3,99 €
Liebe mag blind sein, doch in der Welt der Wandler macht Zusammenhalt stark. Dagus Whitton war stolz auf sich, weil er alleine lebte, obwohl er blind ist. Doch nachdem er von Wissenschaftlern entführt wurde, fällt es ihm schwer, alleine zu sein, auch wenn er es hasst, dass ständig jemand auf ihn aufpasst. Brad Nadeau hätte nie erwartet, einen Gefährten zu finden, da sein homophober Vater in ihm die Überzeugung geweckt hat, das Schicksal würde schwulen Wandlern keinen Gefährten zugestehen. Als seine Bikergang eines Abends eine Schwulenbar in Colin City besucht, wird Brads Welt auf den Kopf gestellt. Er begegnet nicht nur seinem Gefährten, sondern findet heraus, dass der Mann ein Mensch ist, schwul, und bereits über Wandler Bescheid weiß. Das sollte es einfach machen, Dagus für sich zu beanspruchen, nicht wahr? Doch ist Brad auch bereit, sich Wandlern wie seinem Vater zu stellen, um ein neues Leben mit einem Gefährten zu beginnen, der seine Fürsorge vielleicht gar nicht will? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 31.200 Wörter
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2019
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
ÜBER CHARLIE RICHARDS
LESEPROBE:
Durch Dagus’ Augen
Liebe mag blind sein, doch in der Welt der Wandler macht Zusammenhalt stark.
Dagus Whitton war stolz auf sich, weil er alleine lebte, obwohl er blind ist. Doch nachdem er von Wissenschaftlern entführt wurde, fällt es ihm schwer, alleine zu sein, auch wenn er es hasst, dass ständig jemand auf ihn aufpasst.
Brad Nadeau hätte nie erwartet, einen Gefährten zu finden, da sein homophober Vater in ihm die Überzeugung geweckt hat, das Schicksal würde schwulen Wandlern keinen Gefährten zugestehen. Als seine Bikergang eines Abends eine Schwulenbar in Colin City besucht, wird Brads Welt auf den Kopf gestellt. Er begegnet nicht nur seinem Gefährten, sondern findet heraus, dass der Mann ein Mensch ist, schwul, und bereits über Wandler Bescheid weiß. Das sollte es einfach machen, Dagus für sich zu beanspruchen, nicht wahr? Doch ist Brad auch bereit, sich Wandlern wie seinem Vater zu stellen, um ein neues Leben mit einem Gefährten zu beginnen, der seine Fürsorge vielleicht gar nicht will?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.
Länge: rund 31.200 Wörter
CHARLIE RICHARDS
Durch Dagus’ Augen
Die Wölfe von Stone Ridge 7
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „Through Dagus’s Eyes“: Charlie Richards
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2018
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:
Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.
Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.
Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.
Bitte beachten:
Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.
Widmung
Für meine Schwiegermutter Susan, die mich die Kraft bedingungsloser Liebe gelehrt hat.
Brad Nadeau schwang sich von seinem modifizierten Chopper. Sobald das Brummen seines Motorrades verstummte, konnte er spüren, wie der Boden vom Beat der Musik, die durch die geschlossenen Türen des Nachtclubs drang, pulsierte. Er befestigte seinen Helm an einer Satteltasche, strich mit seinen kräftigen Fingern durch seine unordentlichen, sandblonden Haare und band die dichte Mähne dann im Nacken zu einem kleinen Pferdeschwanz zusammen. Er erwischte den größten Teil davon, aber ein paar Strähnen, die nicht ganz lang genug waren, fielen ihm ins Gesicht und er schob sie gedankenverloren hinter die Ohren.
„Kommt, suchen wir uns was Hübsches, Jungs!“
Brad drehte sich um und grinste über die aufgeregten Worte, die Vail Tamang, einer seiner Freunde, von sich gegeben hatte. Der Wolfswandler war ein berüchtigter Playboy und hätte sicherlich jede Nacht einen anderen Mann in seinem Bett, wenn ihre Bikergang sich jemals in der Nähe einer Stadt niederlassen würde. Immerhin gelang es Vail dennoch, den einzigen verfügbaren – und manchmal weniger verfügbaren – schwulen Mann im Umkreis von achtzig Kilometern aufzuspüren, egal wo sie sich für die Nacht niederließen.
