich einstehen
Teil 5
Dinge von innen, die uns beschäftigen
Deine Übung
Winterdepression und Frühjahrsmüdigkeit
Dinge von außen, die uns beschäftigen
Raus aus der Stressfalle
Deine Übung
Meine Lieblingstipps zum Glücklichsein
Deine Übungen
Einladung in meine Mama-Community
Dem Stress mit Gelassenheit begegnen
Teil 6
Ab jetzt in eine strahlende Zukunft
Deine Übung
Verabredung mit Happiness-Garantie
Danke
Ich sitze gerade an meinem Schreibtisch, meine vier Kinder schlafen, mein Traummann liest auf dem Sofa Zeitung – und ich bin unendlich glücklich, die vollkommene Schönheit dieses Moments betrachten zu können. Denn, seien wir mal ehrlich: Wie oft schlafen die Kinder, der Mann sitzt auf dem Sofa, der Moment ist genau derselbe – doch wir sehen die Schönheit darin nicht? Weil im Kopf eben andere Dinge Priorität haben. Und, ihr Lieben, ich sehe den Moment der Schönheit und des Glücks, obwohl heute vieles drunter und drüber gegangen ist. Nur heute? Nein, eigentlich ist es doch jeden Tag dasselbe, wenn man mehreren Herausforderungen gerecht werden will und alles unter einen Hut bringen muss wie Kinder, Partnerschaft, Haushalt, Gesundheit, Beruf, Freundschaften … Aber lasst mich euch dazu eine kleine Geschichte erzählen.
Vor einigen Wochen kamen mein Mann und ich auf die glorreiche Idee, doch einmal anstatt des gewohnten familienfreundlichen Kinderurlaubs einen Städtetrip voller Bildung und Kultur mit allen vier Kindern nach Paris zu machen. Im Nachhinein kann ich gar nicht mehr mit Gewissheit sagen, von wem diese geistreiche Idee stammte (von mir). Noch, woher dieser unbändige und hoch motivierte Wunsch auf einmal kam (hatte mir jemand kürzlich von Paris erzählt?). Jedenfalls war unser Ziel, es diesmal anders zu machen. Uns mal nicht alles leicht zu machen, mit den Kindern in das immer selbe Ferienhaus in den immer selben Ferienort zu den immer selben Nachbarn zu fahren. Wir wollten uns zutrauen, alle zusammen zum Beispiel mal ins Museum zu gehen. Sagen wir es, wie es ist: in den Louvre. Schließlich ist der Große schon sechzehn, der Kleine drei. Und wäre das nicht schön, wenn wir bei dem schon so früh das Interesse an Kultur wecken könnten? Hach!
Also planten wir Paris mit Eiffelturm, geführter Stadttour über die Stufen von Montmartre, durch das lebendige Quartier Latin, auf den gigantischen Friedhof Père-Lachaise, eine Seine-Rundfahrt sollte auch noch dabei sein. Und zum krönenden Abschluss wollten wir essen gehen. Aber nicht in ein extra »kinderfreundliches« Restaurant mit Fischstäbchen und Spaghetti bolognese für die lieben Kleinen, sondern in ein echt traditionelles mit französischer Küche. Mal ausnahmsweise. Das würde uns allen schon gut gefallen, auch den Kindern, waren wir sicher.
Wir wollten also alles, was wir mit vier Kindern zwischen drei und sechzehn Jahren eigentlich nicht machen, unternehmen. Ich habe gesagt (und auch wirklich geglaubt): »Komm, wir schaffen das! Das geht auch mal mit vier Kindern: Kultur, Bildung …! Sind ja keine Babys mehr.« Und in meinem überschwänglichen Ehrgeiz hoffte ich heimlich, dass vielleicht sogar ein klitzekleiner romantischer Moment für meinen Mann und mich dabei sein könnte in der Stadt der Liebe.
Ihr seht, wir hatten einen Plan. Aber der Plan war … Ich will nicht sagen, Mist, aber doch, ja, irgendwie schon. Denn wie das so ist mit Tagen, an denen alles durchgeplant werden muss – sie laufen ganz genau diametral verkehrt herum dazu.
Wir hatten natürlich alles reserviert und vorbestellt, acht Wochen im Voraus für einen Tag im Juli (das ist Hochsommer, will ich an dieser Stelle sicherheitshalber noch mal hervorheben)! Und ich bin ganz ehrlich: Ich habe am Morgen der Abreise auch nicht die Wetter-App gecheckt. An einem Tag im Juli und noch dazu ein ganzes Stück weit südlicher als Berlin.
Bei unserer Ankunft in Paris habe ich dann doch mal mein Handy gezückt und die Wetter-App geöffnet – es war nämlich übertrieben stark und vor allem dunkelgrau bewölkt. Ups: achtzig Prozent Regenwahrscheinlichkeit. Aber hey, als Grundoptimistin sagte ich mir: Achtzig Prozent Regenwahrscheinlichkeit bedeuten zwanzig Prozent ohne Regen – das ist doch gar nicht sooo schlecht. Außerdem: Paris bei strahlendem Sonnenschein ist natürlich die Königsklasse, aber ein bisschen Regen, während wir auf dem Eiffelturm sind oder in irgendeiner Kirche oder beim Essen, ist auch nicht so dramatisch. Ist ja vieles überdacht, bestimmt, irgendwie.
