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Renate Ammann

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Beschreibung

EINLEITUNG Willkommen in Dubai Das Erdöl wirkte wie Aladins Wunderlampe: Den Sprung vom kleinen Wüstenscheichtum zum hochindustrialisierten Öl-Emirat vollzog Dubai in nur drei Jahrzehnten. Architekt dieser Entwicklung war der Vater der heute Regierenden, Sheikh Rashid Bin Saeed Al Maktoum, der 1990 verstarb. Seine vier Söhne Maktoum, Hamdan, Ahmed und Mohammed setzen seine kluge und weltoffene Politik fort und verstärken die Diversifizierung der Wirtschaft, um den Wohlstand über die Zeit nach dem Ölboom zu retten. Handel, Dienstleistungen, Tourismus und Arbeitskräfte aus Entwicklungsländern sind die neuen Garanten des wirtschaftlichen Erfolgs. Auf den Tourismus bezogen heißt das: viele fantastische Hotels in hochpreisigen Kategorien, eine sehr erfolgreiche eigene Fluggesellschaft, gigantische Shopping-Malls, bedeutende Sportveranstaltungen, ein neuer Kreuzfahrtterminal und jedes Jahr neue Auszeichnungen für außerordentliche Qualität in vielen für Besucherinnen und Besucher wichtigen Bereichen. Deshalb ist das Emirat ein begehrtes, nur fünf Flugstunden entferntes Urlaubsziel. Dubais Stadtplaner unternehmen große Anstrengungen, um Monumente der Moderne mit klassischen Attributen arabischer Kultur zu verschmelzen. Alte Windtürme dekorieren vollklimatisierte Hotels wie das Madinat Jumeirah, modernste Architektur spielt mit traditionellen Formen wie den Segeln alter arabischer Dhaus, beispielsweise am Clubhaus des Dubai Creek Golfclubs oder am Hotel Burj Al Arab. Auch die zwei neuen künstlichen Inseln entlang der Golfküste, von denen die erste, The Palm Jumeirah, seit 2009 fertiggestellt ist, besitzen nicht zufällig die Form von Palmen. Und eine der neuesten Architekturikonen, der 2010 eröffnete, 828 Meter hohe Burj Khalifa, das höchste Bauwerk der Welt, hat die Grundfläche der Wüstenblume Hymenocallis. Dubai ist für eine Begegnung mit der arabischen Kultur ebenso attraktiv wie für erschöpfte Workaholics, die sich in luxuriösen Strandhotels verwöhnen lassen, für Schnäppchenjäger, die ihre gehobenen Einkommen in Goldschmuck, Markenprodukte und elektronische Neuheiten umsetzen, und für Golfer, die gepflegte Greens und eine hervorragende Gastronomie antreffen. Flächenmäßig nur so groß wie das Saarland ist Dubai eine Destination der Superlative.

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Seitenzahl: 133

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Dubai
DUBAI
Abu Dhabi · Fujairah · Ajman
© Abu Dhabi Tourism Authority, München
Sonneruntergand in der Wüste
DIE AUTORIN
Renate Ammann bereist seit Jahrzehnten regelmäßig die Länder der Arabischen Halbinsel. Als Ethnologin und Soziologin verfolgt sie die dortigen gesellschaftlichen Veränderungen vor allem unter dem Aspekt der regionalen touristischen Entwicklung. Dubai nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein. Die Autorin kennt das Emirat sehr gut und erweitert den Blick auf dieses oft primär als »Sunshine-, Shopping- und Event-Destination« wahrgenommene Reiseziel, indem sie den Fokus auf Geschichte, Kultur und Tradition richtet. Sie zeigt ein Land, das sich in nur drei Jahrzehnten zu einer modernen Metropole mit grandiosen Architekturikonen entwickelt hat.