„Was ist denn los, Vail?“, frotzelte Eli Raetz. „Ist der letzte Fick schon wieder drei Tage her?“
Vail lachte, während Brad neben den beiden herging. „Nein, Mann. Zwei Tage. Und das sind zwei Tage zu viel!“, fügte er hinzu und klopfte Eli auf den Rücken.
Eli verdrehte die Augen, aber das Grinsen auf seinem Gesicht verriet seine Belustigung. Brad trat dichter an Vail und legte einen Arm um dessen Schultern. „Dann sehen wir mal, was wir finden“, sagte er mit tiefer Stimme, die in seiner Brust rumpelte.
„Denkt dran, wo wir sind, Jungs“, ertönte Kontras raue Stimme, woraufhin alle Männer sofort ernst wurden und nickten.
Kontra, ihr Anführer, hatte recht. Sie mussten daran denken, dass sie in einen Nachtclub voller Menschen gingen. Sie würden darauf achten müssen, nicht zu ausgelassen zu sein, zu viel Kraft zu gebrauchen oder sich zu sehr zu betrinken. Sie wussten nicht, ob es in der Gegend noch andere Wandler gab, und auch wenn Brad sich nicht vorstellen konnte, ausgerechnet in einer Schwulenbar welchen zu begegnen, da alle Wandler in seiner Gang von ihren Rudeln aufgrund ihrer Homosexualität verstoßen worden waren, war es nicht völlig ausgeschlossen.
Er folgte seinen Freunden in den Club und zahlte den Eintritt, beeindruckt davon, dass der Mensch an der Tür beim Anblick von einem Dutzend lederbekleideter Biker, die den Club betraten, mit keiner Wimper zuckte. Allerdings trugen drei der besagten Biker auch nicht das typische Schwarz, sondern andere Farben, die ihre Orientierung sehr deutlich verkündeten.
Wer hätte gedacht, dass es neongrüne Lederhosen gab? Brad grinste Yuma an, einen Pinguinwandler, der sich weigerte, sein Interesse an Männern zu verbergen und sich stattdessen so auffällig verhielt, wie man es von einem schwulen Mann nur erwarten konnte, bis hin zu Eyeliner, Lipgloss und den hellblonden Spitzen seiner schwarzen Haare.
Während er zusah, begannen Yumas Augen zu leuchten und der kleine Wandler quietschte. „Ich liebe diesen Song!“ Yuma packte Adam an der Hand und zog daran. Der große Tigerwandler lachte und folgte Yuma auf die Tanzfläche.
Der Rest von ihnen begab sich an die Bar und Brad entgingen die vielen interessierten Blicke nicht, die die Männer, an denen sie vorbeigingen, ihnen zuwarfen. Es sah aus, als würden sie keine besonderen Schwierigkeiten haben, Gesellschaft für die Nacht zu finden, stellte er grinsend fest. Als er an der Theke stand, stieg ihm ein Duft in die Nase, reichhaltiger und intensiver als jeder andere in dem Club. Der Geruch vernebelte seine Sinne und sein Schwanz nahm sofort Notiz davon, wurde innerhalb von Sekunden hart wie Stein und drückte gegen seine Lederhose. Er bemühte sich festzustellen, aus welcher Richtung der Duft kam, aber bei so vielen Körpern, die sich in der Bar drängten, konnte er es nicht feststellen.
Knurrend vor Frust schaute er sich in dem Raum um.
„Brad.“ Kontras scharfer Ton erweckte seine Aufmerksamkeit, als der größere Bär direkt vor ihn trat. „Was zum Teufel ist los mit dir?“
Brad hätte die leise gegrummelte Frage nicht gehört, wäre er kein Wandler. Er bemerkte, dass er seine Fangzähne hervortreten gelassen hatte, und spürte das Kribbeln auf den Armen, das ihm verriet, dass sein Eisbär dicht unter der Oberfläche war. Er holte tief Luft und gewann seine Kontrolle zurück, dann schaute er sich um, um festzustellen, ob jemand es bemerkt hatte. Zum Glück schien ihm außer Kontra und einigen anderen Gangmitgliedern gerade niemand mehr Beachtung zu schenken.
Brad verzog das Gesicht und pustete eine blonde Haarsträhne aus seinem Gesicht. „Scheiße, tut mir leid. Ich weiß nicht, was das sollte“, gestand er.