Die Regenwahrscheinlichkeit sagt aber noch nichts über die Menge und Heftigkeit des von oben kommenden Nasses aus. Ist mir dann am Tag X klar geworden. Und zwar hammerhart. Denn – es – hat – in – Strömen – geregnet. Ach was, gegossen. Leider weiß ich nicht, wie es auf Französisch heißt, aber die Engländer sagen dazu »It’s raining cats and dogs«. Das kann schon mal wehtun, wenn man so eine Katze mit ausgefahrenen Krallen auf den Kopf bekommt. Und genauso fühlte es sich auch an. Die Tropfen waren so groß und hart, da hat kein Schirm standgehalten. Wir hatten unser Ziel fast erreicht, der Eiffelturm war in Sichtweite. Schnell huschten wir unter eine Platane. Dicht drängten wir uns darunter. Und immer dichter. Wer Paris etwas kennt, weiß, dass rund um den Eiffelturm der Boden nicht überall gepflastert ist, sondern gerade um die Bäume herum aus festgetretenem Sand besteht. Und was passiert mit Sand, wenn er sich mit Wasser mischt? Mit sehr, sehr viel Wasser? Er wird zu Matsch und Schlamm. »Kladderadatsch!!!«, wie meine kleineren Kinder in einer anderen Situation vielleicht hocherfreut gerufen hätten. Und ich: »Neeein! Nicht mit ohne Gummistiefel!«
Wobei man unter »Matsch« oder auch »Schlamm« ja eigentlich »eine breiige Masse« versteht. Na gut, diesen Aggregatzustand haben wir auch erlebt. Aber nicht nur den. Am Ende standen wir inmitten reißender, brauner Flüsse von allen Seiten. Ganz zu schweigen von den Wassermassen, die nach wie vor von oben auf uns einströmten und denen die Blätter des Baumes schon lange nicht mehr standzuhalten vermochten. Wir standen also zu sechst unter der Platane, Wasser von oben und unten, weil es immer weiter stieg, von allen Seiten. Unsere Socken sogen sich durch die Schuhe von unten voll. Und die Klamotten wurden von oben durchgeweicht. Die Haare hingen uns in nassen Strähnen von den Köpfen. Wir sahen wie begossene Pudel aus. Sagt man doch so, oder? Auch unsere kunstvoll für einen schicken Tag in Paris hergerichteten und frisierten Lockenhaare waren Opfer von äußeren Einflüssen geworden. Kein erster Preis für das perfekte Family-Outfit heute. Denn: So durchnässt, wie wir nun mal waren, mussten wir den Trip auf den Eiffelturm natürlich absagen.
Nun ja, und wo landeten wir dann? Im einzigen offenen Kaufhaus an einem Sonntag: den Galeries Lafayette. Wir brauchten zwar nicht unbedingt neue, aber doch trockene Sachen, denn ich spürte die fiese Erkältung schon regelrecht in mir hochkriechen, gemeinsam mit der Feuchtigkeit. Ich positionierte meine gesamte Familie also vor einer Umkleidekabine und rannte wie eine Irre durch die Gänge, um für sechs Personen, mich eingeschlossen, Kleidungsstücke in allen Größen aus dem Sommerschlussverkauf zusammenzuwürfeln: Unterwäsche, Socken, Hose, T-Shirt/Hemd. Das ist viel weniger lustig, als es jetzt hier vielleicht klingt. Und zwar viel, viel weniger. Die Farben passten mehr schlecht als recht zusammen. Es war mir egal. Nicht egal war mir, dass wir allesamt schnellstmöglich in trockene Klamotten kamen. Wer jemals vorhat, vier Kinder in vier verschiedenen Größen im Sommerschlussverkauf, in dem es nur noch Restbestände gibt, innerhalb von einer vorgegebenen Zeit einzukleiden, dem kann ich davon nur abraten.
In unseren neuen Gewändern sind wir dann an die Kasse, die Preisschilder wurden direkt an unseren Körpern abgescannt, Karte durchgezogen, kurz innerlich laut »Aua!« geschrien, und los ging’s zum Essen. Na ja, nachdem wir noch fünfmal durch den Körperscanner mussten, weil immer wieder irgendeiner von uns gepiept hat. Etiketten und Anti-Klau-Einrichtungen gewissenhaft zu entfernen, wenn die Kleidung bereits getragen wird, ist natürlich noch schwieriger, als es sich ohnehin schon gestaltet.
So kam es also, dass wir viel kostbare Zeit unseres Bildungs-Kultur-Tagesausflugs in der Stadt der Liebe bis auf die Knochen durchnässt in der Umkleidekabine verbrachten beziehungsweise kreuz und quer davor. Die Stadttour erkundete ohne uns Montmartre, das Quartier Latin, den Friedhof Père-Lachaise und Co. Denn es hatte mittlerweile aufgehört zu regnen, und die Sonne war sogar rausgekommen. Aha, jetzt fanden also die zwanzig Prozent Nicht-Regenwahrscheinlichkeit statt. Ohne uns.
Na gut. Wie heißt es doch immer so schön: Krönchen richten. Das ist eine Tätigkeit, die ich in meinem Leben schon zur Genüge üben konnte und die ich darum in Perfektion beherrsche. Zum Spaß kaufte ich mir und meinen Töchtern dann noch Haarreifen mit einer Glitzerkrone drauf – zu meiner Verteidigung: Sie lagen direkt an der Kasse! Meine ganz persönliche Quengelware, sozusagen. Habe ich mir gegönnt. Gebe ich zu. Für die bessere Laune. So viel zum Thema »Beeinflussung des Kaufverhaltens« und »leichte Kaufzielgruppe Mütter«. Ich fand das witzig. Meine Töchter auch. Mein Sohn nicht. Aber er sollte ja auch keine Krone tragen. Ich hatte ihm natürlich nicht aus Spaß auch einen Kronen-Haarreifen gekauft und musste das extrem übertriebene Augenrollen meines Mannes über mich ergehen lassen. Der das erstandene Schmuckstück auch nicht tragen wollte. Nicht mal mein Kleinster. Typisch Männer, immer in Schubladen denken …
Essen gegangen sind wir dann also in trockenen, wenn auch wild durcheinandergewürfelten Kleidern und auch wieder einigermaßen gut gelaunt. Man weiß ja erst zu schätzen, was man hat, wenn man es verloren hat. Und wir waren zumindest wieder trocken, und uns war wieder warm. Und Hunger hatten wir auch. Jede Mutter weiß: Das ist der Moment, wo die Alarmglocken schrillen: Denn zwischen »Ich hab Hunger« und dein Kind schreit den ganzen Laden zusammen liegen mitunter nur wenige Minuten. Wir mussten uns also beeilen. Und so schnappten wir uns das nächstbeste Restaurant (kleine Info am Rande: Versucht mal, einen Tisch für sechs Personen ohne Reservierung zu bekommen! In Paris!!).
Aber es wurde dann glücklicherweise noch ein richtig schöner Ausklang unseres Ausflugs – der doch so ganz anders verlaufen war, als wir geplant hatten. Am Ende konnten wir sogar herzhaft lachen über unser schlechtes Timing und Pech, holten uns immer und immer wieder den Moment der nicht enden wollenden Regendusche zurück, beleuchteten ihn von allen Seiten – immerhin ja sechs – und lachten Tränen zwischen Muscheln, Pommes, Käse, Trauben und Mousse au Chocolat.
