Ein engelhaftes Dilemma - Charlie Richards - E-Book

Ein engelhaftes Dilemma E-Book

Charlie Richards

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Beschreibung

Nur ein kleiner Liebesbiss: Ein Engel gerät in ein Dilemma, als der Mann, dem er helfen soll, mit seiner Stella Guida in Verbindung steht. Als Engel hat Mordecai die Fähigkeit, die Gedanken anderer zu lesen. Während er in einem Café sitzt und den Menschen beobachtet, dem er helfen soll – Charles – hört sich Mordecai die inneren Probleme des Mannes an, um herauszufinden, wie er ihm am besten helfen kann. Mordecai bekommt mit, wie Charles sich fragt, warum er zugestimmt hat, sich mit seinem Trainingskumpel Jeffrey auf einen Kaffee zu treffen – obwohl er weiß, dass Jeffrey es als Date meint. Laut seinen Gedanken hat Charles seinem gelegentlich aufkeimenden Interesse am anderen Geschlecht nie nachgegeben, und er sieht keinen Sinn darin, dies jetzt zu tun. Mordecai geht davon aus, dass seine Aufgabe darin besteht, Charles dabei zu helfen, sein gelegentliches Verlangen nach Männern zu akzeptieren. In der Vergangenheit hat er bereits Zeit damit verbracht, mit den ihn zugewiesenen Menschen zu sprechen und sie auf ihrem Weg zu führen. Mordecai findet nichts Besonderes an dem Auftrag. Das hat er schon oft gemacht. Alles ändert sich, als Mordecai den ersten Blick auf Jeffrey – Charles’ Date – wirft und dem Blick des Mannes begegnet. Der Mensch ist seine Stella Guida, sein Leitstern – der einzige Mensch, mit dem er eine Seele teilen kann. Wie kann Mordecai Charles dabei helfen, mit Jeffrey auszugehen, wenn ihn jeder Instinkt anschreit, diesen Mann für sich zu nehmen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 27.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

ÜBER CHARLIE RICHARDS

LESEPROBE:

Ein engelhaftes Dilemma

Nur ein kleiner Liebesbiss: Ein Engel gerät in ein Dilemma, als der Mann, dem er helfen soll, mit seiner Stella Guida in Verbindung steht.

Als Engel hat Mordecai die Fähigkeit, die Gedanken anderer zu lesen. Während er in einem Café sitzt und den Menschen beobachtet, dem er helfen soll – Charles – hört sich Mordecai die inneren Probleme des Mannes an, um herauszufinden, wie er ihm am besten helfen kann. Mordecai bekommt mit, wie Charles sich fragt, warum er zugestimmt hat, sich mit seinem Trainingskumpel Jeffrey auf einen Kaffee zu treffen – obwohl er weiß, dass Jeffrey es als Date meint. Laut seinen Gedanken hat Charles seinem gelegentlich aufkeimenden Interesse am anderen Geschlecht nie nachgegeben, und er sieht keinen Sinn darin, dies jetzt zu tun.

Mordecai geht davon aus, dass seine Aufgabe darin besteht, Charles dabei zu helfen, sein gelegentliches Verlangen nach Männern zu akzeptieren. In der Vergangenheit hat er bereits Zeit damit verbracht, mit den ihn zugewiesenen Menschen zu sprechen und sie auf ihrem Weg zu führen. Mordecai findet nichts Besonderes an dem Auftrag. Das hat er schon oft gemacht.

Alles ändert sich, als Mordecai den ersten Blick auf Jeffrey – Charles’ Date – wirft und dem Blick des Mannes begegnet. Der Mensch ist seine Stella Guida, sein Leitstern – der einzige Mensch, mit dem er eine Seele teilen kann. Wie kann Mordecai Charles dabei helfen, mit Jeffrey auszugehen, wenn ihn jeder Instinkt anschreit, diesen Mann für sich zu nehmen?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.

