Ein Cajun in Colorado - Charlie Richards - E-Book

Ein Cajun in Colorado E-Book

Charlie Richards

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Beschreibung

Christopher „Chris“ Peterson verliert eine Wette. Jetzt muss er den Abend in einer Hetero-Bar verbringen – als Frau. Aber nur keine Sorge, seine Freunde werden da sein, um ihn zu beschützen. Dumm nur, dass die einen lausigen Job machen. Dann erscheint sein Ritter in glänzender Rüstung in Gestalt des sexy Cajun Manon Lemelle. Chris fühlt sich sofort zu dem gutaussehenden Mann hingezogen. Schade, dass Manon Chris für eine Frau hält. Dennoch kann Chris der Versuchung nicht widerstehen, sich auf ein Date mit ihm einzulassen. Das verläuft desaströs, denn Chris mag Manon viel zu sehr. Manon Lemelles Mutter hat ihn davor gewarnt, dass sein Gefährte es ihm nicht leicht machen würde. Und das stimmt auch. Als er der für ihn bestimmten Chris Richardson begegnet, stellt man ihm eine hinreißende, schlanke junge Frau vor. Er mag ihren Witz und ihren Charme, ihre scheue Art, und sehnt sich danach, ihre Stimme atemlos in sein Ohr hauchen zu hören. Doch es gibt ein kleines Problem: Chris ist kurz für Christopher, und die Frau ist ein Mann. Kann Manon seinen Gefährten davon überzeugen, dass ihre Beziehung, auch wenn sie mit Lügen auf beiden Seiten begonnen hat, eine Zukunft hat? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Länge: rund 34.900 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

ÜBER CHARLIE RICHARDS

LESEPROBE:

Ein Cajun in Colorado

Christopher „Chris“ Peterson verliert eine Wette. Jetzt muss er den Abend in einer Hetero-Bar verbringen – als Frau. Aber nur keine Sorge, seine Freunde werden da sein, um ihn zu beschützen. Dumm nur, dass die einen lausigen Job machen. Dann erscheint sein Ritter in glänzender Rüstung in Gestalt des sexy Cajun Manon Lemelle. Chris fühlt sich sofort zu dem gutaussehenden Mann hingezogen. Schade, dass Manon Chris für eine Frau hält. Dennoch kann Chris der Versuchung nicht widerstehen, sich auf ein Date mit ihm einzulassen. Das verläuft desaströs, denn Chris mag Manon viel zu sehr.

Manon Lemelles Mutter hat ihn davor gewarnt, dass sein Gefährte es ihm nicht leicht machen würde. Und das stimmt auch. Als er der für ihn bestimmten Chris Richardson begegnet, stellt man ihm eine hinreißende, schlanke junge Frau vor. Er mag ihren Witz und ihren Charme, ihre scheue Art, und sehnt sich danach, ihre Stimme atemlos in sein Ohr hauchen zu hören. Doch es gibt ein kleines Problem: Chris ist kurz für Christopher, und die Frau ist ein Mann.

Kann Manon seinen Gefährten davon überzeugen, dass ihre Beziehung, auch wenn sie mit Lügen auf beiden Seiten begonnen hat, eine Zukunft hat?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Um die gesamte Handlung sowie die Geschichte aller Figuren zu erfahren, empfiehlt es sich, alle Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Länge: rund 34.900 Wörter

CHARLIE RICHARDS

Ein Cajun in Colorado

Die Wölfe von Stone Ridge 12

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „A Cajun in Colorado“:

Charlie Richards

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2018

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Für Megan & Lisa – denn Schwestern zu sein bedeutet nicht immer, dass man eine Freundin ist und Unterstützung bietet, aber ihr beide seid es dennoch.

Kapitel 1

„Ich kann nicht glauben, dass ihr mich dazu überredet habt!“, fauchte Chris. Sein Knöchel knickte auf dem unebenen Asphalt des Parkplatzes ein, als seine Konzentration beim Gehen in den Schuhen mit klobigen siebeneinhalb-Zentimeter-Absätzen nachließ.

