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Willkommen in Cedar Falls, einer kleinen Stadt in North Carolina inmitten der Smokey Mountains, wo die Menschen freundlich und die Männer heiß sind. Shane Bartek hat schon immer davon geträumt, Chefkoch in einem Spitzenrestaurant zu sein. Er hätte nur nicht gedacht, dass er dafür in eine kleine Stadt im Süden ziehen muss, wo ein Pirat sein Herz erobert. Jake Dunham hat es schwer gehabt. Jahrelang hat er seine bisexuelle Neigung geheim gehalten, damit seine Eltern ihn nicht vollends verstoßen. Aber als er Shane kennenlernt, weiß er, dass er es nicht länger verheimlichen kann. Nachdem er sich bei seiner Familie und seinen Freunden geoutet hat, erwartet Jake eigentlich eine unbeschwerte Zukunft. Womit er nicht gerechnet hat, ist das Auftauchen von Shanes hochschwangerer Ex-Freundin. Als die Lage sich weiter zuspitzt, kommen seine Freunde zu Hilfe und tun das, was sie am besten können: sich einmischen und jedem, der es braucht, eins auf die Mütze geben. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Länge: rund 42.000 Wörter
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Veröffentlichungsjahr: 2023
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Epilog
ÜBER SHEA BALIK
LESEPROBE:
Euphoria: Heiße Küche
Willkommen in Cedar Falls, einer kleinen Stadt in North Carolina inmitten der Smokey Mountains, wo die Menschen freundlich und die Männer heiß sind.
Shane Bartek hat schon immer davon geträumt, Chefkoch in einem Spitzenrestaurant zu sein. Er hätte nur nicht gedacht, dass er dafür in eine kleine Stadt im Süden ziehen muss, wo ein Pirat sein Herz erobert.
Jake Dunham hat es schwer gehabt. Jahrelang hat er seine bisexuelle Neigung geheim gehalten, damit seine Eltern ihn nicht vollends verstoßen. Aber als er Shane kennenlernt, weiß er, dass er es nicht länger verheimlichen kann. Nachdem er sich bei seiner Familie und seinen Freunden geoutet hat, erwartet Jake eigentlich eine unbeschwerte Zukunft. Womit er nicht gerechnet hat, ist das Auftauchen von Shanes hochschwangerer Ex-Freundin.
Als die Lage sich weiter zuspitzt, kommen seine Freunde zu Hilfe und tun das, was sie am besten können: sich einmischen und jedem, der es braucht, eins auf die Mütze geben.
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.
Länge: rund 42.000 Wörter
SHEA BALIK
Euphoria: Heiße Küche
Cedar Falls 9
Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene
ME AND THE MUSE PUBLISHING
www.meandthemuse.com
Copyright © der englischen Originalausgabe „Euphoria“:
Shea Balik
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:
Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe
Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2023
Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs
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Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.
Nichts ist schöner als das Gefühl der Euphorie, wenn du merkst, dass die Person, die du ansiehst, „der oder die Richtige“ ist.
Der Schweiß lief Shane Bartek den Nacken hinunter und durchnässte sein ohnehin schon klatschnasses T-Shirt. Er zauberte liebend gern fantastische Mahlzeiten, aber die Hitze in der Küche, wenn alle Herdplatten, der Grill und der Ofen eingeschaltet waren, war einfach zu viel. Er brauchte etwas Luft, bevor er zerfloss.
Nachdem er die letzten Bestellungen des Abends erledigt hatte, öffnete Shane die Knöpfe seiner Jacke und ging zur Hintertür. „Ich mache mal Pause“, rief er über seine Schulter, da er wusste, dass sein Souschef Anthony mit dem Aufräumen beginnen würde.
Die eisige Kälte der Nacht fühlte sich gut an auf seiner erhitzten Haut. Zwei weitere seiner Küchenhilfen rauchten ebenfalls draußen Zigaretten. Shane hatte schon vor Jahren damit aufgehört, als einer seiner besten Freunde und Kochkollegen, Duff Granger, an Lungenkrebs erkrankt und gestorben war, bevor er vierzig wurde.