Ein liebevolles Biss-chen ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.

Länge: rund 27.000 Wörter

CHARLIE RICHARDS

Ein engelhaftes Dilemma

Ein liebevolles Biss-chen 30

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „An Angelic Dilemma“:

Charlie Richards

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2023

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Mach’s einfach.

~ Nike-Slogan

Kapitel 1

Auf der Parkbank sitzend, schaute Mordecai auf die Turmuhr am Rathaus der Stadt. Er las die Zeit ab und fragte sich, wie lange es noch dauern würde, bis die Zielperson seiner aktuellen Mission im Fitnessstudio am Ende der Straße fertig sein würde. Es war ein Mensch namens Charles Rickter. Er hatte früher an diesem Morgen einen mentalen Netzzauber eingesetzt, der es ihm ermöglichte, den Aufenthaltsort des Mannes zu verfolgen. Mordecai hatte vor, ihm zu folgen und einen geeigneten Ort zu finden, um den Menschen zu treffen und eine Freundschaft zu beginnen.

Als Engel mochte Mordecai es, dazusitzen und sich zu entspannen, also machte es ihm nichts aus zu warten. Leute beobachten, hatte er es andere nennen gehört. Er fand Menschen faszinierend, mit ihren unterschiedlichen Größen, Formen, Farben und Geschlechtern, die so viele Ideen und Überzeugungen hervorbrachten.

Natürlich waren es dieselben unzähligen Ideen und Überzeugungen, die auch den Bedarf an Mordecais Art schufen. Engel lebten auf einer anderen Existenzebene und hatten die Aufgabe, den emotionalen und spirituellen Frieden zwischen den Menschen zu wahren. In Anbetracht der Kämpfe und Streitereien, in die Menschen und Paranormale ständig verwickelt zu sein schienen, fand Mordecai nicht, dass sie einen sehr guten Job machten.

Glücklicherweise war Mordecai mit dieser Schlussfolgerung nicht allein. Er und seine Brüder hatten beschlossen, zwischen den ihnen von ihrem Schöpfer übertragenen Missionen ihre Präsenz im menschlichen Reich so weit wie möglich zu verstärken. Ihr Schöpfer sah die Seelen aller Wesen im Reich und beauftragte einen Engel, denjenigen zu helfen, die eine persönliche Krise durchmachten.

Deshalb saß Mordecai da und wartete auf Charles. Er würde dem Menschen näher kommen müssen, um seinen Gedanken zuzuhören, was ihm ermöglichen sollte, zu erfahren, was dem Mann zu schaffen machte. Dann konnte er sich einen Weg ausdenken, um ihm zu helfen.

Während Mordecai dasaß und wartete, streckte er seine Sinne aus. Die geistige Fähigkeit erlaubte ihm, den Gedanken derer zuzuhören, die in seiner Nähe waren.

Seine Gründe dafür waren zweierlei.

Erstens würde Mordecai gerne jedem in seiner Nähe, der es brauchte, dabei helfen, seine Gedanken zu beruhigen oder seine Stimmung aufzuhellen. Zweitens wusste Mordecai, dass es da draußen Leute gab, die Paranormale jagten.

Ein Engelskollege – Zylen – war von ihnen gefangen genommen und festgehalten worden, wobei die allgemeine Annahme war, dass Zylen zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen war. Die Jäger schienen ihn mit einem anderen Paranormalen verwechselt zu haben und waren sich dann nicht sicher, was sie mit ihm machen sollten. Glücklicherweise war er von den Vier Reitern der Apokalypse gerettet worden, bevor die Menschen eine Entscheidung über Zylen getroffen hatten.

Als die Vier Reiter mehrere Dämonen in das Reich des Schöpfers geschickt hatten, hatte das für ziemliches Aufsehen gesorgt.

Die gehetzten Gedanken einer Frau, die in der Nähe den Bürgersteig hinuntereilte, erregten Mordecais Aufmerksamkeit.