Daren packte ihn am Ellbogen und half ihm, das Gleichgewicht wiederzufinden. Sein Freund grinste breit. „Du hast die Wette verloren, Mann.“

„Außerdem“, warf Eric grinsend ein, „siehst du als Frau richtig gut aus.“

„Arschlöcher“, knurrte Chris, aber er war leise, da sie sich dem Eingang der Bar näherten. „Ihr lasst mich besser nicht alleine!“ Er wollte so überhaupt nicht den Arsch aufgerissen bekommen, wenn einer der Hetero-Kerle herausfand, dass er keine Frau war.

Chris wusste, dass er mit seiner schlanken, sportlichen Figur und den langen, schwarzen Haaren, einem Kleid und gepolsterten BH sowie mit mehr Make-up als er normalerweise trug, wie eine Frau aussah. Das Problem war nur, dass sein Jockstrap eine Erektion nur unzureichend verbergen würde, falls er erregt sein sollte.

„Komm schon, Chris“, sagte Remy und legte einen Arm um seine Taille. „Wir werden dich nicht alleine lassen.“ Sein Freund drückte ihm einen platonischen Kuss auf die Wange. „Ist ja nicht so, als würden wir dich in einen der Schuppen schleppen, wo wir normalerweise abhängen. Dort würde man dich erkennen“, fügte er hinzu.

Chris unterdrückte ein Stöhnen. Er war seit Jahren in keiner Bar für Heteros mehr gewesen. Daren hielt ihm die Tür auf, wie ein Mann es für eine Frau tun sollte, und er folgte Eric hinein. Die anderen beiden Männer bildeten das Schlusslicht. Seine drei Kumpels hatten sich größte Mühe gegeben, nicht schwul auszusehen, trugen locker sitzende Jeans, T-Shirts und hatten auf ihr gewohntes Lip-Gloss, Eyeliner und Haargel verzichtet.

Er schaute seine Freunde an, als sie sich an einen Tisch setzten, und lächelte. „Wisst ihr, keiner von uns würde erkannt werden, wenn wir in einen der üblichen Schuppen gingen.“

Das brachte ihm ein Lachen von den anderen drei Männern ein. Eine Kellnerin näherte sich ihrem Tisch und sah sie abschätzend an, als sie fragte, was sie ihnen bringen konnte. Nachdem sie alle Bier bestellt hatten, nickte sie und ging.

Sie beobachteten, wie die Kellnerin wegging, und Eric verzog das Gesicht. „Mann, ich würde hier keine Kellnerin sein wollen“, stieß er hervor.

Chris verstand, was er meinte. Mindestens vier Männer streichelten, tätschelten oder kniffen in den Po der Frau, während sie zum Tresen ging. Daren ergriff Erics Hand über den Tisch hinweg und drückte sie schnell, bevor er sie wieder losließ. „Das wird niemals nötig sein, Babe“, murmelte er.

Er beobachtete das Zwischenspiel, und Sehnsucht erfüllte ihn. Eric und Daren waren jetzt seit über drei Jahren ein Paar, waren schon nach gerade einmal drei Monaten zusammengezogen. Einander völlig hingegeben, hatten sie die erste verliebte Phase ihrer Beziehung nie hinter sich gelassen. Chris glaubte nicht, dass sie es jemals tun würden.

„Halt mich fest“, neckte Remy.

Daren lehnte sich in seinem Stuhl zurück und sah Remy finster an. „Bist du eifersüchtig?“

Remy hob eine Schulter. „Vielleicht“, gestand er. „Nicht, dass ich einen von euch beiden haben wollte, aber den einen besonderen Typen zu finden – Ja, das würde mir gefallen.“

Die Kellnerin tauchte wieder auf und betrachtete Remy eingehend, während sie das Bier vor ihnen abstellte. „Ist das alles für euch? Kann ich euch vielleicht eine Vorspeise bringen?“

„Äh, ja“, sagte Daren. Er schenkte der Frau ein Lächeln. „Ich habe gehört, die scharfen Hähnchenflügel sollen hervorragend sein. Wie wäre es damit?“

„Na sicher doch“, sagte sie nickend.

„Ich nehme auch welche“, sagte Eric.

„Ich ebenfalls“, meldete sich Remy.