Und was mir da plötzlich wieder einfiel: Kurz bevor der monsunartige Regen uns bis auf die Knochen durchnässen sollte, bevor wir also überhaupt wussten, dass das geschehen würde, war für ein paar Minuten die Sonne am Himmel zu sehen gewesen. Sie hatte sich den Weg zwischen den dunklen, aufgetürmten und das Unheil bereits verkündenden Wolken gebahnt und hatte ihre Strahlen direkt auf unseren Nasenspitzen platziert. Warm und weich. Keiner von uns hatte in dem Moment genölt: »Wo ist meine Sonnenbrille?«, »Mir ist warm«, »Wann geht’s endlich los?«, »Wo müssen wir hin?«. Wir hatten, als wären wir schon in Erwartung des Moments danach gewesen, den geradezu surrealen Augenblick einfach genossen. Stillschweigend und völlig unabgesprochen. Als hätten wir unterbewusst geahnt, dass gleich wasserfallartige Wassermassen um uns herumtosen würden.
Jedenfalls weiß ich noch, wie ich mit meinen beiden Töchtern rechts und links an der Hand staunend auf den Eiffelturm zugelaufen bin. Und ich weiß nicht, warum, vielleicht waren es meine beiden gesunden, wunderschönen Töchter zu meinen Seiten, vielleicht das Glitzern der Sonne auf den Pariser Pflastersteinen, vielleicht war es aber auch einfach nur der gigantische und dabei so filigrane Turm aus Eisen, der durch Kinderaugen betrachtet noch so viel gigantischer und schöner aussehen muss (kennt ihr das, dass man, wenn man mit seinen Kindern unterwegs ist, die Welt noch mal aus ihren Augen sehen darf und alles auf einmal so viel schöner und wichtiger und großartiger und erstaunlicher erscheint?) – jedenfalls ist mir in diesem kurzen, rundum perfekten Moment klar geworden: Ich bin die Frau, die ich immer sein wollte. Punkt. Die Erkenntnis traf mich wie ein Blitz und war einfach plötzlich da. Das war ein wahnsinniges Gefühl. Bewegend und erhebend und irgendwie auch ganz schön aufregend. Ja, ich bin der Mensch, der ich immer sein wollte, und lebe ein Leben, welches schöner ist, als ich es mir je erträumt habe. Und jetzt kommt der Clou: Und das, obwohl ich doch ich bin und der Weg dahin so lang war. Wie konnte ich, Laila, zu der Frau werden, die ich immer sein wollte? Wie habe ich das bloß geschafft? Denn das ist ja nicht von jetzt auf gleich oder gar von allein passiert. Im Gegenteil: Ich arbeite schon mein ganzes Leben lang daran, wenn ich so darüber nachdenke, also an mir. Und damit meine ich wirklich: mein ganzes Leben lang.
Dazu muss man vielleicht wissen, wo ich herkomme. Ich bin in einem sozialen Brennpunkt Berlins groß geworden. Meine Eltern mussten von früh bis spät hart arbeiten, und so war ich ein klassisches »Schlüsselkind« der 90er-Jahre, also früh auf mich allein gestellt. Wir hatten wenig Geld, und obwohl man als Kind über so etwas nicht nachdenkt, habe ich es doch gespürt und bin aufgewachsen mit vielen unausgesprochenen und unerfüllten Kinderwünschen. Zudem bin ich Halb-Marokkanerin (mein Vater kommt aus Marokko), was mich meine Andersartigkeit und Nicht-Dazugehörigkeit noch mal mehr und zum Teil richtig hart hat spüren lassen. Das klingt jetzt etwas tränendrüsenlastig, aber das soll es gar nicht. Es war, wie es war – und hat mich letztendlich auf den Weg geführt, der im Heute endet. Und ich habe ja schon gespoilert, dass ich darüber sehr glücklich bin: auf den Eiffelturm schauend oder wahlweise glücklich am Schreibtisch sitzend. Aber die eine oder andere Geschichte aus meinem Leben werde ich hier im Buch trotzdem zum Besten geben. Immer mit dem Ziel, daraus etwas Wertvolles ableiten zu können, was ich mal salopp »Erfahrungsschatz« nennen möchte.
Vieles musste ich auf die »harte Tour« lernen. Sei es, weil ich viel zu früh von zu Hause ausgezogen bin, oder als Alleinerziehende, denn da ging’s ja nicht mehr »nur« um mich. Ich war damals schwanger mit meinem zweiten Kind. Mein »Großer« war drei Jahre alt, als die Ehe zwischen meinem ersten Mann und mir einfach nicht mehr funktionierte und wir uns trennten. Was ich sehr schnell begriffen habe: Als Alleinerziehende musst du dich ganz neu aufstellen und organisieren. Und vor allem auch fokussieren und disziplinieren. Aus dieser Zeit stammt zum Beispiel meine »Leidenschaft«, morgens um fünf Uhr aufzustehen, um den Tag bestmöglich auszuschöpfen. Aber dazu später mehr. In den folgenden vier Jahren habe ich vor allem funktioniert, musste ich ja, um für meine Kinder stark zu sein. Dabei war ich doch noch eine junge Frau, die auch supergern so typische Dinge getan hätte wie ausgehen, sich mit Freundinnen verabreden und einfach mal wieder albern sein, ausgelassen, ins Kino gehen, tanzen, essen …
To cut a long story short (aber wir holen im Buch hier und da auch noch mal richtig schön aus, versprochen):Ich habe vor allem in meinem jungen Leben einige Fehlentscheidungen getroffen, viel Ablehnung erfahren, nie so richtig dazugehört und etliche Niederlagen eingesteckt. Ich bin aber immer wieder aufgestanden. Und zwar mit dem Willen, etwas an meiner Situation zu verändern und zu verbessern. Und so habe ich früh angefangen, mich weiterzuentwickeln. Meine große Hilfe waren dabei die Bücher, Ratgeber im Besonderen. Das hat sonst keiner so gemacht in meiner Umgebung, meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Immerhin habe ich bereits im Alter von zwölf Jahren damit begonnen, nach Dr. Joseph Murphys »Die Macht Ihres Unterbewusstseins« zu leben. Murphy beschreibt darin, wie wir alles in unserem Leben zum Besseren wenden können, indem wir uns positive Sätze vorsagen, sogenannte Affirmationen. Wir steuern damit unsere Gedanken, die wiederum unser Handeln bestimmen und auch das beeinflussen, was von außen auf uns zukommt.
Ich habe das ganz gewissenhaft verfolgt: Habe mir den Ratgeber mit dem passenden Heilsversprechen für meine besondere, herausfordernde Lebenssituation herausgesucht (welche mich besonders durchgerüttelt und weitergebracht haben, darauf gehe ich an entsprechender Stelle im Buch noch näher ein) und ihn nicht nur gelesen, sondern regelrecht durchgearbeitet. Ein Kapitel nach dem anderen. Ich habe immer erst weitergelesen, wenn ich eine »Aufgabe« erfolgreich abgeschlossen hatte.