Duff war Shanes Mentor gewesen, als er mit dem Kochen angefangen hatte. Ohne Duff hätte Shane nicht schon mit dreißig Jahren sein eigenes Restaurant in den exklusiven Casinos von Titan Industries bekommen. Wenn es um Essen ging, war Duff ein wahrer Zauberkünstler.
Shane war achtzehn Jahre alt gewesen, als er seinen ersten Job in Duffs Restaurant Infusion in Miami Beach bekommen hatte. Doch aus irgendeinem Grund hatte Duff schon an seinem ersten Tag Gefallen an Shane gefunden. Obwohl Shane als Tellerwäscher eingestellt worden war, nahm der Chefkoch ihn unter seine Fittiche und begann, ihn zum Koch auszubilden.
Er hatte vier Jahre lang unter Duff gearbeitet, als der Mann die Diagnose erhielt. Shane war geblieben. Sie hatten sich nie gewünscht, ein Liebespaar zu werden, aber Shane hatte Duff geliebt.
Duff hatte zwei Jahre lang durchgehalten, gearbeitet und so getan, als ob alles in Ordnung wäre. Aber egal, wie sehr sein Freund gekämpft hatte, der Krebs hatte seinen Körper weiter zerstört. Es machte Shane fertig, mitanzusehen, wie Duff um sein Leben kämpfte, nur um dann dem Tod zu erliegen.
Shane schüttelte sich kurz und ging dann wieder hinein, um beim Aufräumen zu helfen. Das Restaurant schloss heute früher, was auch gut so war, denn seine Angestellten waren erschöpft. Vor gut einem Monat hatten sie ihre Türen geöffnet und waren seither brechend voll.
Aber heute war Halloween, und sie durften früher schließen, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Im Gegenzug mussten sie die Häppchen für die Veranstaltung liefern. Das bedeutete, dass sie doppelt so viel arbeiten mussten, um mit dem vollen Restaurant und dem Nachschub der Häppchen Schritt zu halten, aber das war es wert, denn so bekamen sie die Möglichkeit, etwas Spaß zu haben.
Nachdem die Küche wieder blitzsauber war, duschte Shane in der Umkleide der Angestellten und zog sein Kostüm an – ein Soldat mit Tarnhose und engem Tank-Top. Es war nicht besonders originell, aber es brachte seine breite Brust und seine muskulösen Arme perfekt zur Geltung und zog sowohl Männer als auch Frauen an.
Shane war nicht wählerisch, welches Geschlecht jemand hatte. Wenn er sich für eines entscheiden müsste, würde er sagen, dass er Männer bevorzugte. Es hatte etwas damit zu tun, einen anderen harten Körper zu haben, den er ficken konnte, ohne sich Sorgen machen zu müssen, ihm wehzutun.
Trotzdem mochte er auch Frauen. Die letzte Beziehung, die er gehabt hatte, war mit einer Frau. Er hatte ernsthaft in Erwägung gezogen, Clara zu heiraten, aber als sich die Gelegenheit bot, sein eigenes Restaurant in Cedar Falls zu eröffnen, hatte er sie ergriffen. Clara wollte nicht mitkommen, sie zog Miami einer kleinen Stadt in den Bergen vor.
Da wurde ihm klar, dass sie nicht die Richtige für ihn war. Sie hatten unterschiedliche Ziele, und keiner von ihnen war bereit, sich für den anderen zu verändern. Für ihn war das keine Liebe. Er hatte mit ihr Schluss gemacht, sobald ihm das klar wurde, obwohl ihm noch sechs Monate Zeit blieben, bevor er nach Cedar Falls ziehen musste.
Seit Clara wollte Shane sich auf niemanden mehr einlassen und beschränkte sich auf schnelle Ficks in Badezimmern oder Hinterhöfen. Aber nun waren neun Monate vergangen, und er war bereit, es noch einmal zu versuchen. Er war sich nur nicht sicher, ob er diese Person in einer kleinen Stadt wie Cedar Falls finden würde. Er konnte höchstens darauf hoffen, einen Gast des Casinos kennenzulernen, aber ein Wochenendflirt bedeutete noch lange keine Beziehung.
