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In der paranormalen Welt: Nachdem ein sehr alter Gargoyle seinen Gefährten gerochen hat, muss er entscheiden, wie weit er gehen wird, um den Menschen in sein Leben einzubeziehen. Der Älteste Bodb wandelt seit über tausend Jahren auf der Erde. Die ganze Zeit über hat er geduldig darauf gewartet, dass das Schicksal seinen Gefährten zu ihm führt. Als er zum Falias-Schwarm reist, um einen Bericht zu der Verurteilung eines der ehemaligen Mitglieder zu überbringen, fängt er einen schwachen Hauch von etwas auf … etwas Berauschendem. Sein Gefährte ist endlich in der Nähe. Nachdem Bodb entdeckt hat, dass der Geruch von dem Bruder eines Mannes stammt, der mit einem Gargoyle verbunden ist, erfährt er, dass Nicholas Lindson nichts über die paranormale Welt weiß. Um die Sache noch schlimmer zu machen, ist Nicholas in Texas mit einer Prominenten verlobt, und die Hochzeit ist nur noch wenige Wochen entfernt. Bodb stellt jedoch fest, dass dies nicht das Schlimmste ist. Nicholas ist der Erbe eines texanischen Rinderimperiums, und sein Vater ist sehr in sein Leben involviert – viel zu sehr. Kann der Älteste Bodb herausfinden, wie er nicht nur die Existenz von Paranormalen offenbaren und um Nicholas werben kann, sondern auch seinen Menschen unter der Fuchtel seines herrschsüchtigen Vaters herausholen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Paranormal verliebt ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing. Länge: rund 35.000 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2021
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
ÜBER CHARLIE RICHARDS
LESEPROBE:
Ein Rinderbaron an der Leine
In der paranormalen Welt: Nachdem ein sehr alter Gargoyle seinen Gefährten gerochen hat, muss er entscheiden, wie weit er gehen wird, um den Menschen in sein Leben einzubeziehen.
Der Älteste Bodb wandelt seit über tausend Jahren auf der Erde. Die ganze Zeit über hat er geduldig darauf gewartet, dass das Schicksal seinen Gefährten zu ihm führt. Als er zum Falias-Schwarm reist, um einen Bericht zu der Verurteilung eines der ehemaligen Mitglieder zu überbringen, fängt er einen schwachen Hauch von etwas auf … etwas Berauschendem. Sein Gefährte ist endlich in der Nähe. Nachdem Bodb entdeckt hat, dass der Geruch von dem Bruder eines Mannes stammt, der mit einem Gargoyle verbunden ist, erfährt er, dass Nicholas Lindson nichts über die paranormale Welt weiß. Um die Sache noch schlimmer zu machen, ist Nicholas in Texas mit einer Prominenten verlobt, und die Hochzeit ist nur noch wenige Wochen entfernt. Bodb stellt jedoch fest, dass dies nicht das Schlimmste ist. Nicholas ist der Erbe eines texanischen Rinderimperiums, und sein Vater ist sehr in sein Leben involviert – viel zu sehr. Kann der Älteste Bodb herausfinden, wie er nicht nur die Existenz von Paranormalen offenbaren und um Nicholas werben kann, sondern auch seinen Menschen unter der Fuchtel seines herrschsüchtigen Vaters herausholen?
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.
Paranormal verliebt ist ein Spin-Off der Reihe Die Wölfe von Stone Ridge. Die Reihen können unabhängig voneinander gelesen werden, dies idealerweise entsprechend der Nummerierung der Bände innerhalb der Reihe. Aufgrund der Überschneidungen innerhalb der verschiedenen Reihen, die in der Welt von Stone Ridge angesiedelt sind, empfiehlt es sich, die Bände entsprechend ihrer Reihenfolge innerhalb der gesamten Welt zu lesen. Eine Übersicht über die empfohlene Lesereihenfolge gibt es auf der Website von Me and the Muse Publishing.
Länge: rund 35.000 Wörter
CHARLIE RICHARDS
Ein Rinderbaron an der Leine
Paranormal verliebt 24
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „Captivating His Cattle Baron“: Charlie Richards
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2021
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
Übersetzt von: Sage Marlowe
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Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.
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Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.
Widmung
Wenn wir uns nicht ändern, wachsen wir nicht. Wenn wir nicht wachsen, leben wir nicht wirklich.
