Elemente einer realistischen Philosophie - Jocelyn Benoist - E-Book

Elemente einer realistischen Philosophie E-Book

Jocelyn Benoist

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Beschreibung

Bei welchen Gelegenheiten und auf welche Weise sprechen wir heute von der »Realität«? Welche Rolle spielt diese Idee in unserem Denken und Leben? Jocelyn Benoist verbindet in seinem konzisen Buch meisterhaft Einsichten der Phänomenologie und der analytischen Philosophie und zeigt, dass das Konzept der Realität auch nach der Verabschiedung jeder essentialistischen Definition eine konstitutive Rolle für unser Denken spielt. In pointierten Studien untersucht er, wie der Realitätsbegriff in verschiedenen Bereichen – von der Philosophie des Geistes, der individuellen Intentionalität und der Wahrnehmung, bis hin zum Sozialen und Politischen – zur Anwendung kommt. Ein grundlegender Beitrag zur aktuellen Debatte um den »Neuen Realismus«.

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Seitenzahl: 241

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Bei welchen Gelegenheiten und auf welche Weise sprechen wir heute von der »Realität«? Welche Rolle spielt diese Idee in unserem Denken und Leben? Jocelyn Benoist verbindet in seinem konzisen Buch meisterhaft Einsichten der Phänomenologie und der analytischen Philosophie und zeigt, dass das Konzept der Realität auch nach der Verabschiedung jeder essentialistischen Definition eine konstitutive Rolle für unser Denken spielt. In pointierten Studien untersucht er, wie der Realitätsbegriff in verschiedenen Bereichen – von der Philosophie des Geistes, der individuellen Intentionalität und der Wahrnehmung bis hin zum Sozialen und Politischen – zur Anwendung kommt. Ein grundlegender Beitrag zur aktuellen Debatte um den »Neuen Realismus«.

Jocelyn Benoist ist Professor für Philosophie an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne und Mitglied des Institut Universitaire de France.

Jocelyn Benoist

Elemente einer realistischen Philosophie

Reflexionen über das, was man hat

Aus dem Französischen von David Espinet

Suhrkamp

Titel der Originalausgabe: Éléments de philosophie réaliste. Réflexions sur ce que l’on a © Librairie philosophique J. Vrin, 2011

Zur Gewährleistung der Zitierbarkeit zeigen die grau hinterlegten Ziffern die jeweiligen Seitenanfänge der Printausgabe an.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation

in der Deutschen Nationalbibliografie;

detaillierte bibliografische Daten sind im Internet

über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

eBook Suhrkamp Verlag Berlin 2014

Der vorliegende Text folgt der 1. Auflage der Ausgabe des suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2100

© dieser Ausgabe Suhrkamp Verlag Berlin 2014

Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das des öffentlichen Vortrags sowie der Übertragung durch Rundfunk und Fernsehen, auch einzelner Teile.

Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

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eISBN 978-3-518-73672-2

www.suhrkamp.de

5Inhalt

Vorwort

Erstes KapitelDie Repräsentation

Zweites KapitelDie Intentionalität

Drittes KapitelDer Kontext

Viertes KapitelDie Wahrnehmung

Fünftes KapitelDas Denken

Sechstes KapitelDie Realität des Gesellschaftlichen

Postskriptum zur Politik

7Vorwort

Das ist das Höchste erreichen,

das uns vielleicht der Himmel gewähren mag:

keine Bewunderungen oder Siege,

sondern einfach eingelassen werden

als Teil einer unbestreitbaren Wirklichkeit,

wie die Steine und die Bäume.[1]

Jorge Luis Borges

Dieser Essay bildet das Gegenstück zu einem anderen, im Sommer 2010 unter dem Titel Concepts[2] veröffentlichten Essay, der gewissermaßen die Elemente einer Philosophie des Geistes enthielt. Mehr als ein Leser machte mich darauf aufmerksam, dass jenes Büchlein dezidierter als die vorherigen, die gleichwohl bereits auf demselben Weg waren, von realistischen Hintergrundannahmen bestimmt sei.[3] Man konnte darin ein Vorausgesetztes sehen, das als solches nicht befragt worden ist oder sich jedenfalls doch nicht vollständig zu erkennen gegeben hat. Im bezeichneten Essay machte ich gleich mehrfach Gebrauch von einer Formel, die gerade in ihrem intuitiven Charakter mit Recht Anlass zu Fragen geben mag: Ich verwies auf das, »was man hat«, um dieses dem Denken entgegenzusetzen, das man auf es anwendet.

Dieser neue Essay versucht, die Natur und die Formen eines solchen »Habens« noch genauer zu umreißen. Gewiss 8geht es weder darum, dieses »Haben« zu legitimieren – denn es als »Haben« zu erfassen ist deckungsgleich damit, es als solches zu entdecken, was wir nicht rechtfertigen, weil es kontextuell betrachtet sinnlos wäre, es zu rechtfertigen – noch dieses im eigentlichen Sinne zu theoretisieren. Zahlreich sind die Realitäten, die ihre Theorie haben – und vielleicht gibt es auch Theorien, die sich auf Dinge beziehen, die keine Realitäten sind. Wenn man dagegen auf den nun folgenden Seiten eine leitende Intuition herauslesen kann, dann diese, dass die Idee einer Theorie der Realität im Allgemeinen – einer Theorie, die sich also nicht einen Angriffswinkel innerhalb der Realität selbst eingerichtet hätte – ein absurdes Projekt darstellt.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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