* * * *
„Meine Damen und Herren, wenn ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten dürfte.“ Shane schlenderte zum Casino hinüber, wo Aidan Dempsey, der Manager des gesamten Betriebs, auf einer Bühne stand, die für diesen Abend aufgebaut worden war. „Der Kostümwettbewerb fängt gleich an. Die Gewinner werden in folgender Reihenfolge bekannt gegeben: das gruseligste, das originellste, das beste Paar, das lustigste, die beste Gruppe und schließlich das heißeste. Alle Kandidaten werden gebeten, auf die Bühne zu kommen.“
Shane lachte über einige der Faxen der Kandidaten, die sich gegenseitig schubsten und drängelten, um gesehen zu werden. Gelangweilt schlenderte er umher, in der Hoffnung, einen passenden Bettpartner für die Nacht zu finden, aber bis jetzt war ihm noch niemand aufgefallen.
Es gab viele attraktive Menschen dort, aber Shane wollte mehr als nur einen Funken Anziehung spüren. Er war dreißig Jahre alt. Er war zu alt, um an Märchen zu glauben, aber er wollte das Gefühl haben, dass sein Herz höher schlug, dass seine Handflächen schwitzten, und dass er sich auf den ersten Blick verliebte.
Bei seinen früheren Freunden und Freundinnen hatte er sich mit Leidenschaft auf den ersten Blick zufrieden gegeben. Und die meisten dieser Beziehungen waren auch gut gewesen. Als er mit ihnen zusammen war, hätte Shane sich leicht vorstellen können, mit jedem einzelnen von ihnen die Ehe einzugehen. Aber dann hatten sie sich, aus welchen Gründen auch immer, getrennt und Shane wurde klar, dass er sich etwas vorgemacht hatte.
Er hatte sich so sehr gewünscht, die Person zu finden, die für immer seine Liebe sein würde, dass er sich einredete, die Person, mit der er gerade zusammen war, sei diese ewige Liebe. Doch nach Clara war sich Shane nicht mehr sicher, was er eigentlich wollte.
„Und die Gewinner des Gruppenkostüms sind Neverland. Jake Dunham übernimmt den Preis für die Gruppe.“
Shane warf einen Blick auf die Bühne, wo Aidan einem Mann namens Jake in einem verdammt knackigen Piratenkostüm eine Schleife überreichte. Die Lederhose umschloss seine Beine wie ein Handschuh, schmiegte sich an die Kurven seines Hinterns und brachte seine Muskeln perfekt zur Geltung.
Shanes Blick schweifte weiter über das prächtige Exemplar von Mann auf der Bühne, als er hörte, wie Jake sich bei Aidan bedankte und eine tiefe Stimme aus dem Mikrofon drang, während er die Schleife entgegennahm. Die erregende Stimme breitete sich in ihm aus, drang in ihn wie ein feiner Whiskey und bahnte sich einen Weg zu seinen Eiern, die sich schmerzhaft gegen seinen Körper drückten.
Shanes Blick schoss hoch und er sah in Jakes Gesicht. Er schwor, dass er Vögel zwitschern, Engel singen und ein Feuerwerk in seinem Kopf explodieren hörte, während er in strahlend blaue Augen starrte. Ein breites Grinsen überzog Jakes Gesicht, als er seine Schleife entgegennahm. Shanes Schwanz pochte. Er konnte sich nicht erinnern, sich gerührt zu haben, aber als Jake die zwei Stufen von der Bühne herabstieg, stand er bereits dort.
Er war froh, das scharfe Einatmen zu hören, als Jake ihn dort stehen sah. Keiner der beiden sagte ein Wort. Mit einem derartigen Kloß im Hals war das unmöglich. Shane begriff, dass er endlich den Mann seiner Träume getroffen hatte. Zumindest hoffte Shane, dass Jake dieser Mann war. Er hatte sich schon einmal geirrt.
