EKG-Grundlagenwissen - Jürgen Köhler - E-Book

EKG-Grundlagenwissen E-Book

Jürgen Kohler

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Beschreibung

Das Buch bietet eine Einführung über die Anatomie des Herzens und die physiologische Herz-Reizleitung. Anhand von EKG-Streifen werden verschiedene EKG-Ableitungsmethoden, diverse Herzrhythmusstörungen und die Herzinfarkterkennung sowie mögliche Fehlerquellen am Überwachungsmonitor erläutert. Ein anschließender Fragenkatalog ermöglicht eine Überprüfung des gelernten Wissens und eine Zuordnung von EKG-Streifen zu den entsprechenden Störungen. Pflegende erlangen somit Sicherheit in der Schnellinterpretation des Monitor- und des Notfall-EKGs.

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Der Autor

Jürgen Köhler ist Krankenpfleger mit der Fach-Weiterbildung für Anästhesie und Intensivpflege sowie Pflegeexperte für Chest Pain Unit. Er ist in der Intensivpflege im Siloah St. Trudpert Klinikum und als Rettungsassistent in Pforzheim tätig. 2010 wurde ihm dort die Leitung der Intermediate Care Station mit integrierter Chest Pain Unit übertragen.

Danksagung

Einen ganz besonderen Dank möchte ich meiner Lektorin, Alexandra Schierock, aussprechen. Deine motivierenden Worte und Deine unendliche Geduld während der zum Teil sehr schweren Corona-Wellen 1–3 gaben mir immer wieder Mut, Kraft und Motivation für dieses Buchprojekt.

Widmung

Das Buch widme ich meiner Familie, welche mir in den vergangen Monaten auf besondere Art und Weise zur Seite standen. Ich liebe Euch

Simone, Joshua, Aaron und Elias

Jürgen Köhler

EKG-Grundlagenwissen

Monitoring auf Überwachungsstationen und -bereichen

Verlag W. Kohlhammer

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Pharmakologische Daten verändern sich ständig. Verlag und Autoren tragen dafür Sorge, dass alle gemachten Angaben dem derzeitigen Wissensstand entsprechen. Eine Haftung hierfür kann jedoch nicht übernommen werden. Es empfiehlt sich, die Angaben anhand des Beipackzettels und der entsprechenden Fachinformationen zu überprüfen. Aufgrund der Auswahl häufig angewendeter Arzneimittel besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.

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1. Auflage 2022

Alle Rechte vorbehalten

© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Print:

ISBN 978-3-17-039578-7

E-Book-Formate:

pdf:      ISBN 978-3-17-039579-4

epub:   ISBN 978-3-17-039580-0

Vorwort

 

 

 

Lange habe ich mich mit dem Gedanken befasst, ein EKG-Buch zu schreiben, habe aber diesen Gedanken immer wieder zur Seite geschoben, denn »… schon wieder ein EKG-Buch, davon gibt es inzwischen so viele, dass man den Markt gar nicht mehr überblicken kann.« Was mir jedoch bei der Vielzahl an EKG-Büchern aufgefallen ist: Das Lesen und Interpretieren des Monitor-EKG wird in diesen Büchern regelmäßig außer Acht gelassen. Dabei ist es doch genau DAS, was die Pflegefachmänner und -frauen in den verschiedensten Monitorstationen und Überwachungsbereichen dringend benötigen.

Als Pflegekräfte sind wir rund um die Uhr am Patientenbett, haben dabei nicht nur den Patienten1, sondern auch den Überwachungsmonitor stets im Blick. Kommt es jetzt zu EKG-Veränderungen oder Rhythmusstörungen, müssen wir aufgrund des Monitor-EKG die nächsten Maßnahmen einleiten. Darum ist es wichtig, dass die Interpretation des EKG am Überwachungsmonitor beherrscht wird und zwar noch vor dem Beherrschen des auf Papier geschriebenen 12-Kanal-EKG.

Dieses Buch soll nun also genau diese Lücke schließen. Ganz bewusst wird hier auf die Interpretation und Befundung eines 12-Kanal-EKG verzichtet.

Anmerkung:

Die in diesem Buch abgebildeten EKG-Streifen sind Original-EKG -Ausdrucke mit z. T. nicht skalierten Rastern. Weshalb dann auf diesen Streifen eine genaue Frequenzberechnung usw. NICHT möglich ist.

Sollten Sie, verehrte Leserinnen und Leser, nach der Lektüre und Verinnerlichung dieses Buches Lust auf die Befundung eines »großen« EKG haben, dann empfehle ich Ihnen das Buch »Chest Pain Unit«, welches ebenfalls im Kohlhammer Verlag erschienen ist.

Juni 2021

Jürgen Köhler

1    Wenn bei bestimmten Begriffen, die sich auf Personengruppen beziehen, nur die männliche Form gewählt wurde, so ist dies nicht geschlechtsspezifisch gemeint, sondern geschah ausschließlich aus Gründen der Lesbarkeit.