~ Gail Sheehy
Bodb passte den Winkel seiner Flügel an und segelte um die Baumwipfel. Er schlängelte sich zwischen den Kiefern hin und her und genoss den angenehmen Duft sowie die frische Luft in seinem Gesicht. Seiner Erfahrung nach gab es nichts Schöneres, als durch die Luft zu gleiten.
Diese Freiheit.
Mit über elfhundert Jahren war er schon lange auf der Erde. Er genoss die meisten Dinge nicht mehr so wie früher. Die Einsamkeit und Monotonie zermürbten seine Vorstellung von Spaß.
Das war der Grund, warum Bodb an dieser einen Sache festhielt, und er legte Wert darauf, jeden Tag nur zum Spaß zu fliegen.
Das war jedoch nicht der Grund, warum Bodb an diesem Abend zwischen den Kiefern entlangflog. Er war auf dem Weg zum Falias-Gargoyleschwarm, angeführt von Anführer Maelgwn. Die Gruppe hatte einen Gargoyle ausgeliefert, der versucht hatte, die aufkeimende Beziehung zwischen zwei Gefährten zu stören – ein absolutes Tabu für alle Paranormalen. Als seine Machenschaften nicht erfolgreich waren, hatte der rachsüchtige Gargoyle noch mehr Ärger verursacht, indem er einer Gruppe von Wandlern geholfen hatte, sich auf das Gelände zu schleichen. Nach Bodbs Informationen hatten die Wandler versucht, ein junges Wandlermädchen zu entführen und ihre Mutter und ihren Onkel zu töten.
Da Bodb einer von zwölf Gargoyleältesten war – fünf verpaarte und sechs weitere, die, wie er selbst, unverpaart waren –, fiel es in ihre Zuständigkeit, über das Schicksal des Gargoyles zu entscheiden. Er war auf dem Weg zur Schwarm, um zu erklären, was mit Gabe passiert war. Genaugenommen, dass die Ältesten ihn töten gelassen hatten.
„Es ist auf der linken Seite, Ältester“, grollte Biscane.
Bodb warf dem Vollstrecker einen Blick zu und nickte. Seinen Körper neigend, drehte er nach links ab. Er schlug einmal, zweimal mit den Flügeln und fing dann den Luftstrom auf, den er wollte.
„Ich erinnere mich“, sagte Bodb zu dem riesigen Mann, der ihn begleitete. „Ich war schon einmal hier.“
„Ja, Ältester.“
Ein Mann, der nur wenige Worte macht.
Bodb behielt seine Belustigung für sich. Als er das letzte Mal den Falias-Schwarm besucht hatte, hatte er einen anderen Vollstrecker bei sich gehabt. Ssimeas. Bodb betrachtete den Mann als Freund, aber er war auf Aufklärungsmission gewesen und nicht verfügbar.
Zwischen den Bäumen entdeckte Bodb den Schein von Licht. Er sah, wie die Kiefern wichen und einen gewaltigen, dreistöckigen Bau aus Ziegeln und Steinen zeigten. Links war ein weitläufiger Garten und vor ihm eine große Terrasse.
Bodb entdeckte die Gestalten auf der Veranda und ordnete ein, wer sie waren. Der große dunkelblaue Gargoyle war Anführer Maelgwn, und der Mann mit der tiefgrünen Haut war der Zweite des Schwarms, Tobias. Die letzten beiden Gargoyles waren ein tiefgrauer Mann sowie ein großer in hellgoldener Farbe. Das war der Chef-Vollstrecker, Einan, sowie ein zweiter Vollstrecker, Sapian.
Bodb war erfreut, vom inneren Kreis des Schwarms begrüßt zu werden, und segelte auf sie zu. Zwanzig Schritte vor ihnen landete er leicht auf dem Rasen und schritt dann auf sie zu. Mit seiner Größe von über zwei Meter zehn nahm er mühelos zwei Stufen auf einmal.