„Ich möchte bitte gefüllte Kartoffelhälften“, sagte Chris zu der Frau.

„Ja sicher, Süße.“ Ihr Blick schweifte über die anderen am Tisch. „Sonst noch etwas, Jungs?“

Eric brummte. „Bring besser doppelt so viele Kartoffelhälften. Die klingen köstlich.“

„In Ordnung.“ Sie schaute sie alle noch einmal abschätzend an, als würde sie versuchen, sie einzustufen. Es war mehr als offensichtlich, dass sie nicht zur normalen Kundschaft der Bar gehörten. „Ich gebe die Bestellung auf und bin schnell wie der Blitz wieder da.“

Nachdem sie sich abgewandt hatte, lehnte Eric sich zu Remy. „Alter, halt den Ball flach. Ich habe das Gefühl, dass einige von den Typen hier uns in den Arsch treten könnten.“

Remy sah beschämt aus. „Tut mir leid. Ich hab nicht nachgedacht.“

Chris tätschelte seine Schulter, als er die Männer in der Bar betrachtete. Eric hatte recht. Die meisten der Männer sahen wie ziemliche Machos aus, breite Schultern und Muskeln. Einige hatten dicke Bäuche und sahen aus, als müssten sie mehr als ein paar Stunden auf dem Laufband und weg von der Theke verbringen.

Während er die Männer betrachtete, sahen einige ihn an und betrachteten ihn ebenfalls. Ein muskelbepackter, dunkelhaariger Mann, der kaum einen Hals hatte, schenkte Chris ein laszives Lächeln. Er ließ unverhohlen seinen Blick über Chris’ falsche Brüste und seine schlanken Beine wandern.

Chris unterdrückte ein Schaudern und wandte schnell den Blick ab, richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf seine Freunde. Er versuchte, nicht auf seinem Stuhl herum zu rutschen, doch die Haare in seinem Nacken hatten sich aufgerichtet. Er konnte sich gut vorstellen, wie der Mann ihn immer noch anglotzte. Als er den Mut aufbrachte, sich wieder umzuschauen, vermied Chris es sorgsam, in die Richtung des Mannes zu blicken.

Plötzlich wurde sein Mund trocken, und Chris griff blind nach seinem Bier, um etwas zu trinken. Er konnte nur das Profil des Mannes sehen, aber die gerade Nase, sein schmaler Mund, die hohen Wangenknochen und die dichten dunkelroten Haare, die er zu einem sexy Pferdeschwanz zusammengebunden hatte, waren ein beeindruckendes Bild von Männlichkeit.

Schließlich riss Chris seinen Blick von dem fesselnden Anblick los, da er sein Getränk nicht finden konnte, und erkannte, dass er zu weit nach rechts gegriffen hatte. Nachdem er das Bier an die Lippen gehoben hatte, trank er einen Schluck. Er leckte sich den Schaum von den Lippen, dann richtete er den Blick wieder auf den heißen Kerl in der Ecke.

Sein Blick verschmolz mit den unglaublich dunklen Augen des Mannes. Chris fragte sich, ob sie wirklich schwarz waren, oder ob es nur so aussah, weil das Licht in der Bar gedämpft war und die Entfernung zwischen ihnen zu groß.

Chris konnte nicht anders, als sich die Lippen zu lecken, und wow, ihm gefiel, wie der Blick des Mannes seiner Bewegung folgte. Frech ließ Chris seinen Blick über den Körper des Mannes gleiten, sah schlanke Muskeln und die langen Linien eines Athleten.

„Hör auf, die Hetero-Männer anzugucken“, fauchte Daren ihm ins Ohr.

Chris errötete und riss seinen Blick von dem sexy Fremden weg. Er sah seine Freunde an und zuckte mit einer Schulter. „Ich kann nicht anders. Einige dieser Typen sind wirklich heiß.“ So heiß, dass sein Schwanz sich zu füllen begann, nur weil er den rothaarigen Leckerbissen in der Ecke anstarrte, der mit zwei Männern und zwei Frauen Bier trank. Chris erkannte, dass eine dieser Frauen die Freundin des Mannes sein könnte.