Ich weiß einfach nicht, wie ich zu ihm durchdringen soll. Kyle will einfach nicht zuhören. Früher war er so ein guter Junge.

Mordecai richtete seine Aufmerksamkeit auf den jungen Teenager, der ein paar Schritte hinter der Frau ging. Er bemerkte sofort die familiäre Verbindung zwischen ihnen, die nur von Engeln und Dämonen gesehen wurde, und er wusste, dass sie Mutter und Sohn waren. Mordecai nahm auch die hochgezogenen Schultern und den schmollenden, rebellischen Gesichtsausdruck des Jungen wahr. Seine Gedanken waren genauso aufschlussreich.

Ich verstehe nicht, warum das so eine große Sache ist. Es ist ja nicht so, dass der Laden es sich nicht leisten kann, ein paar Dollar zu verlieren, nur weil ich ein paar Schokoriegel geklaut habe. Ich und meine Freunde wollten sie haben.

Mit einem Kopfschütteln erhob sich Mordecai von der Bank. Er hatte seinen Tarnzauber fest an seinem Platz und verbarg damit seine engelhafte Aura ebenso wie seine Flügel. Die Flügel eng an den Rücken gezogen, bewegte sich Mordecai schnell und brachte sich in eine Position, in der er sie auf dem Bürgersteig überholen konnte.

Die Mutter – Constance, verrieten ihm seine besonderen Fähigkeiten – blickte ihn diskret unter ihren Wimpern hervor an. Ihre Wangen röteten sich ein wenig und sie richtete ihren Blick schnell nach vorne. Er nahm den Geruch von Erregung wahr, was ihn wissen ließ, dass sie ihn anziehend fand.

Mordecai fühlte sich immer geschmeichelt, wenn das passierte, egal wie oft es vorkam. Als Engel war er groß und breit gebaut. Er hatte den Körper eines Kriegers mit kräftigen Muskeln und einer schmalen Taille. Viele Menschen, Frauen und Männer gleichermaßen, schienen das ansprechend zu finden.

Natürlich würde Mordecai niemals darauf eingehen. Tatsächlich konnte er es nicht. Ein Engel hatte keine sexuellen Impulse. Zumindest nicht, bis er seine Stella Guida – seinen Leitstern – traf, die einzige Person, mit der er sich verbinden und mit der er sich außerhalb seiner Pflichten gegenüber seinem Schöpfer ein Leben aufbauen konnte.

Mordecai konzentrierte sich auf die Gegenwart und öffnete seinen Geist, als er mit seinen Fingerspitzen über den Handrücken des jungen Mannes – Kyle – strich, während er an ihm vorbeiging. Bei diesem flüchtigen Kontakt erfuhr er, dass Kyle in der Schule ein paar neue Freunde gefunden hatte. Sie hatten einen schlechten Einfluss auf ihn und füllten seinen Kopf mit selbstsüchtigen Ideen und einer Anspruchshaltung.

Kyle begann zu glauben, dass die Welt ihm etwas schuldete und er alles bekommen sollte, was er wollte, ohne dafür zu arbeiten. Es spielte keine Rolle, dass seine alleinerziehende Mutter zwei Jobs hatte, um ihnen ein Dach über dem Kopf und Essen auf dem Tisch zu bieten. Seine schulischen Leistungen waren schlechter geworden, weil Kyle Videospiele mit Freunden spielen wollte, anstatt die Zeit und Energie zu investieren, um anständige Noten zu bekommen, was dazu führen würde, dass er Gelegenheiten bekam, sich zu verbessern.