Dubai

Top 10 & Mein Dubai

Dubai

Top 10: Das müssen Sie gesehen haben

Mein Dubai – Lieblingsplätze der Autorin

Stadttouren

Al Khor – der geschichtsmächtige Meeresarm

Al Fahidi Historical Neighbourhood – vom Al Fahidi Fort zur Landspitze von Shindagha

Deira – zu alten Souqs und modernen Hochhäusern

Moderne Architektur beiderseits des Creek

Jumeirah – das neue Dubai im Südwesten

Streifzüge

Besuch bei den Nachbarn

Abu Dhabi

Fujairah

Ajman

Vista Points – Sehenswertes

Museen, Architektur, Parks und andere Sehenswürdigkeiten

Museen

Architektur, Parks und andere Sehenswürdigkeiten

Erleben & Genießen

Übernachten – Stadt- und Strandhotels

Stadthotels

Strandhotels

Essen und Trinken – Restaurants, Cafés

Restaurants

Arabische Speisen:

Speisen mit schöner Aussicht:

Fischrestaurants:

Speisen zu Füßen des Burj Khalifa mit Blick auf die Dubai Fountains:

Im Freien:

In außergewöhnlichem Ambiente:

Speisen in Themenrestaurants:

Cafés:

Food Courts für Eilige:

Nightlife

Kultur und Unterhaltung – Galerien, Kinos, Konzerte, Events

Galerien

Kinos

Konzerte

Events

Shopping

Mit Kindern in Dubai

Wasserspiele

Spielorte für Kinder

Hier essen Kinder mit Spaß

Erholung und Sport

Sport passiv

Sport aktiv

Golf:

Andere Sportarten:

Wellness:

Chronik

Service von A bis Z

Bildnachweis, Impressum, Karte

Top 10 & Mein Dubai
Dubai
Willkommen in Dubai
Das Erdöl wirkte wie Aladins Wunderlampe: Den Sprung vom kleinen Wüstenscheichtum zum hochindustrialisierten Öl-Emirat vollzog Dubai in nur drei Jahrzehnten. Architekt dieser Entwicklung war der Vater der heute Regierenden, Sheikh Rashid Bin Saeed Al Maktoum, der 1990 verstarb. Seine vier Söhne Maktoum, Hamdan, Ahmed und Mohammed setzen seine kluge und weltoffene Politik fort und verstärken die Diversifizierung der Wirtschaft, um den Wohlstand über die Zeit nach dem Ölboom zu retten. Handel, Dienstleistungen, Tourismus und Arbeitskräfte aus Entwicklungsländern sind die neuen Garanten des wirtschaftlichen Erfolgs. Auf den Tourismus bezogen heißt das: viele fantastische Hotels in hochpreisigen Kategorien, eine sehr erfolgreiche eigene Fluggesellschaft, gigantische Shopping-Malls, bedeutende Sportveranstaltungen, ein neuer Kreuzfahrtterminal und jedes Jahr neue Auszeichnungen für außerordentliche Qualität in vielen für Besucherinnen und Besucher wichtigen Bereichen. Deshalb ist das Emirat ein begehrtes, nur fünf Flugstunden entferntes Urlaubsziel.
Dubais Stadtplaner unternehmen große Anstrengungen, um Monumente der Moderne mit klassischen Attributen arabischer Kultur zu verschmelzen. Alte Windtürme dekorieren vollklimatisierte Hotels wie das Madinat Jumeirah, modernste Architektur spielt mit traditionellen Formen wie den Segeln alter arabischer Dhaus, beispielsweise am Clubhaus des Dubai Creek Golfclubs oder am Hotel Burj Al Arab. Auch die zwei neuen künstlichen Inseln entlang der Golfküste, von denen die erste, The Palm Jumeirah, seit 2009 fertiggestellt ist, besitzen nicht zufällig die Form von Palmen. Und eine der neuesten Architekturikonen, der 2010 eröffnete, 828 Meter hohe Burj Khalifa, das höchste Bauwerk der Welt, hat die Grundfläche der Wüstenblume Hymenocallis.
Dubai ist für eine Begegnung mit der arabischen Kultur ebenso attraktiv wie für erschöpfte Workaholics, die sich in luxuriösen Strandhotels verwöhnen lassen, für Schnäppchenjäger, die ihre gehobenen Einkommen in Goldschmuck, Markenprodukte und elektronische Neuheiten umsetzen, und für Golfer, die gepflegte Greens und eine hervorragende Gastronomie antreffen. Flächenmäßig nur so groß wie das Saarland ist Dubai eine Destination der Superlative.
© RastoS Photographer/Shutterstock
Dromedare am Jumeirah Beach vor der wachsenden Skyline Dubais
Top 10: Das müssen Sie gesehen haben
A Al Khor/Dubai Creek aA2–aD5
Ein schmaler Meeresarm war die historische Lebensader Dubais und trennt die historischen Stadtteile Bur Dubai und Deira; seine Überquerung mit einer Abra ist ein Muss.
BDubai Museum im Al Fahidi Fort aD2
In der ältesten Festung der Stadt befindet sich heute das älteste historische Museum des Emirats. Ein Besuch verschafft einen guten Überblick über die Geschichte Dubais.
C Gold-Souq aB2/3
Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es ein derart großes Angebot an Goldschmuck wie in den engen Gassen des Gold-Souq.
© Government of Dubai, Department of Tourism and Commerce Marketing, Frankfurt/M.
D Museum of the Future D9
Als neuste Architekturikone Dubais eröffnete 2022 ein silberfarbenes Gebäude in der Form eines lang gezogenen Rings, in dem sich das Emirat im Jahr 2075 vorstellt.
E Dubai Frame D9/10
Der gigantische Dubai Frame ist in der Innenstadt einfach nicht zu übersehen, ein 150 Meter hoher »Bilderrahmen«. Der obere Rahmenteil ist eine Besucherbrücke und bietet grandiose Aussichten.
F Burj Khalifa D9
Dubai besitzt mit dem 828 Meter hohen Burj Khalifa das höchste Gebäude der Welt. Von dessen Plattformen in 400 und 550 Metern Höhe überblickt man ganz Dubai.
© Dblight/iStockphoto
G Dubai Mall D9
Unter den vielen Shopping-Malls ist die 2010 eröffnete Dubai Mall nicht nur die größte, sondern auch die interessanteste.
© Government of Dubai, Department of Tourism and Commerce Marketing, Frankfurt/M.
H Jumeirah Moschee D9