Dieser Gedanke ließ seine vorzeitige Erektion schnell nachlassen. Außerdem, selbst wenn er Single wäre, würde er Chris nicht wollen, wenn er wüsste, dass er ein Mann war.

Er seufzte. „Du hast aber recht“, sagte er schnell, bevor seine Freunde ihn weiter tadeln konnten. „Sie sind tabu.“

„Ach, es tut ja nicht weh, zu gucken“ , witzelte Remy und blickte sich um. „Hier sind ein paar Schnuckelchen.“ Er grinste Chris an, und seine blauen Augen funkelten. „Vielleicht solltest du sehen, ob einer von ihnen mit dir tanzen will. Ich sehe da eine Tanzfläche in der Ecke mit ein paar Paaren darauf“, neckte er.

Chris runzelte die Stirn, aber er konnte nicht anders, als zu bemerken, dass Remy recht hatte. In der Ecke spielte eine Musikbox und Paare tanzten zu den Liedern. Nachdem er den Blick wieder über die tanzenden Paare schweifen ließ, konnte er nicht anders, als einen Blick auf den heißen Kerl in der Ecke zu werfen. Chris wusste nicht, ob er erleichtert oder enttäuscht war, dass der Mann nicht mehr auf ihn achtete. Stattdessen hatte er seinen Kopf geneigt und lauschte aufmerksam dem, was die Brünette neben ihm sagte.

Die Ankunft der Hähnchenflügel und gefüllten Kartoffeln erregte seine Aufmerksamkeit und unterbrach das, worüber Remy und Daren stritten. Eric saß nur ruhig da, ein nachsichtiges Lächeln auf seinem Gesicht. Scheiße, sie waren wirklich schlecht darin, so zu tun, als wären sie hetero. Wer bei Eric richtig hinschaute, würde sofort wissen, dass er von Daren hingerissen war.

„Danke“, sagte Chris und zog die Aufmerksamkeit der Kellnerin auf sich und weg von Eric.

„Klar, Schätzchen. Kann ich noch etwas anderes für euch bringen?“, fragte sie.

Sie schüttelten alle die Köpfe, murmelten dankend und machten sich über das Essen her. Chris bedeckte einen scharfen Flügel mit Blauschimmelkäse und biss hinein. Er summte fröhlich, als das Gewürz seine Zunge traf und es angenehm kribbelte, nur um vom cremigen Dressing gekühlt zu werden. Nachdem er den Flügel fertig gegessen hatte, griff er nach einer Kartoffelschale, tauchte sie in das Ranchdressing und nahm einen großen Happen.

„Oh, lecker“, stöhnte Chris. „Das ist echt köstlich!“

Chris wischte sich die Finger an einer Serviette ab, griff nach seinem Bier und nahm einen Schluck von der herben Flüssigkeit. „Also“, begann er, „ich habe getan, was ich tun musste, um die Wette zu erfüllen. Sind wir damit quitt?“

Eric und Daren wechselten einen Blick und zuckten mit den Schultern. „Ja“, antwortete Eric. „Wir sind quitt.“

Chris seufzte und nahm eine weitere Kartoffelschale. Die käsigen, knusprigen, fettigen Köstlichkeiten waren nicht sein übliches Essen, aber er mochte sie gelegentlich. Außerdem war die Tatsache, dass er sich mit seiner Annahme geirrt hatte, sein Chef Tom Bristol wäre hetero, Grund genug zum Frustessen.

Laut Eric hatte der Marketingleiter bei All Weather Outfitters, wo Chris arbeitete, sein Gaydar ausgelöst, aber Chris hatte es einfach nicht gesehen. Also hatten sie die Wette gemacht. Wer auch immer falsch lag, musste sich nicht nur als Frau kleiden, sondern auch für einen Abend als Frau in einer Hetero-Bar durchgehen. Toms hitzigen Blick zu sehen, als der einen in Leder gekleideten Biker, komplett mit Tätowierungen, in sein Büro gezerrt hatte, war für Chris ein echter Schlag gewesen. Ganz sicher hatte er das nicht kommen sehen. Er hatte es aber hingenommen und bei Eric zugegeben, dass er mit seiner Vermutung falsch lag.