Er streckte seine Hand aus und machte fast einen Freudensprung, als Jake seine starke, schwielige Hand in Shanes Hand legte. Schweigend führte Shane den Mann von der Party weg, weil er einen abgelegeneren Ort finden wollte, um die prallen Lippen zu kosten, die seine Aufmerksamkeit erregt hatten.
Er führte Jake zum Euphoria. Shane zog seine Schlüssel heraus, öffnete die Tür und ließ Jake in Sekundenschnelle hinein, woraufhin er ihn direkt gegen die Tür drückte. Shane umfasste Jake und drückte ihn an sich, während er mit einer Hand durch sein seidiges Haar fuhr.
Langsam beugte sich Shane vor, bis ihre Lippen aufeinander trafen. Wie ein Streichholz an einer Zündschnur explodierte der Kuss, als jeder von ihnen verzweifelt versuchte, dem anderen näher zu kommen. Ihre Zungen verwickelten einander in ein Duell um die Vorherrschaft, um tiefer einzutauchen.
Zwei Hände griffen nach seinem Hintern und zogen ihn unaufhaltsam näher heran. Seine Pobacken wurden zusammengedrückt und dann auseinandergezogen. Verdammt, er war so erregt wie nie zuvor. Sie hatten einander lediglich geküsst, aber Shane war schon kurz davor, seine Ladung in seine Hose zu blasen.
Das Gefühl von Jakes Ständer an Shanes Hüfte verriet ihm, dass der andere Mann genauso erregt war. Jake zwang eine seiner Hände in Shanes enge Hose. Elektrische Impulse schossen durch seinen Körper, als Jakes Finger Shanes Ritze entlang fuhren. Shane stöhnte auf und stieß ein langes, leises Stöhnen aus, als die kräftigen, schwieligen Finger seinen Eingang fanden.
Bei der Berührung zuckte sein Schwanz heftig. Dann schob Jake einen Finger in seinen Kanal. Er stöhnte auf, als die Stromstöße von seinen Eiern aus seine Wirbelsäule hinauf und wieder hinunter schossen, bevor sie aus seinem Schwanz heraussprudelten. Die Wucht des Orgasmus, der nur durch einen Kuss und einen Finger ausgelöst wurde, der gerade seinen Arsch berührte, ließ Shane seine Hüften hart gegen Jake stemmen.
Er hörte, wie Jake stöhnte und die Hüften des attraktiven Mannes zweimal nach oben stießen, bevor er sich gegen Shane presste und dann zum Stillstand kam. Aufgrund seiner zittrigen Beine konnte Shane nicht länger stehen. Er sank zu Boden, Jake direkt neben ihm, und beide keuchten, als sie versuchten, zu Atem zu kommen.
Jake lehnte sich glucksend gegen die Wand. „Verdammt, ich glaube, ich bin nicht mehr in meine Hose gekommen, seit ich ein Teenager war. Und dabei kenne ich nicht mal deinen Namen.“
Shane wollte ihn ihm verraten, das wollte er wirklich, aber sein Gehirn funktionierte nach dem Orgasmus immer noch nicht. Er war sich sicher, dass sein Verstand kaputt gegangen war.
Jake war keineswegs prüde, aber er glaubte nicht, dass er jemals etwas getan hatte, das auch nur annähernd so versaut war. Er kannte nicht einmal den Namen des Mannes. Die offensive Art, mit der der attraktive Fremde ihn geküsst hatte, hatte einfach etwas, das Jakes Schwanz in Sekundenschnelle steif werden ließ. Natürlich schadete es auch nicht, dass er schon beim Anstarren des knackigen Arsches des Mannes, dem er in das leere Restaurant gefolgt war, einen Steifen bekommen hatte.
Das ganze Erlebnis schrie förmlich nach einem sinnlichen Geheimnis, das Jake sich nach mehr sehnen ließ. Und dann zu spüren, wie der Mann seine Befriedigung mit nur einem Kuss und seinem Finger in seinem Arsch fand – verdammt. Das war einer der heißesten Momente seines Lebens, und abgesehen von einem kleinen Streicheln hatte keiner von ihnen seinen Schwanz berührt.