„Sei gegrüßt, Ältester Bodb“, sagte Anführer Maelgwn und trat vor. Er neigte seinen Kopf ein wenig, um Bodbs Status anzuerkennen und streckte dann seine Hand mit den schwarzen Krallen aus. „Willkommen im Falias-Schwarm.“
Nachdem er Maelgwns Hand ergriffen hatte, schüttelte Bodb sie, dann ließ er sie los, damit er seine Hände auf die Hüften legen konnte. „Danke für die Begrüßung, Anführer Maelgwn. Ich freue mich darüber, wieder hier zu sein.“
Bodb freute sich wirklich. Das Schicksal selbst hatte Maelgwns Schwarm gesegnet. Er glaubte das aufgrund dessen, dass so viele seiner Leute ihre Gefährten gefunden hatten.
Ich hoffe, dass ein wenig von diesem Glück auf mich abfärben wird.
Er war schon eine lange Zeit allein.
„Möchtest du zuerst zu deiner Suite geführt werden und dich etwas entspannen?“, fragte Maelgwn, trat einen Schritt zurück und drehte sich halb zu den französischen Türen um, die in das Anwesen führten. „Oder hättest du lieber eine Mahlzeit? Wenn du es vorziehst, das Geschäftliche zuerst aus dem Weg zu räumen, ist das auch in Ordnung.“ Der dunkelblaue Gargoyle lächelte und zeigte dabei seine scharfen Zähne. „Wir richten uns nach deinem Zeitplan.“
„Tatsächlich würde ich mich über eine Mahlzeit freuen.“ Bodb spürte, wie sein Magen ziepte und ihn daran erinnerte, wie lange der Flug gedauert hatte. „Wie ist das Steak mit Eiern eures Küchenchefs?“
„Unser Chefkoch Roman macht ein wunderbares Steak mit Eiern“, sagte Vollstrecker Sapian und grinste breit. „Und der Assistenzkoch, Kort, macht einen erstaunlich leckeren Rösti-Auflauf.“ Er ging voran und schmatzte mit den Lippen, bevor er über die Schulter grinste. „Der Ansturm auf das Mittagessen dürfte gerade nachlassen, daher sollte der Speisesaal ziemlich leer sein.“
Als Bodb an die genannten leckeren Gerichte dachte, hörte er, wie sein Magen noch lauter knurrte. „Geh nur voran“, ermutigte er. Er erinnerte sich, dass er nicht alleine da war und sah Biscane an. „Ist das okay für dich?“
Biscane legte seinen Kopf nur ein wenig schief, als er die Augen verengte. Für ein paar Sekunden schien er nicht zu wissen, was er mit Bodbs Frage anfangen sollte. „Ich könnte etwas essen.“
Ja. Wenige Worte.
Bodb nickte und nahm den Vollstrecker bei seinen wenigen Worten. Dann wandte er seine Aufmerksamkeit wieder dem wartenden inneren Kreis zu. Mit einem leichten Lächeln winkte er mit seiner grauen Hand und zeigte damit an, dass er bereit war zu folgen.
Vollstrecker Sapian grinste und nickte, bevor er zu den französischen Türen ging und sie öffnete. Der Zweite Tobias und Vollstrecker Einan folgten und hielten beide Türen offen. Sapian ging rückwärts und legte seine weißen Flügel über seine breiten Schultern, als er das Haus betrat und weiterhin über all das fantastische Essen sprach, das angerichtet sein würde.
Offenbar freute Sapian sich auf ein zweites Mittagessen, oder zumindest sagte er das.
Bodb ging hinein und der Anführer hielt sich zu seiner Linken. Das Wissen, dass Biscane ihm folgte und ihn flankierte, verhinderte, dass Gänsehaut auf seinen Armen ausbrach. Er war kein Fan davon, andere Gargoyles im Rücken zu haben, die nicht geneigt waren, seinen Befehlen zu folgen. Auch wenn er wusste, dass die großen Männer anständige, ehrliche Gargoyles waren, verschwand sein Unbehagen nicht vollständig.