In diesen ein oder zwei Sekunden pflanzte Mordecai ihm ein paar eigene Gedanken ein. Er verstärkte den Stolz, den Kyle empfand, wenn er eine Aufgabe erledigte, wenn er sah, dass eine Arbeit gut erledigt war. Mordecai fügte dem eine Fülle von Empathie für seine Mutter hinzu und eine Menge Respekt dafür, wie hart sie arbeitete, um für ihn zu sorgen. Er fügte sogar ein wenig Apathie hinzu, damit es ihm egal sein würde, was seine neuen Freunde von seinem plötzlichen Verlangen hielten, hart zu arbeiten und seiner Mutter zu helfen. Mordecai fügte auch noch das Wissen hinzu, dass es im Leben nicht nur um Spaß geht, sondern auch um Verantwortung.

Stirnrunzelnd trat Kyle nach links, weg von Mordecais Berührung. Er hörte die Gedanken des jungen Mannes. Meine Güte, bleib auf deiner Seite, du Idiot. Das war in Ordnung. Mordecai hatte getan, was er konnte.

Hmmm – vielleicht kann ich noch etwas tun.

Mit einem schnellen mentalen Spruch bewirkte Mordecai einen stillen Zauber.

Constance stolperte über nichts und ruderte ein wenig mit den Armen, als sie versuchte, ihr Gleichgewicht wiederzufinden.

Mordecai drehte sich um und ergriff ihren Arm, um sie zu stützen.

„Oh, mein Gott“, murmelte Constance, und ihre Wangen verdunkelten sich vor Verlegenheit. „Danke, Sir.“

„Gern geschehen, Miss“, erwiderte Mordecai. Mit seiner freien Hand drückte er leicht ihre Hand. „Ich bin froh, dass ich helfen konnte.“

Während Mordecai sprach, drang er in ihren Geist ein. Er teilte ihr die Namen und den schlechten Einfluss von Kyles neuen Schulfreunden mit. Mordecai gab ihr die Kraft, den Kurs zu halten und ihrem Sohn dabei zu helfen, wieder auf den rechten Weg zu finden.

Mordecai senkte sein Kinn zum stummen Abschied, ehe er ihr ein kleines Lächeln schenkte. Dann ließ er sie los und machte sich auf den Weg. Mordecai bemerkte, dass Charles das Fitnessstudio verließ, passte sich seinem Schritt an und folgte ihm.

Zu Mordecais Erleichterung ging Charles nicht zu einem Fahrzeug. Stattdessen überquerte er die Straße an der Ecke und öffnete die Tür zu einem Café. Mordecai trat einen Moment nach ihm ein und entdeckte ihn bereits an der Theke.

Als Mordecai sich hinter Charles in die Schlange stellte, hörte er, wie der Mann einen Proteindrink bestellte. Dabei zuckte er innerlich zusammen, und als er selbst an der Reihe war, bat er um einen Beeren-Smoothie. Mordecai nannte dem Barista seinen Namen, bevor er Charles zum Abholbereich folgte, während er den Gedanken des Menschen lauschte.

Was zum Teufel mache ich hier? Charles klang nicht besonders glücklich. Ich hätte nicht zustimmen sollen, Jeffrey zu treffen. Wenn ich gewusst hätte, dass er das als Date betrachtet, hätte ich abgelehnt. Nachdem er innerlich gestöhnt hatte, setzte Charles sein gedankliches Schimpfen fort. Wie konnte ich nur zulassen, dass er mich dabei erwischt, wie ich auf seinen Arsch schaue? Aber diese Laufshorts, die er trägt, lassen ihn so verdammt sexy aussehen. Wie konnte ich da nicht hinschauen?

Charles nahm seinen Drink von dem Barista entgegen, bevor Mordecai sich einen Weg überlegen konnte, sich ihm vorzustellen.

Mordecai lehnte einen Arm gegen die Theke und beobachtete diskret, wie Charles zu einem Tisch auf der linken Seite ging.