Und so habe ich gemerkt: Ich kann mein Leben lenken und verändern. Und wenn ich mich innerlich anders aufstelle, beeinflusst das auch meine Umgebung. Das klingt jetzt vielleicht etwas esoterisch und spirituell, aber es ist nichts anderes, als Achtsamkeitstraining zu betreiben oder Dankbarkeitstagebuch zu führen. Und das ist schließlich gerade voll en vogue, oder nicht?
Und weil sich das für mich als wirklich hilfreiche und wirkungsvolle Praxis herausgestellt hat, waren auch meine weiteren Jahre von Ratgebern geprägt, wann immer mir eine neue Herausforderung ins Haus stand. Ohne diese vielen unterschiedlichen Anleitungen, Tipps und Hilfestellungen hätte ich es aus vielen Situationen nicht herausgeschafft. Auf etliche davon greife ich übrigens bis heute zurück, um (größtenteils) gelassen durch meinen Alltag zu kommen. Ehrlich gesagt, haben es diese antrainierten Mechanismen und die daraus gewachsene Lebenseinstellung überhaupt erst möglich gemacht, dass ich mir einige Jahre später zutraute, meine Familie noch weiter zu vergrößern, sodass ich heute Mutter von vier Kindern bin, und zusätzlich eben auch noch ins Berufsleben einzusteigen. Denn das erfordert, gerade als Mensch, der gern auch mal Zeit für sich haben will, viel Organisationstalent und am besten noch eine große Portion Gelassenheit und Mut dazu.
Apropos … Einen Ratgeber aber habe ich in all den Jahren nicht gefunden. Und ich bin wirklich eine Ratgeber-Expertin, wie ihr jetzt wisst. Etwas Allumfassendes, was einen Neuanfang, eine Neustrukturierung, einen Neufindungsprozess beschreibt, zum Beispiel nach einer Babypause.
Ich erinnere mich selbst noch sehr gut daran, wie ich eines Tages – mein zweites Kind, meine Kleine, war gerade in die Kita eingewöhnt und den ersten Tag allein dort – dasaß in meiner Wohnung, zum ersten Mal seit Langem ganz allein. Und noch dazu alleinerziehend. Ich hatte einen Plan für meinen Großen und einen Plan für meine Kleine. Aber wirklich absolut keinen für mich. Und so rief ich in mein Innerstes hinein: »Beruf – wo bist du? Body – wo bist du? Laila – WO BIST DU EIGENTLICH?!«
Da saß ich nun also und sagte mir zum einen: »Na toll. Hast im Leben mal wieder alles falsch gemacht!«, und fragte mich zum anderen: »Und was soll ich jetzt machen? Da gibt es so viele Ratgeber, aber keinen, der mir jetzt weiterhilft. Dann schreibe ich den eben selbst!«
Weil ich es gewohnt war, bei der Erfüllung meiner Ziele und Wünsche in Ratgebern zu denken und danach zu leben, habe ich dann also wirklich Stück für Stück meinen eigenen Ratgeber entwickelt. In ein kleines Heft habe ich mir alle Dinge notiert, die mir wichtig waren, wie zum Beispiel Sport, Freundeskreis, meine Wohnung, berufliche Ziele und so weiter. Und zu jedem Punkt habe ich mir genau dazugeschrieben, was ich erreichen will und wie ich ganz pragmatisch, Schritt für Schritt, dahin komme. Das war kein unmöglich zu schaffendes, utopisches Hexenwerk, sondern es waren realistische, machbare Dinge wie »Räume alle Schubladen in der Wohnung auf, jeden Tag eine«. Und diesen meinen persönlichen Ratgeber habe ich nicht nur mehrmals in sechzehn Jahren an mir selbst erprobt und perfektioniert, sondern auch an all meinen Freundinnen.
Als dann vor einiger Zeit mein Verlag auf mich zukam und mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, ein drittes Buch zu schreiben, und eine Idee, wovon es wohl handeln könnte, da fiel mir auf einmal dieser Moment in Paris wieder ein, als mir klar geworden ist, dass ich die Frau bin, die ich immer sein wollte. Und da hat es bei mir »klick« gemacht: Genau diese Einstellung und das Wissen, das dazu geführt hat, habe ich noch nirgendwo veröffentlicht. Bis jetzt. Aber es ist ja alles bereits da und sogar mehrfach getestet. Das Ergebnis hältst du gerade in deinen Händen …
Dass ich nicht die Einzige mit diesen Wünschen und ungelebten Träumen und Zielen bin, war mir schon früh klar. Wie gesagt, ich habe meine Tipps und Tricks auch meinen Freundinnen weiterempfohlen. Aber auch eine Community von über 150000 Mamas ist Beweis genug: Es ist der Wunsch von vielen Frauen, glücklicher zu leben. Dabei ist es fast schon egal, ob du eine Mama bist oder nicht, denn es geht um Bedürfnisse und Wünsche, die so allumfassend und natürlich sind, dass sie einfach für jede Frau gelten, behaupte ich jetzt einfach mal.
Und ich habe in diesem Augenblick eine Riesengänsehaut, weil ich mich so freue, dass wir den Weg jetzt gemeinsam auch für dein Leben gehen. Und dass ich dich begleiten darf durch eine vielleicht nicht ganz so leichte Phase deines Lebens, in der du nicht zufrieden bist damit, wie es bei dir läuft, in der du zu kurz kommst, nicht vorankommst, vielleicht spürst du alte Sehnsüchte in dir, fühlst dich immer von anderen beurteilt, kritisiert und beobachtet …
Ich wünsche mir von ganzem Herzen, egal, wer du bist, wo du in deinem Leben stehst und was du darin verändern möchtest, dass auch du diesen wunderschönen und erhebenden Moment einmal erleben kannst, den ich in Paris kurz vor dem strömenden Regen erlebt und gespürt habe. Dass du überall das schönste Leben mit dem schönsten deines Selbst haben kannst, ja, auch mit vier klitschnassen Kindern und enttäuschten Erwartungen in einer fremden Stadt. Das Werkzeug und Wissen, das es braucht, um diesen Weg zu finden und zu gehen, möchte ich dir mit diesem Buch an die Hand geben.
Und wenn du mir in sechs Wochen in einer E-Mail davon berichtest, wie es dir damit ergangen ist und ob dir meine Tipps geholfen haben, dann strahle ich vor Glück.