Also saß er jetzt hier, aß Kartoffelhälften und Hähnchenflügel und versuchte, nicht zu viel Aufmerksamkeit bei den örtlichen Hetero-Männern zu erwecken. Chris hatte schon ein paar Mal Prügel kassiert, weil er sich an den falschen Kerl rangemacht hatte, und das wollte er wirklich nicht nochmal erleben.

Sie tranken ihr Bier aus, als es mit Chris’ Glück vorbei war. Ein Schatten fiel über seine Schulter. Als Chris aufblickte, sah er den bulligen Mann ohne Hals, der ihn vorhin so angeglotzt hatte, dort stehen. Der Mann zwinkerte ihm zu und sagte: „Ich mag eine Frau mit gesundem Appetit. Was dagegen, wenn ich dir einen Drink ausgebe?“

Chris unterdrückte sein Schnauben, aber nur knapp. Das war wirklich einer der schlimmsten Anmachsprüche, die er je gehört hatte. Da er nicht mit einem Streit anfangen wollte, vor allem, da der Mann mit drei anderen Kerlen zusammengesessen hatte, die alle aussahen, als könnten sie ihn und seine Freunde auf der Hantelbank stemmen, lächelte Chris süß und antwortete: „Ich bin geschmeichelt, muss aber nein sagen. Ich bin heute Abend mit jemandem hier.“ Um seinen Worten Glaubwürdigkeit zu verleihen, lächelte Chris Remy zu und nahm seine Hand.

Remy lächelte Chris an. Seine Freunde passten immer aufeinander auf.

Der Fremde spottete. „Ach, der ist nicht Manns genug, um sich um dich zu kümmern, meine Hübsche“ , sagte der Mann. Er hatte sogar den Nerv, eine Hand auf Chris’ Schulter zu legen und sie zu drücken.

Verdammt, wie kann ich das auflösen? Er zwang sich zu einem Lächeln und sah auf den halslosen Mann. „Schau mal, ich fühle mich geschmeichelt. Wirklich, aber ich bin nicht interessiert. Es tut mir leid.“

Der Griff an seiner Schulter verstärkte sich, und er biss sich auf die Lippe, um den Schmerz zurückzuhalten. Angst durchdrang seinen Körper. Oh, das würde hässlich werden. Chris wusste es einfach. „Komm jetzt, Süße. Gib mir einfach eine Chance. Ich werde mich gut um dich kümmern“, sagte der Mann, doch sein kühles Lächeln erreichte seine Augen nicht mehr.

„Chris sagte nein, Alter. Verschwinde“, schnappte Remy und erhob sich vom Tisch.

„Halt dich raus, Bohnenstange, bevor ich den Boden mit dir wische“, schnappte er.

Chris stand ebenfalls auf, obwohl der Typ ihn nicht losgelassen hatte. Er hob beschwichtigend die Hände. „Bitte, wir wollen keinen Ärger“, sagte er. „Wir werden einfach gehen.“

Aus den Augenwinkeln konnte er Daren und Eric ebenfalls sehen. Daren zog seine Brieftasche heraus und schnappte sich ein paar Scheine, um sie auf den Tisch zu werfen.

„Ein Tanz, Liebling“, beharrte der Fremde.

Chris fühlte sich gefangen. Er mochte es nicht.

Plötzlich erschien eine andere Gestalt an seiner Schulter. „Chérie sagte, sie ist nicht interessiert, Frankie. Warum gehst du nicht zurück zu deinen Freunden, hmm?“

„Halt dich da raus, Cajun“, schnappte Frankie.

„Wenn eine Frau nein sagt, hörst du darauf, Frankie“, sagte der Cajun.

Chris wollte stöhnen. Er hatte Cajuns im Fernsehen reden gehört, aber niemals im wirklichen Leben. Der Akzent war noch besser in echt. Der Cajun packte Frankies Handgelenk über der Stelle, wo der Mann Chris’ Schulter hielt. „Lass sie gehen, oder ich breche es“, drohte der sexy Rotschopf.

Frankie funkelte ihn an, tat aber, wie ihm gesagt wurde. Der Cajun gab sein Handgelenk frei. „Du musst lernen, deine Nase aus dem zu lassen, was dich nichts angeht, Manon“, schnappte Frankie.