Er konnte sich nur vorstellen, wie der Fremde im Bett sein würde, und er hoffte, dass er das herausfinden würde, sobald er den Namen des Mannes erfahren hatte. Der benommene Blick in seinen schokoladenbraunen Augen erklärte, warum er Jakes Frage noch nicht beantwortet hatte.
Jake lächelte breit und nutzte die Gelegenheit. Er beugte sich vor und eroberte den Mund des scharfen Mannes. Er genoss es, wie der Fremde schmeckte – würzig und heiß, genau wie Jake seine Männer bevorzugte.
Jake war bisexuell. In Cedar Falls hatte er sich mit Frauen begnügt, um nicht aufzufallen. Die Menschen in seiner Heimatstadt mochten Schwule zwar weitgehend tolerieren, aber Jakes Familie nicht. Sie lehnten Schwule vielleicht nicht offen ab, aber sie hatten ihren Unmut auf andere Weise kundgetan.
Als Pastor Powell Schwule mit offenen Armen in seine Gemeinde aufnahm, hörten Jakes Eltern auf, die Kirche zu besuchen und entschieden sich für eine Kirche in Faylin, einer nahe gelegenen Stadt, die nicht so aufgeschlossen war wie Cedar Falls. Tatsächlich gingen sie in letzter Zeit fast nur noch in Faylin einkaufen, essen und unterhielten sich dort. Nicht, dass Jake davon gewusst hätte. Er hatte seit Monaten mit keinem von ihnen gesprochen.
Jake war sich ziemlich sicher, dass er sich für diesen Mann bei seiner Familie und seinen Freunden outen würde. Er war sich nicht sicher, was das für seine Eltern bedeuten würde, aber seine Freunde hätten damit überhaupt kein Problem. Sie würden ihn vielleicht anzicken, weil er nicht ehrlich gewesen war, vor allem, nachdem sein bester Freund sich endlich als schwul geoutet hatte und Jake nicht über sich selbst gesprochen hatte. Aber am Ende würden sie ihm den Rücken stärken.
Er wusste, dass er vorschnell dachte, weil er nichts über diesen Mann wusste, aber wieso auch nicht, denn diesen Fremden zu küssen, war wie nach Hause zu kommen, behaglich, einfach perfekt. Der Mann in seinen Armen erwachte aus seinem benommenen Zustand und küsste Jake mit gleicher Leidenschaft zurück.
Das gefiel ihm an seinen männlichen Liebhabern. Er stand nicht auf kleine Männer. Er wollte, dass sie genauso groß waren wie er selbst, und dieser Mann entsprach genau seinen Vorstellungen. Das war Jake als erstes aufgefallen. Der Fremde war vielleicht zwei Zentimeter größer als Jake mit seinen eins achtundachtzig. Was die Masse und die Muskeln anging, waren sie einander ebenbürtig.
Als er den Kuss beendet hatte, sackte Jake gegen den Mann und keuchte, während er versuchte, zu Atem zu kommen. „Verrätst du mir jetzt deinen Namen, Süßer?“ Und er war wirklich süß. Sein zerzaustes, dunkelbraunes Haar, seine ebenso dunklen, glühenden Augen und sein kräftiges Kinn brachten Jake dazu, stundenlang einfach nur darauf schauen zu wollen.
Das Gefühl dieser kräftigen Finger, die sich in Jakes Haare krallten, während er den Kopf zurückwarf, war verdammt scharf, vor allem, wenn die dunklen Augen in seine starrten und ihm das Gefühl gaben, etwas Besonderes zu sein. „Shane Bartek, der Chefkoch des Euphoria und dein neuer Liebhaber, Jake.“
Er stöhnte auf und erschauderte angesichts der selbstbewussten Stimme. Manch einer wäre von Shanes Direktheit überrascht gewesen, aber er nicht. Ihm gefiel, dass Shane kein willensschwacher Mann war, der sich führen lassen wollte. Jake wollte jemanden, der ihm in jeder Hinsicht ebenbürtig war.