PS: Und solltest du Lust haben, dir meine kleine Anekdote aus Paris anzuschauen, dann mache es! Denn ich habe tatsächlich zwei TikTok-Videos dazu live in dem Moment gedreht und hochgeladen. Gehe dazu in der Chronologie zurück bis August 2021. Viel Spaß!
Mir liegt sehr am Herzen, dass sich alle, die dieses Buch lesen, angesprochen fühlen. In erster Linie richtet es sich ja nun an Frauen und insbesondere Mütter, darum spreche ich sie vor allem an. Ansonsten versuche ich, so »gerecht« wie möglich mit der Nennung beider Geschlechter umzugehen. Außerdem ist mir noch ganz, ganz wichtig zu betonen: Es ist mir bewusst, dass es immer mehr homosexuelle Paare mit Kindern gibt, ich habe selbst zwei in meinem Freundeskreis. Natürlich seid ihr alle ebenso jederzeit angesprochen, auch wenn ich, wenn es um den Partner oder die Partnerin geht, mal nur die männliche Form verwende. Bitte nicht böse sein, wenn es das eine oder andere Mal ausschließlicher klingt, als es gemeint ist.
Bevor wir uns gleich gemeinsam auf die Reise machen, möchte ich dir eine kleine Nutzhilfe für dieses Buch mit auf den Weg geben:
Ich empfehle dir, dieses Buch von vorn nach hinten zu lesen und parallel mitzumachen. Selbstverständlich werden dich einige Themen weniger ansprechen und weniger Zeit von dir abverlangen, andere mehr und dich auch mehr fordern. Das ist ganz natürlich und hängt davon ab, wo du persönlich in deinem Leben gerade stehst.
Erlaube dir also ruhig, über einige Themen schneller drüberzugehen und dir für andere richtig viel Zeit zu lassen.
Du brauchst ein leeres Notizheft (ich persönlich mag linierte), um darin deine Gedanken festzuhalten. Und einen Lieblingsstift dazu (wäre für mich ein Bleistift mit Radiergummi). Auch wenn hier nicht viel Schreibarbeit auf dich zukommt, wird es dennoch hin und wieder kleine Aufgaben geben. Und ich empfehle dir, sie an der Stelle zu machen, an der sie vorkommen, und dich erst danach dem nächsten Kapitel zu widmen. Selbstverständlich lassen sich diese Aufgaben wunderbar mit einem vollen Alltag auch mit mehreren Kindern, mit Beruf, Partnerschaft und so weiter und so fort verbinden.
Des Weiteren möchte ich dir raten, dir für dieses Buch nicht mehr Zeit zu nehmen als acht Wochen. Wenn man zügig daran arbeitet, schafft man es wohl auch in vier Wochen. Für manche Kapitel wirst du eben mehr Zeit brauchen, für andere weniger, das ist, wie oben schon beschrieben, individuell verschieden. Und ich weiß, dass es auch ganz oft Tage gibt, an denen man einfach nicht dazu kommt, in ein Buch zu schauen, geschweige denn, etwas davon umzusetzen. Nimm dir darum am besten sechs Wochen als Rahmen und Anhaltspunkt. Allerdings Vorsicht: Wenn sich der Prozess zu lange hinzieht, kann es sein, und das sage ich aus Erfahrung, dass der gewünschte große Effekt nur in abgeschwächter Form eintritt.
Darum: Glätte dein Notizheft, spitz deinen Lieblingsstift an (sollte es auch ein Bleistift sein wie bei mir), markere dir im Kalender sechs Wochen in Neonpink oder -grün an und stelle dich motiviert und freudig darauf ein, dass Aufgaben auf dich zukommen, die alle schaff- und umsetzbar sind. Und die dich glücklicher und deinen Alltag leichter machen werden!
Los geht’s – und zwar erst mal mit der Bestandsaufnahme: Welcher Typ Mama bist du? Denn das ist wichtig, damit du dich selbst gut kennst, weißt, wo du im Moment im Leben stehst, und so deine Wünsche und Ziele so konkret wie möglich formulieren kannst.
Es gibt verschiedene »Muttertypen«, ohne jetzt alle über einen Kamm scheren zu wollen. Natürlich sind das stark vereinfachte Stereotype, aber in irgendeine Richtung können wir uns meist mehr oder weniger einsortieren. Oder wir schnappen uns die eine Sache von dem Typ und die andere von jenem. Wichtig ist, dass wir »typische« Eigenschaften oder Handlungen erkennen, die wir in Zukunft anders haben und machen wollen. Dabei ist es natürlich nicht immer so, dass wir am Ende mit unseren Nerven und Grenzen sind. Vielleicht gibt es nur einen in deinen Augen kleinen Punkt in deinem Leben, mit dem du unzufrieden bist und den du verändern möchtest. Aber auch mit einem kleinen Schritt in die richtige Richtung kann viel verändert werden. Du wirst staunen!
Jetzt nur noch schnell zum Bäcker huschen und das Brot für das Abendessen besorgen – Mist, so eine lange Schlange! Damit hast du nun gar nicht gerechnet. Und du bist sowieso schon sehr spät dran, um dein Kind vom Kindergarten abzuholen. Wird’s heute eben wieder eine Viertelstunde später … Sorry, Erzieherinnen!
Bist du die Mama, die immer auf den letzten Drücker oder sogar zu spät kommt, sich stets gehetzt und als Mama im Besonderen und Frau im Generellen nicht gut genug fühlt, weil du es einfach nicht schaffst, deinen Alltag zu organisieren? Du hast das Gefühl, alle anderen schaffen das mit links, während dein Haushalt nie fertig wird und sich die Akten im Büro stapeln. Und wann hast du dich eigentlich das letzte Mal geschminkt? Ehrlich gesagt, hast du nicht nur dein soziales Leben, sondern auch deinen Körper in den letzten Monaten ganz schön vernachlässigt. Warum schaffen alle anderen die Dinge eigentlich so viel besser als du?
Beim letzten Elternabend hast du das Amt der Elternvertreterin angenommen – obwohl du dir fest vorgenommen hattest, sogar geschworen, es nicht zu tun. Aber es hat sich eben kein anderer gemeldet, und schließlich wolltet ihr auch irgendwann mal nach Hause …
Kannst du einfach nicht Nein sagen und willst es allen immer recht machen? Bist du diejenige, die mit zwei Kindern Vollzeit arbeitet und am Wochenende trotzdem noch schwere Umzugskartons von fernen Bekannten schleppt? Oder die zu einem Drei-Gänge-Menü zu sich nach Hause einlädt und ins Schwitzen gerät, weil die Kinder einfach nicht einschlafen wollen, der Ofen aber schon vorgeheizt ist, während noch drei E-Mails beantwortet werden müssen? Du verlierst dich komplett selbst aus dem Blick.
