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Beim Erkunden einer Höhle trifft sie auf einen superheißen Mann in einem Lendentuch. Er verhält sich geheimnisvoll, und sie kann ihm nicht widerstehen. Das kann doch alles nicht wahr sein! Doch anscheinend ist sie in eine Welt geraten, die es nur in Fantasy-Romanen geben sollte.
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Seitenzahl: 43
Veröffentlichungsjahr: 2022
Beim Erkunden einer Höhle trifft sie auf einen superheißen Mann in einem Lendentuch. Er verhält sich geheimnisvoll, und sie kann ihm nicht widerstehen. Das kann doch alles nicht wahr sein! Doch anscheinend ist sie in eine Welt geraten, die es nur in Fantasy-Romanen geben sollte.
Es war völlig dunkel, von nirgendwo drang noch Licht ein. Sabine schwenkte die Lampe über das Gestein und setzte ihre Schritte immer langsamer. Sie hätte an den Verzweigungen doch irgendwelche Markierungen setzen sollen, aber so tief war sie noch nicht vorgedrungen. Von irgendwo tropfte wieder Wasser herunter, doch es schien eher trockener zu werden.
Vielleicht hätte sie sich im Ort noch mehr umhören sollen, aber da hätte sie sich vor ihrer Abreise mehr mit der Sprache beschäftigen müssen. Die hätten ihr sicher auch nur diese weit hergeholten Geschichten erzählt, dass hier manchmal Menschen verschwanden und so. Irgendwas lag hier in der Luft, und eine dünne, schwarze Schicht lag manchmal über den Felsen. Vielleicht hatte hier bis in die jüngste Vergangenheit jemand gewohnt.
Sie ging weiter und dachte an die zähen Verhandlungen, um Förderungen für eine Forschungsreise zu bekommen. Die hatten doch hinter ihrem Rücken gelacht, und dann war sie eben allein verreist. Aber jetzt spürte sie immer mehr so ein gewisses Gefühl im Magen. Wie lange war sie wirklich schon vom dichten Wald aus in das Innere des Bergmassivs geklettert? Das dort vorne sah endlich aus wie … nein, auch hier gab es nichts, das auf Einschlüsse von Edelsteinen hindeutete.
Sie war sich nicht ganz sicher, ob sie ernsthaft erwartete, dass … aber vor ihr schien sich die Höhle zu weiten. Es musste sogar von irgendwo wieder etwas Tageslicht einfallen. Sie schaltete die Lampe ab und konnte gerade genug etwas sehen, um ihre Schritte sicher setzen zu können.
Dort vorne bewegte sich etwas! Oder täuschte sie sich? Wahrscheinlich, und wenn hier Tageslicht eindringen konnte, dann vielleicht auch ein Windstoß, der irgendwas bewegte. Aber … dort war jemand … ein größerer Mann! Wohnte hier bis heute jemand? Sie trat langsam näher, überlegte, wie sie ihn begrüßen konnte. Er sah nicht wie die anderen im Dorf aus und war kaum mit irgendwas bekleidet.
„Hallo, ich …“, versuchte sie zu sagen und wartete auf die Reaktion. „Ich wollte hier nur …“
Beim Gesichtsausdruck dieses Typen war sie sich nicht ganz sicher. Sie hatte nichts darüber herausgefunden, dass die Höhle komplett tabu und das Betreten strengstens verboten wäre. Aber kaum jemand wagte es, sie zu betreten. Sie glaubte von dem Mann fast etwas wie ein Lächeln zu bemerken. Und er sah nicht schlecht aus, vielleicht, weil er nichts außer ein abgerissenes Stück Stoff umgebunden hatte. Da war ihre halblange Hose, die gut zum Klima hier passte, fast konservativ dagegen.
In ihren Gedanken sah sie Orgien, die er hier womöglich mit jemand feierte. Zumindest passte das zu den spärlichen Informationen, die sie gefunden hatte. Besonders Frauen sollten hier verschwinden, aber vielleicht war es nur eine schlüpfrige Männer-Fantasie, die früher noch jemand geglaubt hatte. Doch was sie nun vor sich sah, ließ … ihre Gedanken sehr schlüpfrig werden. Sie konnte den doch nicht so ansehen! Es musste ganz in der Nähe noch einen versteckten Eingang geben. Wieder schien er vorsichtig zu lächeln, zog sie mit seinem Blick an. Sie beschloss, ihm zu folgen.
Der Mann hier hätte sich auch als Türsteher in einem Club betätigen können. Vor zwei Tagen hatte sie in der Hauptstadt nach ihrer Ankunft so einen Laden besucht und sich dann doch nicht auf eine plumpe Anmache eingelassen. Obwohl, wer sollte hier, fernab von zuhause, davon erfahren, erst recht fernab der Hauptstadt? Hatte der Mann nur für einen kurzen Moment die Zungenspitze ein Stück herausgestreckt und sie angesehen? Als wollte er … klar.
Auf einmal blieb er stehen, trat näher und … legte seine Hand um ihren Rücken. Rau und kräftig fühlte sie sich sogar durch den Stoff an. Sabine wurde von ihm weitergeschoben und musste wirklich zugeben, dass sie seine Hand gut anfühlte. Aber was sollte das nun werden? Wohnte er wirklich allein hier?
„Das kann schnell gehen …“, erhob er mit kaum einem Akzent seine Stimme. „Wenn du es wagst. Ansonsten tritt den Rückzug an!“
„Woher …?“
„Wir sprechen hier alle Sprachen.“
Es konnte sein, dass er einmal einige Sätze Deutsch gelernt hatte. Aber im Dorf war es ihr nur schlecht möglich gewesen, sich mit irgendeiner Sprache zu verständigen, die ihr geläufig war. Verwendete er den Plural, wenn er von sich selbst sprach, oder gab es hier noch jemand? Waren es am Ende wirklich …? Vielleicht waren damit Gelehrte gemeint, die sich jede Sprache rasch aneigneten, die sie wo aufschnappten. Vielleicht wohnten die aus traditionellen Gründen nicht im Dorf, sondern außerhalb davon.
Ein weiteres Mal wurde sie von seiner Hand berührt, diesmal fester. Sie dachte fast schon daran, sich losreißen zu wollen. Doch es fühlte sich wieder so etwas wie angenehm prickelnd an, auf eine ganz spezielle Weise. Wenn dieser Typ in dem Club auch so ein Auftreten gehabt hätte … nun gut. Ja, sie sollte aufpassen, aber es musste ja nicht gleich …
Er ließ die Hand weiter nach unten wandern – und sie wollte ihn nicht aufhalten. Es gab nicht allzu viel, das sie … ausziehen konnte. Aber woran dachte sie wirklich auf einmal? Seine andere Hand bewegte sich über ihren Rücken, beinahe zart und doch fordernd.
„Bist du bereit, dich hinzugeben?“, fragte er mit einer noch tieferen Stimme.