„Wie war dein Flug?“, fragte Anführer Maelgwn. „Ich finde es immer entspannend, große Entfernungen zu fliegen.“ Nachdem er leise gelacht hatte, fügte er hinzu: „Nun, in gewisser Weise. Sich heutzutage zu verstecken ist verdammt schwierig. Radar und Flugüberwachung und all diese Scheiße.“
Bodb nickte und kämpfte gegen den Impuls an, die Augen zu verdrehen. „Das ist sehr wahr.“ Er beschloss, ehrlich zu sein, und gab zu: „Es besteht keine Notwendigkeit für ein Geschäftstreffen jeglicher Art. Gabe wurde wegen seiner Vergehen zum Tode verurteilt.“
Maelgwn seufzte. „Ich weiß nicht, was ich mit ihm falsch gemacht habe“, murmelte er leise und schüttelte den Kopf. „Aber ich verstehe, warum so geurteilt wurde. Seine Handlungen waren unentschuldbar.“
„Du warst es nicht, der etwas falsch gemacht hat. Das war er“, erwiderte Bodb, obwohl er verstand, warum Maelgwn eine solche Bemerkung machen würde. Jeder gute Anführer würde das Gefühl haben, unzulänglich gewesen zu sein, wenn ein Gargoyle unter seiner Führung solch schwere Missetaten begangen hatte. Bodb hatte Maelgwn bereits hoch angesehen, und diese Aussage bestätigte sein Gefühl. „Ich bin tatsächlich hier, um herauszufinden, ob Gabe Angehörige hat. Bruder, Schwester, Eltern?“ Mit finsterem Blick sagte er leise zu Maelgwn: „Wir haben keine Akte über den Gargoyle.“
Anführer Maelgwn summte, drehte sich dann um und schaute über seine Schulter. „Tobias, wirst du bitte alles zusammenstellen, was wir über Gabe haben?“
„Natürlich, Anführer“, antwortete Tobias sofort. „Ich werde es auf deinen Schreibtisch legen, bevor ich meine anderen Aufgaben wieder wahrnehme.“
Maelgwn schnaubte leise und deutlich amüsiert. Er zwinkerte seinem Zweiten zu und neckte: „Du meinst, deinen Gefährte aufzuspüren und unanständige Dinge mit ihm anzustellen?“
Tobias stieß ein Lachen aus, als er in einen Seitengang abbog. „Das ist keine Aufgabe“, rief er über die Schulter. „Das ist ein Vergnügen.“
Bodb grinste schwach über ihre Scherze.
„Also“, fuhr Maelgwn fort und wandte seine Aufmerksamkeit wieder Bodb zu. „Du bist nicht wegen Gabes Fall hier …“ Er hob seine Hand, um Bodb von einer Antwort abzuhalten. „Und das hätte am Telefon oder über das Dark Web geklärt werden können. Warum bist du wirklich hier?“
„Ich bin hier im Urlaub“, antwortete Bodb leise. Er warf einen Blick über die Schulter auf Biscane, der immer noch stoisch wirkte … bis auf einen leicht angehobenen linken Brauenkamm. „Entschuldigung, Biscane“, sagte Bodb. „Ich werde nicht verlangen, dass du bleibst, wenn du es nicht wünschst. Ich werde einen Ersatz finden.“
Biscanes zweiter Brauenkamm hob sich. „Es wäre mir eine Ehre, auf Sie aufzupassen, wenn Sie sich entspannen, Ältester“, erklärte er förmlich. Dann zuckten seine dicken schwarzen Lippen. „Und dies scheint ein ziemlich schöner Ort zu sein, um das zu tun.“ Biscane wandte seine Aufmerksamkeit Maelgwn zu. „Habt ihr einen Pool?“
Anführer Maelgwn schnaubte, als er grinste. „Keinen Pool, aber wir haben einen Teich“, sagte er. „Der ist hundert Meter den Weg hinter den Gärten hinauf.“ Nach einem leisen Glucksen fügte er hinzu: „Achtet nur auf die halb im Wasser lebenden Wandler, die den Bereich auch nutzen.“
„Halb im Wasser lebend?“ Biscane runzelte die Brauen. „Wie was?“
„Tristan ist unser hier ansässiger Albino-Alligator. Er benutzt den Teich am meisten“, sagte Einan. „Es gibt auch ein paar Nashörner und ein paar Riesenotter. Ich denke, Caladon und sein Sohn und sein Kumpel gehen gelegentlich hin, um ihn zu benutzen. Sie sind Boa Constrictor-Wandler.“
„Verdammt.“ Biscane sah alle an und runzelte die Stirnkämme. „Ich wusste nicht, dass es normal ist, Wandler in einem Schwarm zu haben.“
Sapian lachte leise und seine braunen Augen leuchteten vor Freude. „Nun, die meisten von ihnen sind mit Schwarmmitgliedern verpaart, obwohl einige hier sind, weil sie Zuflucht gesucht haben.“ Seine Belustigung ließ schnell nach, als er knurrte. „Einige von ihnen wurden sogar von verdammten Jägern festgehalten, die sie benutzt haben, um Profit zu machen.“
„Hier ist der Speisesaal“, verkündete Maelgwn und zeigte auf die Tür, neben der Sapian gerade stehen geblieben war. „Lass uns die Geschichte über die Jäger, mit denen wir uns rumschlagen, ein anderes Mal auf den Tisch bringen.“
Auch wenn Bodb neugierig war, womit der Schwarm sich rumgeschlagen hatte, hielt er seine Zunge im Zaum. Er interessierte sich mehr für Essen … und Entspannung. Bodb hatte eine Leidenschaft für nachtblühende Blumen und freute sich darauf, den Garten zu erkunden, um zu sehen, ob es welche gab.