Du hast den Kindergeburtstag so schön geplant. Alle Geschenke und die Deko sind eingekauft, das perfekte Kuchenrezept liegt bereit, alle Zutaten warten nur darauf, verarbeitet zu werden. Aber es fehlt dir, verdammt noch mal, noch das farblich passende Geschenkpapier! Schließlich hast du ein Farbkonzept! Immerhin ist es der erste Geburtstag deines Kindes!
Bist du die Mama, bei der alles immer perfekt läuft und ist? Du und deine Kinder tragen farblich zueinanderpassende Klamotten, du sogar entsprechenden Nagellack, deine Haare sind immer frisch gewaschen, deine Kinder performen in Schule und Kindergarten, beim Tanzunterricht und Fußball perfekt und du in allem, was du tust, sowieso und immer. Du lässt dich bewusst zur Elternsprecherin wählen, weil du dann sicher sein kannst, dass alles richtig läuft. Zerbrichst du aber innerlich an dem Idealbild, dem du so gern entsprechen würdest, weil es so weit entfernt ist von dem, wie du dich wirklich fühlst? Dein Perfektionismus fordert dich immer weiter heraus, sodass du nie zur Ruhe kommst und das Einschlafen immer schwerer wird, weil du permanent unter Strom stehst. Zum Glück hilft dir da gelegentlich das eine oder andere Glas Wein (zu viel), um runterzukommen.
Vielleicht geht ihr heute lieber auf den Spielplatz, auf dem die Geräte nicht so hoch sind. Vom Dreimeterkletterturm kann der Kleine immer noch fallen, wenn er sechzehn ist, aber doch nicht mit sieben! Und ist es nicht auch gerade zufällig immer dein Kind, das sich das Knie aufschlägt? Schade, dass man auf Kinderspielplätzen keine Helme tragen darf, das wäre doch eigentlich ein super Schutz, und du könntest etwas entspannter durchatmen. Und wie sollst du eigentlich noch mit dem Fahrrad von A nach B kommen (mit Kindersitz und Kind hintendrauf, das Kind auf dem Fahrrad vorweg oder sogar ganz ohne Kind), wo der Straßenverkehr doch viel zu gefährlich geworden ist?
Wahrscheinlich bist du zu sensibel für die Welt und würdest dich am liebsten vor ihr verkriechen, weil du solche Angst hast um dein Kind und überall mögliche Gefahrenquellen witterst. Deshalb fällt dir der Umgang mit den alltäglichen Dingen zunehmend schwerer, das Draußen erscheint dir einfach als zu große Herausforderung und eigentlich sowieso das ganze Leben mit Kind. Was für eine Wahnsinnsverantwortung, das hätte einem vorher aber auch mal einer sagen können!! Du steckst in einer Abwärtsspirale aus Sorgen und Ängsten, und es wird immer schwerer für dich, den Weg nach draußen zu finden. Außerdem mangelt es dir mittlerweile an Selbstvertrauen, um deinen Ängsten zu begegnen und dich in der harten Gesellschaft zu behaupten.
Autsch! Auch das noch! Du hast dich gerade an deinem zu heißen Tee verbrannt, mit dem du dich an den Küchentisch setzt – deine Kinder sind endlich eingeschlafen. Wieder viel später als gehofft, deine Telefonverabredung mit deiner besten Freundin musstest du schon verschieben. Aber jetzt ist ja endlich … Da – taps, taps, taps – hörst du leise Kinderschritte. »Mama, ich habe noch Durst.« DAS KANN DOCH WOHL NICHT WAHR SEIN! HAT MAN DENN HIER NIIIIE SEINE RUHE? Du fährst wütend hoch und blaffst dein Kind an. Es weint. Na toll, das kommt jetzt erst mal länger nicht wieder zur Ruhe.
Lebst du permanent über deiner eigentlichen Belastungsgrenze und fährst deshalb schon bei Kleinigkeiten aus der Haut? Verspürst du teilweise Aggressionen sowohl gegen dich selbst, gegen deine Umwelt als auch deinen Kindern gegenüber? Motzt du deinen Partner nur noch an, schreist und schimpfst viel mit deinen Kindern, und vielleicht ist dir sogar schon mal die Hand ausgerutscht? Und das kratzt umso mehr an deinem Selbstbewusstsein als Mama, weil du doch genau weißt, natürlich (!), dass Gewalt (das gilt für verbale genauso wie für körperliche) niemals eine Lösung sein darf (!).
Zum Sommerfest in der Schule brauchen sie noch einen Kuchen? Klar, kein Problem, da machst du doch mit Vergnügen deinen beliebten Erdbeerkuchen. Die Erdbeeren pflückst du natürlich selbst, zusammen mit den Kindern. Das ist auch viel günstiger. Und dann kochst du auch gleich noch Marmelade daraus. Auch als Geschenke für den Adventskalender, bei dem du jedes Jahr mit 23 anderen Frauen mitmachst. 30 Gläser, das ist doch kein Umstand! Huch, schon wieder Zeit fürs Mittagessen, eine gesunde Gemüsesuppe, dabei wolltest du noch Wäsche waschen. Macht nichts, machst du nach dem Mittag. Ach ne, da musst du ja noch den Knopf ans Sakko deines Mannes nähen. Ach ja, dein Mann … Bemerkt der eigentlich, dass du wöchentlich seine Kleidung ausbesserst? Bemerkt er dich überhaupt noch? Huch, jetzt aber schnell: Ist schon wieder Abendbrotzeit!
Bist du die Mama, die sich selbst ein kleines bisschen aufgegeben hat und sich nur noch über die Kinder definiert? Ja, wahrscheinlich ertappst du dich in Gesprächen häufiger dabei, dass du nur über deine Kinder redest, weil es dir einfach sehr schwerfällt, etwas über dich zu erzählen. Denn du kannst dich kaum noch an die Frau erinnern, die du vor der Familiengründung warst. Was dir vorher Freude bereitet hat und was deine Leidenschaften waren, wurde ersetzt durch Familie und Kinder. Du spiegelst nach außen zwar das perfekte Leben, tief in dir drin merkst du aber, dass das nicht alles sein kann. Und manchmal hast du auch Angst davor, was ist, wenn dein Mann dich betrügt oder verlässt oder eins deiner Kinder auszieht.