Jake schüttelte sich innerlich. Er musste aufhören, vorschnell zu sein. Sie hatten einander gerade erst vor dreißig Minuten kennengelernt und er sprach schon davon, dass sie ein Paar sein würden. Womöglich war Shane am Ende ein narzisstisches Arschloch.
Beruhige dich und sprich mit Shane. Dann würde er anfangen können, ihre Zukunft zu planen. Schluss damit. Das war einer von Jakes größten Fehlern, sein Bedürfnis, eine Beziehung zu führen. Angesichts der Tatsache, dass er seit zwei Jahren keine mehr gehabt hatte, war es kein Wunder, dass er sich Hals über Kopf in die Sache hineinstürzte.
Er nahm an, dass Shane Jakes Namen erfahren hatte, als er den Preis für das beste Gruppenkostüm entgegengenommen hatte, also wusste er nicht, was er sonst sagen sollte. „Schön, dich kennenzulernen, Shane.“ Jake stöhnte fast, weil das so steif und förmlich geklungen hatte.
Shane gluckste. „Ich muss etwas falsch gemacht haben, wenn das nur schön war.“ Er zog Jake an den Haaren, bis ihre Lippen einander gerade streiften. „Mal sehen, ob ich das ändern kann.“
Mit einem kleinen Ruck wurde Jake zu Shane gezogen und ihre Münder verschmolzen miteinander. Jetzt, wo die Spannung abgebaut war, ließ sich Shane Zeit und erkundete jeden Zentimeter von Jakes Lippen, erst mit süßen Küsschen, dann mit kleinen Bissen, die er danach mit seiner Zunge liebkoste.
Jake schmolz dahin. Er wusste, dass das nicht unbedingt als männlich galt, aber er konnte nicht anders. Shane wusste genau, wie man richtig küsste und nutzte dieses Wissen voll aus. Jakes Schwanz wurde wieder hart und er würde den Teufel tun, diesen Mann in einem leeren Restaurant im Casino zu ficken. Es klang vielleicht langweilig, aber er wollte ein Bett und keinen harten Fußboden.
Als er seinen Mund wegzog, stöhnte er auf, während Shane die Gelegenheit nutzte, um an seinem Hals zu knabbern und zu saugen und dabei jede seiner empfindlichen Stellen zu treffen. Es war so erregend, dass er versucht war, den Gedanken zu vergessen, sich an einen bequemeren Ort zu begeben, aber der harte Boden unter ihm erinnerte ihn daran, warum das die richtige Idee war.
„So sehr ich auch nicht aufhören will, denn das will ich nicht, ich finde trotzdem, wir sollten uns einen Ort mit einem Bett suchen.“ Er hätte das Zimmer vorgeschlagen, das Aidan ihm für die Nacht gegeben hatte, aber da er sich das Zimmer mit seinem besten Freund Brent teilte, hielt Jake das für keine gute Idee.
Plötzlich war Shane auf den Beinen und reichte Jake die Hand, um ihm aufzuhelfen. „Ich wohne nicht weit weg.“
* * * *
Shane hatte nicht die Angewohnheit, jemanden, den er gerade erst kennengelernt hatte, zu sich nach Hause einzuladen, aber als Jake vorschlug, ein Bett zu suchen, konnte Shane nur daran denken, den verdammt heißen Mann auszuziehen und sich mit ihm zu vergnügen. Da er nicht noch länger über seine Entscheidung nachdenken wollte, Jake mit nach Hause zu nehmen, fuhr er heim und Jake folgte ihm in seinem Truck.
Er bog in die Kiesauffahrt ein und parkte in der Nähe des Hauses. Als Jake neben ihm anhielt, musste er grinsen. Shane war immer noch von dem unglaublichen Orgasmus überwältigt und konnte es kaum erwarten, tief in Jakes perfekt geformten Arsch zu versinken. Außerdem würde er gerne spüren, wie sich der beeindruckende Schwanz des Mannes anfühlte, den er vorhin gespürt hatte. Er war nicht wählerisch.