Sie ist wunderschön und gehört zu den wenigen islamischen Gotteshäusern, die man in den Vereinigten Arabischen Emiraten auch als Nicht-Moslem betreten darf.
I Burj Al Arab D6
Das edle Hotelhochhaus in Form eines Segels mitten im Meer hat Dubai weltbekannt gemacht.
© www.jumeirah.com
J Kamelmarkt – Ausflug nach Al Ain (Abu Dhabi)cC5
Kamele zum Anfassen – in der Oase Al Ain gibt es den größten Kamelmarkt der Arabischen Halbinsel.
Mein Dubai
Lieblingsplätze der Autorin
Liebe Leserinnen und Leser,
dies sind einige besondere Orte in Dubai, die ich bei jedem Aufenthalt immer wieder gern aufsuche. Eine schöne Zeit in Dubai wünscht Ihnen
Renate Ammann
~ Ras Al Khor Wildlife Sanctuary E9
In den flachen, salzhaltigen Uferzonen des Dubai Creek haben Hunderte von Flamingos (Phoenicopterus ruber) eine neue Heimat gefunden.
~ One & Only The Palm C5
Auf der Palm Jumeirah hat 2010 ein Hotel eröffnet, in dem man sich sofort wohlfühlt und dessen Wellness-Oase einen Dubai-Aufenthalt unvergesslich macht.
~ Buhayra Lounge D8/9
Integriert in den palmengesäumten Schwimmbadbereich des Hotels The Palace Downtown Dubai ist die Lounge perfekt, um den Sonnenuntergang zu genießen, und man sitzt auch in der ersten Reihe bei den abendlichen Wasserspielen zu Füßen des Burj Khalifa.
~ Monty‘s im The Address Montgomerie Dubai Golf ClubD5
Mitten im Grünen in einem der schönsten Golfclubs von Dubai speist man vorzüglich mit Blick auf die Skyline der Sheikh Zayed Road. Tagsüber begleiten die Golfspieler, abends die entfernt liegenden, kunstvoll erleuchteten Hochhäuser die Menüfolge.
~ Lost Chamber B5
Der spannende Versuch einer eindrucksvollen Rekonstruktion der im Meer versunkenen Stadt Atlantis. Wo? Im Hotel Atlantis auf der Palm Jumeirah.
Stadttouren
Al Khor – der geschichtsmächtige Meeresarm
© Volkmar E. Janicke, München
Alltag am Ufer des Dubai Creek
Ganz gleich, wo man in Dubai wohnt, ob in der Innenstadt oder am Jumeirah Beach, mit einer Bootsfahrt entlang dem ADubai Creek (arab. Al Khor) C-E10 sollte man beginnen. Vom Wasser aus kann man verfolgen, wie die Stadt gewachsen ist. Eine Überfahrt auf einer Abra kostet einen Dirham (€ 0,50) und man begegnet dabei 200 Jahren Geschichte – von der Shindagha-Spitze bis hinunter zum Dubai Creek Golf & Yacht Club. Und in der untergehenden Sonne erscheint einem die Skyline der gläsernen Hochhäuser entlang des Deira-Ufers wie die in den Himmel gezeichnete Erfolgskurve des Emirats.
Die Lebensader des alten Dubai war Al Khor, die schmale, flussähnliche Meereseinbuchtung, die über zehn Kilometer von der Küste hinein ins flache Hinterland reicht. Heute hat sich, außer bei den alteingesessenen Emirati, die englische Bezeichnung Creek für diesen ruhigen Meeresarm durchgesetzt. Dank einer Erweiterung hinter dem Vogelschutzgebiet Ras al Khor durch den neuen Dubai Water Canal besteht die Möglichkeit einer Durchfahrt bis zum Arabischen Golf am Jumeirah Beach. Der Stadtteil DeiracB3/4 und der jenseits des Creek gelegene Stadtteil Bur DubaiaC/aD1/2 bildeten vor der Entdeckung des Erdöls die Stadt Dubai. Inzwischen hat es sich als Großstadt mit perfekter Infrastruktur 25 Kilometer weit gen Westen ausgedehnt.Der Creek teilt den alten Teil der Stadt und verbindet ihn zugleich. Obwohl heute ein Tunnel und mehrere Brücken seine beiden Ufer verbinden, überqueren ihn viele wie früher in einer schmalen, hölzernen
Abra, einem Wassertaxi.
An den Abra-Anlegestellen in Deira oder in Bur Dubai kann man auch eine Abra privat mieten und damit den Creek hinauf und hinunter fahren. Man gleitet entlang der Bur-Dubai-Seite am alten Bastakiya, das heute offiziell Al Fahidi Historical Neighbourhood heißt, an arabischen Palästen und an Al Seef, dem historisch rekonstruierten Stadtteil der Perlenhändler, vorbei. Auf der gegenüberliegenden Seite passiert man am Deira Ufer neue gläserne Hochhäuser. Im Süden wird die Reise durch eine Floating Bridge D10, eine Pontonbrücke zur Verkehrsentlastung, stundenweise unterbrochen. Wer will, kann die Fahrt auf dem Creek auch in einem klimatisierten »Water Taxi« unternehmen.