Klar hast du Kinder, aber, hey, du hast doch nicht deinen Doktortitel gemacht, um jetzt den ganzen Tag zu Hause zu sitzen. Du liebst deinen Beruf und wirst auch gebraucht in der Arbeit. Dein Chef schätzt dich und deine Arbeit sehr, und irgendwann wirst du seine Position einnehmen. Save. Und mal ehrlich, dafür sind sie schließlich da, die Kindergärten, Ganztagsschulen, Internate und Ferienbetreuungen. Da fühlen deine Kinder sich voll wohl und haben Spielgefährten in ihrem Alter. Du wüsstest gar nicht, wie du das machen solltest, wenn die Kinder immer zu Hause wären.
Oder bist du die Mama, die ihre Kinder superselten sieht, die kaum etwas von ihren Entwicklungsschritten mitbekommt beziehungsweise sie nur auf Videos bewundert, weil du dich total in dein Business und deine Verpflichtungen verstrickt hast? Das hast du mal ganz bewusst entschieden und auch gern, aber mittlerweile stehst du schon extrem unter Druck, um als superprofessionelle und verantwortungsvolle Kollegin/Mitarbeiterin/Auftragnehmerin dazustehen, obwohl du Mama bist. Und als diese gar keine Kapazitäten mehr frei hast. Du willst zwar auf keinen Fall, dass du im Job schlecht dastehst und dir irgendjemand irgendetwas nachsagen kann. Aber manchmal fährt dir so ein Stich ins Herz, weil du, wenn du ganz ehrlich bist, merkst, dass deine Kinder etwas zu kurz kommen und du dir doch wünschen würdest, Beruf und Familienleben besser miteinander zu vereinen.
»Ach, das macht doch nichts, wenn du zu spät zur Schule kommst, sag einfach, wir standen im Stau«, gibst du deinem Kind mit auf den Weg. Früher aufstehen? Gute Idee. Morgen. Vielleicht. Ach, ist schon wieder Wochenende? Ups, da bekommt ihr doch Besuch von deiner Freundin Hildi und ihren Kindern und du wolltest noch die große Luftmatratze besorgen. Egal, die können ja auch auf der Isomatte und der Ledercouch schlafen. Und zu essen gibt’s irgendwas, was ihr dahabt. Habt ihr denn überhaupt noch was da? Schaust du nachher mal.
Bist du die, die alles eher lax sieht? Mit der Pünktlichkeit hast du es nicht so, bist jeden Abend aufs Neue überrascht, dass die Kinder Hunger haben und ins Bett müssen? Es ist ja auch schwer, nicht nur für sich selbst zu sorgen. Wahrscheinlich hast du schon mal auf die Schnelle ’ne Currywurst bei der Arbeit gegessen, weil du plötzlich hungrig warst. Oder du hattest einfach zehn Stunden lang Hunger. Was ohne Kinder kein Problem war, lässt sich jetzt nicht mehr so einfach kaschieren, und das wird dir unangenehm. Manchmal schämst du dich, weil du merkst, dass du den Bedürfnissen deiner Kinder nicht gerecht wirst. So hagelt es hier und da Kritik von Erzieherinnen, weil die Gummistiefel fehlen, oder von Lehrern, weil die Hausaufgaben schon wieder nicht gemacht wurden.
Du wolltest ja eigentlich immer mal Ballett tanzen. Und Schauspielunterricht nehmen. Da gibt’s doch diesen Workshop, so teuer ist der gar nicht. Und er findet um die Ecke statt. Ein Buch würdest du auch gern schreiben – du hast sooo viele Themen! Aber wann sollst du das machen? Vielleicht, wenn ihr mal wieder richtig weit weg in den Urlaub fahrt – o ja, ans Meeeer! Dieses Jahr wird das aber leider nichts. Dafür könntest du ja mit Yoga anfangen. Du würdest dich so gern mehr bewegen, fit werden, Sport machen, so richtig regelmäßig. Ach, das wäre alles sooo schön! Nur leider, leider fehlt dir die Zeit. Da machst du all das lieber nicht.
Steckst du voller Sehnsüchte, möchtest du dich eigentlich unbedingt und dringend selbst verwirklichen, woran dich aber deine Kinder, dein ganzer aktueller Lebensstil hindern? Funktionierst du jeden Tag aufs Neue, stehst irgendwie mechanisch aus dem Bett auf, aber hast gar keine rechte Motivation mehr in dir und Lust auf das, was vor dir liegt? Das war doch mal ganz anders. Da war deine Sehnsucht noch ein Motor. Weil es aber keine Aussicht auf Besserung gibt, ist sie nur noch Ursprung extremer Unzufriedenheit. Du weißt: Dagegen hilft am besten, sich mit einer Tüte Chips aufs Sofa zu setzen und mit der besten Freundin am Telefon über die hässlichen, viel zu dünnen Models bei GNTM zu lästern. Das gibt dir wenigstens kurzfristig das Gefühl, besser zu sein, als du dich eigentlich tief in dir drin fühlst.
Ja, okay, ich gebe es zu: Das war jetzt alles extrem klischeehaft dargestellt. So ist es in Wahrheit natürlich nicht! So ist niemand von uns! Tut mir leid, dass ich uns Mütter überhaupt in solche Schubladen quetsche, da gehören wir natürlich gar nicht rein. Ups.
Aber pssst: Vielleicht findest du dich ja in dem einen oder anderen Muttertyp sogar ein bisschen wieder. So geht es zumindest mir: Ein kleiner Teil von mir steckt in jeder Mamarolle. Wir müssen dabei beachten, dass alle hier sehr doll zugespitzten Muttertypen natürlich immer auch ihre guten und absolut positiven Seiten haben. Und ist es nicht schön, wenn man sich diese rausnimmt, statt wegen der weniger guten Seiten ein schlechtes Gewissen zu haben? Soll bedeuten: Kein Muttertyp ist schlecht. Nur wenn du wegen der negativen Punkte ein schlechtes Gewissen aufbaust oder überfordert bist, weil diese überhandnehmen, ist es schlecht, weil es dir nicht mehr guttut.
Lass uns die ganzen Klischees, die wir hier aufmachen und die keine von uns zu hundert Prozent erfüllt, nehmen, nutzen und aus ihnen lernen! Sodass wir nicht gegen sie arbeiten, sondern mit ihnen.