Kontras dunkle Augen sahen ihn einige Sekunden lang durchdringend an, dann wandte er sich Mutegi zu. „Bestell uns zwei Whiskys, ein Guinness für mich und einen Black Wolf auf Eis für Brad. Wir suchen uns einen Tisch.“
Der Warzenschweinwandler nickte einmal und wandte sich ab, allerdings hatte Brad die Sorge in den fast schwarzen Augen des Afrikaners gesehen. Der andere Wandler wusste, was Brad ebenfalls realisiert hatte: Beide Whiskys waren für ihn. Kontra legte eine Hand auf Brads unteren Rücken und leitete ihn durch die Menge der Männer. Sie entdeckten eine große Sitzecke in der Nähe der Tanzfläche. Nach einem durchdringenden Blick und Zähnefletschen von Kontra verschwanden die beiden Männer, die dort saßen, eilig. Eindeutig aus der Fassung gebracht, behielten die Menschen sie misstrauisch im Blick, während sie in der Menge verschwanden. Brad ließ sich auf den Sitz fallen, Kontra neben ihn.
Kontra beugte sich zu ihm und schnupperte an ihm. „Dir ist heiß, Brad. Sag mir, was los ist“, befahl sein Anführer.
Er runzelte die Stirn und schüttelte langsam den Kopf. „Ich weiß es wirklich nicht“, gestand er. „Da war dieser Geruch. Er war absolut fantastisch. Ich …“ Er ballte die Hände auf der Tischplatte zu Fäusten, als er sich daran erinnerte, und es fiel ihm schwer, das Verlangen zurückzuhalten, sich auf die Suche nach der Quelle des Dufts zu machen, als die Erinnerung daran eine neue Woge von Lust durch ihn jagte.
Als er das Gefühl hatte, sich wieder unter Kontrolle zu haben, riskierte er einen Blick zu Kontra. Zu seiner Überraschung grinste der große Grizzlybär ihn schief an. „Was ist denn?“, fragte er verwirrt.
„Bist du mal auf die Idee gekommen, dass du vielleicht deinen Gefährten gerochen hast?“
Brad klappte der Kiefer hinunter. „Aber … Ich dachte, schwule Wandler hätten keine Gefährten“, stieß er hervor.
Kontra knurrte leise. „Wer hat dir denn diesen Scheiß erzählt? Dein altes Rudel?“
Überrascht von der plötzlichen Wut seines Anführers, senkte Brad den Blick und entblößte seine Kehle. „Mein Vater“, gestand er.
„Verdammt, ich hatte vergessen, dass er dir das erzählt hat“, murmelte Kontra. Brad spürte, wie sein Anführer seine rauen Finger an seinen Hals legte und leicht zudrückte, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Er hob den Kopf und begegnete Kontras Lächeln. „Ich weiß, dass noch keiner von uns seinen Gefährten gefunden hat, aber ich glaube dennoch, dass das Bullshit ist.“ Der Blick des anderen Mannes schweifte über die Tanzfläche. „Vielleicht sollten wir dir helfen, die Quelle dieses Geruchs zu finden, dann sehen wir, ob dein Vater falsch gelegen hat, hm?“
Brad lächelte, folgte Kontras Beispiel und ließ seinen Blick über die Männer im Club schweifen. „Das wäre schön.“
Drinks erschienen auf dem Tisch vor ihnen und Mutegi und Sam ließen sich auf die Bank ihnen gegenüber fallen. „Ist alles in Ordnung?“, fragte Sam.
Nach einem kurzen Nicken stellte Brad fest, dass er tatsächlich lächelte. „Ja … äh, ich glaube nur, dass ich meinen Gefährten gewittert habe.“ Allein der Gedanke, dass sein Gefährte irgendwo in diesem Club sein könnte, ließ seinen Puls rasen und Erregung durch seine Adern strömen.
Die Augen der anderen zwei Männer weiteten sich. „Das ist fantastisch!“, antwortete Mutegi, dessen Akzent vor Begeisterung stärker wurde. Brad wusste, dass seine Wandlerfreunde sich für ihn freuen würden, aber ihre Begeisterung rührte vor allem daher, dass sie für sich selbst Hoffnung schöpfen konnten, wenn Brad seinen Gefährten fand. Es gab ihnen die Hoffnung, dass auch auf sie dort draußen Gefährten warteten. Nun, mit Ausnahme von Vail, korrigierte Brad sich. Wann auch immer das Thema Gefährten mit dem Wolfswandler aufkam, lachte er und fragte, warum es ihm gefallen sollte, an einen einzigen Mann gebunden zu sein. Die anderen lächelten dann nur nachsichtig, da sie die Ablehnung des Wolfes nicht wirklich verstanden.