Entscheidet man sich für die Creek-Fahrt am Nachmittag, spiegelt sich auf dem Rückweg die hinter Bur Dubai untergehende Sonne in den gläsernen Fassaden der Hochhäuser am Deira-Ufer. Auch abends kann man den Creek befahren, dann aber auf einer großen, zum schwimmenden Restaurant umgebauten Dhau bei einem üppigen Candlelight-Dinner.
Al Fahidi Historical Neighbourhood – vom Al Fahidi Fort zur Landspitze von Shindagha
Die Geschichte des Emirats Dubai begann vor rund 200 Jahren im Stadtteil Bur DubaiaC/aD1/2 an der südwestlichen Landspitze des Creek, die heute den Namen Al Shindagha trägt. Um 1830 siedelten hier ca. 800 Beduinen vom Stamm der Bani Yas. Aber erst 100 Jahre später, als sich persische Händler mit ausdrücklicher Zustimmung der Al Maktoums 1902 in Bur Dubai niederließen, vollzog sich der Aufschwung zu einem Handelszentrum am Golf. Die persischen Händlerfamilien gaben ihrer neuen Siedlung den Namen jenes Landstrichs, aus dem sie ausgewandert waren: Bastakiya aC/aD2/3. Sie bauten Häuser aus Lehm und Korallenstein, die sich von den Barasti-Hütten deutlich unterschieden, denn sie waren mit Windtürmen ausgestattet, die auf natürliche Weise die Zimmer mit frischer Luft versorgten. Die neuen Windtürme in Bastakiya machten auf die eingesessenen Menschen in Dubai einen so großen Eindruck, dass einige von ihnen ihre Barasti-Hütten ebenfalls mit solchen Türmen versahen.
Im Zuge der Bautätigkeiten während des Erdölbooms zerfiel Bastakiya in den 1970er Jahren, aber der Stadtteil wurde dank eines großen Restaurierungsprogramms seit 2001 wieder aufgebaut und der Autoverkehr wurde aus diesem Stadtteil verbannt. Während des Rundgangs durch die schmalen Gässchen, der am besten am Sheikh Mohammed Centre beginnt, sollte man durchaus Pausen für einen Tee einlegen, z. B. in der XVA Gallery oder im Al Khayma Heritage Restaurant.Bastakiya trägt heute den emiratisierten Namen:
Al Fahidi Historical Neighbourhood, benannt nach dem historischen Zentrum von Bur Dubai, dem Al Fahidi FortaD2. 1800 erbaut ist diese Festung das älteste Bauwerk der Stadt, das seine heutige Form 1878 erhielt. Die quadratische Festung mit einem großen Innenhof innerhalb der dicken Lehmmauern und zwei runden Türmen beherbergt das BDubai Museum. An den Mauern im Innenhof sieht man deutlich die Baumaterialien: Lehm, Korallenblöcke und Muschelschalen, Kalkbrei zum Tünchen und Palmenstämme als Stützen. Am Tag der Staatsgründung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) im Jahr 1971 begannen die Restaurierungsarbeiten an der stark verfallenen Al-Fahidi-Festung; seit 1987 ist sie der Öffentlichkeit zugänglich.
© Government of Dubai, Department of Tourism and Commerce Marketing, Frankfurt/M.
Anleger am Dubai Creek (Bur Dubai)
1995 wurde nach aufwendigen Bauarbeiten das unter der Erde gelegene, mehrfach preisgekrönte Museum eröffnet, das ideal auf den Spaziergang durch Bur Dubai einstimmt. In unterschiedlichen Abteilungen zeigt es das Leben im Emirat, wie es vor nur drei Generationen ausgesehen haben muss: den Alltag der Familien in den Barasti-Hütten, den Handel im Souq, die beduinischen Traditionen und Überlebensstrategien in der Wüste sowie die gefährliche Arbeit der Perlentaucher im Golf. Zu den gläsernen Fassaden entlang der Sheikh Zayed Road könnte der Kontrast nicht größer sein. Seit 2021 wird das Museum erneut restauriert.
Vom Museum aus führt der Weg weiter zum Creek, vorbei an der Großen Moschee (kein Zugang für Nichtmuslime) und durch die Ladengassen des Bur Dubai SouqaC2 mit seinen hölzernen Eingangsportalen. Auch diese beiden neuen Zentren des Stadtteils wurden an denselben Plätzen wieder errichtet, an denen ihre Vorgänger seit gut 100 Jahren – allerdings in sehr viel bescheidenerer Weise – das Leben im Stadtteil bestimmten.
© Tupungato/Shutterstock
Das Al Fahidi Fort beherbergt das Dubai Museum