Denn egal, welcher Mamatyp du bist: Du wirst wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen in irgendeine Richtung haben. Oder eine Sehnsucht. Und wahrscheinlich fühlst du dich überfordert. Eventuell hast du dir auch ein Kummerpolster angegessen als Schutz vor der Außenwelt, hast Schuldgefühle dir selbst oder Groll und Neid anderen gegenüber. Wie und was auch immer: Du wirst an irgendeinem Punkt, tief drin in dir oder sogar ganz offen, unzufrieden und unglücklich sein.
Keine Angst, all diese Themen werden wir auf den folgenden Seiten behandeln, und gemeinsam finden wir einen Weg da raus. Und selbst, wenn du all das nicht spürst und glücklich und zufrieden bist, wird dir dieses Buch eine Möglichkeit bieten, unentdeckte Potenziale zu finden und sie für dich zu nutzen. Auf jeden Fall wird es ein Weg sein, der Spaß macht! Lass uns die folgenden Wochen als ein kleines gemeinsames Abenteuer betrachten.
Ach, ihr Lieben, ich freu mich drauf!
Fangen wir doch gleich mit der ersten Aufgabe an!
Nimm dir ein Blatt Papier, am besten weiß und DIN A4 (wichtig, das gehört noch nicht ins Notizbuch! Warum, verrate ich aber erst an späterer Stelle). Und jetzt male eine Karikatur deiner selbst. Fühl dich frei, zwischen allen vorgestellten Muttertypen zu wählen, sie zu mixen. Male dich und deine Situation oder dich in deiner Umgebung. Auf dem Bild kannst du also auch mit einem Gegenstand oder mit einem Haus zu sehen sein … Male einfach das Erste, was dir in den Sinn kommt zu dem, wie du gerade fühlst. Male wild drauflos.
Denke nicht nach. Das Bild muss nicht schön sein oder genau. Je weniger du denkst und je mehr du einfach loskritzelst, desto authentischer wird es.
Du kannst mit Farben malen, musst du aber nicht, kannst auch wieder etwas durchstreichen oder wegkritzeln.
Soll ich dir was verraten? Als ich mir diese Aufgabe damals gestellt, sie adaptiert und auf meine persönliche Situation angewendet habe, war ich gerade alleinerziehend, die Entbindung von Baby Nummer zwei lag nicht so weit hinter mir, und ich habe ein schwabbeliges Etwas gemalt, weil ich mich genauso gefühlt habe. Mit einem Käfig drum herum. Und Chaos und Wolken dazu, aber auch eine Sonne im Hintergrund. So ganz im Detail weiß ich es nicht mehr, denn ich habe das Bild nicht mehr. Aber dazu später mehr. Was ich damit sagen will: Ich möchte dich ermuntern, dich frei zu fühlen, einfach wirklich das zu malen, was dir in den Sinn kommt, ohne dass es schön sein muss.
Und dann: Tu mir einen großen Gefallen und zeig dein Bild niemandem. Denn es geht niemanden etwas an.
Schreibe das Datum in eine Ecke, falte es klein zusammen und lege es an einen Ort, den du dir merkst, wo es dir aber nicht ständig über den Weg läuft. Erst mal so weit.
Ihr Lieben, ich weiß nicht, wie spät es bei euch gerade ist, in welchem Moment eures Alltags oder in welchem Zustand ihr euch befindet. In jedem Fall möchte ich, dass ihr jetzt, wenn ihr das Bild fertig gemalt habt, ein bisschen Luft holt und den Kopf frei bekommt, bevor ihr weiterlest. Ihr könnt eine Nacht drüber schlafen, einen laaangen Spaziergang machen, euch etwas zu essen machen und es verspeisen – wie auch immer, Hauptsache, es vergehen ein paar Stunden, in denen ihr diese erste Aufgabe erst mal loslasst. Das ist wichtig, um mit frischen Gedanken und aufgeräumt in die nächste Runde zu gehen.
Tschüss! Wir sehen uns in ein paar Stunden oder morgen an dieser Stelle wieder.
Jetzt fangen wir, wie besprochen, richtig an. Und zwar mit einem Vertrag. Ja, du hast richtig gelesen: mit einem Vertrag, den du selbst mit dir abschließt. Wenn dir das komisch vorkommt, lass mich dir versichern: Einen Vertrag mit dir selbst abzuschließen, wird dich motivieren und gibt unserem gemeinsamen Vorhaben, in deinem Leben etwas zu verändern, den richtigen Rahmen. Nimm dafür Notizbuch und Lieblingsstift zur Hand und schreibe auf die erste Seite folgenden Vertrag in deiner schönsten Handschrift ab. Versieh ihn mit dem heutigen Datum und unterschreibe ihn.
Hiermit bestätige ich, ................................................, dass ich mir für die nächsten sechs Wochen Zeitinseln für mich und die Arbeit an diesem Buch schaffen werde.
Ich werde ausreichend schlafen, mich gesund ernähren und mich täglich an der frischen Luft bewegen.
Ich verpflichte mich außerdem dazu, Freude in meinem Alltag zuzulassen und mich jeden Tag auf das Positive zu konzentrieren.
Für die Dauer des Buches verzichte ich auf den übermäßigen Konsum von Alkohol, Nikotin und anderen abhängig machenden Substanzen.
Ich bedanke mich bei mir für das Versprechen und unter-schreibe voller Vorfreude und mit Selbstliebe.
Unterschrift ................................... Datum .........................
Einen ähnlichen und dann doch wieder ganz anderen Vertrag habe ich zum ersten Mal 2008 auch mit mir geschlossen. Damals las ich »Der Weg des Künstlers« von Julia Cameron, in dem es um die Aktivierung der eigenen Kreativität von Schauspielern und Künstlern geht. Und ich als Schauspielerin habe mich sehr davon angesprochen gefühlt.
Als ich dann einige Jahre später alleinerziehend war, einige Zeit nach der Geburt meiner Tochter, hätte ich so gern ein ähnlich geartetes, auf meine aktuelle Lebenssituation passendes Programm gehabt. Also, was habe ich getan? Ich habe mir meinen eigenen Vertrag ausgedacht und meiner Situation angepasst.
Übrigens habe ich seitdem unzähligen Freundinnen diesen Vertrag unter die Nase gehalten, wann immer sie etwas in ihrem Leben anpacken wollten. Und auch, wenn es niemanden gibt, der kontrolliert, ob du diesen Vertrag wirklich einhältst, können wir alle bestätigen, dass dies ein wunderbarer und motivierender Start in einen neuen Lebensabschnitt ist.