„Da Brad der Einzige ist, der den Typen riechen kann, werden wir dicht bei ihm bleiben, wenn er sich durch die Menge bewegt. Falls er Hilfe braucht, können wir so direkt bei ihm sein“, sagte Kontra zu den anderen beiden.
Brad und die anderen wussten, was sein Anführer nicht laut sagte. Falls er wieder die Kontrolle über seinen Bären verlieren sollte, wären sie da, um ihn zu beruhigen. Er runzelte die Stirn und versuchte sich an das letzte Mal zu erinnern, als sein Bär so darauf gedrängt hatte, hervorzukommen. Brad schüttelte den Kopf. Er wusste es nicht.
„Wir haben ein Problem, Boss.“ Payson blieb neben ihrem Tisch stehen. Als ständig angespannter Hyänenwandler war er der Einzige, der Kontra Boss nennen durfte. Sie waren alle der Meinung, dass der Kerl ein paar Schrauben locker hatte, denn egal, wie sehr Kontra ihm drohte, Payson lachte nur wild und ignorierte die Warnungen. Irgendwann hatte Kontra das Unvermeidliche dann einfach akzeptiert.
„Was ist los?“, fragte Kontra und richtete sich auf.
„Hier sind Wandler“, erklärte Payson. „Und zwar eine ganze Menge.“
Sam umklammerte seine Bierflasche fester. „Bist du sicher?“
Obwohl keiner von ihnen alle Details kannte, wusste Brad, dass die Narbe, die über Sams linke Wange verlief, den Mann ständig an die bigotte Einstellung anderer Wandler erinnerte.
„Ganz ruhig“, sagte Kontra. „Die befinden sich ebenfalls in einer Schwulenbar voller Menschen. Hier können sie uns nichts tun.“
„Ich werde nicht gehen, bevor ich meinen Gefährten gefunden habe!“, knurrte Brad.
„Trink das“, befahl Kontra schroff und schob ihm die beiden Whiskys hin. Brad brummte, gehorchte aber. Als die unten waren, reichte Kontra ihm den Black Wolf und nachdem Brad einen Schluck von dem starken Drink getrunken hatte, sagte er: „Ich habe nicht gesagt, dass wir alle gehen, aber diejenigen, die gehen wollen, können das jetzt machen und im Hotel auf uns warten.“
Obwohl Sams Griff um die Flasche nicht lockerer wurde, schüttelte er den Kopf. „Ich weigere mich, jemanden zurückzulassen.“
Mutegi war wesentlich ruhiger, als er ebenfalls nickte.
Kontra lächelte über ihre Reaktionen und nickte, dann sah er Payson an. „Sag den restlichen Jungs Bescheid, dass andere Wandler anwesend sind. Sie können gehen oder bleiben, aber wenn sie gehen, dann nur mindestens zu zweit. Ich will nicht, dass jemand alleine ist.“
„Geht klar, Boss.“
Payson wollte gerade gehen, doch Kontra packte ihn am Arm. „Kannst du sie von hier aus sehen?“
Der Hyänenwandler schüttelte den Kopf. „Nein, aber wenn du zur anderen Seite der Tanzfläche gehst, sitzen dort einige Männer an einem Tisch. Einer ist ein blonder Tigerwandler und der zweite ist ein Wandler mit grauen Haaren, aber ich kann seine Spezies nicht am Geruch erkennen. Ich weiß auch, dass auf der Tanzfläche ein Wolf mit einem Menschen ist.“ Für einen Augenblick erschien ein Ausdruck von Angst in Paysons Augen, doch dann grinste er. „Es ist ein großer schwarzer Wolf, Boss.“
Kontra nickte und ließ seinen Arm los. „Interessant.“ Er nickte einmal mit dem Kopf, und Payson machte sich auf den Weg, wand sich geschickt zwischen den Tänzern hindurch, während er die restlichen Mitglieder ihrer Gruppe suchte.
„Also gut, gehen wir uns diese Wandler mal ansehen“, sagte Kontra.
Die Getränke in der Hand, mit den Augen sorgfältig die Männer um sich herum betrachtend, während ihre Nasen bemüht waren, die unterschiedlichen Gerüche zu deuten, gingen die vier Männer zwischen den Tischen hindurch. Sie umkreisten langsam die Tanzfläche.