DenCreek kann man von hier nicht verfehlen, denn viele kleine Gässchen führen zu seinen Ufern. Dort steht z. B. das Bayt Al WakeelaC2, ein Regierungs- und Verwaltungsgebäude aus den Zeiten Sheikh Rashids, heute ein Restaurant. In der Nähe befinden sich die Anleger der Wassertaxis auf der Bur-Dubai-Seite. Bis zur Ankunft der nächsten Abra halten hier vor allem indische und pakistanische Expatriats ein Schwätzchen.
Von der Bur Dubai Abra-Station führt eine gepflasterte Uferpromenade mit herrlichem Blick auf den Creek und das gegenüberliegende Deira, vorbei an vielen sehenswerten Rekonstruktionen, bis zur Landspitze von Shindagha. Auch die schmale Halbinsel Al Shindagha erfährt seit 2018 eine radikale Veränderung. Hier standen einst die Lehmhäuser der Herrscherfamilie, die aber mit dem ökonomischen Aufstieg Dubais seit dem Ende der 1960er Jahre – ähnlich wie die Häuser im benachbarten Bastakiya – verfielen. Nur das gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Haus der Herrscherfamilie blieb verschont. Es hieß bis 2018 Sheikh Saeed House und trägt heute nach aufwendiger Renovierung zwischen 2018 und 2023 den Namen Al Maktoum Residence aB1. In diesem Haus erblickten zwei spätere Staatsoberhäupter das Licht der Welt: Sheikh Saeed, der von 1912 bis 1958 regierte, und sein Sohn Sheikh Rashid, der die politischen Geschicke 1958 bis 1990 lenkte.
Gemessen an den Wohnverhältnissen im damaligen Dubai war diese zweistöckige Anlage aus Korallensteinen und Lehm geradezu ein Palast, der Sheikh Saeed als Wohn- und Regierungssitz diente. Seit 1960 regierte sein Sohn Rashid in einer neuen Residenz außerhalb Bur Dubais, sodass das Haus verfiel, bis man es 1996 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich machte. Die Anlage beeindruckt von außen durch ihre Geschlossenheit und die sie überragenden Windtürme. Im Inneren werden die etwa 30 ehemaligen Zimmer als Ausstellungsräume genutzt, in denen man wesentliche Abschnitte der Geschichte des Emirats nacherleben kann.
Im Rahmen der aktuellen Umgestaltung der Halbinsel zum Al Shindagah Historical District sind hier in rekonstruierten historischen Häusern mehrere neue Museen entstanden, die zum Teil schon eröffnet sind. Bereits eröffnet ist z. B. in unmittelbarer Nachbarschaft zur Al Maktoum Residence das ebenfalls in der Gründerzeit des Emirats erbaute Sheikh Obaid Bin Thani House aB1, in dem man sich über Fragen des Islam informieren kann. Schräg gegenüber in dem 1928 erbauten Palast von Sheikh Juma bin Maktoum Al Maktoum, einem Bruder des damals regierenden Sheikh Saeed al Maktoum, eröffnete 2018 das neue Saruq Al Hadid Archaelogy MuseumaB/aC1. Es gewährt in museumsdidaktisch hervorragender Weise Einblicke in die Frühgeschichte der Region.
Beim Besuch des Al Shindagha Historical District empfiehlt es sich, zuerst das am Eingang der Halbinsel gelegene Al Shindagha MuseumaC1 aufzusuchen. Es präsentiert die geschichtliche Bedeutung des Creek für die Entwicklung Dubais. Hier befindet sich auch das Besucherzentrum, in dem man die Eintrittskarten für alle Museen auf Al Shindagha erwerben sowie E-Carts oder Führungen buchen kann.
© Katiekk2/iStockphoto
Einst fester Bestandteil beduinischer Kultur: die Falknerei
Am hinteren Ende der Halbinsel, in Richtung Mündung des Creek, sollten eigentlich die zwei zuvor viel besuchten, historischen Freiluftmuseen, das Heritage und das Diving Village, wiedereröffnet werden. Das Heritage Village zeigte typische Lebenssituationen der Landbevölkerung in der Zeit vor dem Öl, im benachbarten Diving Village drehte sich alles um die Seefahrertradition. Die neuesten Pläne sehen stattdessen einen »Culture of the Sea Pavilion« und mehrere »Live on Land«-Ausstellungen in einzelnen der noch zu renovierenden historischen Häuser vor.
Nur etwa 20 Minuten Fußweg entlang des Creek ab Al Shindagha in südöstlicher Richtung und vorbei an der Al Fahidi Historical Neighbourhood ist seit 2014 das neu konstruierte Al Seef, das »Viertel der Perlenfischer« aD4/5