 

Inhalt

 

 

 

Vorwort

Abkürzungsverzeichnis

1  Einleitung

2  Herz

2.1  Anatomische Lage

2.2  Größe und Gewicht

2.3  Die Wandschichten des Herzens von innen nach außen

2.3.1  Das Endokard

2.3.2  Das Myokard

2.3.3  Das Epikard

2.3.4  Das Perikard

2.4  Die Blutversorgung des Herzens

2.5  Der Blutkreislauf

2.5.1  Der kleine Blutkreislauf

2.5.2  Der große Blutkreislauf

2.6  Das vegetative Nervensystem im Herzen

2.7  Das Reizleitungssystem

2.7.1  Das Ruhe- und Aktionspotenzial am Herzen

2.7.2  Schrittmacherzellen in Aktion

2.7.3  Die Refraktärzeit und vulnerable Phase des Herzens

2.8  Der Herzzyklus

2.8.1  Kammersystole

2.8.2  Kammerdiastole

2.8.3  Vorhofsystole

3  EKG

3.1  Grundlagen

3.1.1  Die Zacken und Wellen im EKG

3.1.2  Das physiologische Reizleitungssystem im Herzen

3.1.3  Die Null- oder Referenzlinie

3.1.4  Berechnung der Herzfrequenz

3.2  Vorbereiten des Patienten zur EKG-Überwachung

3.2.1  Vorbereitung der Haut für die EKG-Überwachung

3.2.2  Anschließen der EKG-Überwachungskabel

3.3  Auswahl der primären und sekundären EKG-Ableitung

3.3.1  Monitore mit 3-EKG-Überwachungskabel

3.3.2  Monitore mit 4-EKG-Überwachungskabel

3.3.3  Monitore mit 5-EKG-Überwachungskabel

3.3.4  Monitore mit dem EASI-Ableitungssystem

3.4  EKG-Ableitungen

3.4.1  Die Ableitungen zur EKG-Diagnostik

3.4.2  Die Ableitungen am Monitor-Überwachungs-EKG

3.4.3  Die EASI-Ableitung

4  Die unterschiedlichen Rhythmen im EKG

4.1  Die Rhythmusanalyse

4.2  Der Sinusrhythmus

4.3  Herzrhythmusstörungen

4.3.1  Ursachen der Herzrhythmusstörungen

4.4  Formen der Herzrhythmusstörungen

4.4.1  Sinusbradykardie

4.4.2  Sinustachykardie

4.4.3  Vorhofflattern

4.4.4  Vorhofflimmern

4.4.5  AV-Block

4.4.6  Extrasystolen

4.4.7  Kammertachykardie, Ventrikeltachykardie, VT

4.4.8  Torsade-de-Pointes

4.4.9  Kammerflimmern/-flattern

4.4.10  Asystolie

4.4.11  Pulslose elektrische Aktivität (PEA)

4.5  Das Infarkt-EKG

4.5.1  Die Q-Zacke

4.5.2  Die ST-Streckenveränderung

4.5.3  Die T-Welle

4.5.4  EKG-Veränderungen entsprechend den Stadien des Myokardinfarkts

4.6  Lokalisation des Infarkts

4.7  Die Nehb-Ableitungen bei der Infarktdiagnostik

5  Herzschrittmacher

5.1  Herzschrittmacherimplantation

5.2  Herzschrittmachersysteme

5.2.1  Einkammersystem

5.2.2  Zweikammersystem

5.2.3  Dreikammersystem

6  Monitoreinstellung und Verhalten der Pflegekraft bei Monitoralarmen

6.1  Monitor-Grundeinstellungen und Modifikationen

6.2  Der PDCA-Zyklus im Rahmen der Monitorüberwachung

6.2.1  Vorgehensweise gemäß dem PDCA-Zyklus bei Monitoralarmen

7  Technische EKG-Störungen und Fehlerquellen erkennen und beseitigen

7.1  Vorhandene Grundlinie aber ohne EKG-Bild

7.2  Die Amplitude der QRS-Komplexe ist zu klein

7.3  Wechselspannung

7.4  Muskelzittern

7.5  Intermittierende Signalabbrüche

7.6  Kein EKG-Signal

7.7  Verpolte Ableitungen

7.8  Wandernde Grundlinie

8  Physiologische Alarmmeldungen erkennen und interpretieren

9  Begriffserklärungen/Wörterbuch

10  Tipps zum effektiven Lernen

11  Fragensammlung

12  EKG-Übungsbeispiele

12.1  EKG-Übungsbeispiele – Lösungen

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Abkürzungsverzeichnis

 

 

 

A

Arterie

Aa.

Arteriae

ACS

Akutes Koronar Syndrom

AF

Atemfrequenz

AP

Angina pectoris

aVR

augmented (= verstärkt) Voltage (= elektrische Spannung) Rechter Arm

aVL

augmented (= verstärkt) Voltage (= elektrische Spannung) Linker Arm

aVF

augmented (= verstärkt) Voltage (= elektrische Spannung) Fuß

bpm

beats per minute

ca.

cirka

CCU

Cardiac Care Unit (Herzeinheit)

CPU

Chest Pain Unit

CVRF

Kardio Vaskuläre Risikofaktoren

EKG

Elektrokardiogramm/Elektrokardiographie

GKP

Gesundheits- und Krankenpflege

HRST

Herzrhythmusstörungen

i. d. R.

in der Regel

IMC

Intermediate Care (-Station)

ITS

Intensivstation

KG

Körpergewicht

KHK

Koronare Herzkrankheit

Lat.

lateinisch

msec.

Millisekunde

mV.

Millivolt

NSTEMI

 Non-ST-Elevation Myocardial Infarction

o. ä.

oder ähnlich

RR

Blutdruck (nach Riva-Rocci)

SHT

Schädel-Hirn-Trauma

SpO2

pulsoxymetrisch (bzw. peripher) gemessene Sauerstoffsättigung

STEMI

ST-Elevation Myocardial Infarction

SVES

Supraventrikuläre Extrasystolen

TAA

Tachyarrhythmia absoluta

u. U.

unter Umständen

V.

Vena

Vv.

Venae

VES

Ventrikuläre Extrasystolen

z. B.

zum Beispiel

ZNA

Zentrale Notaufnahme