Vielleicht kann ich mit Jeffrey gleich nach seiner Ankunft reinen Tisch machen. Wir müssen nicht mal etwas zusammen trinken. Charles betrachtete die Tür, während er einen Schluck von seinem Getränk nahm. Oder ich lasse ihn wissen, dass ich mich geschmeichelt fühle, aber nicht interessiert bin. Seinen Drink finster anblickend, verzog Charles seine Lippen zu einem nachdenklichen Ausdruck. Ich erkläre einfach, dass ich die männliche Körperform mag, aber diese Grenze nicht überschreiten will. Gott, ich hoffe, er versteht das. Ich möchte nicht als bisexuell bezeichnet werden. Nur weil ich Männer gelegentlich nett anzuschauen finde, heißt das noch lange nicht, dass ich irgendetwas mit ihnen machen will.

Während Mordecai Charles’ angespannten Grübeleien weiter zuhörte, hatte er sein Getränk erhalten und sich an einen Tisch in der Nähe gesetzt. Er erkannte, dass sich der Mensch zu einem anderen Mann hingezogen fühlte, er aber offensichtlich nicht bereit war, diese Grenze zu überschreiten. Mordecai hatte in den letzten Jahrzehnten mit vielen Männern wie Charles zu tun gehabt.

Auch wenn es immer mehr akzeptiert wurde, als schwul oder bisexuell bezeichnet zu werden – und die Menschen hatten sich unzählige andere Bezeichnungen ausgedacht, um Leute in nette kleine Schubladen zu stecken –, fiel es manchen Menschen immer noch schwer, einige ihrer Triebe zu akzeptieren. Schwul, hetero, bi oder was auch immer zu sein spielte keine Rolle. Menschen und Paranormale waren gleichermaßen nach dem Bild des Schöpfers geschaffen, und sie waren es, die diese Vorurteile entwickelt hatten.

Charles neigte dazu, seinen Drang zu leugnen, und Mordecai wusste, dass es seine Aufgabe war, dafür zu sorgen, dass, wenn der Mensch dies tat, es seiner Psyche in keiner Weise schaden würde.

Gerade als Mordecai beschloss, Charles eine Frage zu seinem Drink zu stellen – er wusste, dass er ein kräftiger, fitter Typ war und es als gesundheitsbezogenes Interesse ausgeben konnte – öffnete sich die Tür des Cafés und die Glocke läutete. Er sah, wie sich Charles’ Schultern versteiften. Mordecai folgte der Blickrichtung des Menschen und beobachtete, wie ein großer blonder Mann seinen Blick durch das Café schweifen ließ.

Als der Blick des Mannes auf Mordecai landete, verharrte er einen Moment lang. Die grünen Augen des Mannes weiteten sich und seine Nasenflügel bebten. Er erstarrte sogar kurz am Eingang.

Mordecai spürte diesen Blick bis hinunter zu seinen Zehen. Sein Atem stockte in seiner Brust, und es fühlte sich an, als würde die Welt um ihre eigene Achse kippen. Er spürte, wie sein Blut heiß wurde und ihn von innen heraus wärmte.

Zum ersten Mal in seinem Leben spürte Mordecai, wie sein Schwanz anschwoll und ein Kribbeln seine Leistengegend erhitzte. Seine Finger zuckten um seinen Becher und er sehnte sich danach, sie durch das feucht aussehende Haar des Menschen zu schieben. Die dicken Strähnen waren gerade lang genug, um ihm in die Stirn zu fallen, und Mordecai wollte sie aus dem wunderschönen Gesicht des Mannes streichen.

Ich könnte in seine wunderschönen grünen Augen blicken, während ich mit meinen Fingern über sein Kinn streiche. Würde ich dort einen feinen Hauch von Stoppeln spüren? Wie würde sich das auf meiner Handfläche anfühlen – oder Brust – oder –

„Hey, Jeffrey“, grüßte Charles, und der Mann wandte seine Aufmerksamkeit von Mordecai ab und dem anderen Menschen zu.

---ENDE DER LESEPROBE---