Bodb ging in den Speisesaal und betrachtete den höhlenartigen Raum. Es gab ein halbes Dutzend lange, aus dunklem Holz gefertigte Tische und Bänke, ähnlich wie auf einem Picknickplatz. Auf der anderen Seite des Raumes standen ein Dutzend runde Tische in verschiedenen Größen. Einige boten vier, andere sechs, und mehrere acht Personen Platz.
An der rechten Wand befanden sich verschiedene Thekenbereiche. Es gab ein mindestens sieben Meter langes Stück voller Behälter, die mit verschiedenen Lebensmitteln gefüllt waren. Der nächste Abschnitt war für Getränke – heiße und kalte Getränke. Dahinter befand sich eine Durchreiche, die eindeutig von den Gästen benutzt wurde, um schmutziges Geschirr abzugeben.
Der Duft der unzähligen Gerichte reizte Bodbs Nasenlöcher und ließ ihm das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Lecker!
Bodb wandte sich dem Essen zu und war plötzlich gerne bereit, vorauszugehen. Sein Magen knurrte erneut. Bodb hörte ein Glucksen hinter sich, warf einen Blick über die Schulter und bemerkte, dass Sapian grinste.
„Es scheint nicht wichtig zu sein, wie viele Mahlzeiten ich hatte“, erklärte der Vollstrecker und schnappte sich einen Teller, nachdem Bodb das auch getan hatte. „Mein Magen hat immer die gleiche Reaktion.“
„Ist das Essen hier so gut, hm?“ Mit Blick auf die dargebotenen Speisen murmelte Bodb vor sich hin: „Wenn es nur halb so gut schmeckt, wie es riecht …“
Die Aromen von allem waren fantastisch. Das letzte Mal, als er in der Gegend war, war er nur für einen kurzen Besuch dort gewesen. Er hatte einen Kampf um das Recht auf die Paarung gesehen, was vollkommener Quatsch gewesen war, dann Gabe in Gewahrsam genommen und war abgereist … mit einem zweiten Gargoyle, der ebenfalls festgenommen worden war. Dieser Mann war zu einer Schulungseinrichtung von Gargoyle-Vollstreckern geschickt worden, um einzuschätzen, ob er geistig umprogrammiert werden konnte.
Manchmal ist es nicht alles, groß zu sein.
Bodb wollte es dem Schwarm nicht sagen, aber Conchlins alter Schwarm wurde jetzt überprüft.
„Oh, es wird dem Duft auf jeden Fall gerecht“, versicherte Sapian, der eine Zange benutzte, um einige Klöße auf seinen Teller zu legen.
Bodb füllte seinen Teller eifrig mit einem großen Ribeye-Steak sowie einer Ofenkartoffel, die er mit allen möglichen Köstlichkeiten belud – einschließlich Carne Asada. Um seiner Lust auf Süßes nachzugeben, nahm er eine große Portion Zimt-Äpfel. Bodb musste lächeln, als er daran dachte, dass diese Speise wohl in Hinblick auf all die verpaarten Gargoyles serviert wurde.
Zimt war ein natürliches Verhütungsmittel, das die Sterilität des Spermas eines Gargoyles für kurze Zeit gewährleistete, ob es nun der Gefährte oder der Gargoyle selbst verzehrte.