„Eine hübsche Dame in Schwierigkeiten geht mich immer etwas an“, erklärte Manon.

Bis dahin hatte Chris sich damit begnügt, einfach nur dazusitzen und seinem Ritter in … Jeans zu lauschen, wie der seinen Kampf für ihn austrug. Die Tatsache, dass Manon dachte, er wäre eine Frau, war wie ein Spritzer kaltes Wasser ins Gesicht. Chris war ein erwachsener Mann. Keine Frau. Wenn einer der beiden Männer das herausfinden sollte, wäre ihnen deren Zorn gewiss.

„Ich bin dankbar für die Hilfe, Sir“, murmelte er, sittsam lächelnd. „Aber ich denke, ich werde einfach gehen.“

Manon drehte sich um und sah auf Chris hinab. Jetzt, wo er so nah war, war es schwer für Chris, nicht zu sabbern. Seine Augen waren wirklich schwarz wie Kohle und starrten aus seiner Höhe von einem Meter achtundachtzig herab. „Erlaube mir, dich zu deinem Auto zu bringen, chérie.“

„Mein Name ist Chris … Chris Richards … Richardson“, brachte er hervor. Sich von diesem Blick festnageln zu lassen, war sicherlich eine berauschende Erfahrung. Der Mann starrte voller Intensität auf ihn und betrachtete sein Gesicht, als ob er versuchte, sich jedes Merkmal einzuprägen.

„Und ich bin Manon Lemelle“, antwortete der Mann. „Es ist mir ein Vergnügen.“ Er grinste und zeigte gerade weiße Zähne und ein mörderisches Lächeln. „Chérie ist ein Ausdruck der Zärtlichkeit, Chris. Ich meine es nicht böse.“

„Oh“, antwortete Chris, nicht wissend, was er noch sagen sollte.

Eric berührte seinen Ellbogen. „Wir sollten gehen. Daren hat bezahlt, also …“

Chris nickte. Er drehte sich zu Manon um und sagte leise: „Ich weiß die Hilfe zu schätzen. Wir werden jetzt gehen.“

Manon sah Frankie an, und da bemerkte Chris die verengten Augen und das gerötete Gesicht des Mannes. Sein Möchtegern-Verehrer war wütend.

„Ich begleite dich raus“, sagte Manon plötzlich. „War sowieso auf dem Weg zu gehen.“

Chris war sich sicher, dass das völliger Blödsinn war, aber es war eine nette Geste. Er konnte sein Lächeln und das leichte Erröten in seinen blassen Zügen nicht stoppen. „Okay.“

„Schade, Liebling. Wir hätten heute Abend zusammen Spaß haben können“, schnappte Frankie. „Stattdessen willst du nur eine weitere Eroberung dieses Arschlochs sein.“

„Du musst ein paar Manieren in Gegenwart einer Dame lernen“, schimpfte Manon.

Remy schnaubte und Chris wusste, dass es daran lag, dass er keine Frau war und in der richtigen Situation schlimmer als ein Seemann fluchen konnte. „Gehen wir“, drängte Daren. Die Lippen des Mannes zuckten, und Chris wusste, dass Daren in sich hinein grinste.

Die Gruppe war draußen und Chris musste sich darauf konzentrieren, mit den verdammten Absätzen zu laufen. Kein Grund, vor dem sexy Mann zu stolpern, selbst wenn er wusste, dass er dem Hottie nicht nachstellen konnte. Zu seiner Überraschung folgte Manon ihnen. Als sie Erics Jeep erreichten, berührte Manon Chris am Arm und zog seine Aufmerksamkeit auf sich.

„Ich weiß, dass dieser Typ nicht dein Mann ist“, sagte Manon, und ein Lächeln umspielte seine Lippen. „Dafür hat er dich nicht richtig verteidigt.“

Chris wurde leicht rot. „Ja, nun, das stimmt. Er ist nicht mit mir zusammen. Wir sind nur Freunde und wollten nur Spaß haben.“

„Du warst vorher noch nie in dieser Bar“, erklärte Manon. „Ich würde es wissen.

---ENDE DER LESEPROBE---