Während er die Haustür aufschloss, stand Jake direkt hinter ihm. Die Hitze von Jakes Körper vertrieb die kalte Nachtluft, als er seine harte Länge gegen Shanes Arsch schmiegte. Sein Loch krampfte sich zusammen, und er stellte sich vor, wie der Mann ihn an die Tür drücken und ihm das Hirn rausvögeln würde.
Er stieß ein tiefes Stöhnen aus, als Jake ihn ins Haus schubste. So sehr er das Gefühl von Jakes Körper an seinem Rücken auch liebte, diesmal mussten sie sich ausziehen. Als hätte er den gleichen Gedanken, fing Jake sofort an, sich auszuziehen, als die Tür zuging.
Shane begann, sich selbst die Klamotten vom Leib zu reißen. Er sah fasziniert zu, wie meilenweit glatte, gebräunte Haut zum Vorschein kam. In seinem Mund sammelte sich der Sabber. Er wollte sich das Angebot nicht entgehen lassen, trat zu Jake und ließ seine Zunge über die harte, muskulöse Brust gleiten. Der Geschmack von Schweiß und Mann überflutete seine Geschmacksknospen und Shane wollte mehr.
„Verdammt, Süßer. Das fühlt sich so gut an.“ Jake hob eine Hand und zog Shanes Kopf näher an sich heran, während er über eine Brustwarze leckte. „Fuck“, schrie Jake auf.
Es war ein berauschendes Gefühl, zu wissen, dass er Jake zu einer solchen Reaktion gebracht hatte. Es war zwar nicht so gut, wie zu wissen, dass er Jake dazu gebracht hatte, in seiner Hose zu kommen, aber andererseits war er sich auch nicht sicher, ob sich überhaupt irgendetwas so toll anfühlen würde. Natürlich hatten sie den Rest der Nacht – und wenn es nach Shane ging, sogar ihres ganzen Lebens – um das herauszufinden.
Als er über die festen Muskeln von Jakes Brust glitt, wusste Shane, dass er unbedingt erfahren wollte, wie es sich anfühlte, wenn dieser harte Körper immer und immer wieder in ihn eindrang. Wenn er wirklich Glück hatte, würde Jake ihn vielleicht sogar festhalten, während er das tat.
Es kam nicht oft vor, dass Shane jemanden erlebte, der stark genug war, ihn so zu ficken, wie er es wollte. Und wenn, dann war es jemand, der ihn im Schlafzimmer die ganze Zeit dominieren wollte und sich weigerte, Shane toppen zu lassen. Seit er entdeckt hatte, was er mit seiner Prostata alles anstellen konnte, liebte Shane beide Rollen gleichermaßen.
Ehrlich gesagt, war das einer der Gründe, warum es ihm so leicht gefallen war, Clara loszulassen. So sehr er auch Frauen liebte, er bevorzugte Männer – wenn es denn der richtige Mann war. Es war an der Zeit, sicherzustellen, ob Jake wirklich der Richtige war.
Shane legte eine Hand um Jakes Taille und fuhr mit der anderen nach unten, bis er an Jakes Spalte entlang glitt. Anstatt sich anzuspannen, spreizte Jake seine Beine, um Shane mehr Spielraum zu geben. Ja, dieser Mann liebte es, die Rollen abzuwechseln.
„Oh, Gott, Shane.“ Jakes Stimme war belegt, als er seine Brust gegen Shanes Mund drängte, während er seinen Hintern in Shanes Hand stieß. „Ich kann es nicht erwarten, dich in mir zu spüren.“
Shane musste seine Finger um den Ansatz seines Schwanzes wickeln, um sich selbst davon abzuhalten, bei diesen heißen Worten abzuspritzen. Als das nicht zu helfen schien, zog Shane kräftig an seinen Eiern. Der brennende Schmerz half ihm, den drohenden Orgasmus abzuwehren.
Da er schon einen Orgasmus gehabt hatte, hätte es eigentlich nicht möglich sein dürfen, dass er mit so wenig körperlicher Stimulation so schnell wieder einen Steifen bekam, aber es war so.
