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Dieses Buch enthält 17 Vorlesegeschichten - speziell für Pflegekräfte oder pflegende Angehörige von Senioren oder Menschen mit Demenz. Es gibt Geschichten aus dem Alltag mit Oma und Opa. Geschichten mit Redewendungen, die von den Senioren ergänzt werden können. Mitmach-Geschichten, die sanfte Bewegungen in die Stuhlrunde bringen und 27 kleine Ratespiele, die dazu animieren, um die Ecke zu denken und sich zu konzentrieren. Das Buch endet mit einer kleinen Auswahl an lustigen Limericks.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 41
Veröffentlichungsjahr: 2019
Das Buch wurde in fünf Abschnitte unterteilt:
I – Kurz-Geschichten mit „Happy End“ Geschichten, die Erinnerungen wecken und zum Nachdenken anregen sollen.
II – Kurz-Geschichten mit Sprichwörtern Hier wird eine Geschichte, gespickt mit lauter Sprichwörtern und Redewendungen, erzählt. Nur der erste Teil der Redewendung wird vorgelesen, man macht eine kleine Pause und schaut wartend in die Runde. Sogleich werden die Herrschaften die Sätze vollenden. Sprichwörter, geflügelte Worte und Redewendungen werden seit Kindheitstagen gehört und ausgesprochen. Sie sind tief in unserem Langzeitgedächtnis abgespeichert und können noch lange erinnert werden.
III – Mitmach-Geschichten mit Bewegung Diese Geschichten zählen verschiedene Körperteile auf. Kommt z.B. der „Arm“ im Satz vor, so hält der Leser kurz inne und die Zuhörer zeigen auf ihren Arm bzw. heben ihn in die Luft. So zeigen sie auch auf das Auge, den Kopf, etc.
Kommt das Bein oder der Fuß an die Reihe, werden sie kurz angehoben.
IV – Was bin ich? Das Ratekarussell Hier werden Hinweise zu einem gesuchten Begriff vorgelesen, die immer deutlicher werden. Nach jedem Hinweis schaut man in die Runde und lässt die Senioren einen Tipp abgeben. Spätestens der letzte Hinweis ist so eindeutig, dass der Begriff stets erraten wird.
V – Lustige Limericks für Zwischendurch Diese kleinen, unterhaltsamen Lückenfüller sind stets sehr beliebt und kurzweilig.
Kurz-Geschichten mit „Happy End“
Das Planschbecken
Auf dem Weihnachtsmarkt
In der Gärtnerei
Ostereier im Hochsommer
Einkochen mit Oma
Ein Besuch im Zoo
Kurz-Geschichten mit Sprichwörtern
Der freche Werner
Die Enkelkinder kommen
Der Sonntagsspaziergang
Herr Friese, unser Bäcker
Wo sind meine Schlüssel?
Die Straßenbahn
Mein 90. Geburtstag
Mitmach-Geschichten mit Bewegung
Urlaub in Italien
Der neue Doktor
Egon läuft Marathon
Sport ab 60
Das Ratekarussell
Lustige Limericks
Mein Name ist Wilhelm und ich bin der Opa von Max und Johanna. Heute Nachmittag bringt mir meine Tochter die beiden Racker, damit ich ein paar Stunden auf sie aufpassen kann. So lange habe ich die kleinen Mäuse schon nicht mehr gesehen. Aber wir telefonieren fast täglich.
Der Wetterbericht hat 30 Grad für heute angesagt und ich habe mir für die Beiden eine schöne Überraschung ausgedacht. Ich habe ein kleines Planschbecken vom Baumarkt mitgebracht, bereits aufgepumpt und mit Wasser gefüllt. Seit heute Morgen scheint nun die Sonne auf das Becken und heizt es schön auf…
Ich kann mir jetzt schon das Gejauchze und Gekreische vorstellen, wenn die beiden Enkel im Wasser rumtoben. Da, es klingelt an der Türe. Das kann nur meine Tochter Elke sein. Rasch öffne ich die Türe und meine zwei Enkel springen mich an: „Opa, Opa!“
„Sie konnten es kaum erwarten, endlich anzukommen,“ sagt meine Tochter. „Johanna und Max - schaut mal was ich hier habe. Kommt mal mit in den Garten!“, rief ich beiden zu und öffnete die Terassentür.
„Oooooh, Opa, ein Planschbecken. So groß und so bunt - suuupi!“, rief Johanna mit Riesenaugen. „Mama, Mama, hast Du das gesehen?“, rief auch Max ganz aufgeregt. Doch plötzlich ließ Johanna den Kopf hängen und sagte ganz traurig: „Aber wir haben ja gar keine Badesachen mit, oh nein!“ Da kannten sie mich aber schlecht! Denn wohlweislich habe ich bereits vorher meine Tochter angerufen und sie gebeten, Badesachen für beide einzupacken und im Auto zu verstecken.
Na und die Überraschung, ja, die war mir gelungen! Die Kinder waren überglücklich und sprangen laut kreischend - wie verrückte Hühner - durch den Garten! Sie plantschten bis abends und es wurde für sie ein unvergessener Nachmittag.
Wie gerne erinnere ich mich an meine Kindheit zurück! Jedes Jahr ging ich mit meinem Opi zum Weihnachtsmarkt! Ich konnte die ganze Woche vorher nicht mehr schlafen, so aufgeregt war ich.
Schon von weitem konnte man den süßen Geruch der gebrannten Mandeln riechen und die Weihnachtsmusik zog durch die Gassen und Wege. Alles war weiß! Schnee lag auf den Bäumen und Dächern und bei jedem Schritt knirschte es so unverwechselbar unter den Schuhsohlen. Es erklangen leise Glöckchen und ein Chor sang: „Stille Nacht, heilige Nacht“.
Als wir dann den Markt betraten, gingen wir an den bunt beleuchteten und mit Sternen und Kerzen bemalten Häuschen vorbei und ich konnte mich gar nicht satt sehen an den Auslagen. An einem Stand waren jede Menge Pfefferkuchen, Spekulatius und Dominosteine, Zuckerstangen und Kokosmakronen zu riesengroßen Bergen aufgetürmt.
Am nächsten Stand gab es Spielzeug. In den Regalen standen Schaukelpferde, Puppen, Puppenhäuser, Teddybären, Autos und Zinnsoldaten. Alles, was das Kinderherz begehrte. Glühwein stieg mir in die Nase und ich musste sofort niesen. „Haaatsch-schiiiii!!“
Opa lachte und nahm mich wieder an die Hand. Der Markt war voll und die Leute drängelten an die Buden, weil sie alle was sehen wollten. Opa hatte Sorge, mich zu verlieren. „Bleib` bei mir!“, sagte er kurz und nickte mir zu: „Wenn wir uns verlieren, kommst Du hier zu dem Stand mit den Lebkuchenmännern!“