Sie entdeckten die beiden Männer, von denen Payson gesprochen hatte, an ihrem Tisch gegenüber von einem rothaarigen Mann. Ein schlanker Mann mit schwarzen Haaren sah den Rothaarigen anzüglich an, dann lachte er über dessen schockierten Blick, bevor er mit schwingenden Hüften davonstolzierte.
„Woher zum Teufel weiß Payson, dass sie Wandler sind?“, grummelte Mutegi. „Ich kann sie von hier aus nicht riechen.“
Kontra runzelte die Stirn. „Seine Nase ist etwas Besonderes. Wo glaubst du, steckt der andere?“
Brad folgte dem Blick seines Anführers, und sie suchten erneut die Tanzfläche ab, doch es war kaum möglich zu sagen, wer ein Wandler sein könnte. Ein Stückchen brauner Haut erweckte seine Aufmerksamkeit und er drehte den Kopf, versuchte zwischen den Männern hindurch etwas zu erkennen. Für einen Augenblick entstand eine Lücke und Brad sah einen lächelnden, hellhäutigen Afro-Amerikaner, der den Kopf zurückgelegt hatte und die Augen geschlossen. Seine Hände bewegten sich in der Luft, während er tanzte, und ein Ausdruck absoluter Zufriedenheit ließ sein hinreißendes Gesicht leuchten.
Plötzlich stieg ihm der Geruch wieder in die Nase, stärker und überwältigender als zuvor, und Brads Augen weiteten sich, als sein Schwanz vor Lust zuckte und Freudentränen aus dem noch immer harten Schaft flossen. Sein Blick verharrte auf dem wunderschönen, schlanken Mann. Er bewegte sich durch die Menge und knurrte: „Mein.“
Dagus spürte Phillips Hände auf seiner Taille, die ihn führten und ihm versicherten, dass er auf der Tanzfläche nicht alleine war. Es fühlte sich so gut an, aus der Zelle heraus zu sein, in die er von den verdammten Wissenschaftlern, die ihn vor zwei Wochen gefangengenommen hatten, gesperrt worden war. Sie hatten ihn in einen winzigen Raum geworfen, der nur mit einer Pritsche, einem Waschbecken und einer Toilette ausgestattet war. Er musste wohl seinem Schöpfer für diese winzige Annehmlichkeit danken. Die einzige Warnung hatte gelautet, dass Drake ihre Forderungen erfüllen würde, sofern ihm etwas an dem Leben seines Bruders Dagus lag.
Darüber hatte er einige Tage gebrütet, während er alleine auf der Pritsche in seiner Zelle hockte, aber es hatte für ihn keinen Sinn ergeben, bis er schließlich von Wandlern gerettet wurde. Die Wissenschaftler hatten versucht, ihn als Druckmittel zu benutzen, da das Wolfsrudel einen der Wissenschaftler erwischt hatte und gefangen hielt.
Er war froh, dass seine Freunde sich solche Mühe gegeben hatten, ihn zu befreien. Jetzt, unter den anderen Leuten im Club, erinnerte er sich daran, dass er am Leben war. Er schwang seine Hüften, hob die Hände in die Luft und ließ sich von der Musik leiten.
Er hielt seine Hüften auf Abstand zu dem Wolfswandler hinter ihm, wohl wissend, dass der Mann nicht für sein Team spielte. Phillip beschützte ihn nur, und nach den Erfahrungen, die er gemacht hatte, hatte Dagus nichts dagegen einzuwenden, dass der Mann auf ihn achtete. Es fiel ihm schwer, alleine zu sein, da ihn jedes nicht zu identifizierende Geräusch nervös machte. Phillip war in sein Gästezimmer gezogen, ein wahres Geschenk Gottes, und die Tatsache, dass er sich seiner Männlichkeit sicher genug war, um mit Dagus zu tanzen, war nur ein weiterer Bonus.
Als ein zweites Paar Hände auf seinen Hüften landete, erstarrte er für eine Sekunde, doch dann bewegte er sich wieder, da er vermutete, dass Carson wieder hinter ihn getreten war, um weiter zu tanzen. Ein warmer, würziger Duft strich über ihn hinweg, ließ seine Haut prickeln und sein Schwanz begann sich zu füllen.