Da Bodb nicht verpaart war, konnte er nur annehmen, dass es etwas war, worüber das Paar im Voraus sprechen würde – welcher von ihnen es einnehmen würde, einer oder beide, sowie die Menge und wann.
Ha-ha. Was für ein Gespräch, das man da führen muss.
Nachdem Bodb seinen Teller gefüllt hatte, ging er zur Getränkestation und betrachtete die Auswahl. Er schenkte sich einen großen Becher Earl Grey-Tee ein. Bodb nahm alles mit und sah sich nach einem Sitzplatz um.
Bodb steuerte auf einen der größeren runden Tische auf der anderen Seite zu und nahm an, dass seine Wahl als die Einladung zu erkennen sein würde, die sie war. Wenn er dort saß, würde er die Gesellschaft des inneren Kreises des Schwarms begrüßen. Es wäre interessant zu sehen, was diese Gargoyles zum Vergnügen unternahmen.
Nachdem Bodb so lange gelebt und gesehen hatte, wie die alten Lebensweisen mit der Ankunft von Technologie und Geräten verschwanden, hatte er Schwierigkeiten, Aktivitäten zu finden, die ihm Spaß machten – außer natürlich das Fliegen.
Nachdem Bodb den letzten langen Tisch umrundet hatte, ging er an der Sitzbank entlang. Er wusste, dass er mehr als ein paar neugierige Blicke auf sich zog – einige diskret, andere nicht. Bei jedem Schwarm, den er besuchte, war es dasselbe, und er tat sein Bestes, um sie zu ignorieren.
Bodb hatte fast den Tisch erreicht, den er ausgewählt hatte, als ein schwaches, moschusartiges Aroma seine Sinne reizte. Der angenehme Geruch, wenn auch schwach, schaffte es immer noch, seine Aufmerksamkeit auch über das Essen auf seinem Teller hinweg zu erregen. Sein erster Instinkt war es, ihn zu ignorieren, aber dann fühlte er, wie seine Brustwarzen hart wurden, und sein Schwanz anzuschwellen begann.
Bodb wäre fast gestolpert und versuchte, die unerwartete Reaktion seines Körpers zu verarbeiten. Erregung, schlicht und einfach, begann ihn von innen heraus zu wärmen. Er konnte sich nur eine Sache vorstellen, die eine solche Reaktion hervorrufen würde.
Mein Gefährte ist in der Nähe … oder war in der Nähe.
Nachdem er sein Essen auf dem Tisch abgestellt hatte, ging Bodb den Weg zurück, den er gekommen war. Er öffnete den Mund und atmete tief durch, wobei er die Hunderte von Rezeptoren auf seiner Zunge benutzte, um die unzähligen Gerüche, die den Speisesaal füllten, besser zu unterscheiden. Bodb kam an einem Bereich vorbei, in dem mehrere Personen saßen, und fand den Duft wieder.
Dort hielt er inne und betrachtete die sitzenden Personen. Es waren vier, und so, wie sie saßen, waren sie zwei verpaarte Paare. Am dichtesten an ihm befand sich ein mittelblauer Gargoyle mit einem Menschen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches saß ein orangefarbener Gargoyle mit einem Pferdewandler.
Dieses Paar erkannte er vage von der Herausforderung. Sie hatten Conchlin Unterstützung geboten, als der Gargoyle von seinem Bruder herausgefordert worden war, der versucht hatte, Conchlins Gefährten, einen Pferdewandler, zu stehlen – ein Freund des Pferdewandlers am Tisch – nicht, dass er sich in diesem Moment an die Namen der beiden erinnern könnte.
Der orangefarbene Gargoyle schien ihn zuerst zu bemerken, da er in Bodbs Richtung blickte. Nachdem er ihn einige Sekunden lang angestarrt hatte, senkte er den Kopf und sah ihn durch seine Wimpern an. „Ältester Bodb, kann ich etwas für dich tun?“
Das erregte die Aufmerksamkeit des näheren Paares, das nur einen halben Meter von ihm entfernt war. Sie drehten sich halb auf ihren Sitzen um und sahen zu ihm auf. Beide schauten ihn neugierig an.
Anhand der Luftströmungen, die um sie herum wehten, wusste Bodb, was er brauchte. Er räusperte sich und zwang sich zu einem Lächeln, während sein Herz in seiner Brust hämmerte.
